- Last Update: September 01, 2011 -


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Resistance

Kein Krieg gegen den Iran !

Gegen eine militärische Vereinnahmung Deutschlands für die Interessen Israels !
Schluß mit der Nötigung aller frei denkenden Menschen und der Unterdrückung der Meinung der deutschen und europäischen Bevölkerungsmehrheit zur Weltpolitik der Gegenwart und Vergangenheit

No war against Iran ! No German troops for Israel - What happens now is not in the interest of the German People !

--> Inhaltsverzeichnis der Leserbriefe <--

NEU! (hier anwählen):   Innenminister Friedrich fordert Ende der Anonymität im Internet   - AKTUELL! (hier anwählen):   Weihnachtsbotschaft des iranischen Staatspräsidenten   - NEU! (hier anwählen):   Unsachliche Reaktionen auf belegte Sachverhalte   - AKTUELL! (hier anwählen):   Atombombenabwurf über Hiroshima - eine Heldentat !?!!   -

SCHRIFTEN -   August 2006 - Gegen einen Einsatz deutscher Soldaten   - WRITINGS
Weckruf gegen die Kriegstreiber !!
Deutschland - ein Tag vor dem 20.September 2006
Gegen politische Provokationen während der Fußball-WM
Neuwahlen 2005 - Deutschland - Wahlbetrug
STRATEGIEPAPIER - zum Umgang mit sogenannten Denkfabriken
-- Der Neue Landbote (PDF) --
++ Link zum Gedenktag - 05.Juni ++


Themen / Topics:



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- Diese Seite wird in unregelmäßigen Abständen (1-3 Wochen) ergänzt -
letzte Aktualisierung: 01. September 2011.



Inhalt der Seite:
Leserbriefe und Stellungnahmen zu mehreren Artikeln und redaktionellen Kommentaren der "Mainzer Allgemeinen Zeitung, MAZ", ebenso zu denkwürdigen Ereignissen, welche in der MAZ ausgeklammert wurden. Alle hier aufgeführten Stellungnahmen wurden dieser Tageszeitung als Leserbriefe zugesandt und sind hier im originalen Wortlaut wiedergegeben.

In den Stellungnahmen werden verschiedene Ereignisse der letzten Zeit angesprochen, welche die Menschen bis heute beschäftigen und die trotz der thematischen Vielfalt doch übergeordnete Zusammenhänge erkennen lassen, insbesondere die gegenwärtig tendentiöse Berichterstattung der deutschen Medien zu den angeschnittenen Themenkomplexen.

Alle aufgeführten Leserbriefe sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt unverändert aktuell. Gerade der zeitliche Abstand einzelner Leserbriefe zum gegenwärtigen weltpolitischen Geschehen zeugt von der langfristigen Problematik der einseitigen Berichterstattung in den westlichen Medien. Daher werden im Rahmen jeder Aktualisierung dieser Seite keine Leserbriefe entfernt sondern ausschließlich neue Leserbriefe hinzugefügt. Es wird eine langfristige Dokumentation angestrebt. In manchen Leserbriefen findet sich eine Wiederholung von Argumenten - der Leser möge dabei bedenken, daß der hier beispielhaft aufgeführten Medienpropaganda (die naturgemäß mit Wiederholungen arbeitet) kaum mit einer nur einmaligen Darlegung von Gegenargumenten begegnet werden kann !

Die hier kommentierte Tendenz der Berichterstattung der MAZ ist natürlich nicht Einzelfall sondern Regelfall in der gegenwärtigen deutschen Medienlandschaft. Der Leser wird aufgefordert, die Berichterstattung unser Medien - beginnend mit seinen eigenen Regionalblättern - kritisch zu hinterfragen, seine eigenen Schlußfolgerungen und geistigen Hyperlinks zu ziehen (dies wird ihm die vorliegende Seite nicht abnehmen !), und dann seine eigene Stimme zu erheben.

Einer aus der bisher stillen Mehrheit.





NEU! (hier anwählen):   Innenminister Friedrich fordert Ende der Anonymität im Internet   - AKTUELL! (hier anwählen):   Weihnachtsbotschaft des iranischen Staatspräsidenten   - NEU! (hier anwählen):   Unsachliche Reaktionen auf belegte Sachverhalte   - AKTUELL! (hier anwählen):   Atombombenabwurf über Hiroshima - eine Heldentat !?!!   -

Inhalt (aufsteigend chronologische Liste der Leserbriefe):







«Feindliche Übernahme» - Reklame für den Aggressor statt journalistisches Entgegenwirken

Der Jahrtausendwechsel war begleitet von der bisher offensten Androhung einer feindlichen Übernahme in der Wirtschaftsgeschichte: die Übernahme der deutschen Firma Mannesmann durch das britische Unternehmen Vodaphone. Geplant war außerdem der Freikauf der damaligen Mannesmann-Tochter «Orange», die für Großbritannien militärisch von höchster Wichtigkeit war. Diese britisch-nationalen Interessen und gewisse Rachegelüste für Rolls-Royce mögen die wesentlichen Gründe für das massive gemeinsame Auftreten von Vodaphone und der britischen Regierung gewesen sein, gegen die schließlich auch massive, nicht nur aus Deutschland kommende Proteste nichts ausrichten konnten.
Teuflischerweise wurde das Vorgehen Vodaphones und Großbritanniens unterstützt durch einen bisher in der deutschen Mediengeschichte einmaligen Vorgang: Am 06.Januar 2000, also bereits in der heißen Phase der Bemühungen um den Schutz Mannesmanns vor dieser Wirtschaftsstrategie (!) eine seitenfüllende Vodaphone-Reklame in der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) mit der Aufforderung, zum eigenen Vorteil doch seine Mannesmann-Aktien zu verkaufen. Gleichzeitig fand sich in der MAZ eine andauernde konsequente Ausklammerung einer journalistischen Aufarbeitung des brandaktuellen Themas «Feindliche Übernahme in der Wirtschaft», insgesamt also ein Vorgehen, das in seiner Intention genauso eindeutig wie ungeheuerlich ist. (Eine Groteske am Rande: nahezu zeitgleich eine an mehreren Tagen im redaktionellen Teil erscheinende Reklame für ein Schlankheitsprodukt, die im Stil eines redaktionellen wissenschaftlichen Beitrages gekleidet war, nicht sofort als Reklame zu erkennen)
Der folgende Leserbrief wurde noch am gleichen Tag (06.Januar 2000) an die Redaktion der MAZ gesandt mit dem Hinweis, daß aufgrund der brennenden Aktualität und des unglaublichen Fehlverhaltens der Zeitung an deren Fairness und Einsicht appelliert wird, diese Lesermeinung noch vor der bevorstehenden heißen Phase der Vodaphone-Mannesmann - Ereignisse zu veröffentlichen. Kurz darauf antwortete die Redaktion schriftlich, daß zu Werbungen grundsätzlich keine Leserstimmen veröffentlicht würden. Ein daraufhin modifizierter Leserbrief wurde ebenfalls nicht veröffentlicht.



Reklame für Vodaphone auf einer ganzen Seite
Eine seitenfüllende Reklame für einen Aggressor (sei er nun wirtschaftlicher oder politischer Art), dessen Vorgehensweise offen durch die britische Regierung stolz angepriesen wird als «anglo-amerikanische Wirtschaftsmethode, deren Vormarsch das europäische Festland zur Kenntnis zu nehmen habe», ist ein unglaublicher und hoffentlich einmaliger Fehler Ihrer Zeitung (** siehe Fußnote **), dessen politisches und gesellschaftliches Ausmaß kaum betont werden muß. Sie dulden bewußt die irreführenden und für jeden informierten Zeitgenossen als falsch zu erkennenden Aussagen dieser Reklame, ebenso bewußt haben Sie es unterlassen, mit sachlichem Journalismus und wesentlich weniger Aufwand an Druckfläche einer derart ethisch indiskutablen Wirtschaftsmethode aufklärend entgegenzuwirken. Sie müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, daß genau dies offenbar nicht das Anliegen Ihrer Zeitung ist.
Im Wiederholungsfalle derart platzfüllender Reklamen, insbesondere solcher für einen offenen mediengestützten Wirtschaftkrieg (oder etwa für pseudowissenschaftlich angepriesene Schlankheitskuren) fordere ich die MAZ-Leser auf, Ihre Zeitung mit kritischen Leserbriefen und Stellungnahmen zu überschwemmen und verweise dabei auf die Tatsache, daß Ihre Zeitung offenbar nicht aus Platzmangel eine ungekürzte und angemessen deutliche Wiedergabe des Volkes Meinung unterläßt. Bedenken Sie, daß eine derart verschwenderische Verdummungs-Kampagne wie diese Reklame eine Beleidigung für die MEHRHEIT der MAZ-Leser ist, welche insbesondere bei politisch und gesellschaftlich brisanten Fragen Meinungen vertreten, die Sie in der deutschen Medienlandschaft bisher nicht reflektiert sehen und höchstens in Form einer massiven Ignoranz und Gegensteuerung wahrnehmen können.

** Fußnote **: Dieser Leserbrief wurde nach erstmaligem Erscheinen der Vodaphone-Reklame versendet. Zu diesem Zeitpunkt konnte das ganze Ausmaß dieser niederen publizistischen Aktivität der MAZ noch nicht eingeschätzt werden: über die folgenden Wochen fast täglich erscheinende seitenfüllende Vodaphone-Reklamen bis zum entgültigen Erfolg Vodaphones.

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Eine Aussage Präsident Putins

Während seines Staatsbesuches im Herbst 2001 hatte der russischen Präsident Putin eine denkwürdige Mahnung an die Adresse der Deutschen parat. Nachdem diese Aussage einmalig und früh morgens in den Radiostationen zu hören war, ergab eine in der Folgezeit durchgeführte persönliche Recherche in mehreren deutschen Tageszeitungen leider ein negatives Ergebnis. Es war also zu befürchten, daß diese Mahnung nur bei einem kleinen Prozentsatz der Adressaten angekommen war. Der folgende Leserbrief wurde dann wortgetreu am 8.Oktober 2001 in der MAZ abgedruckt :


Nicht ewig für Fehler büßen
Die Gesamtheit der Berichte über den Staatsbesuch ist ergänzungsbedürftig, da dem Leser eine denkwürdige Mahnung von Präsident Putin an die Adresse Deutschlands vorenthalten wurde.
Diese war am Morgen des beginnenden Staatsbesuches in den deutschen Radiostationen zu hören und lautet folgendermaßen: «Präsident Putin bekundete, daß er von Deutschland eine selbstbewußtere Rolle in der Weltpolitik erwarte. Kein Volk dürfe ewig büßen für Fehler, die es einmal in der Vergangenheit begangen habe».
Für den aufmerksamen Leser und Mitverfolger des Zeitgeschehens wird diese Aussage des russischen Staatspräsidenten kaum kommentarbedürftig sein, ebenso wenig wie die gezielte Ausklammerung dieser seiner Aussage aus dieser Zeitung.
Umso mehr ist die Zeitung verpflichtet, diese Aussage von Präsident Putin dem Leser im Nachhinein zugänglich zu machen.

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Zur Berichterstattung über den nahen Osten - Stand März/April 2002

Im Frühjahr 2002 begann die Hochphase der israelischen Militäraktionen in Palästina einschließlich einer gezielten Zerstörung der palästinensischen Infrastruktur. Diese erfolgte nicht lange nach der Ermahnung Israels durch den Generalsekretär der Vereinten Nationen, endlich die unrechtmäßige Besetzung Palästinas zu beenden ! Diese Besetzung bezeichnete er damals als einen Hauptgrund für die anhaltende Gewalt im nahen Osten. Die Reaktion: der bisherige Höhepunkt der israelischen Unrechtspolitik, begleitet von kaum ablehnenden, sogar die Gegenseite nötigenden Berichten in der westlichen Presse. Aufhänger des weiter unten angeführten Leserbriefes war ein typischer Artikel dieser Art mit der Überschrift «Der Druck auf Jassir Arafat nimmt zu» in der MAZ vom 20.März 2002. Der darauf reagierende Leserbrief wurde wörtlich in der MAZ am 6.April 2002 abgedruckt:


Bald Geschichte werden lassen
Die Politik des Dreigestirns USA-Israel-Westliche Publizistik gegenüber dem palästinensischen Volk hat sich entgültig als konzertiertes Verbrechen gegen die Menschlichkeit von nicht dagewesener Dimension entlarvt. Da werden unter Duldung der Schutzmacht des Staates Israel systematisch die Infrastruktur und elementare Lebensräume eines Volkes zerstört, seinen offiziellen Führern unter ausbleibendem Protest der freien westlichen Presse die Möglichkeit zur Ausreise und damit die Möglichkeit der außenpolitischen Arbeit während höchster Bedrohung genommen (!) - und unmittelbar nach Vollendung dieser Zerstörungspolitik bieten die USA in kaum verhüllter Manier einer militärischen Siegermacht den Palästinensern die Minimallösung eines sowieso selbstverständlichen eigenen Staates an unter gleichzeitiger konzertierter Zeigefinger-Publizistik der westlichen Welt gegenüber Präsident Arafat.
Als Krönung wird die Verantwortung für die Beendigung jeglichen bewaffneten Wiederstandes in der Person Arafats konzentriert, was eine gezielt unerfüllbare Forderung an eine Einzelperson zur Durchsetzung der bedingungslosen Kapitulation des eigenen Volkes angesichts der geschehenen Verbrechen Scharons darstellt.
Für die Leser sollte soviel klar sein: Die nicht pressegebundene öffentliche Meinung hat jetzt mehr denn je die Möglichkeit, jeden derartigen Versuch eines publizistischen Drucks auf die Palästinenser (oder auch nur seine Duldung) als opportunistisches Mitläufertum gegenüber dem jetzt offensichtlichen Geist der amerikanisch-israelischen Politik zu entlarven und dieses Mitläufertum bald Geschichte werden zu lassen.

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Einschub: Die folgenden 7 Leserbriefe ( bis zum Kapitel "Die redaktionellen Kommentare zum Irak-Krieg - das Fazit !" ) reagieren auf das bisher dunkelste Stück deutscher Mediengeschichte, das sich an den redaktionellen Kommentaren der Mainzer Allgemeinen Zeitung belegen läßt: Nötigung Deutschlands und seiner Vertreter zur Zustimmung und zur militärischen Teilnahme am Irak-Krieg. Zusätzlich wird dieses Thema auch nach Ende des Irak-Krieges nochmals aktuell, worauf eine weitere Leserstimme reagiert ( "Redaktionelle Forderung: Deutsche Soldaten in den Irak" ) Eine zusammenfassende Einleitung ist aus zwei Gründen notwendig: Anders als in den meisten Leserbriefen ist hier nicht Hinterfragung oder argumentative Gegendarstellung die oberste Triebfeder, sondern ein möglichst präzises und lautes Anschreien gegen diese durchsichtige und damit umso bedrohlichere Machenschaft der Medien und der sie stützenden Mächte. Diese unmittelbare Bedrohung des Bürgers und damit des Schreibenden möge der Leser dieser Seite bitte berücksichtigen. Zum zweiten geht gerade aus dem folgenden Leserbrief rückblickend die Gleichzeitigleit von Irak-Krieg und einer bisher nicht für möglich gehaltenen israelischen Politik hervor in Kombination mit einem neuen Höhepunkt einer diesbezüglichen medialen Glättung in den deutschen Medien. Möge die Nachwelt stets diesen historischen Zusammenhang vor Augen haben und bedenken.
18. Juli 2004




Zerstörung von Arafats Hauptquartier durch Israel - 22. September 2002

Der folgende Leserbrief reagiert auf den bisherigen Höhepunkt der israelischen Unrechtspolitik und auf die mediale Taktik dieser Zeit, die sich bis dato noch nie so eindeutig von der Schwere des aktuellen weltpolitischen Ereignisses abgesetzt hatte: Berichte an den Rand drängen, gezielter Gebrauch von widersprüchlichen Aussagen, welche dritten Personen in den Mund gelegt werden (hier: Zerstörung - keine Zerstörung), Ausklammerung einer offenen Anklage des Aggressors durch die Medien. Diese Taktik sollte nicht ganz 2 Jahre später einen weiteren Höhepunkt erfahren: Über die gezielte Tötung von bedeutenden palästinensischen Führern durch Israel (Juni 2004) wird in der MAZ nur noch marginal oder gar nicht mehr berichtet !
Dieser Leserbrief vom 25. September 2002 wurde in der MAZ in leicht gekürzter Form am 12. Oktober 2002 veröffentlicht. Die fettgedruckten Passagen wurden nicht veröffentlicht.



Stützende Berichterstattung für Israel - publizistische Hetze auf Personen hierzulande
Dieser Artikel erschien einen Tag nach der systematischen Zerstörung von Präsident Arafats Amtssitz inklusive der Strom- und Wasserversorgung mit dem erklärten Ziel, ihn zur Aufgabe und zur Ausreise zu zwingen. Dieses erklärte und ungeheuerliche Ziel Israels wurde durch die Berichterstattung der deutschen Fernsehstationen am Tage der Zerstörungsaktion (22. September 2002) bestätigt. Einen Tag später (23.September 2002) fand sich in der MAZ ein bewusst an den Rand gedrängter kleiner Artikel mit einer dem Inhalt des Artikels widersprechenden Überschrift: "Peres: Keine Zerstörung von Arafats Quartier". Im Text dann kaum glaubhafte und von der MAZ unkommentierte Bekundungen von israelischer Seite. In den darauf folgenden Tagen folgte die gewohnte Nahhost-Berichterstattung: UN-Resolution – dennoch keine Änderung der israelischen Politik – Verschweigen weiterer Ungeheuerlichkeiten Israels, wie etwa die "Rüge" Israels an die Adresse der USA wegen deren Stimmenthaltung bei der aktuellen UN-Resolution !

Die über politische Grenzen hinweg wohlbekannte Kombination der verbrecherischen israelischen Politik und der sie stützenden und gezielt verharmlosenden Art der Berichterstattung der deutschen Medien wird durch die Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse dieser Tage so offensichtlich wie nie zuvor und wird in die Geschichtsbücher eingehen: 1. Dieser bisherige Höhepunkt der israelischen Unrechtspolitik und 2. der bisherige Höhepunkt einer genüsslichen publizistischen Jagd auf alle Personen in unserem Land, die in korrekter und nicht-beleidigender Weise genau diese Politik anklagen und bekunden, daß sie sich auch von denjenigen nicht abhalten lassen, die versuchen, diese Kritik zu kriminalisieren. Zählt man nun noch die aktuelle Nötigung des Bundeskanzlers wegen seiner mehrheitlich im Volk gestützten Haltung zur Irak-Frage dazu, so festigt sich die folgende Erkenntnis:
Die Ereignisse in Israel Ende September 2002 werden auch in die deutschen Geschichtsbücher eingehen angesichts der gleichzeitigen publizistischen Hetze in unserem Lande, deren Förderer sich nun endgültig einer offenen Nennung und Anklage durch kommende Generationen nicht mehr entziehen können.


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Deutschlands Nein zum Irak-Krieg wird als "teure Extra-Wurst" bezeichnet

Am 15. November 2002 erschien ein ansonsten uninteressanter redaktioneller Kommentar, der sich redundant in die allgemeine Strategie «Nein zum Irak-Krieg = Wahlkampf» einreiht, der aber in einem Punkt einen bisherigen Höhepunkt darstellt: Erstmals wird nicht Schröder sondern Deutschland als ganzes genötigt. Konstruierter Hintergrund sind die geplante Osterweiterung und die militärische Präsenz der Bundeswehr in Afghanistan, wo Deutschland als Ausgleich für sein "Nein" verstärkt kostenintensive Mittel zur Verfügung stellen müsse. In besonders gemeiner Weise wird Deutschland hierbei das "eigene Haushaltsdisaster" in Kombination mit dem Vorwurf einer isolationistischen Politik vorgehalten.
Die beiden herausragenden Sätze des Kommentars:
- "Im Blick auf die Aufnahme neuer Mitglieder im Rahmen der Osterweiterung bedeutet es gewiß kein glückliches Exempel, wenn sich das wirtschaftsstärkste Bündnisland Europas vor aller Augen eine Extra-Wurst brät."
- "Zum Ausgleich seiner militärischen ( !!! ) Enthaltsamkeit im Mittleren Osten und völlig unabhängig davon, ob es überhaupt noch Krieg gibt, wird die Bundeswehr rigoros und kostenintensiv andernorts in die Pflicht genommen."
Der folgende Leserbrief wurde der MAZ am 16.November 2002 zugesandt und blieb unveröffentlicht.



Publizistische Nötigung Deutschlands
Die AZ wird nicht verhindern können, daß derartige redaktionelle Kommentare in kommenden Generationen in die Geschichtsbücher eingehen werden – eingereiht in die Berichte vor dem Hintergrund der Irakpolitik Ende 2002:
1. medientechnische Stützung einer neuen Form des Menschheitsverbrechens vor seiner eigentlichen Ausübung (!) unter dem Decknahmen des sogenannten "Präventivschlags",
2. zeitgleiche Nötigung derjenigen Personen, die in historischer Dimension ersmals ein klares "Nein" der Deutschen zu dieser lange Zeit absehbaren Politik abgegeben haben,
3. Nötigung der Einwohner dieses Landes, daß sie dieses "Nein" in Zukunft teuer zu bezahlen haben.

Der mündige Leser setzt hier zwei positive Erkenntnisse entgegen:
a) Die Zeit um die aktuellen UN-Resolution Ende 2002 wird als ein Stück abschreckender deutscher Mediengeschichte in die Geschichtsbücher eingehen.
b) Die Deutschen haben sich in dieser Zeit zunehmend gegen die Baumeister dieses ungeheuerlichen Meinungsterrors aufgelehnt.


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Bericht «Schröders Ehe vor Gericht»

Während der Hochphase des breiten Widerstandes gegen den drohenden Irak-Krieg fand in der westlichen Welt eine bis heute anhaltende beispiellose verbale Nötigung der Kriegsgegner statt, insbesondere der prominenten und politisch verantwortlichen Kriegsgegner. Besonders gemeine Beispiele sind den Bürgern vermutlich großteils unbekannt, oder aber ein Zusammenhang mit dem weltpolitischen Geschehen ist nicht auf den ersten Blick erkennbar. Gegenüber Bundeskanzler Schröder lief um den Jahreswechsel 2002/3 eine Klatschkampagne zahlreicher Zeitungen mit Bezug auf angebliche eheliche Differenzen. Ein auf den ersten Blick und ohne die Überschrift objektiv wirkender Kurzartikel in der MAZ-Ausgabe von Sylvester 2002 ist ein Beispiel für die journalistische Mentalität «wir sagen doch nur, was andere auch sagen» zum Zweck der Umgehung der berechtigten Versuche des Betroffenen, die Verbreitung von Klatsch zu unterbinden. Selbst wenn ein Zusammenhang zwischen der Klatschkampagne und Bundeskanzler Schröders weltpolitischer Stellungnahme nicht beweisbar ist, so verleiht gerade die Zeitgleichheit und die damals häufig geradezu beleidigend ironische Darstellung des Bundeskanzlers durch die visuellen Medien diesem Zusammenhang eine mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit. Die folgende Stellungnahme zu obengenanntem Artikel wurde dann auch wörtlich in der MAZ am 16.Januar 2003 veröffentlicht:


Geschmacklose Veröffentlichung
Der Leser muß sich die Kaskade des Zustandekommens eines solchen Artikels bewußt machen: Verbreitung von Klatsch durch andere Zeitungen unter geschmackloser Verwendung von Kosenamen über die Ehe des Bundeskanzlers - seine berechtigte Aktivität, dies gerichtlich zu stoppen - als Reaktion dieser Zeitung wird der Klatsch weiterverbreitet mit der bewußt irreführenden und ungeheuerlichen Überschrift «Schröders Ehe vor Gericht».
Für die Geschichtsbücher der Zukunft muß man nicht extra betonen, in welchem weltpolitischen Zusammenhang diese verleumderische Aktivität der deutschen Presse steht.

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Und noch eine Keule für Schröder durch die frustrierten Medien

Wie bereits der Kommentar vom 15.November 2002 fällt auch der Kommentar "Katze aus dem Sack" vom 23.Januar 2003 in die publizistische Schublade «Irak + Schröder = Wahlkampf», jetzt gepaart mit der Schublade «Deutschland = Bündnispartner = Partei». Lehrreich an diesem redaktionellen Kommentar ist das direkte Ansprechen des Lesers und des Wählers (Landtagswahlen in Niedersachsen und Hessen zum Jahresbeginn 2003) mit einem kaum verdeckten Ton der Verzweiflung in den Worten "Ob´s der Wähler merkt?". Ebenso lehrreich: Trotz der klaren Äußerungen von Fischer und Schröder, daß Deutschland im UN-Sicherheitsrat keiner den Irak-Krieg legitimierenden Resolution zustimmen werde, erscheint am Ende des Kommentars eine Kaskade von Aussagen, welche das genau entgegengesetzte Stimmverhalten Deutschlands als potentielle Möglichkeit unterstreicht.
Zur Demonstration hier diese gesamte Passage aus dem Kommentar:
"... greift der große Kommunikator (gemeint ist Bundeskanzler Schröder) zum letzten Mittel und macht aus der Wahl zu Landesparlamenten flugs ein Votum über Krieg und Frieden. Ob´s der Wähler merkt? Schröders Festlegung ist nicht ohne Tücke, weil stillschweigend konditioniert. Denn sie fußt auf dem heutigen Stand der Erkenntnis. Und der kann sich ändern. Auch heißt Nicht-Ja-Sagen noch lange nicht Nein-Sagen. Und unbeachtet aller Voten ist Deutschland als Bündnispartner heute schon Partei eines Konflikts ( !! ) ... "
Der folgende Leserbrief wurde noch am gleichen Tag (23. November 2003) der MAZ zugesandt und blieb unveröffentlicht.



