- Last Update: September 01, 2011 -


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Resistance

Kein Krieg gegen den Iran !

Gegen eine militärische Vereinnahmung Deutschlands für die Interessen Israels !
Schluß mit der Nötigung aller frei denkenden Menschen und der Unterdrückung der Meinung der deutschen und europäischen Bevölkerungsmehrheit zur Weltpolitik der Gegenwart und Vergangenheit

No war against Iran ! No German troops for Israel - What happens now is not in the interest of the German People !

--> Inhaltsverzeichnis der Leserbriefe <--

NEU! (hier anwählen):   Innenminister Friedrich fordert Ende der Anonymität im Internet   - AKTUELL! (hier anwählen):   Weihnachtsbotschaft des iranischen Staatspräsidenten   - NEU! (hier anwählen):   Unsachliche Reaktionen auf belegte Sachverhalte   - AKTUELL! (hier anwählen):   Atombombenabwurf über Hiroshima - eine Heldentat !?!!   -

SCHRIFTEN -   August 2006 - Gegen einen Einsatz deutscher Soldaten   - WRITINGS
Weckruf gegen die Kriegstreiber !!
Deutschland - ein Tag vor dem 20.September 2006
Gegen politische Provokationen während der Fußball-WM
Neuwahlen 2005 - Deutschland - Wahlbetrug
STRATEGIEPAPIER - zum Umgang mit sogenannten Denkfabriken
-- Der Neue Landbote (PDF) --
++ Link zum Gedenktag - 05.Juni ++


Themen / Topics:



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- Diese Seite wird in unregelmäßigen Abständen (1-3 Wochen) ergänzt -
letzte Aktualisierung: 01. September 2011.



Inhalt der Seite:
Leserbriefe und Stellungnahmen zu mehreren Artikeln und redaktionellen Kommentaren der "Mainzer Allgemeinen Zeitung, MAZ", ebenso zu denkwürdigen Ereignissen, welche in der MAZ ausgeklammert wurden. Alle hier aufgeführten Stellungnahmen wurden dieser Tageszeitung als Leserbriefe zugesandt und sind hier im originalen Wortlaut wiedergegeben.

In den Stellungnahmen werden verschiedene Ereignisse der letzten Zeit angesprochen, welche die Menschen bis heute beschäftigen und die trotz der thematischen Vielfalt doch übergeordnete Zusammenhänge erkennen lassen, insbesondere die gegenwärtig tendentiöse Berichterstattung der deutschen Medien zu den angeschnittenen Themenkomplexen.

Alle aufgeführten Leserbriefe sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt unverändert aktuell. Gerade der zeitliche Abstand einzelner Leserbriefe zum gegenwärtigen weltpolitischen Geschehen zeugt von der langfristigen Problematik der einseitigen Berichterstattung in den westlichen Medien. Daher werden im Rahmen jeder Aktualisierung dieser Seite keine Leserbriefe entfernt sondern ausschließlich neue Leserbriefe hinzugefügt. Es wird eine langfristige Dokumentation angestrebt. In manchen Leserbriefen findet sich eine Wiederholung von Argumenten - der Leser möge dabei bedenken, daß der hier beispielhaft aufgeführten Medienpropaganda (die naturgemäß mit Wiederholungen arbeitet) kaum mit einer nur einmaligen Darlegung von Gegenargumenten begegnet werden kann !

Die hier kommentierte Tendenz der Berichterstattung der MAZ ist natürlich nicht Einzelfall sondern Regelfall in der gegenwärtigen deutschen Medienlandschaft. Der Leser wird aufgefordert, die Berichterstattung unser Medien - beginnend mit seinen eigenen Regionalblättern - kritisch zu hinterfragen, seine eigenen Schlußfolgerungen und geistigen Hyperlinks zu ziehen (dies wird ihm die vorliegende Seite nicht abnehmen !), und dann seine eigene Stimme zu erheben.

Einer aus der bisher stillen Mehrheit.





NEU! (hier anwählen):   Innenminister Friedrich fordert Ende der Anonymität im Internet   - AKTUELL! (hier anwählen):   Weihnachtsbotschaft des iranischen Staatspräsidenten   - NEU! (hier anwählen):   Unsachliche Reaktionen auf belegte Sachverhalte   - AKTUELL! (hier anwählen):   Atombombenabwurf über Hiroshima - eine Heldentat !?!!   -

Inhalt (aufsteigend chronologische Liste der Leserbriefe):







«Feindliche Übernahme» - Reklame für den Aggressor statt journalistisches Entgegenwirken

Der Jahrtausendwechsel war begleitet von der bisher offensten Androhung einer feindlichen Übernahme in der Wirtschaftsgeschichte: die Übernahme der deutschen Firma Mannesmann durch das britische Unternehmen Vodaphone. Geplant war außerdem der Freikauf der damaligen Mannesmann-Tochter «Orange», die für Großbritannien militärisch von höchster Wichtigkeit war. Diese britisch-nationalen Interessen und gewisse Rachegelüste für Rolls-Royce mögen die wesentlichen Gründe für das massive gemeinsame Auftreten von Vodaphone und der britischen Regierung gewesen sein, gegen die schließlich auch massive, nicht nur aus Deutschland kommende Proteste nichts ausrichten konnten.
Teuflischerweise wurde das Vorgehen Vodaphones und Großbritanniens unterstützt durch einen bisher in der deutschen Mediengeschichte einmaligen Vorgang: Am 06.Januar 2000, also bereits in der heißen Phase der Bemühungen um den Schutz Mannesmanns vor dieser Wirtschaftsstrategie (!) eine seitenfüllende Vodaphone-Reklame in der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) mit der Aufforderung, zum eigenen Vorteil doch seine Mannesmann-Aktien zu verkaufen. Gleichzeitig fand sich in der MAZ eine andauernde konsequente Ausklammerung einer journalistischen Aufarbeitung des brandaktuellen Themas «Feindliche Übernahme in der Wirtschaft», insgesamt also ein Vorgehen, das in seiner Intention genauso eindeutig wie ungeheuerlich ist. (Eine Groteske am Rande: nahezu zeitgleich eine an mehreren Tagen im redaktionellen Teil erscheinende Reklame für ein Schlankheitsprodukt, die im Stil eines redaktionellen wissenschaftlichen Beitrages gekleidet war, nicht sofort als Reklame zu erkennen)
Der folgende Leserbrief wurde noch am gleichen Tag (06.Januar 2000) an die Redaktion der MAZ gesandt mit dem Hinweis, daß aufgrund der brennenden Aktualität und des unglaublichen Fehlverhaltens der Zeitung an deren Fairness und Einsicht appelliert wird, diese Lesermeinung noch vor der bevorstehenden heißen Phase der Vodaphone-Mannesmann - Ereignisse zu veröffentlichen. Kurz darauf antwortete die Redaktion schriftlich, daß zu Werbungen grundsätzlich keine Leserstimmen veröffentlicht würden. Ein daraufhin modifizierter Leserbrief wurde ebenfalls nicht veröffentlicht.



Reklame für Vodaphone auf einer ganzen Seite
Eine seitenfüllende Reklame für einen Aggressor (sei er nun wirtschaftlicher oder politischer Art), dessen Vorgehensweise offen durch die britische Regierung stolz angepriesen wird als «anglo-amerikanische Wirtschaftsmethode, deren Vormarsch das europäische Festland zur Kenntnis zu nehmen habe», ist ein unglaublicher und hoffentlich einmaliger Fehler Ihrer Zeitung (** siehe Fußnote **), dessen politisches und gesellschaftliches Ausmaß kaum betont werden muß. Sie dulden bewußt die irreführenden und für jeden informierten Zeitgenossen als falsch zu erkennenden Aussagen dieser Reklame, ebenso bewußt haben Sie es unterlassen, mit sachlichem Journalismus und wesentlich weniger Aufwand an Druckfläche einer derart ethisch indiskutablen Wirtschaftsmethode aufklärend entgegenzuwirken. Sie müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, daß genau dies offenbar nicht das Anliegen Ihrer Zeitung ist.
Im Wiederholungsfalle derart platzfüllender Reklamen, insbesondere solcher für einen offenen mediengestützten Wirtschaftkrieg (oder etwa für pseudowissenschaftlich angepriesene Schlankheitskuren) fordere ich die MAZ-Leser auf, Ihre Zeitung mit kritischen Leserbriefen und Stellungnahmen zu überschwemmen und verweise dabei auf die Tatsache, daß Ihre Zeitung offenbar nicht aus Platzmangel eine ungekürzte und angemessen deutliche Wiedergabe des Volkes Meinung unterläßt. Bedenken Sie, daß eine derart verschwenderische Verdummungs-Kampagne wie diese Reklame eine Beleidigung für die MEHRHEIT der MAZ-Leser ist, welche insbesondere bei politisch und gesellschaftlich brisanten Fragen Meinungen vertreten, die Sie in der deutschen Medienlandschaft bisher nicht reflektiert sehen und höchstens in Form einer massiven Ignoranz und Gegensteuerung wahrnehmen können.

** Fußnote **: Dieser Leserbrief wurde nach erstmaligem Erscheinen der Vodaphone-Reklame versendet. Zu diesem Zeitpunkt konnte das ganze Ausmaß dieser niederen publizistischen Aktivität der MAZ noch nicht eingeschätzt werden: über die folgenden Wochen fast täglich erscheinende seitenfüllende Vodaphone-Reklamen bis zum entgültigen Erfolg Vodaphones.

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Eine Aussage Präsident Putins

Während seines Staatsbesuches im Herbst 2001 hatte der russischen Präsident Putin eine denkwürdige Mahnung an die Adresse der Deutschen parat. Nachdem diese Aussage einmalig und früh morgens in den Radiostationen zu hören war, ergab eine in der Folgezeit durchgeführte persönliche Recherche in mehreren deutschen Tageszeitungen leider ein negatives Ergebnis. Es war also zu befürchten, daß diese Mahnung nur bei einem kleinen Prozentsatz der Adressaten angekommen war. Der folgende Leserbrief wurde dann wortgetreu am 8.Oktober 2001 in der MAZ abgedruckt :


Nicht ewig für Fehler büßen
Die Gesamtheit der Berichte über den Staatsbesuch ist ergänzungsbedürftig, da dem Leser eine denkwürdige Mahnung von Präsident Putin an die Adresse Deutschlands vorenthalten wurde.
Diese war am Morgen des beginnenden Staatsbesuches in den deutschen Radiostationen zu hören und lautet folgendermaßen: «Präsident Putin bekundete, daß er von Deutschland eine selbstbewußtere Rolle in der Weltpolitik erwarte. Kein Volk dürfe ewig büßen für Fehler, die es einmal in der Vergangenheit begangen habe».
Für den aufmerksamen Leser und Mitverfolger des Zeitgeschehens wird diese Aussage des russischen Staatspräsidenten kaum kommentarbedürftig sein, ebenso wenig wie die gezielte Ausklammerung dieser seiner Aussage aus dieser Zeitung.
Umso mehr ist die Zeitung verpflichtet, diese Aussage von Präsident Putin dem Leser im Nachhinein zugänglich zu machen.

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Zur Berichterstattung über den nahen Osten - Stand März/April 2002

Im Frühjahr 2002 begann die Hochphase der israelischen Militäraktionen in Palästina einschließlich einer gezielten Zerstörung der palästinensischen Infrastruktur. Diese erfolgte nicht lange nach der Ermahnung Israels durch den Generalsekretär der Vereinten Nationen, endlich die unrechtmäßige Besetzung Palästinas zu beenden ! Diese Besetzung bezeichnete er damals als einen Hauptgrund für die anhaltende Gewalt im nahen Osten. Die Reaktion: der bisherige Höhepunkt der israelischen Unrechtspolitik, begleitet von kaum ablehnenden, sogar die Gegenseite nötigenden Berichten in der westlichen Presse. Aufhänger des weiter unten angeführten Leserbriefes war ein typischer Artikel dieser Art mit der Überschrift «Der Druck auf Jassir Arafat nimmt zu» in der MAZ vom 20.März 2002. Der darauf reagierende Leserbrief wurde wörtlich in der MAZ am 6.April 2002 abgedruckt:


Bald Geschichte werden lassen
Die Politik des Dreigestirns USA-Israel-Westliche Publizistik gegenüber dem palästinensischen Volk hat sich entgültig als konzertiertes Verbrechen gegen die Menschlichkeit von nicht dagewesener Dimension entlarvt. Da werden unter Duldung der Schutzmacht des Staates Israel systematisch die Infrastruktur und elementare Lebensräume eines Volkes zerstört, seinen offiziellen Führern unter ausbleibendem Protest der freien westlichen Presse die Möglichkeit zur Ausreise und damit die Möglichkeit der außenpolitischen Arbeit während höchster Bedrohung genommen (!) - und unmittelbar nach Vollendung dieser Zerstörungspolitik bieten die USA in kaum verhüllter Manier einer militärischen Siegermacht den Palästinensern die Minimallösung eines sowieso selbstverständlichen eigenen Staates an unter gleichzeitiger konzertierter Zeigefinger-Publizistik der westlichen Welt gegenüber Präsident Arafat.
Als Krönung wird die Verantwortung für die Beendigung jeglichen bewaffneten Wiederstandes in der Person Arafats konzentriert, was eine gezielt unerfüllbare Forderung an eine Einzelperson zur Durchsetzung der bedingungslosen Kapitulation des eigenen Volkes angesichts der geschehenen Verbrechen Scharons darstellt.
Für die Leser sollte soviel klar sein: Die nicht pressegebundene öffentliche Meinung hat jetzt mehr denn je die Möglichkeit, jeden derartigen Versuch eines publizistischen Drucks auf die Palästinenser (oder auch nur seine Duldung) als opportunistisches Mitläufertum gegenüber dem jetzt offensichtlichen Geist der amerikanisch-israelischen Politik zu entlarven und dieses Mitläufertum bald Geschichte werden zu lassen.

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Einschub: Die folgenden 7 Leserbriefe ( bis zum Kapitel "Die redaktionellen Kommentare zum Irak-Krieg - das Fazit !" ) reagieren auf das bisher dunkelste Stück deutscher Mediengeschichte, das sich an den redaktionellen Kommentaren der Mainzer Allgemeinen Zeitung belegen läßt: Nötigung Deutschlands und seiner Vertreter zur Zustimmung und zur militärischen Teilnahme am Irak-Krieg. Zusätzlich wird dieses Thema auch nach Ende des Irak-Krieges nochmals aktuell, worauf eine weitere Leserstimme reagiert ( "Redaktionelle Forderung: Deutsche Soldaten in den Irak" ) Eine zusammenfassende Einleitung ist aus zwei Gründen notwendig: Anders als in den meisten Leserbriefen ist hier nicht Hinterfragung oder argumentative Gegendarstellung die oberste Triebfeder, sondern ein möglichst präzises und lautes Anschreien gegen diese durchsichtige und damit umso bedrohlichere Machenschaft der Medien und der sie stützenden Mächte. Diese unmittelbare Bedrohung des Bürgers und damit des Schreibenden möge der Leser dieser Seite bitte berücksichtigen. Zum zweiten geht gerade aus dem folgenden Leserbrief rückblickend die Gleichzeitigleit von Irak-Krieg und einer bisher nicht für möglich gehaltenen israelischen Politik hervor in Kombination mit einem neuen Höhepunkt einer diesbezüglichen medialen Glättung in den deutschen Medien. Möge die Nachwelt stets diesen historischen Zusammenhang vor Augen haben und bedenken.
18. Juli 2004




Zerstörung von Arafats Hauptquartier durch Israel - 22. September 2002

Der folgende Leserbrief reagiert auf den bisherigen Höhepunkt der israelischen Unrechtspolitik und auf die mediale Taktik dieser Zeit, die sich bis dato noch nie so eindeutig von der Schwere des aktuellen weltpolitischen Ereignisses abgesetzt hatte: Berichte an den Rand drängen, gezielter Gebrauch von widersprüchlichen Aussagen, welche dritten Personen in den Mund gelegt werden (hier: Zerstörung - keine Zerstörung), Ausklammerung einer offenen Anklage des Aggressors durch die Medien. Diese Taktik sollte nicht ganz 2 Jahre später einen weiteren Höhepunkt erfahren: Über die gezielte Tötung von bedeutenden palästinensischen Führern durch Israel (Juni 2004) wird in der MAZ nur noch marginal oder gar nicht mehr berichtet !
Dieser Leserbrief vom 25. September 2002 wurde in der MAZ in leicht gekürzter Form am 12. Oktober 2002 veröffentlicht. Die fettgedruckten Passagen wurden nicht veröffentlicht.



Stützende Berichterstattung für Israel - publizistische Hetze auf Personen hierzulande
Dieser Artikel erschien einen Tag nach der systematischen Zerstörung von Präsident Arafats Amtssitz inklusive der Strom- und Wasserversorgung mit dem erklärten Ziel, ihn zur Aufgabe und zur Ausreise zu zwingen. Dieses erklärte und ungeheuerliche Ziel Israels wurde durch die Berichterstattung der deutschen Fernsehstationen am Tage der Zerstörungsaktion (22. September 2002) bestätigt. Einen Tag später (23.September 2002) fand sich in der MAZ ein bewusst an den Rand gedrängter kleiner Artikel mit einer dem Inhalt des Artikels widersprechenden Überschrift: "Peres: Keine Zerstörung von Arafats Quartier". Im Text dann kaum glaubhafte und von der MAZ unkommentierte Bekundungen von israelischer Seite. In den darauf folgenden Tagen folgte die gewohnte Nahhost-Berichterstattung: UN-Resolution – dennoch keine Änderung der israelischen Politik – Verschweigen weiterer Ungeheuerlichkeiten Israels, wie etwa die "Rüge" Israels an die Adresse der USA wegen deren Stimmenthaltung bei der aktuellen UN-Resolution !

Die über politische Grenzen hinweg wohlbekannte Kombination der verbrecherischen israelischen Politik und der sie stützenden und gezielt verharmlosenden Art der Berichterstattung der deutschen Medien wird durch die Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse dieser Tage so offensichtlich wie nie zuvor und wird in die Geschichtsbücher eingehen: 1. Dieser bisherige Höhepunkt der israelischen Unrechtspolitik und 2. der bisherige Höhepunkt einer genüsslichen publizistischen Jagd auf alle Personen in unserem Land, die in korrekter und nicht-beleidigender Weise genau diese Politik anklagen und bekunden, daß sie sich auch von denjenigen nicht abhalten lassen, die versuchen, diese Kritik zu kriminalisieren. Zählt man nun noch die aktuelle Nötigung des Bundeskanzlers wegen seiner mehrheitlich im Volk gestützten Haltung zur Irak-Frage dazu, so festigt sich die folgende Erkenntnis:
Die Ereignisse in Israel Ende September 2002 werden auch in die deutschen Geschichtsbücher eingehen angesichts der gleichzeitigen publizistischen Hetze in unserem Lande, deren Förderer sich nun endgültig einer offenen Nennung und Anklage durch kommende Generationen nicht mehr entziehen können.


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Deutschlands Nein zum Irak-Krieg wird als "teure Extra-Wurst" bezeichnet

Am 15. November 2002 erschien ein ansonsten uninteressanter redaktioneller Kommentar, der sich redundant in die allgemeine Strategie «Nein zum Irak-Krieg = Wahlkampf» einreiht, der aber in einem Punkt einen bisherigen Höhepunkt darstellt: Erstmals wird nicht Schröder sondern Deutschland als ganzes genötigt. Konstruierter Hintergrund sind die geplante Osterweiterung und die militärische Präsenz der Bundeswehr in Afghanistan, wo Deutschland als Ausgleich für sein "Nein" verstärkt kostenintensive Mittel zur Verfügung stellen müsse. In besonders gemeiner Weise wird Deutschland hierbei das "eigene Haushaltsdisaster" in Kombination mit dem Vorwurf einer isolationistischen Politik vorgehalten.
Die beiden herausragenden Sätze des Kommentars:
- "Im Blick auf die Aufnahme neuer Mitglieder im Rahmen der Osterweiterung bedeutet es gewiß kein glückliches Exempel, wenn sich das wirtschaftsstärkste Bündnisland Europas vor aller Augen eine Extra-Wurst brät."
- "Zum Ausgleich seiner militärischen ( !!! ) Enthaltsamkeit im Mittleren Osten und völlig unabhängig davon, ob es überhaupt noch Krieg gibt, wird die Bundeswehr rigoros und kostenintensiv andernorts in die Pflicht genommen."
Der folgende Leserbrief wurde der MAZ am 16.November 2002 zugesandt und blieb unveröffentlicht.



Publizistische Nötigung Deutschlands
Die AZ wird nicht verhindern können, daß derartige redaktionelle Kommentare in kommenden Generationen in die Geschichtsbücher eingehen werden – eingereiht in die Berichte vor dem Hintergrund der Irakpolitik Ende 2002:
1. medientechnische Stützung einer neuen Form des Menschheitsverbrechens vor seiner eigentlichen Ausübung (!) unter dem Decknahmen des sogenannten "Präventivschlags",
2. zeitgleiche Nötigung derjenigen Personen, die in historischer Dimension ersmals ein klares "Nein" der Deutschen zu dieser lange Zeit absehbaren Politik abgegeben haben,
3. Nötigung der Einwohner dieses Landes, daß sie dieses "Nein" in Zukunft teuer zu bezahlen haben.

Der mündige Leser setzt hier zwei positive Erkenntnisse entgegen:
a) Die Zeit um die aktuellen UN-Resolution Ende 2002 wird als ein Stück abschreckender deutscher Mediengeschichte in die Geschichtsbücher eingehen.
b) Die Deutschen haben sich in dieser Zeit zunehmend gegen die Baumeister dieses ungeheuerlichen Meinungsterrors aufgelehnt.


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Bericht «Schröders Ehe vor Gericht»

Während der Hochphase des breiten Widerstandes gegen den drohenden Irak-Krieg fand in der westlichen Welt eine bis heute anhaltende beispiellose verbale Nötigung der Kriegsgegner statt, insbesondere der prominenten und politisch verantwortlichen Kriegsgegner. Besonders gemeine Beispiele sind den Bürgern vermutlich großteils unbekannt, oder aber ein Zusammenhang mit dem weltpolitischen Geschehen ist nicht auf den ersten Blick erkennbar. Gegenüber Bundeskanzler Schröder lief um den Jahreswechsel 2002/3 eine Klatschkampagne zahlreicher Zeitungen mit Bezug auf angebliche eheliche Differenzen. Ein auf den ersten Blick und ohne die Überschrift objektiv wirkender Kurzartikel in der MAZ-Ausgabe von Sylvester 2002 ist ein Beispiel für die journalistische Mentalität «wir sagen doch nur, was andere auch sagen» zum Zweck der Umgehung der berechtigten Versuche des Betroffenen, die Verbreitung von Klatsch zu unterbinden. Selbst wenn ein Zusammenhang zwischen der Klatschkampagne und Bundeskanzler Schröders weltpolitischer Stellungnahme nicht beweisbar ist, so verleiht gerade die Zeitgleichheit und die damals häufig geradezu beleidigend ironische Darstellung des Bundeskanzlers durch die visuellen Medien diesem Zusammenhang eine mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit. Die folgende Stellungnahme zu obengenanntem Artikel wurde dann auch wörtlich in der MAZ am 16.Januar 2003 veröffentlicht:


Geschmacklose Veröffentlichung
Der Leser muß sich die Kaskade des Zustandekommens eines solchen Artikels bewußt machen: Verbreitung von Klatsch durch andere Zeitungen unter geschmackloser Verwendung von Kosenamen über die Ehe des Bundeskanzlers - seine berechtigte Aktivität, dies gerichtlich zu stoppen - als Reaktion dieser Zeitung wird der Klatsch weiterverbreitet mit der bewußt irreführenden und ungeheuerlichen Überschrift «Schröders Ehe vor Gericht».
Für die Geschichtsbücher der Zukunft muß man nicht extra betonen, in welchem weltpolitischen Zusammenhang diese verleumderische Aktivität der deutschen Presse steht.

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Und noch eine Keule für Schröder durch die frustrierten Medien

Wie bereits der Kommentar vom 15.November 2002 fällt auch der Kommentar "Katze aus dem Sack" vom 23.Januar 2003 in die publizistische Schublade «Irak + Schröder = Wahlkampf», jetzt gepaart mit der Schublade «Deutschland = Bündnispartner = Partei». Lehrreich an diesem redaktionellen Kommentar ist das direkte Ansprechen des Lesers und des Wählers (Landtagswahlen in Niedersachsen und Hessen zum Jahresbeginn 2003) mit einem kaum verdeckten Ton der Verzweiflung in den Worten "Ob´s der Wähler merkt?". Ebenso lehrreich: Trotz der klaren Äußerungen von Fischer und Schröder, daß Deutschland im UN-Sicherheitsrat keiner den Irak-Krieg legitimierenden Resolution zustimmen werde, erscheint am Ende des Kommentars eine Kaskade von Aussagen, welche das genau entgegengesetzte Stimmverhalten Deutschlands als potentielle Möglichkeit unterstreicht.
Zur Demonstration hier diese gesamte Passage aus dem Kommentar:
"... greift der große Kommunikator (gemeint ist Bundeskanzler Schröder) zum letzten Mittel und macht aus der Wahl zu Landesparlamenten flugs ein Votum über Krieg und Frieden. Ob´s der Wähler merkt? Schröders Festlegung ist nicht ohne Tücke, weil stillschweigend konditioniert. Denn sie fußt auf dem heutigen Stand der Erkenntnis. Und der kann sich ändern. Auch heißt Nicht-Ja-Sagen noch lange nicht Nein-Sagen. Und unbeachtet aller Voten ist Deutschland als Bündnispartner heute schon Partei eines Konflikts ( !! ) ... "
Der folgende Leserbrief wurde noch am gleichen Tag (23. November 2003) der MAZ zugesandt und blieb unveröffentlicht.



Ein positiver Aspekt der Medienhetze: Deutschland sieht klarer
Von allen Korrekturen, die der Leser an der zunehmend tendenziösen Publizistik zum Thema Irak anbringen müßte – hier die wichtigste:
Entgegen der vergeblichen Indoktrinationsversuche durch die Medien sind die Deutschen nicht Partei im Konflikt USA-Irak, sondern Wähler und Leser in unserem Lande haben sehr wohl gemerkt, welche Mächte mit welcher Intensität und mit welchen publizistischen Methoden Deutschland vor ihren Karren spannen wollen und wie die Frustration dieser Mächte immer größer wird.

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Die Frustration der kriegstreibenden Medien wird allmählich zum Lachen

Hintergrund des redaktionellen Kommentars "Ein Jein genügt nicht" vom 11.Februar 2003 war das demonstrative Hinzutreten von Putins Rußland zur Achse Deutschland-Frankreich in Sachen Irak-Krieg, unterstrichen durch den gemeinsamen Auftritt von Schröder und Putin. Hier ist sie, die Dreierachse Deutschland-Frankreich-Rußland - also "das" rote Tuch für die Koalition der Willigen und alle atlantischen Bündnisfetischisten! In diesem Kommentar wird zusätzlich die Nato und die Deutschland einschließende breite internationale Zurückhaltung gegenüber dem damaligen türkischen Ersuchen um Militärhilfe ins Blickfeld gehoben. Die diesbezügliche Zurückhaltung Deutschlands (dies ist mit dem "Jein" gemeint) wird als "beschämend" bezeichnet. Weitere verzweifelte Reaktionen im Kommentar auf das demonstrative Auftreten der genannten Dreierachse: die Fundamente der Nato werden als bedroht angesehen; über die rot-grüne Bundesregierung könne man sich ausschütten vor Lachen über die Art und Weise, wie sie in der Irak-Frage von einem Fettnäpfchen ins andere trete; Bundeskanzler Schröder habe dabei keinen schlüssigen Plan.
Der folgene Leserbrief wurde der Redaktion der MAZ am gleichen Tag (11. Februar 2003) zugesandt und blieb unveröffentlicht.



Klares Konzept von Bundeskanzler Schröder
Die wichtigste von vielen notwendigen Korrekturen auch in diesem Kommentar der AZ: Bundeskanzler Schröder hat in dieser historischen Situation ein klares erklärtes Konzept in der Irakpolitik mit breiter und tatkräftiger Unterstützung im Volk, nämlich durch Beharrlichkeit die Etablierung einer Politik zu verhindern, die sogenannte Präventivkriege als legitimes Mittel rechtfertigt. In der Tat zum Lachen ist es, wie sich die westliche Presse als verlängerter Arm der Interessen Washingtons angesichts der immer breiter werdenden Allianz der Kriegsgegner zu einer letzlich vergeblichen Spirale von immer feigeren Sinnverdrehungen und Verleumdungen gezwungen sieht.

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Redaktioneller Kommentar «Was die Kinder sehen»

Deutschland ging auf die Straße gegen die Politik der Kriegsbefürworter, auch die Schulkinder. In der MAZ dann am 31.März 2003 ein redaktioneller Kommentar mit der Überschrift «Was die Kinder sehen», deren herabwürdigende Absicht durch die ironische Ummantelung noch verstärkt wurde und die in der Formulierung gipfelte: «So gäbe es viele Argumente, um die Jungen zum Schweigen zu bringen». Die Stellungnahme zu diesem Kommentar wurde in der MAZ am 12.April 2003 veröffentlicht:


Stichwort mit auf den Weg gegeben
Was die demonstrierenden Kinder sehen ? - Vor Kriegsbeginn den vergeblichen Versuch der hiesigen Medien, politisch verantwortliche Kriegsgegner als isoliert darzustellen; danach einen völkerrechtswidrigen Krieg mit dem chronologisch ersten Ziel, die Regierungsvertreter des angegriffenen Landes zu töten; jetzt einen ironisch ummantelten Kommentar, in der sie selbst zur «ichbezogenen Nullbock-Generation der Pisa-Verlierer» gezählt werden, die «Mama und Papa verlassen und protestieren» und denen «die Dankbarkeit der Älteren gegenüber Befreiern fehlt».
Das Wichtigste, was die Kinder hierbei sehen: Wie sehr das ganze geistige Gebäude zu hinterfragen ist, das man ihnen - unter anderem in Form solcher Kommentare - vorsetzt. Immerhin ist ihnen ein gutes Stichwort mit auf den Weg gegeben: «Befreiung».

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Die redaktionellen Kommentare zum Irak-Krieg - das Fazit !

Am 10.Mai 2003 erschien der vorerst letzte der zahlreichen redaktionellen Kommentare der Mainzer Allgemeinen Zeitung zum Doppelthema «Schröder» - «Irak-Krieg». In ihm findet sich die gewohnte Herabwürdigung seines mit überwältigender Mehrheit in Deutschland gestützten Standpunktes zum Irak-Krieg. Diese Herabwürdigung wird noch verstärkt durch eine offene publizistische Umwertung seiner Standfestigkeit gegenüber den USA in diplomatisches Unvermögen. Es handelt sich bei diesem Kommentar um ein besonders lehrreiches Beispiel dafür, wie die Sichtweise des Stärkeren (G.W.Bush) demjenigen vorgehalten wird, dessen Willen die entsprechende Tageszeitung brechen möchte. Beispielzitate aus dem Kommentar: «Der sprichwörtlich feine Institnkt hat Schröder offenbar auch auch außenpolitisch verlassen». An anderer Stelle heißt es: «Bush hält Schröder für feige und falsch ...». Mit diesen Worten konfrontiert die MAZ denjenigen Bundeskanzler, der im Nachkriegsdeutschland den bisher größten Mut gegenüber den USA aufgebracht hat und sich permanent den weltweit bekannten Falschheiten und Propagandalügen der Gegenseite erwehren mußte !! Die eindeutige politische Absicht dieser redaktionellen Kommentare wird im folgenden Leserbrief kommentiert, der wörtlich in der MAZ am 17.05.2003 abgedruckt wurde.


Bisher klarste Ausformulierung
Dieser Kommentar enthält die bisher klarste Ausformulierung der politischen Absicht der deutschen Presse zum derzeit beherrschenden weltpolitischen Themenkomplex seit Beginn der offen erklärten völkerrechtswidrigen Absichten durch die USA und Israel Anfang letzten Jahres: Im Wissen der Bürger unseres Landes um die lange Liste von Ungeheuerlichkeiten von Seiten dieser beiden Staaten und der sie stützenden deutschen Presse wird (einen Tag vor dem medienwirksamen gemeinsamen Auftritt Powells und Scharons !) allen Ernstes die «Nützlichkeit eines soliden Schulterschlusses und einer glaubhaften diplomatische Offensive gegenüber der Regierung in Washington» herausgestellt. Für die geringe Chance hierfür wird die derzeitige Bundesregierung verantwortlich gemacht.
Bei aufmerksamem Studium aller bisherigen Kommentare der MAZ zu diesem Themenkomplex kann der Leser positive Schlussfolgerungen ziehen:
1. Die aus diesen Kommentaren sprechende Verzweiflung zeigt, dass es bisher nicht gelungen ist, Deutschland in die Position eines hörigen Vasallen der politischen Achse <New York – Washington – London - Tel Aviv> zurück zu katapultieren.
2. Zu verdanken ist dieser Erfolg in erster Linie der funktionierenden und sich weiterentwickelnden Allianz zwischen richtig handelnden Politikern und der offenen Meinungsäußerung der Mehrheit unserer Bürger – ein Erfolg, den ihnen die Presse kaum zugestehen wird.

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Jürgen Möllemann - zum offiziellen «Nachruf» der Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung

Am 06.Juni 2003, einen Tag nach dem Tode Jürgen Möllemanns, erschien ein redaktioneller Nachruf der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) mit der - gelinde formuliert - unglaublichen Überschrift «Gescheitert» !! Darin ist von einer «Grenze» die Rede, bis zu der ein Demokrat gerade in Deutschland gehen dürfe und die Möllemann nicht erkannt habe. Weiterhin habe er beim Thema Nahost den Blick für die Realität verloren, sodaß der FDP gar nichts anderes übrig geblieben sei, als ihn vor die Tür zu setzen. Weiter heißt es: «Er selbst scheint bis zuletzt nicht erkannt zu haben, daß er im Unrecht war.» Immerhin geht aus diesem Kommentar klar hervor, daß es nicht die in den Medien vorgeschobene Behauptung von finanziellen Unregelmäßigkeiten waren, deretwegen Möllemann vor seinem Tode so zugesetzt wurde, sondern seine bekannten politischen Aussagen zu Israel, Scharon und Friedmann, die letztlich den Ruf nach seiner politischen Neutralisierung durch seine Gegner laut werden ließen. Dieser «Nachruf» der MAZ wiegt umso schwerer, als bis heute in der Presse eine konsequente Ausklammerung dessen stattfindet, wovon die Internet-Chets übervoll sind: die Gesprächsstoffe und Meinungen der Strasse, die mehrheitlich nicht die These des Freitodes teilen. So ist auch die panische Angst der Presse vor der Ausbreitung eines anderen als dem offiziell verordneten Möllemann-Bild bis heute geradezu knisternd spürbar - gerade durch die Ausklammerung wesentlicher Aspekte um die Ereignisse des 5.Juni, was sich am Beispiel der MAZ nachprüfen läßt.
Der folgende Leserbrief wurde noch am gleichen Tag (06.Juni 2003) per Post an die Redaktion der MAZ abgesandt und bis heute nicht veröffentlicht:



Lohnende Perspektive einer Nachfolge
Sie geht vorerst weiter - die Spirale der Ungeheuerlichkeiten in den redaktionellen Kommentaren der MAZ zu wohldefinierten Themen. Diesmal ein durch irrationales meinungspolitisches Wunschdenken geprägter redaktioneller Nachruf mit der geradezu blasphemischen Überschrift «Gescheitert» (!) auf den Tod eines Politikers, der durch sein beherztes Wirken die öffentlich noch schweigende weil immer noch verängstigte Mehrheit der Deutschen auch über seinen Tod hinaus erreichen und bewegen wird. Zusammen mit indirekter Stützung der unwahrscheinlichen Hypothese des Freitodes in weiteren Artikeln wird dieser Kommentar dann den Lesern zugemutet, denen nach Möllemanns Tod ganz andere, in den Tageszeitungen jetzt großteils ausgeklammerte Dinge im Kopfe herumgehen, etwa früher bereits erfolgte Manipulationen an seinem Fallschirm; seine Aussagen über Ihn betreffende Aktivitäten des Mossad; einen Tag vor dem aktuellen Kommentar die redaktionelle Aufforderung der MAZ, einen hierzulande geschätzten Freund Möllemanns konsequent zu ignorieren, da es sonst keinen Frieden im Nahen Osten gäbe. Die Medien, welche sich durch derartige Kommentare ins Licht setzen, realisieren im Gegensatz zum Leser noch nicht, was sie den Menschen nicht mehr verdecken können: die lohnende und nie mehr glaubhaft kriminalisierbare Perspektive einer Nachfolge im Geiste derjenigen Persönlichkeiten, die von diesen Medien vergeblich als «gescheitert» erklärt werden.

  Link zum Gedenktag - 05.Juni

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Unkommentierte Kurzmeldung: »Belgien gibt USA nach»

Am 23.Juni 2003 erschien in der MAZ eine winzige und an den Rand gedrängte unkommentierte Kurzmeldung, daß Belgien nach Drohungen der USA in der Frage des belgischen Kriegsverbrecher-Gesetzes eingelenkt habe. Es war die Zeit, in der im Irak vollendete Tatsachen geschaffen waren, die redaktionelle Dauerpropaganda in der Art »Schröder hat wieder Nein gesagt, so geht das aber nicht !» hatte ein vorläufiges Ende gefunden. Stattdessen war es jetzt die Zeit der in den Medien weitgehend ausgeklammerten Schaffung von Tatsachen, exakt ein Jahr zuvor (Juni 2002) eingeleitet durch das amerikanische Gesetz zur Invasion der Niederlande und damit des europäischen Festlandes für den Fall der Anklage eines amerikanischen Staatsbürgers vor dem internationalen Gerichtshof in Den Haag. Daß hinter dem medialen Stillschweigen zu derart himmelschreienden Tatsachen ein System steht, sollte im folgenden Leserbrief durch weitere Beispiele bewußt gemacht werden. Der Leserbrief wurde am 24.Juni 2003 an die Redaktion der MAZ gesendet und blieb unveröffentlicht.


Klarer werdende Sicht der Menschen im alten Europa
Wer die Medien in einem Land dominiert, ist oftmals auch dann zu erkennen, wenn in der Presse dieses Landes höchst bedeutende Ereignisse oder auch wichtige Einzelaspekte nur kurz oder gar nicht erwähnt werden, unkommentiert stehen bleiben, oder unscheinbar an den Rand gedrängt werden:
1. die unkommentierte Kurzmeldung über eine erneute Änderung des Kriegsverbrecher- und Völkermordgesetzes in Belgien nach Drohungen (!) der USA, wonach jetzt Klagen gegen Spitzenpolitiker aus Israel, Großbritannien und den USA pauschal nicht mehr möglich sind;
2. in der gleichen MAZ-Ausgabe im Bericht über den Staatsbesuch von Johannes Rau in Jordanien dann Auslassung des von ihm formulierten und in den Fernsehstationen am Vortag zu hörenden Hammers: Eine gegenüber den arabischen Nationen formulierte unzutreffende, weil über die vorherrschende Volksmeinung sich hinwegsetzende Behauptung im Namen unseres Landes: »Deutschland steht fest an der Seite Israels»
3. eine besonders offensichtliche Ausklammerung der MAZ seit dem Tode Jürgen Möllemanns: Der zurzeit in aller Munde befindliche Name eines Geheimdienstes, der kaum dadurch den Spekulationen entzogen werden kann, daß in der MAZ lediglich von fehlenden Hinweisen für eine Manipulation am Fallschirm die Rede war.
Im Vertrauen auf die zunehmend klarer werdende Sicht der Menschen im alten Europa braucht diese Aufzählung nicht kommentiert zu werden.

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Redaktionelle Forderung: Deutsche Soldaten in den Irak (!!)

Mit dem Rücktritt von Abbas am 06.September 2003 und dem zweiten Jahrestag der Racheakte des 11.September begann eine neue Phase des publizistischen Meinungsterrors in Deutschland mit dem gewohnten Ziel einer Vereinnahmung dieses bekanntermaßen USA- und Israel-kritischen Landes für die Interessen genau dieser beiden Länder. Diese Phase kann examplarisch an Berichten der MAZ, vorwiegend redaktionellen Kommentaren, belegt werden:
-- Indirekte Stützung der israelischen Morddrohung gegenüber Arafat, die in der zynischen redaktionellen Aussage gipfelte «Was würde passieren, wenn der PLO-Chef tatsächlich verschwindet ?» (15.09.03, S.2). Ständiger Adressat sind diejenigen, die «Arafat immer noch stützen». Die bereits seit dem Amtsantritt von Abbas erfolgten Verleumdungen von Seiten der MAZ-Redaktion gegenüber Arafat mit der Nötigung, ihn konsequent zu ignorieren, wurden jetzt intensiviert (08.09.,S.2; 13.09.,S.2, 13.10.,S.2) und jeweils synchronisiert mit persönlichen Erfolgen bei seinem Einsatz gegen das Entstehen einer palästinensischen Marionetten-Regierung im Sinne Israels. Immerhin: Die Aussage Shimon Steins, die Intifada sei gescheitert (04.07.,S.3), ist widerlegt.
-- Versuch der Medien, die Begriffe «Al Kaida» und «internationaler Terrorismus» betont unscharf gebrauchen zu können mit der Begründung, es handele sich um eine über den ganzen Globus verbreitete Ideologie, die den Hass auf jede westliche, christlich (!) getragene Zivilisation schürt (11.09., S.2). Durch wiederholte großangelegte und oft aufgebauschte Berichte in der Art «Al Kaida ist überall, der Terror längst in Deutschland» (14.06.,S.2; 21.06.S.1+2; 05.07.,S.1; 12.09.,S.2; 04.10.,S.1) und durch die zunehmende Fixierung der Presse gegen Syrien und Iran mittels bewußt unkommentierter Darstellung einer offen völkerrechtswidrigen Politik gegenüber beiden Ländern (17.06.,S.2; 06.10.,S.2; 10.10.,S.3; 11.10.,S.3; 13.10.,S.3) entsteht ein eindeutiges Bild hinsichtlich Absicht und politischer Gemeinschaft der deutschen Medien. Diese Sicht wird erhärtet durch die folgende Intention:
-- Stützung der Forderung nach einer militärischen Beteiligung Deutschlands im Irak. Diese Absicht wiegt umso schwerer, als sie wohlverschleiert vorgetragen wird und die diesbezügliche Dauernötigung der Bundesregierung durch USA, NATO und Israel in den gedruckten Medien nahezu ausgeklammert wird, um einen Weckruf in Deutschland zu vermeiden. Ein typischer redaktioneller Kommentar dieser Art erschien am 05.Sepember 2003 nach dem wiederholt vorgetragenen «Nein» von Schröder und Chirac. Besonders lehrreich ist dieser Kommentar durch seine 180 Grad-Umwertung einer klaren politischen Aussage: trotz des «Neins» Frankreichs und Deutschlands sei es doch sehr wahrscheinlich, daß «demnächst Soldaten beider Staaten die im Irak bereits aktiven Militärs unterstützen werden».
Der folgende Leserbrief wurde am 08.September 2003 an die Redaktion der MAZ gesandt.



Teil eines Systems ?
Die mittlerweile zahlreichen Kommentare der MAZ zum Doppelthema ´Deutschland - Irak-Krieg´ haben ihre Wirkung eingebüßt, weil sie jeweils inhaltlich und rhetorisch die gleiche Grundtendenz aufweisen: publizistische Nötigung aller offiziellen deutschen Stimmen, die den Forderungen Bushs - diesmal nach einer militärischen Beteiligung Deutschlands im Irak - ein ´Nein´ entgegensetzen. Auch hier wieder klare Maßgaben im Kommentar, was die richtige Richtung ist, wie es am Ende sein muss, welches Argument schlimm wäre, und daß man jetzt endlich eine seriöse (!) Diskussion in Deutschland über einen Blauhelmeinsatz führen müsse.
Die Redaktion scheint nicht zu merken, dass mit jedem zusätzlichen Kommentar dieser Art eine sie selbst betreffende Frage zunehmend Gegenstand des öffentlichen Interesses wird, die über den aktuellen Irak-Konflikt weit hinausgeht: Ist die MAZ als deutsche Tageszeitung selbst Teil eines Systems, dessen Aufgabe es ist, einer mehrheitlichen Meinung der Deutschen von redaktioneller Seite her entgegenzusteuern, wenn sie von wesentlichen Positionen der USA und manch anderer Staaten abweicht ? Haben diese Länder, auch in Mainz oft durch ihre Botschafter vertreten, wirklich eine solche Macht über eine deutsche Tageszeitung ?
Die Redaktion sollte sich Gedanken darüber machen, dass viele Bürger diese Frage bereits als beantwortet sehen und die daraus erwachsende Notwendigkeit zum eigenen Handeln längst erkannt haben.

Einige Tage nach Absenden dieses Briefes antwortete die Redaktion der MAZ schriftlich, daß man mit Hinblick auf die momentane Hochkonjunktur von «Verschwörungstheorien» beruhigt sein könne: Niemand habe je versucht, auf Kommentierung oder Nachrichtenauswahl der MAZ Einfluß zu nehmen.
Als Rückantwort wurde der weiter unten angeführte Leserbrief vom 04. Oktober 2003 abgesendet.


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Extreme Position der Medien gegenüber dem eigenen Land und Volk, sowie seinen politischen Vertretern

Als Rückantwort auf die Reaktion zum obigen Leserbrief wurde der redaktionelle Kommentar «Deutschland als Vermittler» vom 22.September 2003 hinterfragt, in dem Bundeskanzler Schröder vor seinem Treffen mit Bush präzise redaktionelle Anweisungen gegeben wurden. Zum Dank wird Deutschland eine Vermittlerrolle zwischen den USA und Europa in Aussicht gestellt - abschließend dann die Aussage «Ob es gelingt ? ...».
Der folgende Leserbrief wurde am 4.Oktober in der MAZ veröffentlicht, der letzte Absatz wurde nicht abgedruckt.



Extreme Position
Wer sich über die von den westlichen Medien geprägte Begriffskeule «Verschwörungstheorie» (VT) Gedanken macht, sollte diesen Kommentar gelesen haben. Er beinhaltet einen Satz, der mit bisher nicht da gewesener Deutlichkeit und Allgemeingültigkeit die extreme Position der deutschen Medien gegenüber dem eigenen Land, dem eigenen Volk und seinen politischen Vertretern formuliert und damit den Rest des Kommentars nahezu überflüssig macht: «Er (Schröder) darf … nicht den Hauch eines Zweifels daran lassen, dass gute transatlantische Beziehungen für Deutschland fest zementierte Grundlage jedes politischen Handelns sind».
Entscheidend ist, daß mit diesem Satz endgültig und kaum überraschend die imperative journalistische Exekutivfunktion unserer Medien im Interesse ausländisch dominierter Mächte dokumentiert wird, ein Vorwurf an die Medien, der mittels der genannten Begriffskeule nicht mehr entkräftet werden kann. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Vergegenwärtigung dessen, was die Medien ebenfalls nicht mehr als VT verkaufen können: die per Gesetz beschlossene amerikanische Invasion der Niederlande, also des europäischen Festlandes, für den Fall der Anklage eines Amerikaners in Den Haag; die Verschwörung einflussreicher Kräfte als Vetomacht zum Pauschalschutz Israels vor kritischen UN-Resolutionen; die Aussage des israelischen Botschafters Shimon Stein kurz vor Ausbruch des Irak-Krieges, das Völkerrecht in seiner heutigen Form sei grundlegend überholungsbedürftig !
Jeder mündige Leser wird diese Aufzählung erweitern können. Es ist daher unsinnig, den Begriff der VT als Gegenargument zu bemühen, wenn deutsche Tageszeitungen offen und mit handfester journalistischer Praxis das eigene Land in vielfältiger Form vor den Karren einer völkerrechtswidrigen Politik spannen möchten - eine Epoche deutscher Mediengeschichte, die mutig und mit deutlicher Stimme beendet werden muss. Ein Beispiel dafür, dass sich dieses Ziel lohnt, sollte dem Leser dieser Zeitung bekannt gemacht werden: Auf der Großdemonstration gegen den Irakkrieg in Berlin am 15.Februar, mitten im Meer der internationalen Flaggen, ein über die gesamte Straße ausgerolltes Spruchband mit folgender Aufschrift in deutscher, arabischer und englischer Sprache: «Danke, Deutschland». Damit hat es Deutschland nicht mehr nötig, sich eine Vermittlerrolle in Aussicht stellen zu lassen, die es bereits mit breiter internationaler Anerkennung wahrnimmt.

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Zum 3.Oktober: Geschmacklose Ironie gegenübern den Bürgern der ehemaligen DDR

Zum Nationalfeiertag fand sich am 4.Oktober 2003 ein redaktioneller Kommentar mit Äußerungen über die Bürger der ehemaligen DDR unter genüßlicher Verwendung des seit 13 Jahren existierenden mediengemachten Unwortes «Ossis». Die ironische Ummantelung dieses Kommentars ist nicht auf den ersten Blick erkennbar. Wie bereits bei den beiden vorherigen Leserbriefen angemerkt: September/Oktober 2003 war eine Phase intensiver propagandistischer Aktivität zur Einschwörung Deutschlands auf die Linie USA/Israel - und jetzt dieser herablassende Kommentar über die eigenen Landsleute, der zusätzlich (gewollt oder ungewollt) die abwegige Annahme suggeriert, daß die im folgenden zitierten Passagen nicht von den Medien stammen, sondern breit von den Bürgern und damit von der Leserschaft vertreten würden.
Der folgende Leserbrief wurde der MAZ am 7.Oktober 2003 zugesandt und blieb unveröffentlicht.



Zivilcourage angesagt
Am Beginn dieses redaktionellen Kommentars finden sich Worte, die man nicht kommentieren, wohl aber dem Leser nochmals ins Bewusstsein rufen muss; denn sie sind an das ganze Deutschland gerichtet: «Rekordarbeitslosigkeit, Frust und Fremdenhass. Das sind die Etiketten, mit denen die Ossis abgestempelt sind. So gesehen, sind sie auch schuld an der deutschen Misere.»
Es wäre zu wenig, an dieser Stelle alle politischen und wirtschaftlichen Aspekte des gigantischen mediengestützten Betrugs-Szenarios gegenüber dem wiedervereinigten Deutschland und allen seinen Staatsbürgern in Erinnerung zu rufen, dem jetzt diese an Verleumdung grenzende Geschmacklosigkeit noch oben drauf gesetzt wird. - Nein! - Hier muss sich die positive Erkenntnis durchsetzen, dass derartiger Journalismus die Deutschen endgültig zu deutlichen Worten berechtigt:
Lasst uns endlich erkennen, was hier los ist, welche Baumeister in diesem Lande am Werke sind und wer ein Interesse daran hat, uns mittels der Medien permanent zu beleidigen, zu erniedrigen und auseinander zu dividieren - hier sind jetzt Zivilcourage und freie Rede angesagt.

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Zur Rede Martin Hohmanns - erster Leserbrief

Über die Rede Martin Hohmanns und die darauffolgenden Ereignisse ist soviel geredet und kommentiert worden, daß an dieser Stelle keine weitere Einführung notwendig ist. So sollte der unten aufgeführte Leserbrief genau das bewußt machen, was die Medienpolitik fürchtet: die umfassende Verfügbarkeit alles Gesagten einschließlich der vollständigen unkommentierten Rede Hohmanns zur persönlichen Meinungsbildung für jedermann. Anlaß des Briefes waren drei Artikel in der MAZ-Ausgabe vom 01.November 2003 auf den Seiten 1 und 2, welche für die damalige offizielle publizistische Welle typisch sind.
Der folgende Leserbrief wurde der MAZ am 2.November 2003 zugesandt und blieb unveröffentlicht.



Anlaß zu optimistischer Prognose
Ein historisches Jahr für Deutschland: Innerhalb von ca. 1 Jahr wurde nach dem Flugblatt Möllemanns und der Bundestagsrede Schills jetzt mit der Rede Hohmanns ein drittes, schnell berühmt gewordenes Dokument unwiderruflich mitten in das Zentrum des geistigen Minenfeldes der derzeitigen westlichen Medienlandschaft gesetzt – eine Trilogie von Dokumenten, die trotz der unterschiedlichen Persönlichkeiten ihrer Verfasser und der Vielfalt der angeschnittenen Themen eine wesentliche Gemeinsamkeit aufweisen: Sie können nicht mehr verfälscht werden, sind ungekürzt und für jedermann zugänglich und damit für alle Zeit überprüfbar, ebenso wie die Glaubwürdigkeit der stereotyp mit ideologischen Stempeln verfassten Reaktionen der öffentlichen Publizistik.
An dieser Stelle sei eine optimistische Prognose gewagt: Eine mit Aufforderung zur persönlichen Meinungsbildung erfolgende unkommentierte und ungekürzte Aushändigung aller drei Dokumente an jeden Einwohner Deutschlands (mit Hilfe unserer geschätzten Tageszeitungen durchaus realisierbar !) würde bereits ausreichen, um die derzeit in diesem Lande vorhandenen geistigen Minenfelder für immer zu entschärfen und für jedermann frei zugänglich zu machen. Dank des in diesem Jahr gewachsenen weltpolitischen Bewusstseins im alten Europa ist diese Perspektive realistisch geworden – mehr noch: sie grenzt an Wahrscheinlichkeit.

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Zur Rede Martin Hohmanns - zweiter Leserbrief

Dieser Brief kommentiert eine weitere redaktionelle Aussage zum Fall Hohmann, veröffentlicht im Kommentar «Von falscher Seite» in der MAZ-Ausgabe vom 08.November 2003, Seite 2.
Der folgende Leserbrief wurde der MAZ am gleichen Tag zugesandt und blieb unveröffentlicht.



Zwei sich widersprechende Aussagen
Dieser Kommentar ergänzt die Gesamtzahl an überprüfbaren Aussagen, die innerhalb und außerhalb der Rede Martin Hohmanns gefallen sind, durch eine weitere entscheidende Aussage: die Behauptung, Hohmanns Rede würde in der breiten Öffentlichkeit verurteilt und nur punktuell mit Beifall bedacht. Demgegenüber stehen die Worte im Brief von General Günzel, Hohmann habe mit seiner Rede vom 03.Oktober 2003 der Mehrheit unseres Volkes aus der Seele gesprochen. Auch diese beiden sich widersprechenden Aussagen stehen jetzt unverrückbar jedem Leser dieser Zeitung zur persönlichen Meinungsbildung zur Verfügung, auch für kommende Generationen.

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Zum mutigen Protest der israelischen Soldaten

Aus Anlaß der neueren Untaten von Scharon - Stand Ende 2003 - erschienen in der MAZ jeweils aus gleicher Feder drei redaktionelle Kommentare am 04., 20. und 23. Dezember 2003 über Israel, die hinsichtlich des Ausmaßes der brachial-publizistischen Rechtsverdrehung zu Gunsten israelisch-jüdischer Interessen bemerkenswert sind. Der Leser wird aufgefordert, diese Kommentare selbst aufmerksam zu studieren ! Eine der ultimativsten Behauptungen in diesen Kommentaren wurde bereits am 12. Januar 2004 durch einen Leserbrief in der MAZ mit der Überschrift «Zum Schweigen gebracht» kommentiert: die Behauptung, Scharon stimme dem Inhalt des Protestschreibens der israelischen Soldaten aus vollem Herzen zu (!!). Zur redaktionellen Aufforderung der Mainzer Allgemeinen Zeitung an Scharon nimmt der im folgenden wiedergegebene Leserbrief Stellung, der wörtlich am 17. Januar 2004 in der MAZ abgedruckt wurde.
... ein Tip am Rande: im Interesse der künftigen Geschichtsschreibung würde sich eine Studie lohnen, in der die politische Brisanz der in der MAZ publizierten Leserstimmen mit deren Positionierung auf den Zeitungsseiten statistisch in Beziehung gebracht wird. Eine sinnvolle statistische Variable wäre der Abstand der Leserstimme zum Zeitungsrand. Auch die Positionierung einzelner brisanter Stimmen neben Stimmen aus völlig anderen Themenkreisen stellt sicher ein meinungspolitisch interessantes Phänomen dar.



Redaktionelle Aufforderung an Scharon: «Hart durchgreifen!»
Der mutige Protest der israelischen Soldaten hat breite internationale Anerkennung gefunden und aller Welt verdeutlicht, daß endlich und unwiderruflich das eintritt, was über nationale und ideologische Grenzen hinweg erhofft wurde: Die zunehmende Anprangerung der selbstgerechten israelischen Politik aus ihrer eigenen gesellschaftlichen Mitte heraus. Um so mehr ist die Folge an diesbezüglich konterkarierenden redaktionellen Aufforderungen unannehmbar, die in der AZ zu lesen waren: die Aufforderung an Scharon hier hart durchzugreifen unter Vorschiebung formalistischer Gründe; drei Tage zuvor aus gleichem Munde die Aufforderung an die Palästinenser, die Androhungen des „Abtrennungs-Programmes“ Scharons ernst zu nehmen (!). Es muss klar sein, dass gerade in Deutschland aufgrund der Erfahrungen im Jahr 2003 alle Alarmglocken läuten, wo immer in den Medien diese Forderungen nach «hartem Durchgreifen» gegenüber mutigen Menschen erschallt.

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Zur Diskussion um die Abschaffung des Wehrdienstes

13. und 14. Januar 2004, mehrere Berichte über die Diskussion zur Abschaffung der Wehrpflicht, an der Verteidigungsminister Struck aber unverändert festhalten will. Zwei redaktionelle Kommentare, die unverholen auf die baldige Abschaffung der Wehrpflicht drängen - sehr lehreich durch einen in der MAZ häufig angewandten publizistischen Kunstgriff: Darstellung eines Sachverhaltes, als seien die von den Medien eingeforderten Änderungen bereits Realität, in diesem Falle mittels der Überschrift «Aus und Vorbei» (redaktioneller Kommentar vom 13.01.2004, Seite 2). Diese vor dem Hintergrund des aktuellen weltpolitischen Geschehens kaum erstaunende Medienoffensive wird im folgenden Leserbrief kommentiert, der am 15.Januar 2004 abgesendet und bisher nicht veröffentlicht wurde.


Forderung der Medien nach Abschaffung der Wehrpflicht vor dem Hintergrund einer grotesken Aussage
Die Diskussion um die Abschaffung des Wehrdienstes erhält eine neue Dimension, wenn man sich deren zeitliche Nähe zu einer grotesken Aussage Minister Fischers gegen Ende des Jahres 2003 vor Augen hält, welche hierzulande längst zu einem peinlich von den Medien ausgeklammerten ´Aha-Erlebnis´ geführt hat: «Sollte Israel in der Zukunft angegriffen werden, werde es Europa verteidigen». Kein Zweifel mehr: die Nötigung Deutschlands zur Abschaffung der Wehrpflicht und damit eines wichtigen Bindegliedes zwischen politischem Willen der Deutschen und seinen Streitkräften kommt von denjenigen, die vergleichbar den USA eine von Völkerrecht und mehrheitlichem Willen der eigenen Bevölkerung unabhängige pauschale militärische Verfügbarkeit wünschen und im Jahre 2003 erfahren mussten, dass man ein Land mit noch funktionierender eigener Willensbildung nicht ohne weiteres zu einer solchen Verfügbarkeit drängen kann. Aufgrund der somit erwartungsgemäß eingetretenen rhetorischen Drängelei der westlichen Presse zur Abschaffung der Wehrpflicht muss der Bürger an einen Satz des Jahres 2002 erinnern, der angesichts der in der AZ verwendeten Überschrift «Einsatzgebiet ist die ganze Welt» (14.01.04) brennende Aktualität bekommen hat: Die als Flugblatt verteilte Forderung nach einem gerechten Frieden im nahen Osten mit dem Schluss-Satz: «.. denn nur so kann die Gefahr eines Krieges im nahen Osten gebannt werden, in den auch unser Land schnell hineingezogen werden könnte».

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Zum Gedenktag am 27.Januar

Dieser Leserbrief bezieht sich auf eine Überschrift in der MAZ zum Gedenktag am 27.Januar und erinnert an ein wichtiges Ereignis des vergangenen Jahres, welches von den gedruckten Medien ausgeklammert wurde. Der Leserbrief wurde der MAZ am 30.Januar 2004 zugesandt und blieb bis heute unveröffentlicht.


Geschichte mit Mut aufarbeiten !
Ihre Überschrift «Geschichte mit Mut aufarbeiten» - MAZ, 28.01.2004 - ist ein Gradmesser für kommende Generationen, der zudem weit über den Anlass des 27.Januar hinausweist. In diesem Zusammenhang steht im Jahre 2003 sicher ein Ereignis ganz besonders im Vordergrund, an welches hier erinnert werden muss: Die Einstellung des Strafverfahrens gegen Rita Süssmuth und den leitenden Spiegel-Redakteur Fritjof Meyer am 28.Mai 2003 mit der klaren Begründung, dass durch die Veröffentlichung der für jedermann zugänglichen neueren Erkenntnisse von Herrn Meyer über die Opferzahlen in Auschwitz kein Straftatbestand vorliegt. Jeder mutige Leser wird die Darstellungen der Medien durch weitere wichtige Erkenntnisse und Ereignisse zu diesem Thema ergänzen können, die Ihn persönlich bewegt und sein Interesse und Denken angeregt haben. In Anlehnung an die obige Überschrift und mit Hinblick auf die diesbezüglich zunehmende Einbeziehung anderer Nationen kann man getrost sagen: «Nur Mut zur Wahrheitsfindung, es lohnt sich».

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Zur Anhörung in Den Haag über den israelischen Sperrzaun

Auf erfolgreichen Druck der arabischen Nationen wurde Ende Februar 2004 in Den Haag eine internationale Konferenz über den israelischen Sperrzaun einberufen - in der Stadt also, deren internationaler Gerichtshof durch die USA nicht annerkannt wird (es sei denn für die Anklage serbischer Politiker, die dem baumeisterlichen Konstruk einer direkten politischen Achse USA-Europa-Bosporus-Israel im Wege standen). Die erwartungsgemäß einsetzende Ausklammerung der Konferenzergebnisse aus den Medienberichten wurde begleitet von vielfältigen Erscheinungen einer politischen Unkultur in unserem Lande, welche im folgenden Leserbrief angesprochen wurden.
Dieser Leserbrief wurde am 04.März 2004 der MAZ zugesandt. Am 27.März 2004 wurde der erste Teil veröffentlicht. Die nach der Markierung (**) folgende Passage wurde nicht veröffentlicht.



In infamer Weise boykottiert
Der einzige Bericht der Allgemeinen Zeitung zur internationalen Anhörung über den israelischen Sperrzaun in Den Haag (24.02.) muss durch wesentliche Informationen ergänzt werden. Der Bürger sollte wissen, dass die Den Haager Konferenz durch Israel, die USA und die EU nicht nur kritisiert, sondern in infamer Weise boykottiert wurde. Er muss wissen, dass der Boykott der EU und die Beschimpfung Deutschlands auf der Brüsseler «Antisemitismus-Konferenz» wegen der Finanzhilfe an Palästina zu einem großen Teil auf propagandistische Aktivitäten einflussreicher K-Gruppen zurückgeht, die mittlerweile eindeutig anti-palästinensische, pro-israelische und teilweise sogar pro-amerikanische Positionen übernommen haben und deren Einfluss sich auch der in ihrer Tradition stehende Außenminister Fischer als momentane Speerspitze der israelischen Interessen in Europa nicht entziehen kann. Auch der massive Druck Großbritanniens muss erwähnt werden, welches offen die Befürchtung eines Präzedenzfalles geäußert hatte. Normalerweise wird über internationale Konferenzen nach deren Ende berichtet. Warum reiht sich die Allgemeine Zeitung in den Boykott der Den Haager Konferenz mit ein, warum kein abschließender Bericht über wichtige Argumente, Ergebnisse, neue Erkenntnisse? Die gleichzeitige Unterdrückung einer detaillierten oder sogar redaktionell kritisch begleiteten Berichterstattung belegt das weltweit zunehmende Bewusstsein für eine korrekturbedürftige und offen völkerrechtswidrige Politik zugunsten israelischer Interessen, bei der wieder einmal die gedruckten Medien durch gezieltes Zurückhalten wesentlicher Informationen eine wichtige Rolle spielen. (**) Wie ein Aufruf zum Nachdenken wirkt daher die Gesamtheit an aktuellen Ereignissen einer politischen Unkultur in unserem Land, welche derzeit von der gleichen publizistischen Taktik begleitet und damit gestützt wird: 1) Hamburg und die konzertierte Verhinderung einer Überprüfung des Filz-Vorwurfs gegen von Beust; 2) die buchstäblich kriecherische offizielle Haltung gegenüber Ankara, bedingt durch die gezielte Ausklammerung der völkerrechtlichen Hauptargumente gegen einen EU-Beitritt der Türkei; 3) eine mit Begriffskeulen arbeitende Konferenz in Brüssel, die trotz der berechtigten Absage durch Romano Prodi dann plötzlich doch stattfindet - Berechnenderweise nahezu zeitgleich mit Den Haag; 4) die mediale Glättung aller Berichte über amerikanische und britische Abhörpraktiken; 5) ganz aktuell die ungeheuerliche, zumal publizistisch unkommentierte Aussage Roland Kochs, der Kanzler «hätte Bush versprechen müssen, wir machen nie wieder Politik gegen Euch». In Anlehnung an ein altes deutsches Kirchenlied und gegen die Interessen der Medien gerichtet muss die momentane Situation eine Signalwirkung auf jeden Bürger unseres Landes haben « ... Du hast genug geschlafen».

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Zur Kampagne gegen Bundesbank-Präsident Welteke

Entgegen der bisherigen Gepflogenheit wird hier ein Leserbrief zeitgleich mit seinem Absenden an die MAZ (08.April 2004) auf dieser Website veröffentlicht. Der Grund ist die aktuell heisse Phase einer Kampagne, bei der wieder einmal wesentliche und für die betreffende Person günstig zu bewertende Informationen an den Rand gedrängt werden, dagegen ein konzertierter Dauerbeschuss von Medien und persönlichen Gegnern Weltekes erfolgt, seit heute mit der Forderung nach seinem entgültigen Rücktritt - seit zwei Jahren also ein erneutes von zahlreichen Beispielen für eine gezielte öffentliche Neuralisierung von einflussreichen Persönlichkeiten unseres Landes.
Hauptziel dieses Leserbriefes: es soll bereits in der aktuellen Phase dieser Kampagne klar sein, dass der Bürger mitdenkt und dass bereits die Aufzählung zahlreicher Äusserungen und Ereignisse kurz vor Start der Kampagne eine eindeutige Kette von Indizien für deren wahre Hintergründe liefert.
Am Rande sei erwähnt, welche - milde formuliert - Grotesken derzeit simultan mitzuerleben sind: a) Die gespielte Empörung über die Freilassung von Motassadeq als angeblich brandgefährlichen Terroristen, wobei kaum die Wut der Medien darüber kaschiert werden kann, dass das von Schily inszenierte politische Urteil gegen einen lediglich der freien Rede überführten Menschen nicht haltbar ist; b) die aktuelle Behauptung von US-Medien, ausgerechnet Deutschland habe die USA durch falsche BND-Informationen in den Irak-Krieg getrieben; c) letzte Woche die offene Morddrohung des Ministerpräsidenten eines Landes der sogenannten freien Welt (»Arafat könnte der nächste sein») - ein Ereignis, das gerade durch seine unkommentierte Zitierung in den westlichen Medien dem normal denkenden Bürger eine Neuorientierung und gründliche Revision seines bisherigen Bildes von der sogenannten «freien westlichen Welt» abverlangt. Das gleiche gilt für die momentanen Geschehnisse in und um die deutschen Finanzwelt ...



Wie auf Kommando
Die Kampagne gegen Bundesbank-Präsident Welteke sollte vor dem Hintergrund des entschiedenen Eintretens der Bundesbank für die Deutsche Bank zum Nachdenken anregen. Über diese offene Stellungnahme der Bundesbank zugunsten einer nationalen Konsolidierung des deutschen Bankensektors und gegen die Übernahmebestrebungen ausländischer Banken - allen voran der weltgrößten Bank ´Citigroup´ - wurde in der ´Financial Times´ am 24.03.04 berichtet, also gut zwei Wochen nach der angeblichen Zerschlagung aller Übernahmegerüchte. Dieser Meldung gingen übereinstimmende Stellungnahmen des Bundeskanzlers und der Bundesbank voraus, in denen die Wichtigkeit der Deutschen Bank als großes deutsches Institut für die heimische Wirtschaft betont wurde (siehe ebenso den Nachtrag **). Auch an Weltekes überzeugende Kritik an der aktuellen Finanzpolitik der EU und an seine Mahnung zur Wahrung der Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank muss in diesem Zusammenhang erinnert werden.

Wie auf Kommando dann zeitgleich breit gestreute Medienberichte über hohe Gewinneinbußen der Bundesbank, die aber von Welteke überzeugend gekontert werden, insbesondere durch das in Übereinstimmung mit Bundeskanzler Schröder ausgesprochene Konzept, mittels Goldverkauf nicht den niedrigen Gewinn auszugleichen, sondern stattdessen einen Fond zugunsten der deutschen Bildung und Forschung anzulegen. Dies hatte prompt eine empörte Reaktion von Jean-Claude-Trichet zur Folge. Wenige Tage danach die medial breit angelegte Kampagne gegen Welteke. Entgültige Klarheit darüber, was hier momentan abläuft, sollte der Leser dann bekommen, wenn er sich zwei weitere Sachverhalte vor Augen hält, die bereits unkommentiert eine eindeutige Sprache sprechen: 1) der fatale Einfluss einer möglichen Übernahme der Deutschen Bank durch die ´Citigroup´ auf den deutschen Arbeitsmarkt und die Investitionsfreiheit der deutschen Wirtschaft – auch im Hinblick auf deren zunehmende Orientierung zu Märkten USA-kritischer Staaten einschließlich Putins Russland; 2) die anhaltende groteske Co-Inszenierung von Medien und CDU/CSU, mittels derer eine unmittelbar am gegenüberliegenden Strang der ´atlantischen Brücke´ ziehende Persönlichkeit der Hochfinanz wie ein bereits definitiver künftiger Bundespräsident (!) in Szene gesetzt wird.


** Nachtrag am 09.April 2004, Karfreitag, ein Tag nach Absenden des Leserbriefes:
Zahlreiche Berichte über eine neue Offensive der Staatsanwaltschaft im Mannesmann-Prozess, bei der insbesondere Deutsche Bank-Chef Ackermann massiv unter Beschuss gerät. Wie bei Welteke ein demonstratives Auftreten der Staatsanwaltschaft in Sachen angeblicher Vorteilnahme, zeitlich gut mit der Anti-Welteke-Kampagne abgestimmt. Erwartungsgemäß ausbleibend: eine offene, d.h. medienwirksame Anklage der «Geldgeber», in diesen Fällen also Vodaphone und Dresdner Bank. Ansonsten die übliche TV-Thematik an hohen christlichen Feiertagen: Israel, Action, Judentum, Juden über Jesus, jüngere Vergangenheit, Komödie, Horror-und Kriegsfilme. Am Karsamstag (10.April 2004) dann ein redaktioneller Kommentar in der MAZ mit Versuch, Mel Gibsons Film «Die Passion Christi» herabzuwürdigen, den mittlerweile auch in Deutschland erwartungsgemäß viele Menschen besucht haben. Auf diesen Kommentar sowie zur Diskussion um den Film wird im folgenden Leserbrief eingegangen.
-- Nachtrag am 22.April 2004, nach dem Rücktritt Weltekes und der Nominierung von Axel Weber als Nachfolger: Redaktionelles Lob der MAZ auf Seite 2 für den Nachfolger, der ein «Glücksfall» für diese Republik sei. Weiter heißt es: «Denn an der Spitze der Bank der Banken wird eine Persönlichkeit gebraucht, die moralisch über jeden Zweifel erhaben und fachlich völlig unangreifbar ist. Die Affäre Welteke (soll wohl heissen: Welteke selbst !) drohte das Ansehen nicht nur des Instituts, sondern auch Deutschlands als Wirtschaftsstandort zu beschädigen.» Zentrale Argumente für Welteke, wie sie im obigen Leserbrief erwähnt wurden, waren bis jetzt aus der MAZ ausgeklammert worden, keine weiteren Berichte über die Deutsche Bank oder die Citigroup. Der heutige redaktionelle Kommentar über Moral und Unangreifbarkeit wurde von denjenigen verfasst, die vor Beginn des Irak-Krieges versucht hatten, Deutschland in eine Vasallenposition zu katapultieren. Jetzt von dieser Seite überschwengliches Lob für Weltekes Nachfolger ? - Höchste Alarmstufe !!


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Zum Film «Die Passion Christi» von Mel Gibson

Genau 2 Jahrtausende nach ihrem Ereignis stand die Passion Christi in Form des gleichnamigen Films von Mel Gibson dem Sumpf der westlichen Political Correctness gegenüber, die sich in bisher deutlichster Form von zentralen christlichen Botschaften angewidert zeigte. Alles zum Film geschriebene und gesagte ist für kommende Generationen eine eigene Analyse wert. Dabei sollte die Größe des Filmes auch darin gesehen werden, daß er bedingt durch seine realistische Darstellung und die strenge Anlehnung an das Evangelium gegenüber der Passion immer mehr in den Hintergrund geraten wird, zumal er von vorneherein lediglich zur Verkündung der Passionsgeschichte konzipiert war. Hierdurch wird auch klar werden, daß viele der unverholen hysterischen Reaktionen meist nur vorgeschoben gegen die Person Mel Gibsons (ebenso gegen seinen Vater) und gegen die im Film gezeigte Brutalität argumentierten, in Wirklichkeit aber die ungefilterte Botschaft der Passion Christi meinten, die sie lediglich nicht offen anprangern konnten. Diese Reaktionen konzentrierten sich auf die Zeit kurz vor bis kurz nach dem Kinostart des Filmes. Als erwartungsgemäß die Besucherzahl rasch zunahm, verstummten die offiziellen Stimmen. Am Karsamstag, den 10.April 2004, plötzlich ein redaktioneller Kommentar, auf den der folgende Leserbrief antwortet.
Dieser Leserbrief wurde der MAZ am 25. April 2004 in leicht gekürzter Fassung zugesandt, um die Gefahr einer Kürzung von Seiten der Zeitung zu minimieren. Diese Fassung wurde am 08. Mai 2004 in der MAZ veröffentlicht. Im Folgenden wird die ursprüngliche Fassung des Briefes wiedergegeben.



Befreiende Brücke
Nachdem Mel Gibsons Film bereits viele Menschen auch in Deutschland erreicht hatte wird der Leser zum Osterfest mit einem redaktionellen Kommentar konfrontiert, der folgende Behauptung aufstellt: «Zur Lebensgeschichte des einzelnen Christen, zu dessen persönlichem Glauben, ist von dem Film ohnehin keine Brücke zu schlagen. Er schreit ins Leere.» Das genaue Gegenteil ist der Fall:
- Die Zukunft wird zeigen, dass dieser Film ein bleibendes weil realistischstes Zeugnis dessen ist, was sich der Film durch seinen Titel selbst vorgegeben hat und was seit jeher ein Kernstück des christlichen Glaubens war: die letzten Stunden – die Passion Christi.
- Der Film schlägt eine befreiende Brücke zu allen Menschen, denen die Dominanz Hollywoods über das Genre Film ein Gräuel ist, auch zu diejenigen, welche diese Dominanz bisher unreflektiert toleriert haben, denn: Mit der realistischen Darstellung der Gewalt meint der Film etwas Wahres und Überwältigendes, nämlich das Kreuz und die mit Ihm verbundene Erfüllung des göttlichen Planes und eben nicht das genaue Gegenteil: die Vereinnahmung menschlicher Gefühle durch eine nicht zum Wohle der Menschen agierenden Film- und Unterhaltungsindustrie.
- Der Film schlägt eine Brücke zum täglichen Leben der Menschen, indem er zeigt, dass zur Passion nicht nur das unvorstellbare seelische und physische Leiden gehört, sondern auch dessen Ursachen, die in unserer Zeit so aktuell sind wie nie zuvor: Das Prinzip der geschürten und politisch motivierten Hysterie zum Zwecke der Existenzvernichtung eines Menschen, der die Wahrheit sagt; die Beschimpfungen und physische Gewalt gegenüber denjenigen, die es wagen, den Beklagten zu verteidigen; der von vornherein zum Scheitern verurteilte Versuch der Regierenden (Pilatus), die Anklagenden mit einer demonstrativ harten Strafe (Geißelung Christi) zufrieden zu stellen; die endgültig ausufernde Hysterie, als gesagt wird « ...ist dies nicht genug ? ».
- In einer Zeit, in der auf breiter Ebene versucht wird, den Kern des Christentums zu verschleiern und dem Glauben der Menschen zu entreißen, schlägt der Film eine unmittelbare Brücke zum persönlichen Glauben des einzelnen Christen und auch zu denjenigen, die nicht christlichen Glaubens sind: Es ist wahr, daß Christus am Kreuze gestorben ist, und es ist wahr, daß er der Messias des Volkes Israel war. Hierbei sei auf eine der eindrucksvollsten Szenen des Filmes verwiesen: Der weinende Hohepriester Kaiphas in der Todesstunde Christi - eine Szene, die mehr aussagt als alle Worte.


... ein später Nachtrag (August 2006): Das Magazin "Der Stern" veröffentlicht einen Artikel in Ausgabe Nr.33/2006 über Mel Gibson unter der Überschrift "Spender, Papa, Kotzbrocken", ein Artikel, den man nicht als "Bericht" bezeichnen kann, denn es werden drei Druckseiten für übelsten Zynismus verschwendet, der somit als wesentlicher Mitauslöser der Alkoholprobleme Gibsons nicht nur geleugnet, sondern weiterhin genüsslich eingesetzt wird. Auf einer vollen Druckseite werden vier Schnappschüsse des Porträts von Mel Gibson in ungünstigen Momenten gezeigt. Sein Film wird zynisch als "Leidkultur" und als Zeugnis der Gewaltfaszination des Regisseurs Gibson bezeichnet ... und, und, und ... Die Schlußworte des Artikels beziehen sich auf seine zurückliegende Festnahme wegen Trunkenheit am Steuer und anschliessender Beamtenbeleidigung: "Der geläuterte Star wird, so geht das Spiel in Hollywood, dann in Talkshows von seinen Reha-Erfolgen erzählen und in großen Exklusivinterviews Abbitte (!!) leisten. Ob dann wirklich alle glauben, in jener Nacht Ende Juli habe der Alkohol gesprochen und nicht Mel Gibson? Vielleicht hilft ja beten."

Man kommt nicht daran vorbei, den Artikel mit einer entschärften und umso treffenderen Version des jüngst von Stern-Chefredakteur Thomas Osterkorn selbst gewählten Begriffes zu konfrontieren:
Ihr übler Schmutz ist hochgekommen, Herr Osterkorn!"



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Skull & Bones - Keine Alternative für Amerika !

Am 29. Mai 2004 erschien ein redaktioneller Kommentar in der MAZ mit der Überschrift «Keine Alternative» über den Präsidentschaftskandidaten der amerikanischen Demokraten, John Forbes Kerry. Dieser Kommentar kann als Musterbeispiel für die derzeitigen Berichte (und Bücher !) über Kerry gelten, in denen jeweils ein wichtiger Aspekt seiner Persönlichkeit ausgeklammert wird. Dies wird im folgenden Leserbrief kommentiert, welcher der MAZ am 31. Mai 2004 zugesandt und bisher nicht veröffentlicht wurde.
Der Leser dieser Website wird aufgefordert, selbst zu kontrollieren, ob das Thema «Bush - Kerry - Skull and Bones» bis zur amerikanischen Präsidentenwahl im November 2004 von seinen eigenen Tageszeitungen angemessen aufgegriffen wird, oder ob die deutsche Medienlandschaft auch dieses Thema gezielt ausklammert und damit als williger Handlanger der «geheimen» westlichen Machtstrukturen operiert. - Mainz, den 10. Juni 2004 -




Keine Alternative - ein gigantischer Wahlbetrug !
Die Einschätzung «Keine Alternative» bringt die Situation um die amerikanische Präsidentenwahl auf den Punkt, zumal der eigentliche Grund hierfür unerwähnt bleibt: John Kerry und George Walker Bush gehören beide seit den 60er Jahren zum Orden der «Skull & Bones», auch «Brüderschaft des Todes» genannt. Diese inzwischen suprakulturell orientierte Gesellschaft wurde 1832 an der Yale-Universität gegründet und stellt die derzeit mächtigste amerikanische Geheimgesellschaft dar mit nahezu vollständiger Unterwanderung der CIA. Ihre Mitglieder gehören zu Familien, die seit Generationen - etwa durch Heirat - eng untereinander verbunden sind. So erstaunt es nicht, was man über den frühzeitig durch die US-Medien als «Gegenkandidaten» hochgepuschten John Kerry weiß: nachweislich ein entfernter Blutsverwandter von George W.Bush und des derzeitigen Vizepräsidenten Dick Cheney (!); er hat die Lüge von Saddams Massenvernichtungswaffen vor Kriegsbeginn mitgetragen – eine Tatsache, der er jetzt in Interviews auszuweichen versucht; er ist Mitglied der berüchtigten «Bilderberg-Gruppe», zu denen ebenfalls Kissinger, Bushs Berater Richard Pearle, sowie Paul Wolfowitz gehören.
Was diese ungeheuerliche Situation für die USA bedeutet, wird dort eindrucksvoll in Medien und Internet formuliert: «Vergessen Sie die Stichworte 'Irak' und 'Terrorismus', für den denkenden Amerikaner ist das Hauptthema dieser Wahl: Bush und Kerry – eine Partei (Skull and Bones) – keine Alternative.» Wichtiger aber ist die Frage, was dies für uns, die Menschen des alten Europa bedeutet. Man muß realisieren, daß diese Situation die bisher offenste und damit schlimmste Form von multimedial gestützter Tyrannei (d.h. Entmündigung des Bürgers) unter dem Deckmantel der Demokratie darstellt und daß ein Anprangern dieser Situation nicht mehr durch die Schublade der «Verschwörungstheorien» entkräftet werden kann. Auch die Diskussion um deutsche Eliteuniversitäten muß das Negativ-Beispiel Yale aufgreifen, um solche Zustände in Deutschland zu verhindern. Die wichtigste Konsequenz sollte aber positiv gesehen werden: Angesichts des zu erwartenden Ausbleibens einer Änderung der US-amerikanischen Politik und der damit verbundenen Konsequenzen für die weltpolitischen Machtverhältnisse wird der wache Europäer wissen, was er zu tun und zu sagen hat, wo immer in Zukunft versucht wird, Europa auf die Linie dessen zu drängen, was die US-Amerikaner ebenfalls längst als «eine Partei» ansehen und was in den US-Medien zunehmend als «USrael» bezeichnet wird. An dieser Stelle ist ein tiefes Mitempfinden mit der amerikanischen Bevölkerung angebracht, denen nach Florida 2000 jetzt ein noch gigantischerer Wahlbetrug mit noch ungeahnten weltweiten Folgen zugemutet wird.

P.S. :
Der bislang einzige Medienbericht, der bis jetzt das aufgegriffene Thema zumindest tangiert - Stand 22.Juli 2004:
Der Bericht «Hoffen auf einen Popularitätsschub» in der MAZ vom 22. Juli 2004, in dem über den geplanten Auftritt einer Rockgruppe namens "The Dead" ("Die Toten") auf einer Wahlveranstaltung Kerrys berichtet wird, der von Kerrys Strategen kurzfristig abgesetzt wird. Im Bericht heißt es weiter: "Für Analogien (!!) die der Gegner zum Vorteil nutzen könnte, soll auf dem kommenden Montag in Boston beginnenden Nominierungsparteitag kein Platz sein".


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Jürgen W. Möllemann

Gedenkaktion zum 1. Todestag
am 05. Juni 2004
in
Mainz



Am 05. Juni 2003 kam Jürgen W. Möllemann bei einem Fallschirmabsprung ums Leben. Über die Ereignisse vor einem Jahr gibt es inzwischen vielfältige Berichte, die einen auffallenden Bruch zwischen Internet und den öffentlichen Medien aufzeigen: In ersterem eine bis heute anhaltende breite und detaillierte Aufarbeitung von politischem Wirken, Bestreben, Gedanken und Schicksal Möllemanns mit Hervorhebung zahlreicher Indizien für die wahren Umstände seines Todes; dagegen in den öffentlichen Medien eine Konzentration der Berichte kurz nach seinem Tode mit anschließend weitgehender Ausklammerung des Themas "Möllemann". Unter den Berichten der öffentlichen Medien finden sich auch unverholen pietätlose - fast triumphierende - Berichte, wie etwa ein redaktioneller Kommentar in der Mainzer Allgemeinen Zeitung mit der Überschrift «Gescheitert !», ein Tag nach Möllemanns Tod.

Inzwischen hat sich bestätigt, was bereits seit dem Verschwinden der Berichte über seine Person aus den gedruckten Medien und durch entsprechende Äußerungen von hohen Vertretern der "Political Correctness" höchst wahrscheinlich war: Ein öffentliches Gedenken an Möllemann, insbesondere ein Gedenken anläßlich seines Todestages soll vermieden werden ! Entgültige Klarheit hierüber verschaffte ein Ereignis auf der Vorstandssitzung der nordrhein-westfälischen FDP am Montag den 31. Mai 2004: Burkhard Hirsch ruft einen Eklat hervor, indem er während einer Gedenkminute für Jürgen W. Möllemann demonstrativ sitzen bleibt. Gleichzeitig "warnte" Hirsch in einem Zeitungsbericht vor einer Legendenbildung um den Tod Möllemanns...

.. eine eindeutige Situation, die den Bürger zum Handeln aufruft:


Am Vorabend des Todestages, Freitag den 04.Juni 2003, wurden in Mainz zahlreiche Exemplare eines eingerahmten Porträts von Möllemann mit der Überschrift "Vorbild und Unvergessen" an mehreren Orten der Innenstadt aufgestellt: Eingänge der größeren christlichen Kirchen, Hauptportal des Bischöflichen Ordinariats, Eingangstreppen von Schulgebäuden, Gutenberg-Denkmal. Unmittelbar um das aufgestellte Bild herum wurden jeweils Flugblätter mit folgender Aufschrift positioniert:



Sehr geehrte Mitbürgerin,
sehr geehrter Mitbürger,
bitte, tolerieren Sie diese friedliche Gedenkaktion
zu Ehren eines Verstorbenen und entfernen
oder zerstören Sie dieses Bild nicht,
zumindest heute am Todestag.
Herzlichen Dank !



Haupteingang der
Christuskirche



Zusätzlich wurden an mehreren Orten Ausdrucke des Porträts mit gleicher Überschrift und gleichem Flugblatt mittels doppeltklebender Folien an Säulen, Fahnenmasten und Laternen angeklebt (siehe erstes Bild oben). Am Nachmittag des darauffolgenden Todestages von Jürgen W. Möllemann wurden die Orte der Aktion kontrolliert und eine überwiegend positive Bilanz gezogen: Die meisten der eingerahmten Porträts samt der Flugblätter waren an den Orten der Aktion noch aufgestellt. Ausnahmen waren der Dom, wo eine Gruppe Obdachloser exakt an der Stelle der Aktion Quartier bezogen hatte, sowie die Peterskirche, wo Vorbereitungen für eine Hochzeitsfeierlichkeit einschl. rotem Teppich etc. im Gange waren. Viele der angeklebten Ausdrucke waren dagegen entfernt worden oder lagen verstreut auf dem Boden. Hier mag der stürmische Wind in der Nacht vom 04. auf den 05. Juni eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Hier Fotos von verschiedenen Aktionsorten, aufgenommen am Nachmittag des 05. Juni 2004:


Eingang des
Rabanus-Maurus-Gymnasiums




Eingang der
Lutherkirche




Eingang von
St. Quintin




Neben dem Eingang der
Johannis-Kirche



Die zahlreichen Passantinnen/Passanten, die beim Betrachten der Aktionsorte beobachtet wurden, verhielten sich ausnahmslos still. Insbesondere wurden keine nervösen Reaktionen oder gar abfällige Gesten oder Äußerungen vernommen. Lediglich am Gutenberg-Denkmal wurde beobachtet, daß die Flugblätter mit o.g. Aufschrift entfernt und das Porträt mehrmals herumgedreht wurde, also mit dem Bild zur Wand aufgestellt wurde. Dies erfolgte wiederholt trotz mehrmaliger korrekter Aufstellung des Bildes, wobei die betreffenden Personen nicht beobachtet werden konnten.



Was will diese Website ?

Antworten :

1. Ihnen eine Frage stellen: Ist auch Ihnen in Ihrem näheren Umfeld eine Gedenkaktion zum Todestag Jürgen Möllemanns bekannt ? Haben Sie selbst zu einer solchen Aktion beigetragen ?

2. Es soll dem Leser dieser Seite klar vor Augen geführt werden: Es wird auch in den künftigen Jahren kein angemessenes offizielles Gedenken zu Ehren von Herrn Möllemann geben, wahrscheinlich nicht einmal eine Erinnerung an seinem Todestag !! Hätte in diesem Jahr der Bundesparteitag der FDP nicht zufällig am Todestag Möllemanns stattgefunden, so wäre dieses Jahr sein Todestag in den Medien wohl gänzlich unerwähnt geblieben.

3. Diese Seite soll Sie animieren: Sind auch Sie der Meinung, daß Jürgen Möllemann ein regelmäßiges Gedenken verdient hat, so leisten Sie bitte auch Ihren Beitrag - wenn möglich nicht nur an seinem wiederkehrenden Todestag ! Wie dieser Beitrag aussehen wird, soll Ihnen alleine überlassen bleiben.



An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Personen, die an dieser Aktion zu Ehren von Jürgen Möllemann mitgewirkt haben.

Mainz, Juni 2004





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Vodaphone und kein Ende - Schröpfung Deutschlands um 50 Milliarden Euro !

Am 07.Juni 2004 erschien ein redaktioneller Kommentar, der angesichts der laufenden nationalen Bemühungen um die Verhinderung einer Abschreibung von 50 Milliarden Euro durch den britischen Konzern Vodaphone eine der gewohnten ungeheuerlichen Überschriften wählt: «Längst im Brunnen », eine Einschätzung, die der Kommentator durch subjektivistische Argumente zu belegen versucht. Damit wiederholt die MAZ den ungeheuerlichen Vorgang von Anfang 2000 (siehe auch den ersten Leserbrief): die Torpedierung intensiver Bemühungen um die Abwendung gigantischen wirtschaftlichen Schadens durch offene Wirtschaftspiraterie. Dies wird im folgenden Leserbrief kommentiert, der heute am 10.Juni 2004 abgesendet wurde und aufgrund der momentanen heißen Phase der genannten Ereignisse bereits heute im Internet veröffentlicht wird.



Schwerwiegendes Fehlverhalten der Mainzer Allgemeinen Zeitung
Angesichts der geplanten Abschreibung von 50 Milliarden Euro durch den britischen Konzern Vodaphone wird dem Bürger in diesem Kommentar angeraten, seinen Zorn auf die Politiker zu richten, wohingegen an Anstand und Ehre der Manager zu appellieren verschwendete Zeit sei. Ist es auch verschwendete Zeit, an Anstand und Ehre der Medienvertreter angesichts der Rolle der gedruckten Medien zur Zeit der feindlichen Übernahme von Mannesmann zu appellieren? Es muß daran erinnert werden, daß während der intensiven parteiübergreifenden Bemühungen um eine Rettung des Mannesmann-Konzerns durch Wirtschaftsvertreter, Bürger und Politiker (einschl. Bundeskanzler Schröders) am 06. Januar 2000 in der Mainzer Allgemeinen Zeitung erstmals eine seitenfüllende Vodaphone-Reklame erschien mit der Aufforderung, zum eigenen Vorteil seine Mannesmann-Aktien zu verkaufen! Dieser Vorgang wurde unterstützt durch die Ausklammerung aller hierauf reagierenden Stimmen aus der AZ und durch den Verzicht auf eine journalistische Aufarbeitung des damals brandaktuellen Themas «feindliche Übernahme». Stattdessen wurde ein ebenso ungeheuerliches wie aufschlußreiches Stück deutscher Mediengeschichte geschrieben: in den folgenden Tagen fast täglich erscheinende seitenfüllende Vodaphone-Reklamen in der AZ bis zum endgültigen Erfolg des britischen Unternehmens. Bereits nach erstmaligem Erscheinen der Reklame wurde die AZ darauf hingewiesen, daß diese Aktion ein schwerwiegendes Fehlverhalten darstellt, dessen politisches und gesellschaftliches Ausmaß für Deutschland kaum betont werden muß. Somit bekommt der aktuelle Kommentar der AZ einen selbstreflektierenden Aspekt angesichts des bevorstehenden Verlustes einer Summe, mit der man etwa das deutsche Gesundheitswesen zweimal sanieren könnte: «Es soll keiner sagen, man habe es nicht vorhersehen können».

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Eine Wortkombination: Islamisten - Deutschland - vernichten

Hintergrund des redaktionellen Kommentars "Überfällig" vom 08.Juli 2004 ist die kaum erstaunende Medienforderung nach landesweiter Bündelung aller Informationen zum Thema "Islamisten" und "Terror". Beim Bürger sollte es einen zusätzlichen Gedankenprozess in Gange setzen, welche Absichten, Möglichkeiten und Hintermächte bedient werden sollen, wenn jetzt die wiederholt vorgetragene Forderung nach Zentralisierung und damit Perfektionierung des Informationsflusses zum mediengemachten und unscharf abgegrenzten Thema "Terrorismus" erschallt. Parallel hierzu wird im folgenden Leserbrief der unscharfe Gebrauch des Begriffs "Islamist" kommentiert.
Der Brief wurde der MAZ am 12.Juli 2004 zugesandt und am 24.Juli 2004 ungekürzt veröffentlicht - und dennoch: die konzertierte Strategie von Medien und ihren Hintermächten wird konsequent weiterverfolgt: in der gleichen AZ-Ausgabe erneuter Gebrauch des Begriffs "Islamist" in dem Artikel "Einsatz gegen Islamisten", in dem über die Kontrolle von 235 Menschen (!) durch das Landeskriminalamt berichtet wird. Ebenso in der gleichen AZ-Ausgabe ein Bericht über die Kritik an Deutschland durch die Untersuchungskommission des US-Kongresses, El-Kaida nutze das "relativ sichere Umfeld in Deutschland aus". Die groteske Überschrift dieses Artikels: "Bush verspricht unermüdlichen Einsatz". Diese Entwicklung ist Anlaß zum einem Einschub im Anschluß an diesen Leserbrief.




Aufbau von Feindbildern im Interesse einer dritten Partei ?
In diesem redaktionellen Kommentar wird unter Verwendung des bewußt unscharf definierten Begriffs "Islamist" auf nicht hinnehmbare Weise ein Feindbild aufgebaut. Es wird behauptet, Islamisten wollten Deutschland als Ganzes treffen und als Teil der Welt, die es zu vernichten gilt. Sicher gibt es infolge der Ungerechtigkeiten, welche den arabischen Völkern bis heute widerfahren, auch radikale Persönlichkeiten die kompromißlos zu kriegerischen Mitteln greifen. Aber - wer genau soll sich durch den Begriff "Islamist" angesprochen fühlen? Im alltäglichen Gespräch mit muslimischen, vor allem arabischen Mitbürgern zu den brennenden Themen unserer Zeit wie "Terrorismus" oder "naher Osten" offenbaren sich dem angestammten Deutschen wesentliche Gemeinsamkeiten der Ansichten und großes Lob für Deutschland aufgrund seiner Rolle während des Irak-Konfliktes. Auch die immer noch anhaltende geistige Spaltung der abendländischen Gesellschaft zwischen mehrheitlichen Bürgerstandpunkten und offiziell publizierten Maßgaben wird von unseren muslimischen Mitbürgern sehr aufmerksam registriert mit meist eindeutiger Parteinahme für die freie Rede jedes Deutschen. Soll jetzt jeder dieser Mitbürger das Gefühl haben, durch den genannten Begriff tangiert zu werden, wenn er vom islamischen Standpunkt aus argumentierend von den offiziellen weltpolitischen Maßgaben hierzulande abweicht? Groß ist der Verdacht, daß jetzt auch in unserem Lande gezielt Feindbilder im Interesse einer dritten Partei aufgebaut und gegeneinander gestellt werden sollen.

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Einschub: Warnung und Aufruf
Ein Anlaß für diesen Einschub ist die momentane hektische Aktivität der Medien in Zusammenarbeit mit willigen Politikern, angesichts der freien Rede muslimischer Mitbürger im alten Europa diese als Feindbilder abzustempeln (wobei der Hauptinhalt dieser freien Rede in der "freien Presse" ausgeklammert wird). Die zahlreichen Indizien hierfür erlebt der Leser täglich mit: Geschürte Hysterie unter Verwendung von Schlagwörtern, im Wesentlichen des Begriffes "Internationaler Terrorismus" ; nach jahrzehntelanger Nötigung der Europäer zur Verhinderung von Kritik an der europäischen Überfremdung jetzt Abschiebeerleichterungen ausgerechnet für diejenigen Ausländer, welche mit dem alten Europa im Geiste brisanter und dennoch mehrheitlicher Erkenntnis zusammenfinden; Nötigung Deutschlands zur künftigen Bereitstellung der Bundeswehr als Eingreiftruppe (s.a Leserbrief "Zur Diskussion um die Abschaffung des Wehrdienstes"). Der zweite aktuelle Grund für diesen Einschub ist das angebliche Ultimatum von Osama bin Laden an die Europäer, das jetzt aktuell abgelaufen sein soll.
Warnung? - Nein, keine Terrorwarnung im üblichen Sinne, sondern eine Hervorhebung von Entwicklungen der Weltgeschichte, für deren baumeisterliche Abwicklung jetzt im Sommer 2004 genug Indizien im Internet vorhanden sind. Wem jetzt noch die Begriffskeule "Verschwörungstheorien" in den Sinn kommt wird hiermit aufgefordert, sich die folgenden Zeilen in den nächsten Jahren nochmals zu Gemüte zu führen ! Noch einmal: die folgenden Entwicklungen sind aufgrund der bisherigen Ereignisse leider eine reelle Option der Weltgeschichte geworden und sollten aus Gründen der Prävention eigentlich ganze Bücher, sowie Vorlesungsäle in Europa füllen. Doch auch nur kurz aufgezählt und unkommentiert werden sie ein Spiegel für das kommende Weltgeschehen sein in der stillen Hoffnung, daß sich der Verdacht der Verfasser dieser Website als unbegründet erweisen wird ! Falls doch nicht, so bleibt das Erreichen des Hauptzieles dieser Website: diejenigen, die einen solchen Verlauf des Weltgeschehens konstruiert haben, werden nie ihre Hauptziele erreichen: die Liebe und Anerkennung der Menschheit, sowie das Bewußtsein, ihr Bauplan sei von den Menschen nicht erkannt worden.
Die Leser dieser Website werden aufgerufen, die folgenden optionalen Entwicklungen der Weltgeschichte zu bedenken, sich ihr eigenes Urteil zu bilden (auch darüber, ob sie die Möglichkeit dieser Entwicklungen ebenfalls als Warnung empfinden, oder ob sie einen solchen geschichtlichen Verlauf allen Ernstes begrüßen), sowie in den kommenden Jahren und Jahrzehnten rückblickend zu erkennen, was sich davon bewahrheitet hat:


... Die rot-grüne Bundesregierung wird aus einem Hauptgrund an der Macht gehalten: zur vehementen Durchsetzung einer Zusage der EU während einer erneuten Vollversammlung Ende 2004 zur Aufnahme von "Beitrittsverhandlungen" mit der Türkei. Anschließend setzt der vorbereitete Automatismus bis zur Vollmitgliedschaft der Türkei ein, womit sich Schröders Aufgabe erfüllt: seine Zusage, die Türkei könne sich auf Deutschland verlassen. Um den Jahreswechsel 2004/05 wird die rot-grüne Bundesregierung abgelöst durch eine schwarz-gelbe Koalition, die ihre 100%ige Unterwerfung unter die Prämissen Amerikas und Israels bereits mehrfach unter Beweis gestellt hat. Zusätzlich ist die neue Regierung ab diesem Zeitpunkt (wie von ihr selbst geplant) von der Pflicht befreit, die EU-Mitgliedschaft der Türkei zu verhindern, weil das Kind bereits im Brunnen liegt. Der deutschen Wirtschaft wird eine kurzfristige Erholung zugestanden, um die Akzeptanz der neuen Regierung im Volk zu steigern und gleichzeitig die offensichtliche Regierungsbeteiligung bei der zunehmenden Unterwerfung Deutschlands unter das Diktat der dominierenden supranationalen Mächte - so gut es geht - durch positive Medienberichte zu verschleiern. Anschließend folgt das, was die Union schon immer angestrebt hat: Deutsche Soldaten werden an der Seite von US-Streitkräften (oder diese ablösend) in den Irak geschickt, worauf die geplante Polarisierung zwischen der arabisch-muslimischen Welt und Deutschland einsetzt. Die wirksamste Möglichkeit zu einer Beschleunigung dieser Entwicklung wäre ein Terroranschlag auf deutschem Boden, für dessen offizielle Erklärung das angebliche Ultimatum Bin Ladens schon jetzt bereit steht, ebenso wie eine geplante Schuldzuweisungen an Deutschland wegen angeblicher Unterschätzung der Terrorgefahr. Aber selbst ohne einen weiteren Terroranschlag wird die Polarisierung zwischen Europa und der arabischen Welt ihre gewünschte Wirkung entfalten: Alle potentiellen Folgen für die deutsche Bevölkerung (soziale und ethnische Unruhen, Anfeindungen durch die arabische Welt, Terrordrohungen, etc.) ermöglichen die Realisierung eines weiteren Bauplanes, der dann bereits historisierend wirksam werden soll: die atlantisch abgestimmte Erklärung, daß Deutschlands Nein zum Irak-Krieg ein Fehler war, daß durch dieses Nein die "falschen Mächte" unterstützt wurden und daß sich ein derartiges Ungehorsam Deutschlands in seinem eigenen Interesse nicht widerholen dürfe. Wie bereits um den Jahreswechsel 2002/03 wird offiziell die Darstellung gefördert werden, das Nein gegen den Irak-Krieg sei im Wesentlichen Ausdruck eines pauschal-pazifistischen und damit blinden Denkens im Sinne linker Friedensaktivisten gewesen, in deren Tradition Schröder selbst gestanden habe. Für die Rolle der Türkei bleiben in dieser Phase zwei Optionen, die gleichermaßen supranational nutzbar und damit schlecht für Deutschland sind: Die Türkei wird sich im Irak militärisch nicht beteiligen, was sich objektiv und mental als Vorteil der Türkei gegenüber Deutschland, sowie der in Deutschland lebenden Türken gegenüber den angestammten Deutschen herausstellen wird. Die internationalen und innerdeutschen Spannungen verstärken sich und beschleunigen die nationalistische Identifikation der in Europa lebenden Türken im Bewusstsein des bestehenden EU-Beitrittsautomatismus. Möglichkeit zwei: die Türkei tritt den Aktivitäten der atlantischen Achse demonstrativ bei und wird von den arabischen Nationen ebenfalls verstärkt angefeindet, worauf sein Beitritt zur EU offiziell und unter vehementer Beteiligung der Medien beschleunigt wird - paradoxerweise mit gleichen innenpolitischen Folgen für Deutschland wie bei Möglichkeit eins. Aus unterschiedlichen Gründen sind Arafat und alle anderen nicht-islamistischen Führer der arabischen Völker nicht mehr an der Macht und die geplante Polarisierung ist perfekt: das infolge des Diktats der neuen EU-Verfassung hochgerüstete und sozial ausgebrannte Europa im Bund des rechten Winkels mit USA, Israel und Türkei, sowie ein nach dem Vorbild des CIA-Konstruktes der ehemaligen afghanischen Taliban-Regierung geschaffener pauschal-islamistischer und militärisch unterlegener Wunschgegner unter Einschluß des Iran - eine islamistische Allianz also, die seit einer Generation gezielt seiner klugen und nicht-islamistisch geprägten Führer wie Saddam Hussein und Arafat beraubt wurde. In dieser Phase wird die EU kurzerhand von einer kontinentalen Gemeinschaft in eine Wertegemeinschaft umdefiniert und ein Turbo-Automatismus in Gang gesetzt, der offiziell als "Beitrittsverhandlungen mit Israel" umschrieben wird. Durch permanente Drohgebärden gegenüber Libanon, Syrien und Jordanien wird Israel weiterhin der Zugang zu den Trinkwasserreserven gesichert, die sich abzeichnenden Konflikte um Trinkwasser werden auf "diplomatischem" Wege gezielt auf innerarabisches Territorium verlagert. Eine besonders gemeine Vision: gleichzeitig mit dem sozialen und politischen Niedergang der USA explodiert die Erkenntnis der US-Bevölkerung über die bisherige weltpolitische Vasallenrolle der USA - eine Entwicklung, der jetzt die neue EU militärisch und geistig gegenübersteht. Dieses neue "Selbstverständnis" der EU wird so dominant sein, daß deren Strukturen sogar eine temporäre Nicht-Existenz des israelischen Staates überdauern und die Option von dessen Wiederentstehung bewahren werden. Wie sieht es zu dieser Zeit in Deutschland aus – wohlvorbereitete ethnische Unruhen, denen wohlvorbereitet eine dritte und jetzt ach so friedliebende und patriotische Kraft beschwichtigend entgegentritt ? Welche Rolle spielen Russland und China zu dieser Zeit - ruhiggestellt durch die persistierende Gefahr des Islamismus und durch lukrative Kooperation mit den verbliebenen, weil weitgehend fusionierten supranationalen Konzernen ? …


- Jetzt erstmal durchatmen ! … Und nun eine ganz nüchterne Frage an den Leser: sind Sie der Meinung, daß manche oder gar die Mehrzahl der zuvor aufgezeigten möglichen Entwicklungen der Weltgeschichte rein zynisch gemeint sind und jeder realistischen Grundlage entbehren ? Oder decken sich einige der aufgezeigten Entwicklungen mit Ihrem eigenen Denken über Zukunft und Weltpolitik ?
Diese Abhandlung ist weder zynisch gemeint, noch ist Sie pessimistisch. Auch ist noch nichts von alledem eingetreten. Vielmehr wird der Leser aufgefordert, aus den aufgezeigten geschichtlichen Optionen eine positive Sichtweise zu entwickeln: Reagieren sie auf alle Entwicklungen, Aussagen, Berichte und in den Medien ausgeklammerte Geschehnisse (ins Internet !), die auch nur entfernt den Verdacht auf die gezielte Initiierung einer der oben genannten Entwicklungen nähren. Angesichts der Tatsache, daß ein weiterer schwerer Terroranschlag in Europa oder gar Deutschland eine besonders wirksame Methode für eine solche Initiierung wäre, gilt die oberste Wachsamkeit derzeit den Hintermännern solcher Anschläge. Sicher ist, daß für die Aufklärung hilfreiche organisatorische Pannen wie in New York (vorherige Warnungen an bestimmte Bevölkerungsgruppen, etc.) dann nicht mehr vorkommen werden. Oberstes Prinzip, wenn eine solche Katastrophe in Deutschland doch eintreten sollte: wir werden uns auf keine Diskussion einlassen, die nahe liegende Möglichkeiten der Hintergründe eines solchen Anschlages ausklammert oder gar deren Erwähnung kriminalisiert. An dieser Stelle darf ohne Übertreibung die Annahme geäußert werden, daß ein solcher Anschlag auf deutschem Boden auch deshalb noch nicht stattgefunden hat, weil man den Deutschen in diesem Falle die gleiche kompromißlose Denkweise zutraut, wie sie sich bereits hinsichtlich der Anschläge in New York geäußert hatte. Dies sollte dem alten Europa in dieser dunklen Zeit eine Vision bewahren: daß die derzeit weltbeherrschenden und im Dunkeln agierenden Mächte einst gegenüber der Wachsamkeit der Menschen kapitulieren müssen und dann im Zuge einer gigantischen Revision der Weltgeschichte beim Namen genannt werden.
- 24. Juli 2004 -


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Der Kriegsbeginn vor 65 Jahren - gleichzeitiger Blick auf Vergangenheit und Zukunft

Anlaß dieses Leserbriefes sind verschiedene Berichte zum Beginn des zweiten Weltkrieges im September 1939. Der herausragendste Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) ist der Artikel "Fingierte Gräueltat war der letzte Vorwand" vom 27.August 2004. Kaum erstaunend findet sich darin der gegenwärtig zentrale Medienbegriff zu diesem Thema: "Überfall". Der folgende Leserbrief wurde am darauffolgenden Tag, dem 28.August 2004 versendet, gerade weil dieser Artikel keine neueren Sichtweisen zu diesem Thema aufzeigt und insbesondere keinen Bezug zu dem aufweist, was Europa unmittelbar bevorsteht, was aber durch eine vernünftige Lehre aus der Zeit vor 65 Jahren möglicherweise abgewendet werden könnte. Der gleiche Sachverhalt wird auch in der Schrift Der Neue Landbode (PDF) angesprochen, dessen Hauptanliegen die Bewußtmachung der momentan aktuellen Gefahr für Deutschland und Europa ist.
Der Leserbrief wurde in der MAZ am 11.September 2004 nahezu vollständig veröffentlicht. Nicht veröffentlicht wurde der weiter unten fettgedruckte Hinweis, daß die Pläne zur Aufrüstung Europas von der Bertelsmann-Gruppe stammen, einer der einflußreichsten Institutionen für perfektionierte Volksverdummung. Weiterhin bemerkenswert ist die Positionierung des Leserbriefes in die nachgewiesenermaßen leicht zu übersehende linke untere Ecke der Zeitung (nachweislich die günstigste Position in Zeitungen und Internetseiten: oben rechts !), sowie die räumliche Trennung von einem weiteren Leserbrief ("Respekt vor der Wahrheit"), der ebenfalls die Ausklammerung von Wahrheit aus der aktuellen Debatte um den Kriegsbeginn vor 65 Jahren und um das deutsch-polnisches Verhältnis anspricht. Üblicherweise werden in Leserbriefsektionen der MAZ mehrere Leserbriefe zum gleiche Thema gruppiert und manchmal von redaktioneller Seite mit einer zusammenfassenden Einleitung versehen. Bei diesem Thema sollte offenbar aufgrund der Eindeutigkeit der öffentlichen deutschen Meinung vermieden werden, Zuschriften zum vorliegenden Thema als Block zu präsentieren.




Alles nur Propaganda ?
Der gleichzeitige prüfende Blick auf die Vergangenheit und die Notwendigkeit zur Abwendung der geplanten massiven Militarisierung Europas unter dem aktuellen Diktat der neuen EU-Verfassung sollte als Chance gesehen werden. Was war in der deutsch-polnischen Vergangenheit zwischen den Weltkriegen: der staatlich abgesegnete und unter Korfanty begonnene Terror gegen deutsche Zivilisten in Schlesien, der bis zum Ende der Weimarer Republik vergeblich von deutschen Politikern im Völkerbund angeprangert wurde; ein Jahr nach dem Abkommen zwischen Hitler und Pilsudski (1933) die polnische Kündigung des Minderheitenschutzvertrages im September 1934; schließlich die bekannte Steigerung des zivilen Terrors mit dem Höhepunkt in Bromberg am 1.September 1939 und der Ermordung des deutschen Konsuls in Krakau am 31. August 1939; ein Zustand also, der nach der Lesart Bushs und der ihn vor dem letzten Irakkrieg stützenden Medien dicke ausgereicht hätte, um von deutscher Seite aus gegen Polen militärisch mit der Begründung "Terrorbekämpfung" zu intervenieren.
Alles nur Propaganda ? Ideologisch angehaucht ? Böse, wer so argumentiert ? Wer dies behauptet, wird sich ab jetzt an seiner Klarsicht hinsichtlich der Europa diktierten (und z.Z. noch abwendbaren!) zukünftigen Entwicklung und der dahinter stehenden Absichten messen lassen müssen: Erweiterung von Europas Grenzen bis hin zu den Staaten und Völkern des nahen und mittleren Ostens; die nachprüfbar in die aktuelle EU-Verfassung aufgenommenen Pläne der Bertelsmann-Gruppe (siehe "Venusberg-Report") für eine massive Aufrüstung Europas zur Interventionsmacht; das bereits erfolgte offizielle Ersuchen Israels um EU-Mitgliedschaft. Wird jetzt angesichts dieser nachprüfbaren Tatsachen trotzdem versucht werden, eine durchsichtig und hirnrissig gewordene Meinungsdiktatur auf Kosten der Zukunft Europas weiterhin aufrecht zu erhalten?


Nachtrag, 11.September 2004:
In der gleichen (heutigen) AZ-Ausgabe erschien ein sichtlich an den Rand gedrängter Kurzbericht auf Seite 1 über Reparationsforderungen des polnischen Parlamentes an Deutschland mit der Begründung, daß Polen bisher keine angemessene (!) Entschädigung und Reparation für die Zerstörungen im zweiten Weltkrieg erhalten habe. Mit gleicher Stimme wird gefordert, daß die deutsche Bundesregierung a) deutsche Entschädigungsforderungen an Polen für unrechtmäßig erklären solle und b) diejenigen aus eigener Tasche entschädigen solle, welche durch die Vertreibung Schaden erlitten hätten. Ein ähnlicher Kurzbericht fand sich in der MAZ am 28.August 2004 über die sogenannte "Erinnerung Polens an die deutsche Verantwortung". Ein ausführlicherer Bericht in der MAZ vom 11.September 2004 gibt einseitig polnische Stimmen zum aktuellen Thema der gegenseitigen Forderungen wieder. Hierin wird unkommentiert (!) die These veröffentlicht, in Polen seien viele Menschen der Meinung, daß die Vertreibung der Deutschen gut und human organisiert gewesen sei. Ganz klar: die Verhaltensweise Polens ist man gewohnt und sie muß nicht weiter kommentiert werden, wohl aber die Verhaltensweise der westlichen Medien, welche diese ungeheuerliche Argumentationsweise des polnischen Parlamentes bewußt ins Kleingedruckte verbannen, sowie ihren eigenen Kommentar im Sinne der deutschen Mehrheit verweigern. Die Medien stehen im dringenden Verdacht, bei nächster Gelegenheit die These vom Überfall und von der deutschen Alleinschuld im Stil eines publizistischen Diktates zu wiederholen und der Aufrechterhaltung dieser Thesen oberste Priorität einzuräumen!