Ein positiver Aspekt der Medienhetze: Deutschland sieht klarer
Von allen Korrekturen, die der Leser an der zunehmend tendenziösen Publizistik zum Thema Irak anbringen müßte – hier die wichtigste:
Entgegen der vergeblichen Indoktrinationsversuche durch die Medien sind die Deutschen nicht Partei im Konflikt USA-Irak, sondern Wähler und Leser in unserem Lande haben sehr wohl gemerkt, welche Mächte mit welcher Intensität und mit welchen publizistischen Methoden Deutschland vor ihren Karren spannen wollen und wie die Frustration dieser Mächte immer größer wird.

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Die Frustration der kriegstreibenden Medien wird allmählich zum Lachen

Hintergrund des redaktionellen Kommentars "Ein Jein genügt nicht" vom 11.Februar 2003 war das demonstrative Hinzutreten von Putins Rußland zur Achse Deutschland-Frankreich in Sachen Irak-Krieg, unterstrichen durch den gemeinsamen Auftritt von Schröder und Putin. Hier ist sie, die Dreierachse Deutschland-Frankreich-Rußland - also "das" rote Tuch für die Koalition der Willigen und alle atlantischen Bündnisfetischisten! In diesem Kommentar wird zusätzlich die Nato und die Deutschland einschließende breite internationale Zurückhaltung gegenüber dem damaligen türkischen Ersuchen um Militärhilfe ins Blickfeld gehoben. Die diesbezügliche Zurückhaltung Deutschlands (dies ist mit dem "Jein" gemeint) wird als "beschämend" bezeichnet. Weitere verzweifelte Reaktionen im Kommentar auf das demonstrative Auftreten der genannten Dreierachse: die Fundamente der Nato werden als bedroht angesehen; über die rot-grüne Bundesregierung könne man sich ausschütten vor Lachen über die Art und Weise, wie sie in der Irak-Frage von einem Fettnäpfchen ins andere trete; Bundeskanzler Schröder habe dabei keinen schlüssigen Plan.
Der folgene Leserbrief wurde der Redaktion der MAZ am gleichen Tag (11. Februar 2003) zugesandt und blieb unveröffentlicht.



Klares Konzept von Bundeskanzler Schröder
Die wichtigste von vielen notwendigen Korrekturen auch in diesem Kommentar der AZ: Bundeskanzler Schröder hat in dieser historischen Situation ein klares erklärtes Konzept in der Irakpolitik mit breiter und tatkräftiger Unterstützung im Volk, nämlich durch Beharrlichkeit die Etablierung einer Politik zu verhindern, die sogenannte Präventivkriege als legitimes Mittel rechtfertigt. In der Tat zum Lachen ist es, wie sich die westliche Presse als verlängerter Arm der Interessen Washingtons angesichts der immer breiter werdenden Allianz der Kriegsgegner zu einer letzlich vergeblichen Spirale von immer feigeren Sinnverdrehungen und Verleumdungen gezwungen sieht.

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Redaktioneller Kommentar «Was die Kinder sehen»

Deutschland ging auf die Straße gegen die Politik der Kriegsbefürworter, auch die Schulkinder. In der MAZ dann am 31.März 2003 ein redaktioneller Kommentar mit der Überschrift «Was die Kinder sehen», deren herabwürdigende Absicht durch die ironische Ummantelung noch verstärkt wurde und die in der Formulierung gipfelte: «So gäbe es viele Argumente, um die Jungen zum Schweigen zu bringen». Die Stellungnahme zu diesem Kommentar wurde in der MAZ am 12.April 2003 veröffentlicht:


Stichwort mit auf den Weg gegeben
Was die demonstrierenden Kinder sehen ? - Vor Kriegsbeginn den vergeblichen Versuch der hiesigen Medien, politisch verantwortliche Kriegsgegner als isoliert darzustellen; danach einen völkerrechtswidrigen Krieg mit dem chronologisch ersten Ziel, die Regierungsvertreter des angegriffenen Landes zu töten; jetzt einen ironisch ummantelten Kommentar, in der sie selbst zur «ichbezogenen Nullbock-Generation der Pisa-Verlierer» gezählt werden, die «Mama und Papa verlassen und protestieren» und denen «die Dankbarkeit der Älteren gegenüber Befreiern fehlt».
Das Wichtigste, was die Kinder hierbei sehen: Wie sehr das ganze geistige Gebäude zu hinterfragen ist, das man ihnen - unter anderem in Form solcher Kommentare - vorsetzt. Immerhin ist ihnen ein gutes Stichwort mit auf den Weg gegeben: «Befreiung».

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Die redaktionellen Kommentare zum Irak-Krieg - das Fazit !

Am 10.Mai 2003 erschien der vorerst letzte der zahlreichen redaktionellen Kommentare der Mainzer Allgemeinen Zeitung zum Doppelthema «Schröder» - «Irak-Krieg». In ihm findet sich die gewohnte Herabwürdigung seines mit überwältigender Mehrheit in Deutschland gestützten Standpunktes zum Irak-Krieg. Diese Herabwürdigung wird noch verstärkt durch eine offene publizistische Umwertung seiner Standfestigkeit gegenüber den USA in diplomatisches Unvermögen. Es handelt sich bei diesem Kommentar um ein besonders lehrreiches Beispiel dafür, wie die Sichtweise des Stärkeren (G.W.Bush) demjenigen vorgehalten wird, dessen Willen die entsprechende Tageszeitung brechen möchte. Beispielzitate aus dem Kommentar: «Der sprichwörtlich feine Institnkt hat Schröder offenbar auch auch außenpolitisch verlassen». An anderer Stelle heißt es: «Bush hält Schröder für feige und falsch ...». Mit diesen Worten konfrontiert die MAZ denjenigen Bundeskanzler, der im Nachkriegsdeutschland den bisher größten Mut gegenüber den USA aufgebracht hat und sich permanent den weltweit bekannten Falschheiten und Propagandalügen der Gegenseite erwehren mußte !! Die eindeutige politische Absicht dieser redaktionellen Kommentare wird im folgenden Leserbrief kommentiert, der wörtlich in der MAZ am 17.05.2003 abgedruckt wurde.


Bisher klarste Ausformulierung
Dieser Kommentar enthält die bisher klarste Ausformulierung der politischen Absicht der deutschen Presse zum derzeit beherrschenden weltpolitischen Themenkomplex seit Beginn der offen erklärten völkerrechtswidrigen Absichten durch die USA und Israel Anfang letzten Jahres: Im Wissen der Bürger unseres Landes um die lange Liste von Ungeheuerlichkeiten von Seiten dieser beiden Staaten und der sie stützenden deutschen Presse wird (einen Tag vor dem medienwirksamen gemeinsamen Auftritt Powells und Scharons !) allen Ernstes die «Nützlichkeit eines soliden Schulterschlusses und einer glaubhaften diplomatische Offensive gegenüber der Regierung in Washington» herausgestellt. Für die geringe Chance hierfür wird die derzeitige Bundesregierung verantwortlich gemacht.
Bei aufmerksamem Studium aller bisherigen Kommentare der MAZ zu diesem Themenkomplex kann der Leser positive Schlussfolgerungen ziehen:
1. Die aus diesen Kommentaren sprechende Verzweiflung zeigt, dass es bisher nicht gelungen ist, Deutschland in die Position eines hörigen Vasallen der politischen Achse <New York – Washington – London - Tel Aviv> zurück zu katapultieren.
2. Zu verdanken ist dieser Erfolg in erster Linie der funktionierenden und sich weiterentwickelnden Allianz zwischen richtig handelnden Politikern und der offenen Meinungsäußerung der Mehrheit unserer Bürger – ein Erfolg, den ihnen die Presse kaum zugestehen wird.

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Jürgen Möllemann - zum offiziellen «Nachruf» der Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung

Am 06.Juni 2003, einen Tag nach dem Tode Jürgen Möllemanns, erschien ein redaktioneller Nachruf der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) mit der - gelinde formuliert - unglaublichen Überschrift «Gescheitert» !! Darin ist von einer «Grenze» die Rede, bis zu der ein Demokrat gerade in Deutschland gehen dürfe und die Möllemann nicht erkannt habe. Weiterhin habe er beim Thema Nahost den Blick für die Realität verloren, sodaß der FDP gar nichts anderes übrig geblieben sei, als ihn vor die Tür zu setzen. Weiter heißt es: «Er selbst scheint bis zuletzt nicht erkannt zu haben, daß er im Unrecht war.» Immerhin geht aus diesem Kommentar klar hervor, daß es nicht die in den Medien vorgeschobene Behauptung von finanziellen Unregelmäßigkeiten waren, deretwegen Möllemann vor seinem Tode so zugesetzt wurde, sondern seine bekannten politischen Aussagen zu Israel, Scharon und Friedmann, die letztlich den Ruf nach seiner politischen Neutralisierung durch seine Gegner laut werden ließen. Dieser «Nachruf» der MAZ wiegt umso schwerer, als bis heute in der Presse eine konsequente Ausklammerung dessen stattfindet, wovon die Internet-Chets übervoll sind: die Gesprächsstoffe und Meinungen der Strasse, die mehrheitlich nicht die These des Freitodes teilen. So ist auch die panische Angst der Presse vor der Ausbreitung eines anderen als dem offiziell verordneten Möllemann-Bild bis heute geradezu knisternd spürbar - gerade durch die Ausklammerung wesentlicher Aspekte um die Ereignisse des 5.Juni, was sich am Beispiel der MAZ nachprüfen läßt.
Der folgende Leserbrief wurde noch am gleichen Tag (06.Juni 2003) per Post an die Redaktion der MAZ abgesandt und bis heute nicht veröffentlicht:



Lohnende Perspektive einer Nachfolge
Sie geht vorerst weiter - die Spirale der Ungeheuerlichkeiten in den redaktionellen Kommentaren der MAZ zu wohldefinierten Themen. Diesmal ein durch irrationales meinungspolitisches Wunschdenken geprägter redaktioneller Nachruf mit der geradezu blasphemischen Überschrift «Gescheitert» (!) auf den Tod eines Politikers, der durch sein beherztes Wirken die öffentlich noch schweigende weil immer noch verängstigte Mehrheit der Deutschen auch über seinen Tod hinaus erreichen und bewegen wird. Zusammen mit indirekter Stützung der unwahrscheinlichen Hypothese des Freitodes in weiteren Artikeln wird dieser Kommentar dann den Lesern zugemutet, denen nach Möllemanns Tod ganz andere, in den Tageszeitungen jetzt großteils ausgeklammerte Dinge im Kopfe herumgehen, etwa früher bereits erfolgte Manipulationen an seinem Fallschirm; seine Aussagen über Ihn betreffende Aktivitäten des Mossad; einen Tag vor dem aktuellen Kommentar die redaktionelle Aufforderung der MAZ, einen hierzulande geschätzten Freund Möllemanns konsequent zu ignorieren, da es sonst keinen Frieden im Nahen Osten gäbe. Die Medien, welche sich durch derartige Kommentare ins Licht setzen, realisieren im Gegensatz zum Leser noch nicht, was sie den Menschen nicht mehr verdecken können: die lohnende und nie mehr glaubhaft kriminalisierbare Perspektive einer Nachfolge im Geiste derjenigen Persönlichkeiten, die von diesen Medien vergeblich als «gescheitert» erklärt werden.

  Link zum Gedenktag - 05.Juni

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Unkommentierte Kurzmeldung: »Belgien gibt USA nach»

Am 23.Juni 2003 erschien in der MAZ eine winzige und an den Rand gedrängte unkommentierte Kurzmeldung, daß Belgien nach Drohungen der USA in der Frage des belgischen Kriegsverbrecher-Gesetzes eingelenkt habe. Es war die Zeit, in der im Irak vollendete Tatsachen geschaffen waren, die redaktionelle Dauerpropaganda in der Art »Schröder hat wieder Nein gesagt, so geht das aber nicht !» hatte ein vorläufiges Ende gefunden. Stattdessen war es jetzt die Zeit der in den Medien weitgehend ausgeklammerten Schaffung von Tatsachen, exakt ein Jahr zuvor (Juni 2002) eingeleitet durch das amerikanische Gesetz zur Invasion der Niederlande und damit des europäischen Festlandes für den Fall der Anklage eines amerikanischen Staatsbürgers vor dem internationalen Gerichtshof in Den Haag. Daß hinter dem medialen Stillschweigen zu derart himmelschreienden Tatsachen ein System steht, sollte im folgenden Leserbrief durch weitere Beispiele bewußt gemacht werden. Der Leserbrief wurde am 24.Juni 2003 an die Redaktion der MAZ gesendet und blieb unveröffentlicht.


Klarer werdende Sicht der Menschen im alten Europa
Wer die Medien in einem Land dominiert, ist oftmals auch dann zu erkennen, wenn in der Presse dieses Landes höchst bedeutende Ereignisse oder auch wichtige Einzelaspekte nur kurz oder gar nicht erwähnt werden, unkommentiert stehen bleiben, oder unscheinbar an den Rand gedrängt werden:
1. die unkommentierte Kurzmeldung über eine erneute Änderung des Kriegsverbrecher- und Völkermordgesetzes in Belgien nach Drohungen (!) der USA, wonach jetzt Klagen gegen Spitzenpolitiker aus Israel, Großbritannien und den USA pauschal nicht mehr möglich sind;
2. in der gleichen MAZ-Ausgabe im Bericht über den Staatsbesuch von Johannes Rau in Jordanien dann Auslassung des von ihm formulierten und in den Fernsehstationen am Vortag zu hörenden Hammers: Eine gegenüber den arabischen Nationen formulierte unzutreffende, weil über die vorherrschende Volksmeinung sich hinwegsetzende Behauptung im Namen unseres Landes: »Deutschland steht fest an der Seite Israels»
3. eine besonders offensichtliche Ausklammerung der MAZ seit dem Tode Jürgen Möllemanns: Der zurzeit in aller Munde befindliche Name eines Geheimdienstes, der kaum dadurch den Spekulationen entzogen werden kann, daß in der MAZ lediglich von fehlenden Hinweisen für eine Manipulation am Fallschirm die Rede war.
Im Vertrauen auf die zunehmend klarer werdende Sicht der Menschen im alten Europa braucht diese Aufzählung nicht kommentiert zu werden.

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Redaktionelle Forderung: Deutsche Soldaten in den Irak (!!)

Mit dem Rücktritt von Abbas am 06.September 2003 und dem zweiten Jahrestag der Racheakte des 11.September begann eine neue Phase des publizistischen Meinungsterrors in Deutschland mit dem gewohnten Ziel einer Vereinnahmung dieses bekanntermaßen USA- und Israel-kritischen Landes für die Interessen genau dieser beiden Länder. Diese Phase kann examplarisch an Berichten der MAZ, vorwiegend redaktionellen Kommentaren, belegt werden:
-- Indirekte Stützung der israelischen Morddrohung gegenüber Arafat, die in der zynischen redaktionellen Aussage gipfelte «Was würde passieren, wenn der PLO-Chef tatsächlich verschwindet ?» (15.09.03, S.2). Ständiger Adressat sind diejenigen, die «Arafat immer noch stützen». Die bereits seit dem Amtsantritt von Abbas erfolgten Verleumdungen von Seiten der MAZ-Redaktion gegenüber Arafat mit der Nötigung, ihn konsequent zu ignorieren, wurden jetzt intensiviert (08.09.,S.2; 13.09.,S.2, 13.10.,S.2) und jeweils synchronisiert mit persönlichen Erfolgen bei seinem Einsatz gegen das Entstehen einer palästinensischen Marionetten-Regierung im Sinne Israels. Immerhin: Die Aussage Shimon Steins, die Intifada sei gescheitert (04.07.,S.3), ist widerlegt.
-- Versuch der Medien, die Begriffe «Al Kaida» und «internationaler Terrorismus» betont unscharf gebrauchen zu können mit der Begründung, es handele sich um eine über den ganzen Globus verbreitete Ideologie, die den Hass auf jede westliche, christlich (!) getragene Zivilisation schürt (11.09., S.2). Durch wiederholte großangelegte und oft aufgebauschte Berichte in der Art «Al Kaida ist überall, der Terror längst in Deutschland» (14.06.,S.2; 21.06.S.1+2; 05.07.,S.1; 12.09.,S.2; 04.10.,S.1) und durch die zunehmende Fixierung der Presse gegen Syrien und Iran mittels bewußt unkommentierter Darstellung einer offen völkerrechtswidrigen Politik gegenüber beiden Ländern (17.06.,S.2; 06.10.,S.2; 10.10.,S.3; 11.10.,S.3; 13.10.,S.3) entsteht ein eindeutiges Bild hinsichtlich Absicht und politischer Gemeinschaft der deutschen Medien. Diese Sicht wird erhärtet durch die folgende Intention:
-- Stützung der Forderung nach einer militärischen Beteiligung Deutschlands im Irak. Diese Absicht wiegt umso schwerer, als sie wohlverschleiert vorgetragen wird und die diesbezügliche Dauernötigung der Bundesregierung durch USA, NATO und Israel in den gedruckten Medien nahezu ausgeklammert wird, um einen Weckruf in Deutschland zu vermeiden. Ein typischer redaktioneller Kommentar dieser Art erschien am 05.Sepember 2003 nach dem wiederholt vorgetragenen «Nein» von Schröder und Chirac. Besonders lehrreich ist dieser Kommentar durch seine 180 Grad-Umwertung einer klaren politischen Aussage: trotz des «Neins» Frankreichs und Deutschlands sei es doch sehr wahrscheinlich, daß «demnächst Soldaten beider Staaten die im Irak bereits aktiven Militärs unterstützen werden».
Der folgende Leserbrief wurde am 08.September 2003 an die Redaktion der MAZ gesandt.



Teil eines Systems ?
Die mittlerweile zahlreichen Kommentare der MAZ zum Doppelthema ´Deutschland - Irak-Krieg´ haben ihre Wirkung eingebüßt, weil sie jeweils inhaltlich und rhetorisch die gleiche Grundtendenz aufweisen: publizistische Nötigung aller offiziellen deutschen Stimmen, die den Forderungen Bushs - diesmal nach einer militärischen Beteiligung Deutschlands im Irak - ein ´Nein´ entgegensetzen. Auch hier wieder klare Maßgaben im Kommentar, was die richtige Richtung ist, wie es am Ende sein muss, welches Argument schlimm wäre, und daß man jetzt endlich eine seriöse (!) Diskussion in Deutschland über einen Blauhelmeinsatz führen müsse.
Die Redaktion scheint nicht zu merken, dass mit jedem zusätzlichen Kommentar dieser Art eine sie selbst betreffende Frage zunehmend Gegenstand des öffentlichen Interesses wird, die über den aktuellen Irak-Konflikt weit hinausgeht: Ist die MAZ als deutsche Tageszeitung selbst Teil eines Systems, dessen Aufgabe es ist, einer mehrheitlichen Meinung der Deutschen von redaktioneller Seite her entgegenzusteuern, wenn sie von wesentlichen Positionen der USA und manch anderer Staaten abweicht ? Haben diese Länder, auch in Mainz oft durch ihre Botschafter vertreten, wirklich eine solche Macht über eine deutsche Tageszeitung ?
Die Redaktion sollte sich Gedanken darüber machen, dass viele Bürger diese Frage bereits als beantwortet sehen und die daraus erwachsende Notwendigkeit zum eigenen Handeln längst erkannt haben.

Einige Tage nach Absenden dieses Briefes antwortete die Redaktion der MAZ schriftlich, daß man mit Hinblick auf die momentane Hochkonjunktur von «Verschwörungstheorien» beruhigt sein könne: Niemand habe je versucht, auf Kommentierung oder Nachrichtenauswahl der MAZ Einfluß zu nehmen.
Als Rückantwort wurde der weiter unten angeführte Leserbrief vom 04. Oktober 2003 abgesendet.


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Extreme Position der Medien gegenüber dem eigenen Land und Volk, sowie seinen politischen Vertretern

Als Rückantwort auf die Reaktion zum obigen Leserbrief wurde der redaktionelle Kommentar «Deutschland als Vermittler» vom 22.September 2003 hinterfragt, in dem Bundeskanzler Schröder vor seinem Treffen mit Bush präzise redaktionelle Anweisungen gegeben wurden. Zum Dank wird Deutschland eine Vermittlerrolle zwischen den USA und Europa in Aussicht gestellt - abschließend dann die Aussage «Ob es gelingt ? ...».
Der folgende Leserbrief wurde am 4.Oktober in der MAZ veröffentlicht, der letzte Absatz wurde nicht abgedruckt.



Extreme Position
Wer sich über die von den westlichen Medien geprägte Begriffskeule «Verschwörungstheorie» (VT) Gedanken macht, sollte diesen Kommentar gelesen haben. Er beinhaltet einen Satz, der mit bisher nicht da gewesener Deutlichkeit und Allgemeingültigkeit die extreme Position der deutschen Medien gegenüber dem eigenen Land, dem eigenen Volk und seinen politischen Vertretern formuliert und damit den Rest des Kommentars nahezu überflüssig macht: «Er (Schröder) darf … nicht den Hauch eines Zweifels daran lassen, dass gute transatlantische Beziehungen für Deutschland fest zementierte Grundlage jedes politischen Handelns sind».
Entscheidend ist, daß mit diesem Satz endgültig und kaum überraschend die imperative journalistische Exekutivfunktion unserer Medien im Interesse ausländisch dominierter Mächte dokumentiert wird, ein Vorwurf an die Medien, der mittels der genannten Begriffskeule nicht mehr entkräftet werden kann. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Vergegenwärtigung dessen, was die Medien ebenfalls nicht mehr als VT verkaufen können: die per Gesetz beschlossene amerikanische Invasion der Niederlande, also des europäischen Festlandes, für den Fall der Anklage eines Amerikaners in Den Haag; die Verschwörung einflussreicher Kräfte als Vetomacht zum Pauschalschutz Israels vor kritischen UN-Resolutionen; die Aussage des israelischen Botschafters Shimon Stein kurz vor Ausbruch des Irak-Krieges, das Völkerrecht in seiner heutigen Form sei grundlegend überholungsbedürftig !
Jeder mündige Leser wird diese Aufzählung erweitern können. Es ist daher unsinnig, den Begriff der VT als Gegenargument zu bemühen, wenn deutsche Tageszeitungen offen und mit handfester journalistischer Praxis das eigene Land in vielfältiger Form vor den Karren einer völkerrechtswidrigen Politik spannen möchten - eine Epoche deutscher Mediengeschichte, die mutig und mit deutlicher Stimme beendet werden muss. Ein Beispiel dafür, dass sich dieses Ziel lohnt, sollte dem Leser dieser Zeitung bekannt gemacht werden: Auf der Großdemonstration gegen den Irakkrieg in Berlin am 15.Februar, mitten im Meer der internationalen Flaggen, ein über die gesamte Straße ausgerolltes Spruchband mit folgender Aufschrift in deutscher, arabischer und englischer Sprache: «Danke, Deutschland». Damit hat es Deutschland nicht mehr nötig, sich eine Vermittlerrolle in Aussicht stellen zu lassen, die es bereits mit breiter internationaler Anerkennung wahrnimmt.

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Zum 3.Oktober: Geschmacklose Ironie gegenübern den Bürgern der ehemaligen DDR

Zum Nationalfeiertag fand sich am 4.Oktober 2003 ein redaktioneller Kommentar mit Äußerungen über die Bürger der ehemaligen DDR unter genüßlicher Verwendung des seit 13 Jahren existierenden mediengemachten Unwortes «Ossis». Die ironische Ummantelung dieses Kommentars ist nicht auf den ersten Blick erkennbar. Wie bereits bei den beiden vorherigen Leserbriefen angemerkt: September/Oktober 2003 war eine Phase intensiver propagandistischer Aktivität zur Einschwörung Deutschlands auf die Linie USA/Israel - und jetzt dieser herablassende Kommentar über die eigenen Landsleute, der zusätzlich (gewollt oder ungewollt) die abwegige Annahme suggeriert, daß die im folgenden zitierten Passagen nicht von den Medien stammen, sondern breit von den Bürgern und damit von der Leserschaft vertreten würden.
Der folgende Leserbrief wurde der MAZ am 7.Oktober 2003 zugesandt und blieb unveröffentlicht.



Zivilcourage angesagt
Am Beginn dieses redaktionellen Kommentars finden sich Worte, die man nicht kommentieren, wohl aber dem Leser nochmals ins Bewusstsein rufen muss; denn sie sind an das ganze Deutschland gerichtet: «Rekordarbeitslosigkeit, Frust und Fremdenhass. Das sind die Etiketten, mit denen die Ossis abgestempelt sind. So gesehen, sind sie auch schuld an der deutschen Misere.»
Es wäre zu wenig, an dieser Stelle alle politischen und wirtschaftlichen Aspekte des gigantischen mediengestützten Betrugs-Szenarios gegenüber dem wiedervereinigten Deutschland und allen seinen Staatsbürgern in Erinnerung zu rufen, dem jetzt diese an Verleumdung grenzende Geschmacklosigkeit noch oben drauf gesetzt wird. - Nein! - Hier muss sich die positive Erkenntnis durchsetzen, dass derartiger Journalismus die Deutschen endgültig zu deutlichen Worten berechtigt:
Lasst uns endlich erkennen, was hier los ist, welche Baumeister in diesem Lande am Werke sind und wer ein Interesse daran hat, uns mittels der Medien permanent zu beleidigen, zu erniedrigen und auseinander zu dividieren - hier sind jetzt Zivilcourage und freie Rede angesagt.