  Der Neue Landbode (PDF)

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Der Neue Landbote

Diese Schrift wurde im September 2004 verfasst und auf den Straßen von Darmstadt verteilt. Gleichzeitig wurde er als PDF-Version veröffentlicht. Im Folgenden wird der vollständige Originaltext des Neuen Landboten wiedergegeben:




Der Neue Landbote



Dieses Blatt soll dem Lande erneut die Wahrheit melden. Auch heute noch werden Leute genötigt oder umgebracht, welche die Wahrheit sagen; ja sogar derjenige, welcher die Wahrheit liest, wird vielleicht gestraft werden. Dennoch ist es entgegen der Situation im Jahre 1834 kaum mehr nötig ist, dieses Flugblatt oder sich selbst als Lesenden zu verstecken. Im Gegenteil: um der Zukunft Europas Willen ist es notwendig, sich auf breiter Ebene die angesprochenen und nachprüfbaren Sachverhalte zu vergegenwärtigen, damit in diesem Lande eine Mehrheit von informierten Menschen den z.Z. noch abwendbaren Entwicklungen entgegentreten kann, welche wohlvorbereitet gegen Ende des Jahres 2004 in Gang gesetzt werden sollen. Es versteht sich von selbst, daß zur persönlichen Information auf alternative Bücher, Schriften und das Internet zurückgegriffen werden muß, aber auch auf die offiziellen Medien zwecks Überprüfung, welche der im Folgenden angesprochenen Informationen ausgeklammert oder allenfalls zu unmöglichen Tageszeiten gesendet werden. Das Kopieren und Weiterverbreiten dieser Botschaft ist ausdrücklich erwünscht.

Darmstadt, im September 2004


Anlaß dieser Botschaft sind die folgenden Entwicklungen, welche Europa und Amerika jetzt - also zum Ende des Jahres 2004 - aufgezwungen werden sollen:

1) der offiziell geleugnete Plan des Erweiterungsautomatismus der EU bis hin zu den Grenzen der Staaten und Völker des nahen und mittleren Ostens, beginnend mit dem EU-Bericht über die ‚Beitrittsreife’ der Türkei (Vorstellung in der Öffentlichkeit: 6.Oktober 2004 durch Verheugen) und der angeblich noch offenen Entscheidung über die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen im Dezember 2004. Bereits auf dem Tisch der EU liegend: das Ersuchen um eine EU-Mitgliedschaft Israels durch Netanjahu;

2) der Automatismus zur massiven Aufrüstung Europas zur Interventionsmacht nach dem Vorbild der Intervention im Irak unter dem Diktat der aktuellen EU-Verfassung, welche auch von der Bundestagsfraktion der "Grünen" bereits abgesegnet wurde;

3) die nach Florida 2000 bislang schlimmste Form der Entmündigung des Wählers unter dem Deckmantel der parlamentarischen Demokratie mit klar voraussehbaren weltpolitischen Folgen: Die amerikanische Präsidentenwahl am 02.November 2004, bei der den Amerikanern und der ganzen Welt die Wahl zwischen zwei Personen der gleichen Clique gelassen wird: Bush und Kerry, zwei Mitgliedern der ‚Brüderschaft des Todes’ (auch ‚Skull & Bones’ genannt);

4) die während der Verwirklichung von unpopulären weltpolitischen Bauplänen gewohnte und begleitende Pression der Bürger und der Wirtschaft des Abendlandes unter wesentlicher Beteiligung einer die obigen Entwicklungen gezielt fördernden Berichterstattung der Medien.

Die vier angesprochenen Sachverhalte stützen sich gegenseitig und können nicht getrennt voneinander gesehen werden. Am gefährlichsten, weil besonders stillschweigend organisiert, ist die schleichende Etablierung des EU-Diktats zur militärischen Aufrüstung. Aller Voraussicht nach werden die Bemühungen unserer europäischen Nachbarn um eine diesbezügliche Volksabstimmung im Sande verlaufen und das Thema hierzulande weiterhin stillgeschwiegen oder verwässert. Dabei sind in den Venusberg-Reporten der Bertelsmann-Gruppe (deren Inhalte großteils in die aktuelle EU-Verfassung aufgenommen wurden) handfeste Datierungen vorhanden, allen voran die Prämisse, daß Europa spätestens im Jahre 2015 die Fähigkeit haben müsse, "alle kollektiven Sicherheitsmaßnahmen selbständig durchzuführen" unter Einschluß von paramilitärischen Maßnahmen (soll heißen: Konstruktion von Kriegsgründen). Die militärische Hauptlast wird Großbritannien, Frankreich und Deutschland zugeschrieben. Die Entscheidung über durchzuführende Maßnahmen soll bei einem EU-Sicherheitsrat liegen, welcher dem Einfluß der Nationalstaaten und dem EU-Parlament entzogen ist (Art.III-210 der EU-Verfassung). Unverholen an die Propaganda um den Irak-Krieg angelehnt ist die Rede von einer "Koalition der Willigen", welche die Strategien einer "European Security and Defense Policy (ESDP)" ausarbeiten müsse. Weiterhin gibt die Bertelsmann-Gruppe offen zu, daß derartige Überlegungen bisher hinter verschlossenen Toren ohne wesentlichen Bezug zur Öffentlichkeit stattgefunden haben und daß eine ‚Öffentlichkeits-Kampagne’ notwendig sei mit folgender Begründung: "die Distanzierung des einfachen Bürgers von den Zielen der ESDP ist eine sehr große Gefahr". Gefahr für wen ?!? Weiterhin heißt es: "Jetzt ist die Zeit zu handeln". Gelingt diese Strategie, so wäre es möglich, den europäischen Nationen eine völkerrechtswidrige militärische Intervention vergleichbar derjenigen der USA im Irak aufzuzwingen, wobei selbst eine Allianz von Bürgermehrheit und den sich einer Kriegsbeteiligung widersetzenden Politikern (Beispiel: Schröder und die Deutschen vor dem Irak-Krieg) die Beteiligung einzelner europäischer Staaten nicht mehr verhindern könnte (Suchbegriffe fürs Internet: Venusberg-Report, Bertelsmann).

Daß diesem Strategiepapier konkrete geostrategische Ziele zugrunde liegen, ist aufgrund der weiter unten aufgeführten Sachverhalte und eines weiteren Bertelsmann-Papiers kaum zu leugnen: In der ebenfalls im Internet publizierten Schrift ‚Die Zukunft der europäischen Politik im (!) mittleren Osten nach dem Irak-Krieg’ wird offen, wenn auch nebenbei, der wahre Grund für den Irak-Krieg genannt: "Strategen in Washington waren sich schon lange bewusst, daß die Straße nach Jerusalem über Bagdad führt, in anderen Worten, daß ein erfolgreicher Krieg gegen den Irak eine Veränderung der regionalen Dynamik hinsichtlich des israelisch-arabischen Konflikts bewirken werde". Offen wird erwähnt, daß Syrien jetzt eingebettet ist ("sandwiched") zwischen drei mächtigen US-Alliierten, nämlich Israel, der Türkei und dem amerikanisch-dominierten Irak. Es bedarf kaum noch Phantasie, welchen zusätzlichen Effekt die Mitgliedschaft der Türkei und später Israels in einer unter dem Diktat der neuen EU-Verfassung stehenden hochgerüsteten EU hätte. Die auf der Hand liegenden Folgen werden durch Art.I-40, Abs.7 der EU-Verfassung abgedeckt: "Im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedsstaates müssen die anderen Mitgliedsstaaten gemäß Art.51 der Charta der Vereinten Nationen alle in ihrer Macht stehende Hilfe leisten." Die unmittelbar anschließende Passage ist besonders süffisant: "Dies lässt den besonderen Charakter der Sicherheits- und Verteidigungspolitik bestimmter Mitgliedsstaaten unberührt." Im Klartext: wenn einige Staaten an den künftigen Außengrenzen Europas eine Terrorpolitik gegen besetzte und unterdrückte Völker fortsetzen, wird ganz Europa gezwungen sein, diese Staaten militärisch zu verteidigen und ihr militärisches Handeln damit abzusegnen. Es besteht die reelle Gefahr, daß Europa gezielt denjenigen Völkern des nahen und mittleren Ostens entgegengestellt wird, die gerade für Deutschland große Anerkennung empfinden (nicht nur wegen seiner Rolle während des Irak-Krieges) und daß Europa militärisch für diejenigen eingespannt wird, gegenüber denen die beim europäischen Bürger und vielen Politikern gesehene Notwendigkeit einer kritische Haltung in den offiziellen Medien bisher nicht angemessen reflektiert, sondern bekämpft wird ! Wer immer noch Zweifel an diesen ‚Bauplänen’ hat, muß sich die diesbezügliche Willigkeit der offiziellen Stimmen aus Deutschland bewusst machen: "die Türkei kann sich auf Deutschland verlassen" (Schröder bei Türkei-Besuch); "sollte Israel in Zukunft angegriffen werden, wird es Europa verteidigen" (Joschka Fischer zu Scharon, Ende 2003); "Deutschland steht fest an der Seite Israels" (Johannes Rau in Jordanien (!!), Juni 2003); "Das Völkerrecht in seiner heutigen Form ist grundlegend überholungsbedürftig" (Shimon Stein vor Ausbruch des letzten Irak-Krieges). Die reelle Gefahr für Deutschland wurde bereits von einem Politiker angesprochen, der jetzt tot ist. Er sprach von der Notwendigkeit eines gerechten Friedens für den nahen Osten mit den Worten: "... denn nur so kann die Gefahr eines Krieges im nahen Osten gebannt werden, in den auch unser Land schnell hineingezogen werden könnte". Die innenpolitischen Folgen dieser Baupläne wären fatal für Europa und Deutschland: gigantische finanzielle Schröpfung insbesondere Deutschlands durch eine festgeschriebene Mindestausgabe zur Verteidigung (siehe Venusberg-Report), entsprechend einer Erhöhung von aktuell 24,4 Milliarden auf 42,3 Milliarden Euro; die gemäß der Zeitung "Die Welt" (Ausgabe vom 20.August 2004) bislang weit unterschätzten Kosten für einen EU-Beitritt der Türkei, deren Hauptlast Deutschland zu tragen habe; schließlich die zu erwartende gigantische Migrationswelle von der Türkei nach Deutschland. Sicher, die ethnische und islamisch dominierte Übervölkerung Deutschlands und Mitteleuropas ist ein nicht zu leugnendes breites Anliegen, doch zeigt sich immer mehr, daß auch diese nur ein Baustein im Rahmen der viel größeren Dimensionen der angesprochenen geostrategischen Ziele ist, nämlich ein geplanter und zumindest unterschwellig vorhandener christlich-islamischer Konflikt auf sozialer und mitmenschlicher Ebene, der den Menschen in Europa die Notwendigkeit und die Klarsicht für ein gemeinsames Handeln und gemeinsame Stellungnahmen zur jeweils aktuellen Weltpolitik dauerhaft verdecken soll. Für denjenigen, der an dieser Stelle die Botschaft zerreißen möchte: Für die inzwischen landesweit bekannteste Aussage zur Absicht der Übervölkerung gibt es bisher keine glaubhafte, weil wortgetreu die Originalaussage wiedergebende Gegendarstellung. Solange eine solche in deutscher Sprache nicht existiert, muß es in Deutschland straffrei erlaubt sein, die in der "Hürriyet" in diesem Jahr zitierte und von mehreren Quellen ins Deutsche übersetzte Aussage öffentlich zu wiederholen: "Das, was Sultan Süleyman 1529 mit der Belagerung Wiens begonnen hatte, werden wir über die Einwohner, mit unseren kräftigen Männern und gesunden Frauen verwirklichen" – angeblich nur eine ironische Antwort für einen Journalisten, was die Echtheit der in diesem Zitat offen gelegten Geisteshaltung eher bestätigen als widerlegen würde. In diesem Zusammenhang hat das oben zitierte Wort über die ‚Verlässlichkeit Deutschlands gegenüber der Türkei’ einen besonders schlimmen Beigeschmack: Der bereits vielfach und oft zu Unrecht getretene Bundeskanzler wird offenbar zu diesem einen Zweck noch an der Macht gehalten: durch massiven Druck im Namen Deutschlands der Türkei die Tür zu Europa zu öffnen – gemäß seiner genannten Äußerung also eine baumeisterliche Aufgabe, die dem sonst so überzeugend sich dem Irak-Krieg widersetzenden Politiker offenbar von vorneherein mit auf den Weg gegeben war, komme was da wolle! Es muß der sich hoffentlich als unbegründet erweisende Verdacht geäußert werden, daß Schröder gemäß der offiziellen Planung unmittelbar nach Erfüllung dieser Pflicht von einer Regierung abgelöst werden wird, die im Gegensatz zu ihm schon mehrfach ihre willige Unterwerfung unter die Maßgaben der USA und Israels untermauert hat und die dann zusätzlich von der Pflicht befreit sein wird, ihren nie ernsthaft gemeinten Widerstand gegen den EU-Beitritt der Türkei aufrecht zu halten, der dann bereits unumkehrbar eingeleitet sein wird. Gibt es für die Europäer irgendeine positive Erkenntnis aus dem bisher Gesagten? Antwort: Ja ! – zunächst die reine Erkenntnis, daß die sich verschlechternde Gesamtsituation Deutschlands nicht schicksalhaft und nicht durch den Bürger selbst verschuldet ist, sondern Ergebnis eines mittlerweile durchsichtigen und durch die obigen Sachverhalte belegbaren weltpolitischen Bauplanes ist. Positiv ist auch, daß die momentane Situation das mediengemachte Gegenargument der "Verschwörungstheorien" endgültig ins Leere laufen lässt: Es ist nicht die Verpflichtung des Bürgers nachzuweisen, daß die weltpolitische Führung seit dem Widerstand der Europäer gegen den Irak-Krieg nach der Hauptprämisse gearbeitet hat "Was können wir tun, damit die Europäer in Zukunft nie mehr aus unseren Plänen ausscheren?", sondern es ist seine Pflicht zu erkennen, daß mit der aktuellen EU-Verfassung die Voraussetzungen hierfür definitiv geschaffen werden sollen. Es ist nicht die Verpflichtung des Bürgers, die Existenz einer offiziell nicht existierenden und möglicherweise durch einzelne Völker dominierten supranationalen Oligarchie zu belegen, sondern es ist seine Pflicht zu erkennen, daß die momentan belegbaren weltpolitischen Geschehnisse so ablaufen, als ob eine solche definitiv existiert. Es ist seine Pflicht gegenüber sich selbst und allen aufgrund freier Rede verfolgten Menschen, sein Recht auf die freie Rede endgültig anzuerkennen und unerschrocken in der Öffentlichkeit wahrzunehmen. Viele Menschen haben dies erkannt - jetzt ist die Zeit gekommen, wo es jeder Europäer um seiner eigenen Zukunft willen erkennen muß. Wer die freien Reden und ‚nicht-offiziellen’ Publikationen zur Weltpolitik aufmerksam studiert, d.h. ihre Glaubwürdigkeit an der aktuellen Weltpolitik misst, sowie mit der Geschichte, umstrittenen oder anerkannten historischen Dokumenten und den zahlreichen in den offiziellen Medien weitgehend ausgeklammerten Geschehnissen in Beziehung setzt, wird bald mehr wissen!


FRIEDE DEN MENSCHEN UND VÖLKERN !
KRIEG DEN OLIGARCHEN !



Welche weiteren Geschehnisse stützen und begleiten derzeit die angesprochenen Sachverhalte? Worauf muß der Bürger vorbereitet sein und reagieren? Was passiert gerade hinsichtlich des aktuellen nationalen Hauptthemas: infam inszenierte offizielle Reaktionen auf die aktuellen ‚Montagsdemonstrationen´der Bürger - eine Gesamtheit von in die Demonstrationen hineingetragenen und außerhalb der Demonstrationen stehenden Reaktionen, die als scheinpluralistische Meinungsvielfalt von Medien und Politikern inszeniert sind, denen aber in Wirklichkeit wesentliche gemeinsame und unschwer erkennbare Absichten zugrunde liegen: eine instrumentalisierte Einengung des Bürgerprotestes auf die Hauptthemen ´HartzIV´, ´Bundesregierung´, ´Schröder´, ´Neue Linkspartei´, ´Arm gegen Reich´, ´Ost-West´, sowie eine Abwendung aller über diesen Themenkreisen stehenden, weil noch mehr Anlaß zu deutschlandweitem Bürgerprotest gebenden Themen. Der Bürger soll an dieser Stelle selbst entscheiden, auf welcher Seite die vielfach angesprochene Gefahr der Instrumentalisierung der Bürgerproteste liegt. Infam ist weiterhin, daß die offiziellen Stimmen die zunehmende soziale Not vieler demonstrierender Menschen ausnutzen, indem sie deren unmittelbare Wut durch Medienberichte gezielt auf die nächstgelegen ‚Instanz’, also die Bundesregierung richten, gleichzeitig aber die Demonstranten zunehmend herablassend kommentieren und mit angesichts der Gesamtsituation Deutschlands als indiskutabel anzusehenden Aussagen in Verbindung bringen, etwa mit dem Wort Raus von dem ‚Klagen auf hohem Niveau’ oder mit Überschriften wie ‚Ein Volk von Jammerlappen?’ (Mainzer Allgemeine Zeitung, 24.August 2004). Auch wird dabei eine Absicht verfolgt, welche längst als förderlich für die hier angesprochenen und offiziell geplanten europäischen Entwicklungen angesehen werden muß: das Gegeneinanderstellen der unverschuldet durch die beiden ehemaligen Besatzungsblöcke voneinander gespalten Menschen unseres Landes unter Verwendung der seit 1990 genüsslich von den Medien etablierten Begriffe wie ‚Ostdeutschland’, ‚Ostdeutsche’, ‚Westdeutsche’, ‚Ossis’, ‚Wessis’ ! Ein klarer Ansage an Medien, Politiker und alle Menschen dieses Landes: der- oder diejenigen sollen ab jetzt gebrandmarkt werden, welche es weiterhin wagen, diese Begriffe bewusst und mit erkennbarer Absicht zu gebrauchen. Eine ebenso klare Ansage an alle Deutschen aus der ehemaligen westlichen Besatzungszone: wer unsere Landsleute aus dem ehemaligen Einflussbereich der kommunistischen Diktatur als ‚Schmarotzer’, ‚Nehmer’ oder mit sonstigen erniedrigenden Begriffen in Verbindung bringt, Ihnen die unbedingt notwendige Solidarität verweigert, ihr Recht als Einheimische gegenüber dem Recht zugereister Personen- und Kulturkreise schmälert und überhaupt in irgendeiner Form die Aufrechterhaltung der inneren Spaltung Deutschlands fördert – dieser soll seinen oft geäußerten Wunsch nach Ausreise aus Deutschland wahrmachen, für ihn soll in diesem Lande kein Platz mehr sein!! Hier schließt sich der Kreis zur Botschaft von 1834: "Deutschland, unser liebes Vaterland, haben diese Fürsten zerrissen, … und nun fordern diese Verräter Treue von euch!" Nehmen wir dieses Wort bitter ernst! Wenn die nationale Konsolidierung der Menschen nicht gelingt, wie soll die notwendige und vielerorts geforderte nationale Konsolidierung auf wirtschaftlicher und finanzieller Ebene gelingen? An dieser Stelle das Argument "was geht mich dies an" ? - Antwort: die Realität der drohenden Übernahme der größten deutschen Bank (Deutsche Bank) durch die weltgrößte supranationale Finanzgesellschaft ‚Citigroup’ ! Ja, es stimmt: Es besteht definitiv das Drohszenario der Übernahme des Löwenanteils der deutschen Finanzen durch supranationale Mächte. Die Frage wäre rhetorisch, ob diese Drohkulisse genutzt wird, um einen eventuellen Widerstand Deutschlands gegen die o.g. anstehenden Entwicklungen Europas zu brechen; Fakt ist: die Drohkulisse existiert! Ist eine Diskussion darüber notwendig, welchen weltmachtpolitischen Interessen dies zugute kommen wird, welchen Interessen es dauerhaft schadet und wen es letztlich treffen wird? - wohl kaum. Der ehemalige Bundesbankpräsident Welteke war ein vehementer Verfechter der nationalen Konsolidierung des deutschen Bankenwesens zur Abwendung dieser Gefahr – er musste unter Vorschiebung anderer Gründe und aufgrund einer massiven Medienkampagne seinen Hut nehmen. Studieren Sie hierzu auch seine Aussagen über das europäische Finanzwesen, studieren Sie die auf den ersten Blick unverständlichen Widerstände der Medien gegen diejenigen Bankenchefs, welche die Aufforderung zur nationalen Konsolidierung ernst genommen haben (Stichworte: Deutsche Bank, Postbank, Ackermann), studieren Sie die unterstützende Rolle der deutschen Medien für die feindliche Übernahme von Mannesmann durch Vodaphone im Jahre 2000. Studieren Sie, welche Informationen von den offiziellen Medien zu erfahren waren und was von Ihnen ausgeklammert wurde.

All dies wird begleitet von einer derzeit bewusst deprimierenden Berichterstattung der Medien: Genüßliches Breittreten der innenpolitischen Folgen der letztendlich von seinen eigenen Fürsten vermittelten finanziellen Schröpfung Deutschlands in Form von möglichst zahlreichen Einzelberichten über Gesundheitswesen, Arbeitsmarkt, Finanzen und Kapital unter permanenter Vermittlung der Lüge eines rein hausgemachten und damit nationalen Dilemmas bei wesentlicher Mitschuld des Bürgers; hierbei gezieltes Gegeneinanderstellen verschiedener Behörden, Berufs- und Altersgruppen, also Förderung des Bildes eines multilateralen innerdeutschen Grabenkampfes um Interessen, Mittel und Finanzen quer durch alle Lebensbereiche; gespielte Aufrufe zu mehr Mut und Optimismus oft durch diejenigen, welche die wahren Ursachen dieses Dilemmas kennen; gezieltes Senken der Qualitätsansprüche der Bürger hinsichtlich Eßgewohnheiten, politischer und musischer Bildung, Freizeit- und Konsumverhalten, u.a. durch gezielte Zuhilfenahme der maßgeblich von den Schöpfern der Venusberg-Reporte (Bertelsmann) beherrschten Unterhaltungsindustrie; genüßliche und unter Ausklammerung der wahren Ursachen erfolgende instrumentalisierte Verwendung der Begriffe ‚Pisa’ und ‚Mittelmaß’ gegenüber dem Land und Volk, welches seine harte Währung abschaffen mußte, seinen eigenen ethnischen Umbau unter Aufwendung gigantischer Summen selbst finanziert und jetzt zunehmend die sozialen und bildungspolitischen Folgen zu tragen hat; bereits zahlreiche Beispiele einer engen Abstimmung zwischen Unterhaltungsindustrie und schwierigen weltpolitischen Situationen – Beispiel 1: Unterhaltungsshows im Deutschen Fernsehen mit propagandistischen Einlagen während des Bombardements Belgrads, Beispiel 2: nahezu zeitgleich mit dem Beginn des Irak-Krieges auf mehreren Sendern schnell wuchernde Casting-Shows mit Vereinnahmung des (aktiven und passiven) Engagements vieler junger Leute weg von ihrem eigentlichen geistigen und schöpferischen Potential. Halten Sie dieses Beispiel für konstruiert? Georg Büchner war 20 Jahre alt, als er seinen ‚hessischen Landboten’ verfasste und unter hoher persönlicher Gefahr unter die Menschen brachte, im gleichen Alter wie die momentanen Hauptadressaten dieser Unterhaltungs- und Alcopopsindustrie! Eine weitere ungute Entwicklung in der Medienlandschaft ist die in unzulässiger Weise zunehmend unkommentierte Darstellung der Zustände in Deutschland (‚ZDF-Reporter’, Berichte über gettoähnliche Zustände in Berlin, Drogenhandel mitten in der Düsseldorfer Innenstadt, Verkauf von Alcopops an Jugendliche, Wegfall der Gesundheits-Vorsorgepflicht für Prostituierte in Deutschland – ein Vorgang zu dem das Gesundheitsministerium bisher schweigt (!!), etc., etc.), also Fernsehberichte auf mehreren Sendern, in denen zwar über die Aktivität von lokalen Helfern und Behörden berichtet wird, in denen aber den Deutschen auf betont fatalistische Weise beigebracht werden soll: "seht her, dies ist Euer Land".

Die Liste der denkwürdigen Medienaktivitäten ist noch nicht zu Ende: Zur synchronisierten Aktivität von medialer Unterhaltung und Berichterstattung gesellt sich die offizielle Aufarbeitung der Geschichte, aktuell die Berichterstattung über den Beginn des zweiten Weltkrieges vor 65 Jahren. Immerhin, die Tatsache, daß die langjährig verwendeten politisch-korrekten Thesen vom ‚Überfall’ und von der ‚Alleinverantwortung Deutschlands’ derart rhetorisch unverändert und gebetsmühlenhaft wiederholt werden, gibt allmählich zu denken. Steht keine andere Methode zur Verfügung? Neu ist zwar, daß jetzt von Seiten der ‚Wehrmachts-Aussteller’ unter Verwendung des Begriffs ‚Revision’ versucht wird, das Bild von der sauberen Wehrmacht auch hinsichtlich des Polen-Feldzuges zu verändern, doch bedeutet dies in zweifacher Hinsicht einen Rückschritt: die bislang verfolgte These von der deutschen Alleinschuld soll offenbar zementiert werden, gleichzeitig wird aber der Spagat versucht, dem Begriff der Revision ein eindeutige Richtung zu geben. Daß dies nicht gelingen kann zeigen die bekannten, weil in den offiziellen Medien ausgeklammerten historischen Tatsachen: der seit dem Ende des 1.Weltkrieges kontinuierlich zunehmende polnische Terror gegen die deutschen Minderheiten mit Höhepunkt in Bromberg am 01.September 1939; die dokumentierten politischen Aktivitäten Deutschlands zwischen 1919 und 1939 mit dem Ziel der Friedenssicherung. Legt man die Lesart Bushs und der ihn vor dem Irak-Krieg stützenden Medien hinsichtlich der angegebenen Kriegsgründe sowie den diesbezüglichen aktuellen Wissenstand hierüber zugrunde, durch welches Argument wäre angesichts der belegten Tatsachen das Recht Deutschlands für eine militärische Intervention mit dem Ziel der "Terrorbekämpfung" im Jahre 1939 widerlegbar? Alles nur Propaganda? Lieber selbsternannter ´alternativer´ Leser mit unbestreitbar berechtigten und sinnvollen Ideen zu Friedenssicherung, Armutsbekämpfung, Völkerverständigung und weiteren humanistischen Idealen: vergeuden Sie nicht Ihre Zeit und Ihre Emotionen. Die Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen zwischen 1919 und dem September 1939 ist hinsichtlich der zentralen Frage ‚deutsche Alleinschuld Ja oder Nein’ so eindeutig, daß bei Einzelfragen sicher noch Diskussionsbedarf besteht (den man dann bitte auch nicht pauschalisierend ablehnen soll), die aber die bisher krampfartig verteidigte Antwort ‚Ja’ nicht mehr glaubhaft zuläßt. Warum? Weil dies eine Frage von Tatsachen geworden ist und nicht mehr aus der Sichtweise der Ideologien, der Ausgänge von Kriegen oder der jeweils aktuellen macht- und medienpolitischen Kräfteverhältnisse beeinflussbar ist. Für den wahrhaft an der deutsch-polnischen Geschichte Interessierten besteht immer wieder Informationsbedarf aber kaum mehr Handlungsbedarf, fast könnte man sagen, man kann sich zurücklehnen und den Zusammenbruch des bisherigen einseitigen offiziellen Geschichtsbildes abwarten. Kwasniewski und das polnische Parlament haben bewiesen, daß sie dies erkannt haben, wenn auch die eigene notwendige Kehrtwende noch ungelenk konterkarierend: durch die Aussage "Jeder Versuch, die Geschichte umzuschreiben, ist unzulässig" und durch die Erkenntnis, daß selbst der bisher duckmäuserischste und als solcher offensichtlichste Auftritt der deutschen Politiker bei den von ihnen verachteten Polen im August 2004 keine beruhigende Wirkung mehr zeigt und sich das polnische Parlament stattdessen zu immer unrealistischeren Ansprüchen gezwungen sieht, die selbst willigste deutsche Politmarionetten nicht mehr annähernd zufrieden stellend erfüllen könnten (s. Bericht ‚Polen erinnert an deutsche Verantwortung’ der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 28.August 2004). Je eher Polen erkennt, daß es durch eine Kehrtwende – auch hinsichtlich seines verblendeten Einschwenkens auf die Linie Bushs - nur profitieren kann, desto besser für Polen selbst. Es geht hier nicht um eine Gegenrechnung! Nein, es geht um wahre Verständigung mit der polnischen Bevölkerung und um die Mehrheit der dort lebenden Menschen, die ernsthaft an Verständigung, Frieden und an der persönlichen – oftmals deutschstämmigen – Vergangenheit interessiert sind und die Erkenntnis über die anstehenden Probleme und Nötigungen mit den anderen Europäern teilen. An dieser Stelle ist Deutschland den Polen die Erinnerung an eine gemeinsame Heldentat schuldig: an die Zurückschlagung der Türken aus Wien im Jahre 1683 - eine historische Tat, welche Deutsche und Österreicher ohne polnische Hilfe möglicherweise nicht geschafft hätten. Ohne die Geistesgegenwart Polens wäre die Geschichte des christlichen Abendlandes ab dem Ende des 17.Jahrhunderts wohl anders geschrieben worden. Wiederholt sich jetzt diese geschichtliche Herausforderung? Eine wahrhaftige und auf gegenseitiger Gerechtigkeit aufbauende Verständigung zwischen Polen und Deutschen, welche keinen Hebel mehr für ein künftiges instrumentalisiertes Auseinanderdividieren ließe, passt momentan offenbar nicht in die politischen Interessen der Weltmächtigsten und muß daher das oberste Ziel bei jeder bilateralen Kommunikation zwischen beiden Ländern sein – in beiderseitigem Interesse! Bei einem derzeit herausragenden gemeinsamen Thema, der so genannten ‚Terrorgefahr’, könnte sich dies bewähren. Viel ist hierüber seit dem 11.September 2001 gesagt, vermutet und geschrieben worden. Was an dieser Stelle bleibt ist die Notwendigkeit für jeden Bürger, sich selbst zu überzeugen von der Spaltung hinsichtlich der Darstellungen durch offizielle Stimmen einerseits und der Darstellungen und Informationen durch viele alternative Schriften einschl. des Internets andererseits. Hervorzuheben ist auch: alle bisherigen Anschläge, wer immer sie auch im Einzelnen initiiert haben mag, haben den Interessen des europäischen Festlandes und der islamischen Staaten nur geschadet. Halten wir fest:

Ein Terroranschlag in einem Lande, welches sich der Teilnahme am Irak-Krieg verweigert hatte, wäre das Schlimmste, was den islamischen Ländern und Völkern und überhaupt den Interessen des Islam derzeit passieren könnte !



Bewahren wir diese Erkenntnis für die Zukunft – sie ist eine der besten Waffen zur Verhinderung eines solchen Anschlags in Deutschland und sie ist eine solide Möglichkeit, keinen weiteren Vorschub für die fortgesetzte Entrechtung Gesamteuropas und auch der arabischen Nationen und Völker zu leisten! Im hoffentlich ausbleibenden Ernstfall wird diese Erkenntnis immerhin unseren Verstand schützen vor vorschnellen und indoktrinierenden Darstellungen zu Ursachen und Hintermännern. Machen wir uns nichts vor, im Falle eines Anschlages auf deutschem Boden steht durch die Medien bereits jetzt die Erklärung des angeblich im Juli 2004 abgelaufenen Ultimatums von Bin Laden an die Europäer zur Stelle und es wird eine inszenierte Welle der Selbstanklage durch unser Land gehen, wir hätten die Terrorgefahr nicht ernst genommen und diejenigen geschwächt, welche diese angeblich schon immer ernst genommen hätten. Erinnern wir uns diesbezüglich an die Berichterstattung um den 11.September 2001: Zuvor zunehmend arrogante und völkerrechtswidrige Maßnahmen und Äußerungen von Seiten Israels und den USA, insbesondere Palästina betreffend. Am Tag des Anschlages breit auf den meisten deutschen Sendern geäußerte Stimmen, daß dies bei aller unermesslichen Tragik des Geschehens die Antwort auf die Arroganz der amerikanischen Politik gegenüber den Arabern darstellt. Auch am 12.September noch derartige Stimmen und Hintergrund-Berichte, die mindestens ebenso medienpräsent waren, wie Berichte über die Anschläge selbst. Ab dem 13.September dann die schlagartige Gleichschaltung der Medien: keine Berichte mehr über das Verhalten Amerikas vor den Anschlägen, der bis heute beibehaltene offizielle Kondukt der ‚vorbehaltlosen Terrorbekämpfung’ war geboren. Geistige Wachsamkeit ist jetzt oberstes Gebot, auch zwecks Verhinderung des Ernstfalles. Insbesondere ist die Wahrscheinlichkeit eines geheimdienstlich inszenierten Anschlages umso geringer, je mehr mit dem anschließenden Unglauben der Bevölkerung bzgl. der offiziellen Verlautbarungen zu rechnen ist. Hier sind die Ausgangspositionen Deutschlands gut! Entgegen kaum erstaunenden Beteuerungen von Seiten der westlichen Medien (s. redakt. Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 02.September 2004) kann die Geiselnahme in Russland vom 01.September nicht im Gesamtzusammenhang der sog. islamistischen Gefahr gesehen werden. Dies ist ein traditionsbeladener und regionaler Konflikt, der gerade aufgrund des westlichen Drucks auf Putin und die Herbeiredung eines angeblichen islamistischen Gesamtkontextes durch Putins Gegner mit unterhalten wird – das Bild eines weltweiten Kontextes, der mittels der Medien mit dem Holzhammer durchgesetzt werden soll ("Auch dem letzten Zweifler müsste jetzt klar werden, daß der radikale Teil des Islam dem Rest der Welt den Krieg erklärt hat", s. obige Quelle). Nebenbei, wer sind Putins Gegner? Oder anders gefragt, was sind Putins Leistungen? Unbestreitbar folgende: nach Ablösung des US-Vasallen Jelzin hat Putin sein Land schuldenfrei gemacht und es fertig gebracht, Russlands Volksvermögen und seine immensen Bodenschätze auf nationaler Ebene und zum nationalen Nutzen zu bewahren und zu fördern. Wer immer sich selbst einen ‚Globalisierungsgegner’ nennt, sollte über diese Leistungen, über deren Vorteile für Europa und über die Motive von Putins Gegnern erneut nachdenken und überhaupt den mittlerweile wie ein Kondukt verwendeten Begriff der ‚Globalisierung’ ohne ideologische Scheuklappen neu unter die Lupe nehmen.

Was passiert in Amerika, was können wir von den USA erwarten? Diese Frage ist nicht zynisch. Die US-Bevölkerung hat gezeigt, daß sie mehrheitlich friedliebend und zu kritischen Positionen gegenüber dem eigenen Land und seinen Vertretern fähig ist, was u.a. an den zahlreichen lesenswerten amerikanischen Internetpublikationen zu den Hauptthemen unserer Zeit belegt werden kann. Ein weiterer Beleg für die überwiegende Mündigkeit der US-Bevölkerung ist jedem bekannt: die zu ihrer Entmündigung notwendig gewordene massive Wahlmanipulation in Florida 2000 mit der gezielten Behinderung schwarzer Wähler. Auch die bis heute anhaltenden weltweiten Folgen dieser Wahlfälschung sind jedem bekannt. Leider in Deutschland weitgehend unbekannt, weil in den hiesigen Medien ausgeklammert, ist die Tatsache des weit größeren Wahlbetruges der kommenden Präsidentenwahl, der mit dem schnellen und frühzeitigen Hochpuschen von John Kerry als ‚Gegenkandidaten’ eingeleitet wurde, vorbei an den damals viel aussichtsreicheren Kandidaten und Gegnern des Irak-Krieges. Skull & Bones, auch ‚Brüderschaft des Todes’ genannt, gilt als die momentan mächtigste US-amerikanische Geheimgesellschaft, der sowohl George W.Bush als auch der zweite Präsidentschaftskandidat John Kerry seit den 60er Jahren gemeinsam angehören. Über diesen Bund kann man im Internet reichlich nachlesen – und jetzt lesen Sie Tageszeitungen, offizielle Publikationen, oder auch die zahlreichen Bücher in den Buchläden über beide Präsidentschaftsbewerber: findet Sie dort, wenn überhaupt, eine angemessene Information über Skull & Bones oder gar eine Bewertung der Tatsache, daß beide Bewerber quasi aus ein und demselben geistigen Stall kommen und daß diese Inszenierung die bisher schlimmste Verhöhnung des Wählers unter dem Deckmantel der parlamentarischen Demokratie darstellt? Allenfalls liest man die Spitze des Eisberges, nämlich die Erkenntnis, daß Kerry politisch auffallend ‚blass’ wirke und eigentlich keine andere Politik vertrete als Bush. Wer immer jetzt von offizieller Seite auf der Situation um die Wahl in Tschetschenien herumreitet, er wird sich daran messen lassen müssen, wie er die ihm bekannte Situation um die aktuellen amerikanischen Präsidentschaftswahlen bewertet und ob er je öffentlich Stellung hierzu bezogen hat. Entgegen mancher Meinung sollte betont werden, daß Skull & Bones historisch gesehen alles andere als eine pro-israelitisch orientierte Gemeinschaft war und daß aktuelle Spekulationen durchaus diskussionswürdig sind, welche bei George W.Bush entsprechende Absichten und Planungen im Sinne von Skull & Bones vor seinem Amtsantritt vor 4 Jahren vermuten. Es ist unnötig geworden, darüber zu spekulieren, welche der Öffentlichkeit verschlossenen internen Machtkämpfe, Nötigungen oder ‚Umstrukturierungen’ anschließend in Führungskreisen der USA stattgefunden haben, denn jeder kennt deren Ergebnisse: es ist die Zeit der bisher Israel-hörigsten US-amerikanischen Regierung, die willig den Weg nach Jerusalem über Bagdad vorangebracht hat. Es gab kurze Phasen der Gegenwehr der US-Regierung unter Bush, während derer John Kerry als Präsidentschaftskandidat nach Medienberichten die Nase vorne hatte: Widerstand oder zumindest widersprüchliche Stimmen der US-Regierung zur Siedlungspolitik im Westjordanland. Seit einigen Kurzberichten in den deutschen Tageszeitungen Anfang August 2004 über die jetzt erfolgte Zustimmung der US-Regierung zu den Plänen Israels im Westjordanland hat nach offizieller Lesart wieder Bush die Nase vorne! Angesichts der nachprüfbaren zeitlichen Staffelung dieser Ereignisse und Berichte erscheint auch hier eine Spekulation über entsprechende Hintergründe zweitrangig. Aber – gibt es nicht vermehrt Protest in den USA? Ja, zum einen den glaubwürdigen und ehrlichen (deshalb hierzulande offiziell verschwiegenen) und an Verzweiflung grenzenden Protest der Amerikaner über den nicht mehr abwendbaren Wahlbetrug unter dem Motto "Zwei Kandidaten, eine Partei (Skull&Bones), keine Alternative für Amerika!" zum zweiten den verzweifelten Massenprotest auf den Straßen, der medial so geschickt präsentiert wird, daß er gezielt unter der Rubrik der ideologisch geführten Massenproteste mir berechenbar ausbleibenden Auswirkungen auf das politische Geschehen abgelegt werden kann; drittens die zahlreichen Publikationen, die synchronisiert mit der Eröffnung des Irak-Krieges in Tageszeitungen und Buchläden eingesetzt haben. Studieren Sie diese historische Phase genau, sie wird Ihnen die Augen öffnen: bis unmittelbar vor Kriegsausbruch die offizielle mediale Dauernötigung Schröders und Deutschlands zur militärischen Teilnahme am Irak-Krieg an der Seite der USA, dann mit dem zweiten Kriegstag einsetzend eine auffallend breite Welle von Publikationen und Berichten mit Kritik über das Vorgehen der USA. Ja, es trifft zu: die USA sollen weltpolitisch zunehmend abgeschrieben werden, noch während sie berechenbar die Drecksarbeit erledigt. Die wie Pilze aus dem Boden geschossenen Bücher aus der Schublade ‚Amerika schaufelt sein eigenes Grab’ sind – von einzelnen Werken ehrlicher und ehrlich verblendeter Autoren einmal abgesehen – kein wirklicher Protest, sondern lediglich Ausdruck dieses offensichtlich gewordenen weltpolitischen Plans. Hier werden gezielt die latent vorhandenen und z.T. begründeten antiamerikanischen Gefühle der Europäer bedient und für eine verwerfliche Sache instrumentalisiert: für ein Auseinanderdividieren der Bevölkerungen beider Kontinente zwecks Verschleierung der Tatsache, daß deren Sichtweise hinsichtlich der aktuellen Themen mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede aufweist! Fallen wir nicht auf die Tricks der Scheinproteste gegen Amerika herein und lassen wir keinen instrumentalisierten Hebel zur Störung des transatlantischen geistigen Austauschs zu. Sollten die Europäer in die Ketten dieser EU-Verfassung gezwängt werden, dann werden wir diese transatlantische Beziehung der Bevölkerungen und ihren nicht mediengebundenen geistigen Austausch brauchen! Es muß nicht wiederholt werden: hier findet keine Indoktrination statt und gerade deshalb muß es straffrei möglich sein, wichtige in diesen Zusammenhang gehörende Aussagen unkommentiert in den Raum zu stellen, etwa die offizielle Aussage aus Israel, daß derzeit ja noch die USA der strategisch wichtigste Partner sei, daß sich Israel aber immer mehr Europa zuwende. Daß dies ernst gemeint ist, hat Netanjahu gegenüber Berlusconi mit der Übermittlung des israelischen EU-Betrittsanliegens eindrucksvoll belegt. Was ist mit Michael Moore und dem Film ‚Fahrenheit 9/11’? Der Film fängt viel versprechend an mit der Darstellung des Wahlbetruges in Florida 2000. Zweifellos ist auch das im Film wie ein Spiegel verwendete TV-Material wertvoll, ebenso die Interviews und persönlichen Szenen um den Irak-Krieg, die Soldaten und ihre Angehörigen. Doch inwieweit geht der Film über die breit geteilten Einstellungen zu Bush und dem Irak-Krieg hinaus? Gar nicht! Im Gegenteil, es erfolgt eine Stützung der aktuellen US-Politik (in der Bush ebenfalls nur eine Rolle zu spielen hat) indem Moore im Film und teilweise in eigenen Interviews Aussagen trifft, die aus dem Munde des von ihm verschmähten Bush und aus dem Munde der gesamten ‚Koalition der Willigen’ nicht mehr glaubwürdig wären, die aber die gewünschte offizielle Linie der Weltmächtigen stützt: "Osama Bin Laden war definitiv der Drahtzieher der Anschläge vom 11.September", sowie an anderer Stelle: "Die Israelis sollen Osama Bin Laden aufspüren und töten, die können so etwas besser als wir". Was lernen wir aus dieser Form der Protest-Schublade: misstrauen wir den (meist versteckten) Grundaussagen aller so genannten ‚Proteste’, die auch von den offiziellen und weltlinientreuen Medien auffallend in Szene gesetzt werden. Lassen wir uns vor allem nicht vereinnahmen für eine offizielle Lesart, wer welchen Terroranschlag begangen und wer ihn zu verantworten hat, ohne unseren eigenen Verstand und alternative Quellen benutzt zu haben.

Auch muß die Frage gestellt werden, was das verurteilte Amerika im Sinne der aktuellen Weltführung außer sich selbst noch zusätzlich mit in den Abgrund reißen soll. Hier genügen als Antwort die offiziellen Darstellungen. Den stupiden weißen Mann natürlich, das ist nicht neu! Weiterhin aber die auffallende mediale Konstruktion des Zusammenhanges zwischen Bush und Christentum. Ohne die Integrität von Bushs persönlichem Glauben zu tangieren – soll dieses durch Plastikpatriotismus nach außen hin persiflierte Amerika unter Skull & Bones der so genannte ‚Verteidiger’ des Christentums sein? Verteidiger gegen wen? Gegen eine islamische Welt, deren kluge nicht-islamistisch geprägte und dennoch nicht den USA oder Israel hörige Staatsmänner gezielt nach und nach ausgeschaltet werden sollen? ‚Radikaler Islam’ gegen Christentum - ein angestrebtes Szenario? Angestrebt und gestützt von wem? Hier wird die Christenheit und jeder einzelne Christ Stellung beziehen müssen, der Name seines Glaubens wird offiziell in der Mitte der aktuellen Weltpolitik benutzt und mißbraucht! Besteht ein Anliegen, das Christentum den anderen Religionen bewusst hohl und als einen von den Christen selbst verhöhnten, mißbrauchten, nicht ernst genommenen oder gar aussterbenden Glauben darzustellen? Diese Frage ist beantwortet! Abgesehen von einzelnen Berichten über geistliche Aktivitäten, Kirchenpolitik und Religionsvertreter - wie gehen die hiesigen Medien und die mit ihnen verbundene Industrie mit dem Glauben der europäischen Mehrheit um: es finden sich zahlreiche politisch und historistisch instrumentalisierte Fernsehgottesdienste und geistliche Aussagen; eine dynamische, die derzeitigen macht- und medienpolitischen Verhältnisse widerspiegelnde und oftmals brachiale Fokussierung des christlichen Selbstverständnisses nach dem Grundtenor "längst haben wir erkennen müssen …" seit einigen Jahren die höchsten christlichen Feiertage begleitende Fernsehsendungen (z.B. des ZDF) mit pseudohistorisch gefärbten Berichten über In Frage zu stellende Passagen des neuen Testaments, sowie Sichtweisen anderer Religionen auf das Christentum; eine die Richtung der öffentlichen geistigen Erziehung der letzten Jahrzehnte zwar wiedergebende, aber dennoch gewollt übertreibende Darstellung des Grundtenors "wer kann heute eigentlich noch etwas mit christlichen Feiertagen anfangen?" die vom populistischen Ruf nach Zivilcourage offenbar ausgenommenen Schwermetall-Regale der Musikindustrie und das Blatt ‚Titanic’ mit einem zum Toilettenpapierhalter umgebauten Kruzifix auf dem Titelblatt und der Überschrift "Wozu ist Jesus noch gut?" die Bertelsmann-Sender; die instrumentalisierte Verhöhnung der Menschen und der Kultur dieses Landes durch die Begriffe ‚Verbraucher’, ‚Wirtschaftsstandort’, ‚Spaßkultur’, und – und – und, zahlreiche Beispiele einer unzweifelhaft gewollten und breiten spirituellen Verarmung des öffentlichen Lebens, für welche die hierzulande erzogenen Menschen ursächlich nicht zur Verantwortung zu ziehen sind. Umso schlimmer wiegt der breite Tenor der Medien, die mit dem Begriff der ‚Spaßkultur’ verknüpften Menschen dieses Landes hätten sich diese geistige Verarmung, den Abfall von ihrem Glauben und auch die wirtschaftliche Situation zu einem erheblichen Teil selbst zuzuschreiben!! Gleichzeitig wird die Polarisierung gegenüber dem Islam vorangetrieben indem behauptet wird, die angestammten Menschen hierzulande akzeptierten dies alles und wollten so leben, die Islamisten aber hätten etwas "gegen die Art und Weise, wie wir hier im Westen leben wollen". Zusätzlich wird der Christenheit durch Johannes Rau das gezielt unscharf benutzte und bereits mehrfach politisch instrumentalisierte Wort vom ‚Christlichen Fundamentalismus’ wie ein Schatten an die Seite gesetzt. Die Frage nach dem Zeitalter des Antichristen ist zweitrangig geworden, Fakt ist: die momentanen Geschehnisse sind so, als ob derzeit eine nicht als Individuum fassbare Macht mittels der von ihr kontrollierten Mittel eine Schwächung und Umdeutung des Christentums vorantreibt oder zumindest suggeriert. Nehmen wir also auch außerhalb der Themenkreise ‚Amerika’, ‚Bush’ und ‚Islam’ das Wort von der Verteidigung des Christentums sehr ernst! Hier können wir ebenfalls nicht auf die offiziellen Stimmen hoffen, im Gegenteil: wir müssen auf sie reagieren und ihre wahren Absichten hinterfragen. Immerhin liegen diese schon weitestgehend offen. Könnte man die oben durch Beispiele belegten Absichten der die Medien und die Industrie Beherrschenden breiter bewusst machen, so wäre der erste Schritt zu einer friedensstiftenden Erkenntnis getan: das Christentum im alten Europa ist nicht so hohl, schwach und im Sinne der momentanen Weltführung formbar, wie es die Weltmächtigen Uneingestandenerweise gerne hätten; ebenso ist der Islam kein potentiell fundamentalistisch-kriegerischer Glaube und daher kein Glaube, den man mit der derzeitigen Bedrohung der Welt pauschal in Verbindung bringen sollte! Bin Laden stand bereits vor dem 11.September 2001 als der Welt Sündenbock Nr.1 parat, weil er einen fatalen Fehler begangen hatte, nämlich auch der amerikanischen Bevölkerung den Krieg zu erklären. Hätte er geistesgegenwärtig mit einem einzigen Satz erwähnt, daß er nicht die Menschen Amerikas, sondern lediglich die Amerika benutzenden Mächte als seine Feinde ansieht – nur dieser eine Satz! – er hätte für sich selbst, für Arabien und für Europa eine bessere Ausgangsposition geschaffen. Hat er vielleicht doch etwas Derartiges erwähnt? Was sagt die gründliche und vorbehaltlose Revision seiner aufgezeichneten Interviews, seiner Schriften, seiner Botschaften? Gefragt sind hier die arabisch sprechenden Mitbürger. Der Islam muß sich nicht vorwerfen lassen, keine berechtigten Gründe zu haben, seine Stimme gegen die derzeitigen Weltmächtigen zu erheben und sich gegen die Unterdrückung seiner Staaten und Völker zu wehren. Doch wäre es eine zusätzliche gute Waffe, offen und auf breiter Ebene auch diese Wahrheit zu verkünden: daß die angestammten Menschen Europas und die einfachen amerikanischen Bürger mehrheitlich nicht die Feinde des Islam sind, sondern wie bereits zur Zeit des Irak-Krieges bereit sind, gemeinsam mit dem Islam gegen die eigentlichen Unterdrücker dieser Welt vorzugehen. Sicher, diese gegenseitige Kommunikation wird derzeit nicht im Rahmen der offiziellen Stellen und Medienstationen möglich sein und es muß als sicher gelten, daß diese gegenseitige Kommunikation gezielt unterwandert und gestört werden wird mit dem Ziel des Auseinanderdividierens von Europa, Amerika und Islam. Die zweite wichtige Erkenntnis: Jesus Christus ist das zentrale Bindeglied zwischen Christentum und Islam, denn dieser wird auch von den Muslimen als Prophet verehrt. Der Friede, den diese Welt entgegen der Absicht der momentanen Weltenplaner dringend braucht, wird wesentlich bereitet werden auf dem Boden des gegenseitigen geistigen Austauschs und auch der gegenseitigen Erklärungen der Thesen der eigenen heiligen Schriften, an denen sich jede der drei großen monotheistischen Religionen messen lassen muß. Im Sinne der Friedenssicherung geht es nicht so sehr um die bekannten Unterschiede in der Sicht auf die Person Christi, sondern um Fragen des menschlichen Zusammenlebens und um die nach vorne gewandten, oftmals konkret herrschafts- und geopolitisch definierten Absichten. Eine breite gegenseitige Offenlegung der heiligen Schriften der jeweils anderen Religion ist derzeit gefürchtet und steht noch aus! Im Falle des Christentums werden in unserer Zeit offene Versuche der Umdeutung, Entfernung oder Kürzung vieler zentraler Einzelaspekte unternommen. Niemand darf das Recht verwehren, bei den Schriften aller Religionen zu hinterfragen, welche Passagen in der Tat als überholt oder gar als gefährlich anzusehen sind. Darf es in der Religion weiterhin ein durch den eigenen Glauben verbrieftes Recht auf einen herrschafts- oder geopolitisch definierten irdischen Zustand und damit ein Recht auf gezielte Veränderung von derzeit bestehenden Verhältnissen geben? Muß nicht über den Begriff der Gotteslästerung nachgedacht werden, wenn ein solches Recht mit dem Wort Gottes in Verbindung gebracht wird? Darf es in der Religion Glaubensinhalte geben, die nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit und damit unter Ausschluss von Menschen anderen Glaubens oder anderer Konfessionen vermittelt werden? Werden heilige Schriften derzeit auch im Verborgenen (und nur Eingeweihten zugänglich) umgeschrieben, erweitert, den Gegebenheiten unserer Zeit und der jüngeren Vergangenheit angepasst mit dem Ziel der langfristigen politischen Instrumentalisierbarkeit? Spielen hierbei durch die Schriften überlieferte Prophezeiungen, Orakel und Zahlen eine Rolle? Es wäre viel gewonnen, wenn Recht und Verpflichtung zur gegenseitigen Stellungnahme und Hinterfragung – auch außerhalb von Glaubensfragen – bei allen großen Religionen endlich gleichermaßen empfunden und praktiziert würden. Warum liegt dieser Zustand noch in der Zukunft? Was soll immer noch einem breiten Bewusstsein der Menschheit verborgen werden? Es muß klar sein, daß die gegenwärtige weltpolitische Situation wesentlich durch die gegenseitige Beziehung aller drei großen monotheistischen Religionen geprägt ist. Von den geplanten unguten Entwicklungen beruhen viele auf gegenseitigem Misstrauen und Fehleinschätzungen, aber auch auf kühler Kalkulation und gottlosen Absichten unter Anwendung einer bewussten Desinformationspolitik wider besseres Wissen! – zweifelt noch jemand daran?

Können wir etwas tun angesichts der angesprochenen Entwicklungen, die Europa aufgezwungen werden sollen? Ja, zwei Dinge: 1. Unterschätzen wir die Stärke der freien Rede nicht! Das weiter oben Gesagte sollte klar gemacht haben: man fürchtet die freie Rede des einzelnen Bürgers, so wie es im Lande der Reformation fast immer der Einzelne war, der den Geist der großen Mehrheit des Landes in sich vereinigt und mittels einer zunehmenden Bewegung in die Unsterblichkeit geführt hat. Die Furcht der Oligarchen und ihrer Helfer – wer oder was immer sie aus seien – sie soll und wird bleiben! Misstrauen Sie allen, die Ihnen vorschreiben wollen, was Sie sagen dürfen und was nicht! Einer der häufigsten und offiziell nicht existierenden Nebensätze der deutschen Straßen und Wohnstuben muß der Vergangenheit angehören: "…aber, man darf ja nichts sagen". Misstrauen Sie allen, die Ihnen vorschreiben, gegen wen oder was Sie zu protestieren und zu demonstrieren haben, vor allem denjenigen, welche vor ‚Instrumentalisierung eines Protestes’ warnen, in Wirklichkeit aber genau dies praktizieren. Dies ist keine leere Rhetorik! Die freie persönliche Rede auf Straße und Papier sowie im Internet ist die wichtigste Waffe gegen die Verwirklichung der angesprochenen Entwicklungen Europas. Es wäre ein ungeheurer Kräftegewinn, wenn die Menschen in diesem Lande sich wehren könnten gegen die oft unbemerkt aufgezwungene Fokussierung ihres Protestes gegen die bekannte Protest-Endstrecke der jeweils existierenden Regierung und der Person des Bundeskanzlers. Es bedarf nur der Erkenntnis, daß insbesondere letzterer für die zunehmende Misere unseres Landes nicht ursächlich zur Verantwortung zu ziehen ist! – Gerhard Schröder hat mit der Abwendung der massiv eingeforderten deutschen Beteiligung im Irak-Krieg eine historische Tat begangen, die an dieser Stelle frei von ideologischer und parteipolitischer Sichtweise erwähnt werden muß. Diese Tatsache soll jetzt durch das Bild eines in Deutschland unbeliebten und Sozialabbau bringenden Politikers zugekleistert werden! Sollen wir hierbei noch mithelfen? Lernen wir zum Leidwesen der Oligarchen die Parteipolitik klein- und die Anerkennung unbestreitbarer menschlicher Verdienste großzuschreiben: ohne Ihn wäre der landesweite Protest gegen den Irak-Krieg fruchtlos geblieben. Und überhaupt, wie wäre es mit Straßendemonstrationen von Politikern und Bürgern gegen die Medien, wenn wieder einmal eine gleichgeschaltete, weil kriegstreibende publizistische Artillerie am Werke ist?

2. Das zweite aber kann nur von ehrlichen und gewissenhaften Politikern, von Medienvertretern, von Mitarbeitern der Verlage, Redaktionen oder Sender, von hohen Logenvertretern, von Geistlichen oder anderen ‚wissenden Persönlichkeiten’ abverlangt werden, die im Geiste zum Volk gehören, im Gegensatz zu uns aber über wesentliche Zusatzinformationen verfügen. Sagen Sie das, was Ihnen persönlich am Herzen liegt! Kommen Sie mit sich selbst, Ihrem Gewissen und den Menschen ins Reine und scheuen Sie keine Folgen. Lassen Sie es nicht zu, daß die Politik einen Lauf nimmt, der Ihnen in seiner Planung bekannt ist, den Sie aber gegenüber den Menschen für unvertretbar halten. Bereiten Sie sich verbal auf alle möglichen Folgen Ihrer freien Rede vor und handeln Sie dann nach dem Grundsatz "Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gotte helfe mit, Amen". Mit Verlaub - wer hier schmunzelt hat nichts begriffen! Auch in unserer Zeit um die Jahrtausendwende haben es Politiker mit diesem Grundsatz fertig gebracht, daß der gesamten Oligarchenriege und ihren willigen Helfern das Schmunzeln vergeht! Will jemand behaupten, es gäbe in unserem Lande nicht eine ganze Reihe von guten Gründen für einen Politiker, nach diesem Grundsatz zu handeln? Ganz klar, die Bürger erwarten eine in Deutschland bisher nicht eingetretene Situation, die aber als absolut realistisch und denkbar angesehen werden darf: daß sich eine namhafte Persönlichkeit Europas in seiner Landessprache oder in Englisch an einem Ort und mittels eines visuellen Mediums seiner Wahl mit folgenden Worten an seine Landsleute und/oder an Europa wendet: "Liebe Bürgerinnen und Bürger, hiermit habe ich Ihnen eine wichtige Mitteilung zu machen über einen Sachverhalt mit weitreichenden politischen Folgen für unser Land / Europa / die ganze Welt. Hierfür werde ich etwa x Minuten benötigen. Sollte mir während meiner Rede etwas zustoßen, so wird dennoch der gesamten Wortlaut meiner Rede mittels folgender Quellen für alle Bürgerinnen und Bürger dieses Landes ab sofort abrufbar sein: …. Ich empfehle denjenigen Personen mit Internetzugang, diese Quelle bereits jetzt aufzurufen und nach eigenem Ermessen Kopien anzufertigen. Was ich Ihnen zu sagen habe, ist eine bittere aber für Sie wichtige Erkenntnis! Ich wähle diesen Weg, weil ich sicher bin, daß Sie alle aufgrund meiner offenen Rede jetzt möglicherweise eintretenden Folgen für meine Person / für sich selbst / für unser Land / für unser Volk / für Europa mittragen werden in der Gewissheit, daß diese Folgen – so schlimm sie auch sein mögen – ein geringeres Übel darstellen als die gezielte Vorenthaltung der folgenden Informationen über die drohende Gefahr eines teuflischen und in Kürze unumkehrbar werdenden Ganges der Geschichte, der unbedingt abgewendet werden muß. Was ich Ihnen zu sagen habe ist folgendes: …". Die Botschaft von uns, den Bürgern, lautet ganz klar: Ja, verehrter Politiker / verehrter Mitbürger, handeln Sie so! Wir Bürger verpflichten uns unsererseits, die Botschaft insbesondere dann weiter zu tragen, wenn sie der Mehrheit unseres Volkes aus der Seele spricht. Dies ist keine Volksverhetzung, weil kein Aufruf zum Verfassungsbruch. Im Gegenteil! Wir unterstützen insbesondere unsere Politiker und rufen sie auf, Ihren Verfassungsschwur einzuhalten mit Betonung auf der Passage "und Schaden von ihm abzuwenden." – oder kommt jetzt ein Politiker mit dem Argument, er habe diesen Schwur gar nicht geleistet?

Enthusiasmus und die in dieser dunklen Zeit gebliebenen Möglichkeiten zur Erkenntnis dürfen nicht darüber hinwegtäuschen: Deutschland und Europa sind in großer Gefahr, die noch – vielleicht nur noch – innerhalb der nächsten 2-4 Monate abwendbar ist! Ihre dann einsetzende unumkehrbare Präsenz wird sich nicht unmittelbar, aber umso vehementer vor dem nächsten geplanten militärischen Konflikt äußern. Diese Entwicklung würde begleitet von einem gewollten und fortgesetzten sozialen Abbau Deutschlands, gegen das selbst eine zukünftige massive nationale Konsolidierung aller Menschen und Institutionen, sofern sie dann überhaupt noch möglich ist, nichts mehr ausrichten könnte. Die unbedingte Notwendigkeit unseres Widerstandes und immer fortgesetzter Information begründet sich auf der Erkenntnis, daß selbst bei politischer Erfolglosigkeit aller Widerstände die Hauptperspektive bewahrt werden kann: daß die derzeitigen Lenker dieser Weltpolitik, ihre Organisationen und ihre willigen Helfer nie in der Gewissheit leben können, ihre Strategie oder auch sie selbst seien von den Menschen nicht bereits vor Verrichtung ihres Werkes erkannt und durchschaut worden. So wird es gelingen, daß sie in nicht allzu ferner Zeit kapitulieren und einer gewaltigen Revision der Weltgeschichte weichen müssen.

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Zur Berichterstattung über den geplanten arabisch-islamischen Kongress in Berlin - Oktober 2004

Der folgende Leserbrief nimmt Stellung zu den nahezu gleichlautenden Berichten und Kommentaren der offiziellen Tageszeitungen über den ersten arabischen & islamischen Kongress in Europa, der am 01. und 02.Oktober in Berlin stattfinden soll. Die Hintergründe um die Diskussion gehen aus dem Leserbrief hervor, der am 19.September 2004 an die Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) abgesandt wurde und unveröffentlicht blieb.



Falsches Zeugnis !
Die Berichterstattung der Medien über den geplanten arabischen Kongress in Berlin enthält Unwahrheiten und klammert wichtige Informationen aus: Entgegen den Medienberichten setzt sich der Kongress ausdrücklich von Krieg, Terrorismus und Extremismus ab. Die Hauptanliegen des Kongresses werden breit von der europäischen Bevölkerung mitgetragen: eine Botschaft der Solidarität mit den unter Besatzung lebenden Menschen in Palästina und im Irak, sowie eine globale Berichtigung falscher Medienberichte, wonach Besatzungstruppen als Friedensmacher und Befreier, dagegen unterdrückte und entrechtete Menschen, die um Existenz und Unabhängigkeit kämpfen, als Extremisten und Terroristen dargestellt werden. Weiterhin ist der Kongress nicht antisemitisch: Ausdrücklich werden jüdische Stimmen erwähnt, die sich gegen den durch die UN-Resolution 3379 als Form des Rassismus eingestuften Zionismus und seinen Herrschaftsanspruch in der Welt wenden. Auch muß an dieser Stelle erwähnt werden, daß bereits mehrere muslimische Nationen gegen die gezielte Übervölkerung Europas durch andere Kulturen Stellung bezogen haben. Es ist glaubwürdig, daß gerade Muslime mit diesen formulierten Argumenten nicht als Gefahr für die Menschen Europas zu sehen sind – im Gegenteil: der Kongress formuliert Christentum und Islam als Grundlage für Menschenrechte und eine gerechte und friedliche Welt. Die Reaktionen der westlichen Medien, des Innenministers und seiner Auftraggeber sind beispielhaft und eine kritische Analyse durch den Leser wert: Brandmarkung von so argumentierenden Muslimen durch die Begriffe "Terrorismus", "Extremismus" und "Islamo-Faschismus", so geschehen in der schriftlichen Aufforderung des "Simon-Wiesenthal-Centers" zum Verbot des Kongresses. Die abwegigste Behauptung: es solle auf dem Kongress "gegen die westliche Welt gehetzt werden". Ist es eine derart verdrehende und falsch Zeugnis verbreitende Berichterstattung, die auf der sogenannten "Antisemitismus-Konferenz" in Berlin Anfang 2004 eingefordert wurde, als damals von "Richtlinien für die Medien" die Rede war?

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Offene Kriegsdrohung der USA gegen Iran - eine Woche vor der US-Präsidentenwahl !

Am 23.Oktober 2004 berichtete die Mainzer Allgemeine Zeitung über Kriegspläne gegen den Iran, welche derzeit in den USA offen diskutiert werden. Hierbei wird auch die folgende Äußerung von John Kerry zitiert: "Wir müssen hart werden gegenüber Iran, und wir werden hart sein." Jeder weiß inzwischen, daß eine weltweite Streuung derartiger Berichte die moderne Variante einer Kriegsdrohung darstellt. Nicht gestreut, sondern von den westlichen Medien bisher ausgeklammert wurde die plausible Erklärung für die Kontinuität dieser äußerlich US-amerikanisch dominierten Weltpolitik, auf die im folgenden Leserbrief eingegangen wird. Der Brief wurde der Mainzer Allgemeinen Zeitung am 25. Oktober 2004 mit der Bitte übersandt, die bisherige Ausklammerung des Themenkomplexes "Bush-Kerry-Skull&Bones" zu durchbrechen. Es wurde darauf verwiesen, wie sehr dieses Thema auch die amerikanische Öffentlichkeit beschäftigt. Der Leserbrief blieb unveröffentlicht



Eine gewichtige Argumentationshilfe für Europa
Die nach dem Irak-Krieg erfolgten Kriegsdrohungen gegen Syrien und jetzt gegen den Iran sind erwartungsgemäß, wenn man weiß, daß der mehrheitlich den Krieg ablehnenden amerikanischen Bevölkerung nur die Wahl zwischen zwei Mitgliedern der "Bruderschaft des Todes" (Skull & Bones) gelassen wird - zwei Personen also, die seit den 60er Jahren im Geiste eng miteinander verbunden sind. Dies ist weltpolitisch abgestimmter Wahlbetrug, der die Dimensionen von Florida 2000 weit übersteigt !! Seit dem frühzeitigen Hochpuschen des "Bones-Mannes" John Kerry als offiziellen Gegenkandidaten war der Welt bewusst, daß hier in teuflischer Weise eine Kontinuität der mit dem völkerrechtswidrigen Irak-Krieg offensichtlich gewordenen Weltpolitik angestrebt wird, in der auch die USA lediglich wohldefinierte Aufgaben zu erfüllen haben. Die reelle Gefahr, daß dieses Konzept auch nach dem 2.November aufgehen könnte, wird durch Forderungen Kerrys belegt, die aus dem Munde Bushs längst weltweiten Widerspruch erregt hätten: die Forderung an die Europäer, die USA in den von ihr geschaffenen Krisengebieten militärisch zu entlasten – ja sogar abzulösen – mit der Verteidigung der Sicherheit Israels als eine der Hauptprioritäten. Skull & Bones galt bisher als die einflussreichste und der zionistischen Idee kritisch gegenüberstehende Geheimgesellschaft der USA. Doch spätestens seit dem Bones-Mann Bush senior steht die vollständige Deckungsgleichheit der US-amerikanischen Politik mit den geostrategischen Zielen Israels außerhalb jeder Spekulation. Diese Erkenntnis und die nachweislich erfolgte Ausklammerung des Themenkomplexes "Bush-Kerry-Skull&Bones" aus den westlichen Medien wird eine gewichtige Argumentationshilfe der Europäer sein, wenn demnächst ihre militärische Präsenz für diese Ziele erneut eingefordert werden wird.

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"Deutsche für EU-Verfassung" - eine unhaltbare Überschrift

Mit Bezug auf eine Umfrage des Europressedienstes Bonn erschien in der MAZ am 23. Dezember 2004 ein Kurzartikel mit obiger Überschrift. Zu dieser Umfrage ist auf der Homepage des Europressedienstes mehr zu erfahren. Über die EU-Verfassung ist in vorherigen Leserbriefen auf dieser Website, sowie in der Schrift "Der Neue Landbote" hinreichend geschrieben worden. An dieser Stelle wird die erwartungsgemäße Stützung dieses Teufelswerkes durch die bundesdeutsche Pressedienst-Landschaft kommentiert, insbesondere die Arbeit mit plakativen Überschriften. Lehrreich ist das Studium dieser Methode auch an einem anderen aktuellen Beispiel: Die Aussage auf der Hauptseite des Europressedienstes, das geplante Antidiskriminierungsgesetz würde in Deutschland auf breite Zustimmung stoßen, gefolgt von der erst im Register "Erhebungen" folgenden Aussage, daß seine Umsetzung in Deutschland umstritten sei. Es wird sogar Zweifel darüber eingeräumt, ob sich die Altersgruppe der Hautbefürworter, die 18-25-Jährigen, über die Folgen des Gesetzes - insbesondere für den deutschen Mittelstand - im Klaren waren. Immerhin ist die Hauptaufgabe des Pressedienstes mit dieser Methode erfült: die Versorgung der deutschen Medienlandschaft mit plakativen und linientreuen Überschriften, sowie deren Entbindung von der Verantwortung einer eigenen gründlichen Hintergrundrecherche der mit diesen Überschriften aufgestellten Behauptungen. Für kommende Zeiten könnte all dies Stoff aus der Rubrik "Lachhaftes aus der Mediengeschichte" werden, stünden darüber nicht die Schatten der z.T. bereits mehrfach zitierten Aussagen aus dem Munde Fischers, Raus, Shimon Steins und zuletzt Verheugens, die sich ab jetzt einer unvoreingenommenen Analyse kausaler Zusammenhänge der Weltpolitik stellen und in diesem Sinne fest im Bewußtsein der Europäer verankert sein müssen: 1. "Sollte Israel in Zukunft angegriffern werden, wird es Europa verteidigen", 2. "Deutschland steht fest an der Seite Israels", 3. "Die EU-Mitgliedschaft der Türkei ist für uns (für Israel) von strategischer Bedeutung", 4. "Dieses Europa wird eine Weltmacht werden - ob es will oder nicht". Das Sahnehäubchen liefern (wie so oft) "Friedensaktivisten" im Internet, welche sich in sinistraler Weise auch weiterhin mit den eigentlichen Nutznießern dieser EU-Verfassung solidarisieren, sowie andere, die auf zynische Weise den Vorwurf des Militarismus indymedial an die Opfer dieser Entwicklung (Deutsche und ihre Bundeswehr) richten - eine Position, die angesichts der im folgenden Leserbrief kommentierten Überschrift als machtpolitisch gewollt angesehen werden muß. Immerhin können auch diese Aktivisten den breiten Grundkonsenz nicht leugnen, der durch Europa gehen muß: Nein zu dieser EU-Verfassung !
Der folgende Leserbrief wurde am 25. Dezember 2004 der Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung übersandt. Am 08. Januar 2005 wurde der erste Abschnitt des Briefes bis zur Markierung (**) publiziert , die folgenden Passagen blieben unveröffentlicht. Lokalisation auch dieses Leserbriefes: linke untere Ecke der Seite, umringt von drei Leserbriefen zu anderen Themen - keine weiteren publizierten Stellungnahmen zur EU-Verfassung.




Eine mediale Aufarbeitung der EU-Verfassung, die Bände spricht ...
Die Überschrift "Deutsche für EU-Verfassung" entbehrt jeder Grundlage. Sie basiert auf einer Umfrage des Europressedienstes Bonn, nach dessen Darstellung die Gruppe der Personen mit ablehnender und unentschlossener Haltung 47 %, also fast 50% beträgt. Außerdem wurde eine nur geringe Stichprobe von 1009 Bürgern befragt und über die Repräsentation der einzelnen Altersgruppen sind nur die Antworthäufigkeiten innerhalb jeder Gruppe, nicht aber die absolute Anzahl der Befragten zu erfahren. Auch hier wieder ein Beispiel für eine gezielte Überrepräsentation derjenigen Gesellschaftsgruppen mit berechenbar größerer Häufigkeit der Antwortkategorie "EU-Verfassung – na klar, Mann" ? Es gibt genügend Beispiele dafür, daß solche Statistiken selbst dann mit derart plakativen und die offiziellen politischen Vorgaben stützenden Überschriften versehen werden, wenn diese sogar aufgrund der eigenen Statistik unhaltbar sind. Immerhin, für die Mehrheit der informierten Menschen in diesem Lande spricht diese mediale Aufarbeitung der EU-Verfassung Bände. (**) Was die EU-Verfassung selbst angeht, so sind deren militaristische Zielsetzungen quer durch alle gesellschaftlichen Gruppen hinreichend bekannt, ebenso wie die gleichzeitig mit deren Ratifizierung im Mai 2005 zu erwartenden demonstrativen Versuche einer dauerhaften ideologischen Betonierung der machtpolitischen Verhältnisse in Deutschland. Bis dahin wird es eine lohnende Aufgabe für den Bürger sein, zu beobachten, wer diese Entwicklung durch plakative Aussagen oder auch durch sein Schweigen stützt, und wer dagegen als wahrer Friedensaktivist im Sinne der Menschen Europas auftreten wird.

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Über die "Orangene Revolution" in der Ukraine .... sowie ferngelenkte Umstürze und Demonstrationen

Die Vorgänge um die Präsidentschaftswahlen in der Ukraine sind das vorerst letzte Beispiel für eine Entwicklung, bei der die freie westliche Presse in zunehmendem Maße beteiligt ist und der die freien Menschen dieser Erde Einhalt gebieten müssen: Das Problem der ferngelenkten und konstruierten Umstürze, Demonstrationen, Regierungsumbildungen und Stützung von Marionettenpräsidenten unter dem medial verbreiteten Deckmantel einer "demokratischen" und "freiheitlichen rechtsstaatlichen Ordnung", die mit diesen gesteuerten Veränderungen angeblich eingetreten sei. Die Liste an Beispielen ist lang, jeder mündige Bürger Europas wird sie durch eigene Erfahrungen ergänzen können. Hervorzuheben sind aber diejenigen Ereignisse, die in sogenannten Musterstaaten einer freiheitlichen (also: "westlichen") Grundordnung inszeniert wurden:
- Florida 2000;
- Die US-Wahlen 2004 nach dem Prinzip «eine Partei - Skull & Bones - keine Alternative für Amerika» ;
- Die Ermordung Pim Fortuyns am 06. Mai 2002, welcher ansonsten die neue niederländische Regierung gebildet hätte;
- Die staatliche Unterwanderung der Bürgerproteste in Deutschland 2004 mit Reduktion des die Grundprobleme dieser Republik ansprechenden und thematisch weitverzweigten Protestes auf das Thema "Hartz IV" durch die Medien, sowie einer offiziellen Umdeutung der primär tragenden Kräfte einerseits, sowie der Trittbrettfahrer und Saboteure andererseits;
- Die als "Demonstration gegen den islamistischen Terror" verkaufte Inszenierung einer türkisch-nationalistischen Demonstration in Köln am 21.November 2004 mit kaum verdeckter Botschaft des Alleinvertretungsanspruches der DITIP als Sprachrohr für alle Muslime in Deutschland. Dies alles als Co-Inszenierung von DITIP und der gesamten Hydra der offiziellen BRD-Stimmen - Claudia Roth und Günther Beckstein in trauter Eintracht !! Diese Demonstration ist eine eigene Betrachtung wert, zu der dringend eine Internetrecherche mit unterschiedlichen Kombinationen der Stichworte "Demonstration", "DITIP", "Köln", "Beckstein", "Panorama" empfohlen wird.

Wie auch bei manchen der o.g. Ereignisse war die Rolle der freien westlichen Presse im Falle der ukrainischen Präsidentschaftswahl klar definiert, was jetzt im Nachhinein auch belegbar ist: 1) Emotionale Verblendung der Menschen im Sinne der ferngelenkten Ereignisse (garniert mit Fotos von Juschtschenkos Frau mit Blumen in der Hand, sowie von Angela Merkel mit einer demonstrativ in den Bundestag mitgebrachten Orange) bei weitgehender Ausblendung von Informationen über die fernlenkenden Organisationen; 2) Propagierung eines angeblichen Sieges von "Volk, Demokratie und Rechtsstaatslichkeit" unmittelbar nach erfolgreicher Machtübernahme des Wunschkandidaten; 3) Anschließendes breites Schweigen zu den nun im Gange befindlichen Vorgängen zwischen dem neuen Präsidenten und seinen Auftraggebern. Auf einen typischen Artikel dieser Art in der Mainzer Allgemeinen Zeitung (Redaktioneller Kommentar vom 28.12.2004) nimmt der folgende Leserbrief Stellung, welcher der Zeitung am 01.Januar 2005 zugesendet wurde.




Juschtschenko, Albright, CIA & Co. ...
Die Gesamtheit der Berichte der deutschen Medien über die sogenannte "orangene Revolution" ist mehr als ergänzungsbedürftig. Sie ist schlichtweg irreführend und gleichgeschaltet aufgrund der gezielt falschen Verknüpfung dieser Bewegung mit den Begriffen "Demokratie" und "freiheitliche rechtsstaatliche Ordnung". Als Vorinformation muß man wissen, daß die Ukraine seit der Jahrtausendwende zu den Ländern mit der höchsten Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes gehört und Dank der Kooperation mit Putins Russland auf dem besten Weg zu einer Staatsverschuldung gegen Null war - ein Zustand also, der in der Vergangenheit einer Kriegserklärung gegen ein solches Land gleichgekommen wäre. Ein Fehler dieses Landes war sicher die Annahme von US-Kapital in dreistelliger Millionenhöhe Ende der 90er Jahre, für die als Gegenleistung ein wohldefinierter Einfluß der US-Industrie von Madeleine Albright bei Präsident Kutschma bis heute vergeblich eingefordert wurde. Hiermit war das Startsignal für das gegeben, was von den hiesigen Medien in eindeutiger Absicht verschwiegen wird: Logistische und finanzielle Inszenierung eines orangenen Massenauflaufes durch das National Democratic Institute unter Albright mit tatkräftiger Unterstützung durch James Woolsey (CIA), durch Juschtschenkos amerikanische Frau (ehemals US-Außenministerium), durch die Weltbank der OSZE, sowie durch andere US-amerikanische Organisationen, die bereits am Sturz Milosewitschs, sowie am Sturz Schewardnadses in Georgien beteiligt waren. Auch eine Beteiligung der Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU ist zumindest im Gerede. Zwei der bisherigen Höhepunkte: die Finanzierung der vom offiziellen Wahlergebnis abweichenden Wahlumfragen durch die gleichen Quellen, sowie die Behinderung der Parlamentsarbeit unter Janukowitsch durch hervorragend finanzierte und durch Gulaschkanonen bei Laune gehaltene "Demonstranten" Anfang Dezember 2004. Als Vorgeschmack dessen, was die Ukraine nun zu erwarten hat, wagte ein deutsches Magazin neulich eine treffende Umschreibung der Person Juschtschenkos: "Nur der Chef einer Regionalmacht, dem jeder Anruf aus dem Weißen Haus den Angstschweiß in den Kragen treiben muß".


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Gedanken zum bevorstehenden Mai 2005

Der folgende Leserbrief bezieht sich auf die Gesamtheit der Medienberichte zwischen Dezember 2004 und Februar 2005, welche mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten den kommenden Monat Mai 2005 in den Mittelpunkt des Interesses rückten und dennoch um das zentrale Thema des 60. Jahrestages des Kriegsendes kreisten. Der Leserbrief wurde der MAZ am 13. Februar 2005 zugesendet und blieb unveröffentlicht. Am Tage zuvor (12.Februar) waren in der MAZ mehrere plakative Publikationen zu finden, die zumindest marginal bei der Verfassung des Leserbriefes eine Rolle spielten: Eine Karikatur des deutschen Michel mit dem Titel "Gedanken zum 08.Mai" ; der Kommentar "Unterstützung für die jungen Demokratien" von Kardinal Lehmann - ein ansonsten uninteressanter weil hierzulande bekannte politisch korrekte Argumente zu den aktuellen Themen Ukraine und Irak aneinanderreihender Kommentar, der aber durch die Position des Verfassenden als offizieller Vertreter des Christentums höchste Brisanz erhält (s.a. vorheriger Leserbrief) ; auf der ersten Seite eine Eigenwerbung der Mainzer Allgemeinen Zeitung mit dem Wortlaut "Liebe - Freiheit - Verantwortung - Ehrlichkeit - Gerechtigkeit / Werte - Das Jahresthema Ihrer Zeitung".



Herzensangelegenheit
Derzeit wird versucht, die öffentliche Aufmerksamkeit auf den kommenden Monat Mai 2005 in einseitige Bahnen zu lenken, worauf der Bürger reagieren muss. Es darf kein Zweifel daran bestehen, dass die Gedanken der europäischen Bevölkerungsmehrheit zu diesem Monat um eine zentrale und historisch gesehen beispiellose Entwicklung kreisen, die aus der Gesamtheit der gegenwärtigen Medienberichte klar abzulesen ist, die es in der Folgezeit durch gemeinsame Anstrengungen aufzuweichen gilt und gegenüber der sich alle anderen in den Medien dominierenden Themen dieses Monats nur als instrumentalisierte Stützen zur Verwirklichung dieser Entwicklung erweisen werden: Der langfristig angelegte Umbau Europas zu einer gefügigen, weil sozial geschwächten militärischen Großmacht, die gezielt in einen fremden Konflikt für die Interessen Israels und seiner stützenden Mächte geführt werden soll. Ganz gleich was die Zukunft für Europa bringen wird – niemals wird es möglich sein zu behaupten, die Menschen hätten nicht schon lange vor dem Monat Mai 2005 und der anstehenden Ratifizierung der EU-Verfassung gewusst, daß sie mit einer nie da gewesenen historischen Herausforderung konfrontiert sind, die wesentlichen Aufschluss auch für die Konflikte des vergangenen Jahrhunderts geben wird, und deren wahrer Charakter nicht mehr zu verdecken ist. Widerstand gegen die genannte Entwicklung ist zur Herzensangelegenheit vieler Menschen - auch insgeheim in Redaktionen, Logen und Parlamenten - geworden, was zudem jeden Versuch der Kriminalisierung eines solchen Widerstandes gegenstandslos werden lässt. Der eindrucksvolle und unvergessene Beweis: zahlreiche Plakate im Europaparlament während der Abstimmung über die EU-Verfassung um den Jahreswechsel 2004/2005 mit der Aufschrift "Nicht in meinem Namen !"

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Sonntag, den 20. Februar 2005

Obacht ! – Einschub aus Anlaß des bevorstehenden Besuches von G.W.Bush in Mainz am 23. Februar 2005 zwecks Verhinderung eines Anschlages oder anderer Ereignisse, welche zur Förderung von politischem Unfrieden, zur fortgesetzten innenpolitischen Spaltung Deutschlands, zur Förderung der Kriegs- und Machtambitionen Israels und der USA, sowie zur Demoralisierung des Irakkrieg-Gegners Deutschland gegenüber dem Aggressor und Lügner Bush und seinen Hintermächten imstande wären.

Dieser Einschub gründet sich ausschließlich auf Kenntnis der gegenwärtigen weltpolitischen Situation sowie des Charakters der westlichen Medienberichte einschl. der politischen Kommentare und der weiterhin bestehenden Ausklammerung wesentlicher machtpolitisch relevanter Erkenntnisse der Gegenwart aus der öffentlichen Berichterstattung. Aufgrund der zeitlichen Nähe zum hoffentlich ausbleibenden Ernstfall während des Bush-Besuches muß ausführlich auf eine erschreckende Parallele eingegangen werden: Die erst eine Woche zurückliegende Ermordung des libanesischen Ministerpräsidenten und Multimilliardärs Rafik Hariri am 14.Februar 2005. Was war passiert, wie sehen die Reaktionen der Medien und des Bürgers aus? Einer der hundert reichsten Männer der Welt, der mehrere Banken und Rundfunkstationen unterhielt (!) wurde Opfer eines Sprengstoffanschlages, zu dessen Hintergründen bisher nur widersprüchliche Aussagen und mehrere unglaubwürdige Bekenneranrufe existieren. Hierbei herausragend: der mit stark akzentbeladenem Arabisch vorgetragene Bekenneranruf einer angeblich islamistischen Gruppe "Sieg und heiliger Krieg in der Levante". Nur wenige Tage vor dem Attentat übte Innenminister Frandschieh offene Kritik an Hariri wegen dessen antisyrischer Haltung. Im September 2004 wurde auf Druck der USA die antisyrische UN-Resolution 1559 verabschiedet mit der Aufforderung an Syrien, seine Truppen aus dem Libanon abzuziehen. Auch schwingt bei dem Attentat eine denkwürdige Aussage des Forbes Magazine mit, welches zur Jahrtausendwende triumphierend verkündete, daß die Spitzenpositionen der Politik zunehmend von den "Masters of Business Administration" eingenommen werden, gepaart mit dem erklärten Wunsch, daß die USA hoffentlich bald einen Multimilliardär zum Präsidenten haben werden, wie es heute schon in Italien (Berlusconi) und im Libanon (Hariri) der Fall sei. Unmittelbar nach dem Anschlag haben insbesondere Syrien und der Iran den Anschlag scharf verurteilt. Nicht nur von Seiten Irans, sondern auch durch zahlreiche andere Regierungen, publizistische Organe und politische Gruppierungen innerhalb und außerhalb der arabischen Welt wurde der Verdacht der Verstrickung des Mossad in das Attentat geäußert. Unbestreitbar ist bereits jetzt, daß weder die pro-schiitischen Kräfte (Iran, Hisbollah), noch andere islamische Kräfte und am wenigsten Syrien selbst einen Vorteil aus dem Attentat ziehen können. Im Gegenteil, es gilt die Aussage von Hariris Gefolgsmann Ghattas Churi: "Dieses Verbrechen zielt darauf ab, den Libanon zu destabilisieren und zu spalten". Wer immer dieses Attentat verübte, hat die anschließend seit dem Bürgerkrieg erneut zutage tretende offene innenpolitische Spaltung des Libanon vorausgesehen und sehr wahrscheinlich nach der Bluttat gezielt gestützt, allen voran die inszenierten antisyrischen Kundgebungen, die nicht Ausdruck einer pro-westlichen Haltung sind, sondern vielmehr die latent antisyrische Einstellung christlicher und schiitischer Gruppen im Libanon widerspiegeln. Eine bedeutende Rolle wird in diesem Zusammenhang auch Frankreich zukommen, das als ehemalige Kolonialmacht Libanons jetzt gezwungenermaßen seine US-kritische Haltung seit dem Irak-Krieg zugunsten einer zunehmenden Kooperation überdenken muss. Bedarf es weiterer Analysen angesichts der bekannten Äußerungen von Bush und Rice zu Syrien, wer die eigentlichen Nutznießer des Attentats sind?!

Die Überleitung zum bevorstehenden Mittwoch ist gegeben durch überschwengliche Willkommensgesten der westlichen Presse gegenüber dem Manne, der den Lesern allen Ernstes als "mächstigster Mann der Welt" verkauft wird und der jetzt zum Zuhören bereit sei; dies alles vor dem Hintergrund der offenen und ohne (?) fundierte Erkenntnisse über die Hintergründe des Hariri-Attentats vorgetragenen Kriegsdrohungen gegen Syrien - eine per se vorteilhafte Ausgangsposition für einen nach Europa kommenden G.W.Bush. Wie würde sich die Situation bei Zwischenfällen während seines Deutschlandbesuches bis hin zu einem Attentat auf ihn selbst verändern? Hat es der Leser noch nötig, sich dies erklären zu lassen? Was schon lange bekannt, hier muß es klar ausgesprochen werden: G.W.Bush ist nichts weiter als eine willige Marionette, dessen unschätzbarer machtpolitischer Vorteil darin besteht, daß er selbst an vieles glaubt, was er von sich gibt und es daher auch willig vollstreckt. Aber – dieses Potential ist jetzt aufgebraucht! Ein erneuter völkerrechtswidriger Akt unter ihm würde zu einem Überhandnehmen des weltweiten "Aha-Erlebnisses" seit dem Irak-Krieg führen, was unkalkulierbaren Schaden für die gesamte Oligarchenriege dieser Welt und das von ihr geschaffene Kartenhaus vom Weltbild des "mächtigsten Mannes der Welt" hätte. Anders sähe die Situation unter einem neuen und scheinbar unbelasteten Präsidenten Kerry aus, sowie einer durch ein Bush-Attentat gestärkt hervorgehenden Kriegsmaschinerie. Daß Bush eine weltpolitisch austauschbare Figur darstellt, wurde durch den US-Wahlbetrug 2004 eindrucksvoll belegt, bei dem den Amerikanern lediglich die Wahl zwischen zwei Mitgliedern der Geheimgesellschaft "Skull & Bones" gelassen wurde. Welche Welle der inszenierten Selbstanklage im Falle eines Bush-Attentats über die Deutschen hereinprasseln würde und wie das Bild Bushs nachträglich in den Medien gemäß der offiziellen politischen Vorgaben korrigiert werden wird, braucht kaum betont zu werden. Leider ist es Fakt, daß es derzeit kein geeigneteres Mittel gäbe, um die bislang so erziehungsresistenten und zunehmend aufmüpfigen Deutschen in die Position der moralischen Defensive zu drängen. Hierbei sollte auch bedacht werden, wie derzeit am Stuhl eines anderen Austauschbaren (Joschka Fischer) gesägt wird, der seine wesentlichen pro-israelischen Aufgaben bereits erfüllt hat und daß die Perspektive (Gott bewahre!) einer bedingungslos USA- und Israel-hörigen unionsgeführten Regierung immer näher rückt. Über verschiedene Ansichten in Einzelfragen hinweg muß festgehalten werden:


Ohne ein breites Bewusstsein über das zuvor Gesagte hätte ein hoffentlich ausbleibender Zwischenfall im Zusammenhang mit G.W.Bushs Besuch in Europa fatale Folgen für die gesamte islamische Welt, für Europa und für Deutschland und würde nur den sowieso schon offensichtlichen Plänen Israels und der USA weiteren Vorschub leisten.


Ganz klar: im Ernstfalle werden die unmittelbar Ausführenden erneut aus dem antizionistischen Lager stammen. Der klare Standpunkt des Bürgers noch vor dem möglichen Ernstfall: seit dem 11.September 2001 und seit den massiven Versuchen der Medien, die Europäer in den Irakkrieg zu ziehen haben wir gelernt, daß dies nicht mehr ausreicht, um uns bestimmte (real oder virtuell existierende) Organisationen oder bestimmte Staatschefs als Kollaborateure oder gar als eigentliche Drahtzieher solcher Anschläge zu verkaufen. Wer immer es dennoch versuchen wird: gebt es auf! Daß mancher so genannter demokratischer Staat schon seit langem nicht nur auf Morde selbst, sondern auch auf inszenierte Morde unter Hinterlassung gefälschter Spuren als Mittel staatlicher Politik zurückgreift ist spätestens seit der sog. Lavon-Affäre aus dem Jahre 1953 hinreichend bekannt. So gesehen bekommt die Aussage einer sozialistischen Website brennende Aktualität vor dem Bush-Besuch: "Die Ermordung Hariris ist eine brutale Warnung, daß der amerikanische Krieg in Irak nur der Beginn einer umfassenden, aggressiven militärischen Kampagne ist, die jeden Widerstand gegen die Vorherrschaft der USA und Israels zerschlagen soll." Daß das freie Wort des europäischen Bürgers dennoch etwas bewirken könnte, soll durch diesen Einschub unterstrichen werden: die vor einem möglichen Ernstfall dargelegten Einsichten in die aktuelle Weltpolitik und eine klare Aufforderung an alle, die sich von einem Bush-Attentat irrtümlicherweise Vorteile versprechen.

Unser Aufruf:

Laßt es bleiben und blast die ganze Sache ab! Ihr seid zu sehr durchschaut, als daß ihr aus einem Bush-Attentat und seiner Anlastung an die Adresse Deutschlands wesentliches Kapital schlagen könntet! Bedenkt auch, wie frustriert inzwischen selbst diejenigen sind, die bisher willig – jedoch zunehmend gegen ihre eigene Überzeugung - offizielle Schuldzuweisungen in Eurem Sinne durchführen müssen und sich längst in Ihrer wahren Rolle erkannt fühlen. Zu enthusiastisch ist der Bürger mittlerweile in seinem Vorhaben, durch das offene Wort und seine Mündigkeit so manches im Vornhinein zum Scheitern zu verurteilen, was bislang als vorteilhaft angesehen und scheinbar unerkannt geplant wurde. Laßt Bush der Welt als Sündenbock - und uns in Ruhe !

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Unwiderrufliche Aussagen über einen häufig zu hörenden Begriff

Dieser Leserbrief reagiert auf die zahlreichen aber dennoch thematisch übersichtlichen Stellungnahmen von Medien und offiziellen Organen zu dem bisher nur schwammig abgegrenzten Begriff "rechtsextremistische Positionen". Für die Nachwelt sei festgehalten, daß diese publizistische Welle nach den Äußerungen einiger Abgeordneter im sächsischen Landtag Ende 2004 aufkam und nach tosendem Treiben erst Ende Februar etwas abflaute. Dieser Eindruck ergab sich am 03.März 2005, als ein Bericht über den Berliner CDU-Politiker Torsten Hippe mit der Überschrift "Auch Berlin hat seinen Fall Hohmann" als der vorerst letzte Bericht dieser Art in der MAZ abgedruckt wurde. Herr Hippe hatte in der Diskussion um den Jahrestag des Kriegsendes den Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung als Terror bezeichnet und weiterhin geäußert: "Ich kann nicht verhindern, daß ich in einzelnen Fragen den Positionen der NPD nahestehe. Es ist möglich, daß man in Teilfragen zu gleichen Teillösungen kommt. Wichtig ist, daß meine Ansichten auf einem anderen Fundament stehen als die der NPD". Daß Herr Hippe aufgrund dieser Äußerungen allen Ernstes mit dem o.g. Begriff in Verbindung gebracht wurde, ist durch die unwirsche Reaktion des Berliner CDU-Landesvorsitzenden Zeller belegbar (Internet !). Der folgende Leserbrief wurde der MAZ noch am gleichen Tag zugesandt und blieb unveröffentlicht.




Klarer werdende Definition
Der Bericht über Torsten Hippe ist der vorläufig letzte der zahlreichen Berichte um den Jahreswechsel 2004/05 zum Stichwort "rechtsextremistische Positionen". Ohne Übertreibung kann die Gesamtheit dieser Medienberichte in der deutschen Presse als die bisher wichtigste publizistische Phase zu diesem Thema gelten, weil Sie gegenüber vergangenen Berichten einen wesentlichen neuen Aspekt bringt: Noch nie wurde dieser Begriff im Bezug auf gegenwärtige Themen so scharf profiliert und noch nie wurde sein weitgreifender Gebrauch so offen und nachprüfbar dem Bürger vor Augen geführt. Damit können endlich auch die Menschen kommender Generationen ihre persönliche Meinungsbildung auf unwiderrufliche Aussagen der offiziellen Organe stützen, welche Aussagen und Standpunkte um den Jahrtausendwechsel zu diesen Positionen gerechnet wurden: das alliierte Bombardement auf deutsche Städte als Terror zu bezeichnen ohne gleichzeitig an die eigene Schuld zu erinnern; die Aussage, daß das Bombardement Dresdens nicht ursächlich auf den 30.Januar 1933 zurückzuführen und mit diesem Datum auch nicht zu rechtfertigen sei; die Homosexuellen-Ehe als etwas Verwerfliches zu bezeichnen; daß man nicht verhindern könne, in Teilfragen zu gleichen Teillösungen zu kommen wie die offiziell als "falsch" bezeichnete Seite. Mit dieser wesentlich auf das freie Wort des Bürgers zurückzuführenden und unumkehrbaren Phase einer klarer werdenden Definition des genannten Begriffs wird ein gutes Fundament gelegt für einen offenen Umgang der Menschen mit den meinungspolitischen Herausforderungen der Zukunft.


Nachtrag:
Nach Absenden des Leserbriefes wurden im Internet zwei weitere Berichte am 05. und 08. März 2005 entdeckt, die der Leser dieser Website unschwer anhand der weiter unten aufgeführten Suchstichworte finden wird. In der einen Seite findet auf sehr krasse Weise eine weitere Präzisierung des genannten Begriffes durch kurze Aufeinanderfolge folgender Formulierungen statt, die sich allesamt im Dunstkreis dieses Begriffes bewegen, ohne ihn direkt zu nennen:

1. Martin Hohmann und Torsten Hippe seien Beispiele für einen "Teutonischen Furor".
2. Der mittels Stimmen der CDU und der FDP zustandegekommene Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf vom 19.Januar wird ebenfalls mit dem Begriff "Teutonischer Furor" in Verbindung gebracht aufgrund einer Passage dieses Beschlusses, in dem es heißt, am 8.Mai solle "den Verfolgten und Ermordeten des Naziregimes, der Kriegsopfer, Flüchtlinge, Vertriebenen, geschändeten Frauen und der Opfer des sinnlosen Bombenkrieges gedacht werden".
3. Der Begriff "Bomben-Holocaust" wird als "nazistische Formulierung" bezeichnet.
4. Eine Passage aus dem Spiegel, in der über den britischen Luftwaffengeneral Arthur Harris (leitete das Bombardement auf Dresden) geschrieben wurde, er habe "den ersten vornuklearen Massenmord aus der Luft organisiert", wird als "geschichtspolitische Revision und Lüge" bezeichnet.
5. Im Anschluss an diese Aussagen folgen in dem kurzen Artikel zahlreiche Blasphemien und Beleidigungen gegenüber den Deutschen und den Opfern des Krieges, sowie gegen Ende eine auf den ersten Blick unverfängliche Passage, die aber ein besonders aufschlussreiches Wort mit erkennbarer Signalwirkung enthält, welches im folgenden fettgedruckt erscheint: "Ein ... Parteiausschlussverfahren gegen Hippe wegen parteischädigendem Verhalten wurde durch den Kreisvorstand der Südwest-Union vorerst mehrheitlich verhindert".
6. Es soll nicht unerwähnt bleiben, daß auf der Website dieses Artikels der Begriff "Achse des Guten" auftaucht und in anderen Artikeln der gleichen Website unverholen (und ohne jede Selbstkritik) Frust über den eigenen Erfolg und viele Helfer abgeladen wird, die als "Heer der Trittbrettfahrer und Schaumschläger" bezeichnet werden, die "den Aufstand der Anständigen zur Spielwiese für Feierabend-Antifaschisten degradiert hätten" !

Der zweite Sachverhalt geht aus mehreren Internetseiten um den 08.März hervor. Es wird über einen weiteren CDU-Politiker aus Bitterfeld berichtet, der vom CDU-Bürgermeister der "rassistischen und antisemitischen Hetze und Provokation" bezichtigt wurde aufgrund folgender Äußerungen: "Schwule und Lesben in der Politik werden hochgejubelt, wie zum Beispiel der Berliner Bürgermeister, welcher mehr auf Partys denn an seinem Arbeitsplatz anzutreffen ist. Unsere Politik wird teilweise vom Zentralrat der Juden mitbestimmt ... Wen kann es da noch wundern, wenn die NPD stark im Kommen ist?".

Der Leser dieser Website wird auch hier zur persönlichen Meinungsbildung aufgefordert. Weiterhin wird er aufgefordert, diese sicherlich unvollständige Liste an Berichten zu vervollständigen mit dem Ziel, die gegenwärtige Verwendung des im Leserbrief angesprochenen Begriffes durch offizielle Organe und Medien weiter offenzulegen !


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"Zeit der Zeitzeugen geht zu Ende"

... mit dieser Überschrift erschien in der MAZ am 19.März 2005 ein Artikel über den Historiker Guido Knopp. Unter der Überschrift hieß es: "Der ZDF-Historiker Guido Knopp über den Wert der Erinnerung - für Filme und für das Volk". In diesem Artikel reihen sich höchst fragwürdige Aussagen aneinander und sind neben einem jetzt schon häufig verwendeten Werbelogo der Mainzer Allgemeinen Zeitung plaziert: "Liebe, Freiheit, Verantwortung, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Werte - Das Jahresthema Ihrer Zeitung". Was zur Zeit des Films "Schindlers Liste" bereits absehbar war, wird an diesem Artikel exemplarisch und ganz offen dem Leser vor Augen geführt: Die gezielte Verknüpfung von Dokumentation und Fiktion mit verschwimmender Grenze zum Zwecke der gezielten Vermittlung eines bestimmten Geschichtsbildes. Es heißt: "In diesem Jahr, 60 Jahre nach Kriegsende, zeigen wir noch Dokumentationen. Beim 70.Jahrestag wird das in Spiel- und Kinofilmen behandelt werden. Die Zeit der Zeitzeugen geht zuende. Für den ZDF-Filmemacher kein Hindernis auf dem Weg, ein Millionenpublikum zu bester Sendezeit für Geschichte zu interessieren. Schon heute ergänzt er in seinen Filmen historische Bilder und Zeitzeugen-Interviews mit Spielszenen, stellt Dokumentation neben Fiktion - und das mit Erfolg (!!) ... ".

Der unten aufgeführte und bis heute unveröffentlichte Leserbrief wurde noch am gleichen Tag (19.März 2005) der MAZ zugesandt. Der Brief reagiert auf die zu Beginn des Artikels zitierte Aussage von Guido Knopp. Statt dieses Briefes wurde in der MAZ eine andere Leserstimme am 02. April 2005 veröffentlicht, die Bezug nimmt auf die Aussage mit der Fiktion und auf einen "Zeitzeugenbericht" aus einer Dokumentation von Guido Knopp, nach dem ein russischer Offizier in jedem deutschen Haushalt ein Bild vorfand, auf dem eine gemeuchelten Russin oder eine Russe mit danebenstehendem Landser mit aufgepflanztem Seitengewehr zu sehen war. In dem Leserbrief heißt es: "Der Grundsatz - Übertreiben macht anschaulich - gehört in die Politik, nicht in die Wissenschaft. Wer aber eine solche Aussage ohne Widerspruch zuläßt, kann sich als Kolporteur vor der Verantwortung nicht drücken".

Dieser Zeitungsartikel, die durch ihn propagierte Aktivität des Historikers Guido Knopp, sowie die Einbindung derselben in einen Werbeslogan mit den genannten Begriffen kann als beispielhaft gelten für das, worauf der Europäer in Zukunft verstärkt zu reagieren hat. An dieser Stelle sei exemplarisch an die Aussage von Schindlers Witwe über den Spielfilm von Spielberg erinnert: "Der Film ist nichts wert !".




Herzensangelegenheit
Neben einem Werbelogo mit den Begriffen "Verantwortung, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit" beginnt dieser Bericht mit einer Aussage Guido Knopps, die nachprüfbar unwahr ist: "Die Geschichtserinnerungsphase … begann in den 90er Jahren. Erst da waren die Zeitzeugen bereit, sich zu erinnern". Mit dieser Aussage ist jetzt eine klare Aufforderung gegeben zur Offenlegung der Gesamtheit von Dokumenten, Darstellungen und Gegendarstellungen, welche Zeitzeugen und sich auf solche berufende Autoren bis Anfang der 90er Jahre zu allen Aspekten der Politik um den 2.Weltkrieg verfasst haben. Fakt ist doch: die große Zahl der häufig den momentanen geschichtspolitischen Kondukt durchkreuzenden Zeitzeugenaussagen vor 1990 kann nicht geleugnet werden. "Erinnerung", die bei Herrn Knopp angeblich an erster Stelle steht, kann es nicht ohne den Blick nach Vorne geben. Müssen die Menschen in Europa neben einer gezielten Heranführung ihres Kontinents an Aufrüstung und erneute Konflikte unter dem Diktat der EU-Verfassung jetzt auch auf die geplante Vermittlung eines Geschichtsbildes mittels Spiel- und Kinofilmen reagieren, in dem wesentliche Zeitzeugenaussagen früherer Jahre einfach außer Acht gelassen werden?

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Strategiepapier zum Umgang mit sogenannten Denkfabriken

Diese Schrift wurde im April 2005 aus gegebenem Anlaß publiziert (siehe auch deren PDF-Version). Im Folgenden wird diese Schrift wörtlich wiedergegeben.



Fakten, Entwicklungen und Gefahren
im zeitlichen Umfeld der Ratifizierung
der "EU-Verfassung" –


Strategiepapier zum Umgang
mit sogenannten Denkfabriken
und deren Hintermächten



herausgegeben als Reaktion auf
politisch operierende Stiftungen,
Zentren für Politikforschung,
aktuelle Weltpolitik und
Hintergründe


April 2005




Einführung

Am 29.10.2004 wurde in Rom die sogenannte "Europäische Verfassung" durch die Staats- und Regierungschefs der EU unterzeichnet. Die Verfassung soll am 01.11.2006 nach Abschluss der nationalen Ratifizierungsverfahren in Kraft treten. Diese Daten werden in den Schriften der Bertelsmann-Stiftung und des ihr angeschlossenen "Centrums für angewandte Politikforschung" (CAP) an mehreren Stellen hervorgehoben, begleitet vom Begriff der "feierlichen Unterzeichnung". Die vehemente Befürwortung dieses bekanntermaßen militaristische Ziele stützenden Vertragswerkes durch CAP/Bertelsmann als einen seiner maßgeblichen geistigen Väter ist nicht erstaunlich. Auch die Wahl der Daten und die Einbindung gegenwärtiger machtpolitischer Kräfte aus dem Umfeld von Bertelsmann in die schriftliche Fixierung des Verfassungstextes sind isoliert betrachtet keine erstaunlichen Sachverhalte mehr, wäre da nicht ein von Bertelsmann selbst initiiertes und beispielloses Ereignis, welches das ganze Ausmaß des langfristig angelegten globalisierten Machtanspruches dieser Kräfte offen gelegt hat: Die alle außenpolitischen Kompetenzen innerhalb der BRD auf den Kopf stellende Einladung Juschtschenkos zur Rede vor dem deutschen Bundestag im März 2005 als demonstrative und diktierte Verknüpfung des mittels Madelaine Albright und CIA an die Macht gekommenen Regimes mit dem Namen Deutschlands und des Deutschen Volkes. In der offiziellen Berichterstattung wird dieser Sachverhalt belegt durch die konsequente Ausklammerung der Namen "CAP" und "Bertelsmann" und der wahren Hintergründe des Umsturzes in der Ukraine, sowie durch eine anbiedernde Berichterstattung über die orangene Revolution mit dem Höhepunkt der Aussage Joschka Fischers gegenüber Juschtschenko: "Bei Ihnen bedanke ich mich stellvertretend für das gesamte Deutsche Volk". Im Gegenzug trat Juschtschenko in Berlin mit klarer Forderung nach einem baldigen EU-Beitritt auf, gepaart mit der unglaublichen und frei von Selbstkritik formulierten Aussage an die Adresse Deutschlands, daß die Visa-Affäre die bilateralen Beziehungen beider Länder belaste.

Das Auftreten Juschtschenkos und die deutschen Verlautbarungen von offizieller Seite sind durchaus plausibel angesichts der schon lange bestehenden Unterstützung Juschtschenkos: Bei Bertelsmann selbst wurde bereits im Dezember 2004 die anmaßende Aussage getätigt "… So steht schon heute praktisch fest, daß die Ukraine (der EU) beitreten wird". Die langfristige Unterstützung der orangenen Revolution wird von Bertelsmann offen zugegeben, Außenminister Tarasyuk bedankte sich hierfür beim deutsch-jüdischen Dialog im März 2005. Die anbiedernden Formulierungen der Tagespresse werden noch überboten, indem Juschtschenko als "Held der Ukraine" und die orangene Flagge als "Zeugin des Sieges der Demokratie in der Ukraine" bezeichnet werden. Ergänzt wird diese Aktivität von Bertelsmann und CAP durch eine anhaltende Nötigung Deutschlands und Europas (unter Ausklammerung von Informationen über die Aktivitäten Albrights und des CIA): Die verständlichen Widerstände gewählter Volksvertreter gegen eine Einmischung in die Kompetenzen des deutschen Bundestages werden als "politische Verwirrung im Vorfeld" bezeichnet. Dies belege, daß die Europäer kein Konzept zur politischen Einbindung der Staaten hätten, die zwischen der erweiterten EU und Russland liegen. Nur "massiver Druck aus den Hauptstädten, insbesondere aus Warschau" habe EU-Spitzenvertreter zu Solidaritätsbekundungen vor Ort bewegt. Als sei dies noch nicht genug wird zusätzlich die Brücke nach Weißrussland geschlagen, wo weite Teile der Opposition das Vertrauen in die EU verloren hätten. Es werden von Bertelsmann konkrete Ratschläge unterbreitet, wie die EU auch in Weißrussland ihr Interesse (soll heißen: das Interesse der Kräfte um Bertelsmann) durchsetzen solle, etwa durch eine sogenanntes europäisches Haus in Minsk und die Ernennung eines hochrangigen Sonderbeauftragten für das Land. Es wird bemängelt, daß sich die EU bislang nicht dazu durchringen konnte, einen externen Fond einzurichten, der auch Initiativen unterstützt, die vom Regime nicht offiziell anerkannt sind. Damit wird die EU zu Maßnahmen genötigt ähnlich denjenigen, mit denen G.W.Bush im Oktober 2004 gescheitert war, nämlich durch das von ihm unterzeichnete "US-Gesetz zur Förderung der Demokratie in Weißrussland" und durch seine Bezeichnung Lukaschenkos als "Diktator" einen Umsturz in Weißrussland erwirken zu können. Schließlich ist bei Bertelsmann die Rede von einer "Transformationskraft", derer sich die EU bewusst werden solle, was aber nur im "engen Schulterschluss mit den USA" gelingen könne. Daß dieser geballte rhetorische Impetus von Bertelsmann bereits auf der obersten Ebene der Weltpolitik begleitet wird, ist durch den Bush-Besuch in Europa belegbar: im Vorfeld enge Konsultationen zwischen Bertelsmann und der Bush-Administration, Vorbereitung des Treffens zwischen Bush und den "Young Leaders" des CAP – in der Tagespresse verkauft als der Kontakt Bushs mit der deutschen Bevölkerung, Teilnahme hoher Bertelsmannvertreter beim Essen von Schröder und Bush, unüberhörbare Seitenhiebe Bushs auf Putin und Lukaschenko, sowie eine klare Sympathiekundgebung seinerseits für die außer-parlamentarische Opposition in Weißrussland.

Diese Aktivitäten von Bertelsmann und Umfeld sprechen eine eindeutige Sprache hinsichtlich des angestrebten Selbstbildes der "unabhängigen Denkfabrik" als neue Speerspitze in der deutschen und europäischen Außenpolitik. Eine eingehende Betrachtung soll zeigen, daß die Beispiele Ukraine und Weißrussland nur einen Ausschnitt aus den langfristig angelegten globalisierten Strategien und Vernetzungen von CAP/Bertelsmann darstellen und damit die unbedingte Notwendigkeit besteht für eine ebenso globalisierte Kenntnis der dargelegten Sachverhalte zwecks Gegensteuerung. Mit welchem Ausmaß an Machtanspruch die Menschheit hier zu tun hat, zeigt eine Bertelsmann-Schrift, in der Europa mit den Begriffen "Erschöpfung" und "Untergang" in Verbindung gebracht wird – und dies in Anbetracht der Opfer und Vasallendienste, die man von diesem Kontinent von gleicher Adresse aus zunehmend erwartet. Berechnenderweise wird die Schuld für ein mögliches konsekutives Scheitern Europas im Vorhinein ihm selbst zugeschrieben, da ihm "für eine Revitalisierung die Kraft, die strategische Vision und die ordnende Idee fehle". Weiter heißt es: "Die Geschichte ist voller Szenarien des Untergangs, die aus Überforderung und Überdehnung großer politischer Räume entstanden. Nur wenn die gewaltigen Probleme Europas beim Namen genannt werden und Ordnung in die Gedanken einzieht (Frage: welche Ordnung ?!), dann hat Europa vielleicht (!!) noch eine Chance". Auch hier eine eindeutige Sprache: Aktive Einbindung eines ganzen Kontinents in eine höchst fragwürdige globalisierte Politik durch die Weltmächtigen mit bereits einkalkulierter, also kaum ungewollter Überforderung und Schadensnahme dieses Kontinents.

Die Probleme des europäischen Bürgers haben sich in den letzten 2-3 Jahren potenziert. Waren die Geschehnisse damals stark zentriert auf das Thema USA/Israel und auf die Abwendung des Irak-Krieges bzw. einer Beteiligung an demselben, so hat es der Bürger heute mit einer multilateralen und nahezu alle Lebensbereiche tangierenden Bedrohung durch eine Weltführung zu tun, die weniger lärmend, aber umso effektiver ihren Zielen nachgeht, vorbei an den scheinbar mit Exekutivfunktionen ausgestatteten Regierungen und Parlamenten, begleitet von einer Medienlandschaft, die hinsichtlich der Ausklammerung treffender Hintergrundberichte weitgehend gleichgeschaltet ist, wie das Beispiel Ukraine gezeigt hat. Doch gerade hierin liegt die Chance Europas und seiner Bürger: obwohl noch im Gange ist diese Politik bereits Historie und in ihrer langfristig angelegten Intention nur noch – und dies sicher nicht mehr lange – durch eine konsequente Ausklammerung von Hintergrundberichten in den offiziellen Medien zu stützen. Statt von "Transformationskraft Europas" sollte von "Intuitionskraft" des einzelnen Europäers und der Menschen aller Kontinente die Rede sein, die mehr als je zuvor der Möglichkeit entgegensehen, kommenden Generationen die wahren Hintergründe und Hintermächte der Politik unserer Zeit belegen zu können mit allen Konsequenzen, die sich für den Blick nach Vorne und für eine revidierte Bewertung der Vergangenheit ergeben. Eine eingehende Betrachtung der folgenden Sachverhalte ist somit lohnenswert. Alle Themen, Zitate und Fakten wird der Leser durch eine entsprechende Stichwortrecherche im Internet selbst finden können, so daß in dieser Schrift die Nötigung des Gesetzgebers zur unglaubwürdigen Distanzierung von entsprechenden Internetzitaten umgangen wird.