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Zur Rede Martin Hohmanns - erster Leserbrief

Über die Rede Martin Hohmanns und die darauffolgenden Ereignisse ist soviel geredet und kommentiert worden, daß an dieser Stelle keine weitere Einführung notwendig ist. So sollte der unten aufgeführte Leserbrief genau das bewußt machen, was die Medienpolitik fürchtet: die umfassende Verfügbarkeit alles Gesagten einschließlich der vollständigen unkommentierten Rede Hohmanns zur persönlichen Meinungsbildung für jedermann. Anlaß des Briefes waren drei Artikel in der MAZ-Ausgabe vom 01.November 2003 auf den Seiten 1 und 2, welche für die damalige offizielle publizistische Welle typisch sind.
Der folgende Leserbrief wurde der MAZ am 2.November 2003 zugesandt und blieb unveröffentlicht.



Anlaß zu optimistischer Prognose
Ein historisches Jahr für Deutschland: Innerhalb von ca. 1 Jahr wurde nach dem Flugblatt Möllemanns und der Bundestagsrede Schills jetzt mit der Rede Hohmanns ein drittes, schnell berühmt gewordenes Dokument unwiderruflich mitten in das Zentrum des geistigen Minenfeldes der derzeitigen westlichen Medienlandschaft gesetzt – eine Trilogie von Dokumenten, die trotz der unterschiedlichen Persönlichkeiten ihrer Verfasser und der Vielfalt der angeschnittenen Themen eine wesentliche Gemeinsamkeit aufweisen: Sie können nicht mehr verfälscht werden, sind ungekürzt und für jedermann zugänglich und damit für alle Zeit überprüfbar, ebenso wie die Glaubwürdigkeit der stereotyp mit ideologischen Stempeln verfassten Reaktionen der öffentlichen Publizistik.
An dieser Stelle sei eine optimistische Prognose gewagt: Eine mit Aufforderung zur persönlichen Meinungsbildung erfolgende unkommentierte und ungekürzte Aushändigung aller drei Dokumente an jeden Einwohner Deutschlands (mit Hilfe unserer geschätzten Tageszeitungen durchaus realisierbar !) würde bereits ausreichen, um die derzeit in diesem Lande vorhandenen geistigen Minenfelder für immer zu entschärfen und für jedermann frei zugänglich zu machen. Dank des in diesem Jahr gewachsenen weltpolitischen Bewusstseins im alten Europa ist diese Perspektive realistisch geworden – mehr noch: sie grenzt an Wahrscheinlichkeit.

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Zur Rede Martin Hohmanns - zweiter Leserbrief

Dieser Brief kommentiert eine weitere redaktionelle Aussage zum Fall Hohmann, veröffentlicht im Kommentar «Von falscher Seite» in der MAZ-Ausgabe vom 08.November 2003, Seite 2.
Der folgende Leserbrief wurde der MAZ am gleichen Tag zugesandt und blieb unveröffentlicht.



Zwei sich widersprechende Aussagen
Dieser Kommentar ergänzt die Gesamtzahl an überprüfbaren Aussagen, die innerhalb und außerhalb der Rede Martin Hohmanns gefallen sind, durch eine weitere entscheidende Aussage: die Behauptung, Hohmanns Rede würde in der breiten Öffentlichkeit verurteilt und nur punktuell mit Beifall bedacht. Demgegenüber stehen die Worte im Brief von General Günzel, Hohmann habe mit seiner Rede vom 03.Oktober 2003 der Mehrheit unseres Volkes aus der Seele gesprochen. Auch diese beiden sich widersprechenden Aussagen stehen jetzt unverrückbar jedem Leser dieser Zeitung zur persönlichen Meinungsbildung zur Verfügung, auch für kommende Generationen.

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Zum mutigen Protest der israelischen Soldaten

Aus Anlaß der neueren Untaten von Scharon - Stand Ende 2003 - erschienen in der MAZ jeweils aus gleicher Feder drei redaktionelle Kommentare am 04., 20. und 23. Dezember 2003 über Israel, die hinsichtlich des Ausmaßes der brachial-publizistischen Rechtsverdrehung zu Gunsten israelisch-jüdischer Interessen bemerkenswert sind. Der Leser wird aufgefordert, diese Kommentare selbst aufmerksam zu studieren ! Eine der ultimativsten Behauptungen in diesen Kommentaren wurde bereits am 12. Januar 2004 durch einen Leserbrief in der MAZ mit der Überschrift «Zum Schweigen gebracht» kommentiert: die Behauptung, Scharon stimme dem Inhalt des Protestschreibens der israelischen Soldaten aus vollem Herzen zu (!!). Zur redaktionellen Aufforderung der Mainzer Allgemeinen Zeitung an Scharon nimmt der im folgenden wiedergegebene Leserbrief Stellung, der wörtlich am 17. Januar 2004 in der MAZ abgedruckt wurde.
... ein Tip am Rande: im Interesse der künftigen Geschichtsschreibung würde sich eine Studie lohnen, in der die politische Brisanz der in der MAZ publizierten Leserstimmen mit deren Positionierung auf den Zeitungsseiten statistisch in Beziehung gebracht wird. Eine sinnvolle statistische Variable wäre der Abstand der Leserstimme zum Zeitungsrand. Auch die Positionierung einzelner brisanter Stimmen neben Stimmen aus völlig anderen Themenkreisen stellt sicher ein meinungspolitisch interessantes Phänomen dar.



Redaktionelle Aufforderung an Scharon: «Hart durchgreifen!»
Der mutige Protest der israelischen Soldaten hat breite internationale Anerkennung gefunden und aller Welt verdeutlicht, daß endlich und unwiderruflich das eintritt, was über nationale und ideologische Grenzen hinweg erhofft wurde: Die zunehmende Anprangerung der selbstgerechten israelischen Politik aus ihrer eigenen gesellschaftlichen Mitte heraus. Um so mehr ist die Folge an diesbezüglich konterkarierenden redaktionellen Aufforderungen unannehmbar, die in der AZ zu lesen waren: die Aufforderung an Scharon hier hart durchzugreifen unter Vorschiebung formalistischer Gründe; drei Tage zuvor aus gleichem Munde die Aufforderung an die Palästinenser, die Androhungen des „Abtrennungs-Programmes“ Scharons ernst zu nehmen (!). Es muss klar sein, dass gerade in Deutschland aufgrund der Erfahrungen im Jahr 2003 alle Alarmglocken läuten, wo immer in den Medien diese Forderungen nach «hartem Durchgreifen» gegenüber mutigen Menschen erschallt.

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Zur Diskussion um die Abschaffung des Wehrdienstes

13. und 14. Januar 2004, mehrere Berichte über die Diskussion zur Abschaffung der Wehrpflicht, an der Verteidigungsminister Struck aber unverändert festhalten will. Zwei redaktionelle Kommentare, die unverholen auf die baldige Abschaffung der Wehrpflicht drängen - sehr lehreich durch einen in der MAZ häufig angewandten publizistischen Kunstgriff: Darstellung eines Sachverhaltes, als seien die von den Medien eingeforderten Änderungen bereits Realität, in diesem Falle mittels der Überschrift «Aus und Vorbei» (redaktioneller Kommentar vom 13.01.2004, Seite 2). Diese vor dem Hintergrund des aktuellen weltpolitischen Geschehens kaum erstaunende Medienoffensive wird im folgenden Leserbrief kommentiert, der am 15.Januar 2004 abgesendet und bisher nicht veröffentlicht wurde.


Forderung der Medien nach Abschaffung der Wehrpflicht vor dem Hintergrund einer grotesken Aussage
Die Diskussion um die Abschaffung des Wehrdienstes erhält eine neue Dimension, wenn man sich deren zeitliche Nähe zu einer grotesken Aussage Minister Fischers gegen Ende des Jahres 2003 vor Augen hält, welche hierzulande längst zu einem peinlich von den Medien ausgeklammerten ´Aha-Erlebnis´ geführt hat: «Sollte Israel in der Zukunft angegriffen werden, werde es Europa verteidigen». Kein Zweifel mehr: die Nötigung Deutschlands zur Abschaffung der Wehrpflicht und damit eines wichtigen Bindegliedes zwischen politischem Willen der Deutschen und seinen Streitkräften kommt von denjenigen, die vergleichbar den USA eine von Völkerrecht und mehrheitlichem Willen der eigenen Bevölkerung unabhängige pauschale militärische Verfügbarkeit wünschen und im Jahre 2003 erfahren mussten, dass man ein Land mit noch funktionierender eigener Willensbildung nicht ohne weiteres zu einer solchen Verfügbarkeit drängen kann. Aufgrund der somit erwartungsgemäß eingetretenen rhetorischen Drängelei der westlichen Presse zur Abschaffung der Wehrpflicht muss der Bürger an einen Satz des Jahres 2002 erinnern, der angesichts der in der AZ verwendeten Überschrift «Einsatzgebiet ist die ganze Welt» (14.01.04) brennende Aktualität bekommen hat: Die als Flugblatt verteilte Forderung nach einem gerechten Frieden im nahen Osten mit dem Schluss-Satz: «.. denn nur so kann die Gefahr eines Krieges im nahen Osten gebannt werden, in den auch unser Land schnell hineingezogen werden könnte».

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Zum Gedenktag am 27.Januar

Dieser Leserbrief bezieht sich auf eine Überschrift in der MAZ zum Gedenktag am 27.Januar und erinnert an ein wichtiges Ereignis des vergangenen Jahres, welches von den gedruckten Medien ausgeklammert wurde. Der Leserbrief wurde der MAZ am 30.Januar 2004 zugesandt und blieb bis heute unveröffentlicht.


Geschichte mit Mut aufarbeiten !
Ihre Überschrift «Geschichte mit Mut aufarbeiten» - MAZ, 28.01.2004 - ist ein Gradmesser für kommende Generationen, der zudem weit über den Anlass des 27.Januar hinausweist. In diesem Zusammenhang steht im Jahre 2003 sicher ein Ereignis ganz besonders im Vordergrund, an welches hier erinnert werden muss: Die Einstellung des Strafverfahrens gegen Rita Süssmuth und den leitenden Spiegel-Redakteur Fritjof Meyer am 28.Mai 2003 mit der klaren Begründung, dass durch die Veröffentlichung der für jedermann zugänglichen neueren Erkenntnisse von Herrn Meyer über die Opferzahlen in Auschwitz kein Straftatbestand vorliegt. Jeder mutige Leser wird die Darstellungen der Medien durch weitere wichtige Erkenntnisse und Ereignisse zu diesem Thema ergänzen können, die Ihn persönlich bewegt und sein Interesse und Denken angeregt haben. In Anlehnung an die obige Überschrift und mit Hinblick auf die diesbezüglich zunehmende Einbeziehung anderer Nationen kann man getrost sagen: «Nur Mut zur Wahrheitsfindung, es lohnt sich».

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Zur Anhörung in Den Haag über den israelischen Sperrzaun

Auf erfolgreichen Druck der arabischen Nationen wurde Ende Februar 2004 in Den Haag eine internationale Konferenz über den israelischen Sperrzaun einberufen - in der Stadt also, deren internationaler Gerichtshof durch die USA nicht annerkannt wird (es sei denn für die Anklage serbischer Politiker, die dem baumeisterlichen Konstruk einer direkten politischen Achse USA-Europa-Bosporus-Israel im Wege standen). Die erwartungsgemäß einsetzende Ausklammerung der Konferenzergebnisse aus den Medienberichten wurde begleitet von vielfältigen Erscheinungen einer politischen Unkultur in unserem Lande, welche im folgenden Leserbrief angesprochen wurden.
Dieser Leserbrief wurde am 04.März 2004 der MAZ zugesandt. Am 27.März 2004 wurde der erste Teil veröffentlicht. Die nach der Markierung (**) folgende Passage wurde nicht veröffentlicht.



In infamer Weise boykottiert
Der einzige Bericht der Allgemeinen Zeitung zur internationalen Anhörung über den israelischen Sperrzaun in Den Haag (24.02.) muss durch wesentliche Informationen ergänzt werden. Der Bürger sollte wissen, dass die Den Haager Konferenz durch Israel, die USA und die EU nicht nur kritisiert, sondern in infamer Weise boykottiert wurde. Er muss wissen, dass der Boykott der EU und die Beschimpfung Deutschlands auf der Brüsseler «Antisemitismus-Konferenz» wegen der Finanzhilfe an Palästina zu einem großen Teil auf propagandistische Aktivitäten einflussreicher K-Gruppen zurückgeht, die mittlerweile eindeutig anti-palästinensische, pro-israelische und teilweise sogar pro-amerikanische Positionen übernommen haben und deren Einfluss sich auch der in ihrer Tradition stehende Außenminister Fischer als momentane Speerspitze der israelischen Interessen in Europa nicht entziehen kann. Auch der massive Druck Großbritanniens muss erwähnt werden, welches offen die Befürchtung eines Präzedenzfalles geäußert hatte. Normalerweise wird über internationale Konferenzen nach deren Ende berichtet. Warum reiht sich die Allgemeine Zeitung in den Boykott der Den Haager Konferenz mit ein, warum kein abschließender Bericht über wichtige Argumente, Ergebnisse, neue Erkenntnisse? Die gleichzeitige Unterdrückung einer detaillierten oder sogar redaktionell kritisch begleiteten Berichterstattung belegt das weltweit zunehmende Bewusstsein für eine korrekturbedürftige und offen völkerrechtswidrige Politik zugunsten israelischer Interessen, bei der wieder einmal die gedruckten Medien durch gezieltes Zurückhalten wesentlicher Informationen eine wichtige Rolle spielen. (**) Wie ein Aufruf zum Nachdenken wirkt daher die Gesamtheit an aktuellen Ereignissen einer politischen Unkultur in unserem Land, welche derzeit von der gleichen publizistischen Taktik begleitet und damit gestützt wird: 1) Hamburg und die konzertierte Verhinderung einer Überprüfung des Filz-Vorwurfs gegen von Beust; 2) die buchstäblich kriecherische offizielle Haltung gegenüber Ankara, bedingt durch die gezielte Ausklammerung der völkerrechtlichen Hauptargumente gegen einen EU-Beitritt der Türkei; 3) eine mit Begriffskeulen arbeitende Konferenz in Brüssel, die trotz der berechtigten Absage durch Romano Prodi dann plötzlich doch stattfindet - Berechnenderweise nahezu zeitgleich mit Den Haag; 4) die mediale Glättung aller Berichte über amerikanische und britische Abhörpraktiken; 5) ganz aktuell die ungeheuerliche, zumal publizistisch unkommentierte Aussage Roland Kochs, der Kanzler «hätte Bush versprechen müssen, wir machen nie wieder Politik gegen Euch». In Anlehnung an ein altes deutsches Kirchenlied und gegen die Interessen der Medien gerichtet muss die momentane Situation eine Signalwirkung auf jeden Bürger unseres Landes haben « ... Du hast genug geschlafen».

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Zur Kampagne gegen Bundesbank-Präsident Welteke

Entgegen der bisherigen Gepflogenheit wird hier ein Leserbrief zeitgleich mit seinem Absenden an die MAZ (08.April 2004) auf dieser Website veröffentlicht. Der Grund ist die aktuell heisse Phase einer Kampagne, bei der wieder einmal wesentliche und für die betreffende Person günstig zu bewertende Informationen an den Rand gedrängt werden, dagegen ein konzertierter Dauerbeschuss von Medien und persönlichen Gegnern Weltekes erfolgt, seit heute mit der Forderung nach seinem entgültigen Rücktritt - seit zwei Jahren also ein erneutes von zahlreichen Beispielen für eine gezielte öffentliche Neuralisierung von einflussreichen Persönlichkeiten unseres Landes.
Hauptziel dieses Leserbriefes: es soll bereits in der aktuellen Phase dieser Kampagne klar sein, dass der Bürger mitdenkt und dass bereits die Aufzählung zahlreicher Äusserungen und Ereignisse kurz vor Start der Kampagne eine eindeutige Kette von Indizien für deren wahre Hintergründe liefert.
Am Rande sei erwähnt, welche - milde formuliert - Grotesken derzeit simultan mitzuerleben sind: a) Die gespielte Empörung über die Freilassung von Motassadeq als angeblich brandgefährlichen Terroristen, wobei kaum die Wut der Medien darüber kaschiert werden kann, dass das von Schily inszenierte politische Urteil gegen einen lediglich der freien Rede überführten Menschen nicht haltbar ist; b) die aktuelle Behauptung von US-Medien, ausgerechnet Deutschland habe die USA durch falsche BND-Informationen in den Irak-Krieg getrieben; c) letzte Woche die offene Morddrohung des Ministerpräsidenten eines Landes der sogenannten freien Welt (»Arafat könnte der nächste sein») - ein Ereignis, das gerade durch seine unkommentierte Zitierung in den westlichen Medien dem normal denkenden Bürger eine Neuorientierung und gründliche Revision seines bisherigen Bildes von der sogenannten «freien westlichen Welt» abverlangt. Das gleiche gilt für die momentanen Geschehnisse in und um die deutschen Finanzwelt ...



Wie auf Kommando
Die Kampagne gegen Bundesbank-Präsident Welteke sollte vor dem Hintergrund des entschiedenen Eintretens der Bundesbank für die Deutsche Bank zum Nachdenken anregen. Über diese offene Stellungnahme der Bundesbank zugunsten einer nationalen Konsolidierung des deutschen Bankensektors und gegen die Übernahmebestrebungen ausländischer Banken - allen voran der weltgrößten Bank ´Citigroup´ - wurde in der ´Financial Times´ am 24.03.04 berichtet, also gut zwei Wochen nach der angeblichen Zerschlagung aller Übernahmegerüchte. Dieser Meldung gingen übereinstimmende Stellungnahmen des Bundeskanzlers und der Bundesbank voraus, in denen die Wichtigkeit der Deutschen Bank als großes deutsches Institut für die heimische Wirtschaft betont wurde (siehe ebenso den Nachtrag **). Auch an Weltekes überzeugende Kritik an der aktuellen Finanzpolitik der EU und an seine Mahnung zur Wahrung der Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank muss in diesem Zusammenhang erinnert werden.

Wie auf Kommando dann zeitgleich breit gestreute Medienberichte über hohe Gewinneinbußen der Bundesbank, die aber von Welteke überzeugend gekontert werden, insbesondere durch das in Übereinstimmung mit Bundeskanzler Schröder ausgesprochene Konzept, mittels Goldverkauf nicht den niedrigen Gewinn auszugleichen, sondern stattdessen einen Fond zugunsten der deutschen Bildung und Forschung anzulegen. Dies hatte prompt eine empörte Reaktion von Jean-Claude-Trichet zur Folge. Wenige Tage danach die medial breit angelegte Kampagne gegen Welteke. Entgültige Klarheit darüber, was hier momentan abläuft, sollte der Leser dann bekommen, wenn er sich zwei weitere Sachverhalte vor Augen hält, die bereits unkommentiert eine eindeutige Sprache sprechen: 1) der fatale Einfluss einer möglichen Übernahme der Deutschen Bank durch die ´Citigroup´ auf den deutschen Arbeitsmarkt und die Investitionsfreiheit der deutschen Wirtschaft – auch im Hinblick auf deren zunehmende Orientierung zu Märkten USA-kritischer Staaten einschließlich Putins Russland; 2) die anhaltende groteske Co-Inszenierung von Medien und CDU/CSU, mittels derer eine unmittelbar am gegenüberliegenden Strang der ´atlantischen Brücke´ ziehende Persönlichkeit der Hochfinanz wie ein bereits definitiver künftiger Bundespräsident (!) in Szene gesetzt wird.


** Nachtrag am 09.April 2004, Karfreitag, ein Tag nach Absenden des Leserbriefes:
Zahlreiche Berichte über eine neue Offensive der Staatsanwaltschaft im Mannesmann-Prozess, bei der insbesondere Deutsche Bank-Chef Ackermann massiv unter Beschuss gerät. Wie bei Welteke ein demonstratives Auftreten der Staatsanwaltschaft in Sachen angeblicher Vorteilnahme, zeitlich gut mit der Anti-Welteke-Kampagne abgestimmt. Erwartungsgemäß ausbleibend: eine offene, d.h. medienwirksame Anklage der «Geldgeber», in diesen Fällen also Vodaphone und Dresdner Bank. Ansonsten die übliche TV-Thematik an hohen christlichen Feiertagen: Israel, Action, Judentum, Juden über Jesus, jüngere Vergangenheit, Komödie, Horror-und Kriegsfilme. Am Karsamstag (10.April 2004) dann ein redaktioneller Kommentar in der MAZ mit Versuch, Mel Gibsons Film «Die Passion Christi» herabzuwürdigen, den mittlerweile auch in Deutschland erwartungsgemäß viele Menschen besucht haben. Auf diesen Kommentar sowie zur Diskussion um den Film wird im folgenden Leserbrief eingegangen.
-- Nachtrag am 22.April 2004, nach dem Rücktritt Weltekes und der Nominierung von Axel Weber als Nachfolger: Redaktionelles Lob der MAZ auf Seite 2 für den Nachfolger, der ein «Glücksfall» für diese Republik sei. Weiter heißt es: «Denn an der Spitze der Bank der Banken wird eine Persönlichkeit gebraucht, die moralisch über jeden Zweifel erhaben und fachlich völlig unangreifbar ist. Die Affäre Welteke (soll wohl heissen: Welteke selbst !) drohte das Ansehen nicht nur des Instituts, sondern auch Deutschlands als Wirtschaftsstandort zu beschädigen.» Zentrale Argumente für Welteke, wie sie im obigen Leserbrief erwähnt wurden, waren bis jetzt aus der MAZ ausgeklammert worden, keine weiteren Berichte über die Deutsche Bank oder die Citigroup. Der heutige redaktionelle Kommentar über Moral und Unangreifbarkeit wurde von denjenigen verfasst, die vor Beginn des Irak-Krieges versucht hatten, Deutschland in eine Vasallenposition zu katapultieren. Jetzt von dieser Seite überschwengliches Lob für Weltekes Nachfolger ? - Höchste Alarmstufe !!


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Zum Film «Die Passion Christi» von Mel Gibson

Genau 2 Jahrtausende nach ihrem Ereignis stand die Passion Christi in Form des gleichnamigen Films von Mel Gibson dem Sumpf der westlichen Political Correctness gegenüber, die sich in bisher deutlichster Form von zentralen christlichen Botschaften angewidert zeigte. Alles zum Film geschriebene und gesagte ist für kommende Generationen eine eigene Analyse wert. Dabei sollte die Größe des Filmes auch darin gesehen werden, daß er bedingt durch seine realistische Darstellung und die strenge Anlehnung an das Evangelium gegenüber der Passion immer mehr in den Hintergrund geraten wird, zumal er von vorneherein lediglich zur Verkündung der Passionsgeschichte konzipiert war. Hierdurch wird auch klar werden, daß viele der unverholen hysterischen Reaktionen meist nur vorgeschoben gegen die Person Mel Gibsons (ebenso gegen seinen Vater) und gegen die im Film gezeigte Brutalität argumentierten, in Wirklichkeit aber die ungefilterte Botschaft der Passion Christi meinten, die sie lediglich nicht offen anprangern konnten. Diese Reaktionen konzentrierten sich auf die Zeit kurz vor bis kurz nach dem Kinostart des Filmes. Als erwartungsgemäß die Besucherzahl rasch zunahm, verstummten die offiziellen Stimmen. Am Karsamstag, den 10.April 2004, plötzlich ein redaktioneller Kommentar, auf den der folgende Leserbrief antwortet.
Dieser Leserbrief wurde der MAZ am 25. April 2004 in leicht gekürzter Fassung zugesandt, um die Gefahr einer Kürzung von Seiten der Zeitung zu minimieren. Diese Fassung wurde am 08. Mai 2004 in der MAZ veröffentlicht. Im Folgenden wird die ursprüngliche Fassung des Briefes wiedergegeben.



Befreiende Brücke
Nachdem Mel Gibsons Film bereits viele Menschen auch in Deutschland erreicht hatte wird der Leser zum Osterfest mit einem redaktionellen Kommentar konfrontiert, der folgende Behauptung aufstellt: «Zur Lebensgeschichte des einzelnen Christen, zu dessen persönlichem Glauben, ist von dem Film ohnehin keine Brücke zu schlagen. Er schreit ins Leere.» Das genaue Gegenteil ist der Fall:
- Die Zukunft wird zeigen, dass dieser Film ein bleibendes weil realistischstes Zeugnis dessen ist, was sich der Film durch seinen Titel selbst vorgegeben hat und was seit jeher ein Kernstück des christlichen Glaubens war: die letzten Stunden – die Passion Christi.
- Der Film schlägt eine befreiende Brücke zu allen Menschen, denen die Dominanz Hollywoods über das Genre Film ein Gräuel ist, auch zu diejenigen, welche diese Dominanz bisher unreflektiert toleriert haben, denn: Mit der realistischen Darstellung der Gewalt meint der Film etwas Wahres und Überwältigendes, nämlich das Kreuz und die mit Ihm verbundene Erfüllung des göttlichen Planes und eben nicht das genaue Gegenteil: die Vereinnahmung menschlicher Gefühle durch eine nicht zum Wohle der Menschen agierenden Film- und Unterhaltungsindustrie.
- Der Film schlägt eine Brücke zum täglichen Leben der Menschen, indem er zeigt, dass zur Passion nicht nur das unvorstellbare seelische und physische Leiden gehört, sondern auch dessen Ursachen, die in unserer Zeit so aktuell sind wie nie zuvor: Das Prinzip der geschürten und politisch motivierten Hysterie zum Zwecke der Existenzvernichtung eines Menschen, der die Wahrheit sagt; die Beschimpfungen und physische Gewalt gegenüber denjenigen, die es wagen, den Beklagten zu verteidigen; der von vornherein zum Scheitern verurteilte Versuch der Regierenden (Pilatus), die Anklagenden mit einer demonstrativ harten Strafe (Geißelung Christi) zufrieden zu stellen; die endgültig ausufernde Hysterie, als gesagt wird « ...ist dies nicht genug ? ».
- In einer Zeit, in der auf breiter Ebene versucht wird, den Kern des Christentums zu verschleiern und dem Glauben der Menschen zu entreißen, schlägt der Film eine unmittelbare Brücke zum persönlichen Glauben des einzelnen Christen und auch zu denjenigen, die nicht christlichen Glaubens sind: Es ist wahr, daß Christus am Kreuze gestorben ist, und es ist wahr, daß er der Messias des Volkes Israel war. Hierbei sei auf eine der eindrucksvollsten Szenen des Filmes verwiesen: Der weinende Hohepriester Kaiphas in der Todesstunde Christi - eine Szene, die mehr aussagt als alle Worte.