Profil und Vernetzung

Der Bertelsmann-Verlag wurde 1835 von Carl Bertelsmann gegründet und stand ursprünglich der evangelischen Minden-Ravensberger Erweckungsbewegung nahe. Das Signet des Verlages nahm noch bis in das 20. Jahrhundert hinein Bezug auf die Verse 7 und 8 des 24. Psalms. In der jüngeren Geschichte sind unterschiedliche Ansichten über die Rolle des Verlages während der NS-Zeit und über die Hintergründe der behördlichen Verlagsschließung im Jahre 1944 bemerkenswert. Die Bertelsmann-Stiftung wurde 1977 von Reinhard Mohn gegründet, einem der reichsten Männer Deutschlands und Sohn von Heinrich Mohn, der die Geschäfte des C.Bertelsmann-Verlages bis 1949 leitete. Sitz der Stiftung und des Konzerns ist Gütersloh, der Geburtsort von Carl Bertelsmann. In einem aktuellen Selbstporträt sieht sich die Stiftung als "Reformmotor, der den gesellschaftlichen Wandel fördert und das Ziel einer zukunftsfähigen Gesellschaft unterstützt". Ebenso findet sich der Hinweis, daß die Stiftung das traditionelle kulturelle und soziale Engagement der Inhaberfamilien Bertelsmann und Mohn fortsetze und die Unternehmenskontinuität der Bertelsmann AG sichern wolle, an deren Anteilen sie eine Mehrheit von 57,6 Prozent besitzt. Der Konzern Bertelsmann ist heute das größte Medienunternehmen Europas. Die wichtigsten Umsatzträger sind die Fernsehgruppe RTL und ein bedeutender Medien-Dienstleister. Zusammen erwirtschaften diese beiden Umsatzträger mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes. Ein großer Teil des weltweiten Geschäfts wird von der US-amerikanischen Zentrale des Konzerns gesteuert, dem Bertelsmann-Tower im New York, dem weltweit größten Verlagshaus. Spätestens seit der Übernahme von Random House im Jahre 1998, dem damals weltgrößten englischsprachigen Buchverlag, ist Bertelsmann auch in den USA zum Medienriesen emporgestiegen.

Das 1995 an der Ludwig-Maximilian-Universität in München gegründete "Centrum für angewandte Politikwissenschaft" (CAP) bezeichnet sich selbst als "unabhängige Denkfabrik", betont aber seine enge Verknüpfung mit der Bertelsmann-Stiftung, die als "einer der wichtigsten gesellschaftlichen Innovatoren in der politischen Landschaft Deutschlands" bezeichnet wird. Als weitere Partnerschaften und Kooperatoren werden unter anderem genannt: Auswärtiges Amt, Europäische Kommission, Deutschland-Radio, Bundesministerium für Familie und Jugend, Bundespresseamt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Institut für Europäische Politik, German Marshall Fund, Hebräische Universität Jerusalem und die Weltbank. Das CAP beansprucht in seinem Selbstporträt die "Organisation von wissenschaftlichem Sachverstand" um Politiker bei Entscheidungen zu unterschiedlichen Themen zu beraten. Hierbei spreche das CAP mit einem "differenzierten Instrumentarium und einer Vielzahl von Multiplikatoren politische Entscheidungsträger, Experten und die Öffentlichkeit an". Ein wichtiger Aspekt ist, daß sogenannte "Gesprächsforen" eine zentrale Rolle bei der Vermittlung von Arbeitsergebnissen spielen, zu denen regelmäßig neben Experten (also Politikern und Entscheidungsträgern) auch Journalisten eingeladen werden. Damit werden die Absichten und "Ratschläge" des CAP unabhängig von deren Berücksichtigung durch Entscheidungsträger unmittelbar medial multipliziert. Ebenfalls mit Bertelsmann verknüpft weil vollständig von diesem finanziert ist das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), das wiederum eng mit der Hochschulrektorenkonferenz, den Karlsruher Richtern, sowie Spitzenvertretern aus Politik und Industrie verbunden ist. Dieses Centrum wurde spätestens bekannt durch die aktive Durchsetzung der Einführung von Studiengebühren und der damit verbundenen Übernahme des US-amerikanischen Phänomens der "Young Leaders". Im Klartext: durch gezielt aufgebaute finanzielle Hürden wird eine Reduktion der Studentenzahlen und damit eine Schwächung der bisher breiten und politisch unabhängigen Akademikerschicht angestrebt. Damit wird in Deutschland eine dem bisher geltenden Humboldtschen Bildungsprinzip diametral entgegenwirkende Ausbildungs- und Managementsituation geschaffen mit Hauptaugenmerk auf die einseitige Förderung einer durch linientreue Geldgeber gestützten geistigen Elite.

Die Young Leaders sind bisher vor allem durch israelisch-deutsche Austausch-Programme in Erscheinung getreten, dies wiederum in enger Abstimmung mit israelisch-deutschen Projekten "für Toleranz und gegen Anderes" wie "Betzavta" und "Entimon", sowie dem sogenannten "Deutsch-jüdischen Dialog" unter Lord George Weidenfeld, der bereits in seiner Jugend Mitglied einer schlagenden zionistischen Studentenverbindung war. Wie auch Lord Victor Rothschild ist der gebürtige Österreicher Lord Weidenfeld of Chelsea eines der zionistischen Mitglieder des britischen Oberhauses. Weiterhin ist er Vorstandsmitglied der Diplomatischen Akademie Wien und ehemaliger politischer Berater und Kabinettchef des israelischen Präsidenten Weizmann. Die "Welt am Sonntag" nennt Lord Weidenfeld den "Profi der Profis der Netzwerkspinner". Im hier dargelegten Netzwerk ist er eine zentrale Persönlichkeit, deren Aktivitäten und Stellungnahmen wesentlichen Aufschluss über die globalisierten Absichten dieses Netzwerkes geben. Gemäß der Website des "Jewishtribalreview" bezeichnet der Verleger (der auch Kolumnist mehrerer deutscher Tageszeitungen ist und eine Papst-Biographie schreiben wird) den Zionismus als den wesentlichen Steg und Jerusalem als den archimedischen Referenzpunkt in seinem Leben. An dieser Stelle sei eingeflochten, daß gemäß der bis heute gültigen UN-Resolution 3379 vom 10.November 1975 der Zionismus als eine Form des Rassismus und der rassistischen Diskriminierung angesehen wird. Lord Weidenfelds Ansichten über Israel gehen aus seinen Redebeiträgen im House of Lords hervor. So behauptet er am 13.Juli 2001, also kurz vor 9/11, daß Syrien ein Bildungssystem besitze, welches den Genozid an den Juden befürworte. Mit einer bemerkenswerten Wortwahl gibt er zu, daß die israelische "Transgression" gegenüber den Arabern ein Grund für die Bitterkeit vieler Araber sei, daß aber die israelischen Medien die beste Quelle für die diesbezügliche Kritik seien, denn Israel sei "eine Demokratie, pulsierend, laut, Seelen-suchend (was wohl im Deutschen "wahrheitsliebend" heißen soll) und rücksichtslos selbstkritisch". Diese Adjektive könnten für den Freund Abba Ebans Anlaß sein, als Mitglied des britischen Oberhauses im Deutsch-jüdischen Dialog über den Begriff "British-Israel" zu referieren und die Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit in Europa kund zu tun. Das Argument des Hirngespinstes scheidet hier aus, da viele Bürger Israels und der britischen Inseln, insbesondere unter den Ulster-Unionisten, an den jüdischen Ursprung Großbritanniens glauben. Die Begriffe "British" und "B’rith" identisch? - die Briten: Gentiles oder Israelites? Liegt hier der Schlüssel für die seit Generationen auffallende und zunehmende Verknüpfung Großbritanniens mit jüdischen, insbesondere zionistischen Interessen? Für die vielleicht weniger informierten Bürger auf dem europäischen Festlande sei die Frage anders formuliert: was hat die Rote Hand (ein Thora-Symbol) und der Davidsstern in der bis 1972 gültigen Flagge Nordirlands zu bedeuten? Sind die drei Leoparden, der Löwe und die irische Harfe im britischen Wappen nicht letztlich jüdische Symbole? Was sagen die britischen Teilnehmer des Deutsch-jüdischen Dialogs? Die Beschäftigung mit diesen Fragen wird zunehmend öffentlich verlaufen und keinesfalls auf die nicht-öffentlichen Zirkel der Denkfabriken beschränkt bleiben. Die Dominanz der Öffentlichkeit in einer derartigen Beschäftigung ist wichtig, da man sich das Ausmaß an Wahrheitsbezug bewusst machen muß, den Lord Weidenfeld seinen eigenen Lords im Oberhaus noch im März 2004 zumutet: "Die Geschichte von der allmächtigen jüdischen Lobby in den Vereinigten Staaten ist ein populärer Mythos …". Hier sei daran erinnert, wie vehement die berühmt gewordene Aussage Ariel Scharons vom 3. Oktober 2001 ("wir, die Juden, kontrollieren Amerika und Amerika weiß das") in der öffentlichen Presse teils ausgeklammert und teils als frei erfunden hingestellt wurde. Auch ist der Verlag Weidenfeld & Nicholson zu nennen, der bereits in den 50er Jahren Publikationen herausgab, welche das offizielle Holocaust-Bild bis heute prägen und stützend gegen viele revisionistische Schriften verwendet wurden. In internationalen Publikationen ist der Publizist selbst eine häufig zitierte Persönlichkeit, insbesondere im Hinblick auf Interventionen bei Israel-kritischen Äußerungen innerhalb Großbritanniens und der USA. Auch sei eine Publikation über die ehemals den Vietnam-Krieg ablehnend gegenüberstehende und anschließend vom CIA infiltrierte und sabotierte Grove Press genannt: nach erscheinen einer Biographie über den CIA-Spion wurde Grove-Chef Barney Barnes von den neuen Eigentümern der Grove-Press hinausgeworfen: Ann Getty und Lord Weidenfeld, die Grove im Jahre 1985 gekauft hatten. Neben der weit verzweigten politischen und verlegerischen Aktivität ist Lord Weidenfeld ein Mitglied der "New Atlantic Initiative" (NAI) mit Sitz im American Enterprise Institute in Washington D.C., deren erklärtes Ziel die Einbindung der "jungen" europäischen Demokratien in das atlantische Verteidigungsbündnis ist. Eine aktuelle Liste der Namen leitender Mitglieder spricht für sich: Aznar, Havel, Murdoch, Rumsfeld, Margaret Thatcher, Helmut Schmidt, Lord Weidenfeld und Henry Kissinger, womit sich der Kreis zu den Bilderbergern, dem Council of Foreign Relations und den Trilateralen schließt - Organisationen, zu denen entsprechende Hintergrundinformation an dieser Stelle vorausgesetzt werden. So bekommt der sich dem völkerrechtswidrigen Irak-Krieg anschließende Aznar auch einen zentralen Platz in der Fotogalerie auf der Titelseite des Selbstporträts des Münchner CAP, neben Rau und Süssmuth.

Bleibt noch eine andere bekannte Weltmacht, über die ebenfalls Hintergrund-Information vorausgesetzt wird: die B’nai B’rith (UOBB, Unabhängiger Orden B'nai B'rith) besitzt in Brüssel eine Außenstelle unter dem Namen "European Center for Public Affairs", deren selbst gewählte Abkürzung (CAP) mit der des Münchner Centrums für angewandte Politikforschung identisch ist. Es existieren drei weitere Organisationen mit gleichem Namen (einziger Unterschied ist die Buchstabierung "Center" bzw. "Centre"): das von einem ehemaligen UN-Botschafter und engem Vertrauten Ariel Scharons geleitete "Jerusalem Center for Public Affairs", das in seinen Schriften u.a. Saudi-Arabien als "Königreich des Hasses" bezeichnet und den Deutschen vorwirft, sie hätten gemeinsam mit Frankreich Saddam Hussein mehr als jede andere Nation durch Massenvernichtungs- und Nuklearwaffen geholfen; der "European Center for Public Affairs", der sich selbst unter den Namen "European Policy Centre" (EPC) und "European Training Institute" (ETI) führt und europaweit als die größte "Denkfabrik" gilt - mit bemerkenswerter Übereinstimmung des Eigenprofils mit demjenigen des Münchener CAP; dies gilt ebenso für das gleichnamige "European Centre for Public Affairs" (ECPA) mit Sitz in Oxford, das seine Aktivitäten ebenfalls auf die EU bezieht. Alle 5 Institute sind im Rahmen der Europäischen Union und bei Betrachtung offiziell genannter Mitarbeiternamen scheinbar unabhängig voneinander aktiv. Die übereinstimmende Bewertung der EU und ihrer Politik muß hervorgehoben werden, ebenso die offen zugegebene Zusammenarbeit: Shlomo Avineri ist mit dem Münchner CAP durch gemeinsame Projekte, Fachkonferenzen, Publikationen und eine Gastprofessur verbunden. Eine der wichtigsten gemeinsamen Publikationen stammt aus dem Jahre 1999: "Integration und Identität – eine Herausforderung für Europa und Israel". Er ist Direktor des Instituts für Europäische Studien an der hebräischen Universität Jerusalem und wird von der "B’nai B’rith International" als einer ihrer Sprecher genannt. Der Grad der Wahrheitsliebe der BB tritt zutage in der Ehrung und offen zugegebenen Zusammenarbeit mit den Grünen, mit H.Kohl, F.v.Weizsäcker und Günther Beckstein, der als mehrfacher Gast der BB-Loge zusammen mit den Grünen einen kürzlich gescheiterten Versuch der Brückenbildung zwischen türkischer DITIP und der deutschen Öffentlichkeit hinter sich hat, sowie durch die Behauptung der BB international, Martin Hohmann habe eine "bestürzende antisemitische Hetzrede (englisch: ‚rant’)" gehalten, in der er die Juden als "Rasse (englisch: ‚race’) von Tätern" bezeichnet habe. Auch an die Verleihung der B’nai B’rith-Medaille in München 1997 an eine leitende Persönlichkeit der Bertelsmann-Buch AG ist zu erinnern, nachdem der zur Bertelsmann-Gruppe gehörende Siedler-Verlag zuvor "Goldhagens antideutsche Kollektivschuldtirade" veröffentlicht hat – ein Begriff, der von einem jüdischen Autor stammt. Außer in Form ihres exekutiven Armes, der "Anti-Defamation League" und in Form von Preisverleihungen tritt die BB, zumal in Europa, selten öffentlich in Erscheinung. Dies hebt die Bedeutung dieser wenigen Ereignisse, insbesondere dann, wenn der Name der Loge öffentlich nicht in Erscheinung tritt: Die sogenannte "Antisemitismus-Konferenz" in Berlin vor 11/2 Jahren war keine allgemeinjüdische Konferenz, sondern eine als solche nicht öffentlich bezeichnete Konferenz der "B’nai B’rith international", ein Sachverhalt, der offenbar auch gegenüber den nicht-zionistisch orientierten jüdischen Teilnehmern verschleiert wurde. Innerhalb der Illuminaten-Struktur nimmt die BB bekanntermaßen eine hohe und mit ausführender Gewalt versehene Stellung ein, wobei die seit dem 19. Jahrhundert außerhalb jeder Spekulation stehende Existenz der Illuminati auch noch aktuell von jüdischen Stimmen bestätigt wird, etwa im Zusammenhang mit der französischen Fremdenlegion. Der aktuelle Bezug zum Jahrtausendwechsel ist die Statue des Freimaurers des schottischen Rituals, Ku-Klux-Klan-Gründers und Konföderierten Albert Pike in Washington D.C. Zusammen mit Giuseppe Mazzini, dem Gründer der italienischen Mafia und der Loge P1, der Vorläuferloge der heutigen P2-Loge, führte Pike die von Adam Weishaupt gegründete Organisation der Illuminati weiter. Nach Pikes eigenen Aussagen war er zudem Satanist und ein Agent der britischen Krone. Seine Äußerungen über Adonai (Christus), Gott, Luzifer und den Plan für die kommende Weltherrschaft sind aus seinen Schriften zitiert worden, die wiederum in der britische Nationalbibliothek London und der Bibliothek des schottischen Ritus in Washington D.C. einsehbar waren. Das genannte Denkmal war in der letzten Dekade des 2.Jahrtausends n.Chr. Gegenstand einer heftigen Diskussion und der Bemühung zahlreicher Organisationen und Staaten der USA, das Denkmal entfernen zu lassen. Das Anliegen scheiterte maßgeblich am Widerstand der B’nai B’rith, die heute in Erscheinung tretende und durch Aufstachelung initiierte rassistische Aktivitäten des Ku-Klux-Klans nach offiziellen Angaben bekämpft, aber sehr wohl weiß, daß KKK-Mitglieder mehrheitlich auf den Mitarbeiter- und Informationslisten von FBI und CIA geführt werden, KKK-Ritter um 1991 maßgeblich an der Aufstachelung deutscher Jugendlicher zu Brandanschlägen beteiligt waren, und die BB selbst während des amerikanischen Bürgerkrieges auf der Seite der Konföderierten für die Beibehaltung der Sklaverei agierte. Immerhin ist der Wirbel um das Pike-Denkmal in Washington so maßgeblich, daß sich die Grand Lodge of British Columbia and Yukon zum frustranen Versuch einer öffentlichen Stellungnahme gezwungen sah: Es sei unbewiesen, daß Albert Pike den KKK gegründet habe, gestützt durch die plakative Überschrift "Albert Pike hat nicht den Ku-Klux-Klan gegründet" es sei unbewiesen, daß Albert Pike mit der B’nai B’rith ein Abkommen unterzeichnet habe; die "Ritter des Goldenen Kreises" und die B’nai B’rith hätten nichts mit der Freimaurerei zu tun (was sogar stimmt, wenn man bedenkt, daß die BB über der Freimaurerei steht und zu allen deren eingeweihten Zirkeln zutritt hat, was umgekehrt nicht der Fall ist). Die Kenntnis dieses in seinem Umfang kaum erstaunliche Vernetzungswerk ist ein gutes Fundament um seine Aktivitäten hinsichtlich der angestrebten Bildungspolitik zu verstehen und zu hinterfragen.



Angestrebte "Bildungspolitik"

Wesentliche Grundlage auf nationaler Ebene ist die bereits erwähnte antihumboldtsche Studienreform mit dem zentralen Aspekt der Studiengebühren und der damit verbundenen gezielten Verschmälerung des allgemein und akademisch gebildeten Bevölkerungsspektrums. Dies ist der Versuch, David Rockefellers Aussage von 1991 im Zuge der derzeit als alternativlos propagierten Globalisierung durchzusetzen: "Die supranationale Souveränität einer intellektuellen Elite und der Weltbanker ist mit Sicherheit der nationalen Selbstbestimmung vorzuziehen". Auch hier schließt sich der Kreis zu den Bilderbergern: Wolfowitz, der Kriegstreiber und Hauptwortführer der Diffamierung Deutschlands und Europas vor Begin des Irak-Krieges kam vor wenigen Wochen an die Spitze der Weltbank. Weltweite Proteste wurden schnell im Keim erstickt, eine offene Nennung der Namen der Bilderberger in den offiziellen Medien wird weiterhin gemäß dem entsprechenden Diktat, wenn auch nur noch krampfhaft, vermieden. Diese unzulässige Manipulation der öffentlichen Bildung wird begleitet von der (für die Nachwelt zum Glück als lachhaft erkennbaren) Schöpfung des Begriffes "Denkfabrik" bzw. "Think-Tank". Die unverrückbare Anerkennung der Rockefeller-Prämisse hat das Netzwerk um das CAP im Deutsch-Jüdischen Dialog selbst formuliert: Man lasse sich in der Beziehung zum Nahen Osten nicht durch die aktuelle Tagespolitik von den langfristigen und strategischen (!!) Fragen ablenken, die für Israel und den nahen Osten, aber auch Europa insgesamt wesentlich sind. So haben die in Israel initiiert Projekte alle mit den Begriffen ‚Bildung’ und ‚intellektuelle Elite’ im Rockefellerschen Sinne zu tun: Aufbau der ersten Journalistenschule, Institut zur Demokratie- und Toleranzerziehung, Austausch und Ausbildung der vom CAP als solche bezeichneten "Young Leaders". Eine sinngemäße und auf Deutschland bezogene Kopie der Rockefeller-Aussage fiel ebenfalls im Rahmen des Deutsch-jüdischen Dialogs durch Salomon Korn, ebenso wie eine stützende Aussage von Joschka Fischer: "Es bleibt nur die Hoffnung, daß die nachwachsende Generation in einem Deutschland leben wird, das künftig stärker an seine föderalistischen als an seine zentralistisch-nationalstaatlichen Traditionen anknüpft …". Fischer stützt diese Entwicklung, indem er die Notwendigkeit einer Abkehr vom Staatsangehörigkeitsrecht von 1913 und seiner ideologischen Grundlage fordert, eine Forderung, die mit derjenigen des "Jerusalem Center for Public Affairs" (s.o.) übereinstimmt. Grundlage für das vom Netzwerk angestrebte und kaum erstaunliche Bildungsniveau bildet dessen finanzielle Haupteinnahmequelle: zwar haben die RTL-Sender mittlerweile verstanden, daß Gewalt- und Horrorfilme an Feiertagen für die eigenen Intentionen kontraproduktiv sind, dafür bewegt sich aber das durch vermittelte Sprache und Sozialverhalten getragene Bildungsniveau nach wie vor weit unter dem der anderen Kabelsender. Medienhistorisch könnte Bertelsmann mit einer maximalen Spannweite des von ihm gezielt verfolgten Niveaus Geschichte geschrieben haben: ‚Big Brother’ und allerlei Geiles für das Volk, für eigene Bedürfnisse und nach eigener Wortwahl jedoch "psychoanalytisch-tiefenheremeneutische Rekonstruktionen von Medienbeiträgen" deren Ergebnisse anschließend mit roten und grünen Sonnenschirmen illustriert werden. Damit sollte ab jetzt das Profil des vom Netzwerk um Bertelsmann angestrebten Bildungsprogramms außerhalb jeder Spekulation stehen: Generierung einer nach unten nivellierten multiethnischen und scheinpluralistischen Gesellschaft zwecks Versuchs der intellektuell ungefährdeten Durchsetzung einer diktierten Weltordnung mit dem momentanen Zwischenstadium der sogenannten ‚EU-Verfassung’. Um diesen Sachverhalt zu unterstreichen wird gemäß der Ankündigung von Verheugen ein Exemplar der EU-Verfassung am 22. April 2005 ins All geschossen werden. Damit ist die Richtigkeit der Standpunkte von Plato, HS Chamberlain und GB Shaw zum Thema "Demokratie" am Beispiel der "westlichen Demokratien" und ihrer stützenden Mächte überprüfbar geworden! Belegend ließe sich dem noch das Demokratieverständnis manches heutigen Parteienforschers hinzufügen, der über den stimmabweichenden SPD-Abgeordneten im aktuellen Wahlkampf in Schleswig-Holstein berichtete: der mit seinem Stimmverhalten das Recht auf seine persönliche Überzeugung wahrnehmende Abgeordnete habe "das Schutzrecht der geheimen Abstimmung mißbraucht. Solche Leute darf man keiner Partei wünschen. Das wäre das Ende der Demokratie". Auch diese Äußerung wirft ein eindeutiges Bild auf das hierzulande offizielle Demokratieverständnis – sicher ein stichhaltiger Anlaß, die bildungspolitischen Exportambitionen von ‚Denkfabriken’ in Sachen Demokratie zu hinterfragen.

Insbesondere das deutsch-jüdische Verhältnis betreffend ist in Deutschland eine verstärkte Berücksichtigung des Alters bei der "Wissensvermittlung" zu verzeichnen, was sich in dreifacher Hinsicht äußert: 1. Die Berücksichtigung verschiedener Altersgruppen bei der historische Aufarbeitung an Gedenkstätten, wie etwa das Beispiel des KZs Osthofen zeigt; 2. die Erkenntnis des Schwindens der Zeitzeugen des zweiten Weltkrieges, was Guido Knopp zur Ankündigung einer geänderten Vermittlung der Historie mittels Spiel- und Kinofilmen und zu unwahren Aussagen ermutigt: "Die Geschichtserinnerungsphase … begann in den 90er Jahren. Erst da waren die Zeitzeugen bereit, sich zu erinnern" 3. der im deutsch-jüdischen Dialog geäußerte Wunsch, die Altersgrenze für die Vermittlung der Themenkreise ‚Ausländer’ und ‚Juden’ weiter nach unten bis in das Kindergartenalter (!) auszudehnen. Letzterer Vorschlag mag manchen jungen Führer zum Begriff "Land der Täter" hingerissen haben, so wie auch im Internet vielfach noch die volle Wortkombination "Die Deutschen sind ein Tätervolk" zu finden ist. Dadurch ist belegt, daß mit der bildungspolitischen Deklaration des Wortes "Tätervolk" zum Unwort des Jahres nicht der Begriff selbst, sondern dessen nicht-linientreue Verwendung gemeint war. Auf diese stark alters- und empfindlichkeitsbezogene Problematik ging Martin Hohmann kürzlich in einer Presseerklärung ein: "Es wäre für junge Menschen eine verhängnisvolle Lektion, wenn sie den Eindruck gewinnen müssten, Meinungsfreiheit gelte nur für konforme Äußerungen und nur für ‚von oben approbierte’ Redner. … Mein Rat: Tiefer hängen, erstmal zuhören". Demgegenüber steht der von Bertelsmann in der Übersicht zum Deutsch-jüdischen Dialog publizierte und unkritisch übernommene Standpunkt der B’nai B’rith: "Was macht jedoch eine Wertegemeinschaft (gemeint ist die EU) … wenn in einzelnen Regionen … sich ein Echo der 30er Jahre wieder findet. Mit Blick auf diesen Diskurs sollte die Empfindlichkeit so ausgeprägt wie nur möglich sein. Diese Mechanismen mögen rechtlich fehlerhaft (!!) und problematisch sein und könnten in einzelnen Fällen sogar negative Rückwirkungen haben. Jedoch haben sich Haiders Chancen, der nächste Kanzler zu werden, gerade wegen dieser Sanktionen verringert". Doch es finden sich auch seriöse jüdische Stimmen, etwa in Form kritischer Äußerungen zur Israel-Politik, zum Zionismus und zur sogenannten ‚Israel-Lobby’ in Deutschland. Aber diese Kritik wird oft fälschlicherweise mit Äußerungen verknüpft, die für sich genommen nicht von der Hand zu weisen sind, die aber mit dem Faktum der geäußerten Kritik in keinem kausalen Zusammenhang stehen bzw. stehen können. Ein Beispiel ist die Schlussfolgerung, daß die Kritik vieler Juden an den genannten Phänomenen den "bösartigen Unfug von einer antideutschen Verschwörung des Judentums" widerlege.

Zentrales Element der offiziellen politischen Bildungsoffensive in den sog. westlichen Demokratien ist die Methode der Ausklammerung zwecks Vermittlung einseitiger Informationen, die für sich genommen durchaus zutreffend sein können. Grundlage bildet dabei die heute für alle offiziellen Medien gültige Aussage des Bilderbergers David Rockefeller von 1991 über die Washington Post, die dem bereits genannten Zitat über die ‚intellektuelle Elite’ vorausgeht: "Wir sind der Washington Post, der New York Times, dem Time Magazine und anderen großen Publikationen dankbar, deren Direktoren seit fast vierzig Jahren unseren Treffen beigewohnt und ihr Versprechen der Verschwiegenheit gehalten haben. Es wäre für uns unmöglich gewesen, unseren Plan für die Welt zu entwickeln, wenn wir während dieser Jahre dem Licht der Öffentlichkeit ausgesetzt worden wären. Inzwischen ist aber die Welt höher entwickelt und darauf vorbereitet, einer Weltregierung entgegenzugehen. Die supranationale Souveränität einer intellektuellen Elite und der Weltbanker ist mit Sicherheit der nationalen Selbstbestimmung vorzuziehen". Es müssen zahlreiche Beispiele für ‚dem Licht der Öffentlichkeit’ im Sinne Rockefellers entzogene Fakten und einseitig vermittelte Informationen durch die offiziellen Medien ins Bewusstsein gerufen werden, deren Liste umfangreich sein muß aber nicht vollständig sein kann: Ausklammerung von vollständigen und in allen darin genannten Einzelfakten belegbaren Originaltexten und Reden von Persönlichkeiten, über die feindselig berichtet wird (Schill, Möllemann, Hohmann, Ganzel); Etablierung einer einseitigen und instrumentalisierten Gedenkkultur mit Anfeindung von Gedenkveranstaltungen für andere historisch belegte Tatsachen (Streit um das Mahnmal für die Vertriebenen; das Mahnmal für die Opfer der Berliner Mauer muß entfernt werden und wurde als "historisch unwahres Disneyland" bezeichnet); Ausklammerung von Argumenten und freier Meinungsäußerung durch die Straßen besetzenden Klamauk (Berlin – bevorstehender Jahrestag des Kriegsendes); Ausklammerung von Argumenten durch Ausweisung kritisch argumentierender Ausländer unter Verwendung der Vokabeln "Hass" und "Unwahrheit" Bildungspolitische Ausklammerung wesentlicher Fakten aus der Frühgeschichte der Europäischen Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg (Joseph Retinger, Bilderberger, Economic League for European Cooperation, Finanzierung des Löwenanteils dieser Bewegung seit 1949 durch die CIA, Amerikanisches Komitee für ein Vereinigtes Europa mit seinem stellvertretenden Vorsitzenden und CIA-Direktor Allen Dulles); Ausklammerung von Berichten über Proteste und Argumente der Bürger gegen die EU-Verfassung, wobei sich die Ausklammerung auf eine offen zugegebene Bertelsmann-Prämisse stützt (Berichte über die diesjährigen Ostermärsche, Aussage der Bertelsmann-Stiftung in den ‚Venusberg-Reporten’: "Die Distanzierung des einfachen Bürgers von den Zielen der European Security and Defense Policy -ESDP, in der EU-Verfassung verankert- ist eine sehr große Gefahr"); Methode der portionierten, zeitlich gestaffelten und unmerklichen Zugabe von streng limitierten Wahrheitseinheiten mit dem Ziel der Beibehaltung des bildungspolitischen Status Quo vor Beginn dieser Wahrheitszugabe (Gedenkfeiern zwischen dem 27. Januar 2005 und heute mit nahezu vollständiger Zugabe der Erkenntnisse von Fritjof Meyer bei weiterhin bestehender Ausklammerung aus der öffentlichen Diskussion, Häufigkeitszunahme wichtiger Begriff wie "Krankheit" und "Unterernährung", kumulierend um das Ende von entsprechenden Medienberichten mit anschließend schnell folgendem Schnitt); Designtechnisch anspruchsvolle Erregung von Aufmerksamkeit über menschheitsgeschichtlich bedeutende Sachverhalte, deren vollständige Offenlegung erst für spätere Jahre angekündigt werden (Berichte über das angeblich gefundene ‚Judas-Evangelium’); Ausklammerung von Berichten über das Ausmaß der diesbezüglichen Bedeutung (gezielte Zerstörung und Plünderung großer Teile des Nationalmuseums in Bagdad mit allen Konsequenzen für eine künftige Offenlegung der babylonischen, arischen und gegen Jahwe gewandten Geschichte und damit der Wiege unserer heutigen Kultur); Ausklammerung von Informationen über die Ziele wahrer Bildungspolitik sabotierende und explizit geduldete Wirtschaftsspionage durch sog. ‚befreundete Nationen’ im Bundesland von bildungs- und regionalpolitisch ambitionierten Mitläufern und Mahnern um den Untergang und die gewaltigen Probleme Europas; fortgesetzte Anmahnung von ‚Pressefreiheit’ gegenüber Ländern außerhalb der westlichen Demokratien, etwa Russland und China, bei eigener fortgesetzter und nicht mehr zu kaschierender realpolitisch instrumentalisierter Pressezensur (z.B. Skull & Bones in Amerika, Bilderberger-Konferenzen; Originalpublikationen der Reden von angefeindeten Persönlichkeiten); Versuche der Aufwertung der sogenannten privaten, also durch Stiftungen und deren Netzwerke finanzierten Sender mittels Ausschaltung der nicht vom Markt finanzierten öffentlich-rechtlichen Sender (jüngste Behauptung der EU-Wettbewerbskommissarin, der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland verzerre den Wettbewerb und stehe daher nicht im Einklang mit dem Deutschen Grundgesetz).

Vor dem Hintergrund einer mangelhaften internationalen Bewusstwerdung der Methoden und Kernziele dieser Art von "Bildungsoffensive" besteht die ernste Gefahr, daß vom Netzwerk um CAP-Bertelsmann Aussagen verbreitet werden, die bei isolierter und geschönter Präsentation durchaus Überzeugungscharakter bei wenig informierten Person entfalten könnten. Beispiel: "Eine neue Generation und neue Stimmen wollen gehört werden. Ihnen muß eine Plattform für eine freimütige und informierte (!!) Diskussion geboten werden, die zu gewissenhafter (!!!) Reflexion und - wie zu hoffen ist - positivem Handeln führt", dies eine Aussage von Lord Weidenfeld zum Deutsch-jüdischen Dialog, welche vor dem Hintergrund der zuvor genannten Beispiele für den Fortbestand der Rockefeller-Prämisse von 1991 als Groteske zu werten ist. Gleiches gilt für die bildungspolitischen Vorgaben des Netzwerkes für den Nahen Osten, wie sie von Bertelsmann in der Schrift "Europa und der Nahe Osten" publiziert wurden. Diese Vorgaben gehen von der bewusst simplifizierenden Aussage aus, die Glaubwürdigkeit des Westens im Allgemeinen und der USA im Besonderen sei in den Ländern des nahen Ostens nicht besonders hoch". Damit wird versucht, die zugunsten Deutschlands ausfallende differenzierte Betrachtung der westlichen Länder durch die muslimischen Nationen gezielt zu nivellieren. Stattdessen wird unverholen die Notwendigkeit betont, das Image der USA und Europas durch eine "Ausgeklügelte Werbestrategie" (!) zu verbessern. Auf diesem Fundament baut sich eine "Bildungs"-Strategie für den nahen Osten auf, deren anmaßender Charakter aus dem folgenden längeren Zitat hervorgeht: "Eines der Kerngebiete für Demokratisierung und Reformen, das noch auf lange Sicht kritisch bleiben wird, ist der Aufbau von Wissenskapazität, wie sie im Arab Human Development Report hervorgehoben wird. Dieses Thema in seinen Dimensionen von Verbreitung des Wissens (Schule, Medien) und der Produktion (!!) von Wissen (Forschung und Entwicklung) wird zur politischen und ökonomischen Entwicklung und damit zur Stabilität in der Region beitragen. In diesem Kontext ist die Zusammenarbeit im Bereich Schulbildung und Human Ressources von grundlegender Bedeutung. Die Notwendigkeit zur Reform von Bildungseinrichtungen ist in den Ländern des Nahen Ostens in den Fokus der öffentlichen Debatte gerückt. In vielen Ländern zielen die Lehrpläne vor allem auf Auswendiglernen ab, und die Abschlussprüfungen dienen als wichtigster Bewertungsfaktor für die Leistung eines Schülers. Das lässt wenig Raum für Kreativität und Beteiligung, die für die Entdeckung talentierte Schüler und ihre optimale Förderung unerlässlich sind. Daher sollten die transatlantischen Partner technische Hilfsprogramme und andere Formen der Zusammenarbeit unterstützen, zum Beispiel die Ausbildung von Lehrern; die Überarbeitung von Lehrplänen entsprechend neuesten Erkenntnissen einschließlich der Einführung in die Grundsätze von Demokratie und Menschenrechten, sowie die Förderung von Berufsausbildung. Lehrer aus der Region sollten Bildungseinrichtungen in Europa und Amerika besuchen (!) und die besten Methoden beobachten; Austauschprogramme für Höhere Lehranstalten sollten eingerichtet werden. Bildung und Entwicklung von Human Ressources sind Schlüsselfaktoren für wirtschaftliche und politische Entwicklung. Die transatlantischen Partner sollten sich im Rahmen eines konsistenten und kulturell einfühlsamen (!) Ansatzes für Reformen und Demokratisierung in der Region engagieren." Immerhin bedeutet diese Publikation eine bislang maximale Abwendung von der Rockefeller-Prämisse durch deutliche Artikulation des Netzwerkes und seiner Ziele im ‚Licht der Öffentlichkeit’: Das durch den Zionismus geprägte und mit dessen Zielsetzung praktisch deckungsgleiche Netzwerk versucht, den arabischen Ländern des nahen und mittleren Ostens mit wohlwollenden Worten eine bildungspolitische Offensive und eine Werbestrategie anzukündigen ! Die wirtschaftliche Abhängigkeit und die vielfach gezielt durch Israel zerstörte Infrastruktur spielt leider eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Durchsetzbarkeit derartiger politischer Absichten. Gelingt es den Menschen des nahen und mittleren Ostens jedoch, ihre bisherige Klarsichtigkeit über alle äußeren Probleme hinweg zu bewahren und weiterhin furchtlos zu artikulieren, so bestehen gute Chancen, die gesamte Zielsetzung des hier behandelnden Netzwerkes vollends ans Tageslicht zu bringen. Ohne die Absicht der Belehrung können die Europäer den Menschen im nahen und mittleren Osten mitteilen, daß die angekündigten "bildungspolitischen Absichten" des Netzwerkes für uns nichts Neues sind und hier mit dem auf der Straße vielfach gebrauchten Begriff "Umerziehungsversuche" umschrieben werden.



Angestrebtes Bildnis von Christentum, Deutschland und Europa als Voraussetzung für die neue Weltordnung

Das Christentum ist bis heute die offiziell uneingestandene geistige Mitte und Deutschland das politische Herz Europas. Damit ist die Formung des Bildnisses von Christentum, Deutschland und Europa ein zentrales Anliegen des hier behandelten Netzwerkes als Voraussetzung für die Durchführbarkeit der von ihm verfolgten geopolitischen Strategien. Ausgangspunkt ist eine Doppelstrategie: der Versuch der weitgehenden Reduktion des Christentums auf das Judentum und der Versuch, mittels der Popularmedien zentrale Punkte der Botschaften des neuen Testamentes in Zweifel zu ziehen. Der erste Teil der Doppelstrategie und seine geopolitische Instrumentalisierung werden von dem eng mit CAP/Bertelsmann verbundenen Wolfgang Schäuble formuliert. Hinsichtlich ihrer Kausalität gibt diese Aussage aus dem Jahre 2005 das offiziell angestrebte Selbstbild der heutigen ‚christdemokratischen Politik’ treffend wieder: "Die Europäer müssen begreifen, daß die Werte des christlichen Europas auf dem Judentum basieren. Israel zu unterstützen, als einzige wirkliche Demokratie im Nahen Osten in sicheren und anerkannten Grenzen zu leben, muß deshalb ein vitales Interesse Europas sein." In den Massenmedien, vor allem in den Sendern von ZDF und Bertelsmann, sind es insbesondere die im zeitlichen Umfeld christlicher Feiertage gesendeten Berichte von angeblich neuen Erkenntnissen über das Leben Christi, gepaart mit der Schlussfolgerungen, wesentliche Abschnitte der Evangelien seien rein erfunden. Auch das Unwort "christlich-jüdische Religion" wird bereits offen verwendet. Eine weitere Differenzierung des Christentums wird in medienvermittelten Stellungnahmen vermieden, insbesondere ein vom Judentum unabhängiges christliches Selbstverständnis. So wird denn auch der neue Papst noch vor seiner Wahl in klare Schranken verwiesen: "Der nächste Pontifex maximus, wie immer er auch heißt, wird seine Ziele jedenfalls mehr am Innenleben der katholischen Kirche orientieren müssen" (redakt. Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 09.April 2005). Die Konstanz und politische Instrumentalisierung des medial verbreiteten Bildnisses des Christentums wird durch seine zeitliche Einrahmung belegt: die zahlreichen und z.T. uneingestandenen Dokumente des 19.Jahrhunderts, gipfelnd in der Aussage des Gründers der ‚Alliance Israélite Universelle’ Isaak Adolphe Crémieux: "Das Werk ist groß und heilig. Der Katholizismus, unser hundertjähriger Feind, unterliegt, auf das Haupt geschlagen … Der Tag ist nicht mehr fern, wo die Reichtümer der Erde ausschließlich den Juden gehören werden". Diplomatischer und portioniert wird der gleiche Sachverhalt in einer Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung aus dem Jahre 1997 umschrieben, die sich im Wesentlichen auf das Schuldeingeständnis der Deutschen Bischofskonferenz aus dem Jahre 1945 bezieht ("Die Kirche bekennt, auch eine sündige und der Umkehr bedürftige Kirche zu sein") und gegen Ende einen Schlüsselsatz des israelischen Dichters Elazar Benyoetz zitiert: "Rom wie Jerusalem sind nur noch über Auschwitz zu erreichen". Wer eine kritische Beschäftigung ablehnt mit dem Argument, daß insbesondere entsprechende Schriften des 19.Jahrhunderts längst als Fälschungen widerlegt seien, der verkennt, daß in dieser Frage längst eine Umkehr der Beweislast eingetreten ist: Es nicht die Pflicht des Bürgers, des Politikers und des Forschers beim Zitieren aus diesen Dokumenten deren Echtheit zu beweisen, sondern darauf hinzuweisen, daß die Weltpolitik seit Ende des 19.Jahrhunderts in die gleiche Richtung verläuft, wie sie in den Dokumenten angekündigt wird. Außerdem müssen die zahlreichen mehr als 2 Jahrtausende auseinander liegenden Formulierungen gehört und gelesen werden, die selbst offiziell unbestritten sind - Beispiele: die Aussagen im Talmud über Jesus und Maria (etwa Sabbath Fol.104b), David Ben Gurions Aussage aus dem Jahre 1962 ("In Jerusalem … wird der Sitz des obersten Gerichtshofes der Menschheit sein"), die Aussage im Talmud – Erubin 43b über den Vorabend des Sabbath ("… Elijahu kommt dann nicht, der Messias aber wohl, denn wenn der Messias kommt, sind alle Sklaven der Jisraéliten").

Vergleichbar dem einseitig instrumentalisierten Bild des Christentums wird versucht, das Bildnis Deutschlands einseitig an seine jüngere Vergangenheit und an die Sicherheitsinteressen Israels zu binden, was von der Bertelsmann-Stiftung auch als grundlegende Prämisse genannt wird. So ist die ausgeprägte Redundanz verständlich, mit der diese Prämisse von CAP/Bertelsmann in zahlreichen Schriften und in verschiedenen Zusammenhängen jeweils variiert dargelegt wird, teils als Behauptung, teils als Forderung. An einer Stelle räumt Bertelsmann der Kontrollfunktion des Deutsch-jüdischen Dialogs zur Einhaltung dieser Prämisse oberste Priorität ein: "Die Themenauswahl (des Dt.-jüd.Dialogs) folgt einem klaren Muster. Erstens steht das Geschehen in Deutschland und seine Auswirkungen auf die Beziehungen mit Juden weltweit im Mittelpunkt …". Erwartungsgemäß fehlt in dem kleinen an die Öffentlichkeit kommenden Anteil des Dialogs jeder Hinweis auf jüdische Stimmen aus Deutschland, welche die mit diesem Deutschlandbild verfolgte außenpolitische Strategie des Netzwerkes durchkreuzen, etwa Stimmen wie "Israel unterdrückt, quält, mordet". Im Gegensatz dazu werden mehrere Personen wie etwa Ignaz Bubis und Michel Friedmann ausdrücklich positiv erwähnt: "… ist es zu verdanken, daß den Teilnehmern das Verständnis der Probleme und Dilemmata der jüdischen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland ermöglicht wurde …" also eine klare Ausgangsposition mit weitreichender außenpolitischer Bedeutung: Leute wie Michel Friedmann als Berichterstatter von sicherlich nicht auf das jüdische Leben in Deutschland beschränkten innerdeutschen ‚Dilemmata’ mit allen Konsequenzen für die strategischen Planungen dieses Netzwerkes !! Teil des angestrebten einseitigen Deutschlandbildes ist ein auf die deutsche Einheit bezogenes konstruiertes Wohlwollen gegenüber Deutschland, welches seine politisch ebenso einseitige Ausrichtung stützen soll: Mehrere Hinweise auf die kühle bis feindselige Einstellung der Weltöffentlichkeit gegenüber dem wiedervereinigten Deutschland, gepaart mit dem Hinweis, daß man (Lord Weidenfeld) zur Einsicht gelangt sei, "daß ein vereintes Deutschland auch einen entscheidenden Beitrag zur Förderung der Menschenrechte in Europa und zur Förderung des Wohlstandes (!) und der Sicherheit des Staates Israel leisten kann". Die historische Bedeutung dieser Aussage ist kaum zu unterschätzen, wenn man den Einfluß des britischen Oberhauses auf die Weltpolitik zum Zeitpunkt der "2+4-Gespräche" und auf die der deutschen Einheit sich widersetzende Margaret Thatcher bedenkt. Welchen Stellenwert man der Rolle des wiedervereinigten Deutschland gibt, wird in der inzwischen tot geleierten und vom Deutsch-jüdischen Dialog dennoch übernommenen Formulierung deutlich, Deutschland sei neben den USA der wichtigste "Verbündete" Israels - eine Formulierungshülse, die in ihrer wahren Bedeutung allen Deutschen noch bestens bewusst ist im Rückblick auf die Beziehungen zur USA und zur Sowjetunion während der Zeit des kalten Krieges. Als Dank für seine "Loyalität" wird Deutschland die Beschäftigung des Deutsch-jüdischen Dialogs mit der Frage zugestanden, ob man der deutschen Geschichte "so etwas wie Normalität zurückgeben … und Raum schaffen kann für einen schlichten Patriotismus und ein bescheidenes Nationalgefühl". Abgerundet wird dieses streng eingegrenzte Deutschlandbild von der bereits erwähnten Strategie, die künftigen Generationen geistig an die föderalistischen statt nationalen Traditionen zu binden.

Das angestrebte Bildnis Europas beruht auf drei Aspekten: 1. dem Versuch der Nivellierung des nationalen und völkischen Pluralismus innerhalb der jetzigen EU, insbesondere im Hinblick auf die Politik im Nahen Osten; 2. einer quasi ahistorischen Grundsteinlegung des politischen Handelns der EU, indem das nach dem zweiten Weltkrieg propagierte Geschichtsbild kritiklos übernommen wird; 3. einer die gegenwärtige politisch-wirtschaftliche Pression Europas und insbesondere Deutschlands stützenden verbalen Nötigung der EU, daß die aus der Pression erwachsenen und in der Tat vorhandenen "gewaltigen Probleme Europas" in seiner eigenen Verantwortung liegen. Letzterer Punkt kommt exemplarisch in der bereits genannten Bertelsmann-Schrift "Europa ist erschöpft" zum Vorschein. Der erste Punkt wird exemplarisch von Wolfgang Schäuble im Deutsch-jüdischen Dialog formuliert: "… mein Eindruck ist, daß unsere Chancen zu einer gemeinsamen europäischen Politik, die den Friedensprozess im Nahen Osten fördert, gewachsen sind", sein Wunschbild von einer einzigen europäischen Stimme, das von Schäuble und den BRD-Medien bereits vor 3 Jahren instrumentalisiert und gebetsmühlenartig gegenüber den Gegnern des Irak-Krieges in emotionaler Weise angemahnt wurde mit dem Ziel, Deutschland zu einer militärischen Teilnahme am Krieg zu bewegen. Damit war Schäuble bereits damals in Deutschland das wesentliche und uneingestandene Sprachrohr der vor allem den Interessen Israels dienenden Kriegshetze. Unvergessen auch der Beitrag Paul Spiegels zur Diskussion um den Irak-Krieg, der damals Kanzler Schröder vorwarf, er sei "pauschal gegen Krieg". Ein Report des ‚Jewish Cronicle’ belegt, daß der Vorwurf an den Zionismus im Deutsch-Jüdischen Dialog zumindest formuliert wurde: Franziska Augstein erhob am 10.Jahrestag des Dialogs (2003) den Vorwurf, daß Israel einer der Haupt-Motoren des Plans für einen Irak-Krieg war und verteidigte das ‚Nein’ Deutschlands zum Irak-Krieg als eine Reflexion der Haltung des normalen Bürgers. Von der Gegenseite wurde die Befürchtung geäußert, daß der Nachkriegs-Konsensus über die Rolle Deutschlands aufzuweichen beginne, die Politik von Bush und Sharon wurde verteidigt und der "wachsende Antisemitismus" in Deutschland und Frankreich beklagt. Dieser Begriff des sogenannten "Nachkriegs-Konsensus" und damit der Zugrundelegung der westlichen Machtstrukturen nach Ende des zweiten Weltkrieges belegt den Willen zur ahistorischen Grundsteinlegung des angestrebten Europabildes, was auch in zahlreichen anderen Formulierungen und Reden um Bertelsmann zum Ausdruck kommt. Als beispielhaft kann die Rede von Kwasniewski im Deutsch-jüdischen Dialog 2002 gelten: Im Wissen um die fortbestehende Unterstützung der polnischen Positionen gegenüber Deutschland durch die Kreise um das britische Oberhaus fällt neben ersichtlich unbekümmert und blümerant vorgetragenen Statements ("Dank solcher Begegnungen und Diskussionen können wir den schwierigen aber wunderbaren Weg der Versöhnung beschreiten") auch die Aussage zum Jahrestag des Kriegsendes "Die Europäer dürfen dabei nicht dulden, daß die Fakten verfälscht und die Geschichte umgeschrieben wird. Die historische Wahrheit soll die Völker Europas nicht mehr teilen, sondern die Grundlage für ihre Zukunft sein" – eine auf der Plattform des Netzwerkes um Bertelsmann gefallene und von diesem unwidersprochen und plakativ verbreitete Aussage im Wissen um das breite Bewusstsein innerhalb Deutschlands für die polnische Geschichte zwischen den Weltkriegen, worüber an anderer Stelle bereits ausführlich eingegangen wurde. Dieses dünne Brett als Grundlage für das angestrebte Europabild und damit für die Rolle der EU bei der Durchsetzung der neuen Weltordnung offenbart sich auch bei Betrachtung der vom Netzwerk verfolgten geopolitischen Strategien.



Globalistische Strategien

Planungen und Strategien von CAP/Bertelsmann für eine EU-überschreitende globalisierte Politik lassen eine ebenso globale Vernetzung erkennen. Über die bereits dargelegte Vernetzung hinaus wurde im Februar 2005 eine Schrift mit dem Titel "Ein Pakt zwischen den USA und Europa" gemeinsam mit zwei weiteren ‚Think Tanks’, dem Londoner "Centre for European Reform" (CER) und der Washingtoner "Brookings Institution" publiziert. Der Pakt kreist inhaltlich um den von Bertelsmann unkritisch übernommenen Begriff des "Terrorismus", was bereits Ende 2004 zur Forderung des CAP nach einem Zugriffsrechts der EU auf alle Informationen von "diversen Instituten" der Mitgliedsstaaten geführt hat. Im Pakt finden sich erwartungsgemäße Statements über die unbedingte Notwendigkeit des transatlantischen Bündnisses zum "Aufbau einer besseren Welt". Auch hinsichtlich seiner Anmaßung und Deckungsgleichheit mit zionistischen Interessen ist der Pakt nicht erstaunlich. So wird etwa die in der libanesischen Regierung und Infrastruktur verankerte Hisbollah als "Terroristen-Gruppe" bezeichnet, vom Kampf gegen Terrorismus und Verbreitung von Massenvernichtungswaffen ist die Rede, ebenso von Sanktionsmaßnahmen gegen die sudanesische Regierung, die von USA und EU notfalls gegen den Willen der UN durchgesetzt werden sollen. Aufschlussreicher ist die Betrachtung von Profil und Vernetzung der beiden anderen beteiligten Institute. Diese publizieren auf ihrer jeweiligen Website eine mit derjenigen des CAP nahezu identische Zielsetzung, die im Falle des Londoner Instituts auch in polnischer Sprache erscheint. Das Londoner Institut kooperiert wiederum mit dem Wiener "Institut für die Wissenschaften vom Menschen", welches bereits 2002 das Forum bot für Lord Weidenfeld und den Leiter des CER, Charles Grant, zur Durchführung des Symposiums "Europäische Erweiterung und die Zukunft der europäischen Institutionen". Bestätigt durch den Auftritt Kwasniewskis beim Deutsch-jüdischen Dialog ist die Verbindung von CAP/Bertelsmann und CER im Wesentlichen Ausdruck des Fortbestehens der bald 100 Jahre alten Achse London-Warschau, welche die polnische Verantwortung für die Historie bisher nicht nur ausklammert, sondern sie ins Gegenteil verkehrt und in die politischen Notwendigkeiten im Sinne des Netzwerkes einzubinden versucht, wie auf dem Forum 2002 geschehen. Auch in der Vergangenheit ist das CER durch eine die amerikanischen Neo-Cons stützenden, teilweise sogar darüber hinausgehenden Rhetorik hervorgetreten. Im Februar 2003 hieß es hinsichtlich des Widerstandes der Achse Frankreich-Deutschland-Rußland: "Europa kann und sollte sich besser verhalten". Es wurde empfohlen, daß die Regierungschefs der EU "von jetzt an, wenn sie unterschiedlicher Meinung sind, im Privaten und nicht in der Öffentlichkeit argumentieren". Zusätzlich wird im gleichen Artikel über die Irak-Krise der EU geraten, seine Partnerschaft mit Israel auszubauen und eine "stärkere Teilnahme Israels an der EU-Politik zuzulassen" !! Dieses Selbstporträt des CER wird abgerundet durch häufige geschmacklos-sarkastische Kommentare in großen Tageszeitungen, etwa der ‚Financial Times’: "Ein Militärplan um Europa in zwei Stücke zu teilen" – gemeint ist das sogenannte alte und neue Europa nach Rumsfeld’scher Definition.

Die seit 90 Jahren bestehende Washingtoner Brookings Institution ist ein Organ der amerikanischen demokratischen Partei und hatte in der jüdischen Welt trotz Vernetzung mit ‚Kissinger Associates’ und B’nai B’rith den Ruf, die Interessen Israels "insuffizient" zu vertreten. Dies führte in den 80er Jahren im Zuge weltweiter Proteste wegen des Vorgehen Israels im Libanon zur Gründung des "American Israel Public Affairs Committee" (AIPAC), das letztlich als die Außenstelle von Scharons Likud-Partei innerhalb der US-amerikanischen Politik fungiert und seitdem zu den einflussreichsten "Druckorganisationen" auf diese Politik gehört, neben der Anti-Defamation-League der B’nai B’rith und dem "American Enterprise Institute" um die Neo-Cons Wolfowitz, Wurmser und Perle. Der israelisch-amerikanische Doppelstaatsbürger Haim Saban führt bei AIPAC das "Saban National Political Leadership Training Seminar" durch, das gleichzeitig der Rekrutierung und Ausbildung von "Pro-Israel-Leaders" (der Begriff stammt von AIPAC selbst) dient und an zahlreichen Hochschulen aktiv ist. Deren Aufgabe wiederum ist u.a. gezielte Agitation im Sinne Israels und gegen diesbezüglich kritische Hochschultendenzen. So berichtete die New Yorker Zeitung "Jewish Week" im Jahre 2003 stolz über die Aktivitäten einer Studentin und AIPAC-Mitarbeitern an der als "Epizentrum anti-israelischer Agitation" bezeichneten Berkeley-Universität in Kalifornien. Der gleiche Haim Saban ist im Besitz der deutschen Pro7/Sat1 Media AG und damit als Verbindungsmann zwischen Hollywood, Axel Springer und deutschem Fernsehen der mächtigste Leiter im bundesdeutschen Privatfernsehen. Er telefoniert nach eigenen Angaben oft stundenlang mit Ariel Sharon, hatte die britische BBC wegen einer "pro-arabischen Haltung" gerügt und nach Al Gores unerwarteter Niederlage im Jahre 2000 große Anteile der Brookings Institution erworben, zu deren Kuratorium er jetzt gehört. In der Ära G.W.Bush sind keine Berichte mehr über Klagen wegen "insuffizienter Unterstützung" Israels durch die Brookings Institution bekannt geworden. Exemplarisch an den Beispielen Brookings, Bertelsmann und Skull & Bones belegbar findet somit auf breiter Ebene eine entsprechende und durch die Hochfinanz gestützte Instrumentalisierung von zahlreichen Institutionen und "Vereinigungen" statt, die ehemals zwar nicht judenfeindlich, aber dennoch nicht den jüdisch-israelischen Interessen bedingungslos ergeben waren.

Das AIPAC selbst ‚betreut’ unter Führung des Hauptlobbyisten Douglas Bloomfield das Repräsentantenhaus und den Senat. Die Homepage des AIPAC, aufgemacht im Stile der Seite einer Zentralregierung, stellt das Institut mit einem Zitat der NY Times vor: "Die wichtigste Organisation hinsichtlich der Beziehungen Amerikas zu Israel". Zu den ehrgeizig formulierten Zielen zählt die Verteidigung Jerusalems als Hauptstadt Israels (!!) und parallel zu den Zielen des Münchner CAP der Aufbau einer "neuen Generation der Pro-Israel-Leaders". Zu den auf der Homepage zitierten Persönlichkeiten mit lobenden Worten für das AIPAC zählen: G.W.Bush, Powell (der in einer Rede vor dem AIPAC im März 2003 verkündete, nun würden die auch Israel bedrohenden Massenvernichtungswaffen zerstört werden), Peres, Rabin, Wiesel, Barak, Clinton, Gore, Lieberman und Netanyahu. Die aufschlussreichste Lobesrede stammt von Ariel Sharon selbst, denn sie lässt die direkte Verflechtung von Likud und AIPAC nicht erahnen: "… in dieser bedrohlichen Stunde brauchen wir Dich (das AIPAC) mehr als je zuvor. Du hilfst die Freundschaft zwischen Amerika und Israel zu vertiefen." Noch im Oktober 2004 wurde vom AIPAC übereinstimmend mit Rice, Holbrooke, Bush und Kerry das Statement publiziert, Präsident Arafat müsse weiterhin isoliert werden, 2 Monate nachdem Rice vom FBI über Spionagevorwürfe gegen das AIPAC informiert und die Anklage nach einer beispiellosen Hetzkampagne von AIPAC ("Die gesamte Existenz der amerikanisch-israelischen Beziehungen ist bedroht") schnell wieder fallen gelassen wurde. Die neuesten Aktivitäten (Stand 22.April 2005) demonstrieren eindrucksvoll, wie das AIPAC im Wesentlichen auf Finanzbasis operiert: Versuch der Durchsetzung einer Übereinkunft im Senat für einen "verstärkten Druck" auf den Iran, wofür auf der Website stolz die Beteilung von 15 Co-Sponsoren verkündet wird. Als Hauptziele werden die "Finanzierung von demokratischen Kräften im Iran" und das "Abwürgen von potentiell für die Kernenergie verwendbaren Finanzmitteln" angegeben. Seit der AIPAC-Gründung wurde in den USA vielfach der Vorwurf der Unfähigkeit der verantwortlichen amerikanischen Politiker zu einer Trennung der national-amerikanischen von national-israelischen und jüdischen Interessen geäußert. Daß dies nicht aus der Luft gegriffen wurde, zeigt eine von der israelischen Zeitung "Maarev" zitierte Aussage des Washingtoner Rabbiners Adat Yesrael aus dem Jahre 1994: "Zum ersten mal fühlen wir uns nicht mehr in der Diaspora, weil die amerikanische Regierung keine Gojim-Regierung mehr ist, und die Juden spielen die Hauptrolle bei allen Beschlüssen auf allen Ebenen. Deshalb werden wir das Wort Gojim (= "Nichtjude"), wie es in der Jüdischen Religion vorgeschrieben ist, nicht mehr verwenden". Der Kreis zu Europa und CAP/Bertelsmann schließt sich über Lord Weidenfeld durch seine bereits erwähnte Behauptung, die Rede von der mächtigen jüdischen Lobby in den USA sei ein Mythos, über die EU-Verfassung mit ihren klaren militaristischen Zielen im Interesse Israels (ausführlich wurde über den Komplex Bertelsmann, Venusberg-Report, EU-Verfassung an anderer Stelle berichtet) und über eindeutige Stimmen aus Tel Aviv im Rahmen des Deutsch-jüdischen Dialoges ("Wir vertrauen darauf und erwarten auch, daß Deutschland … weiterhin seine positive Rolle im Hinblick auf Israel und das jüdische Volk wahrnehmen wird"). Die von Schäuble an mehreren Stellen wiederholte Aussage von der globalen Vernetzung dieser Position in der sogenannten "atlantischen Wertegemeinschaft" verdeutlicht, daß über scheinbare äußere Grenzen von Institutionen und Nationen hinweg eine Gleichschaltung dieses Anspruches erfolgt ist. So ist auch die Koordination der in diesem Sinne beschlossenen realpolitischen Maßnahmen durch die bekannte Bilderberger-Gruppe auf die "atlantische Gemeinschaft" beschränkt unter Ausklammerung von Politikern aus Afrika, Asien, Lateinamerika und dem mittleren Osten.

Angesichts der globalen Interessensvernetzungen ist die nahezu unterschiedslose und auf den nahen Osten zentrierte Zielsetzung der größeren Think-Tanks und anderer Machtorganisationen, reflektiert durch die offiziellen Verlautbarungen und Medienberichte, nicht mehr erstaunlich. In diesem Rahmen ist die Selbstintegration von CAP/Bertelsmann in diese unterschiedslose globalistische Machtstruktur nicht nur Voraussetzung für die Schaffung der neuen Weltordnung sondern das eigentliche Ziel des europäischen Kerns des Netzwerkes mit Hauptaugenmerk auf die Dominanz über die bundesdeutsche Außen- und Sicherheitspolitik. So kann es an dieser Stelle genügen, zu den aktuellen geopolitischen Begebenheiten Details beizusteuern, die möglicherweise nicht allgemein bekannt sind. Gegenüber Israel ist die Eindeutigkeit der Strategien von CAP/Bertelsmann an zahlreichen Sachverhalten belegbar: die Verteidigung der Ermordung Yassins durch Lord Weidenfeld im britischen Oberhaus mit dem Hinweis "warum will man den Menschen Israels das Grundrecht auf Selbstverteidigung verweigern?" Dialog zur islamischen Seite hin wird nur mit "gemäßigten Islamisten" gewünscht; von Chancen nach dem Tode Arafats ist die Rede, von den Chancen für die EU "als ehrlicher Makler im nahen Osten aufzutreten" und von Israel als einziger Demokratie im nahen Osten (dabei die Selbstvernetzung von CAP/Bertelsmann, die Erkenntnisse Mordechai Vanunus, seiner aktuell anhaltenden "Behandlung" durch Israel und das Problem der Bedrohung der Welt durch die Atommacht Israel ausklammernd); zahlreiche Stimmen im Deutsch-jüdischen Dialog, die zusammen mit der dargelegten Vernetzung und den eindeutigen Zielen der EU-Verfassung die Worte von Miguel Moratinos belegen: "Die EU will eine strategische Partnerschaft mit Israel gründen" - gemeint ist die EU-Verfassung; bis heute strenge Ausklammerung der die militärischen Ziele dieser Verfassung anprangernden Argumente aus der öffentlichen Berichterstattung. So liegt das Argument von der militärischen Beteiligung Deutschlands im Nahen Osten bereits auf dem Tisch: durch den deutschen Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses General Kujat, mit der Begründung, die deutsche Geschichte sei hierfür kein Hindernis sondern geradezu eine Herausforderung dazu! Zum Libanon wird bereits 2003 in einer Schrift mit der hintergründigen Bezeichnung ‚Bertelsmann Transformation Index’ über mittelfristig zu lösende "strategische Schlüsselaufgaben der demokratischen und marktwirtschaftlichen Reformen" aus der Sicht von Bertelsmann referiert. Es heißt: "Die gesellschaftliche Kritik an der Dominanz Syriens nimmt zwar zu, jedoch ist die (libanesische) Regierung bislang noch nicht bereit, in eine offene Konfrontation zu treten". Wie diese libanesische Kritik an Syrien aussieht, wurde vom Netzwerk nach dem Mord an Hariri demonstriert: die mit riesigen farbigen Druckerflächen in Szene gesetzten Demonstranten, dagegen weitgehend klein gedruckt wiedergegebenen: die ungleich größeren Demonstrationen der Libanesen für Syrien und die Hisbollah und gegen Israel. Unter Verwendung typisch neoliberaler Begriffe heißt es im Kapitel ‚Ausblick’ des Bertelsmann Transformations-Index 2003 weiter: "Es ist zumindest fraglich, ob die wirtschaftliche Expansions- Privatisierungs- und Liberalisierungspolitik des vierten Kabinetts von Rafiq Hariri diese Aufgaben wird lösen können". Es gibt viele weiter Belege dafür, daß die Nahost-Politik des globalen Netzwerkes keine echte Friedensinitiative sondern eine Polarisierung zugunsten Israels darstellt: die gemäß der Rockefeller-Doktrin berichtende ‚Washington Post’, der Mord an Hariri "zeige, daß die Syrer weiterhin ungestraft handeln" das seit der Lavon-Affäre von 1953 bisher von der öffentlichen Diskussion ferngehaltene Thema ‚Mord mit konsekutiver Beschuldigung Dritter als Mittel der Politik westlicher Staaten’; der gezielte Aufbau von Spannungen zwischen dem alten Europa und der arabischen Welt (als den beiden während der Irak-Kriese zusammenstehenden Machtblöcken) durch Berichterstattung der kontrollierten Medien und nötigende EU-Maßnahmen – Beispiel: Aktivität und Aussagen der Finanzkontrolleure der EU in den palästinensischen Autonomiegebieten bzgl. der Verwendung der EU-Mittel durch Arafats; die Nötigung Deutschlands durch antideutsche Aktivitäten – Beispiel: Berichte in der selbst den Begriff ‚antideutsch’ verwendenden Presse, von den Nachfolgern Arafats sei kein Frieden zu erwarten, sondern es gehe weiter um die Zerstörung Israels (gemeint ist u.a. der der Kollaboration mit Israel verdächtigte Abbas); unverminderter Druck gegenüber den bereits kontrollierten deutschen Medien – Beispiel: Friedmanns Behauptung, es werde "einseitig" über Israel berichtet.

Die seit dem Tag des Kriegsbeginns im Irak im Jahre 2003 offensichtlich gewordene Absicht einer gezielten Ambivalenz des Verhältnisses Europa – USA wird auch durch das beschriebene Netzwerk verfolgt. Einerseits klare Unterwürfigkeits-Bekenntnisse: das Wort Joschka Fischers auf der Konferenz der rassistischen, weil keine Afrikaner, Asiaten, Lateinamerikaner oder Bewohner des mittleren Ostens aufnehmenden ‚Bilderberger’ 2003 ("wir brauchen die moralische Führungsrolle der USA"); Werbung für den Schulterschluss zwischen USA und EU gegen den Iran in der Bertelsmann-Schrift "Europa und der Nahe Osten" die Aussage, Russlands Annäherung an Syrien und Iran führe den US-Kriegsplänen Schaden zu; offene Zusammenarbeit zwischen Iraner Kommunisten und B’nai B’rith auf deutschem Boden gegen die Iranische Regierung; der Wille von CAP/Bertelsmann, zugunsten Israels den israelisch-arabischen Konflikt nicht mit dem Komplex ‚Irak’ zu verknüpfen; die Behauptung, Europa trage Verantwortung für die ‚Stabilität’ (soll heißen, für den durch das Netzwerk und Skull & Bones machtpolitisch geschaffenen Status Quo) im Irak mit Hinweis auf die für Europa bedeutsamen Ölvorräte. Andererseits wird der Spalt zwischen USA und Europa offen gepflegt: Von gleicher Seite, welche den Deutschland-Besuch von G.W.Bush mit vorbereitete, begleitete und auf dem Besuch die "Young-Leaders" vorstellte wird oberlehrerhaft von "inszenierter transatlantischer Freundschaft" gesprochen. An anderer Stelle wird mit Hinblick auf Iran und China angemerkt, daß die transatlantischen Beziehungen im Jahre 2005 einen bislang nicht gekannten Tiefpunkt erreichen könnten. Die Instrumentalisierung dieses gepflegten ambivalenten Verältnisses wird in der Ehrung des vielfach vernetzten Staatssekretärs a.D. Dr. Walther Stützle durch CAP/Bertelsmann 2003 deutlich: In seinem zu diesem Anlaß gehaltenen Festvortrag "Die Architektur der internationalen Beziehungen nach dem Krieg im Irak" führte er gemäß einem Bericht des CAP aus, daß die militärische Macht der USA noch nie so stark gewesen sei wie heute, das politische Vertrauen in die Supermacht aber so schwach wie nie zuvor. Als zentrale Schlussfolgerung nennt er die Konsequenz, dass Europa militärisch und verteidigungspolitisch handlungsfähig werden müsse, um seine Sicherheit in eigener Verantwortung und mit eigenen militärischen Strukturen sinnvoll organisieren zu können. Der Aufbau einer europäischen Streitmacht sei dabei unumgänglich. Man könnte ergänzen, daß das erwähnte schwache Vertrauen in die USA aus Sicht des Netzwerkes natürlich real ist angesichts des zunehmenden Aufwachens der US-Bevölkerung und der zunehmend notwendig gewordenen institutionellen Pression der US-Politik zugunsten Israels einschl. des zweifachen Wahlbetrugs von 2000 (Florida) und 2004 (Skull & Bones). Es ist nicht erstaunlich, daß das Netzwerk durchaus gegen die USA agieren kann, wenn dies im Sinne ihres eigentlichen geistigen Zentrums ist – Beispiel: die 2001 vom Bertelsmann-Verlag publizierten Enthüllungen über den US-Geheimdienst NSA und das von Israel zerstörte Abhörschiff ‚Liberty’. Im Vorwort des Bertelsmann-Verlages heißt es zu diesem bislang offen US-patriotisch und damit potentiell auch gegen Israel agierenden Geheimdienst: "Wer soll eine Organisation kontrollieren, die auf dem Weg zum Quantencomputer und zum bakteriellen Chip ist, sich dabei aber zur Geheimgesellschaft erklärt?". Den Bush-Besuch begleitend wird auch in der deutschen Presse die Militärtrommel gerührt, freilich eine angebliche Führungsrolle der USA gegenüber Deutschland herbeiredend – Beispiel: redaktioneller Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 04.Februar 2005: "Bundeskanzler Schröder wird Bush plausibel erklären müssen, wie er sich künftig ein differenziertes Handeln Berlins und seiner Streitkräfte (Formulierung !) vorstellt …". Die gleiche Zeitung berichtete am 01.April 2005 in einem unkommentierten Kurzartikel über den endgültigen geistigen Abschluss der Bush-Regierung mit dem Komplex "Irak-Massenvernichtungswaffen" nebst dem Kunstgriff der Folgerung der unbedingten Notwendigkeit der Fortführung ihrer Politik. Dieser allein aufgrund seiner fehlenden journalistischen Aufarbeitung aufschlussreiche Kurzartikel wird daher im Folgenden vollständig wiedergegeben: "Schärfste Kritik an der Arbeit der US-Geheimdienste vor dem Irak-Krieg hat eine von Präsident George W.Bush eingesetzte Kommission geübt. Amerikas Spionagebehörden hätten bei fast allen Einschätzungen zum Thema Massenvernichtungswaffen ‚völlig falsch gelegen’, heißt es in einem Bericht. Das Gremium warnte zugleich, dass die USA ‚Besorgnis erregend wenig’ über Waffen und Bedrohungen durch andere Staaten wüssten". Also: Das Fehlen von Massenvernichtungswaffen im Irak wird von Bush praktisch zugegeben, keine Entschuldigungen, durch westliche Presse und Denkfabriken unkommentierte Ankündigung der Fortsetzung der Bush-Politik gegenüber Syrien und Iran mit den gleichen Mitteln, insbesondere mittels des Vorwurfs der Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen. Die Schuld an der Ermordung der Geisel Guiliana Sgrena freilich wird Italien zugeschrieben, auch hier keine Entschuldigung als Fortsetzung der seit Indianerausrottung und Hiroshima beibehaltenen und auch offen formulierten Prämisse ‚Statt Entschuldigung: Wiederholung bei Notwendigkeit’. Im Sinne der hier dargelegten Sachverhalte arbeitet CAP/Bertelsmann auf einen Schulterschluss zwischen der EU und den USA hin !! Daß die USA mit Sicherheit versuchen wird diese Politik fortzusetzen, zeigt auch die Neugründung des ‚Committee on the Present Danger’, das auf seiner Homepage gleich unter dem Namen formuliert: "Dem Sieg im Krieg gegen den Terrorismus gewidmet". Zum Iran heißt es u.a.: "Khamenei sollte verstehen, daß wenn er seine nukleare Entwicklung nicht stoppt, dann behalten wir und andere uns das Recht vor, seine nuklearen Möglichkeiten lahmzulegen". Dieses bereits in den 50er und 70er Jahren gegen die Sowjetunion aktive Kommittee ist heute im Sinne der globalistischen Gleichmache aktiv und vereinigt Persönlichkeiten des CIA, der Bilderberger und anderer bekannter Weltmächte quasi unter einem Dach: Kyl, Lieberman, Schultz, Woolsey – womit sich weltpolitisch der Kreis zur Ukraine schließt.

Beim Thema ‚Ukraine’ ist zusätzlich zur bereits in der Einführung dargelegten Aktivität von Bertelsmann an die bereits von Dezember 1999 bis Mai 2001 existierende Regierung unter Juschtschenko-Timoschenko-Tarasyuk zu erinnern und an ihre grundsätzlich anderen Vorzeichen, die sie vor ihrer Bearbeitung durch Albright-Woolsey-CIA vorgab. Laut Bericht des ‚Eastern Economist’ forderte bereits 1999 der Präsident des ‚All-Ukrainian Jewish Congress’, Rabinovich, den Aufbau einer "wirklichen Demokratie in der Ukraine mit starker und einflussreicher jüdischer Komponente". Die entsprechenden Aktivitäten blieben in der ukrainischen Öffentlichkeit nicht ohne Folgen, so daß auf Initiative des anschließend international gemiedenen Medienmannes Ihor Slissarenko ein Statement in der akademischen Zeitung ‚Personnel Plus’ veröffentlicht wurde, in der die Aktionen der NATO auf dem Balkan und die "gefährlichen Aktionen des Internationalen Zionismus, nicht nur gegen die arabische Welt, sondern gegen anderen Regionen und Kontinente" verurteilt wurden. Zu den Mitunterzeichnern gehörten neben vielen hohen Persönlichkeiten der damalige und heutige Präsident der Ukraine, Viktor Juschtschenko, sowie der damalige und heutige Außenminister Boris Tarasyuk. Hierüber berichtete die ‚National Conference on Sovjet Jewery’ (NCS) im Jahre 2002. Prompt wurde von Bertelsmann im Jahre 2003 die sogenannte ‚European Neighbourhood Policy’ (ENP) lanciert, wobei es sich um eine außenpolitische Vorgabe für die EU-Politik gegenüber Ukraine, Weißrussland und Moldawien handelt mit kaum verhülltem bindenden Charakter. Dieser bindende und imperative Charakter wird von der Bertelsmann-Stiftung in der Schrift "Europa und der Nahe Osten" bestätigt. Es heißt: "Die EU-Nachbarschaftspolitik (ENP) … ist ein neues Instrument, das parallel zu den bereits existierenden Systemen (Formulierung !) versucht, einen Ring von stabilen und prosperierenden (!!) Staaten rund um die EU zu bilden". Im Mai 2004, also noch zur Zeit der Regierungsverantwortung durch Janukowitsch, fand in der ukrainischen Stadt Lviv der "Ukrainisch-Polnisch-Deutsch-Jüdische Dialog" unter Mitwirkung von Boris Tarasyuk, Rita Süssmuth und der B’nai B’rith (Shlomo Avineri) statt. Der vorläufige Ausgang all dieser Bemühungen ist bekannt, der ehemalige Unterzeichner des Personnel Plus-Statements, Boris Tarasyuk, hatte sich dafür im Rahmen des Deutsch-jüdischen Dialogs bei Bertelsmann bedankt - schließlich hatte das CAP bereits im Dezember 2004, also bei noch weitgehender Offenheit des Machtkampfes in der Ukraine, verlauten lassen: "So steht schon heute praktisch fest, daß die Ukraine (der EU) beitreten wird".

Ähnlich dem gepflegt ambivalenten Verhältnis EU – USA wird hinsichtlich des Verhältnisses EU – Türkei eine doppelschichtige Strategie betrieben. Vor dem Beschluss zur Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei wurde der Beitrittsautomatismus im Sinne der Weltmächtigen ebenso vehement geleugnet wie nötigend durchgesetzt. Im Januar 2004 sagte Joschka Fischer auf dem internationalen Bertelsmann-Forum, daß wenn Europa sein Versprechen nicht einhalte, werde es einen hohen Preis dafür bezahlen müssen. Zu dieser Zeit keine kritischen Stimmen von Seiten der Denkfabriken, kein wissenschaftlicher Sachverstand weist in diesem Zusammenhang auf das Missverständnis (besser: den Missbrauch) hinsichtlich der Verwendung des Begriffs "Versprechen" hin, obwohl längst breit in der Gesellschaft bekannt war, daß sich diese Zusage aus den 60er Jahren auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der EG und der Türkei und nicht auf eine politische Union bezieht. Nach dem Oktober 2004 dann plötzlich kritische Stimmen, freilich aus anderen Beweggründen als bei der breiten europäischen Bevölkerungsmehrheit. Einerseits wird von antideutschen Medien auf den "latenten Antisemitismus" in der Türkei hingewiesen und es wird als Bedrohung empfunden, daß Erdogan die Tötung von Scheich Yassin als "Staatsterrorismus" bezeichnet hatte. Gepaart wird dies mit haarsträubenden Behauptungen über die Absichten der "Deutsch dominierten EU": sie fördere den Türkeibeitritt, weil ihr Israel als wichtigstes Stabilitätshindernis gelte – also: Unterstellung niederer Absichten an die Adresse der genötigten europäischen Nationen. Auch von anderer Seite wird der für zionistisch-strategische Interessen wichtige und nötigend durchgesetzte Türkeibeschluss zum Anlaß für Vorwürfe gegen das genötigte Europa genommen. Zu den bereits genannten Aussagen über Untergang, fehlende Konzepte und darüber daß Europa vielleicht noch eine Chance habe gesellt sich das an mehreren Stellen klar formulierte nächste Ziel dieser zeitlich gestaffelten Strategie: "Die Achillesferse Europas ist … das Fehlen einer strategisch denkenden Elite". Über die Frage ‚Bauwerk oder Verschwörungstheorie?’ erhaben ist daher die Erkenntnis über den zeitlichen Ablauf der Ereignisse: Nötigung Europas zur eigenen Endgrenzung in Zeiten eines ebenso nötigend durchgesetzten wirtschaftlichen Niedergangs und zunehmender ethnischer und religiöser Probleme; damit Schaffung der Voraussetzungen zur Einforderung einer als "stabilisierend" angesehenen geistigen Elite Europas, die weltpolitisch bereits am Wirken ist – nach 2500 Jahren also die offene Bestätigung von Platos Bild der Demokratie: "Jede Demokratie wird mit Naturnotwendigkeit eine Oligarchie und jede Oligarchie eine Plutokratie: der Korruption und der Prostitution schutzlos ausgeliefert".

Als wichtige Grundlage für die Durchsetzbarkeit der globalistischen Strategien wurde auch im letzten halben Jahr versucht, den geistig-politisch-wirtschaftlichen Abbau Kerneuropas fortzusetzen, womit die aus dem Netzwerk hervorgehende ‚geistige Elite’ und ihre Handlungsfähigkeit stärker von dem übrigen Teil der Bevölkerung abgesetzt werden soll: Fortgesetzte mediale Inszenierung von kleingeistigen Disputen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen wider besseres Wissen um die wahren Hintergründe – dabei gezielte emotionale Inanspruchnahme der Bevölkerung (Müntefering, Gewerkschaften, Arbeitgeber, Beleidigung von Arbeitslosen: "Geht es uns noch nicht schlecht genug?" – redaktioneller Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 30.März 2005); Nötigende Durchsetzung des digitalen Fernsehens in allen Haushalten und damit Anschluß nahezu jedes Haushalts an die bisher nicht breit bekannten Propagandasender der großen Fernsehstationen; Vorführung, Demontage und Beleidigung von bisher willig dem Netzwerk ergebenen Persönlichkeiten zwecks Erhöhung der Chancen eines im atlantischen Sinne förderlichen nationalen Regierungswechsels – hierfür Verwendung von weltpolitisch vergleichsweise wenig relevanten Anlässen (Fischer live im Propagandasender Phoenix, breit gestreute Informationen über seine angeblich gesunkene Popularitätsskala, Degradierung der Bevölkerung zu Gaffern, Titanic 4/2005: "Halt durch, Arschloch" - eine Situation, die jedem passieren wird, der sich mit dem Netzwerk einlässt und irgendwann seine Schuldigkeit getan hat); Fortgesetzte Nötigung der Opfer von feindlicher Übernahme und derer, die sich dieser entgegengestellt hatten durch diejenigen, welche die feindliche Übernahme gefördert hatten (Vodafone/Mannesmann) – hierbei zunehmende Verwendung von moralisch-ethischen Begriffen ("Abenteuer Meinungsfreiheit", "Ehrlichkeit", "Friede", "Gerechtigkeit", "gesamtgesellschaftliches Augenmaß" und "verlorenes Vertrauen der Bürger in den Staat" – redaktioneller Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 06.April 2005); breite antideutsch motivierte Beleidigung Deutschlands und Europas als Folge von ebenso nötigend eingeforderten weltpolitischen Diensten (s.a. Türkeibeschluß, Erwartungen des Netzwerkes an Europa zur Kosovo-Politik, Krieg in Jugoslawien, auch nach Deutschlands Widerstand gegen den Irak-Krieg Verbreitung des Bildes von Deutschland als dem größten Kriegstreiber in Europa).

Eine besonders schlimme Entwicklung des letzten Jahres ist die medial sichtlich geförderte Etablierung der sogenannten Hedge-Fonds in der deutschen Finanzwelt, begleitet von Überschriften wie "Die Deutschland AG ist in Auflösung begriffen". Es handelt sich um supranational genutzte ‚Zocker’-Fonds, die besonders von bevorstehenden Fusionen oder Übernahmen profitieren, an deren Entwicklung die Fond-Anleger selbst beteiligt sein können (Beispiel: Vodaphone/Mannesmann 1999/2000). Initiiert wurde diese Entwicklung 1998 durch die damals illegale und trotzdem von Robert Rubin und Alan Greenspan (Council of Foreign Relations, Bilderberger) durchgesetzte Fusion von Travelers Insurance und Citibank zur weltgrößten Bank, der Citigroup, die in der Folgezeit einen Großteil ihrer Aktivitäten auf Hedge-Fonds aufbaute. Nachträglich abgesegnet wurde die freie Handhabe der Hedge-Fonds (engl. hedge = ausweichen, behindern, versperren) durch den im November 1999 verabschiedeten Financial Modernization Act, welcher das seinerzeit zur Verhinderung von Korruption und Finanzmanipulation durch Roosevelt in Kraft gesetzte Glass-Steagall Gesetz von 1933 endgültig ablöst. Geschichtlich sei angemerkt, daß die Citibank in den 20er Jahren Investoren zum Kauf von Aktien zu inflationären Preisen überredete und der Börsencrash von 1929 sowie die anschließenden Gegenmaßnahmen bis hin zum Glass-Steagall-Gesetz maßgeblich auf diese Aktivitäten der Citibank zurückzuführen waren, der gleichen Bank also, die jetzt in Form der Citigroup von der Ablösung dieses Gesetzes profitiert und wie bereits in den 20er Jahren (auch in Deutschland) in den aktuellen Schlagzeilen ist: wegen unseriöser Kreditwerbung gegenüber der jungen Generation und wegen der Manipulation der Kurse europäischer Staatsanleihen. Letztere Aktivität wurde von den obersten Bankern der Citigroup selbst als "Operation Dr. Evil" bezeichnet, aus dem sichergestellten e-mail-Verkehr der Beteiligten wurde bekannt, daß es darum gehe "einige der kleineren Händler zu killen". Die deutsche Staatsanwaltschaft verzichtete auf die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Temporär bekam die Citigroup wegen dieser international angewandten Praktiken Schelte durch die internationale Notenbank, genau deren Aufsichtsmacht wird jedoch durch den Financial Modernization Act wesentlich geschwächt. Effektiv bedeutet diese Entwicklung die absolute Finanzmacht für Wall Street und Citigroup, die durch offen unkontrollierte Machenschaften ausländische, vor allem europäische und japanische Konkurrenten ausschalten, übernehmen, günstigstenfalls aber mit einem politisch gefügig gemachten Club einzelner Banken eine strategische Allianz bilden können. So ist eine mögliche Übernahme der Deutschen Bank durch die Citigroup erneut Gegenstand aktueller Spekulationen geworden. 2004 trat das neue Investmentgesetz in Kraft, wonach die Auflegung von Hedge-Fonds auch in Deutschland erlaubt ist - der Kreis zu den Geschehnissen und Machenschaften der späten 20er Jahre und all ihren weltpolitischen Folgen schließt sich, eine die aktuellen Geschehnisse einschließende gründliche Revision der Geschichte anmahnend! Wer einen Anstoß hierzu benötigt, der findet diesen in Form einer Überschrift in Lord Weidenfelds "Welt am Sonntag" vom 13.März 2005: "US-Fonds bedrängen die Deutschland AG – Aggressive ausländische Investoren greifen im deutschen Management durch. Das wurde aber auch Zeit".



Adressaten

Wer bis jetzt noch nicht der Überzeugung ist, daß auf die Gesamtheit der angesprochenen und nachprüfbaren Sachverhalte reagiert werden muß, der sollte nicht weiter lesen. Jedem anderen Leser wird bewusst sein, daß bereits die Erkenntnis des angesprochenen vernetzten Weltgeschehens, die gezielte Verbreitung dieser Erkenntnis und ihre reflektierte Anwendung im Rahmen der täglichen Pflichten und Verrichtungen den eigentlichen Kern seiner Strategie bilden werden. Nichts wird vom Netzwerk mehr gefürchtet, als die der Absicht zur Elitenbildung entgegen gesetzte Tendenz der breiter werdenden informierten Weltbevölkerung und der ebenso breit sich durchsetzenden Erkenntnis, daß global vertretene Ansichten über die tatsächlichen weltpolitischen Machtverhältnisse belegbar geworden sind und außerhalb jeder Spekulation stehen. Es sollte also ein zusätzlicher Ansporn sein, daß der informierte Leser bei seinen Reaktionen nicht bei Null anfängt. Wie reell die Angst des Netzwerkes ist, zeigen beispielhaft zwei Reaktionen: die bereits genannte Reaktion des AIPAC auf die Spionagevorwürfe in den USA ("Die gesamte Existenz der amerikanisch-israelischen Beziehungen ist bedroht"), sowie eine Reaktion von Lord Weidenfeld aus dem Jahre 2003 auf die zunehmend kritischen Stimmen zu Israel: "Im Klartext bedeutet es das Ende Israels, mit oder ohne Bürgerkrieg, bestenfalls Massenauswanderung". Es geht in der Reaktion auf das Netzwerk und seiner Hintermächte um das Gegenteil von Verunglimpfung, Beleidigung, Rassismus, Antisemitismus, Volksverhetzung und Agitation. Es geht um die furchtlose Vertretung von außerhalb der westlichen Medien global und mehrheitlich vertretenen Standpunkten in allen Lebensbereichen. Im hier dargestellten Rahmen betrifft dies insbesondere die öffentliche Bloßlegung der Aktivitäten des Netzwerkes, das lediglich aufgrund der fehlenden kritischen Reflexion in den Tagesmedien noch auf ein gewisses Maß an ungestörter Planung und Aktivität zurückgreifen kann. Primäres Hauptziel ist die dauerhafte Vereitelung jedes Versuches, die Aufdeckung, kritische Hinterfragung oder offene Ablehnung der Aktivitäten des Netzwerkes zu kriminalisieren und wie auch immer geartete Kampagnen gegen die auf das Netzwerk reagierenden Personen aufzudecken, sowie die Initiatoren dieser Kampagnen anzuprangern. Auf dieser Grundlage muß das mittelfristig vordringlichste Ziel verfolgt werden, auch nach dem möglichen Inkrafttreten der EU-Verfassung einen verfassungstextlich gestützten Automatismus zum Aufbau Europas als sozial ausgebrannte und hochgerüstete Streitmacht für fremde Interessen aufzuhalten. Keine Gewalt, keine Straftaten, keine Beleidigungen, keine Hetze ! – Wer zu so etwas aufruft muß sich dem Verdacht stellen, für diejenigen zu arbeiten, die er vorgibt zu kritisieren. Insbesondere Gewalt würde dem Netzwerk weiteren Auftrieb und Argumente liefern, denken wir an den instrumentalisierten Einfluss des Ku-Klux-Klan in den 90er Jahren. Nein ! – gefürchtet wird das ruhige und auf nachprüfbaren Informationen basierende freie Wort, welches in der Sache unbeugsam bleibt (Beispiele: die Diskussionen um Dresden oder auch den Kommunismus und seine Vernetzungen im frühen 20.Jahrhundert). Daß es freilich genau die nach diesem Prinzip handelnden Persönlichkeiten sind, denen derzeit am meisten zugesetzt wird, muß hingenommen werden – keine Angst !! Jeder Einzelne kann etwas bewirken, allein durch das freie Wort, durch eine kleine aber deutliche Geste zur richtigen Zeit und am richtigen Ort: Der informierte Leser und Internetnutzer; alle Menschen in allen Berufssparten, die um ihren täglichen Lebensunterhalt kämpfen und um ihrer Zivilcourage wegen Angst um das Leben und die Lebensbasis all ihrer nahe stehenden Menschen haben müssen – werdet nicht gleichgültig gegenüber Eurer inneren Überzeugung, bei allen Schwierigkeiten und Pressionen, denen wir alle heutzutage ausgesetzt sind – lasst uns zusammenstehen, denn leider ist heute die staatliche Kunst des Auseinanderdividierens von Menschen, Behörden und gesellschaftlichen Gruppen weit fortgeschritten – lasst uns mit einer Stimme und mit unserem Wissens um die uns alle betreffende aktuelle Weltpolitik darauf antworten !! ; die Menschen aller Religionen; alle Mitarbeiter von Verlagen, Rundfunk- und Fernsehanstalten – jeder von Euch kann Einfluß nehmen auf das Wirken Eures Arbeitgebers ! ; alle Mitglieder von sogenannten Geheimgesellschaften und Logen – erkennt, daß die primäre Unabhängigkeit Eurer Gesellschaft heute nicht mehr gültig ist – nicht Ihr seid Gegenstand der Kritik, sondern der Überbau, unter dem Eure Gesellschaft scheinbar unabhängig von dem hier dargelegten Netzwerk aktiv ist – das Argument, Ihr hättet mit all dem nichts zu tun mag für den Einzelnen gültig sein, aber nicht mehr für die Vernetzung Eurer Gesellschaft - hier ist etwas im Gange was nicht mehr im rechten Winkel zu den Menschen steht – und noch etwas: derjenige unter Euch, der an die Notwendigkeit des Zwischenstadiums eines ‚Ordo ab Chaos’ glaubt, den klagen wir an ! – bedenkt: alles, was in Euren scheinbar abgeschirmten Kreisen passiert und geredet wird, ist längst Gegenstand der freien Rede und des Denkens der gesellschaftlichen Mitte geworden ; die gewählten und politische Verantwortung tragenden Persönlichkeiten unserer Gesellschaft – nichts darf Eure auf persönlichem Wissen basierende innerste Überzeugung zum Schweigen verdammen, auch die kleinste Geste und die öffentliche Abwehr des Versuchs einer Verstrickung in Rechtfertigungsorgien ist viel wert (Danke an das Ehepaar Gretta und Wim Duisenberg und viele, viele andere bekannte Persönlichkeiten !) – wir warten unverändert auf den Ersten unter Euch, der die überfällige Erwartung seiner öffentlich verkündeten persönlichen Absage an die Zusammenarbeit mit dem Netzwerk erfüllt, denn nur so kann der Rest der Mehrheit folgen! Nichts ist für uns alle wichtiger, als in dieser dunklen Zeit ein ‚Wir’-Gefühl zu bekennen: Wir – das ist die bewusst denkende Mehrheit auf diesem Erdball, welche die eigentliche Globalisierung in unserer Zeit reflektiert.

Eine weitere gute Grundlage zur Bewusstseinsbildung sind zwei aktuell gültige Statements, die unabhängig voneinander entstanden sind, sich aber zueinander wie Frage und Antwort verhalten. Zum einen die aktuelle Stellungnahme des Präsidenten der B’nai B’rith international, Joel L. Kaplan, die in der mehrfach wiederholten Frage kulminiert "Was ist los mit uns?". In diesem Statement findet sich die folgende Passage: "Wenn wir uns gegenseitig nicht respektieren und jeden anderen nicht fair und gleich behandeln können, dann können wir dies auch nicht von der nicht-jüdischen Gesellschaft erwarten. Und so frage ich: Was ist los mit uns?". Zum zweiten ist die nicht zuletzt aufgrund ihres medialen Totschweigens berühmt gewordene Rede des Wiener Rabbiners Mioshe A. Friedman auf der Wiener antizionistischen Rabbinerkonferenz vom 01.Juli 2004 zu nennen. Statt eines Kommentars wird diese heute schon als historisch zu bezeichnende und zukunftsweisende Rede am Ende dieser Schrift vollständig wiedergegeben, zumal sie in ihrem Kern einen wichtigen Bezug zu den in dieser Schrift dargestellten Sachverhalten bildet. Die Rede ist auch in vielen Internetquellen im hier wiedergegebenen Originaltext einsehbar, teilweise über Sekundär-Links.

- Beginn der Rede -

Sehr geehrte Damen und Herren! Hochgeschätzte Ehrengäste, liebe Freunde!

Ich darf Sie alle herzlich begrüßen und freue mich, daß so viele bedeutende Persönlichkeiten, hochrangige Politiker und Universitätsprofessoren, Rechtsanwälte, Ärzte, Botschafter, Oberrabbiner und Rabbiner heute hier zusammengekommen sind. Dafür danke ich herzlich. Ich bin es nicht gewöhnt, in der deutschen Sprache Reden zu halten und bitte daher um Ihr Verständnis. Ich werde meine Rede auch möglichst kurz und sachlich halten, um dann das Wort an meine hochgeschätzten Kollegen und die Ehrengäste zu übergeben.

Die Situation, in der sich das thoratreue, gläubige Judentum seit Jahrzehnten befindet, ist äußerst schwierig, ja fast unerträglich. Die weltpolitische Entwicklung insbesondere im Nahen Osten läßt uns schwere Gefahren für unsere Zukunft und die unserer Kinder fürchten. Dies hängt mit vielen Irrtümern und Lügen über den wahren Charakter des Judentums zusammen, die weltweit verbreitet und geglaubt werden. Insbesondere in Deutschland und Österreich sind viele Tatsachen tabuisiert, und wer es wagt, sie anzusprechen, setzt sich großen Gefahren aus. Dennoch wollen wir bei dieser internationalen Konferenz diese Tatsachen auf den Tisch legen und daraus auch Schlussfolgerungen ziehen, denn nur so kann sich die Lage ändern, woran jeder von uns nur Interesse haben kann. Gerade jetzt, anlässlich der Theodor Herzl-Feierlichkeiten, müssen einige grundsätzliche Punkte angesprochen werden, die wesentliche Grundsätze der jüdischen Religion betreffen. Die staatlichen Feiern hier in Österreich und in anderen Ländern erwecken ja den Eindruck, als wäre der Zionismus mit dem Judentum gleichzusetzen oder zumindest eine legitime, politische Richtung des Judentums. Das Gegenteil ist der Fall!

Bevor wir diese Tatsache weiter erklären, müssen wir aber feststellen, daß es sich bei unserer Kritik nicht um eine politische Kritik handelt, sondern wir einzig und allein vom Standpunkt unserer Religion, also unseres Glaubens aus, sprechen. Wir bringen keine politischen, sondern religiöse Gründe vor, denn von der Politik halten wir uns aus moralischen und religiösen Prinzipien grundsätzlich fern. Der wichtigste Punkt, den alle glaubenstreue Juden und damit alle hier versammelten Oberrabbiner und Rabbiner teilen, ist, daß wir das uns von Gott auferlegte Schicksal der Diaspora zu tragen haben. Diese wichtige Glaubensüberzeugung wird von vielen Nichtjuden oft nicht verstanden, darum betone ich sie hier: Seitdem wir Juden das uns von Gott auferlegte Schicksal der Diaspora gläubig ertragen, versuchen wir, ohne Probleme und Konflikte als loyale Bürger des jeweiligen Staates, in dem wir uns befinden, zu leben. Wann immer es in diesen vielen Jahrhunderten zu Schwierigkeiten und Konflikten gekommen ist, haben unsere Oberrabbiner versucht, mit Unterordnung Überzeugungsarbeit und herzliches Bitten um Barmherzigkeit zu einer Lösung mit der Obrigkeit zu kommen. Und eine solche friedliche Lösung wurde in den allermeisten Fällen auch herbeigeführt und zwar ohne Provokationen oder die Spiele der Machtpolitik. Die Probleme sind erst gewachsen und größer geworden nach der sog. "Emanzipation", als die Vorstellungen der Aufklärung und des Liberalismus im Judentum Einzug hielten und bestimmte jüdische Kreise sich davon politische Vorteile erhofften. Jahrtausende hat unsere Glaubensgemeinschaft in Deutschland und mit dem deutschen Volk in friedlichem Zusammenleben dessen Gastfreundschaft genossen mit einem großen Maß an Religionsfreiheit. Sogar als die zionistische, reformierte Gemeinde das glaubenstreue Judentum zu verfolgen begann, ist uns das deutsche Volk zur Seite gestanden, die deutschen Behörden haben daher meinem Vorgänger Oberrabbiner Samsan Raffael Hirsch die Genehmigung zur Gründung einer eigenen orthodoxen jüdischen Kultusgemeinde gegeben und sie mit allen nötigen Privilegien ausgestattet. In dieser Zeit ist Theodor Herzl öfters nach Deutschland gereist, um, wo immer es möglich war, ja sogar beim Kaiser, gegen uns Stimmung zu machen und gegen das thoratreue Judentum zu hetzen. Teilweise ist er dabei auf Widerstand gestoßen. Theodor Herzl hat jedoch mit seinen Aktivitäten den Antisemitismus willentlich angeheizt, weil er dadurch die Bereitschaft der europäischen Juden zu erwecken suchte, einen Judenstaat anzustreben. Letztlich hat er damit aber die Katastrophe des Judentums herbeigeführt. Weil die Zionisten den Staat Israel herbeiführen und die jüdische Auswanderung nach Palästina fördern wollten, sind sie nicht einmal davor zurückgeschreckt, Pogrome in Russland anzuheizen und zu provozieren – so furchtbar das klingt, meine Damen und Herren, ist es doch beweisbar! Ebenso haben die Zionisten Hitler und das deutsche Volk durch Boykottaufrufe und andere politische Aktionen zu provozieren versucht, sie haben die Nürnberger Gesetze begrüßt und alles getan, den Antisemitismus weiter anzuheizen. Die Zionisten tragen daher eine wesentliche Schuld am Holocaust.

Wir orthodoxe, glaubenstreue Juden haben mit diesen Dingen nicht das Geringste am Hut gehabt. Wir haben uns nicht beteiligt an den Provokationen gegen Hitler und das Dritte Reich. Wir haben uns nicht beteiligt an den Boykottaufrufen und der internationalen Propaganda. Dennoch sind gerade wir zu den wahren Opfern des Holocausts geworden. Nach unserer Glaubensüberzeugung ist der Holocaust zwar die Strafe Gottes für das jüdische Volk, das sich im Zionismus vom Glauben abwandte, wenngleich die hauptsächlichen Opfer dieses Holocaust die orthodoxen Juden waren. So unglaublich es klingt, ist es doch unbestreitbar wahr: Unsere Oberrabbiner haben sogar in Auschwitz deklariert, daß wir zwar den Zionismus abgelehnt und bekämpft haben, aber doch zuwenig und mit zu geringen Mitteln, weshalb auch uns die Strafe Gottes nicht unberechtigt trifft. Ich weiß, daß solche Sätze heute in Europa kaum mehr verstanden werden. Ich weiß, daß solche Sätze bei vielen Europäern Unverständnis und Kopfschütteln hervorrufen, weil die meisten Europäer auch ihren, christlichen Glauben nicht mehr ernst nehmen. Dennoch: Das ist unsere Glaubensüberzeugung! Die Zionisten aber haben es nach dem Krieg sogar geschafft, sich als einzige legitime Vertreter des Judentums darzustellen. Vor allem durch die Besatzung Deutschlands und Österreichs wurde dies ermöglicht. Die Auswirkungen sind schrecklich! Im Namen des Judentums – und wir glaubenstreue Juden haben damit wirklich nichts tun – wird seit Jahrzehnten auf die gesamte politische und wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands massiven Druck ausgeübt. Deutschland ist nach wie vor ein besetztes Land, nach wie vor gilt die Feindstaatenklausel der Vereinten Nationen für Deutschland, das heißt Deutschland ist kein gleichberechtigtes Mitglied der UNO! Beispiel für die unfassbare Erniedrigung Deutschlands ist es, daß ein Herr Michel Friedman – der leider den gleichen Nachnamen wie ich trägt –, ein moralisch fragwürdiger Kokainbenützer und Prostituiertenbesucher, die Möglichkeit besitzt, dem deutschen Volk moralische Vorhaltungen zu machen und moralische Bedingungen zu stellen – und das alles im Namen des Judentums! In Österreich ist die Situation nur unwesentlich besser. Auch hier wird ein Theodor Herzl als große Persönlichkeit dargestellt, obwohl er dem Judentum in Wahrheit ungeheuren Schaden zugefügt hat, weil er gegen den Willen Gottes versucht hat, aus einer rein spirituellen, rein geistigen Religion ein politisches Machtsystem zu machen, ein Machtsystem, das wie alle politischen Machtsysteme Gegner und Feinde hat und diese bekämpft. Die Palästinenser, die Bevölkerung Palästinas, mußte logischerweise zum Feind eines solchen zionistischen Machtsystems werden. Die Folgen, der Krieg, die Intifada, die antijüdischen Terroranschläge und die ebenso terroristischen Schläge der israelischen Armee gegen palästinensische Führer mit ebenso vielen zivilen Todesopfern sind uns allen bekannt. Als glaubenstreue Juden können wir die Lehre des Dr. Theodor Herzl niemals akzeptieren. Als glaubenstreue Juden stehen wir dem Zionismus völlig ablehnend gegenüber. Als glaubenstreue Juden sehen wir den Zionismus als Verrat an Gott und der jüdischen Religion. Wir thoratreue Juden wollen auch in Zukunft in Frieden unter den Völkern leben, unter den Deutschen wie unter den Arabern, wir wollen kein Volk erpressen, kein Volk politisch unter Druck setzen, sondern nur die Möglichkeit haben, wo immer wir leben, in Frieden Gott anzubeten. Daher stehen wir in scharfer Opposition zur zionistischen Machtpolitik. Daher stehen wir in scharfer Opposition zu allen Versuchen, seitens internationaler so genannter jüdischer Organisationen, Länder wie Deutschland und Österreich politisch oder finanziell zu erpressen. Daher mischen wir uns auch bewußt nicht in die inneren Angelegenheiten der Länder ein, in denen wir leben. Als der Bundestagsabgeordnete der CDU, Dr. Martin Hohmann, in allen vom Glauben abgefallenen Menschen die eigentlichen Täter des 20. Jahrhunderts sah, ob Bolschewisten oder Nationalsozialisten, haben wir diese Analyse nur unterstützen können. Als gegen Österreich aufgrund seiner schwarz-blauen Regierung von verschiedenen Staaten Boykottmaßnahmen beschlossen wurden, haben wir öffentlich festgestellt, daß wir eine solche Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines Landes für nicht statthaft erachten und unserer Auffassung nach das österreichische Volk jedes Recht hat, die Regierung zu wählen, die es sich selber geben will. Wir haben damals sogar aus eigener Kasse ein großes Inserat in der "New York Times" geschaltet, in dem glaubenstreue jüdische Oberrabbiner aus der ganzen Welt dieser Auffassung ihre Unterstützung verliehen haben.

Ich hoffe, meine sehr geehrten Damen und Herren, daß es mir gelungen ist, Ihnen klarzumachen, daß der Zionismus eines Theodor Herzl nichts mit den Überzeugungen des wahrhaft glaubenstreuen Judentums zu tun hat. Es ist hoch an der Zeit, daß auch die offiziellen Repräsentanten der Republik Österreich erkennen, daß das thoratreue Judentum von uns repräsentiert wird und daß es neben der sogenannten israelitischen Kultusgemeinde andere Ansprechpartner für sie gibt. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die wesentlichen heiklen Punkte, die wir in dieser internationalen Rabbiner-Konferenz ansprechen wollen, habe ich in meinen einleitenden Worten bereits angerissen. Ich begrüße im Besonderen und freue mich über ihr Kommen:

… es folgen einige Namensnennungen, anschließend Fortsetzung der Rede:

Abschließend möchte ich nun noch einen grundsätzlichen Appell dieser internationalen Rabbiner-Konferenz äußern: Wir tragen an die Bundesrepublik Deutschland und insbesondere an die CDU-CSU-Fraktion die herzliche Bitte heran, das ungeheure Unrecht, das gegenüber Dr. Martin Hohmann begangen wurde, wieder gutzumachen, seinen hervorragenden Namen wiederherzustellen und ihn als Politiker und Repräsentanten seines Heimatkreises voll zu rehabilitieren. Wir können es nicht unwidersprochen hinnehmen, daß unberechtigterweise und gegen alle Gebote unserer Religion erpresserische Versuche unternommen werden, Menschen, die den Mut haben, die historische Wahrheit anzusprechen, als Antisemiten zu verleumden und ihnen fälschlicherweise ein antijüdisches Gedankengut zu unterstellen. Es ist unerträglich, wenn heute zur Durchsetzung bestimmter politischer Ziele die Geschichte des jüdischen Volkes und das Schicksal des Judentums unter Hitler als Waffe instrumentalisiert werden. Leider geschieht dies heute allzu oft. Leider wird mit dem Sterben und dem Tod unserer Vorfahren so häufig tagespolitisches Kapital geschlagen. Im Gegensatz zu diesen, regelmäßig durch die Medien geisternden Gedanken streben wir thoratreue Juden eine vollständig unbelastete, friedliche und freundschaftliche Zukunft mit dem deutschen Volk an. Daher fordern wir auch ein Ende des Besatzungsstatus von Deutschland und ein Ende der Feindstaatenklausel der Vereinten Nationen, denn nur so kann für Deutschland – und damit auch für Österreich ein endgültiger historischer Schlußstrich unter die Vergangenheit gezogen werden. Bevor man ein Ende des Besatzungsstatus des Iraks oder Palästinas fordert, muß man ein Ende des Besatzungsstatutes für Deutschland fordern: Das Ende eines zum großen Teil informellen, das heißt geistig medial aufrechterhaltenen, und in dieser Form auch auf Österreich erstreckten Besatzungsstatutes, der nur durch den Missbrauch unseres Namens und unseres Glaubens so etabliert werden konnte.

- Ende der Rede von Oberrabbiner Moishe A. Friedman vom 01.Juli 2004 -

- Ende des Dokuments -



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Sehr wohl war der Inhalt der "EU-Verfassung" Gegenstand der öffentlichen Diskussion !

Am 13. Mai 2005, also kurz nach Ratifizierung der "EU-Verfassung" im Deutschen Bundestag, erschien in der MAZ ein redaktioneller Kommentar mit der Überschrift "500 dröge Seiten", in dem die mangelnde Übersichtlichkeit und die Länge des Verfassungstextes kritisiert, sowie folgende Behauptung aufgestellt wurde: "... hat sich kein Mensch die Mühe gemacht, auch nur ansatzweise von dem etwas zu vermitteln, was dieses künftig grundlegende (!!) Gesetzeswerk der Europäischen Union praktisch bedeuten kann. Hätte man es versucht, wäre vermutlich auch nicht mehr dabei herausgekommen, weil die Lektüre der EU-Verfassung eine Zumutung ist ...". Auf diese Aussage, welche sinngemäß von der westlichen Medienlandschaft zu dieser Zeit breit gestreut wurde, bezieht sich der folgende unveröffentlicht gebliebene Leserbrief, welcher der MAZ am 14.Mai 2005 zugesendet wurde.



Was genau steht in dieser Verfassung ?
Entgegen der Aussage in dem Kommentar trifft es nicht zu, daß sich kein Mensch die Mühe gemacht habe, zu vermitteln, was die EU-Verfassung künftig in der Praxis bedeuten wird. Sehr wohl sind besonders der Abschnitt "Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik" (Artikel III-292 bis 312) und der Abschnitt "Würde des Menschen" (aus der Schlussakte) Gegenstand der wissentlich von der Tagespresse ausgeklammerten öffentlichen Diskussion gewesen. Der Bürger soll sich eine internationale Situation vergleichbar dem Irak-Krieg oder ein zukünftiges EU-Mitglied Israel vorstellen und dann die folgenden Fakten im Verfassungstext nachprüfen: Unkritische Übernahme der vielfach mißbrauchten Begriffe "Weltordnungspolitik" und "Bekämpfung des Terrorismus" ; Absolute Macht des Europäischen Rates über die Bildung von Leitlinien und Beschlüssen, wobei sich das Demokratieprinzip auf die Stimmgewichtung innerhalb des Rates ohne jeden Bezug zu Bürgern und nationalen Parlamenten beschränkt ; Mehrfache Wiederholung des Diktats, daß die Beschlüsse dieses Rates auch für offizielle Stellungnahmen (!) aller Mitgliedsstaaten bindend sind ; die Formulierung in der Schlussakte "Ein Staat kann in seinem Recht die Todesstrafe für Taten vorsehen, die in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr begangen werden" – eine Formulierung, die in der Verfassung als "Teil der Charta der Europäischen Menschenrechtskommission" definiert wird. Was findet der Bürger stattdessen in den Tageszeitungen: unglaubwürdige Statistiken über die angeblich steigende Akzeptanz der EU-Verfassung bei den Deutschen. Verschwörungstheorie hin oder her – aufgrund der Rolle der Tagespresse der letzten Jahre wird es aussichtslos sein, diese als überzeugendes Sprachrohr des Bürgers gegenüber der aktuellen und durchsichtig gewordenen Weltpolitik und ihrer Macher darzustellen.

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Eine Drohgebärde, die uns alle angeht !

Der folgende Brief nimmt (längst überfällig) Stellung zu einer seit Jahren in den Medien vielfach gestreuten Aussage von Joseph Fischer, die jeweils unkommentiert verbreitet wurde, zuletzt in der Mainzer Allgemeinen Zeitung am 14.Juni 2005 am Ende eines Artikels mit der Überschrift "Neuer Streit um EU-Beitritt der Türkei". Interessanterweise erscheint das unten genannte Zitat nicht in diesem Artikel, sondern als unkommentierter Anhang mit der Überschrift "Zitat", also mit eindeutig signalartiger Wirkung für den Leser. Der Brief wurde der MAZ am 16.Juni 2005 zugesandt und dann in großen Teilen am 21.Juni 2005 veröffentlicht, also während einer Phase, die gekennzeichnet war von einer Doppelstrategie der Medien zur Absicherung des kommenden Regierungswechsels: Sammeln aller verwertbaren Stellungnahmen gegen Persönlichkeiten und Politik der rot-grünen Bundesregierung, sowie breite Bekanntmachung des neuen Parteienbündnisses und effektiven Wahlhelfers der Unionsparteien (WASG). Die im folgenden fettgedruckten Passagen wurden nicht veröffentlicht. So wurde dem Leserbrief in der Zeitung eine Überschrift gegeben, welche eine wesentliche Aussage des Leserbriefes (siehe den nicht-veröffentlichten letzten Absatz) in sein Gegenteil verkehrt: die Überschrift in der MAZ lautete "Viele Fragen - keine Antworten".



Fragen, auf die der Bürger stichhaltige Antworten hat
Es handelt sich hier um eine von Fischer bereits mehrfach wörtlich wiederholte signalhafte Aussage, die jeweils gebetsmühlenhaft als Antwort auf Kritik zum EU-Beitrittsersuchen der Türkei verbreitet wurde und die weder von Fischer selbst, noch von der verbreitenden Tagespresse bisher präzisiert, kommentiert, analysiert oder auch nur hinterfragt wurde, was der Bürger somit nachholen muß. Gemeint ist seine Aussage: "Wir müssen zu den eingegangenen Verpflichtungen stehen, sonst würden wir dafür einen hohen Preis zu zahlen haben." Unbestreitbar ist, daß das "wir" hier doppeldeutig für zwei verschiedene Adressaten gebraucht wird: diejenigen – also wir Bürger, welche bei erfolgreicher Abwendung eines EU-Beitritts der Türkei einen nicht näher definierten hohen Preis zu zahlen hätten, sowie diejenigen, welche an den angestammten Bürgern Europas vorbei irgendwelche in der Öffentlichkeit nicht näher präzisierten Verpflichtungen eingegangen sind. Was also ist hier konkret gemeint? Wie kann es angehen, daß eine effektiv als Drohgebärde anzusehende und den ungeheuerlichen Begriff "hoher Preis" enthaltende Äußerung von den Medien plakativ und signalartig, da mehrfach wiederholt und jeweils unkommentiert publiziert wird? Welche Drohungen sind gegenüber Deutschland, dem alten Europa, seinen Politikern und seinen Bürgern ausgesprochen worden? Von wem? An wen genau soll dieser "hohe Preis" gezahlt werden? Bei gemeinsamen Treffen von Medienvertretern, Politikern, und offiziell nicht in den Medien genannten Organisationen wird zu besprechen sein, ob diese Art einer signalartigen "Öffentlichkeitsarbeit" wirklich noch zeitgemäß ist, oder ob man die Aufarbeitung der aktuellen Weltpolitik weiterhin dem Bürger alleine überlässt, der inzwischen genügend Indizien für stichhaltige Antworten auf die gestellten Fragen hat.