... ein später Nachtrag (August 2006): Das Magazin "Der Stern" veröffentlicht einen Artikel in Ausgabe Nr.33/2006 über Mel Gibson unter der Überschrift "Spender, Papa, Kotzbrocken", ein Artikel, den man nicht als "Bericht" bezeichnen kann, denn es werden drei Druckseiten für übelsten Zynismus verschwendet, der somit als wesentlicher Mitauslöser der Alkoholprobleme Gibsons nicht nur geleugnet, sondern weiterhin genüsslich eingesetzt wird. Auf einer vollen Druckseite werden vier Schnappschüsse des Porträts von Mel Gibson in ungünstigen Momenten gezeigt. Sein Film wird zynisch als "Leidkultur" und als Zeugnis der Gewaltfaszination des Regisseurs Gibson bezeichnet ... und, und, und ... Die Schlußworte des Artikels beziehen sich auf seine zurückliegende Festnahme wegen Trunkenheit am Steuer und anschliessender Beamtenbeleidigung: "Der geläuterte Star wird, so geht das Spiel in Hollywood, dann in Talkshows von seinen Reha-Erfolgen erzählen und in großen Exklusivinterviews Abbitte (!!) leisten. Ob dann wirklich alle glauben, in jener Nacht Ende Juli habe der Alkohol gesprochen und nicht Mel Gibson? Vielleicht hilft ja beten."

Man kommt nicht daran vorbei, den Artikel mit einer entschärften und umso treffenderen Version des jüngst von Stern-Chefredakteur Thomas Osterkorn selbst gewählten Begriffes zu konfrontieren:
Ihr übler Schmutz ist hochgekommen, Herr Osterkorn!"



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Skull & Bones - Keine Alternative für Amerika !

Am 29. Mai 2004 erschien ein redaktioneller Kommentar in der MAZ mit der Überschrift «Keine Alternative» über den Präsidentschaftskandidaten der amerikanischen Demokraten, John Forbes Kerry. Dieser Kommentar kann als Musterbeispiel für die derzeitigen Berichte (und Bücher !) über Kerry gelten, in denen jeweils ein wichtiger Aspekt seiner Persönlichkeit ausgeklammert wird. Dies wird im folgenden Leserbrief kommentiert, welcher der MAZ am 31. Mai 2004 zugesandt und bisher nicht veröffentlicht wurde.
Der Leser dieser Website wird aufgefordert, selbst zu kontrollieren, ob das Thema «Bush - Kerry - Skull and Bones» bis zur amerikanischen Präsidentenwahl im November 2004 von seinen eigenen Tageszeitungen angemessen aufgegriffen wird, oder ob die deutsche Medienlandschaft auch dieses Thema gezielt ausklammert und damit als williger Handlanger der «geheimen» westlichen Machtstrukturen operiert. - Mainz, den 10. Juni 2004 -




Keine Alternative - ein gigantischer Wahlbetrug !
Die Einschätzung «Keine Alternative» bringt die Situation um die amerikanische Präsidentenwahl auf den Punkt, zumal der eigentliche Grund hierfür unerwähnt bleibt: John Kerry und George Walker Bush gehören beide seit den 60er Jahren zum Orden der «Skull & Bones», auch «Brüderschaft des Todes» genannt. Diese inzwischen suprakulturell orientierte Gesellschaft wurde 1832 an der Yale-Universität gegründet und stellt die derzeit mächtigste amerikanische Geheimgesellschaft dar mit nahezu vollständiger Unterwanderung der CIA. Ihre Mitglieder gehören zu Familien, die seit Generationen - etwa durch Heirat - eng untereinander verbunden sind. So erstaunt es nicht, was man über den frühzeitig durch die US-Medien als «Gegenkandidaten» hochgepuschten John Kerry weiß: nachweislich ein entfernter Blutsverwandter von George W.Bush und des derzeitigen Vizepräsidenten Dick Cheney (!); er hat die Lüge von Saddams Massenvernichtungswaffen vor Kriegsbeginn mitgetragen – eine Tatsache, der er jetzt in Interviews auszuweichen versucht; er ist Mitglied der berüchtigten «Bilderberg-Gruppe», zu denen ebenfalls Kissinger, Bushs Berater Richard Pearle, sowie Paul Wolfowitz gehören.
Was diese ungeheuerliche Situation für die USA bedeutet, wird dort eindrucksvoll in Medien und Internet formuliert: «Vergessen Sie die Stichworte 'Irak' und 'Terrorismus', für den denkenden Amerikaner ist das Hauptthema dieser Wahl: Bush und Kerry – eine Partei (Skull and Bones) – keine Alternative.» Wichtiger aber ist die Frage, was dies für uns, die Menschen des alten Europa bedeutet. Man muß realisieren, daß diese Situation die bisher offenste und damit schlimmste Form von multimedial gestützter Tyrannei (d.h. Entmündigung des Bürgers) unter dem Deckmantel der Demokratie darstellt und daß ein Anprangern dieser Situation nicht mehr durch die Schublade der «Verschwörungstheorien» entkräftet werden kann. Auch die Diskussion um deutsche Eliteuniversitäten muß das Negativ-Beispiel Yale aufgreifen, um solche Zustände in Deutschland zu verhindern. Die wichtigste Konsequenz sollte aber positiv gesehen werden: Angesichts des zu erwartenden Ausbleibens einer Änderung der US-amerikanischen Politik und der damit verbundenen Konsequenzen für die weltpolitischen Machtverhältnisse wird der wache Europäer wissen, was er zu tun und zu sagen hat, wo immer in Zukunft versucht wird, Europa auf die Linie dessen zu drängen, was die US-Amerikaner ebenfalls längst als «eine Partei» ansehen und was in den US-Medien zunehmend als «USrael» bezeichnet wird. An dieser Stelle ist ein tiefes Mitempfinden mit der amerikanischen Bevölkerung angebracht, denen nach Florida 2000 jetzt ein noch gigantischerer Wahlbetrug mit noch ungeahnten weltweiten Folgen zugemutet wird.

P.S. :
Der bislang einzige Medienbericht, der bis jetzt das aufgegriffene Thema zumindest tangiert - Stand 22.Juli 2004:
Der Bericht «Hoffen auf einen Popularitätsschub» in der MAZ vom 22. Juli 2004, in dem über den geplanten Auftritt einer Rockgruppe namens "The Dead" ("Die Toten") auf einer Wahlveranstaltung Kerrys berichtet wird, der von Kerrys Strategen kurzfristig abgesetzt wird. Im Bericht heißt es weiter: "Für Analogien (!!) die der Gegner zum Vorteil nutzen könnte, soll auf dem kommenden Montag in Boston beginnenden Nominierungsparteitag kein Platz sein".


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Jürgen W. Möllemann

Gedenkaktion zum 1. Todestag
am 05. Juni 2004
in
Mainz



Am 05. Juni 2003 kam Jürgen W. Möllemann bei einem Fallschirmabsprung ums Leben. Über die Ereignisse vor einem Jahr gibt es inzwischen vielfältige Berichte, die einen auffallenden Bruch zwischen Internet und den öffentlichen Medien aufzeigen: In ersterem eine bis heute anhaltende breite und detaillierte Aufarbeitung von politischem Wirken, Bestreben, Gedanken und Schicksal Möllemanns mit Hervorhebung zahlreicher Indizien für die wahren Umstände seines Todes; dagegen in den öffentlichen Medien eine Konzentration der Berichte kurz nach seinem Tode mit anschließend weitgehender Ausklammerung des Themas "Möllemann". Unter den Berichten der öffentlichen Medien finden sich auch unverholen pietätlose - fast triumphierende - Berichte, wie etwa ein redaktioneller Kommentar in der Mainzer Allgemeinen Zeitung mit der Überschrift «Gescheitert !», ein Tag nach Möllemanns Tod.

Inzwischen hat sich bestätigt, was bereits seit dem Verschwinden der Berichte über seine Person aus den gedruckten Medien und durch entsprechende Äußerungen von hohen Vertretern der "Political Correctness" höchst wahrscheinlich war: Ein öffentliches Gedenken an Möllemann, insbesondere ein Gedenken anläßlich seines Todestages soll vermieden werden ! Entgültige Klarheit hierüber verschaffte ein Ereignis auf der Vorstandssitzung der nordrhein-westfälischen FDP am Montag den 31. Mai 2004: Burkhard Hirsch ruft einen Eklat hervor, indem er während einer Gedenkminute für Jürgen W. Möllemann demonstrativ sitzen bleibt. Gleichzeitig "warnte" Hirsch in einem Zeitungsbericht vor einer Legendenbildung um den Tod Möllemanns...

.. eine eindeutige Situation, die den Bürger zum Handeln aufruft:


Am Vorabend des Todestages, Freitag den 04.Juni 2003, wurden in Mainz zahlreiche Exemplare eines eingerahmten Porträts von Möllemann mit der Überschrift "Vorbild und Unvergessen" an mehreren Orten der Innenstadt aufgestellt: Eingänge der größeren christlichen Kirchen, Hauptportal des Bischöflichen Ordinariats, Eingangstreppen von Schulgebäuden, Gutenberg-Denkmal. Unmittelbar um das aufgestellte Bild herum wurden jeweils Flugblätter mit folgender Aufschrift positioniert:



Sehr geehrte Mitbürgerin,
sehr geehrter Mitbürger,
bitte, tolerieren Sie diese friedliche Gedenkaktion
zu Ehren eines Verstorbenen und entfernen
oder zerstören Sie dieses Bild nicht,
zumindest heute am Todestag.
Herzlichen Dank !



Haupteingang der
Christuskirche



Zusätzlich wurden an mehreren Orten Ausdrucke des Porträts mit gleicher Überschrift und gleichem Flugblatt mittels doppeltklebender Folien an Säulen, Fahnenmasten und Laternen angeklebt (siehe erstes Bild oben). Am Nachmittag des darauffolgenden Todestages von Jürgen W. Möllemann wurden die Orte der Aktion kontrolliert und eine überwiegend positive Bilanz gezogen: Die meisten der eingerahmten Porträts samt der Flugblätter waren an den Orten der Aktion noch aufgestellt. Ausnahmen waren der Dom, wo eine Gruppe Obdachloser exakt an der Stelle der Aktion Quartier bezogen hatte, sowie die Peterskirche, wo Vorbereitungen für eine Hochzeitsfeierlichkeit einschl. rotem Teppich etc. im Gange waren. Viele der angeklebten Ausdrucke waren dagegen entfernt worden oder lagen verstreut auf dem Boden. Hier mag der stürmische Wind in der Nacht vom 04. auf den 05. Juni eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Hier Fotos von verschiedenen Aktionsorten, aufgenommen am Nachmittag des 05. Juni 2004:


Eingang des
Rabanus-Maurus-Gymnasiums




Eingang der
Lutherkirche




Eingang von
St. Quintin




Neben dem Eingang der
Johannis-Kirche



Die zahlreichen Passantinnen/Passanten, die beim Betrachten der Aktionsorte beobachtet wurden, verhielten sich ausnahmslos still. Insbesondere wurden keine nervösen Reaktionen oder gar abfällige Gesten oder Äußerungen vernommen. Lediglich am Gutenberg-Denkmal wurde beobachtet, daß die Flugblätter mit o.g. Aufschrift entfernt und das Porträt mehrmals herumgedreht wurde, also mit dem Bild zur Wand aufgestellt wurde. Dies erfolgte wiederholt trotz mehrmaliger korrekter Aufstellung des Bildes, wobei die betreffenden Personen nicht beobachtet werden konnten.



Was will diese Website ?

Antworten :

1. Ihnen eine Frage stellen: Ist auch Ihnen in Ihrem näheren Umfeld eine Gedenkaktion zum Todestag Jürgen Möllemanns bekannt ? Haben Sie selbst zu einer solchen Aktion beigetragen ?

2. Es soll dem Leser dieser Seite klar vor Augen geführt werden: Es wird auch in den künftigen Jahren kein angemessenes offizielles Gedenken zu Ehren von Herrn Möllemann geben, wahrscheinlich nicht einmal eine Erinnerung an seinem Todestag !! Hätte in diesem Jahr der Bundesparteitag der FDP nicht zufällig am Todestag Möllemanns stattgefunden, so wäre dieses Jahr sein Todestag in den Medien wohl gänzlich unerwähnt geblieben.

3. Diese Seite soll Sie animieren: Sind auch Sie der Meinung, daß Jürgen Möllemann ein regelmäßiges Gedenken verdient hat, so leisten Sie bitte auch Ihren Beitrag - wenn möglich nicht nur an seinem wiederkehrenden Todestag ! Wie dieser Beitrag aussehen wird, soll Ihnen alleine überlassen bleiben.



An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Personen, die an dieser Aktion zu Ehren von Jürgen Möllemann mitgewirkt haben.

Mainz, Juni 2004





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Vodaphone und kein Ende - Schröpfung Deutschlands um 50 Milliarden Euro !

Am 07.Juni 2004 erschien ein redaktioneller Kommentar, der angesichts der laufenden nationalen Bemühungen um die Verhinderung einer Abschreibung von 50 Milliarden Euro durch den britischen Konzern Vodaphone eine der gewohnten ungeheuerlichen Überschriften wählt: «Längst im Brunnen », eine Einschätzung, die der Kommentator durch subjektivistische Argumente zu belegen versucht. Damit wiederholt die MAZ den ungeheuerlichen Vorgang von Anfang 2000 (siehe auch den ersten Leserbrief): die Torpedierung intensiver Bemühungen um die Abwendung gigantischen wirtschaftlichen Schadens durch offene Wirtschaftspiraterie. Dies wird im folgenden Leserbrief kommentiert, der heute am 10.Juni 2004 abgesendet wurde und aufgrund der momentanen heißen Phase der genannten Ereignisse bereits heute im Internet veröffentlicht wird.



Schwerwiegendes Fehlverhalten der Mainzer Allgemeinen Zeitung
Angesichts der geplanten Abschreibung von 50 Milliarden Euro durch den britischen Konzern Vodaphone wird dem Bürger in diesem Kommentar angeraten, seinen Zorn auf die Politiker zu richten, wohingegen an Anstand und Ehre der Manager zu appellieren verschwendete Zeit sei. Ist es auch verschwendete Zeit, an Anstand und Ehre der Medienvertreter angesichts der Rolle der gedruckten Medien zur Zeit der feindlichen Übernahme von Mannesmann zu appellieren? Es muß daran erinnert werden, daß während der intensiven parteiübergreifenden Bemühungen um eine Rettung des Mannesmann-Konzerns durch Wirtschaftsvertreter, Bürger und Politiker (einschl. Bundeskanzler Schröders) am 06. Januar 2000 in der Mainzer Allgemeinen Zeitung erstmals eine seitenfüllende Vodaphone-Reklame erschien mit der Aufforderung, zum eigenen Vorteil seine Mannesmann-Aktien zu verkaufen! Dieser Vorgang wurde unterstützt durch die Ausklammerung aller hierauf reagierenden Stimmen aus der AZ und durch den Verzicht auf eine journalistische Aufarbeitung des damals brandaktuellen Themas «feindliche Übernahme». Stattdessen wurde ein ebenso ungeheuerliches wie aufschlußreiches Stück deutscher Mediengeschichte geschrieben: in den folgenden Tagen fast täglich erscheinende seitenfüllende Vodaphone-Reklamen in der AZ bis zum endgültigen Erfolg des britischen Unternehmens. Bereits nach erstmaligem Erscheinen der Reklame wurde die AZ darauf hingewiesen, daß diese Aktion ein schwerwiegendes Fehlverhalten darstellt, dessen politisches und gesellschaftliches Ausmaß für Deutschland kaum betont werden muß. Somit bekommt der aktuelle Kommentar der AZ einen selbstreflektierenden Aspekt angesichts des bevorstehenden Verlustes einer Summe, mit der man etwa das deutsche Gesundheitswesen zweimal sanieren könnte: «Es soll keiner sagen, man habe es nicht vorhersehen können».

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Eine Wortkombination: Islamisten - Deutschland - vernichten

Hintergrund des redaktionellen Kommentars "Überfällig" vom 08.Juli 2004 ist die kaum erstaunende Medienforderung nach landesweiter Bündelung aller Informationen zum Thema "Islamisten" und "Terror". Beim Bürger sollte es einen zusätzlichen Gedankenprozess in Gange setzen, welche Absichten, Möglichkeiten und Hintermächte bedient werden sollen, wenn jetzt die wiederholt vorgetragene Forderung nach Zentralisierung und damit Perfektionierung des Informationsflusses zum mediengemachten und unscharf abgegrenzten Thema "Terrorismus" erschallt. Parallel hierzu wird im folgenden Leserbrief der unscharfe Gebrauch des Begriffs "Islamist" kommentiert.
Der Brief wurde der MAZ am 12.Juli 2004 zugesandt und am 24.Juli 2004 ungekürzt veröffentlicht - und dennoch: die konzertierte Strategie von Medien und ihren Hintermächten wird konsequent weiterverfolgt: in der gleichen AZ-Ausgabe erneuter Gebrauch des Begriffs "Islamist" in dem Artikel "Einsatz gegen Islamisten", in dem über die Kontrolle von 235 Menschen (!) durch das Landeskriminalamt berichtet wird. Ebenso in der gleichen AZ-Ausgabe ein Bericht über die Kritik an Deutschland durch die Untersuchungskommission des US-Kongresses, El-Kaida nutze das "relativ sichere Umfeld in Deutschland aus". Die groteske Überschrift dieses Artikels: "Bush verspricht unermüdlichen Einsatz". Diese Entwicklung ist Anlaß zum einem Einschub im Anschluß an diesen Leserbrief.




Aufbau von Feindbildern im Interesse einer dritten Partei ?
In diesem redaktionellen Kommentar wird unter Verwendung des bewußt unscharf definierten Begriffs "Islamist" auf nicht hinnehmbare Weise ein Feindbild aufgebaut. Es wird behauptet, Islamisten wollten Deutschland als Ganzes treffen und als Teil der Welt, die es zu vernichten gilt. Sicher gibt es infolge der Ungerechtigkeiten, welche den arabischen Völkern bis heute widerfahren, auch radikale Persönlichkeiten die kompromißlos zu kriegerischen Mitteln greifen. Aber - wer genau soll sich durch den Begriff "Islamist" angesprochen fühlen? Im alltäglichen Gespräch mit muslimischen, vor allem arabischen Mitbürgern zu den brennenden Themen unserer Zeit wie "Terrorismus" oder "naher Osten" offenbaren sich dem angestammten Deutschen wesentliche Gemeinsamkeiten der Ansichten und großes Lob für Deutschland aufgrund seiner Rolle während des Irak-Konfliktes. Auch die immer noch anhaltende geistige Spaltung der abendländischen Gesellschaft zwischen mehrheitlichen Bürgerstandpunkten und offiziell publizierten Maßgaben wird von unseren muslimischen Mitbürgern sehr aufmerksam registriert mit meist eindeutiger Parteinahme für die freie Rede jedes Deutschen. Soll jetzt jeder dieser Mitbürger das Gefühl haben, durch den genannten Begriff tangiert zu werden, wenn er vom islamischen Standpunkt aus argumentierend von den offiziellen weltpolitischen Maßgaben hierzulande abweicht? Groß ist der Verdacht, daß jetzt auch in unserem Lande gezielt Feindbilder im Interesse einer dritten Partei aufgebaut und gegeneinander gestellt werden sollen.

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Einschub: Warnung und Aufruf
Ein Anlaß für diesen Einschub ist die momentane hektische Aktivität der Medien in Zusammenarbeit mit willigen Politikern, angesichts der freien Rede muslimischer Mitbürger im alten Europa diese als Feindbilder abzustempeln (wobei der Hauptinhalt dieser freien Rede in der "freien Presse" ausgeklammert wird). Die zahlreichen Indizien hierfür erlebt der Leser täglich mit: Geschürte Hysterie unter Verwendung von Schlagwörtern, im Wesentlichen des Begriffes "Internationaler Terrorismus" ; nach jahrzehntelanger Nötigung der Europäer zur Verhinderung von Kritik an der europäischen Überfremdung jetzt Abschiebeerleichterungen ausgerechnet für diejenigen Ausländer, welche mit dem alten Europa im Geiste brisanter und dennoch mehrheitlicher Erkenntnis zusammenfinden; Nötigung Deutschlands zur künftigen Bereitstellung der Bundeswehr als Eingreiftruppe (s.a Leserbrief "Zur Diskussion um die Abschaffung des Wehrdienstes"). Der zweite aktuelle Grund für diesen Einschub ist das angebliche Ultimatum von Osama bin Laden an die Europäer, das jetzt aktuell abgelaufen sein soll.
Warnung? - Nein, keine Terrorwarnung im üblichen Sinne, sondern eine Hervorhebung von Entwicklungen der Weltgeschichte, für deren baumeisterliche Abwicklung jetzt im Sommer 2004 genug Indizien im Internet vorhanden sind. Wem jetzt noch die Begriffskeule "Verschwörungstheorien" in den Sinn kommt wird hiermit aufgefordert, sich die folgenden Zeilen in den nächsten Jahren nochmals zu Gemüte zu führen ! Noch einmal: die folgenden Entwicklungen sind aufgrund der bisherigen Ereignisse leider eine reelle Option der Weltgeschichte geworden und sollten aus Gründen der Prävention eigentlich ganze Bücher, sowie Vorlesungsäle in Europa füllen. Doch auch nur kurz aufgezählt und unkommentiert werden sie ein Spiegel für das kommende Weltgeschehen sein in der stillen Hoffnung, daß sich der Verdacht der Verfasser dieser Website als unbegründet erweisen wird ! Falls doch nicht, so bleibt das Erreichen des Hauptzieles dieser Website: diejenigen, die einen solchen Verlauf des Weltgeschehens konstruiert haben, werden nie ihre Hauptziele erreichen: die Liebe und Anerkennung der Menschheit, sowie das Bewußtsein, ihr Bauplan sei von den Menschen nicht erkannt worden.
Die Leser dieser Website werden aufgerufen, die folgenden optionalen Entwicklungen der Weltgeschichte zu bedenken, sich ihr eigenes Urteil zu bilden (auch darüber, ob sie die Möglichkeit dieser Entwicklungen ebenfalls als Warnung empfinden, oder ob sie einen solchen geschichtlichen Verlauf allen Ernstes begrüßen), sowie in den kommenden Jahren und Jahrzehnten rückblickend zu erkennen, was sich davon bewahrheitet hat:


... Die rot-grüne Bundesregierung wird aus einem Hauptgrund an der Macht gehalten: zur vehementen Durchsetzung einer Zusage der EU während einer erneuten Vollversammlung Ende 2004 zur Aufnahme von "Beitrittsverhandlungen" mit der Türkei. Anschließend setzt der vorbereitete Automatismus bis zur Vollmitgliedschaft der Türkei ein, womit sich Schröders Aufgabe erfüllt: seine Zusage, die Türkei könne sich auf Deutschland verlassen. Um den Jahreswechsel 2004/05 wird die rot-grüne Bundesregierung abgelöst durch eine schwarz-gelbe Koalition, die ihre 100%ige Unterwerfung unter die Prämissen Amerikas und Israels bereits mehrfach unter Beweis gestellt hat. Zusätzlich ist die neue Regierung ab diesem Zeitpunkt (wie von ihr selbst geplant) von der Pflicht befreit, die EU-Mitgliedschaft der Türkei zu verhindern, weil das Kind bereits im Brunnen liegt. Der deutschen Wirtschaft wird eine kurzfristige Erholung zugestanden, um die Akzeptanz der neuen Regierung im Volk zu steigern und gleichzeitig die offensichtliche Regierungsbeteiligung bei der zunehmenden Unterwerfung Deutschlands unter das Diktat der dominierenden supranationalen Mächte - so gut es geht - durch positive Medienberichte zu verschleiern. Anschließend folgt das, was die Union schon immer angestrebt hat: Deutsche Soldaten werden an der Seite von US-Streitkräften (oder diese ablösend) in den Irak geschickt, worauf die geplante Polarisierung zwischen der arabisch-muslimischen Welt und Deutschland einsetzt. Die wirksamste Möglichkeit zu einer Beschleunigung dieser Entwicklung wäre ein Terroranschlag auf deutschem Boden, für dessen offizielle Erklärung das angebliche Ultimatum Bin Ladens schon jetzt bereit steht, ebenso wie eine geplante Schuldzuweisungen an Deutschland wegen angeblicher Unterschätzung der Terrorgefahr. Aber selbst ohne einen weiteren Terroranschlag wird die Polarisierung zwischen Europa und der arabischen Welt ihre gewünschte Wirkung entfalten: Alle potentiellen Folgen für die deutsche Bevölkerung (soziale und ethnische Unruhen, Anfeindungen durch die arabische Welt, Terrordrohungen, etc.) ermöglichen die Realisierung eines weiteren Bauplanes, der dann bereits historisierend wirksam werden soll: die atlantisch abgestimmte Erklärung, daß Deutschlands Nein zum Irak-Krieg ein Fehler war, daß durch dieses Nein die "falschen Mächte" unterstützt wurden und daß sich ein derartiges Ungehorsam Deutschlands in seinem eigenen Interesse nicht widerholen dürfe. Wie bereits um den Jahreswechsel 2002/03 wird offiziell die Darstellung gefördert werden, das Nein gegen den Irak-Krieg sei im Wesentlichen Ausdruck eines pauschal-pazifistischen und damit blinden Denkens im Sinne linker Friedensaktivisten gewesen, in deren Tradition Schröder selbst gestanden habe. Für die Rolle der Türkei bleiben in dieser Phase zwei Optionen, die gleichermaßen supranational nutzbar und damit schlecht für Deutschland sind: Die Türkei wird sich im Irak militärisch nicht beteiligen, was sich objektiv und mental als Vorteil der Türkei gegenüber Deutschland, sowie der in Deutschland lebenden Türken gegenüber den angestammten Deutschen herausstellen wird. Die internationalen und innerdeutschen Spannungen verstärken sich und beschleunigen die nationalistische Identifikation der in Europa lebenden Türken im Bewusstsein des bestehenden EU-Beitrittsautomatismus. Möglichkeit zwei: die Türkei tritt den Aktivitäten der atlantischen Achse demonstrativ bei und wird von den arabischen Nationen ebenfalls verstärkt angefeindet, worauf sein Beitritt zur EU offiziell und unter vehementer Beteiligung der Medien beschleunigt wird - paradoxerweise mit gleichen innenpolitischen Folgen für Deutschland wie bei Möglichkeit eins. Aus unterschiedlichen Gründen sind Arafat und alle anderen nicht-islamistischen Führer der arabischen Völker nicht mehr an der Macht und die geplante Polarisierung ist perfekt: das infolge des Diktats der neuen EU-Verfassung hochgerüstete und sozial ausgebrannte Europa im Bund des rechten Winkels mit USA, Israel und Türkei, sowie ein nach dem Vorbild des CIA-Konstruktes der ehemaligen afghanischen Taliban-Regierung geschaffener pauschal-islamistischer und militärisch unterlegener Wunschgegner unter Einschluß des Iran - eine islamistische Allianz also, die seit einer Generation gezielt seiner klugen und nicht-islamistisch geprägten Führer wie Saddam Hussein und Arafat beraubt wurde. In dieser Phase wird die EU kurzerhand von einer kontinentalen Gemeinschaft in eine Wertegemeinschaft umdefiniert und ein Turbo-Automatismus in Gang gesetzt, der offiziell als "Beitrittsverhandlungen mit Israel" umschrieben wird. Durch permanente Drohgebärden gegenüber Libanon, Syrien und Jordanien wird Israel weiterhin der Zugang zu den Trinkwasserreserven gesichert, die sich abzeichnenden Konflikte um Trinkwasser werden auf "diplomatischem" Wege gezielt auf innerarabisches Territorium verlagert. Eine besonders gemeine Vision: gleichzeitig mit dem sozialen und politischen Niedergang der USA explodiert die Erkenntnis der US-Bevölkerung über die bisherige weltpolitische Vasallenrolle der USA - eine Entwicklung, der jetzt die neue EU militärisch und geistig gegenübersteht. Dieses neue "Selbstverständnis" der EU wird so dominant sein, daß deren Strukturen sogar eine temporäre Nicht-Existenz des israelischen Staates überdauern und die Option von dessen Wiederentstehung bewahren werden. Wie sieht es zu dieser Zeit in Deutschland aus – wohlvorbereitete ethnische Unruhen, denen wohlvorbereitet eine dritte und jetzt ach so friedliebende und patriotische Kraft beschwichtigend entgegentritt ? Welche Rolle spielen Russland und China zu dieser Zeit - ruhiggestellt durch die persistierende Gefahr des Islamismus und durch lukrative Kooperation mit den verbliebenen, weil weitgehend fusionierten supranationalen Konzernen ? …


- Jetzt erstmal durchatmen ! … Und nun eine ganz nüchterne Frage an den Leser: sind Sie der Meinung, daß manche oder gar die Mehrzahl der zuvor aufgezeigten möglichen Entwicklungen der Weltgeschichte rein zynisch gemeint sind und jeder realistischen Grundlage entbehren ? Oder decken sich einige der aufgezeigten Entwicklungen mit Ihrem eigenen Denken über Zukunft und Weltpolitik ?
Diese Abhandlung ist weder zynisch gemeint, noch ist Sie pessimistisch. Auch ist noch nichts von alledem eingetreten. Vielmehr wird der Leser aufgefordert, aus den aufgezeigten geschichtlichen Optionen eine positive Sichtweise zu entwickeln: Reagieren sie auf alle Entwicklungen, Aussagen, Berichte und in den Medien ausgeklammerte Geschehnisse (ins Internet !), die auch nur entfernt den Verdacht auf die gezielte Initiierung einer der oben genannten Entwicklungen nähren. Angesichts der Tatsache, daß ein weiterer schwerer Terroranschlag in Europa oder gar Deutschland eine besonders wirksame Methode für eine solche Initiierung wäre, gilt die oberste Wachsamkeit derzeit den Hintermännern solcher Anschläge. Sicher ist, daß für die Aufklärung hilfreiche organisatorische Pannen wie in New York (vorherige Warnungen an bestimmte Bevölkerungsgruppen, etc.) dann nicht mehr vorkommen werden. Oberstes Prinzip, wenn eine solche Katastrophe in Deutschland doch eintreten sollte: wir werden uns auf keine Diskussion einlassen, die nahe liegende Möglichkeiten der Hintergründe eines solchen Anschlages ausklammert oder gar deren Erwähnung kriminalisiert. An dieser Stelle darf ohne Übertreibung die Annahme geäußert werden, daß ein solcher Anschlag auf deutschem Boden auch deshalb noch nicht stattgefunden hat, weil man den Deutschen in diesem Falle die gleiche kompromißlose Denkweise zutraut, wie sie sich bereits hinsichtlich der Anschläge in New York geäußert hatte. Dies sollte dem alten Europa in dieser dunklen Zeit eine Vision bewahren: daß die derzeit weltbeherrschenden und im Dunkeln agierenden Mächte einst gegenüber der Wachsamkeit der Menschen kapitulieren müssen und dann im Zuge einer gigantischen Revision der Weltgeschichte beim Namen genannt werden.
- 24. Juli 2004 -


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Der Kriegsbeginn vor 65 Jahren - gleichzeitiger Blick auf Vergangenheit und Zukunft

Anlaß dieses Leserbriefes sind verschiedene Berichte zum Beginn des zweiten Weltkrieges im September 1939. Der herausragendste Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) ist der Artikel "Fingierte Gräueltat war der letzte Vorwand" vom 27.August 2004. Kaum erstaunend findet sich darin der gegenwärtig zentrale Medienbegriff zu diesem Thema: "Überfall". Der folgende Leserbrief wurde am darauffolgenden Tag, dem 28.August 2004 versendet, gerade weil dieser Artikel keine neueren Sichtweisen zu diesem Thema aufzeigt und insbesondere keinen Bezug zu dem aufweist, was Europa unmittelbar bevorsteht, was aber durch eine vernünftige Lehre aus der Zeit vor 65 Jahren möglicherweise abgewendet werden könnte. Der gleiche Sachverhalt wird auch in der Schrift Der Neue Landbode (PDF) angesprochen, dessen Hauptanliegen die Bewußtmachung der momentan aktuellen Gefahr für Deutschland und Europa ist.
Der Leserbrief wurde in der MAZ am 11.September 2004 nahezu vollständig veröffentlicht. Nicht veröffentlicht wurde der weiter unten fettgedruckte Hinweis, daß die Pläne zur Aufrüstung Europas von der Bertelsmann-Gruppe stammen, einer der einflußreichsten Institutionen für perfektionierte Volksverdummung. Weiterhin bemerkenswert ist die Positionierung des Leserbriefes in die nachgewiesenermaßen leicht zu übersehende linke untere Ecke der Zeitung (nachweislich die günstigste Position in Zeitungen und Internetseiten: oben rechts !), sowie die räumliche Trennung von einem weiteren Leserbrief ("Respekt vor der Wahrheit"), der ebenfalls die Ausklammerung von Wahrheit aus der aktuellen Debatte um den Kriegsbeginn vor 65 Jahren und um das deutsch-polnisches Verhältnis anspricht. Üblicherweise werden in Leserbriefsektionen der MAZ mehrere Leserbriefe zum gleiche Thema gruppiert und manchmal von redaktioneller Seite mit einer zusammenfassenden Einleitung versehen. Bei diesem Thema sollte offenbar aufgrund der Eindeutigkeit der öffentlichen deutschen Meinung vermieden werden, Zuschriften zum vorliegenden Thema als Block zu präsentieren.




Alles nur Propaganda ?
Der gleichzeitige prüfende Blick auf die Vergangenheit und die Notwendigkeit zur Abwendung der geplanten massiven Militarisierung Europas unter dem aktuellen Diktat der neuen EU-Verfassung sollte als Chance gesehen werden. Was war in der deutsch-polnischen Vergangenheit zwischen den Weltkriegen: der staatlich abgesegnete und unter Korfanty begonnene Terror gegen deutsche Zivilisten in Schlesien, der bis zum Ende der Weimarer Republik vergeblich von deutschen Politikern im Völkerbund angeprangert wurde; ein Jahr nach dem Abkommen zwischen Hitler und Pilsudski (1933) die polnische Kündigung des Minderheitenschutzvertrages im September 1934; schließlich die bekannte Steigerung des zivilen Terrors mit dem Höhepunkt in Bromberg am 1.September 1939 und der Ermordung des deutschen Konsuls in Krakau am 31. August 1939; ein Zustand also, der nach der Lesart Bushs und der ihn vor dem letzten Irakkrieg stützenden Medien dicke ausgereicht hätte, um von deutscher Seite aus gegen Polen militärisch mit der Begründung "Terrorbekämpfung" zu intervenieren.
Alles nur Propaganda ? Ideologisch angehaucht ? Böse, wer so argumentiert ? Wer dies behauptet, wird sich ab jetzt an seiner Klarsicht hinsichtlich der Europa diktierten (und z.Z. noch abwendbaren!) zukünftigen Entwicklung und der dahinter stehenden Absichten messen lassen müssen: Erweiterung von Europas Grenzen bis hin zu den Staaten und Völkern des nahen und mittleren Ostens; die nachprüfbar in die aktuelle EU-Verfassung aufgenommenen Pläne der Bertelsmann-Gruppe (siehe "Venusberg-Report") für eine massive Aufrüstung Europas zur Interventionsmacht; das bereits erfolgte offizielle Ersuchen Israels um EU-Mitgliedschaft. Wird jetzt angesichts dieser nachprüfbaren Tatsachen trotzdem versucht werden, eine durchsichtig und hirnrissig gewordene Meinungsdiktatur auf Kosten der Zukunft Europas weiterhin aufrecht zu erhalten?


Nachtrag, 11.September 2004:
In der gleichen (heutigen) AZ-Ausgabe erschien ein sichtlich an den Rand gedrängter Kurzbericht auf Seite 1 über Reparationsforderungen des polnischen Parlamentes an Deutschland mit der Begründung, daß Polen bisher keine angemessene (!) Entschädigung und Reparation für die Zerstörungen im zweiten Weltkrieg erhalten habe. Mit gleicher Stimme wird gefordert, daß die deutsche Bundesregierung a) deutsche Entschädigungsforderungen an Polen für unrechtmäßig erklären solle und b) diejenigen aus eigener Tasche entschädigen solle, welche durch die Vertreibung Schaden erlitten hätten. Ein ähnlicher Kurzbericht fand sich in der MAZ am 28.August 2004 über die sogenannte "Erinnerung Polens an die deutsche Verantwortung". Ein ausführlicherer Bericht in der MAZ vom 11.September 2004 gibt einseitig polnische Stimmen zum aktuellen Thema der gegenseitigen Forderungen wieder. Hierin wird unkommentiert (!) die These veröffentlicht, in Polen seien viele Menschen der Meinung, daß die Vertreibung der Deutschen gut und human organisiert gewesen sei. Ganz klar: die Verhaltensweise Polens ist man gewohnt und sie muß nicht weiter kommentiert werden, wohl aber die Verhaltensweise der westlichen Medien, welche diese ungeheuerliche Argumentationsweise des polnischen Parlamentes bewußt ins Kleingedruckte verbannen, sowie ihren eigenen Kommentar im Sinne der deutschen Mehrheit verweigern. Die Medien stehen im dringenden Verdacht, bei nächster Gelegenheit die These vom Überfall und von der deutschen Alleinschuld im Stil eines publizistischen Diktates zu wiederholen und der Aufrechterhaltung dieser Thesen oberste Priorität einzuräumen!


  Der Neue Landbode (PDF)

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Der Neue Landbote

Diese Schrift wurde im September 2004 verfasst und auf den Straßen von Darmstadt verteilt. Gleichzeitig wurde er als PDF-Version veröffentlicht. Im Folgenden wird der vollständige Originaltext des Neuen Landboten wiedergegeben:




Der Neue Landbote



Dieses Blatt soll dem Lande erneut die Wahrheit melden. Auch heute noch werden Leute genötigt oder umgebracht, welche die Wahrheit sagen; ja sogar derjenige, welcher die Wahrheit liest, wird vielleicht gestraft werden. Dennoch ist es entgegen der Situation im Jahre 1834 kaum mehr nötig ist, dieses Flugblatt oder sich selbst als Lesenden zu verstecken. Im Gegenteil: um der Zukunft Europas Willen ist es notwendig, sich auf breiter Ebene die angesprochenen und nachprüfbaren Sachverhalte zu vergegenwärtigen, damit in diesem Lande eine Mehrheit von informierten Menschen den z.Z. noch abwendbaren Entwicklungen entgegentreten kann, welche wohlvorbereitet gegen Ende des Jahres 2004 in Gang gesetzt werden sollen. Es versteht sich von selbst, daß zur persönlichen Information auf alternative Bücher, Schriften und das Internet zurückgegriffen werden muß, aber auch auf die offiziellen Medien zwecks Überprüfung, welche der im Folgenden angesprochenen Informationen ausgeklammert oder allenfalls zu unmöglichen Tageszeiten gesendet werden. Das Kopieren und Weiterverbreiten dieser Botschaft ist ausdrücklich erwünscht.

Darmstadt, im September 2004


Anlaß dieser Botschaft sind die folgenden Entwicklungen, welche Europa und Amerika jetzt - also zum Ende des Jahres 2004 - aufgezwungen werden sollen:

1) der offiziell geleugnete Plan des Erweiterungsautomatismus der EU bis hin zu den Grenzen der Staaten und Völker des nahen und mittleren Ostens, beginnend mit dem EU-Bericht über die ‚Beitrittsreife’ der Türkei (Vorstellung in der Öffentlichkeit: 6.Oktober 2004 durch Verheugen) und der angeblich noch offenen Entscheidung über die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen im Dezember 2004. Bereits auf dem Tisch der EU liegend: das Ersuchen um eine EU-Mitgliedschaft Israels durch Netanjahu;

2) der Automatismus zur massiven Aufrüstung Europas zur Interventionsmacht nach dem Vorbild der Intervention im Irak unter dem Diktat der aktuellen EU-Verfassung, welche auch von der Bundestagsfraktion der "Grünen" bereits abgesegnet wurde;

3) die nach Florida 2000 bislang schlimmste Form der Entmündigung des Wählers unter dem Deckmantel der parlamentarischen Demokratie mit klar voraussehbaren weltpolitischen Folgen: Die amerikanische Präsidentenwahl am 02.November 2004, bei der den Amerikanern und der ganzen Welt die Wahl zwischen zwei Personen der gleichen Clique gelassen wird: Bush und Kerry, zwei Mitgliedern der ‚Brüderschaft des Todes’ (auch ‚Skull & Bones’ genannt);

4) die während der Verwirklichung von unpopulären weltpolitischen Bauplänen gewohnte und begleitende Pression der Bürger und der Wirtschaft des Abendlandes unter wesentlicher Beteiligung einer die obigen Entwicklungen gezielt fördernden Berichterstattung der Medien.

Die vier angesprochenen Sachverhalte stützen sich gegenseitig und können nicht getrennt voneinander gesehen werden. Am gefährlichsten, weil besonders stillschweigend organisiert, ist die schleichende Etablierung des EU-Diktats zur militärischen Aufrüstung. Aller Voraussicht nach werden die Bemühungen unserer europäischen Nachbarn um eine diesbezügliche Volksabstimmung im Sande verlaufen und das Thema hierzulande weiterhin stillgeschwiegen oder verwässert. Dabei sind in den Venusberg-Reporten der Bertelsmann-Gruppe (deren Inhalte großteils in die aktuelle EU-Verfassung aufgenommen wurden) handfeste Datierungen vorhanden, allen voran die Prämisse, daß Europa spätestens im Jahre 2015 die Fähigkeit haben müsse, "alle kollektiven Sicherheitsmaßnahmen selbständig durchzuführen" unter Einschluß von paramilitärischen Maßnahmen (soll heißen: Konstruktion von Kriegsgründen). Die militärische Hauptlast wird Großbritannien, Frankreich und Deutschland zugeschrieben. Die Entscheidung über durchzuführende Maßnahmen soll bei einem EU-Sicherheitsrat liegen, welcher dem Einfluß der Nationalstaaten und dem EU-Parlament entzogen ist (Art.III-210 der EU-Verfassung). Unverholen an die Propaganda um den Irak-Krieg angelehnt ist die Rede von einer "Koalition der Willigen", welche die Strategien einer "European Security and Defense Policy (ESDP)" ausarbeiten müsse. Weiterhin gibt die Bertelsmann-Gruppe offen zu, daß derartige Überlegungen bisher hinter verschlossenen Toren ohne wesentlichen Bezug zur Öffentlichkeit stattgefunden haben und daß eine ‚Öffentlichkeits-Kampagne’ notwendig sei mit folgender Begründung: "die Distanzierung des einfachen Bürgers von den Zielen der ESDP ist eine sehr große Gefahr". Gefahr für wen ?!? Weiterhin heißt es: "Jetzt ist die Zeit zu handeln". Gelingt diese Strategie, so wäre es möglich, den europäischen Nationen eine völkerrechtswidrige militärische Intervention vergleichbar derjenigen der USA im Irak aufzuzwingen, wobei selbst eine Allianz von Bürgermehrheit und den sich einer Kriegsbeteiligung widersetzenden Politikern (Beispiel: Schröder und die Deutschen vor dem Irak-Krieg) die Beteiligung einzelner europäischer Staaten nicht mehr verhindern könnte (Suchbegriffe fürs Internet: Venusberg-Report, Bertelsmann).

Daß diesem Strategiepapier konkrete geostrategische Ziele zugrunde liegen, ist aufgrund der weiter unten aufgeführten Sachverhalte und eines weiteren Bertelsmann-Papiers kaum zu leugnen: In der ebenfalls im Internet publizierten Schrift ‚Die Zukunft der europäischen Politik im (!) mittleren Osten nach dem Irak-Krieg’ wird offen, wenn auch nebenbei, der wahre Grund für den Irak-Krieg genannt: "Strategen in Washington waren sich schon lange bewusst, daß die Straße nach Jerusalem über Bagdad führt, in anderen Worten, daß ein erfolgreicher Krieg gegen den Irak eine Veränderung der regionalen Dynamik hinsichtlich des israelisch-arabischen Konflikts bewirken werde". Offen wird erwähnt, daß Syrien jetzt eingebettet ist ("sandwiched") zwischen drei mächtigen US-Alliierten, nämlich Israel, der Türkei und dem amerikanisch-dominierten Irak. Es bedarf kaum noch Phantasie, welchen zusätzlichen Effekt die Mitgliedschaft der Türkei und später Israels in einer unter dem Diktat der neuen EU-Verfassung stehenden hochgerüsteten EU hätte. Die auf der Hand liegenden Folgen werden durch Art.I-40, Abs.7 der EU-Verfassung abgedeckt: "Im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedsstaates müssen die anderen Mitgliedsstaaten gemäß Art.51 der Charta der Vereinten Nationen alle in ihrer Macht stehende Hilfe leisten." Die unmittelbar anschließende Passage ist besonders süffisant: "Dies lässt den besonderen Charakter der Sicherheits- und Verteidigungspolitik bestimmter Mitgliedsstaaten unberührt." Im Klartext: wenn einige Staaten an den künftigen Außengrenzen Europas eine Terrorpolitik gegen besetzte und unterdrückte Völker fortsetzen, wird ganz Europa gezwungen sein, diese Staaten militärisch zu verteidigen und ihr militärisches Handeln damit abzusegnen. Es besteht die reelle Gefahr, daß Europa gezielt denjenigen Völkern des nahen und mittleren Ostens entgegengestellt wird, die gerade für Deutschland große Anerkennung empfinden (nicht nur wegen seiner Rolle während des Irak-Krieges) und daß Europa militärisch für diejenigen eingespannt wird, gegenüber denen die beim europäischen Bürger und vielen Politikern gesehene Notwendigkeit einer kritische Haltung in den offiziellen Medien bisher nicht angemessen reflektiert, sondern bekämpft wird ! Wer immer noch Zweifel an diesen ‚Bauplänen’ hat, muß sich die diesbezügliche Willigkeit der offiziellen Stimmen aus Deutschland bewusst machen: "die Türkei kann sich auf Deutschland verlassen" (Schröder bei Türkei-Besuch); "sollte Israel in Zukunft angegriffen werden, wird es Europa verteidigen" (Joschka Fischer zu Scharon, Ende 2003); "Deutschland steht fest an der Seite Israels" (Johannes Rau in Jordanien (!!), Juni 2003); "Das Völkerrecht in seiner heutigen Form ist grundlegend überholungsbedürftig" (Shimon Stein vor Ausbruch des letzten Irak-Krieges). Die reelle Gefahr für Deutschland wurde bereits von einem Politiker angesprochen, der jetzt tot ist. Er sprach von der Notwendigkeit eines gerechten Friedens für den nahen Osten mit den Worten: "... denn nur so kann die Gefahr eines Krieges im nahen Osten gebannt werden, in den auch unser Land schnell hineingezogen werden könnte". Die innenpolitischen Folgen dieser Baupläne wären fatal für Europa und Deutschland: gigantische finanzielle Schröpfung insbesondere Deutschlands durch eine festgeschriebene Mindestausgabe zur Verteidigung (siehe Venusberg-Report), entsprechend einer Erhöhung von aktuell 24,4 Milliarden auf 42,3 Milliarden Euro; die gemäß der Zeitung "Die Welt" (Ausgabe vom 20.August 2004) bislang weit unterschätzten Kosten für einen EU-Beitritt der Türkei, deren Hauptlast Deutschland zu tragen habe; schließlich die zu erwartende gigantische Migrationswelle von der Türkei nach Deutschland. Sicher, die ethnische und islamisch dominierte Übervölkerung Deutschlands und Mitteleuropas ist ein nicht zu leugnendes breites Anliegen, doch zeigt sich immer mehr, daß auch diese nur ein Baustein im Rahmen der viel größeren Dimensionen der angesprochenen geostrategischen Ziele ist, nämlich ein geplanter und zumindest unterschwellig vorhandener christlich-islamischer Konflikt auf sozialer und mitmenschlicher Ebene, der den Menschen in Europa die Notwendigkeit und die Klarsicht für ein gemeinsames Handeln und gemeinsame Stellungnahmen zur jeweils aktuellen Weltpolitik dauerhaft verdecken soll. Für denjenigen, der an dieser Stelle die Botschaft zerreißen möchte: Für die inzwischen landesweit bekannteste Aussage zur Absicht der Übervölkerung gibt es bisher keine glaubhafte, weil wortgetreu die Originalaussage wiedergebende Gegendarstellung. Solange eine solche in deutscher Sprache nicht existiert, muß es in Deutschland straffrei erlaubt sein, die in der "Hürriyet" in diesem Jahr zitierte und von mehreren Quellen ins Deutsche übersetzte Aussage öffentlich zu wiederholen: "Das, was Sultan Süleyman 1529 mit der Belagerung Wiens begonnen hatte, werden wir über die Einwohner, mit unseren kräftigen Männern und gesunden Frauen verwirklichen" – angeblich nur eine ironische Antwort für einen Journalisten, was die Echtheit der in diesem Zitat offen gelegten Geisteshaltung eher bestätigen als widerlegen würde. In diesem Zusammenhang hat das oben zitierte Wort über die ‚Verlässlichkeit Deutschlands gegenüber der Türkei’ einen besonders schlimmen Beigeschmack: Der bereits vielfach und oft zu Unrecht getretene Bundeskanzler wird offenbar zu diesem einen Zweck noch an der Macht gehalten: durch massiven Druck im Namen Deutschlands der Türkei die Tür zu Europa zu öffnen – gemäß seiner genannten Äußerung also eine baumeisterliche Aufgabe, die dem sonst so überzeugend sich dem Irak-Krieg widersetzenden Politiker offenbar von vorneherein mit auf den Weg gegeben war, komme was da wolle! Es muß der sich hoffentlich als unbegründet erweisende Verdacht geäußert werden, daß Schröder gemäß der offiziellen Planung unmittelbar nach Erfüllung dieser Pflicht von einer Regierung abgelöst werden wird, die im Gegensatz zu ihm schon mehrfach ihre willige Unterwerfung unter die Maßgaben der USA und Israels untermauert hat und die dann zusätzlich von der Pflicht befreit sein wird, ihren nie ernsthaft gemeinten Widerstand gegen den EU-Beitritt der Türkei aufrecht zu halten, der dann bereits unumkehrbar eingeleitet sein wird. Gibt es für die Europäer irgendeine positive Erkenntnis aus dem bisher Gesagten? Antwort: Ja ! – zunächst die reine Erkenntnis, daß die sich verschlechternde Gesamtsituation Deutschlands nicht schicksalhaft und nicht durch den Bürger selbst verschuldet ist, sondern Ergebnis eines mittlerweile durchsichtigen und durch die obigen Sachverhalte belegbaren weltpolitischen Bauplanes ist. Positiv ist auch, daß die momentane Situation das mediengemachte Gegenargument der "Verschwörungstheorien" endgültig ins Leere laufen lässt: Es ist nicht die Verpflichtung des Bürgers nachzuweisen, daß die weltpolitische Führung seit dem Widerstand der Europäer gegen den Irak-Krieg nach der Hauptprämisse gearbeitet hat "Was können wir tun, damit die Europäer in Zukunft nie mehr aus unseren Plänen ausscheren?", sondern es ist seine Pflicht zu erkennen, daß mit der aktuellen EU-Verfassung die Voraussetzungen hierfür definitiv geschaffen werden sollen. Es ist nicht die Verpflichtung des Bürgers, die Existenz einer offiziell nicht existierenden und möglicherweise durch einzelne Völker dominierten supranationalen Oligarchie zu belegen, sondern es ist seine Pflicht zu erkennen, daß die momentan belegbaren weltpolitischen Geschehnisse so ablaufen, als ob eine solche definitiv existiert. Es ist seine Pflicht gegenüber sich selbst und allen aufgrund freier Rede verfolgten Menschen, sein Recht auf die freie Rede endgültig anzuerkennen und unerschrocken in der Öffentlichkeit wahrzunehmen. Viele Menschen haben dies erkannt - jetzt ist die Zeit gekommen, wo es jeder Europäer um seiner eigenen Zukunft willen erkennen muß. Wer die freien Reden und ‚nicht-offiziellen’ Publikationen zur Weltpolitik aufmerksam studiert, d.h. ihre Glaubwürdigkeit an der aktuellen Weltpolitik misst, sowie mit der Geschichte, umstrittenen oder anerkannten historischen Dokumenten und den zahlreichen in den offiziellen Medien weitgehend ausgeklammerten Geschehnissen in Beziehung setzt, wird bald mehr wissen!