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Publikation eines üblen Cartoons des neuen iranischen Präsidenten

Umittelbar nach der überraschenden Wahl des Teheraner Bürgermeisters Ahmadinedschad zum neuen Staatspräsidenten der islamischen Republik Iran am 26.Juni 2005 fanden sich erwartungsgemäße Reaktionen der westlichen Mächte: Prompt werden von verschiedenen Stimmen angebliche Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen moniert, von Besorgnis und großer Sorge im Westen ist die Rede, sowie vom "radikalen Populisten" und von der im Westen obligaten Formel "Schlechte Aussichten für die Demokratie" in dem betreffenden Land (Mainzer Allgemeine Zeitung, MAZ, redaktioneller Kommentar vom 27.Juni 2005). Vom Kriegstreiber Rumsfeld stammen die Worte "Er ist kein Freund der Demokratie, und er ist kein Freund der Freiheit". Am 28.Juni 2005 erschien in der MAZ ein thematisch isoliertes Cartoon des neuen iranischen Präsidenten, zu dem der folgende Leserbrief Stellung nimmt. Der Brief wurde am 29.Juni der MAZ zugesendet. Für die Nachwelt ist festzuhalten, daß seit diesem Datum (ca. 3 Tage nach der Wahl) eine absolute Funkstille in den westlichen Medien hinsichtlich des Themas "Wahl im Iran" und "Ahmadinedschad" herrschte und bis heute anhält.



... geeignet, Kriegspläne zu unterstützen ...
Am 28.Juni erschien in der Mainzer Allgemeinen Zeitung ein großes und thematisch isoliertes Cartoon mit dem Untertitel "Erste öffentliche Amtshandlung", welches den gewählten iranischen Präsidenten Ahmadinedschad beim Verbrennen der US-amerikanischen Flagge mittels Feuerzeug zeigt. Dies ist eine üble und niederträchtige Art der Publizistik, mit der ein ebenso niederträchtiges Ziel verfolgt wird: Diejenigen, welche die deutsche Presse kontrollieren, wollen dem Ausland und dem Iran ein falsches Bild davon suggerieren, wie man in Deutschland über den mehrheitlich gewählten neuen Präsidenten denkt. Damit soll eine feindselige Haltung des iranischen Volkes gegenüber Deutschland und Europa herbeigeführt werden, was im Falle eines kommenden Konfliktes als vorteilhaft angesehen wird.
Wir Deutschen halten dem entgegen: Dieses Cartoon gibt nicht die Sichtweise von uns deutschen Bürgern wieder! Wie bereits in der Vergangenheit zur Zeit des Irak-Krieges von G.W.Bush, so nehmen wir auch jetzt Stellung gegen die Hetzkampagnen gegenüber allen Staaten, Politikern, Organisationen und einzelnen Personen, welche sich erklärtermaßen einer Kontrolle durch die USA, Israel, Großbritannien, und ihrer Hintermächte widersetzen. Wir werfen diesen Mächten vor, daß sie eine kriegerische Auseinandersetzung mit dem Iran suchen, diese möglichst schnell herbeiführen wollen, und dabei vorhaben, auch Deutschland mit in den Krieg zu ziehen. Wir wissen aus der Geschichte des Iran, daß das iranische Volk gute Gründe hat, insbesondere den USA und seinen Hintermächten zu misstrauen, die es gewagt haben, seit Generationen die Staatspolitik des Iran nach ihren Vorstellungen beeinflussen zu wollen. Wir Deutschen können auf unseren Straßen sehr gut mit unseren muslimischen Mitbürgern über die aktuelle Tagespolitik sprechen und kommen überwiegend zu den gleichen Ansichten, insbesondere darüber, wer die eigentlichen Terroristen unserer Zeit sind. Dieses Miteinander gibt uns Deutschen ein gutes und sicheres Gefühl: daß man in der islamischen Welt weiß, daß das Deutsche Volk mehrheitlich anders ist und anders denkt, als es die kontrollierte westliche Presse behauptet. Immerhin gibt es aktuell auch eine ermutigende offizielle Stellungnahme aus Deutschland: Die Äußerung von Bundeskanzler Schröder gegenüber G.W.Bush, daß jedes Land der Erde ein Recht auf die friedliche Nutzung der Kernenergie haben müsse.
Dem iranischen Volk und seinem neuen Präsidenten, der eine Politik des Friedens angekündigt hat, senden wir an dieser Stelle die besten Glückwünsche. Wie bereits zur Zeit des letzten Irak-Krieges werden wir Deutschen auch künftig auf alle Aktivitäten der westlichen Presse reagieren, die geeignet sind, die Kriegspläne der USA und Israels zu unterstützen.

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Zu den Anschlägen in London

Einen Tag nach den Anschlägen fanden sich erwartungsgemäße Medienberichte über die Hintergründe der Anschläge: alles deute darauf hin, daß islamische Täter aus dem Gefolge Osama bin Ladens für die Bombenanschläge verantwortlich seien (Mainzer Allgemeine Zeitung, MAZ, redaktioneller Kommentar vom 08.07.2005), einen Tag später die Bezugnahme auf Deutschland: Es sei ein nicht minder ausgeprägter Schwerpunkt des islamischen Extremismus und müsse sich an die Allgegenwart des Terrors gewöhnen. Diese Standpunkte sind gepaart mit den üblichen Versuchen der westlichen Presse, in Krisensituationen England als Vorbild hinzustellen, an denen sich "wir Deutschen" und andere Nationen ein Beispiel nehmen sollten (MAZ, redaktioneller Kommentar vom 09.07.2005). Damit setzt dieser Kommentar fort, was bereits im Kommentar am Morgen des 07.Juli, also noch vor den Anschlägen, eingeleitet wurde: der Zuschlag des Olympischen Kommittees für London sei ein sportliches Trafalgar für die Franzosen; Tony Blair, der bekanntlich seine eigenen Landsleute dem zugesagten Recht auf ein eigenes Referendum zur EU-Verfassung beraubte, gelinge derzeit alles; Putin dagegen führe Krieg gegen die eigene Bevölkerung, sperre erfolgreiche Unternehmer weg und trete die Pressefreiheit mit Stiefeln (MAZ, redaktioneller Kommentar vom 07.07.2005). Es sei hier auch an zwei unwürdige Medienaktivitäten noch am Abend des Anschlages erinnert: ausgedehnte Berichte darüber, wie die Börsen reagiert haben, so als ob dies die wichtigste Analyse an diesem Tag gewesen sei, zweitens ein Fernsehspot der Bild-Zeitung, in dem zunächst die Daten bisheriger Anschläge einschl. des Londoner Anschlags aneinandergereiht wurden, danach das Logo dieser Zeitung erschien.
Der folgende Leserbrief reagiert auf die aktuelle Situation in der Gesamtschau mit denkwürdigen Ereignissen der letzten Zeit und wurde der MAZ am 10.Juli 2005 zugesendet.




Verpflichtung zu kühlem Kopf und zur Rückschau
Die Anschläge sind eine furchtbare Tragödie, bei der unschuldige Bürger ihr Leben lassen mussten. Gerade deswegen verpflichten diese Ereignisse zu einem kühlen Kopf und zu einer Rückschau auf denkwürdige Entwicklungen der letzten Zeit, welche nach den Anschlägen jetzt in verändertem Licht erscheinen:
- die Ernennung des Kriegstreibers Wolfowitz zum Präsident der Weltbank, die jetzt unter dem Deckmantel von G8-Gipfel und Humanität eine Spaltung des afrikanischen Kontinents betreibt und damit die aktuellen Bemühungen der Gemeinschaft der afrikanischen Staaten untergräbt, ihren Kontinent als eigenständige politische Kraft - auch im Interesse einer Hilfe zur Selbsthilfe - zu verstehen;
- der mittels einer geschickt modifizierten Parteienlandschaft vorbereitete Regierungswechsel in Deutschland zugunsten einer berechenbaren Regierung, die in dieser Eigenschaft unser Land schon längst in einen völkerrechtswidrigen Krieg geschickt hätte und ebenso die von den Weltmächtigen bisher vergeblich herbeigesehnte Anfeindung unseres Landes durch die islamischen Nationen längst erreicht hätte;
- das mediale Hochjubeln der letztlich von den sogenannten "noblen Lords" bestimmen und auch andere Regierungen und Denkfabriken beeinflussenden britischen Politik, die vor den Londoner Anschlägen immerhin die Offensichtlichkeit ihrer Intentionen seit der Irak-Krise überdenken mußte und mehrheitlich von denjenigen kritisiert wurde, die jetzt Opfer der fürchterlichen Anschläge wurden und die zuvor des angekündigten Rechtes beraubt wurden, in einem britischen Referendum ebenfalls ‚Nein’ zu dieser Politik und der EU-Verfassung zu sagen: die britische Zivilbevölkerung;
- schließlich die seit den Referenden in Frankreich und den Niederlanden medial abgeschlossene Phase der offiziellen Erklärungsversuche zur Ablehnung der EU-Verfassung durch die Europäer, wobei die in den westlichen Medien erfolgte Ausklammerung des zentralen Gegenargumentes der Bürger nachprüfbar geworden ist und damit endgültig dessen Stichhaltigkeit belegt ist: der Vorwurf des Versuchs der Militarisierung Europas im Interesse der die Globalisierung propagierenden Mächte.

Es ist wahrscheinlich, daß die unmittelbar Ausführenden der Londoner Anschläge erneut dem breiten Personenkreis mit gewaltbereiter und antizionistischer Grundhaltung, sowie fehlender politischer Weitsichtigkeit hinsichtlich des eigenen Handelns zuzurechnen sind. Doch auch soviel muß klar sein: Jedem kühl kalkulierenden primären Drahtzieher der Anschläge war von vorneherein bewußt, daß es genau die oben genannten politischen Kreise sind, welche durch diese Anschläge eine weitere Handhabe zur Forcierung ihrer bisherigen Politik erhalten und jetzt verstärkt versuchen werden, weitere Staaten dieser Erde (auch mit moralisierenden Argumenten) an diese Politik zu binden. Anlässlich des G8-Gipfels und der hierzulande bevorstehenden Wahl sind damit auch die afrikanischen Nationen und Deutschland gewarnt !

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Zum Tode von Wim Duisenberg

Gestern, am Morgen des 31.07.2005 (Q = 18) wurde Wim Duisenberg im Swimmingpool seines Ferienhauses in Avignon tot aufgefunden. In der Mainzer Allgemeinen Zeitung erschien heute (01.August 2005) neben einem Porträt des Niederländers auch ein Kurzartikel auf Seite 1 mit der Überschrift "Wim Duisenberg ertrunken", im Text dann aber ein Zitat des zuständigen Staatsanwaltes Sampieri: "Er starb eines natürlichen Todes an den Folgen einer Herzschwäche". Ähnlich berichtete hierüber Reuters/Paris, worauf im folgenden Leserbrief Stellung bezogen wird, der umgehend der Redaktion der MAZ zugesandt wurde - umgehende Gedanken daran, daß das Thema "Tod" schon einmal öffentlich mit dem Namen Duisenberg in Verbindung gebracht wurde.

Chronologisch: Die Ehefrau des ehemaligen EZB-Chefs, Gretta Duisenberg, setzt sich für die Rechte der Palästinenser ein. Nachdem Sie während der ausufernden Terrorakte Scharons Anfang 2002 (siehe entsprechende Leserbriefe auf dieser Website) demonstrativ eine palästinensische Flagge vor ihr Haus in einem noblen Ortsteil Amsterdams hing, erhielt sie eine Morddrohung, bestätigt durch die Amsterdamer Polizei. Nach verschiedenen Berichten auf palästinensischen, deutschen und internationalen Netzseiten soll Frau Duisenberg nach dem zu erwartenden Druck auf das Ehepaar folgendes geäußert haben: "Ich werde die Flagge wieder einziehen, aber sobald die Palästinenser ihren eigenen Staat haben, werde ich eine noch größere Flagge aushängen". Weiterhin betonte sie, sie sei nicht antisemitisch, aber antiisraelisch und fügte hinzu, daß wenn die Israelis wirklich Frieden wollten, sollten sie aufhören, ständig Land für die jüdischen Siedlungen zu konfiszieren. Nach Berichten einer palästinensischen Website stammt auch die Aussage von ihr, daß es nicht selten sei, daß die Israelis Häuser der Palästinenser in die Luft sprengten, und daß die Nazis während ihrer Besatzung der Niederlande nie soweit gegangen seien. Gemeinsam versuchten der Vorsitzende der Juden in den Niederlanden, die Anti-Defamation-League (ADL) der B'nai B'rith, sowie der World Jewish Congress (WJC) zu erreichen, daß Duisenberg in den USA als eine Persona non grata deklariert wird, nachdem von ihm keine distanzierende Stellungnahme zu den Aktivitäten seiner Frau zu erhalten war - Drohgebärden, die bei vielen anderen Europäern in solchen Führungspositionen längst zu einer verbalen Entschuldigungs-Diarrhoe geführt hätten. Anders das Ehepaar Duisenberg: Ungeachtet dieser massiven Drohgebärden soll Duisenberg Ende 2002 einem Journalisten auf eine entsprechende Frage geantwortet haben: "Sie können sich denken, wie ich darüber denke". Anfang 2003 besucht Frau Duisenberg Palästinenserpräsident Araft in Ramallah und Wim Duisenberg wiederholt, daß er 100%ig hinter den Aktivitäten seiner Frau stehe. Dies veranlaßte ADL-Chef Abraham H. Foxman zu einer "Protestnote" an Romano Prodi mit folgenden Schlussworten: "Es ist entscheidend für die Führer der EU, wachsam zu opponieren gegen den Mißbrauch einer EU-Schirmherrschaft und gegen deren Imprimatur (soll heißen: Bekanntmachung) im Sinne politischer Agendas, welche das Risiko bergen, Glaubwürdigkeit (englisch: credibility !) und Objektivität dieser Institutionen zu unterminieren". Von Abraham Foxman stammt übrigens die Aussage: "Anti-Zionismus ist gleich Anti-Semitismus. Darüber darf es keine Debatte geben".

Zwei weitere Berichte, welche derzeit aktuell sind: Die publizierte Besorgnis über die Rede von Papst Benedikt, in welcher der Terror in Ägypten, Großbritannien, Türkei und Irak verurteilt werden, nicht aber in Israel; zum Zweiten der Protest gegen die als "anti-israelisch" bezeichneten Äußerungen des Londoner Bürgermeisters Ken Livingstone, der nach den Londoner Anschlägen die israelische Besetzung Palästinas als die Kernursache der Selbstmordattentate in diesem Lande bezeichnet hatte. Alles bis hierher Dargelegte beruht auf nachprüfbaren und im Internet einsehbaren Berichten, dagegen handelt es sich nicht um persönliche Stellungnahmen. So geht es auch im folgenden Leserbrief um die Forderung nach Wahrheit und Nachprüfbarkeit. Der Brief wurde der Mainzer Allgemeinen Zeitung heute am 01.August 2005 zugesendet.




Betroffenheit
Mit tiefer Betroffenheit muß der Bürger die Nachricht über den Tod Wim Duisenbergs zur Kenntnis nehmen, zusammen mit einer medizinisch gesehen völlig abwegigen, weil eindeutig verfrühten Behauptung des französischen Staatsanwaltes. Kaum 12 Stunden nach Auffindung im eigenen Swimmingpool der Villa in Avignon heißt es gemäß Reuters/Paris: "Ein krimineller Hintergrund sei absolut auszuschließen", wohlwissend, daß eine diese Aussage voraussetzende Diagnostik innerhalb dieser Zeitspanne nicht abgeschlossen sein kann.
Was bleibt ist die Erinnerung an einen Deutschland wohlgesonnenen Mann, an die Antisemitismusvorwürfe gegen seine Ehefrau wegen deren offenen Engagements für die Palästinenser, an Wim Duisenbergs nie widerrufene Aussage von Anfang 2003, er stehe angesichts dieser Vorwürfe 100%ig hinter seiner Frau, an die Versuche der Anti-Defamation-League, den EZB-Chef als eine in den USA unerwünschte Person erklären zu lassen - ein Ersuchen, dessen Erfolg bisher weder bestätigt noch dementiert wurde.
Unser tiefempfundenes Mitgefühl und alle Wünsche für das persönliche Wohlergehen gelten in dieser schlimmen Stunde seiner Ehefrau Gretta und der gesamten Familie Duisenberg.

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Neuwahlen und Wahlbetrug in Deutschland - 2005

Diese Schrift wurde rechtzeitig vor den Neuwahlen 2005 veröffentlicht (siehe auch PDF-Version) und wird hier im originalen Wortlaut wiedergegeben.




Deutschland wurde vom derzeit wütenden Phänomen des
supranational organisierten Wahlbetruges eingeholt



28.August 2005 a.D.

Zeitgleich, unter der Oberfläche von fadenscheinigen Argumenten aller etablierten Parteien, wird eine Neuwahl gegen alle (freilich dadurch als hohl erkennbaren) Regeln der parlamentarischen Demokratie durchgesetzt, sowie ein Retortenbündnis namens ‚Die Linke-PDS’ (DLPDS) in die Parteienlandschaft gesetzt, welches nach massivem medialen Hochpuschen eine berechenbare Aufgabe erfüllen wird: durch massiven Stimmenraub im Lager von SPD, NPD, Republikanern und Grünen den Machtwechsel in Deutschland sicher herbeizuführen zugunsten einer 100%ig der US/israelischen Politik gefügigen unionsgeführten Regierung, die nicht zögern wird, deutsche Soldaten für diese Politik und gegen die uns Deutschen wohlgesonnenen Völker in den Krieg zu schicken, und deren Antisozialpolitik zudem den offiziell genannten Zielen der DLPDS diametral entgegengesetzt sein wird. Dies alles wissen die Herren Gysi, Lafontaine und ihre Auftraggeber ! – eine besonders eindrucksvolle Bestätigung: patriotische Argumente für eine Bevorzugung deutscher gegenüber ausländischer Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt aus dem Munde eines Herrn Lafontaine; einer der im Hinblick auf die einsetzende Bewusstseinsbildung glücklichen Fehlgriffe im Bauwerk dieses Wahlbetruges. Weitere Beispiele für eine derart handfeste ‚Unterstützung’ des Regierungswechsels: Regelmäßige Streuung von Berichten und Aussagen gegen die rot/grüne Regierung und insbesondere gegen Kanzler Schröder; häufige Publikation entsprechender einseitig gefilterter Leserbriefe, oft an exponierter Stelle; der bekannte immense und undemokratische Druck auf den Bundespräsidenten und die Karlsruher Richter zwecks Herbeiführung einer Entscheidung im Sinne der stets begleitenden Medienberichte, daß man ‚einigermaßen sicher’ von Neuwahlen ausgehen könne – dies begleitet von einer demonstrativen Nicht-Achtung beider Institutionen: aufwendige Medienberichte vor den Entscheidungen des Bundespräsidenten und der Karlsruher Richter derart, als ob die Durchführung der Neuwahlen außer Frage stünde - die krassesten Beispiel hierfür: der ehemals maßgeblich an der Verunglimpfung von Martin Hohmann beteiligte Wolfgang Bosbach ermahnt die Bundesrichter, nicht nur im Sinne des Grundgesetzes zu entscheiden (!!); zur Zeit des Verfassens dieser Schrift die im ZDF verbreitete Indiskretion, man könne davon ausgehen, daß sich lediglich einer der 8 Richter vorgezogenen Neuwahlen widersetzen werde – eine in der Tat eingetretene eindrucksvolle Bestätigung des eigentlichen Stellenwertes von Bundespräsident und Bundesverfassungsgericht innerhalb der Hierarchie der gegenwärtigen vernetzten Machtpolitik; am Abend danach: die Benachrichtigungen zur Wahl werden per Post in die Haushalte versendet, die Entscheidung aus Karlsruhe nicht abwartend; schließlich die endgültige Bestätigung aus der Illuminatenstadt am 25.August. Den Rest des Machwerkes werden berechenbarerweise die im ehemaligen Westen seit Generationen nur noch schwarzsehenden und bis heute einer kritischen Reflexion entzogenen, weil wertkonservativ sedierten Stammwähler besorgen ("Papa hat auch immer so gewählt"). Übereinstimmend mit den Baumeistern des geplanten Regierungswechsels wird man kaum erwarten dürfen, daß Merkels und Schäubles eindeutige Versuche der Nötigung Deutschlands zur Teilnahme an einem völkerrechtswidrigen Krieg wesentlichen Einfluß auf das Wahlverhalten dieses zahlenmäßig großen Wählerpotentials haben wird. Oder ? Es geht nicht um Parteien oder Personen, sondern um die Zukunft eines ganzen Landes.

Damit reiht sich Deutschland ein in die aktuell stetig länger werdende Liste von Staaten (siehe v.a. Berichte über die USA und die Ukraine auf dieser Website), in denen unter dem Deckmantel der Begriffe ‚freie Wahlen’ und ‚Demokratie nach westlichem Vorbild’ auf undemokratische Weise eine der aktuellen globalistischen Politik gefügige Regierung etabliert wurde bzw. werden soll. Im Falle des Wahlbetruges in Deutschland besteht die Besonderheit, daß die Kreise um die führende Partei der künftigen Regierungstruppe aktiv an den undemokratischen Aktivitäten der Wahlmanipulatoren (siehe Ukraine) beteiligt waren, teils in Form der kaum als naiv zu bezeichnenden medialen Unterstützung für die Orangene Revolution, teils über direkte Kontakte zu CIA und Albright mittels diverser Stiftungen und Think-Tanks. Es gibt einen Namen für derartige ‚Regierungen’ ! Somit hat sich – leider – ein Großteil der schlimmen Visionen bewahrheitet, die auf dieser Website im Juli letzten Jahres niedergeschrieben wurden: die Absicherung des offiziell nach wie vor geleugneten Beitrittsautomatismus der Türkei durch die rot/grüne Regierung, der diktierte anschließende Regierungswechsel, die weitere Polarisierung zwischen dem sogenannten ‚Westen’ und der islamischen Welt, jetzt auch zusätzlich noch die Einbindung Deutschlands in einen weiteren völkerrechtswidrigen Krieg ? Die Vision hat sich bewahrheitet, daß dem deutschen Wähler in Form beider potentiell führenden Regierungsparteien nur die Wahl zwischen einer klaren Befürwortung des Beitrittsautomatismus der Türkei, oder einer Befürwortung der Teilnahme Deutschlands an völkerrechtswidrigen Kriegen bleibt – eine Situation, welche die Niederträchtigkeit der Wahlmanipulationen in den USA 2000 und 2004 und in der Ukraine 2004/2005 noch übertrifft.

Die Kriegsdrohungen Bushs und Israels gegen den Iran sind konkret, weniger durch die Rabulistik Bushs, sondern deutlicher durch Stimmen der Jerusalem Post artikuliert, welche unter der Sub-Überschrift "Mit Israel jetzt" auch in Deutschland und in Deutscher Sprache im Internet publiziert wurden: "Der wirkliche Feind heißt Iran" "Ein Krieg mit dem Iran steht außerhalb jeder Frage …". Die traditionelle Verbundenheit Deutschlands mit dem Iran muß an dieser Stelle bekannt sein, ebenso die seit dem 19.Jahrhundert wiederholten blutigen Aktivitäten Englands, der USA und der sie beherrschenden Mächte zur Unterwerfung des Iran, die Nötigung Irans und anderer Staaten, gegen ihren Willen Deutschland im 2.Weltkrieg als Feindstaat zu bezeichnen und damit die Nötigung Irans, sich in eine Allianz mit seinen eigenen Peinigern zu begeben - also genauso, wie Deutschland derzeit (bis jetzt zum Glück vergeblich) genötigt wird, sich in eine ebensolche Allianz gegen den Iran zu begeben. Erwartungsgemäß daher die Reaktion der Medien auf die Kritik Schröders an den Kriegsdrohungen Bushs: alles nur Wahlkampf (s. redaktionelle Kommentare der Mainzer Allgemeinen Zeitung / MAZ vom 15. und 20.August, sowie weitere Berichte in mehreren Tageszeitungen), eine gerade durch die gequälte Zurücknahme dieses Themas aus der täglichen Berichterstattung eindrucksvoll wirkende Selbstentlarvung der deutschen Medienlandschaft als seit dem Irak-Krieg unverändert in der Hand der kriegstreibenden Mächte stehend. Aus dem Munde von ehemals die deutsche Teilnahme am völkerrechtswidrigen Irak-Krieg propagierenden Personen wird jetzt die Nominierung Schröders für den Friedensnobelpreis als unverdient bezeichnet (zumal er Deutschland damals in eine Allianz mit Syrien ‚gezwungen’ habe, siehe redaktioneller Kommentar der MAZ vom 24.August), sowie die Forderung ausgesprochen, Putin angesichts der russisch-chinesischen Militärmanöver an seiner Ehre zu packen, da der Iran ganz oben auf der Liste derer stehe, welche ‚Ruhe und Ordnung in der Welt in Frage stellten’, so daß für ihn (Putin und seine Streitmacht) daher genug Arbeit da wäre (redaktioneller Kommentar der MAZ vom 18.August) – eine ungute Erinnerung daran, daß es England schon einmal gelungen war, die Sowjetunion im Jahre 1941 von der Notwendigkeit einer gemeinsamen militärischen Unterwerfung des Iran zu überzeugen.

Man muß sich bewußt machen, daß vor diesem historischen Hintergrund und im Wissen um die Größe und das Leiden des iranischen Volkes in den letzten beiden Jahrhundert derzeit durch die Medien der noch von Zeiten des kalten Krieges bekannte Tenor vom Kriegsgegner als "dummen Gutmenschen" gestreut wird. Bereits damals hatte die Gesamtheit der sogenannten ‚Linken’ die von den Oligarchen dem Kommunismus und seinen Satellitenbewegungen zugewiesene Rolle – teils bewußt, teils unbewusst – übernommen, nämlich das nationale Selbstverständnis der westlichen Vasallenstaaten zu unterwandern, sowie mittels betont irrealer Argumente und einem bisweilen dissozialen Aktionismus eine geistig wenig ernstzunehmende Scheinopposition zu den bis heute persistierenden Machtstrukturen zu bilden mit berechenbar ausbleibender Wirkung auf deren Politik. Bekanntlich haben sich gerade in Deutschland viele ehemalige Aktivisten in diese Machtstrukturen willig integriert. So darf erwartet werden, daß die DLPDS in einer künftigen Oppositionsrolle die zusätzliche Funktion eines Fliegenfängers für viele ehrliche Kriegsgegner ausführen wird, was die Beibehaltung des genannten Tenors in den Medien erleichtern wird. Die ‚linke’ außerparlamentarische Opposition weist gegenwärtig eine scheinbare Spaltung auf und vollendet damit wesentliche Ziele der Kriegstreiber: Zum einen die von den offiziellen Medien tolerierten, weil niemals angeprangerten ‚Antideutschen’, die nicht einmal vor einer kritiklosen Stützung der US/israelischen Politik und damit auch nicht vor blutiger Gewalt gegenüber antizionistischen Linken zurückschrecken. Zum anderen sind es die in der Tradition der Spartakisten und ähnlich gesinnter Gruppen stehenden Aktivisten, welche dem ‚deutschen Imperialismus’ vorwerfen, einer der größten militärischen und finanziellen Unterstützer des zionistischen Staates zu sein und mit dem rituellen Lippenbekenntnis zur ‚historischen Schuld’ lediglich einem neuen deutschen Nationalismus und Fremdenhass ein gutes Gewissen verschaffen zu wollen. Diese Gruppen unterhalten enge Kontakte zu palästinensischen und anderen arabischen Gruppen und versuchen dort die These vom ‚Fremdenhass’ zwischen die Araber und das deutsche Volk zu stellen, sowie die These zu verbreiten, daß der ‚deutsche Imperialismus’ letztlich der Feind der Araber sei. Dies alles gipfelt in der These der ‚Freien Deutschen Jugend’, daß selbst die Gegner des Irak-Krieges wie Schröder lediglich von imperialistischen Interessen bewegt gewesen seien und daß nach wie vor "Deutschland der größte Kriegstreiber in der Welt" sei – zwei scheinbare Pole eines offiziell nicht angeprangerten außerparlamentarischen Aktivismus mit gemeinsamen Aufgaben im Sinne der US/israelischen Politik: fortgesetzte Verunglimpfung Deutschlands und (mit jeweils unterschiedlicher Argumentationsweise) gezielte Keilbildung zwischen Deutschland und den arabischen Völkern. Trotzdem muß man die ‚Argumente’ beider Scheinpole kennen und werten: Die ‚Antideutschen’ stellen die eigentliche Endstrecke der linken Bewegung des Westens dar, deren einziges gemeinsames Ziel in ihrem selbst gewählten Namen verankert ist und erklärter Teil des prozionistischen Aktivismus der Antideutschen darstellt – also ein bei aller Bedrohlichkeit und Gewaltbereitschaft glücklicher Fehlgriff des Zionismus im Hinblick auf die ihn selbst betreffende weltweite historische Bewusstseinsbildung. Anders die Argumente der antizionistischen Linken: viele dieser Argumente, etwa der Vorwurf der militärischen und finanziellen Unterstützung Israels, sind isoliert betrachtet stimmig, wenn man die Eingangs erwähnten Sachverhalte außer Acht lässt, mit denen versucht wird, Deutschland gegen den Willen seiner Bevölkerungsmehrheit immer weiter in die ihm zugedachte Vasallenposition einer US/israelisch-imperialistischen Politik zu drängen. Die ganze, vor allem aber die islamische Welt und ihre bei uns lebenden Mitbürger werden sich ihr eigenes Bild von diesen Zuständen in Deutschland machen. Eine gute Möglichkeit hierzu ist, die Begriffe "Deutsch, Deutschland, Deutsche" in den Schriften dieser genannten Gruppen durch die entsprechenden Begriffe des eigenen Landes und Volkes zu ersetzen und sich dann zu prüfen, wie man selbst gegenüber derartigen Aktivisten im eigenen Heimatlande reagieren würde. Freilich wird diese Prüfung in eine von unseren ausländischen Mitbürgern häufig zu hörende Frage münden: "Wie lange lasst ihr Deutsche Euch dies eigentlich noch bieten ?" …

… eine auf die derzeitige multimediale Begleitmusik übertragbare Frage, die inzwischen bereits gewohnte Züge aufweist und eindeutig der Unterstützung einer unpopulären supranational gesteuerten Politik dient: gezielte medientechnische Etablierung einer von gleicher Stelle offiziell beklagten Politikverdrossenheit zwecks verbesserter Wirkung einer wahlkampftechnisch inszenierten Aufbruchstimmung, die von den Medien bei Frau Merkel eingefordert wird (MAZ, redaktioneller Kommentar vom 24.08.2005). Die gewollte allgemeine Depression (im mehrfachen Wortsinn) und Politikverdrossenheit wird dabei insbesondere durch die visuellen Medien gestützt, u.a. mittels der zum Jahreswechsel 2004/05 nötigend in allen Haushalten über das digitale Fernsehen etablierten und von den Bürgern finanzierten Propagandasender, in denen geschickt wertvolle, in den anderen Sendern nahezu ausgeklammerte Sendungen über Kunst, Kultur und Wissenschaft mit Kriegspropaganda abwechseln, welche die gewohnten Halbwahrheiten insbesondere zur deutschen Vergangenheit, zusätzlich aber ausgedehnte euphorisierende Berichte über moderne Kriegstechniken verbreiten. Berichte über ehemalige Kriegsverbrechen der derzeit beherrschenden Mächte werden gesendet – an Werktagen zu Unzeiten zwecks Minimierung ihres Einflusses auf die Meinungsbildung mit dem klar erkennbaren Ziel, sich in kommenden Generationen den Vorwurf der einseitigen Berichterstattung zu ersparen, sowie mit Kommentaren, welche eine offene Anklage ausklammern (zwei der unzähligen Beispiele: es kommen sowjetische Vergewaltiger des Jahres 1945 zu Wort, die unkommentiert über ihren damaligen Hass auf alle Deutschen berichten; die britische Versenkung französischer Schiffe im Jahre 1940, die mehr als 1000 französischer Soldaten das Leben kostete, wird als "bis heute umstritten" bezeichnet mit dem Zusatz, daß diese Aktion immerhin eine Signalwirkung auf Deutschland gehabt habe). Weitere Beispiele für das gewollt deprimierende Programmangebot: auch derzeit die geradezu genüßliche Verbreitung wirtschafts- finanz- gesundheits- und sozialpolitischer Hiobsbotschaften; medientechnisch und hermeneutisch auf dem neuesten Stand befindliche Berichte und in Talkshows stattfindende Beschimpfungsorgien über Verbrechen und Alltagssituationen zu bester Sendezeit mit gezielter Verbreitung niederster Abbilder einer als breite deutsche Wirklichkeit verkauften sozialen und spirituellen Wirklichkeit; Auseinanderdividieren der Menschen des alten Europa, sowie verschiedener Interessensgruppen, die jeweils gleichermaßen von der supranationalen Politik gegenüber Deutschland betroffen sind, etwa LKW-Fahrer und Anwohner im Rahmen der Maut-Problematik, sowie die auf niederträchtige Weise gegeneinander ausgespielten Deutschen der ehemaligen Besatzungszonen durch Politiker (Stoiber) und Redaktionen (15.August, Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung über Stoibers Äußerungen: " ... da gibt es sicher viel klammheimliche Zustimmung der Wessis, die die Ossis sowieso nur (!!) für teure Kostengänger des Sozialstaats Bundesrepublik halten") - nur zwei von unzähligen Beispielen dafür, wie eine alle Lebensbereiche tangierende supranationale Zangenpolitik gegenüber einzelnen Nationen noch zusätzlich gesellschaftspolitisch destruktiv genutzt wird. Gegenüber den durch ihr Alter definierten Hauptlastträgern zur Erneuerung Deutschlands und Europas (welche entsprechend auf ein diesbezüglich animierendes, naturgemäß auch die sog. ‚Unterhaltung’ tangierendes Bildungsangebot angewiesen wären) wird das Hollywood-Konzept einer medientechnisch sich weiter perfektionierenden spirituellen Verarmung der Menschheit fortgesetzt: ganze Batterien an Horror- und Gewaltfilmen in Kino und Fernsehen zwischen Juni und August 2005; einer der bisherigen Höhepunkte: ein als Komödie (!) angelegter Science-Fiction-Film, der mit der Sprengung des Erdballs beginnt und die Darsteller danach allerlei Lustiges im Weltall erleben lässt mit dem Fazit, daß auch nach einer solchen Katastrophe das Leben weiter geht. - Das christliche Abendland im Jahre 2005 a.D. !

Die supranational in Führungsrolle gewünschte deutsche Partei beinhaltet den Namen des Christentums. In der baumeisterlich organisierten Machtübernahme dieser Parteiunion einschl. der medialen Begleitrolle wird nichts dem Zufall überlassen, ebenso wenig wie beim derzeitigen Hauptereignis des Christentums: Der Weltjugendtag, bei dem die Jugend mehrerer Staaten kein Visum erhielt, wird geschickt mit dem Papstbesuch verknüpft und zunächst als überwältigende Zustimmung der Jugend für dessen Auftreten in Szene gesetzt. Erwartungsgemäß dann die wesentlichen Aussagen des Papstes gegen Ende des Besuches: Anklage gegen den ‚islamistischen Terror’ ohne auf dessen Ursachen hinzuweisen, was ebenso auf die Aussage zutrifft "In der Vergangenheit ist viel Böses von Deutschland ausgegangen". Es ist zu erwarten, daß in kommenden offiziellen Geschichtsbüchern diese chronologische Reihenfolge, also die euphorische Zustimmung für den Papst und die genannten Aussagen, in umgekehrter Folge wiedergegeben werden. Wie gewohnt bei derartigen dem Zeitgeist sich anbiedernden, weil in dessen Sinne gefilterten Aussagen aus dem Munde einer scheinbar mächtigen Persönlichkeit erfolgt eine simultane Steigerung des Druckes auf diese Persönlichkeit: die über einen der Propagandasender verbreiteten Reden in der Kölner Synagoge, in der dem Oberhaupt der katholischen Kirche demonstrativ offenbart wird, daß er nicht nur als Papst, sondern auch als gebürtiger Deutscher gesehen wird; klar formulierte Erwartungen, insbesondere nach Öffnung der vatikanischen Geheimarchive; eindeutige Signale, daß man beim Einfordern der formulierten Erwartungen erst am Anfang stehe. Zum Dank bekommt der Papst nach dem Besuch die breit gestreute Überschrift zu lesen, daß die wesentlichen Themen auf dem Weltjugendtag ‚noch nicht’ angesprochen worden sein, die Themen ‚Kondome’ und ‚Homosexualität’ werden ihm hinterher geworfen. Ebenso eindeutig die Signale, was der katholischen Kirche seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen mit der jüdischen Welt zugestanden wird: Der offen deklarierte und von den jüdischen Stimmen ausdrücklich anerkannte Führungsanspruch der Katholischen Kirche für die Christenheit; konfessionelle Selektion der Besucher bei öffentlichen Zeremonien; eine demonstrative und über den katholischen Nachrichtendienst angekündigte Renaissance mittelalterliche Zeremonien, was man ohne das folgende wörtliche Zitat kaum glauben mag: "Der Ablass ist der Nachlass für zeitliche Sündenstrafen, die nach der Vergebung der Sünden im irdischen Leben oder nach dem Tod gesühnt werden müssen. Jedem gläubigen Katholiken, der am Weltjugendtag in Köln und der feierlichen Abschlussmesse mit Papst Benedikt XVI. teilnimmt, wird ein vollkommener (!!) Ablass gewährt. Voraussetzungen für den Ablass sind Beichte, entschlossene Abkehr von jeder Sünde, Kommunionempfang und Gebet in der Meinung (!!) des heiligen Vaters. Allen anderen Gläubigen, die an dem Treffen teilnehmen, wird ein Teil-Ablass (!!) gewährt …" - eindeutige Signale also in Richtung der Gegenreformation und des mit ihr verbundenen christlichen Alleinvertretungsanspruches von Rom, ein medial gestützter Gesamtkurs des Schiffes ‚Christenheit’ im Sinne derer, welche Aussagen und Ereignisse um den Papstbesuch als Anlaß sehen, "hoffnungsvoll in die Zukunft zu sehen", eine nach dem Synagogenbesuch des Papstes breit gestreute Aussage.

An dieser Stelle ist eine Parteinahme für den Mensch Papst Benedikt XVI. angesagt, der neben einer Gruppe von maximal 13-33 Personen als einziger alle Aspekte des auf ihm lastenden Druckes nebst Ultimaten und Drohgebärden gegenüber ihm, der Christenheit und manchen noch geistig freien Ländern dieser Erde kennt. Gerade deshalb muß er sich darüber im Klaren sein, was er und die Christenheit zu erwarten haben, wenn er diesen Kurs weitersteuert. Eine Parallele zu dieser Perspektive findet sich in offiziell instrumentalisierten Hetzblättern gegenüber Staatsmännern, welche ähnliche ‚Zugeständnisse’ getätigt haben, wie z.B. über Kanzler Schröder nach dessen Schuldbekenntnis in Polen ("Er lügt" – auf der Titelseite einer Zeitschrift), oder über Bundespräsident Köhler nach dessen Maximalunterwürfnis in Israel ("Wenn dies wirklich so wäre, wie der Bundespräsident meint, müssten wir uns nicht mit Riesenlettern an unsere Leser wenden.", weiterhin heißt es zynisch: "Auch für den Bundespräsidenten ist ...Name der Seite… kostenlos"). Gehört ein Papst etwa zu der Gruppe der 13 oder 33 Personen ? Von Stuttgart können wir in dieser Hinsicht nichts erwarten; mit die erste Amtshandlung Hubers war die Teilnahme an einer Verunglimpfungskampagne gegen einen Christenmenschen, der die Wahrheit gesagt hat - eine Kampagne, die in ihrer Qualität das Fundament und den roten Faden der Stuttgarter Theologie bis heute fortsetzt. Von Seiten Stuttgarts unkommentiert bleiben somit auch Kampagnen, welche plakativ Martin Luther als einen Menschenfeind und das neue Testament als gefälscht bezeichnen, dabei erwartungsgemäß nicht auf menschenverachtende Passagen in noch älteren ‚heiligen’ Schriften eingehend – feige und über Retorten-Verlage durchgeführte Kampagnen, die derzeit aus dem Munde offizieller Organe noch undenkbar wären.

Worauf der Christenmensch jetzt reagieren muß, ist ihm vorgegeben: Der hoch vernetzte und wahrscheinliche künftige Außenminister Wolfgang Schäuble - auch bekannt durch seine Versuche im sogenannten ‚Deutsch-jüdischen Dialog`, die Werte des christlichen Europa auf seinen jüdischen Ursprung zu reduzieren - bekräftigt seinen Willen, die vom alten Europa unter der Führung Deutschlands erkämpfte teilweise Unabhängigkeit von der äußerlich durch Bush, Scharon, Wolfowitz & Co. geprägten Machtpolitik rückgängig zu machen mit Aussage "Dies ist ein schwerer Schaden, das werden wir ändern", sowie mit der auf Schröder und Putin gemünzten Aussage "Neue Achsen darf es in Europa nicht geben". Über Israel sagt die gleiche Person: "Israel zu unterstützen, als einzige wirkliche (!!) Demokratie im Nahen Osten … muß deshalb ein vitales Interesse Europas sein". Dieser Tage kündigt Scharon gegen alle internationalen Proteste (in den Medien weitgehend ausgeklammert) einen weiteren Ausbau der jüdischen Siedlungen im Westjordanland an. Die verständliche Reaktion der arabischen Völker wird nicht ausbleiben. Zusätzlich äußert Scharon seine Gewissheit, daß er trotz dieser Ankündigung nicht um die weiterhin fließende US-Milliardenhilfe für Israel fürchte.


Besteht noch Hoffnung, daß sich der Verfasser der vorliegenden Schrift irrt in seiner Befürchtung, daß Deutschland gegen den Widerstand seiner Bevölkerung in einen Krieg für die Interessen Israels und gegen die gleich Deutschland derzeit weitgehend entrechteten Völker und Nationen dieser Erde gezerrt werden wird und sich folglich die von Möllemann im Schusswort seiner Flugschrift geäußerte Befürchtung bewahrheitet ?

Gott beschütze den Iran und alle anderen Nationen, Völker und Menschen dieser Erde, welche von den derzeit beherrschenden teuflischen Weltmachtstrukturen bedroht, angefeindet oder betrogen werden,

Gott beschütze Deutschland !



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Bevorstehende Neuwahlen am 18.September 2005

Nach Abschluss der Schrift über Deutschland und ein derzeit wütendes Phänomen (PDF) wurde der folgende Leserbrief der Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung am 28.August 2005 zugesandt - 3 Tage nachdem das Bundesverfassungsgericht endgültig grünes Licht gegeben hatte. Zur Problematik von Wahlen um die Jahrtausendwende im Sinne der sogenannten "Demokratie nach westlichem Vorbild" wird auch auf Berichte über die USA und die Ukraine auf dieser Website verwiesen. Der Leserbrief wurde am 10.September 2005 in der MAZ veröffentlicht, die fettgedruckten Passagen wurden nicht veröffentlicht.



Keine christliche Politik
Politiker wie Frau Merkel und Herr Schäuble können sich eines Wahlsieges sicher sein, weil der Plan des massiven Stimmenraubes in den Lagern links und rechts der Unionsparteien durch das neue Linksbündnis wohl aufgehen wird. Somit kann sich Herr Schäuble als künftiger Außenminister bereits jetzt eine unmissverständliche verbale Fortsetzung seiner Bemühungen erlauben, Deutschland bei entsprechendem supranationalem Beschluss in einen völkerrechtswidrigen Krieg zu schicken. Daß dies dann gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit erfolgt, wird man unter Verweis auf das Wahlergebnis am 18.September zu leugnen versuchen. Die Intentionen von Herrn Schäuble sind durch die Gesamtheit seiner Äußerungen seit der Irak-Krise belegbar, denen er durch die Zurückweisung von Kanzler Schröders Kritik an den Kriegsplänen gegen den Iran eine Kontinuität verleiht. Es geht nicht um Personen oder um eine Partei, die in der jüngeren Vergangenheit vieler christlich motivierter und mutiger Köpfe beraubt wurde. Gerade deshalb muß sich der an "wertkonservativen" Überlegungen festhaltende Wähler im Klaren sein: das was hier inszeniert, geplant, vorbereitet wird, und aus dem Munde von Herrn Schäuble zu hören ist, ist keine christliche Politik, sondern zielt auf eine politische Versklavung Deutschlands im Sinne nicht-christlicher Interessen.


Nachtrag: Am Abend nach Absenden dieses Leserbriefes wird berichtet, daß auf dem CDU-Wahlparteitag in Dortmund zur Einstimmung auf die Rede von Angela Merkel der Song "The show must go on" gespielt wurde.

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Österreich will ergebnisoffene Verhandlungen mit der Türkei

Trotz aller anhaltenden Gefahren für die frei denkende Welt kann der Bürger auf 12 Monate zurückblicken, in denen auch eine positive Entwicklung stattgefunden hat, nämlich der anhaltende und in seiner Deutlichkeit alle Erwartungen übertreffende Widerstand der Europäer und der Deutschen (gemeint sind natürlich die Menschen und nicht die Regierungen) gegenüber Bedrohungen, die noch vor einem Jahr in der Schrift Der Neue Landbote (PDF) ins Bewußtsein gerufen wurden: Die EU-Verfassung wurde durch die Stimme des europäischen Bürgers vorerst vereitelt; unabhängig vom weiteren Ausgang der deutschen Koalitionsverhandlungen hat der Wähler gegen alle offiziellen Spekulationen der noch im vorherigen Leserbrief befürchteten Etablierung einer vollständig der US/Israelischen Politik hörigen Regierung eine Absage erteilt; jetzt auch noch eine erfolgreiche Vereitelung des offiziell uneingestandenen Automatismus zur EU-Vollmitgliedschaft der Türkei ? Die erwartungsgemäßen Reaktionen der Medien und der türkischen Regierung auf den historisch bedeutsamen Vorstoß Österreichs Ende September 2005 werden im folgenden Leserbrief kommentiert. Der Leserbrief nimmt Bezug auf einen für diese Reaktionen typischen redaktionellen Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) vom 01. Oktober 2005 mit der Überschrift "Die Fehler der Vergangenheit", wobei insbesondere der im Leserbrief zitierte Schlussatz des redaktionellen Kommentars bedeutsam ist. Mit Fehler sind hier die angeblich Jahrzehnte alten Versprechungen Europas gegenüber der Türkei gemeint, eine in den Medien breit und redundant gestreute Verdrehung der historischen Tatsache, daß sich die Aussagen europäischer Politiker vor Jahrzehnten auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit in einer Wirtschaftsgemeinschaft und nicht auf eine politische Union bezogen hatten. Im Rahmen dieses Themas wird auch auf eine Aussage von Joseph Fischer verwiesen, zu der in einem anderen Leserbrief Stellung bezogen wurde. Es besteht kein Zweifel, daß die österreichische Regierung auch unter dem Druck der eigenen Bevölkerung gehandelt hat. Umso mehr kann heute - Stand Oktober 2005 - in der Gesamtschau gelten : Hut ab vor den Europäern ! Wieder mal ein dickes Fragezeichen hinter das "Annuit coeptis" gesetzt.
Der folgende Leserbrief wurde der MAZ am 03.Oktober 2005 zugesendet.




Fehler rückgängig machen
Fehler der Vergangenheit müssen, wenn irgendwie möglich, rückgängig gemacht werden. Genau dies hat die österreichische Koalitionsregierung unter breiter Zustimmung auch der Oppositionskreise und der europäischen Bevölkerung angestrebt. Für den mitdenkenden Bürger kommen der darauf reagierende Medienkommentar des "Unseriösen" und die säbelrasselnde Rabulistik Erdogans durchaus erwartungsgemäß: Seine Drohung von der "ganz anderen Antwort der Türkei, als dies bisher der Fall gewesen war" hat seine Entsprechung in der bekanntermaßen niedrigen Hemmschwelle, die im täglichen Miteinander des europäischen Alltags selbst bei berechtigter Kritik entsprechende ethnisch dominierte Reaktionen bis hin zur physischen Bedrohung hervorrufen kann, zumal diese gesellschaftliche Situation und der Türkeibeitritt durch eine Interessensgemeinschaft gestützt wird, deren Machtstruktur dem Europäer nicht minder bewußt ist. Immerhin wird dem Europäer das Durchschauen des baumeisterlichen Planes zur EU-Vollmitgliedschaft der Türkei leicht gemacht: die hierzulande lebenden Türken werden gewohnt pauschal als "gute Mitbürger" bezeichnet, die breite Ablehnung der eine Militarisierung Gesamteuropas diktierenden EU-Verfassung wird wider besseres Wissen beharrlich geleugnet, schließlich wird dem Bürger eine Logik zugemutet, die ebenso lachhaft wie für die gegenwärtige machtpolitische Linie repräsentativ ist: "Die Fehler der Vergangenheit zwingen wohl zu einem neuen Fehler: der EU-Aufnahme der Türkei".


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Schröder: Auch künftig keine deutschen Soldaten in den Irak !

Am Nachmittag des 12.Oktober wurde in den Hörfunknachrichten einmalig über eine Pressemitteilung von Bundeskanzler Schröder informiert. Noch am gleichen Abend wurde der folgende Leserbrief verfaßt - in Erwartung der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erfolgenden (und auch tatsächlich erfolgten) Ausklammerung der zwei Hauptaussagen dieser Pressemitteilung aus der gedruckten Tagespresse, so geschehen auch im Falle der Mainzer Allgemeinen Zeitung. Der Leserbrief wurde in seiner ursprünglichen Form (also in der Version vom 12.Oktober) der Mainzer Allgemeinen Zeitung am 14.Oktober 2005 zugesendet.



Zwei Richtlinien auch für die Ära nach Schröder
In den inzwischen zahlreichen gedruckten Berichten seit dem Verzicht des noch amtierenden Bundeskanzlers Schröder auf eine erneute Kanzlerschaft fehlen zwei für Deutschland entscheidende Informationen, die am Nachmittag des 12.Oktober einmalig im Hörfunk vermittelt wurden: Bundeskanzler Schröder habe im Gespräch mit den Unionsparteien Einvernehmen darüber erzielt, daß auch in Zukunft keine deutschen Soldaten in den Irak entsendet werden. Als weitere Richtlinie bestehe die Beibehaltung einer guten und einvernehmlichen Beziehung zwischen Deutschland und Russland unter seinem derzeitigen Präsidenten Putin. Die Bekanntheit dieser Information wird für den Bürger in der kommenden Zeit eine entscheidende Stütze sein, ebenso wie die Kenntnis des aktuellen Urteils des Bundesverwaltungsgerichtes von Anfang September: Die von Deutschland genehmigten Überflugsrechte für amerikanische und britische Flugzeuge während des Irak-Krieges hätten dazu gedient, das militärische Vorgehen beider Länder zu stützen, was im Hinblick auf das völkerrechtliche Gewaltverbot und das Haagener Abkommen nicht mit dem Völkerrecht vereinbar gewesen sei.


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"Drogen aus den verschiedenen Nachtszenen kaum wegzudenken" (!!)

Der bisher erste Leserbrief auf dieser Website, der nicht der Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung sondern einer anderen Zeitschrift am 13.November 2005 zugesendet wurde: der vermeintlich unpolitischen Musikszene-Zeitschrift "Groove", die dem Verlag "Piranha Media GmbH" angehört. Der Leserbrief reagiert auf zwei Artikel namens "Leben im LaLa-Land" und "I was on" aus der Nov/Dez-Ausgabe.
Dieser Leserbrief gehört auf eine Website, in der es wesentlich um die Darstellung der aktuellen massiven Widerstände gegen eine einseitige (Medien)-Politik geht, einer Opposition also, die auch von der jungen Generation getragen wird. Im erstgenannten Artikel von "Groove" wird dagegen folgende Behauptung aufgestellt: "Feiern und Drogen nehmen ist nach wie vor äußerst attraktiv: Im gegenwärtigen Alltag, in dem es kein Aussteigen, keine radikale Opposition gibt, ist der Rausch nicht wegzudenken".

Der folgende Leserbrief soll Stütze und Weckruf für unsere junge Generation sein, sowie eine Offenlegung der journalistisch verbreiteten Sichtweise zum Thema Drogen innerhalb derjenigen Szene, die u.a. als so bezeichnetes "neues europäisches Kulturgut" jeden Sommer in Form der sogenannten "Love-Parade" eine wohlkonzipierte Sogwirkung auf die junge Generation an den Orten deutscher Geschichte im Herzen Berlins ausüben soll.




Schockierende Signale einer Szenezeitschrift
Mit einigem Erstaunen muß man feststellen, daß diese Artikel - so ausführlich sie auch die gegenwärtige Technoszene und ihre Varianten beschreiben - in ihrer Grundtendenz nicht etwa eine neutrale Sichtweise auf Drogen vermitteln (was schlimm genug wäre), sondern allen unbefangenen Adressaten Ihrer Zeitschrift eindeutig eine Einladung und Neugierde auf die Wirkung der Drogen vermitteln. Die Möglichkeiten der Klangsynthese, sowie die heutigen Möglichkeiten der klanglichen Kreativitätsentfaltung auf dem eigenen Rechner sind so erstaunlich und vielfältig, daß diese alleine ein gewisses Suchtpotential im positiven Sinne entfalten können und auch für den passiven Hörer einen Erfahrungshorizont bieten, der doch eigentlich das Gegenteil eines chemischen Drogenkonsums darstellt und zudem viel billiger ist. Auch der Name Ihrer Zeitschrift bezeichnet etwas rein Musikalisches und Positives – genügend Anlaß also für eine Berichterstattung, deren Tendenz keinen Zweifel läßt an der Unterstützung des breit geteilten Slogans "Keine Macht den Drogen".
Was findet der Leser stattdessen: Passagen wie "Feiern und Drogen nehmen ist nach wie vor äußerst attraktiv" ; "das Kiffen ermöglicht eine einzigartige, tiefe Entspanntheit und ein räumliches Hineindenken in die Musik" ; die Aussage, daß Drogen als Beschleuniger kaum aus den verschiedensten Nachtszenen wegzudenken sind, gepaart mit der unkommentiert wiedergegebenen ungeheuerlichen Aussage "Ich hatte schon sehr früh die Erkenntnis, daß eine Party oft eine therapeutische Maßnahme für alle Beteiligten ist. Der Club als eine Art Anstalt". Die Liste derartiger Passagen aus beiden Artikeln könnte fortgesetzt werden.
Ein häufiges Gegenargument auf eine solche Kritik ist die, daß man sich um eine "neutrale" Aufarbeitung der Realität, einschließlich der Wirkungsweise und Gefahren der Drogen, sowie um die Angabe der Anlaufstellen für Suchtfragen bemüht habe. Dies ist erfolgt. Auch wird oft darauf verwiesen, daß der Leser mündig genug sei, für sich selbst entscheiden zu können. Ist dies wirklich so? Empfinden Sie selbst, daß mit dieser Berichterstattung den Menschen – also den Adressaten ihrer Zeitung – Genüge getan wurde, zumal Sie selbst betonen, wie nahe liegend der Griff zur Droge in der von Ihnen journalistisch abgedeckten "Musikszene" mittlerweile ist? Widerspräche eine sinngemäße und vor allem dauerhafte Vermittlung des Slogans "Keine Macht den Drogen" den Intentionen der Piranha Media GmbH?
Um eine Antwort auf dieses Schreiben wäre ich Ihnen dankbar, insbesondere natürlich um einen Abdruck Ihrer Antwort in einer der nächsten Groove-Ausgaben – hoffentlich mit einem eindeutigen Signal gegen jeglichen Drogenkonsum.
//

In der Groove-Ausgabe Jan/Feb 2006 wurde dieser Leserbrief in gekürzter Form abgedruckt, zusammen mit der folgenden Antwort:
"Sicher ist mit unserem Special nicht das letzte Wort zum Thema Drogen in der Clubkultur gesagt. Und tatsächlich haben wir uns bewusst dagegen entschieden, Texte zu verfassen, deren einzige Funktion ist, zu dem Fazit -Keine Macht den Drogen- zu gelangen. Das heißt jedoch nicht, dass mit der Aussage, Drogen seien als Beschleuniger aus den verschiedenen Nachtszenen kaum wegzudenken, der Konsum dieser befürwortet werden sollte. Vielmehr war unsere Intention, über aktuelle Entwicklungen zu berichten und ja, auch über die Risiken zu informieren."