FRIEDE DEN MENSCHEN UND VÖLKERN !
KRIEG DEN OLIGARCHEN !



Welche weiteren Geschehnisse stützen und begleiten derzeit die angesprochenen Sachverhalte? Worauf muß der Bürger vorbereitet sein und reagieren? Was passiert gerade hinsichtlich des aktuellen nationalen Hauptthemas: infam inszenierte offizielle Reaktionen auf die aktuellen ‚Montagsdemonstrationen´der Bürger - eine Gesamtheit von in die Demonstrationen hineingetragenen und außerhalb der Demonstrationen stehenden Reaktionen, die als scheinpluralistische Meinungsvielfalt von Medien und Politikern inszeniert sind, denen aber in Wirklichkeit wesentliche gemeinsame und unschwer erkennbare Absichten zugrunde liegen: eine instrumentalisierte Einengung des Bürgerprotestes auf die Hauptthemen ´HartzIV´, ´Bundesregierung´, ´Schröder´, ´Neue Linkspartei´, ´Arm gegen Reich´, ´Ost-West´, sowie eine Abwendung aller über diesen Themenkreisen stehenden, weil noch mehr Anlaß zu deutschlandweitem Bürgerprotest gebenden Themen. Der Bürger soll an dieser Stelle selbst entscheiden, auf welcher Seite die vielfach angesprochene Gefahr der Instrumentalisierung der Bürgerproteste liegt. Infam ist weiterhin, daß die offiziellen Stimmen die zunehmende soziale Not vieler demonstrierender Menschen ausnutzen, indem sie deren unmittelbare Wut durch Medienberichte gezielt auf die nächstgelegen ‚Instanz’, also die Bundesregierung richten, gleichzeitig aber die Demonstranten zunehmend herablassend kommentieren und mit angesichts der Gesamtsituation Deutschlands als indiskutabel anzusehenden Aussagen in Verbindung bringen, etwa mit dem Wort Raus von dem ‚Klagen auf hohem Niveau’ oder mit Überschriften wie ‚Ein Volk von Jammerlappen?’ (Mainzer Allgemeine Zeitung, 24.August 2004). Auch wird dabei eine Absicht verfolgt, welche längst als förderlich für die hier angesprochenen und offiziell geplanten europäischen Entwicklungen angesehen werden muß: das Gegeneinanderstellen der unverschuldet durch die beiden ehemaligen Besatzungsblöcke voneinander gespalten Menschen unseres Landes unter Verwendung der seit 1990 genüsslich von den Medien etablierten Begriffe wie ‚Ostdeutschland’, ‚Ostdeutsche’, ‚Westdeutsche’, ‚Ossis’, ‚Wessis’ ! Ein klarer Ansage an Medien, Politiker und alle Menschen dieses Landes: der- oder diejenigen sollen ab jetzt gebrandmarkt werden, welche es weiterhin wagen, diese Begriffe bewusst und mit erkennbarer Absicht zu gebrauchen. Eine ebenso klare Ansage an alle Deutschen aus der ehemaligen westlichen Besatzungszone: wer unsere Landsleute aus dem ehemaligen Einflussbereich der kommunistischen Diktatur als ‚Schmarotzer’, ‚Nehmer’ oder mit sonstigen erniedrigenden Begriffen in Verbindung bringt, Ihnen die unbedingt notwendige Solidarität verweigert, ihr Recht als Einheimische gegenüber dem Recht zugereister Personen- und Kulturkreise schmälert und überhaupt in irgendeiner Form die Aufrechterhaltung der inneren Spaltung Deutschlands fördert – dieser soll seinen oft geäußerten Wunsch nach Ausreise aus Deutschland wahrmachen, für ihn soll in diesem Lande kein Platz mehr sein!! Hier schließt sich der Kreis zur Botschaft von 1834: "Deutschland, unser liebes Vaterland, haben diese Fürsten zerrissen, … und nun fordern diese Verräter Treue von euch!" Nehmen wir dieses Wort bitter ernst! Wenn die nationale Konsolidierung der Menschen nicht gelingt, wie soll die notwendige und vielerorts geforderte nationale Konsolidierung auf wirtschaftlicher und finanzieller Ebene gelingen? An dieser Stelle das Argument "was geht mich dies an" ? - Antwort: die Realität der drohenden Übernahme der größten deutschen Bank (Deutsche Bank) durch die weltgrößte supranationale Finanzgesellschaft ‚Citigroup’ ! Ja, es stimmt: Es besteht definitiv das Drohszenario der Übernahme des Löwenanteils der deutschen Finanzen durch supranationale Mächte. Die Frage wäre rhetorisch, ob diese Drohkulisse genutzt wird, um einen eventuellen Widerstand Deutschlands gegen die o.g. anstehenden Entwicklungen Europas zu brechen; Fakt ist: die Drohkulisse existiert! Ist eine Diskussion darüber notwendig, welchen weltmachtpolitischen Interessen dies zugute kommen wird, welchen Interessen es dauerhaft schadet und wen es letztlich treffen wird? - wohl kaum. Der ehemalige Bundesbankpräsident Welteke war ein vehementer Verfechter der nationalen Konsolidierung des deutschen Bankenwesens zur Abwendung dieser Gefahr – er musste unter Vorschiebung anderer Gründe und aufgrund einer massiven Medienkampagne seinen Hut nehmen. Studieren Sie hierzu auch seine Aussagen über das europäische Finanzwesen, studieren Sie die auf den ersten Blick unverständlichen Widerstände der Medien gegen diejenigen Bankenchefs, welche die Aufforderung zur nationalen Konsolidierung ernst genommen haben (Stichworte: Deutsche Bank, Postbank, Ackermann), studieren Sie die unterstützende Rolle der deutschen Medien für die feindliche Übernahme von Mannesmann durch Vodaphone im Jahre 2000. Studieren Sie, welche Informationen von den offiziellen Medien zu erfahren waren und was von Ihnen ausgeklammert wurde.

All dies wird begleitet von einer derzeit bewusst deprimierenden Berichterstattung der Medien: Genüßliches Breittreten der innenpolitischen Folgen der letztendlich von seinen eigenen Fürsten vermittelten finanziellen Schröpfung Deutschlands in Form von möglichst zahlreichen Einzelberichten über Gesundheitswesen, Arbeitsmarkt, Finanzen und Kapital unter permanenter Vermittlung der Lüge eines rein hausgemachten und damit nationalen Dilemmas bei wesentlicher Mitschuld des Bürgers; hierbei gezieltes Gegeneinanderstellen verschiedener Behörden, Berufs- und Altersgruppen, also Förderung des Bildes eines multilateralen innerdeutschen Grabenkampfes um Interessen, Mittel und Finanzen quer durch alle Lebensbereiche; gespielte Aufrufe zu mehr Mut und Optimismus oft durch diejenigen, welche die wahren Ursachen dieses Dilemmas kennen; gezieltes Senken der Qualitätsansprüche der Bürger hinsichtlich Eßgewohnheiten, politischer und musischer Bildung, Freizeit- und Konsumverhalten, u.a. durch gezielte Zuhilfenahme der maßgeblich von den Schöpfern der Venusberg-Reporte (Bertelsmann) beherrschten Unterhaltungsindustrie; genüßliche und unter Ausklammerung der wahren Ursachen erfolgende instrumentalisierte Verwendung der Begriffe ‚Pisa’ und ‚Mittelmaß’ gegenüber dem Land und Volk, welches seine harte Währung abschaffen mußte, seinen eigenen ethnischen Umbau unter Aufwendung gigantischer Summen selbst finanziert und jetzt zunehmend die sozialen und bildungspolitischen Folgen zu tragen hat; bereits zahlreiche Beispiele einer engen Abstimmung zwischen Unterhaltungsindustrie und schwierigen weltpolitischen Situationen – Beispiel 1: Unterhaltungsshows im Deutschen Fernsehen mit propagandistischen Einlagen während des Bombardements Belgrads, Beispiel 2: nahezu zeitgleich mit dem Beginn des Irak-Krieges auf mehreren Sendern schnell wuchernde Casting-Shows mit Vereinnahmung des (aktiven und passiven) Engagements vieler junger Leute weg von ihrem eigentlichen geistigen und schöpferischen Potential. Halten Sie dieses Beispiel für konstruiert? Georg Büchner war 20 Jahre alt, als er seinen ‚hessischen Landboten’ verfasste und unter hoher persönlicher Gefahr unter die Menschen brachte, im gleichen Alter wie die momentanen Hauptadressaten dieser Unterhaltungs- und Alcopopsindustrie! Eine weitere ungute Entwicklung in der Medienlandschaft ist die in unzulässiger Weise zunehmend unkommentierte Darstellung der Zustände in Deutschland (‚ZDF-Reporter’, Berichte über gettoähnliche Zustände in Berlin, Drogenhandel mitten in der Düsseldorfer Innenstadt, Verkauf von Alcopops an Jugendliche, Wegfall der Gesundheits-Vorsorgepflicht für Prostituierte in Deutschland – ein Vorgang zu dem das Gesundheitsministerium bisher schweigt (!!), etc., etc.), also Fernsehberichte auf mehreren Sendern, in denen zwar über die Aktivität von lokalen Helfern und Behörden berichtet wird, in denen aber den Deutschen auf betont fatalistische Weise beigebracht werden soll: "seht her, dies ist Euer Land".

Die Liste der denkwürdigen Medienaktivitäten ist noch nicht zu Ende: Zur synchronisierten Aktivität von medialer Unterhaltung und Berichterstattung gesellt sich die offizielle Aufarbeitung der Geschichte, aktuell die Berichterstattung über den Beginn des zweiten Weltkrieges vor 65 Jahren. Immerhin, die Tatsache, daß die langjährig verwendeten politisch-korrekten Thesen vom ‚Überfall’ und von der ‚Alleinverantwortung Deutschlands’ derart rhetorisch unverändert und gebetsmühlenhaft wiederholt werden, gibt allmählich zu denken. Steht keine andere Methode zur Verfügung? Neu ist zwar, daß jetzt von Seiten der ‚Wehrmachts-Aussteller’ unter Verwendung des Begriffs ‚Revision’ versucht wird, das Bild von der sauberen Wehrmacht auch hinsichtlich des Polen-Feldzuges zu verändern, doch bedeutet dies in zweifacher Hinsicht einen Rückschritt: die bislang verfolgte These von der deutschen Alleinschuld soll offenbar zementiert werden, gleichzeitig wird aber der Spagat versucht, dem Begriff der Revision ein eindeutige Richtung zu geben. Daß dies nicht gelingen kann zeigen die bekannten, weil in den offiziellen Medien ausgeklammerten historischen Tatsachen: der seit dem Ende des 1.Weltkrieges kontinuierlich zunehmende polnische Terror gegen die deutschen Minderheiten mit Höhepunkt in Bromberg am 01.September 1939; die dokumentierten politischen Aktivitäten Deutschlands zwischen 1919 und 1939 mit dem Ziel der Friedenssicherung. Legt man die Lesart Bushs und der ihn vor dem Irak-Krieg stützenden Medien hinsichtlich der angegebenen Kriegsgründe sowie den diesbezüglichen aktuellen Wissenstand hierüber zugrunde, durch welches Argument wäre angesichts der belegten Tatsachen das Recht Deutschlands für eine militärische Intervention mit dem Ziel der "Terrorbekämpfung" im Jahre 1939 widerlegbar? Alles nur Propaganda? Lieber selbsternannter ´alternativer´ Leser mit unbestreitbar berechtigten und sinnvollen Ideen zu Friedenssicherung, Armutsbekämpfung, Völkerverständigung und weiteren humanistischen Idealen: vergeuden Sie nicht Ihre Zeit und Ihre Emotionen. Die Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen zwischen 1919 und dem September 1939 ist hinsichtlich der zentralen Frage ‚deutsche Alleinschuld Ja oder Nein’ so eindeutig, daß bei Einzelfragen sicher noch Diskussionsbedarf besteht (den man dann bitte auch nicht pauschalisierend ablehnen soll), die aber die bisher krampfartig verteidigte Antwort ‚Ja’ nicht mehr glaubhaft zuläßt. Warum? Weil dies eine Frage von Tatsachen geworden ist und nicht mehr aus der Sichtweise der Ideologien, der Ausgänge von Kriegen oder der jeweils aktuellen macht- und medienpolitischen Kräfteverhältnisse beeinflussbar ist. Für den wahrhaft an der deutsch-polnischen Geschichte Interessierten besteht immer wieder Informationsbedarf aber kaum mehr Handlungsbedarf, fast könnte man sagen, man kann sich zurücklehnen und den Zusammenbruch des bisherigen einseitigen offiziellen Geschichtsbildes abwarten. Kwasniewski und das polnische Parlament haben bewiesen, daß sie dies erkannt haben, wenn auch die eigene notwendige Kehrtwende noch ungelenk konterkarierend: durch die Aussage "Jeder Versuch, die Geschichte umzuschreiben, ist unzulässig" und durch die Erkenntnis, daß selbst der bisher duckmäuserischste und als solcher offensichtlichste Auftritt der deutschen Politiker bei den von ihnen verachteten Polen im August 2004 keine beruhigende Wirkung mehr zeigt und sich das polnische Parlament stattdessen zu immer unrealistischeren Ansprüchen gezwungen sieht, die selbst willigste deutsche Politmarionetten nicht mehr annähernd zufrieden stellend erfüllen könnten (s. Bericht ‚Polen erinnert an deutsche Verantwortung’ der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 28.August 2004). Je eher Polen erkennt, daß es durch eine Kehrtwende – auch hinsichtlich seines verblendeten Einschwenkens auf die Linie Bushs - nur profitieren kann, desto besser für Polen selbst. Es geht hier nicht um eine Gegenrechnung! Nein, es geht um wahre Verständigung mit der polnischen Bevölkerung und um die Mehrheit der dort lebenden Menschen, die ernsthaft an Verständigung, Frieden und an der persönlichen – oftmals deutschstämmigen – Vergangenheit interessiert sind und die Erkenntnis über die anstehenden Probleme und Nötigungen mit den anderen Europäern teilen. An dieser Stelle ist Deutschland den Polen die Erinnerung an eine gemeinsame Heldentat schuldig: an die Zurückschlagung der Türken aus Wien im Jahre 1683 - eine historische Tat, welche Deutsche und Österreicher ohne polnische Hilfe möglicherweise nicht geschafft hätten. Ohne die Geistesgegenwart Polens wäre die Geschichte des christlichen Abendlandes ab dem Ende des 17.Jahrhunderts wohl anders geschrieben worden. Wiederholt sich jetzt diese geschichtliche Herausforderung? Eine wahrhaftige und auf gegenseitiger Gerechtigkeit aufbauende Verständigung zwischen Polen und Deutschen, welche keinen Hebel mehr für ein künftiges instrumentalisiertes Auseinanderdividieren ließe, passt momentan offenbar nicht in die politischen Interessen der Weltmächtigsten und muß daher das oberste Ziel bei jeder bilateralen Kommunikation zwischen beiden Ländern sein – in beiderseitigem Interesse! Bei einem derzeit herausragenden gemeinsamen Thema, der so genannten ‚Terrorgefahr’, könnte sich dies bewähren. Viel ist hierüber seit dem 11.September 2001 gesagt, vermutet und geschrieben worden. Was an dieser Stelle bleibt ist die Notwendigkeit für jeden Bürger, sich selbst zu überzeugen von der Spaltung hinsichtlich der Darstellungen durch offizielle Stimmen einerseits und der Darstellungen und Informationen durch viele alternative Schriften einschl. des Internets andererseits. Hervorzuheben ist auch: alle bisherigen Anschläge, wer immer sie auch im Einzelnen initiiert haben mag, haben den Interessen des europäischen Festlandes und der islamischen Staaten nur geschadet. Halten wir fest:

Ein Terroranschlag in einem Lande, welches sich der Teilnahme am Irak-Krieg verweigert hatte, wäre das Schlimmste, was den islamischen Ländern und Völkern und überhaupt den Interessen des Islam derzeit passieren könnte !



Bewahren wir diese Erkenntnis für die Zukunft – sie ist eine der besten Waffen zur Verhinderung eines solchen Anschlags in Deutschland und sie ist eine solide Möglichkeit, keinen weiteren Vorschub für die fortgesetzte Entrechtung Gesamteuropas und auch der arabischen Nationen und Völker zu leisten! Im hoffentlich ausbleibenden Ernstfall wird diese Erkenntnis immerhin unseren Verstand schützen vor vorschnellen und indoktrinierenden Darstellungen zu Ursachen und Hintermännern. Machen wir uns nichts vor, im Falle eines Anschlages auf deutschem Boden steht durch die Medien bereits jetzt die Erklärung des angeblich im Juli 2004 abgelaufenen Ultimatums von Bin Laden an die Europäer zur Stelle und es wird eine inszenierte Welle der Selbstanklage durch unser Land gehen, wir hätten die Terrorgefahr nicht ernst genommen und diejenigen geschwächt, welche diese angeblich schon immer ernst genommen hätten. Erinnern wir uns diesbezüglich an die Berichterstattung um den 11.September 2001: Zuvor zunehmend arrogante und völkerrechtswidrige Maßnahmen und Äußerungen von Seiten Israels und den USA, insbesondere Palästina betreffend. Am Tag des Anschlages breit auf den meisten deutschen Sendern geäußerte Stimmen, daß dies bei aller unermesslichen Tragik des Geschehens die Antwort auf die Arroganz der amerikanischen Politik gegenüber den Arabern darstellt. Auch am 12.September noch derartige Stimmen und Hintergrund-Berichte, die mindestens ebenso medienpräsent waren, wie Berichte über die Anschläge selbst. Ab dem 13.September dann die schlagartige Gleichschaltung der Medien: keine Berichte mehr über das Verhalten Amerikas vor den Anschlägen, der bis heute beibehaltene offizielle Kondukt der ‚vorbehaltlosen Terrorbekämpfung’ war geboren. Geistige Wachsamkeit ist jetzt oberstes Gebot, auch zwecks Verhinderung des Ernstfalles. Insbesondere ist die Wahrscheinlichkeit eines geheimdienstlich inszenierten Anschlages umso geringer, je mehr mit dem anschließenden Unglauben der Bevölkerung bzgl. der offiziellen Verlautbarungen zu rechnen ist. Hier sind die Ausgangspositionen Deutschlands gut! Entgegen kaum erstaunenden Beteuerungen von Seiten der westlichen Medien (s. redakt. Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 02.September 2004) kann die Geiselnahme in Russland vom 01.September nicht im Gesamtzusammenhang der sog. islamistischen Gefahr gesehen werden. Dies ist ein traditionsbeladener und regionaler Konflikt, der gerade aufgrund des westlichen Drucks auf Putin und die Herbeiredung eines angeblichen islamistischen Gesamtkontextes durch Putins Gegner mit unterhalten wird – das Bild eines weltweiten Kontextes, der mittels der Medien mit dem Holzhammer durchgesetzt werden soll ("Auch dem letzten Zweifler müsste jetzt klar werden, daß der radikale Teil des Islam dem Rest der Welt den Krieg erklärt hat", s. obige Quelle). Nebenbei, wer sind Putins Gegner? Oder anders gefragt, was sind Putins Leistungen? Unbestreitbar folgende: nach Ablösung des US-Vasallen Jelzin hat Putin sein Land schuldenfrei gemacht und es fertig gebracht, Russlands Volksvermögen und seine immensen Bodenschätze auf nationaler Ebene und zum nationalen Nutzen zu bewahren und zu fördern. Wer immer sich selbst einen ‚Globalisierungsgegner’ nennt, sollte über diese Leistungen, über deren Vorteile für Europa und über die Motive von Putins Gegnern erneut nachdenken und überhaupt den mittlerweile wie ein Kondukt verwendeten Begriff der ‚Globalisierung’ ohne ideologische Scheuklappen neu unter die Lupe nehmen.

Was passiert in Amerika, was können wir von den USA erwarten? Diese Frage ist nicht zynisch. Die US-Bevölkerung hat gezeigt, daß sie mehrheitlich friedliebend und zu kritischen Positionen gegenüber dem eigenen Land und seinen Vertretern fähig ist, was u.a. an den zahlreichen lesenswerten amerikanischen Internetpublikationen zu den Hauptthemen unserer Zeit belegt werden kann. Ein weiterer Beleg für die überwiegende Mündigkeit der US-Bevölkerung ist jedem bekannt: die zu ihrer Entmündigung notwendig gewordene massive Wahlmanipulation in Florida 2000 mit der gezielten Behinderung schwarzer Wähler. Auch die bis heute anhaltenden weltweiten Folgen dieser Wahlfälschung sind jedem bekannt. Leider in Deutschland weitgehend unbekannt, weil in den hiesigen Medien ausgeklammert, ist die Tatsache des weit größeren Wahlbetruges der kommenden Präsidentenwahl, der mit dem schnellen und frühzeitigen Hochpuschen von John Kerry als ‚Gegenkandidaten’ eingeleitet wurde, vorbei an den damals viel aussichtsreicheren Kandidaten und Gegnern des Irak-Krieges. Skull & Bones, auch ‚Brüderschaft des Todes’ genannt, gilt als die momentan mächtigste US-amerikanische Geheimgesellschaft, der sowohl George W.Bush als auch der zweite Präsidentschaftskandidat John Kerry seit den 60er Jahren gemeinsam angehören. Über diesen Bund kann man im Internet reichlich nachlesen – und jetzt lesen Sie Tageszeitungen, offizielle Publikationen, oder auch die zahlreichen Bücher in den Buchläden über beide Präsidentschaftsbewerber: findet Sie dort, wenn überhaupt, eine angemessene Information über Skull & Bones oder gar eine Bewertung der Tatsache, daß beide Bewerber quasi aus ein und demselben geistigen Stall kommen und daß diese Inszenierung die bisher schlimmste Verhöhnung des Wählers unter dem Deckmantel der parlamentarischen Demokratie darstellt? Allenfalls liest man die Spitze des Eisberges, nämlich die Erkenntnis, daß Kerry politisch auffallend ‚blass’ wirke und eigentlich keine andere Politik vertrete als Bush. Wer immer jetzt von offizieller Seite auf der Situation um die Wahl in Tschetschenien herumreitet, er wird sich daran messen lassen müssen, wie er die ihm bekannte Situation um die aktuellen amerikanischen Präsidentschaftswahlen bewertet und ob er je öffentlich Stellung hierzu bezogen hat. Entgegen mancher Meinung sollte betont werden, daß Skull & Bones historisch gesehen alles andere als eine pro-israelitisch orientierte Gemeinschaft war und daß aktuelle Spekulationen durchaus diskussionswürdig sind, welche bei George W.Bush entsprechende Absichten und Planungen im Sinne von Skull & Bones vor seinem Amtsantritt vor 4 Jahren vermuten. Es ist unnötig geworden, darüber zu spekulieren, welche der Öffentlichkeit verschlossenen internen Machtkämpfe, Nötigungen oder ‚Umstrukturierungen’ anschließend in Führungskreisen der USA stattgefunden haben, denn jeder kennt deren Ergebnisse: es ist die Zeit der bisher Israel-hörigsten US-amerikanischen Regierung, die willig den Weg nach Jerusalem über Bagdad vorangebracht hat. Es gab kurze Phasen der Gegenwehr der US-Regierung unter Bush, während derer John Kerry als Präsidentschaftskandidat nach Medienberichten die Nase vorne hatte: Widerstand oder zumindest widersprüchliche Stimmen der US-Regierung zur Siedlungspolitik im Westjordanland. Seit einigen Kurzberichten in den deutschen Tageszeitungen Anfang August 2004 über die jetzt erfolgte Zustimmung der US-Regierung zu den Plänen Israels im Westjordanland hat nach offizieller Lesart wieder Bush die Nase vorne! Angesichts der nachprüfbaren zeitlichen Staffelung dieser Ereignisse und Berichte erscheint auch hier eine Spekulation über entsprechende Hintergründe zweitrangig. Aber – gibt es nicht vermehrt Protest in den USA? Ja, zum einen den glaubwürdigen und ehrlichen (deshalb hierzulande offiziell verschwiegenen) und an Verzweiflung grenzenden Protest der Amerikaner über den nicht mehr abwendbaren Wahlbetrug unter dem Motto "Zwei Kandidaten, eine Partei (Skull&Bones), keine Alternative für Amerika!" zum zweiten den verzweifelten Massenprotest auf den Straßen, der medial so geschickt präsentiert wird, daß er gezielt unter der Rubrik der ideologisch geführten Massenproteste mir berechenbar ausbleibenden Auswirkungen auf das politische Geschehen abgelegt werden kann; drittens die zahlreichen Publikationen, die synchronisiert mit der Eröffnung des Irak-Krieges in Tageszeitungen und Buchläden eingesetzt haben. Studieren Sie diese historische Phase genau, sie wird Ihnen die Augen öffnen: bis unmittelbar vor Kriegsausbruch die offizielle mediale Dauernötigung Schröders und Deutschlands zur militärischen Teilnahme am Irak-Krieg an der Seite der USA, dann mit dem zweiten Kriegstag einsetzend eine auffallend breite Welle von Publikationen und Berichten mit Kritik über das Vorgehen der USA. Ja, es trifft zu: die USA sollen weltpolitisch zunehmend abgeschrieben werden, noch während sie berechenbar die Drecksarbeit erledigt. Die wie Pilze aus dem Boden geschossenen Bücher aus der Schublade ‚Amerika schaufelt sein eigenes Grab’ sind – von einzelnen Werken ehrlicher und ehrlich verblendeter Autoren einmal abgesehen – kein wirklicher Protest, sondern lediglich Ausdruck dieses offensichtlich gewordenen weltpolitischen Plans. Hier werden gezielt die latent vorhandenen und z.T. begründeten antiamerikanischen Gefühle der Europäer bedient und für eine verwerfliche Sache instrumentalisiert: für ein Auseinanderdividieren der Bevölkerungen beider Kontinente zwecks Verschleierung der Tatsache, daß deren Sichtweise hinsichtlich der aktuellen Themen mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede aufweist! Fallen wir nicht auf die Tricks der Scheinproteste gegen Amerika herein und lassen wir keinen instrumentalisierten Hebel zur Störung des transatlantischen geistigen Austauschs zu. Sollten die Europäer in die Ketten dieser EU-Verfassung gezwängt werden, dann werden wir diese transatlantische Beziehung der Bevölkerungen und ihren nicht mediengebundenen geistigen Austausch brauchen! Es muß nicht wiederholt werden: hier findet keine Indoktrination statt und gerade deshalb muß es straffrei möglich sein, wichtige in diesen Zusammenhang gehörende Aussagen unkommentiert in den Raum zu stellen, etwa die offizielle Aussage aus Israel, daß derzeit ja noch die USA der strategisch wichtigste Partner sei, daß sich Israel aber immer mehr Europa zuwende. Daß dies ernst gemeint ist, hat Netanjahu gegenüber Berlusconi mit der Übermittlung des israelischen EU-Betrittsanliegens eindrucksvoll belegt. Was ist mit Michael Moore und dem Film ‚Fahrenheit 9/11’? Der Film fängt viel versprechend an mit der Darstellung des Wahlbetruges in Florida 2000. Zweifellos ist auch das im Film wie ein Spiegel verwendete TV-Material wertvoll, ebenso die Interviews und persönlichen Szenen um den Irak-Krieg, die Soldaten und ihre Angehörigen. Doch inwieweit geht der Film über die breit geteilten Einstellungen zu Bush und dem Irak-Krieg hinaus? Gar nicht! Im Gegenteil, es erfolgt eine Stützung der aktuellen US-Politik (in der Bush ebenfalls nur eine Rolle zu spielen hat) indem Moore im Film und teilweise in eigenen Interviews Aussagen trifft, die aus dem Munde des von ihm verschmähten Bush und aus dem Munde der gesamten ‚Koalition der Willigen’ nicht mehr glaubwürdig wären, die aber die gewünschte offizielle Linie der Weltmächtigen stützt: "Osama Bin Laden war definitiv der Drahtzieher der Anschläge vom 11.September", sowie an anderer Stelle: "Die Israelis sollen Osama Bin Laden aufspüren und töten, die können so etwas besser als wir". Was lernen wir aus dieser Form der Protest-Schublade: misstrauen wir den (meist versteckten) Grundaussagen aller so genannten ‚Proteste’, die auch von den offiziellen und weltlinientreuen Medien auffallend in Szene gesetzt werden. Lassen wir uns vor allem nicht vereinnahmen für eine offizielle Lesart, wer welchen Terroranschlag begangen und wer ihn zu verantworten hat, ohne unseren eigenen Verstand und alternative Quellen benutzt zu haben.

Auch muß die Frage gestellt werden, was das verurteilte Amerika im Sinne der aktuellen Weltführung außer sich selbst noch zusätzlich mit in den Abgrund reißen soll. Hier genügen als Antwort die offiziellen Darstellungen. Den stupiden weißen Mann natürlich, das ist nicht neu! Weiterhin aber die auffallende mediale Konstruktion des Zusammenhanges zwischen Bush und Christentum. Ohne die Integrität von Bushs persönlichem Glauben zu tangieren – soll dieses durch Plastikpatriotismus nach außen hin persiflierte Amerika unter Skull & Bones der so genannte ‚Verteidiger’ des Christentums sein? Verteidiger gegen wen? Gegen eine islamische Welt, deren kluge nicht-islamistisch geprägte und dennoch nicht den USA oder Israel hörige Staatsmänner gezielt nach und nach ausgeschaltet werden sollen? ‚Radikaler Islam’ gegen Christentum - ein angestrebtes Szenario? Angestrebt und gestützt von wem? Hier wird die Christenheit und jeder einzelne Christ Stellung beziehen müssen, der Name seines Glaubens wird offiziell in der Mitte der aktuellen Weltpolitik benutzt und mißbraucht! Besteht ein Anliegen, das Christentum den anderen Religionen bewusst hohl und als einen von den Christen selbst verhöhnten, mißbrauchten, nicht ernst genommenen oder gar aussterbenden Glauben darzustellen? Diese Frage ist beantwortet! Abgesehen von einzelnen Berichten über geistliche Aktivitäten, Kirchenpolitik und Religionsvertreter - wie gehen die hiesigen Medien und die mit ihnen verbundene Industrie mit dem Glauben der europäischen Mehrheit um: es finden sich zahlreiche politisch und historistisch instrumentalisierte Fernsehgottesdienste und geistliche Aussagen; eine dynamische, die derzeitigen macht- und medienpolitischen Verhältnisse widerspiegelnde und oftmals brachiale Fokussierung des christlichen Selbstverständnisses nach dem Grundtenor "längst haben wir erkennen müssen …" seit einigen Jahren die höchsten christlichen Feiertage begleitende Fernsehsendungen (z.B. des ZDF) mit pseudohistorisch gefärbten Berichten über In Frage zu stellende Passagen des neuen Testaments, sowie Sichtweisen anderer Religionen auf das Christentum; eine die Richtung der öffentlichen geistigen Erziehung der letzten Jahrzehnte zwar wiedergebende, aber dennoch gewollt übertreibende Darstellung des Grundtenors "wer kann heute eigentlich noch etwas mit christlichen Feiertagen anfangen?" die vom populistischen Ruf nach Zivilcourage offenbar ausgenommenen Schwermetall-Regale der Musikindustrie und das Blatt ‚Titanic’ mit einem zum Toilettenpapierhalter umgebauten Kruzifix auf dem Titelblatt und der Überschrift "Wozu ist Jesus noch gut?" die Bertelsmann-Sender; die instrumentalisierte Verhöhnung der Menschen und der Kultur dieses Landes durch die Begriffe ‚Verbraucher’, ‚Wirtschaftsstandort’, ‚Spaßkultur’, und – und – und, zahlreiche Beispiele einer unzweifelhaft gewollten und breiten spirituellen Verarmung des öffentlichen Lebens, für welche die hierzulande erzogenen Menschen ursächlich nicht zur Verantwortung zu ziehen sind. Umso schlimmer wiegt der breite Tenor der Medien, die mit dem Begriff der ‚Spaßkultur’ verknüpften Menschen dieses Landes hätten sich diese geistige Verarmung, den Abfall von ihrem Glauben und auch die wirtschaftliche Situation zu einem erheblichen Teil selbst zuzuschreiben!! Gleichzeitig wird die Polarisierung gegenüber dem Islam vorangetrieben indem behauptet wird, die angestammten Menschen hierzulande akzeptierten dies alles und wollten so leben, die Islamisten aber hätten etwas "gegen die Art und Weise, wie wir hier im Westen leben wollen". Zusätzlich wird der Christenheit durch Johannes Rau das gezielt unscharf benutzte und bereits mehrfach politisch instrumentalisierte Wort vom ‚Christlichen Fundamentalismus’ wie ein Schatten an die Seite gesetzt. Die Frage nach dem Zeitalter des Antichristen ist zweitrangig geworden, Fakt ist: die momentanen Geschehnisse sind so, als ob derzeit eine nicht als Individuum fassbare Macht mittels der von ihr kontrollierten Mittel eine Schwächung und Umdeutung des Christentums vorantreibt oder zumindest suggeriert. Nehmen wir also auch außerhalb der Themenkreise ‚Amerika’, ‚Bush’ und ‚Islam’ das Wort von der Verteidigung des Christentums sehr ernst! Hier können wir ebenfalls nicht auf die offiziellen Stimmen hoffen, im Gegenteil: wir müssen auf sie reagieren und ihre wahren Absichten hinterfragen. Immerhin liegen diese schon weitestgehend offen. Könnte man die oben durch Beispiele belegten Absichten der die Medien und die Industrie Beherrschenden breiter bewusst machen, so wäre der erste Schritt zu einer friedensstiftenden Erkenntnis getan: das Christentum im alten Europa ist nicht so hohl, schwach und im Sinne der momentanen Weltführung formbar, wie es die Weltmächtigen Uneingestandenerweise gerne hätten; ebenso ist der Islam kein potentiell fundamentalistisch-kriegerischer Glaube und daher kein Glaube, den man mit der derzeitigen Bedrohung der Welt pauschal in Verbindung bringen sollte! Bin Laden stand bereits vor dem 11.September 2001 als der Welt Sündenbock Nr.1 parat, weil er einen fatalen Fehler begangen hatte, nämlich auch der amerikanischen Bevölkerung den Krieg zu erklären. Hätte er geistesgegenwärtig mit einem einzigen Satz erwähnt, daß er nicht die Menschen Amerikas, sondern lediglich die Amerika benutzenden Mächte als seine Feinde ansieht – nur dieser eine Satz! – er hätte für sich selbst, für Arabien und für Europa eine bessere Ausgangsposition geschaffen. Hat er vielleicht doch etwas Derartiges erwähnt? Was sagt die gründliche und vorbehaltlose Revision seiner aufgezeichneten Interviews, seiner Schriften, seiner Botschaften? Gefragt sind hier die arabisch sprechenden Mitbürger. Der Islam muß sich nicht vorwerfen lassen, keine berechtigten Gründe zu haben, seine Stimme gegen die derzeitigen Weltmächtigen zu erheben und sich gegen die Unterdrückung seiner Staaten und Völker zu wehren. Doch wäre es eine zusätzliche gute Waffe, offen und auf breiter Ebene auch diese Wahrheit zu verkünden: daß die angestammten Menschen Europas und die einfachen amerikanischen Bürger mehrheitlich nicht die Feinde des Islam sind, sondern wie bereits zur Zeit des Irak-Krieges bereit sind, gemeinsam mit dem Islam gegen die eigentlichen Unterdrücker dieser Welt vorzugehen. Sicher, diese gegenseitige Kommunikation wird derzeit nicht im Rahmen der offiziellen Stellen und Medienstationen möglich sein und es muß als sicher gelten, daß diese gegenseitige Kommunikation gezielt unterwandert und gestört werden wird mit dem Ziel des Auseinanderdividierens von Europa, Amerika und Islam. Die zweite wichtige Erkenntnis: Jesus Christus ist das zentrale Bindeglied zwischen Christentum und Islam, denn dieser wird auch von den Muslimen als Prophet verehrt. Der Friede, den diese Welt entgegen der Absicht der momentanen Weltenplaner dringend braucht, wird wesentlich bereitet werden auf dem Boden des gegenseitigen geistigen Austauschs und auch der gegenseitigen Erklärungen der Thesen der eigenen heiligen Schriften, an denen sich jede der drei großen monotheistischen Religionen messen lassen muß. Im Sinne der Friedenssicherung geht es nicht so sehr um die bekannten Unterschiede in der Sicht auf die Person Christi, sondern um Fragen des menschlichen Zusammenlebens und um die nach vorne gewandten, oftmals konkret herrschafts- und geopolitisch definierten Absichten. Eine breite gegenseitige Offenlegung der heiligen Schriften der jeweils anderen Religion ist derzeit gefürchtet und steht noch aus! Im Falle des Christentums werden in unserer Zeit offene Versuche der Umdeutung, Entfernung oder Kürzung vieler zentraler Einzelaspekte unternommen. Niemand darf das Recht verwehren, bei den Schriften aller Religionen zu hinterfragen, welche Passagen in der Tat als überholt oder gar als gefährlich anzusehen sind. Darf es in der Religion weiterhin ein durch den eigenen Glauben verbrieftes Recht auf einen herrschafts- oder geopolitisch definierten irdischen Zustand und damit ein Recht auf gezielte Veränderung von derzeit bestehenden Verhältnissen geben? Muß nicht über den Begriff der Gotteslästerung nachgedacht werden, wenn ein solches Recht mit dem Wort Gottes in Verbindung gebracht wird? Darf es in der Religion Glaubensinhalte geben, die nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit und damit unter Ausschluss von Menschen anderen Glaubens oder anderer Konfessionen vermittelt werden? Werden heilige Schriften derzeit auch im Verborgenen (und nur Eingeweihten zugänglich) umgeschrieben, erweitert, den Gegebenheiten unserer Zeit und der jüngeren Vergangenheit angepasst mit dem Ziel der langfristigen politischen Instrumentalisierbarkeit? Spielen hierbei durch die Schriften überlieferte Prophezeiungen, Orakel und Zahlen eine Rolle? Es wäre viel gewonnen, wenn Recht und Verpflichtung zur gegenseitigen Stellungnahme und Hinterfragung – auch außerhalb von Glaubensfragen – bei allen großen Religionen endlich gleichermaßen empfunden und praktiziert würden. Warum liegt dieser Zustand noch in der Zukunft? Was soll immer noch einem breiten Bewusstsein der Menschheit verborgen werden? Es muß klar sein, daß die gegenwärtige weltpolitische Situation wesentlich durch die gegenseitige Beziehung aller drei großen monotheistischen Religionen geprägt ist. Von den geplanten unguten Entwicklungen beruhen viele auf gegenseitigem Misstrauen und Fehleinschätzungen, aber auch auf kühler Kalkulation und gottlosen Absichten unter Anwendung einer bewussten Desinformationspolitik wider besseres Wissen! – zweifelt noch jemand daran?

Können wir etwas tun angesichts der angesprochenen Entwicklungen, die Europa aufgezwungen werden sollen? Ja, zwei Dinge: 1. Unterschätzen wir die Stärke der freien Rede nicht! Das weiter oben Gesagte sollte klar gemacht haben: man fürchtet die freie Rede des einzelnen Bürgers, so wie es im Lande der Reformation fast immer der Einzelne war, der den Geist der großen Mehrheit des Landes in sich vereinigt und mittels einer zunehmenden Bewegung in die Unsterblichkeit geführt hat. Die Furcht der Oligarchen und ihrer Helfer – wer oder was immer sie aus seien – sie soll und wird bleiben! Misstrauen Sie allen, die Ihnen vorschreiben wollen, was Sie sagen dürfen und was nicht! Einer der häufigsten und offiziell nicht existierenden Nebensätze der deutschen Straßen und Wohnstuben muß der Vergangenheit angehören: "…aber, man darf ja nichts sagen". Misstrauen Sie allen, die Ihnen vorschreiben, gegen wen oder was Sie zu protestieren und zu demonstrieren haben, vor allem denjenigen, welche vor ‚Instrumentalisierung eines Protestes’ warnen, in Wirklichkeit aber genau dies praktizieren. Dies ist keine leere Rhetorik! Die freie persönliche Rede auf Straße und Papier sowie im Internet ist die wichtigste Waffe gegen die Verwirklichung der angesprochenen Entwicklungen Europas. Es wäre ein ungeheurer Kräftegewinn, wenn die Menschen in diesem Lande sich wehren könnten gegen die oft unbemerkt aufgezwungene Fokussierung ihres Protestes gegen die bekannte Protest-Endstrecke der jeweils existierenden Regierung und der Person des Bundeskanzlers. Es bedarf nur der Erkenntnis, daß insbesondere letzterer für die zunehmende Misere unseres Landes nicht ursächlich zur Verantwortung zu ziehen ist! – Gerhard Schröder hat mit der Abwendung der massiv eingeforderten deutschen Beteiligung im Irak-Krieg eine historische Tat begangen, die an dieser Stelle frei von ideologischer und parteipolitischer Sichtweise erwähnt werden muß. Diese Tatsache soll jetzt durch das Bild eines in Deutschland unbeliebten und Sozialabbau bringenden Politikers zugekleistert werden! Sollen wir hierbei noch mithelfen? Lernen wir zum Leidwesen der Oligarchen die Parteipolitik klein- und die Anerkennung unbestreitbarer menschlicher Verdienste großzuschreiben: ohne Ihn wäre der landesweite Protest gegen den Irak-Krieg fruchtlos geblieben. Und überhaupt, wie wäre es mit Straßendemonstrationen von Politikern und Bürgern gegen die Medien, wenn wieder einmal eine gleichgeschaltete, weil kriegstreibende publizistische Artillerie am Werke ist?

2. Das zweite aber kann nur von ehrlichen und gewissenhaften Politikern, von Medienvertretern, von Mitarbeitern der Verlage, Redaktionen oder Sender, von hohen Logenvertretern, von Geistlichen oder anderen ‚wissenden Persönlichkeiten’ abverlangt werden, die im Geiste zum Volk gehören, im Gegensatz zu uns aber über wesentliche Zusatzinformationen verfügen. Sagen Sie das, was Ihnen persönlich am Herzen liegt! Kommen Sie mit sich selbst, Ihrem Gewissen und den Menschen ins Reine und scheuen Sie keine Folgen. Lassen Sie es nicht zu, daß die Politik einen Lauf nimmt, der Ihnen in seiner Planung bekannt ist, den Sie aber gegenüber den Menschen für unvertretbar halten. Bereiten Sie sich verbal auf alle möglichen Folgen Ihrer freien Rede vor und handeln Sie dann nach dem Grundsatz "Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gotte helfe mit, Amen". Mit Verlaub - wer hier schmunzelt hat nichts begriffen! Auch in unserer Zeit um die Jahrtausendwende haben es Politiker mit diesem Grundsatz fertig gebracht, daß der gesamten Oligarchenriege und ihren willigen Helfern das Schmunzeln vergeht! Will jemand behaupten, es gäbe in unserem Lande nicht eine ganze Reihe von guten Gründen für einen Politiker, nach diesem Grundsatz zu handeln? Ganz klar, die Bürger erwarten eine in Deutschland bisher nicht eingetretene Situation, die aber als absolut realistisch und denkbar angesehen werden darf: daß sich eine namhafte Persönlichkeit Europas in seiner Landessprache oder in Englisch an einem Ort und mittels eines visuellen Mediums seiner Wahl mit folgenden Worten an seine Landsleute und/oder an Europa wendet: "Liebe Bürgerinnen und Bürger, hiermit habe ich Ihnen eine wichtige Mitteilung zu machen über einen Sachverhalt mit weitreichenden politischen Folgen für unser Land / Europa / die ganze Welt. Hierfür werde ich etwa x Minuten benötigen. Sollte mir während meiner Rede etwas zustoßen, so wird dennoch der gesamten Wortlaut meiner Rede mittels folgender Quellen für alle Bürgerinnen und Bürger dieses Landes ab sofort abrufbar sein: …. Ich empfehle denjenigen Personen mit Internetzugang, diese Quelle bereits jetzt aufzurufen und nach eigenem Ermessen Kopien anzufertigen. Was ich Ihnen zu sagen habe, ist eine bittere aber für Sie wichtige Erkenntnis! Ich wähle diesen Weg, weil ich sicher bin, daß Sie alle aufgrund meiner offenen Rede jetzt möglicherweise eintretenden Folgen für meine Person / für sich selbst / für unser Land / für unser Volk / für Europa mittragen werden in der Gewissheit, daß diese Folgen – so schlimm sie auch sein mögen – ein geringeres Übel darstellen als die gezielte Vorenthaltung der folgenden Informationen über die drohende Gefahr eines teuflischen und in Kürze unumkehrbar werdenden Ganges der Geschichte, der unbedingt abgewendet werden muß. Was ich Ihnen zu sagen habe ist folgendes: …". Die Botschaft von uns, den Bürgern, lautet ganz klar: Ja, verehrter Politiker / verehrter Mitbürger, handeln Sie so! Wir Bürger verpflichten uns unsererseits, die Botschaft insbesondere dann weiter zu tragen, wenn sie der Mehrheit unseres Volkes aus der Seele spricht. Dies ist keine Volksverhetzung, weil kein Aufruf zum Verfassungsbruch. Im Gegenteil! Wir unterstützen insbesondere unsere Politiker und rufen sie auf, Ihren Verfassungsschwur einzuhalten mit Betonung auf der Passage "und Schaden von ihm abzuwenden." – oder kommt jetzt ein Politiker mit dem Argument, er habe diesen Schwur gar nicht geleistet?

Enthusiasmus und die in dieser dunklen Zeit gebliebenen Möglichkeiten zur Erkenntnis dürfen nicht darüber hinwegtäuschen: Deutschland und Europa sind in großer Gefahr, die noch – vielleicht nur noch – innerhalb der nächsten 2-4 Monate abwendbar ist! Ihre dann einsetzende unumkehrbare Präsenz wird sich nicht unmittelbar, aber umso vehementer vor dem nächsten geplanten militärischen Konflikt äußern. Diese Entwicklung würde begleitet von einem gewollten und fortgesetzten sozialen Abbau Deutschlands, gegen das selbst eine zukünftige massive nationale Konsolidierung aller Menschen und Institutionen, sofern sie dann überhaupt noch möglich ist, nichts mehr ausrichten könnte. Die unbedingte Notwendigkeit unseres Widerstandes und immer fortgesetzter Information begründet sich auf der Erkenntnis, daß selbst bei politischer Erfolglosigkeit aller Widerstände die Hauptperspektive bewahrt werden kann: daß die derzeitigen Lenker dieser Weltpolitik, ihre Organisationen und ihre willigen Helfer nie in der Gewissheit leben können, ihre Strategie oder auch sie selbst seien von den Menschen nicht bereits vor Verrichtung ihres Werkes erkannt und durchschaut worden. So wird es gelingen, daß sie in nicht allzu ferner Zeit kapitulieren und einer gewaltigen Revision der Weltgeschichte weichen müssen.

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Zur Berichterstattung über den geplanten arabisch-islamischen Kongress in Berlin - Oktober 2004

Der folgende Leserbrief nimmt Stellung zu den nahezu gleichlautenden Berichten und Kommentaren der offiziellen Tageszeitungen über den ersten arabischen & islamischen Kongress in Europa, der am 01. und 02.Oktober in Berlin stattfinden soll. Die Hintergründe um die Diskussion gehen aus dem Leserbrief hervor, der am 19.September 2004 an die Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) abgesandt wurde und unveröffentlicht blieb.