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Indiskutable Reaktionsweise eines Volkes

Der Brief reagiert vor allem auf das, was bei seiner Veröffentlichung ausgeklammert wurde: das inzwischen berechenbare Ausbleiben einer angemessenen journalistischen Einforderung von mehr Benehmen, Kultiviertheit und Disziplin an die türkische Adresse zu unterschiedlichen Anlässen, hier bezogen auf das Fußballspiel Türkei-Schweiz in Istanbul im November 2005. Ein winziger journalistischer Lichtblick: das unvergessene Foto vom Empfang der Schweizer Spieler durch ihre Fans und Familien mit einem Plakat im Hintergrund: "Willkommen in der Zivilisation !".
Der Leserbrief wurde der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) am 18.November 2005 zugesendet und am 10.Dezember 2005 veröffentlicht. Die im Folgenden fettgedruckten Passagen wurden nicht veröffentlicht.




... zur traurigen Gewohnheit geworden
Die Ereignisse und Reaktionen um das Fußballspiel in Istanbul bestätigen erneut, was zur traurigen Gewohnheit geworden ist und sich schnell zur Mahnung wandeln muß: Die indiskutable Reaktionsweise eines Volkes auf Niederlagen und Kritik an klarem eigenen Fehlverhalten; die belegbare Tatsache, daß diese Reaktionsweise durch den türkischen Staat und seine Medien gestützt und selbst vertreten, sowie in unheilvoller Weise außenpolitisch instrumentalisiert wird; schließlich die berechenbare Vermeidung einer angemessenen Einforderung von Disziplin und Selbstkritik an die türkische Adresse durch die europäischen Medien. Dieser korrekturbedürftige Zustand verpflichtet zu einer schonungslosen Analyse und zur Abwehr seiner bisherigen Ursachen. Es geht um keine geringere Herausforderung als um das Durchbrechen einer vor allem auf Angst aufgebauten Mauer des öffentlichen Schweigens, auch mitten in unserem Land und um der Zukunft Europas willen!


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Kriegsdrohung aus dem Munde der "Jerusalem Post"

Anfang Dezember 2005 fielen auf der internationalen Konferenz "Die Welt ohne Zionismus" in Teheran Worte, die in den westlichen Medien dem iranischen Staatspräsidenten zugeschrieben wurden, ohne daß auf die Konferenz selbst oder gar auf deren Inhalte auch nur entfernt eingegangen wurde.
Zusammengefaßt wurden folgende Aussagen publiziert: "Manche der europäischen Staaten bestehen darauf, daß Hitler Millionen von unschuldigen Juden ermordet hat. Jeder, der das sogar mit konkreten Beweisen bezweifelt, wird entweder verurteilt oder landet im Gefängnis. Wir erkennen diese Behauptungen (Holocaust) nicht an, aber auch falls es wahr sein sollte, stellen wir den Europäern die folgende Frage: Ist die Ermordung von unschuldigen Juden Grund genug, um Besatzer in Jerusalem zu unterstützen? Falls die Europäer es ehrlich meinen, sollten sie den Zionisten in einigen ihrer Länder, wie z.B. Deutschland oder Österreich, einen Platz geben. Statt die israelischen Angriffe gegen die Palästinenser zu thematisieren, widmet sich der Westen dem Märchen vom Massaker an den Juden.". Ohne Originalzitat wird noch angefügt, Ahmadinedschad habe den Westen "beschuldigt, unschuldige Nationen zu unterdrücken".
Der folgende Leserbrief wurde der MAZ am 11.Dezember 2005 zugesendet. Aufgrund der sich überschlagenden Berichte wurde kurz darauf, am 15.Dezember 2005, der weiter unten aufgeführte zweite Leserbrief zum gleichen Thema versendet.




Ungeheuerlich
Setzt man voraus, daß alle wesentlichen der jüngsten Äußerungen des iranischen Präsidenten in den deutschen Tageszeitungen publiziert wurden, so ist nachprüfbar, daß zwar der bekannte und kontrovers diskutierte Standpunkt über den Rechtsstatus Israels wiederholt wurde, jedoch keine Kriegsdrohung aus dem Munde Ahmadinedschads erfolgt ist. Anders von israelischer Seite: bereits im Jahre 2002, also noch zur Zeit des international hoch angesehenen Präsidenten Chatami, publizierte die ‚Jerusalem Post’: "Ein Krieg mit dem Iran steht außerhalb jeder Frage", eine Aussage, deren Ungeheuerlichkeit durch ihre bis heute anhaltende internationale Publikation unterstrichen wird, etwa in deutscher Sprache unter der Überschrift "Mit Israel jetzt". Die Äußerungen des iranischen Präsidenten über einen zionistischen Staat auf deutschem Boden sind klar als sarkastisch und nicht ernst gemeint erkennbar, wenn auch der offiziell kritiklosen Unterwürfigkeit vieler westlicher Länder unter die politischen Prämissen Israels angemessen. Dieser Sarkasmus steht im krassen Gegensatz zu seiner Ursache: der unmissverständlichen Ankündigung eines Krieges aus dem Sprachrohr der ‚Jerusalem Post’, was sich niemals bewahrheiten darf.


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Zu den neuerlichen Aussagen des iranischen Staatspräsidenten Ahmadinedschad

Bezug nehmend auf die Äußerungen von Präsident Ahmadinedschad (siehe oben: vorheriger Leserbrief) wurde dieser zweite Leserbrief der Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) am 15.Dezember 2005 zugesendet.



... Stand 14./15.Dezember 2005
Die aktuelle Diskussion um die vom iranischen Präsidenten aufgeworfenen Themen hat seit gestern eine neue, wenn auch nicht unerwartete Situation geschaffen, die vor allem die Menschen im Westen zum Überdenken ihres bisherigen Standpunktes anregen sollte: Die durch die Reaktionen Israels und seiner nahe stehenden Verbände erfolgte Verknüpfung zwischen der Äußerung definierter historischer Standpunkte und der darauf reagierenden Androhung einer kriegerischen Reaktion. In einer derart aufgeladenen geistigen Situation ist eine nüchterne Vergegenwärtigung dessen gefordert, was als real existierender geistiger Konsens der breiten Mehrheit der in Deutschland lebenden Menschen nicht zu leugnen ist: Die Erkenntnis, daß nichts auf der Welt einzelne Staaten und Mächte dazu berechtigt, andere Völker und Länder dieser Erde zu unterdrücken, anzufeinden, oder für die eigenen Zwecke zu benutzen – ein Zugeständnis an den gleichlautenden Standpunkt des iranischen Staatspräsidenten, was dem vortrefflichsten Ziel der Menschheit in dieser dunklen Zeit dienen soll: der unbedingten Erhaltung des Weltfriedens.


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Eine Formulierung aus dem Müllhaufen der Geschichte

Wieder einmal überschlagen sich die kommentarbedürftigen Medienberichte, genau wie damals um den Jahreswechsel 2002/2003, kurz vor Ausbruch des Irak-Krieges. Hier also ein dritter Leserbrief zum gleichen Thema, abgesendet am 18.Dezember 2005, Bezug nehmend auf den Artikel "EU und Bundestag stehen hinter Israel" in der MAZ vom 17.Dezember 2005 (siehe auch oben: die beiden vorherigen Leserbriefe zu Iran und Israel).
Aus Gründen der Aktualität werden diese Leserbriefe zeitgleich mit ihrem Absenden auf dieser Website publiziert. Wiederholt sei darauf hingewiesen, daß die Drohungen Israels nicht auf Ahmadinedschads Äußerungen bezogen sind, sondern bereits im Jahre 2002 aus dem Munde der "Jerusalem Post" erfolgten: "Der wirkliche Feind heißt Iran" und "Ein Krieg mit dem Iran steht außerhalb jeder Frage". Damit sind die Worte Ahmadinedschads und die Teheraner Konferenz eindeutig als Reaktion und nicht als Ursache der gegenwärtigen prekären Situation definiert. Ebenfalls bemerkenswert: als Quelle für BND-Informationen wird in dem genannten Artikel die Bild-Zeitung erwähnt!




Inakzeptabel
Die Formulierung "EU und Bundestag stehen hinter Israel" ist in Aussage und Absicht gleichbedeutend mit etwas, was die Deutschen aus eigener Kraft überwunden und dauerhaft durchschaut haben: "Die Deutsche Demokratische Republik steht fest an der Seite der Sowjetunion". Wer behauptet, daß die Eingangs zitierte Überschrift von anderer Qualität sei, hat die sinngleiche Äußerung von Johannes Rau in Jordanien vom Sommer 2003 offenbar vergessen: "Deutschland steht fest an der Seite Israels". Es bleibt die beruhigende Gewissheit, daß derartige (sich demnächst wohl häufende) Floskeln gerade in Deutschland künftig die entgegengesetzte Wirkung als die eigentlich beabsichtigte hervorrufen werden: Die Erkenntnis, daß man sich immer dann aus dem geistig-rhetorischen Müllhaufen der Geschichte bedient, wenn es etwas zu verbergen gibt.


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Zustandsbeschreibung - Stand 18. Dezember 2005


Halbzeit des Jahrzehnts der globalistisch-modischen Entgleisung in den "Demokratien nach westlichem Vorbild" und erklärtermaßen neu eingemeindeten Staaten ( feuerrote und orangene Krawatten vor laufender Fernsehkamera). In Teheran wird eine internationale Konferenz abgehalten, über die auch im Internet nichts zu erfahren ist, außer den als persönliche Äußerungen von Präsident Ahmadinedschad publizierten Aussagen. Die Konferenz trägt den Titel:

Die Welt ohne Zionismus
(The World without Zionism)

Was passiert hierzulande:

- Zunächst nichts unerwartetes: die Lobbyisten reagieren und sprechen, entsprechende Zusicherungen von Müntefering; Hetze der Bildzeitung, nicht nur gegen Ahmadinedschad ("Hassprediger, Hetzer, die ganze Welt (!!) in Sorge, Der gefährlichste Mann der Welt, Er will Israel vernichten, Er baut die Atombombe, Stürzt er uns in den nächsten Krieg?, Wer kann ihn stoppen?, In sein schwarzes Herz schaut keiner, und niemand weiß, wie er zu stoppen wäre"); gleichzeitige Publikation eines Fotos von Ariel Scharon mit der Wirkung des "guten Onkels" (alles in Ausgabe 293/50 vom 15.12.05); der Berliner Oberstaatsanwalt Detlef Mehlis publiziert seinen zweiten UN-Bericht mit erwartungserfüllender Anklage gegen Syrien und wird prompt mit einer Spekulation belohnt: Aussicht auf den Posten des Generalbundesanwaltes (Mainzer Allgemeinen Zeitung-MAZ, 12.12.05); erwartungserfüllende Aussage von Wolfgang Schäuble zum Fall Susanne Osthoff, daß dieser Fall eine Warnung für Deutschland sei und daß der "Terror" jederzeit auch unser Land treffen könne; in den Medien nur kleingedruckt wiedergegeben: Bush wollte den Sender Aljazeera (Al Dschasira) bombardieren / keine Anklage / stattdessen lichtet ein deutsches Magazin die auf "Young Leader" gestylte Rice mit dem bereits ergrauten Steinmeier ab mit der Überschrift "Steinmeier zum Antrittsbesuch bei der großen (!) Amtsschwester" ; die Deutsche Bank wird erneut in Schuld gesetzt angesichts der nicht hausgemachten Probleme / das Logo der Dt.Bank wird spiegelverkehrt (also mit einem nach unten statt nach oben weisenden Balken) abgelichtet / Formulierung, daß Dt.Bank-Chef Ackermann ein Gespür für Fettnäpfchen habe / und, und, und – Teil der Vorbereitungen zur Übernahme der Dt.Bank durch die mit unheilvoller Geschichte belastete Citigroup derart, daß der Dt.Bank selbst hierfür die Schuld gegeben wird. Keine Resignation bei soviel Teufelsküche: Bewahrung des Glaubens, daß ein solches Ereignis durch vorherige öffentliche Bewußtmachung seines Bauplanes vereitelt werden kann! - An dieser Stelle Zuspruch und Stütze für Dt.Bank-Chef Ackermann, der sich wie Welteke in der Vergangenheit klar für eine nationale Konsolidierung des deutschen Finanzwesens ausgesprochen hatte und wahrscheinlich nicht freiwillig den Bilderbergertreffen beiwohnt ! -

- Merkel: Abgelichtet auf der Titelseite eines Magazins mittels eines technisch hervorragenden, wenn auch eindeutig als solches zu erkennenden Musterbeispiels der digitalen Bildbearbeitung mit der Überschrift: "Jetzt verzaubert sie alle" ; breit angekündigte Diskussion um das angeblich unerwartete schlechte Wahlergebnis der Unionsparteien, die eigentliche und bekannte Ursache ausklammernd; in London: "Wir werden die deutsch-britischen Konsultationen auf Regierungsebene wieder aufnehmen. Die haben seit 1998 nicht mehr stattgefunden." also: statt Achse zu Putin jetzt Achse zu Ro zum britischen Oberhaus, denn dort wird bekanntlich nicht nur britische Politik gemacht; ein verfassungswidriger Koalitionsvertrag wird verabschiedet, denn die Höhe der Neuverschuldung übersteigt die Investitionen / eine angeordnete Fortsetzung der Schuldenfalle Deutschlands, nachdem die Unionsparteien Wahlwerbung mit der gigantischen Staatsverschuldung Deutschlands gemacht hatten / Köhler unterschreibt, seine kurzfristig geäußerte Kritik wird seit der Unterzeichnung nicht mehr in den Medien wiedergegeben; das Wort des Jahres 2005 heißt "Bundeskanzlerin" ; zur CIA-Affäre um Khaled El Masri rät ihr die Redaktion der MAZ am 06/07.12.05 unter Hinweis auf die Notwendigkeit der "Verbesserung" der Beziehungen zu Washington: "Augen zu und durch" (soll heißen: alles mitmachen und schweigen); damit Versuch der Etablierung eines klaren weltpolitischen Bauplanes: die Betroffenen (hier: die Deutschen) sollen sich gegenseitig die Schuld zuschieben, wenn die großen Geheimdienste des Westens Fehler oder Unrecht begehen, hier gepaart mit dem erkennbaren Versuch, die Regierungsmitglieder der ehemaligen und weltpolitisch teilweise ungehorsamen rot/grünen Regierung zu belasten.

- Das Erfreuliche: Der Barcelona-Gipfel von November 2005 wird zum Erfolg, indem auf der Konferenz die klare (wenn auch nicht in die Abschlußerklärung aufgenommene) Aussage fällt, daß Widerstand gegen eine unrechtmäßige Besatzung legitim ist. Der Erfolg ist überprüfbar durch die hierzulande breit gestreute Aussage, daß "Diplomaten" von einem Mißerfolg sprechen. Leider wird dieser Erfolg derzeit überspült durch die fortgesetzten Versuche der offiziellen Anfeindung Irans und Syriens.

- Innenpolitisch fortgesetzter medienwirksamer Aufbau einer längst zum gefügigen humanistischen Zombie verkommenen bunten Scheinopposition aus dem Dunstkreis der Marx'schen Schöpfung (Albert Massiczek – Der menschliche Mensch / Karl Marx’ jüdischer Humanismus – Europa-Verlag 1968) zwecks Absicherung des Zustands der berechenbar ausbleibenden Behinderung der aktuellen politischen Baupläne; Als Gegenpart zur derzeitigen Antisozialpolitik unter Merkel ("Laßt uns mehr Freiheit wagen") wird das Gedenken an Her Willy Brandt angeboten ("Laßt uns mehr Demokratie wagen") / wohlwissend, daß beide Personen zwei Denkweisen einer Medaille repräsentieren und jeweils auf ihre Weise an der fortgesetzten Entrechtung der Deutschen beteiligt waren bzw. sind. Ein anderes Beispiel: Gregor Gysi neben dem ehemaligen israelischen Botschafter Ave Primor während einer Fernsehdiskussion zum Themenkomplex CIA/Geheimdienste/El Masri: "Ja, in was für einer Welt leben wir denn eigentlich?" / Primor dabei mit sichtlich beruhigten Gesichtsausdruck, wissend um die Sicherheit, daß in dieser Runde keine kritischen Aspekte zum Geheimdienst seines Landes aufkommen werden. Die gleiche wöchentliche Fernsehsendung kündigt für den 18.Dezember eine weitere Diskussionsrunde an, deren Titel dem bisherigen Konzept dieser Sendung gerecht wird: Jeweilige Einleitung einer schwerwiegenden Thematik mit einem die Grenze der Beleidigung tangierenden (und damit Medienmacht demonstrierenden) persiflierenden Spot + Vermittlung des Bildes eines schwachen Deutschlands, diesmal mit dem ungeheuerlichen Titel "Ist Deutschland besser als sein Ruf?".

- Weihnachtsprogramm: Medienumfrage "Was bedeutet für Sie die Weihnachtszeit" mit den ausschließlichen Alternativen "Jahresende, Besinnlichkeit, Tradition, Konsum, Hektik, Nichts" ; Actionkino für Kinder, die Szenen des ersten (und damals noch schockiert aufgenommenen) Harry Potter-Films weit übersteigend; im Weihnachtsschaufenster einer großen Kaufhauskette etwas neues: statt Nikolaus und Knecht Ruprecht jetzt ein Rabbi und seine Kobolde; die bereits gewohnten Fernsehsendungen zu dieser Jahreszeit, teils als Wiederholungen (u.a. über Judas, Cumran-Rollen, etc.); auf den gleichen Sendern weiterhin euphorisierende technische Kriegsberichte mit der Aussage "In der Zukunft wird man weit bessere Waffen bauen" ...

- ... die realpolitische Brücke: Nötigung Deutschlands zur Verschleuderung von technischem Know-How und U-Booten an Israel mit der numerisch eindeutigen und signalartigen Selbstbeteiligung von 666 Millionen € und damit Versuch der Unterwerfung unter den Bauplan einer engen Korrelation zwischen nationalem Wohlergehen und einer gigantischen Rüstungsindustrie im Interesse anderer Staaten und gegen das Interesse vieler dem traditionellen Deutschland immer noch geistig nahe stehenden Nationen; zum Ausgleich: die fortgesetzte finanzielle, wirtschaftliche, bildungs- und hochschulpolitische Schröpfung der Deutschen bis unter das Sozialniveau, die sich gleichzeitig die Vorwürfe der selbsternannten antizionistischen Linken von der deutschen Kriegstreiberei anhören müssen ("Deutschland ist nach wie vor der größte Kriegstreiber in der Welt", eine nach dem Widerstand gegen den Irak-Krieg aufgestellte Behauptung der sogenannten "Freien Deutschen Jugend"). Gleichzeitige Anklage Deutschlands durch Kirchen (!!!) und andere außerparlamentarische Gruppen; gleichzeitige Behauptung aus der nicht unbedeutenden Jugend-Freizeitszene vom Alltag, in dem es heute keine radikale Opposition mehr gäbe und aus dem Feiern und Drogen nicht mehr wegzudenken wären. Das Positive: die einzelnen Menschen in den Redaktionen der scheinbar gänzlich kontrollierten Medien, welche mithelfen, der Publikation des durch unser Land gehenden allgemeinen Aha-Erlebnisses Raum zu verschaffen: In einem Leserbrief wird die Kürzung des Weihnachtsgeldes für Beamte beklagt und ironisch kommentiert: "Da kommt der betuliche Beamte doch ins Schwärmen: Meine eingesparte Sonderzuwendung wird zur Schraube an der Tür der Offiziersmesse eines israelischen U-Bootes". Hier ein weiteres Beispiel, die Liste der lesenswerten Beiträge ließe sich fortsetzen.

- Der sich nach oben schließende Kreis als Krönung: Die aktuell durchaus originelle Reklame-Offensive des dem Bauplan der breitesten deutschen Tageszeitung gehorchenden Organs, welches es bekanntlich bereits in personifizierter Form zum Amt des Regierungssprechers der BRD gebracht hatte, was ihr jetzt vom damaligen Chef gedankt wird: Ende 2005 – Altbundeskanzler Hen Helmut Kohl macht in einem Fernsehspot Reklame für die Bildzeitung, indem er einen von Ihm handgeschriebenen Zettel in die Kamera hält mit einem bekannten Spruch, der an dieser Stelle - losgelöst von seiner kommerziellen Verwendung - als Aufforderung stehen sollte:

Bild Dir Deine Meinung
(Form your own Opinion)


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Zum Jahreswechsel 2005/06

Der bislang zweite Artikel dieser Website, der sich nicht auf einen Artikel der Mainzer Allgemeinen Zeitung bezieht, sondern auf eine Ausgabe des Magazins "Der Stern" (52/2005), in dem drei verschiedene Artikel - sicher ungewollt - um einen tiefgreifenden Themenkomplex kreisen, der den aktuellen Jahreswechsel und Jahresrückblick bestimmt:

Einfordern, Anordnen, Definieren, Anzweifeln, Ausklammern und portioniertes Freigeben dessen,
was als Wahrheit bezeichnet wird.

Zunächst zum Aspekt des Anzweifelns, der in Form eines Artikels über die Jungfrau Maria daherkommt, ein Paradebeispiel der derzeit breit die westliche Medienlandschaft durchziehenden und bereits mehrfach auf dieser Website besprochenen Methodik der Kombination von Ironie, Zynismus und gestreutem Zweifel zu hohen christlichen Feiertagen. Auf dem Titelblatt dieser Stern-Ausgabe: "Geheiligt sei die Familie - Die neue Sehnsucht nach Geborgenheit" ; gezeigt wird eine vierköpfige und zeitgemäß gekleidete Familie in einer Winterlandschaft mit einem Heiligenschein über dem Kopf jedes Familienmitgliedes. Hier Auszüge aus dem Artikel über Maria:
- Überschrift: Die Unschuld vom Lande (!!!);
- ... Sohn Jesus, dem Gottmenschen, ohne dessen Karriere wohl niemand von ihr wüsste und für dessen strahlendes Image sie immer wieder geschmückt und geliftet wurde ...
- Ein atmendes junges Mädchen aus der Provinz wurde in zwei Jahrtausenden durch Dogmen und Dichtung zur weißhäutigen Gipspuppe mit Goldkranz und debilen Zügen eingefroren. Wie eine Sakro-Barbie wird sie seither in feine Kleidchen gehüllt ...
- Unter all dem Schutt von Lügen und Legenden aber pulst in ihr noch immer das Leben ...
- Es braucht kein Theologiestudium, nur gesunden Menschenverstand, um zu spüren, daß bei der reinen christlichen Lehre etwas nicht stimmt ...
- Denn nur dazu dient ja die komplizierte Empfängnismethode: Soll das Kind etwas besonderes sein, muss es auch auf besondere Weise gezeugt werden. So war das schon immer ...
- Die vorsätzliche Alterung (von Josef) bringt einen bedeutsamen Vorteil: Da er, respektlos gesprochen, ohnehin nur stört im trauten Miteinander von Maria und Heiligem Geist, erlaubt es ein nur mal so angenommenes hohes Alter, Josef alsbald natürlich entsorgen zu können ...
- ... wird erst einmal an einer Stelle der Biographie ein bisschen geschönt, muss meist auch anderswo etwas nachgebessert werden, damit das Bild stimmig bleibt ...
- ... jeder weitere Ehrentitel Marias stützte vor allem den allmächtigen Anspruch ihres Sohnes - aus der Mittlerin zum Heil wurde ein Mittel zum Zweck.

Ausgeklammert und damit der öffentlichen Meinungsbildung vorenthalten wurde der bekannteste Aspekt des Zweifelns an der christlichen Marienüberlieferung: Die Passage aus dem Babylonischen Talmud, Sabbath Fol.104b, die im Folgenden aus der Übersetzung ins Deutsche durch Lazarus Goldschmidt (Jüdischer Verlag im Suhrkamp-Verlag, 1996, Band I, Seite 749) zitiert wird: " … Es wird gelehrt: R.Eliézer sprach zu den Weisen: Der Sohn Satedas brachte ja Zauberkünste aus Micrajim durch Ritzungen auf seinem Leibe!? Sie erwiderten ihm: Dieser war ein Narr und von Narren ist kein Beweis zu erbringen.- ‚Sohn Satedas`, er war ja der Sohn Panderas !? R.Hisda erwiderte: Der Ehemann [ seiner Mutter hieß ] Sateda, ihr Buhle hieß Pandera.- Ihr Ehemann war ja Papos b. Jehuda!? – Seine Mutter hieß Sateda.- Seine Mutter war ja Mirjam, die Frauenhaarflechterin!?- Wie sie es in Pumbeditha erklärten: [ Satath-da ] diese war ihrem Manne untreu. ".

Einige Seiten zuvor ein ausgedehnter Bericht über gescheiterte CIA-Aktivitäten in der Vergangenheit - Fidel Castro, Schweinebucht, "Der schmutzige Krieg der USA", etc. - Ausgeklammert wurde der Hinweis, daß (so auch gleichlautende ZDF-Berichte vor der Ära 9/11) die CIA nur noch für die Drecksarbeit zuständig ist, nämlich zu über 80% für die Verbreitung von Fehl- und Desinformation, sowie für die Organisation von globalistisch angestrebten Regierungen unter Wahrung des Scheins der Demokratie - wohlwissend, daß die eigentlichen Geheimdienste in Maryland, Nevada und Tel Aviv ansässig sind und in der offiziellen Berichterstattung ausgeklammert werden. Diese Ausklammerung von Wahrheit stützt damit wider besseres Wissen das Bild von der CIA als "dem" amerikanischen Geheimdienst und als Spiegel der USA schlechthin, was nicht stimmt angesichts der bekannten Gegenwehr der amerikanischen Bevölkerung gegen die im Namen ihres Landes betriebene Politik. Die CIA und partiell der Name der USA derzeit zum Abschuss freigegeben - ein Indiz dafür, daß zuvor ein positives Umdenken in führenden Kreisen der USA und der CIA stattgefunden hat bzw. versucht wurde !

Noch ein paar Seiten zuvor ein Bericht über Ahmadinedschad sowie als Editorial: "Was tun mit dem Holocaust-Leugner?" mit den zwei Ratschlägen, Merkel solle ihn einladen und in die Gedenkstätte Dachau führen (interessanterweise wird nicht Auschwitz genannt !) und die Berliner Regierung solle zweitens "auf allen Kanälen (!!) die Initiative übernehmen, um die Attacken aus Teheran zur Angelegenheit des UN-Sicherheitsrates zu machen" (der Institution also, deren Beschlüsse von Israel bisher unter gleicher Beihilfe so konsequent ignoriert wurden). Dazu noch die Aussagen: "Und wo steht Deutschland - Die Frage verbietet sich eigentlich ...", sowie "Deutschland muss in dieser Auseinandersetzung eine treibende Rolle übernehmen, denn wir kennen die Wahrheit wie kein anderes Volk (!!!!!) ... tragen wir eine besondere Verantwortung dafür, gegen Holocaust-Leugner vorzugehen" - also der klare Versuch, die noch seinerzeit als unrealistisch angesehene Forderung von Ignaz Bubis durchzusetzen, das offiziell als "Leugnen" bezeichnete Hinterfragen definierter Aspekte der derzeitigen Geschichtsschreibung auch weltweit zu kriminalisieren. - Ausgeklammert: z.B. der Hinweis auf die im Fluss befindlichen Erkenntnisse auch zu diesem Aspekt, worüber bereits an anderer Stelle eingegangen wurde; eine klare Antwort auf die Frage, ob die im Jahre 2005 globalistisch-konzertiert erfolgte Aktion den Vorstellungen des eingeforderten "Vorgehens" entspricht: die wegen freier Meinungsäußerung erfolgte Auslieferung und Inhaftierung zahlreicher Persönlichkeiten auf dem Staatsgebiet der BRD und der Republik Österreich, in ihrer konzertierten Form ebenfalls aus der westlichen Berichterstattung ausgeklammert; die eindeutige Tatsache, daß sich Ahmadinedschads Äußerungen über Gesinnungshaft und über beide genannten Staaten eindeutig auf diese aktuellen Ereignisse beziehen; die internationale Konferenz in Teheran - aktuelle Spitzen eines historisch gewachsenen Eisberges von auch heute noch in der offiziellen Berichterstattung ausgeklammerten Aspekten ...

Was bleibt hiervon und rückblickend zum Jahreswechsel 2005/06: die Erkenntnis, daß alle genannten Artikel den Begriff der Wahrheit - gewollt oder ungewollt - in ihr Zentrum gerückt haben und aus gleicher geistiger Feder stammen; daß deren Inhalt nebst den genannten ausgeklammerten Aspekten zur persönlichen Meinungsbildung zur Verfügung steht; die daraus resultierende Ermutigung für jeden einzelnen Menschen, diese Liste der um den Begriff der Wahrheit kreisenden Berichte und Ereignisse durch eigene Erfahrungen zu vervollständigen - zur Ermunterung hier ein solcher Ansatz: der Einjahres-Rückblick über die Aktivität der zum vergangenen Jahreswechsel mittels des "digitalen Fernsehens" nötigend in allen bundesdeutschen Haushalten durchgesetzten Propagandasender, worüber auf dieser Website bereits berichtet wurde. Der letzte Streich aus einem dieser Sender: breiter Bericht über den Besuch von Bones-Mann G.Bush sen. mit orangener Krawatte in Deutschland anläßlich des neuen Buches von B'nai B'rith-Mitglied Helmut Kohl, eine kleine in Szene gesetzte Gruppe mit Plakaten "Danke Mr.Bush für die Einheit", der ebenfalls anwesende Michael Gorbatschow wird nur am Rande erwähnt - historische Wahrheit also, die in einseitiger und zum Glück durchschaubarer Weise illu ausgeleuchtet wird.


Viel Spass beim Sezieren dieses Buches,
die besten Wünsche zum neuen Jahr für das persönliche Wohlergehen,
Gesundheit, Standfestigkeit und Durchhaltevermögen für alle aufgrund freier Meinungsäußerung gepeinigten Menschen,
ein klares Bewusstsein für Absehbares, Geplantes, Unterdrücktes und Abzuwendendes,
Gottvertrauen
und
Keine Angst !!!

Anonymus, Neujahr 2006 a.D.


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Ein perfektes Weltbild

Dieser Leserbrief reagiert auf die erwartungsgemäße mediale Illumination wichtiger Politiker der sogenannten "westlichen Welt", wie Sie zusammen mit einem Regierungswechsel in Deutschland bereits im Jahre 2004 in der Schrift Der Neue Landbote und in anderen Artikeln auf dieser Website vorausgesagt wurde. Der Leserbrief wurde der Mainzer Allgemeinen Zeitung am 17.Januar 2006 zugesandt.



... mit einem Haken
Bei der Tragweite der aktuellen Weltpolitik lohnt sich derzeit eine kommentarlose Aufzählung dessen, was an aktuellen Fakten und "Erkenntnissen" vermittelt wird: Angela Merkel ist inzwischen beliebteste deutsche Politikerin (fast alle Medien); die ihr oft vorgeworfene Nähe zu G.W.Bush ist durch ihre Kritik in Sachen Guantanamo ein für allemal ausgeräumt ("Die Zeit"); Bush selbst wird als ihr "großer Bruder" bezeichnet (ZDF); Deutschland war sehr wohl und planmäßig in den Irak-Krieg verwickelt (Mainzer Allgemeine Zeitung; redaktioneller Kommentar vom 13.01.2006); gegenüber dem sich zum leuchtenden Vorbild gewandelten Ariel Scharon schließlich ist man verpflichtet, ihn als Friedenspolitiker zu würdigen (fast alle Medien). Ein perfektes Weltbild, das hier geschaffen wurde, allerdings mit einem Haken: die Menschen haben gelernt, zwischen publiziertem Wunschbild, Auftraggebern und Realität zu unterscheiden.


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Januar 2006 - Chirac erwägt den Einsatz von Atomwaffen

.. so geschehen am 19.Januar 2006 auf dem bretonischen Atom-U-Boot Stützpunkt Ile Longue. Anlass sind nach Chiracs Worten "die Versuche gewisser Staaten, sich unter Bruch der Verträge mit Atomwaffen auszustatten". Damit ist dieser erneute Ausrutscher Chiracs eindeutig auf den Iran bezogen und eine Fortsetzung seiner zuvor erfolgten Aussage, daß Frankreich seine "israelischen Freunde" nicht im Stich lassen werde. Der folgende Leserbrief wurde am 20.01.2006, also einen Tag nach der Äußerung Chiracs an die Mainzer Allgemeine Zeitung abgesendet. In der MAZ-Ausgabe vom 20.01. finden sich drei Berichte einschließlich eines redaktionellen Kommentars über diesen Sachverhalt, im Kommentar eine unterschwellige Distanzierung von Chiracs Aussagen, ohne diese jedoch offen zu kritisieren. Auch nach Durchsicht der übrigen Presse an diesem Tag: bislang keine offizielle Distanzierung zu Chirac !!!
Der Leser dieser Seite wird aufgefordert anhand der offiziellen Berichterstattung ab dem 19.Januar 2006 selbst zu überprüfen, welche der beiden im folgenden Leserbrief genannten Optionen eingetreten ist.




Zwei grundsätzliche Möglichkeiten
Chiracs Äußerungen über den Einsatz von Atomwaffen sind das Infamste, was ein führender Staatsmann seit der Jahrtausendwende von sich gegeben hat. Jeder weiß, daß ein solcher Einsatz niemals von strategischer Art ist, sondern ausschließlich die Macht demonstrieren soll, selbst mitgestaltete Gesetze von Völkerrecht und Menschenrecht nach Gutdünken außer Kraft setzen zu können. Weiß Chirac nicht um den Abgrund zwischen dem fortgeschrittenen politischen Bewusstsein der Europäer und der hier offenbarten Geisteshaltung seines eigenen machtpolitischen Umfeldes?
Als Reaktion gibt es jetzt nur zwei grundsätzliche Möglichkeiten: Wird es in Europa auch von offizieller Seite eine breite und von den Medien transportierte Distanzierung von dieser Geisteshaltung geben, oder ist Frankreichs international vernetzter "Grand Orient" wirklich so mächtig, wie man behauptet? Jedenfalls hat Chirac den Bürgern Europas jetzt ungewollt die Möglichkeit gegeben, dies selbst überprüfen zu können - eine Chance zur Forcierung der politischen Neupositionierung der europäischen Bevölkerungsmehrheit über nationale und ideologische Grenzen hinweg.


Zustandsbeschreibung, 21.Januar 2006, einen Tag nach Absenden des Leserbriefes:
Es scheint, daß sich die gestellte Frage schneller beantwortet als erwartet. Aber der Reihe nach - Ab dem Morgen des 20.01. zunächst Radioberichte, daß Chiracs Äußerungen in Deutschland quer durch alle Parteien auf Kritik gestoßen seien. Ab dem Nachmittag des 20.01. jedoch die schlagartige Gleichschaltung, gepaart mit einem Hammer: Nur noch kritische Stimmen der Grünen und der FDP werden genannt, ebenso die Verteidigung von Chiracs Äußerungen durch Ruprecht Polenz, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses (CDU). Ab dem Abend des 20.Januar dann die endgültige Ausformulierung der gleichgeschalteten Berichte (u.a. im ZDF, heute-Sendung um 19:00), wie sie auch am nachfolgenden Tag quer durch die Tagespresse zu lesen sind. Die schlimmste Formulierung zuerst, sie stammt von Regierungssprecher Thomas Steg:
- "Es gibt keinen Zweifel, daß Frankreich ... eine Position vertritt, die deckungsgleich ist mit unserer Überzeugung" ;
- "Die USA und ihre Verbündeten haben zurückhaltend reagiert." ;
- die infame Behauptung, Chirac habe diese Äußerungen nicht auf ein bestimmtes Land bezogen;
- dennoch breite Verwendung des Begriffes "Terrorstaaten" in allen Berichten (!!);
- im gleichen (!) DPA-Bericht wird Israel zitiert mit der Behauptung "Es gibt Beweise, dass der jüngste Anschlag in Tel Aviv direktes Ergebnis der Achse des Terrors zwischen Syrien und Iran ist" ;
- Eindeutige Zustimmung zu Chiracs Äußerungen kommt von der NATO aus Brüssel: "Wirklich überrascht sind wir nicht. Solche Überlegungen liegen doch nahe" ;
- Speziell in der Mainzer Allgemeinen Zeitung am 21.Januar nur ein Kurzbericht auf der ersten Seite, Positionierung: die nachweislich die geringste Aufmerksamkeit erweckende untere linke Ecke. In diesem Bericht wird ebenfalls der Kunstgriff der Umformulierung des Begriffs "Kritik" in den Begriff "Zurückhaltung" angewandt, sowie die enge Abstimmung zwischen Großbritannien, Deutschland und Frankreich hervorgehoben - somit in der Mainzer Allgemeinen Zeitung kein Wort der offenen Kritik and Chirac.

In der "Stern"-Ausgabe 5/2006 vom 26.01.2006 wird polemisch mit den Kritikern Chiracs umgegangen: mit Deutschland, über das der Schreiberling sagt, das deutsche Kind schließe fest beide Augen; ebenso mit Petra Roth, die als notorisch kindlich bezeichnet wird. Als Gegenargument wird versucht, Deutschland verbal in die Fessel zu nehmen: "Das Böse ist in der Welt und Deutschland ist unaufhörlich darin verstrickt". In der gleichen Stern-Ausgabe finden sich erwartungsgemäße Hetzberichte über den Iran, was den Bezug zwischen diesem Thema und Chiracs Äußerungen weiter zementiert.

Anknüpfend an die oben fettgedruckte Aufforderung an die Leser dieser Website: Ist diese mediale Darstellung der offiziellen Reaktionen an Eindeutigkeit zu überbieten ? An dieser Stelle eine Erinnerung an die Amtseinführung von G.W.Bush im Jahre 2000, als er in seiner Limousine unter Wurfgegenständen, Protesten und Buhrufen zum weißen Haus gefahren wurde und ein Amerikaner ein Plakat in die Fernsehkamera hielt: "Lord, help us !" - "Gott steh uns bei !"



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Zum Gedenktag am 27.Januar - zweiter Leserbrief

Dies ist der zweite Leserbrief zu diesem Gedenktag, der erste Leserbrief aus dem Jahre 2004 befaßt sich ebenfalls mit einem damals aktuellen und zukunftsweisenden Sachverhalt. Der Brief wurde der Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung am 28.Januar 2006 zugesendet.



... warum ab 2006 als historischer Meilenstein ?
Der offizielle Gedenktag des 27.Januar ist dieses Jahr zu einem historischen Meilenstein geworden, bedingt durch die Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse, die auch bei künftigem Gedenken immer miteinander verbunden sein werden: die breit in allen Medien erstmalig erfolgte Deklaration des Datums als "weltweites Gedenken", sowie die kurz zuvor erfolgte und in den Medien als konzertiertes Ereignis ausgeklammerte Aktion der Auslieferung, Inhaftierung und Verurteilung zahlreicher Persönlichkeiten, in den meisten Fällen zwischen August und November 2005, welche jetzt - soweit bekannt - in den Haftanstalten Wien, Mannheim und Stammheim einsitzen, bzw. noch auf die Rechtskräftigkeit des verhängten Urteils warten. Die Frage nach den Gründen, nach Aussagen, Dokumenten und Schriften, nach Schuld und Wahrheit, sowie nach dem Vorhandensein krimineller Absichten steht im Raum. Damit steht der 27.Januar 2006 ein für allemal für die Untrennbarkeit von Internationalisierung und Notwendigkeit zur vorbehaltlosen Aufarbeitung – eine weit über die offizielle Berichterstattung hinausweisende und dennoch klare Aufforderung zur Bewusstseinsbildung an jeden einzelnen Menschen dieser Erde.


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Angela Merkel in Israel ...

Das Datum von Merkels Besuch war bewusst gewählt, nachdem der klare Wahlsieg der Hamas in Palästina voraussehbar war. Diese Berechnung wurde in aktuellen deutschen Medienberichten geleugnet, indem die These verbreitet wurde, der Besuchstermin in Israel könne "nicht schwieriger bzw. ungünstiger sein". Was Merkel dann von sich gab war ebenso schlimm wie voraussehbar, allem voran ihre Aussagen über die mehrheitlich und demokratisch gewählte politische Kraft in Palästina, sowie ihre in Israel gefallene Aussage über den Iran: " Der Iran ist nicht nur eine Bedrohung für Israel, sondern für die gesamte demokratische Welt". Damit wird marionettenhaft und unmißverständlich die zionistische Grundhaltung bedient, daß ein Krieg mit dem Iran außer Frage stehe (worauf an anderer Stelle eingegangen wurde). Die berüchtigte Rau-Doktrin ("Deutschland steht fest an der Seite Israels") wurde in einem redaktionellen Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 30.01.2006 mit der Überschrift "Keine Vermittlerin" wiederholt. Auch hierauf geht der folgende Leserbrief ein, der am 30. Januar 2006 der MAZ zugesendet wurde.



... nicht die Position der deutschen Mehrheit vertretend
Nicht nur der Staat Israel selbst, sondern auch sein gesamtes globales politisches Umfeld ist durch die demokratische Entscheidung des palästinensischen Volkes massiv in Bedrängnis geraten. Dies ist an den unverholen imperativen und bisher in dieser Deutlichkeit vermiedenen Reaktionen zu erkennen, welche wiederum eine ebenso klare Reaktion des europäischen Bürgers ermöglichen: Die Äußerung von Paul Spiegel, es dürfe keine Gespräche mit der Hamas geben, wenn diese nicht das weltweit kontrovers diskutierte Existenzrecht Israels anerkenne (eine bewusst gewählte unerfüllbare Forderung), ist scharf zu kritisieren. Wenn die Medien glauben, sie könnten zusätzlich die Aussage transportieren, Angela Merkel und damit Deutschland gehöre "fest an die Seite Israels", so muss man sich im Klaren darüber sein, dass diese Aussage ab jetzt alle künftigen Berichte begleiten wird, mit denen man versuchen wird, die Leserschaft von der Notwendigkeit bestimmter Positionen in der Nahostpolitik überzeugen zu wollen. Unter normalen Umständen, also mit einer die Position der deutschen Mehrheit vertretenden Kanzlerin und Presse, wäre in der Tat eine neutrale Haltung in diesem Konflikt diskussionswürdig. Unter den gegebenen Umständen aber muß die Position der deutschen Strasse klar auf das Druckpapier: Für ein Ende der unrechtmäßigen Besetzung Palästinas; gegen jeden Versuch, Deutschland an der Seite Israels in einen drohenden militärischen Konflikt hineinzuziehen; Schluss mit der Nötigung aller deutschen Staatsbürger und Politiker, welche diese Position offen vertreten.


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Zu den Karikaturen des Propheten Mohammed in europäischen Zeitungen

Noch schlimmer als die Karikaturen selbst waren die Reaktionen der westlichen Medien auf die berechenbare Entrüstung in den islamischen Ländern. Immerhin wurde dadurch die im Westen immer noch fortbestehende Spaltung zwischen Meinungsfreiheit und Pressefreiheit erneut in das globale Bewußtsein gerufen haben. Zwei besonders schlimme Reaktionen: zum einen ein redaktioneller Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 03.02.2006, an die Adresse der zu recht wütenden Menschen in den islamischen Ländern gerichtet: "Wer ... mit Gewalt antwortet, bestätigt nur allzu leicht, die Vorurteile gegenüber einem Islam, der sich für die nichtmuslimische Welt überwiegend in Bombenexplosionen artikuliert." Die schlimmste Reaktion kommt allerdings - wieder einmal - von Wolfgang Schäuble: "Wenn sich der Staat einmischt, dann ist das der erste Schritt zur Einschränkung der Pressefreiheit", also so, als ob dieser Grundsatz auch im Falle von publizierten Karikaturen zu anderen monotheistischen Religionen gelten würde. Wie, so möchte man fragen, nennt man eigentlich eine Regierung, die sich durch den politischen Willen anderer definiert ?
Der folgende Leserbrief wurde der MAZ am 03. Februar 2006 zugesendet und am 11. Februar 2006 ungekürzt veröffentlicht.




... ein zu durchsichtiger Versuch
Die konzertierte Publikation von Karikaturen des Propheten Mohammed in zahlreichen europäischen Medien kombiniert mit dem an die Adresse der islamischen Staaten gerichteten Verweis auf die "westliche" Presse- und Meinungsfreiheit läutet eine neue Dimension der publizistischen Niedertracht ein – mit der unbeabsichtigten Chance zur Entlarvung dieses schlimmen Werkes: Zu durchsichtig ist dieser Versuch darauf angelegt, einen Keil zwischen Europa und die islamische Welt zu treiben, denn zu bekannt ist den Menschen hier wie dort, welche Interessen dabei verfolgt werden. Neu ist für die Menschen islamischen Glaubens in der Tat die Erfahrung dessen, was Christen schon seit etwa einer Generation und in zunehmendem Maße bekämpfen müssen, nämlich die gegenüber dem Christentum und Jesus Christus unverholen antichristlich ambitionierten Blasphemien, die immer noch in vielen Zeitschriften, Buch- und Musikhandlungen des Westens allgegenwärtig sind – wie gesagt, trotz aller Widerwärtigkeit eine Chance für die Menschen unserer beiden Kulturkreise zum Erkennen ihrer Gemeinsamkeiten und der Notwendigkeit, im Kampf gegen die nach Weltmacht strebenden gottlosen Mächte unserer Zeit noch enger als bisher zueinander zu stehen.


Nachtrag:
Am 12.Februar berichteten einige wenige deutsche Tageszeitungen über die Stellungnahme des geistlichen Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, zu den Karikaturen und den Protesten in den islamischen Ländern. Laut der Süddeutschen Zeitung sagte Chamenei: "Diese Wut ist gerechtfertigt und sogar heilig. Sie wendet sich jedoch nicht gegen die Christen weltweit, sondern gegen einige diabolische Kräfte, die an dieser teuflischen Affäre beteiligt sind". Stattdessen beschuldigte Ajatollah Chamenei Israel. Die Affäre um die Karikaturen sei eine Verschwörung der Zionisten, um Spannungen zwischen Muslimen und Christen zu erzeugen.

Diese Stellungnahme von Ajatollah Chamenei erfolgte am Tage der Veröffentlichung des oben wiedergegebenen Leserbriefes. Die meisten deutschen Tageszeitungen, so auch die MAZ, haben diese Stellungnahme ausgeklammert. Bis heute wurde in der deutschen Presselandschaft nicht versucht, diese Stellungnahme zu kommentieren oder zu widerlegen.



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Antwort auf einen "redaktionellen Kommentar" der Mainzer Allgemeinen Zeitung zum Bündnis für Erziehung

Das im April 2006 von Ministerin Frau Dr. Von der Leyen initiierte "Bündnis für Erziehung" wurde postwendend vom Zentralrat der Muslime und vom Zentralrat der Juden scharf angegriffen, ebenso wie der sich darauf beziehende redaktionelle Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) vom 21.04.2006 durch den folgenden Leserbrief, der noch am gleichen Tag der Redaktion der MAZ zugesandt wurde. Im selben Kommentar wird die Schuld für die aktuellen Probleme in Sachen Integration/Erziehung der deutschen Gesellschaft zugeschrieben - eine Anklage von Seiten der Medien, also von gleicher Seite, die noch vor 10 Jahren jede realistische Vorausschau der heutigen Zustände mit dem damals gewohnten Vorwurf des Rechtsradikalismus und der Ausländerfeindlichkeit kommentiert hätte. Auch stammt der aktuelle Kommentar vom 21.April aus gleichem Munde wie der weiter oben erwähnte redaktionelle Kommentar "Gescheitert" vom 06.Juni 2003, einen Tage nach dem Tode von Jürgen Möllemann. Die Aufarbeitung der redaktionellen Kommentare der MAZ aus gleichem Munde kann einen entscheidenden Beitrag leisten, wenn es darum geht, die Ursprünge der Geisteshaltung, der Intentionen und der Baupläne gegenüber dem deutschen Volk, dem Christentum, Deutschland und Europa um die Jahrtausendwende offenzulegen. Der Leserbrief wurde am 29.April in der Mainzer Allgemeinen Zeitung veröffentlicht.



... eine Bestätigung für Ministerin Von der Leyen
Als Antwort auf die in der deutschen Politik überfällige Initiative hin zu einem Bündnis für Erziehung auf der Basis der angestammten europäischen Kirchen antwortet die Redaktion einer deutschen Tageszeitung an die Adresse der Bundesfamilienministerin, also an die Adresse einer Frau: "Die Tracht Prügel, die sie postwendend dafür erhalten hat, war angemessen" – eine eindeutige Bestätigung dafür, daß der Ansatz der couragierten Ministerin Von der Leyen zu einem Bündnis für Erziehung richtig ist und auch die gegenwärtige Medienlandschaft Europas betrifft, die erkennbar unter schlechten Einflüssen steht.


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Das bisher dunkelste Kapitel aus deutscher Sicht - August 2006




20. August 2006

An dieser Stelle beginnt das aus deutscher Sicht bisher dunkelste Kapitel der auf dieser Website chronologisch reflektierten Aspekte der Weltpolitik des neuen Jahrtausends. Daß die Absicht zur Herbeiführung der aktuellen Situation durch die derzeitigen Weltmächtigen bereits in der Vergangenheit klar erkennbar war, wurde auf dieser Website an mehreren Stellen und in unterschiedlichem Zusammenhang dokumentiert:


Der Versuch der militärischen Vereinnahmung Deutschlands für die Interessen Israels.

Der Leser ist über die aktuellen Geschehnisse gut informiert, so daß hier keine weitere Einführung notwendig ist, wohl aber die nochmalige Vergegenwärtigung dessen, was dem Beginn des Konfliktes im Libanon Mitte Juli 2006 vorausgegangen war, seitdem konsequent aus der westlichen Nachrichtenpolitik ausgeklammert wurde und für alle Zeit als wesentlicher Auslöser dieses Konfliktes seine objektive Aufarbeitung eröffnen muß – als Voraussetzung für die Glaubwürdigkeit einer historischen Aufarbeitung des aktuellen Libanon-Konfliktes: Die seit der demokratischen Entscheidung des palästinensischen Volkes vervielfachte Gewalt der israelischen Armee in den Palästinensergebieten und die entwürdigende Behandlung der dortigen Bevölkerung; der von den Weltmächtigen nötigend durchgesetzte politische und finanzielle Boykott Palästinas durch die EU mit dem von offizieller israelischer Seite erklärten Ziel des durch Not herbeigeführten Unmutes der Palästinenser gegenüber der Hamas-geführten Regierung (!!); der trotz zwischenzeitlicher Spannungen letztlich gescheiterte Versuch zur Entfachung von bürgerkriegsähnlichen Zuständen innerhalb Palästinas mit einer kurz vor der Libanon-Krise sogar gestärkt hervorgehenden Palästinenserführung, welche Israel obendrein ein Friedensangebot und ihre Gesprächsbereitschaft zur Frage der Anerkennung des jüdischen Staates unterbreitet – durch diese (gerade aufgrund des zuvor erlittenen Unrechts) vortreffliche Haltung freilich eine klar erkennbare Wut innerhalb der zionistischen Welt entfachend; die Infolge der anschließenden Fortsetzung und Verstärkung der israelischen Aggression erfolgte Gefangennahme eines israelischen Soldaten und die der talmudischen Lehre entsprechende, ansonsten jedoch klar als unverhältnismäßig angeprangerte Reaktion der israelischen Armee, welches (lange vor dem 14.Juli 2006 !) erneut heftige internationale Kritik und Drohungen von Seiten der Hisbollah aufgrund des israelischen Vorgehens gegen ihre arabischen Brüder hervorrief; Verstärkung dieser internationalen Kritik an Israel durch die gewohnte Absegnung des israelischen Vorgehens durch die pauschale Veto- und damit Vasallenmacht U.S.A. - unmittelbar vor Beginn der Libanon-Krise (13.+14.Juli) das klar erkennbare Bild eines uferlosen Vorgehens der israelischen Armee in den Palästinensergebieten mit dem Vorwurf palästinensischer Stimmen an die Weltgemeinschaft, warum denn die Welt nur „zuschaue“ angesichts des erfolgenden Unrechts; schließlich seit Beginn der Libanon-Krise und der bis heute aufrechterhaltenen und bisher unbewiesenen Behauptung der Gefangennahme zweier weiterer israelischer Soldaten durch die Hisbollah eine in der westlichen Welt gleichgeschaltete Verbreitung der gerade uns Deutschen bekannten Sichtweise der ausschließlichen Kriegsschuld auf Seiten der „Schuldigen“, auch für alle militärischen Folgen an der eigenen Zivilbevölkerung – eine Sichtweise, die Infamerweise auch bei Berichten über das gegenwärtige Leid der libanesischen Zivilbevölkerung verbreitet wird mit der Behauptung, diese Menschen ließen außer Acht, daß die Hisbollah den Krieg verschuldet habe und damit auch die Schuld an ihrem eigenen Leid trage. Während des Libanon-Konfliktes werden konsequenterweise keine Berichte über das gleichzeitige Schicksal der Menschen in den Palästinensergebieten bzw. über das dortige Vorgehen Israels gesendet!! Der Versuch der militärischen Vereinnahmung Deutschlands für Israel wird somit hervorgerufen durch eine offiziell verbreitete einseitige Sicht auf die Gegenwart mit dem Höhepunkt der Berufung auf aktuelle UN-Resolutionen bei gleichzeitiger Ausklammerung vergangener UN-Resolutionen aus der öffentlichen Diskussion, insbesondere der bekannten UN-Resolution 3379 (siehe auf dieser Website), derjenigen Resolutionen, welche aufgrund der Vetomacht U.S.A. gar nicht zustande gekommen sind, den zahlreichen von Israel missachteten UN-Resolutionen und seinen Erklärungen, daß derartige Resolutionen keine Bedeutung für Israel hätten, schließlich der Tatsache, daß sich Israel den wiederholten Forderungen der Weltgemeinschaft einschließlich Palästinas zur Erstellung einer UN-Schutztruppe in den Palästinensergebieten stets und leider erfolgreich widersetzt hatte.

Was gegenwärtig (Stand ca. 15.-20.August) geschieht, hat hinsichtlich des Grades an Berechtigung, Objektivität und Wahrheitsgehalt seine Entsprechung in der gegenwärtigen meinungspolitischen Situation innerhalb Deutschlands. Personen werden genötigt, die bekanntermaßen zum genehmsten Personenkreis der pro-israelischen Interessensverbände gehören: Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, übt zarte Kritik an Israel und weist auf die Gefahr der Verletzung des Völkerrechtes hin, begleitet von engelszungenhafter Versicherung der persönlichen Verbundenheit mit Israel – der Zentralrat der Juden in Deutschland fordert ihren Rücktritt; Günter Grass wird unfreiwilligerweise als Jugendlicher zur Waffen-SS eingezogen – er selbst schämt sich dafür und wird einer breiten Medienwelle mit Versuchen der persönlichen Diskreditierung ausgesetzt, der Stern schreibt dazu: "Die Scheiße kommt hoch" ; das gleiche und vermutlich pro-israelischste deutsche Magazin (sieht man einmal von diversen „antideutschen“ Hetzblättern ab) berichtet in Ausgabe 32/2006 über den Libanon-Konflikt mit der Überschrift „Was das Land so aggressiv macht“ – der Zentralrat der Juden aus dem Munde von Frau Knobloch spricht von „Entsetzen“ und wirft dem Magazin vor, es diskriminiere pauschal ein Land und eine religiöse Gemeinschaft (!!!); der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Schleswig-Holstein, Rolf Verleger, verurteilt (wie auch viele andere jüdische Stimmen) die aktuelle Gewaltpolitik Israels, in seinem Falle mittels eines internen Briefes an das Präsidium des Zentralrats der Juden in Deutschland, wobei sein Brief in voller Länge im Internet abgedruckt wurde, Herrn Verlegers ehrenwerte und an seiner Solidarität mit Israel keinen Zweifel lassende Meinung also klar belegt ist – der Generalsekretär des Zentralrats weist die Kritik „scharf zurück“ und bezeichnet die Aussagen von Herrn Verleger als „abstrus“ und als „Mindermeinung“, was immer damit gemeint ist. Eine die Grenze zur Existenzvernichtung streifende Nötigung machen derzeit diejenigen Personen mit, welche die Kritik an Israel verständlicherweise schärfer formulieren, etwa Joostein Garder – an dieser Stelle Gedenken an die vielen Persönlichkeiten aus Vergangenheit und Gegenwart, welche aus gleichem Anlaß - um es milde zu formulieren - genötigt wurden, sowie an diejenigen Fälle, bei denen ein entsprechender Zusammenhang aus Sicht des Bürgers nur vermutet werden kann. In diesem meinungspolitischen Minenfeld wird dem deutschen Bürger zusätzlich der absolute Zynismus zugemutet: Köhler verlangt in der Frage des Bundeswehreinsatzes mehr öffentliche Diskussion, denn auch die Meinung des Bürgers sei in dieser Frage wichtig, so als ob dieser neuerdings die volle Rückendeckung des Bundespräsidenten für seine freie Meinungsäußerung hinsichtlich des aktuellen und dennoch altbekannten Thema