Falsches Zeugnis !
Die Berichterstattung der Medien über den geplanten arabischen Kongress in Berlin enthält Unwahrheiten und klammert wichtige Informationen aus: Entgegen den Medienberichten setzt sich der Kongress ausdrücklich von Krieg, Terrorismus und Extremismus ab. Die Hauptanliegen des Kongresses werden breit von der europäischen Bevölkerung mitgetragen: eine Botschaft der Solidarität mit den unter Besatzung lebenden Menschen in Palästina und im Irak, sowie eine globale Berichtigung falscher Medienberichte, wonach Besatzungstruppen als Friedensmacher und Befreier, dagegen unterdrückte und entrechtete Menschen, die um Existenz und Unabhängigkeit kämpfen, als Extremisten und Terroristen dargestellt werden. Weiterhin ist der Kongress nicht antisemitisch: Ausdrücklich werden jüdische Stimmen erwähnt, die sich gegen den durch die UN-Resolution 3379 als Form des Rassismus eingestuften Zionismus und seinen Herrschaftsanspruch in der Welt wenden. Auch muß an dieser Stelle erwähnt werden, daß bereits mehrere muslimische Nationen gegen die gezielte Übervölkerung Europas durch andere Kulturen Stellung bezogen haben. Es ist glaubwürdig, daß gerade Muslime mit diesen formulierten Argumenten nicht als Gefahr für die Menschen Europas zu sehen sind – im Gegenteil: der Kongress formuliert Christentum und Islam als Grundlage für Menschenrechte und eine gerechte und friedliche Welt. Die Reaktionen der westlichen Medien, des Innenministers und seiner Auftraggeber sind beispielhaft und eine kritische Analyse durch den Leser wert: Brandmarkung von so argumentierenden Muslimen durch die Begriffe "Terrorismus", "Extremismus" und "Islamo-Faschismus", so geschehen in der schriftlichen Aufforderung des "Simon-Wiesenthal-Centers" zum Verbot des Kongresses. Die abwegigste Behauptung: es solle auf dem Kongress "gegen die westliche Welt gehetzt werden". Ist es eine derart verdrehende und falsch Zeugnis verbreitende Berichterstattung, die auf der sogenannten "Antisemitismus-Konferenz" in Berlin Anfang 2004 eingefordert wurde, als damals von "Richtlinien für die Medien" die Rede war?

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Offene Kriegsdrohung der USA gegen Iran - eine Woche vor der US-Präsidentenwahl !

Am 23.Oktober 2004 berichtete die Mainzer Allgemeine Zeitung über Kriegspläne gegen den Iran, welche derzeit in den USA offen diskutiert werden. Hierbei wird auch die folgende Äußerung von John Kerry zitiert: "Wir müssen hart werden gegenüber Iran, und wir werden hart sein." Jeder weiß inzwischen, daß eine weltweite Streuung derartiger Berichte die moderne Variante einer Kriegsdrohung darstellt. Nicht gestreut, sondern von den westlichen Medien bisher ausgeklammert wurde die plausible Erklärung für die Kontinuität dieser äußerlich US-amerikanisch dominierten Weltpolitik, auf die im folgenden Leserbrief eingegangen wird. Der Brief wurde der Mainzer Allgemeinen Zeitung am 25. Oktober 2004 mit der Bitte übersandt, die bisherige Ausklammerung des Themenkomplexes "Bush-Kerry-Skull&Bones" zu durchbrechen. Es wurde darauf verwiesen, wie sehr dieses Thema auch die amerikanische Öffentlichkeit beschäftigt. Der Leserbrief blieb unveröffentlicht



Eine gewichtige Argumentationshilfe für Europa
Die nach dem Irak-Krieg erfolgten Kriegsdrohungen gegen Syrien und jetzt gegen den Iran sind erwartungsgemäß, wenn man weiß, daß der mehrheitlich den Krieg ablehnenden amerikanischen Bevölkerung nur die Wahl zwischen zwei Mitgliedern der "Bruderschaft des Todes" (Skull & Bones) gelassen wird - zwei Personen also, die seit den 60er Jahren im Geiste eng miteinander verbunden sind. Dies ist weltpolitisch abgestimmter Wahlbetrug, der die Dimensionen von Florida 2000 weit übersteigt !! Seit dem frühzeitigen Hochpuschen des "Bones-Mannes" John Kerry als offiziellen Gegenkandidaten war der Welt bewusst, daß hier in teuflischer Weise eine Kontinuität der mit dem völkerrechtswidrigen Irak-Krieg offensichtlich gewordenen Weltpolitik angestrebt wird, in der auch die USA lediglich wohldefinierte Aufgaben zu erfüllen haben. Die reelle Gefahr, daß dieses Konzept auch nach dem 2.November aufgehen könnte, wird durch Forderungen Kerrys belegt, die aus dem Munde Bushs längst weltweiten Widerspruch erregt hätten: die Forderung an die Europäer, die USA in den von ihr geschaffenen Krisengebieten militärisch zu entlasten – ja sogar abzulösen – mit der Verteidigung der Sicherheit Israels als eine der Hauptprioritäten. Skull & Bones galt bisher als die einflussreichste und der zionistischen Idee kritisch gegenüberstehende Geheimgesellschaft der USA. Doch spätestens seit dem Bones-Mann Bush senior steht die vollständige Deckungsgleichheit der US-amerikanischen Politik mit den geostrategischen Zielen Israels außerhalb jeder Spekulation. Diese Erkenntnis und die nachweislich erfolgte Ausklammerung des Themenkomplexes "Bush-Kerry-Skull&Bones" aus den westlichen Medien wird eine gewichtige Argumentationshilfe der Europäer sein, wenn demnächst ihre militärische Präsenz für diese Ziele erneut eingefordert werden wird.

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"Deutsche für EU-Verfassung" - eine unhaltbare Überschrift

Mit Bezug auf eine Umfrage des Europressedienstes Bonn erschien in der MAZ am 23. Dezember 2004 ein Kurzartikel mit obiger Überschrift. Zu dieser Umfrage ist auf der Homepage des Europressedienstes mehr zu erfahren. Über die EU-Verfassung ist in vorherigen Leserbriefen auf dieser Website, sowie in der Schrift "Der Neue Landbote" hinreichend geschrieben worden. An dieser Stelle wird die erwartungsgemäße Stützung dieses Teufelswerkes durch die bundesdeutsche Pressedienst-Landschaft kommentiert, insbesondere die Arbeit mit plakativen Überschriften. Lehrreich ist das Studium dieser Methode auch an einem anderen aktuellen Beispiel: Die Aussage auf der Hauptseite des Europressedienstes, das geplante Antidiskriminierungsgesetz würde in Deutschland auf breite Zustimmung stoßen, gefolgt von der erst im Register "Erhebungen" folgenden Aussage, daß seine Umsetzung in Deutschland umstritten sei. Es wird sogar Zweifel darüber eingeräumt, ob sich die Altersgruppe der Hautbefürworter, die 18-25-Jährigen, über die Folgen des Gesetzes - insbesondere für den deutschen Mittelstand - im Klaren waren. Immerhin ist die Hauptaufgabe des Pressedienstes mit dieser Methode erfült: die Versorgung der deutschen Medienlandschaft mit plakativen und linientreuen Überschriften, sowie deren Entbindung von der Verantwortung einer eigenen gründlichen Hintergrundrecherche der mit diesen Überschriften aufgestellten Behauptungen. Für kommende Zeiten könnte all dies Stoff aus der Rubrik "Lachhaftes aus der Mediengeschichte" werden, stünden darüber nicht die Schatten der z.T. bereits mehrfach zitierten Aussagen aus dem Munde Fischers, Raus, Shimon Steins und zuletzt Verheugens, die sich ab jetzt einer unvoreingenommenen Analyse kausaler Zusammenhänge der Weltpolitik stellen und in diesem Sinne fest im Bewußtsein der Europäer verankert sein müssen: 1. "Sollte Israel in Zukunft angegriffern werden, wird es Europa verteidigen", 2. "Deutschland steht fest an der Seite Israels", 3. "Die EU-Mitgliedschaft der Türkei ist für uns (für Israel) von strategischer Bedeutung", 4. "Dieses Europa wird eine Weltmacht werden - ob es will oder nicht". Das Sahnehäubchen liefern (wie so oft) "Friedensaktivisten" im Internet, welche sich in sinistraler Weise auch weiterhin mit den eigentlichen Nutznießern dieser EU-Verfassung solidarisieren, sowie andere, die auf zynische Weise den Vorwurf des Militarismus indymedial an die Opfer dieser Entwicklung (Deutsche und ihre Bundeswehr) richten - eine Position, die angesichts der im folgenden Leserbrief kommentierten Überschrift als machtpolitisch gewollt angesehen werden muß. Immerhin können auch diese Aktivisten den breiten Grundkonsenz nicht leugnen, der durch Europa gehen muß: Nein zu dieser EU-Verfassung !
Der folgende Leserbrief wurde am 25. Dezember 2004 der Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung übersandt. Am 08. Januar 2005 wurde der erste Abschnitt des Briefes bis zur Markierung (**) publiziert , die folgenden Passagen blieben unveröffentlicht. Lokalisation auch dieses Leserbriefes: linke untere Ecke der Seite, umringt von drei Leserbriefen zu anderen Themen - keine weiteren publizierten Stellungnahmen zur EU-Verfassung.




Eine mediale Aufarbeitung der EU-Verfassung, die Bände spricht ...
Die Überschrift "Deutsche für EU-Verfassung" entbehrt jeder Grundlage. Sie basiert auf einer Umfrage des Europressedienstes Bonn, nach dessen Darstellung die Gruppe der Personen mit ablehnender und unentschlossener Haltung 47 %, also fast 50% beträgt. Außerdem wurde eine nur geringe Stichprobe von 1009 Bürgern befragt und über die Repräsentation der einzelnen Altersgruppen sind nur die Antworthäufigkeiten innerhalb jeder Gruppe, nicht aber die absolute Anzahl der Befragten zu erfahren. Auch hier wieder ein Beispiel für eine gezielte Überrepräsentation derjenigen Gesellschaftsgruppen mit berechenbar größerer Häufigkeit der Antwortkategorie "EU-Verfassung – na klar, Mann" ? Es gibt genügend Beispiele dafür, daß solche Statistiken selbst dann mit derart plakativen und die offiziellen politischen Vorgaben stützenden Überschriften versehen werden, wenn diese sogar aufgrund der eigenen Statistik unhaltbar sind. Immerhin, für die Mehrheit der informierten Menschen in diesem Lande spricht diese mediale Aufarbeitung der EU-Verfassung Bände. (**) Was die EU-Verfassung selbst angeht, so sind deren militaristische Zielsetzungen quer durch alle gesellschaftlichen Gruppen hinreichend bekannt, ebenso wie die gleichzeitig mit deren Ratifizierung im Mai 2005 zu erwartenden demonstrativen Versuche einer dauerhaften ideologischen Betonierung der machtpolitischen Verhältnisse in Deutschland. Bis dahin wird es eine lohnende Aufgabe für den Bürger sein, zu beobachten, wer diese Entwicklung durch plakative Aussagen oder auch durch sein Schweigen stützt, und wer dagegen als wahrer Friedensaktivist im Sinne der Menschen Europas auftreten wird.

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Über die "Orangene Revolution" in der Ukraine .... sowie ferngelenkte Umstürze und Demonstrationen

Die Vorgänge um die Präsidentschaftswahlen in der Ukraine sind das vorerst letzte Beispiel für eine Entwicklung, bei der die freie westliche Presse in zunehmendem Maße beteiligt ist und der die freien Menschen dieser Erde Einhalt gebieten müssen: Das Problem der ferngelenkten und konstruierten Umstürze, Demonstrationen, Regierungsumbildungen und Stützung von Marionettenpräsidenten unter dem medial verbreiteten Deckmantel einer "demokratischen" und "freiheitlichen rechtsstaatlichen Ordnung", die mit diesen gesteuerten Veränderungen angeblich eingetreten sei. Die Liste an Beispielen ist lang, jeder mündige Bürger Europas wird sie durch eigene Erfahrungen ergänzen können. Hervorzuheben sind aber diejenigen Ereignisse, die in sogenannten Musterstaaten einer freiheitlichen (also: "westlichen") Grundordnung inszeniert wurden:
- Florida 2000;
- Die US-Wahlen 2004 nach dem Prinzip «eine Partei - Skull & Bones - keine Alternative für Amerika» ;
- Die Ermordung Pim Fortuyns am 06. Mai 2002, welcher ansonsten die neue niederländische Regierung gebildet hätte;
- Die staatliche Unterwanderung der Bürgerproteste in Deutschland 2004 mit Reduktion des die Grundprobleme dieser Republik ansprechenden und thematisch weitverzweigten Protestes auf das Thema "Hartz IV" durch die Medien, sowie einer offiziellen Umdeutung der primär tragenden Kräfte einerseits, sowie der Trittbrettfahrer und Saboteure andererseits;
- Die als "Demonstration gegen den islamistischen Terror" verkaufte Inszenierung einer türkisch-nationalistischen Demonstration in Köln am 21.November 2004 mit kaum verdeckter Botschaft des Alleinvertretungsanspruches der DITIP als Sprachrohr für alle Muslime in Deutschland. Dies alles als Co-Inszenierung von DITIP und der gesamten Hydra der offiziellen BRD-Stimmen - Claudia Roth und Günther Beckstein in trauter Eintracht !! Diese Demonstration ist eine eigene Betrachtung wert, zu der dringend eine Internetrecherche mit unterschiedlichen Kombinationen der Stichworte "Demonstration", "DITIP", "Köln", "Beckstein", "Panorama" empfohlen wird.

Wie auch bei manchen der o.g. Ereignisse war die Rolle der freien westlichen Presse im Falle der ukrainischen Präsidentschaftswahl klar definiert, was jetzt im Nachhinein auch belegbar ist: 1) Emotionale Verblendung der Menschen im Sinne der ferngelenkten Ereignisse (garniert mit Fotos von Juschtschenkos Frau mit Blumen in der Hand, sowie von Angela Merkel mit einer demonstrativ in den Bundestag mitgebrachten Orange) bei weitgehender Ausblendung von Informationen über die fernlenkenden Organisationen; 2) Propagierung eines angeblichen Sieges von "Volk, Demokratie und Rechtsstaatslichkeit" unmittelbar nach erfolgreicher Machtübernahme des Wunschkandidaten; 3) Anschließendes breites Schweigen zu den nun im Gange befindlichen Vorgängen zwischen dem neuen Präsidenten und seinen Auftraggebern. Auf einen typischen Artikel dieser Art in der Mainzer Allgemeinen Zeitung (Redaktioneller Kommentar vom 28.12.2004) nimmt der folgende Leserbrief Stellung, welcher der Zeitung am 01.Januar 2005 zugesendet wurde.




Juschtschenko, Albright, CIA & Co. ...
Die Gesamtheit der Berichte der deutschen Medien über die sogenannte "orangene Revolution" ist mehr als ergänzungsbedürftig. Sie ist schlichtweg irreführend und gleichgeschaltet aufgrund der gezielt falschen Verknüpfung dieser Bewegung mit den Begriffen "Demokratie" und "freiheitliche rechtsstaatliche Ordnung". Als Vorinformation muß man wissen, daß die Ukraine seit der Jahrtausendwende zu den Ländern mit der höchsten Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes gehört und Dank der Kooperation mit Putins Russland auf dem besten Weg zu einer Staatsverschuldung gegen Null war - ein Zustand also, der in der Vergangenheit einer Kriegserklärung gegen ein solches Land gleichgekommen wäre. Ein Fehler dieses Landes war sicher die Annahme von US-Kapital in dreistelliger Millionenhöhe Ende der 90er Jahre, für die als Gegenleistung ein wohldefinierter Einfluß der US-Industrie von Madeleine Albright bei Präsident Kutschma bis heute vergeblich eingefordert wurde. Hiermit war das Startsignal für das gegeben, was von den hiesigen Medien in eindeutiger Absicht verschwiegen wird: Logistische und finanzielle Inszenierung eines orangenen Massenauflaufes durch das National Democratic Institute unter Albright mit tatkräftiger Unterstützung durch James Woolsey (CIA), durch Juschtschenkos amerikanische Frau (ehemals US-Außenministerium), durch die Weltbank der OSZE, sowie durch andere US-amerikanische Organisationen, die bereits am Sturz Milosewitschs, sowie am Sturz Schewardnadses in Georgien beteiligt waren. Auch eine Beteiligung der Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU ist zumindest im Gerede. Zwei der bisherigen Höhepunkte: die Finanzierung der vom offiziellen Wahlergebnis abweichenden Wahlumfragen durch die gleichen Quellen, sowie die Behinderung der Parlamentsarbeit unter Janukowitsch durch hervorragend finanzierte und durch Gulaschkanonen bei Laune gehaltene "Demonstranten" Anfang Dezember 2004. Als Vorgeschmack dessen, was die Ukraine nun zu erwarten hat, wagte ein deutsches Magazin neulich eine treffende Umschreibung der Person Juschtschenkos: "Nur der Chef einer Regionalmacht, dem jeder Anruf aus dem Weißen Haus den Angstschweiß in den Kragen treiben muß".


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Gedanken zum bevorstehenden Mai 2005

Der folgende Leserbrief bezieht sich auf die Gesamtheit der Medienberichte zwischen Dezember 2004 und Februar 2005, welche mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten den kommenden Monat Mai 2005 in den Mittelpunkt des Interesses rückten und dennoch um das zentrale Thema des 60. Jahrestages des Kriegsendes kreisten. Der Leserbrief wurde der MAZ am 13. Februar 2005 zugesendet und blieb unveröffentlicht. Am Tage zuvor (12.Februar) waren in der MAZ mehrere plakative Publikationen zu finden, die zumindest marginal bei der Verfassung des Leserbriefes eine Rolle spielten: Eine Karikatur des deutschen Michel mit dem Titel "Gedanken zum 08.Mai" ; der Kommentar "Unterstützung für die jungen Demokratien" von Kardinal Lehmann - ein ansonsten uninteressanter weil hierzulande bekannte politisch korrekte Argumente zu den aktuellen Themen Ukraine und Irak aneinanderreihender Kommentar, der aber durch die Position des Verfassenden als offizieller Vertreter des Christentums höchste Brisanz erhält (s.a. vorheriger Leserbrief) ; auf der ersten Seite eine Eigenwerbung der Mainzer Allgemeinen Zeitung mit dem Wortlaut "Liebe - Freiheit - Verantwortung - Ehrlichkeit - Gerechtigkeit / Werte - Das Jahresthema Ihrer Zeitung".



Herzensangelegenheit
Derzeit wird versucht, die öffentliche Aufmerksamkeit auf den kommenden Monat Mai 2005 in einseitige Bahnen zu lenken, worauf der Bürger reagieren muss. Es darf kein Zweifel daran bestehen, dass die Gedanken der europäischen Bevölkerungsmehrheit zu diesem Monat um eine zentrale und historisch gesehen beispiellose Entwicklung kreisen, die aus der Gesamtheit der gegenwärtigen Medienberichte klar abzulesen ist, die es in der Folgezeit durch gemeinsame Anstrengungen aufzuweichen gilt und gegenüber der sich alle anderen in den Medien dominierenden Themen dieses Monats nur als instrumentalisierte Stützen zur Verwirklichung dieser Entwicklung erweisen werden: Der langfristig angelegte Umbau Europas zu einer gefügigen, weil sozial geschwächten militärischen Großmacht, die gezielt in einen fremden Konflikt für die Interessen Israels und seiner stützenden Mächte geführt werden soll. Ganz gleich was die Zukunft für Europa bringen wird – niemals wird es möglich sein zu behaupten, die Menschen hätten nicht schon lange vor dem Monat Mai 2005 und der anstehenden Ratifizierung der EU-Verfassung gewusst, daß sie mit einer nie da gewesenen historischen Herausforderung konfrontiert sind, die wesentlichen Aufschluss auch für die Konflikte des vergangenen Jahrhunderts geben wird, und deren wahrer Charakter nicht mehr zu verdecken ist. Widerstand gegen die genannte Entwicklung ist zur Herzensangelegenheit vieler Menschen - auch insgeheim in Redaktionen, Logen und Parlamenten - geworden, was zudem jeden Versuch der Kriminalisierung eines solchen Widerstandes gegenstandslos werden lässt. Der eindrucksvolle und unvergessene Beweis: zahlreiche Plakate im Europaparlament während der Abstimmung über die EU-Verfassung um den Jahreswechsel 2004/2005 mit der Aufschrift "Nicht in meinem Namen !"

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Sonntag, den 20. Februar 2005

Obacht ! – Einschub aus Anlaß des bevorstehenden Besuches von G.W.Bush in Mainz am 23. Februar 2005 zwecks Verhinderung eines Anschlages oder anderer Ereignisse, welche zur Förderung von politischem Unfrieden, zur fortgesetzten innenpolitischen Spaltung Deutschlands, zur Förderung der Kriegs- und Machtambitionen Israels und der USA, sowie zur Demoralisierung des Irakkrieg-Gegners Deutschland gegenüber dem Aggressor und Lügner Bush und seinen Hintermächten imstande wären.

Dieser Einschub gründet sich ausschließlich auf Kenntnis der gegenwärtigen weltpolitischen Situation sowie des Charakters der westlichen Medienberichte einschl. der politischen Kommentare und der weiterhin bestehenden Ausklammerung wesentlicher machtpolitisch relevanter Erkenntnisse der Gegenwart aus der öffentlichen Berichterstattung. Aufgrund der zeitlichen Nähe zum hoffentlich ausbleibenden Ernstfall während des Bush-Besuches muß ausführlich auf eine erschreckende Parallele eingegangen werden: Die erst eine Woche zurückliegende Ermordung des libanesischen Ministerpräsidenten und Multimilliardärs Rafik Hariri am 14.Februar 2005. Was war passiert, wie sehen die Reaktionen der Medien und des Bürgers aus? Einer der hundert reichsten Männer der Welt, der mehrere Banken und Rundfunkstationen unterhielt (!) wurde Opfer eines Sprengstoffanschlages, zu dessen Hintergründen bisher nur widersprüchliche Aussagen und mehrere unglaubwürdige Bekenneranrufe existieren. Hierbei herausragend: der mit stark akzentbeladenem Arabisch vorgetragene Bekenneranruf einer angeblich islamistischen Gruppe "Sieg und heiliger Krieg in der Levante". Nur wenige Tage vor dem Attentat übte Innenminister Frandschieh offene Kritik an Hariri wegen dessen antisyrischer Haltung. Im September 2004 wurde auf Druck der USA die antisyrische UN-Resolution 1559 verabschiedet mit der Aufforderung an Syrien, seine Truppen aus dem Libanon abzuziehen. Auch schwingt bei dem Attentat eine denkwürdige Aussage des Forbes Magazine mit, welches zur Jahrtausendwende triumphierend verkündete, daß die Spitzenpositionen der Politik zunehmend von den "Masters of Business Administration" eingenommen werden, gepaart mit dem erklärten Wunsch, daß die USA hoffentlich bald einen Multimilliardär zum Präsidenten haben werden, wie es heute schon in Italien (Berlusconi) und im Libanon (Hariri) der Fall sei. Unmittelbar nach dem Anschlag haben insbesondere Syrien und der Iran den Anschlag scharf verurteilt. Nicht nur von Seiten Irans, sondern auch durch zahlreiche andere Regierungen, publizistische Organe und politische Gruppierungen innerhalb und außerhalb der arabischen Welt wurde der Verdacht der Verstrickung des Mossad in das Attentat geäußert. Unbestreitbar ist bereits jetzt, daß weder die pro-schiitischen Kräfte (Iran, Hisbollah), noch andere islamische Kräfte und am wenigsten Syrien selbst einen Vorteil aus dem Attentat ziehen können. Im Gegenteil, es gilt die Aussage von Hariris Gefolgsmann Ghattas Churi: "Dieses Verbrechen zielt darauf ab, den Libanon zu destabilisieren und zu spalten". Wer immer dieses Attentat verübte, hat die anschließend seit dem Bürgerkrieg erneut zutage tretende offene innenpolitische Spaltung des Libanon vorausgesehen und sehr wahrscheinlich nach der Bluttat gezielt gestützt, allen voran die inszenierten antisyrischen Kundgebungen, die nicht Ausdruck einer pro-westlichen Haltung sind, sondern vielmehr die latent antisyrische Einstellung christlicher und schiitischer Gruppen im Libanon widerspiegeln. Eine bedeutende Rolle wird in diesem Zusammenhang auch Frankreich zukommen, das als ehemalige Kolonialmacht Libanons jetzt gezwungenermaßen seine US-kritische Haltung seit dem Irak-Krieg zugunsten einer zunehmenden Kooperation überdenken muss. Bedarf es weiterer Analysen angesichts der bekannten Äußerungen von Bush und Rice zu Syrien, wer die eigentlichen Nutznießer des Attentats sind?!

Die Überleitung zum bevorstehenden Mittwoch ist gegeben durch überschwengliche Willkommensgesten der westlichen Presse gegenüber dem Manne, der den Lesern allen Ernstes als "mächstigster Mann der Welt" verkauft wird und der jetzt zum Zuhören bereit sei; dies alles vor dem Hintergrund der offenen und ohne (?) fundierte Erkenntnisse über die Hintergründe des Hariri-Attentats vorgetragenen Kriegsdrohungen gegen Syrien - eine per se vorteilhafte Ausgangsposition für einen nach Europa kommenden G.W.Bush. Wie würde sich die Situation bei Zwischenfällen während seines Deutschlandbesuches bis hin zu einem Attentat auf ihn selbst verändern? Hat es der Leser noch nötig, sich dies erklären zu lassen? Was schon lange bekannt, hier muß es klar ausgesprochen werden: G.W.Bush ist nichts weiter als eine willige Marionette, dessen unschätzbarer machtpolitischer Vorteil darin besteht, daß er selbst an vieles glaubt, was er von sich gibt und es daher auch willig vollstreckt. Aber – dieses Potential ist jetzt aufgebraucht! Ein erneuter völkerrechtswidriger Akt unter ihm würde zu einem Überhandnehmen des weltweiten "Aha-Erlebnisses" seit dem Irak-Krieg führen, was unkalkulierbaren Schaden für die gesamte Oligarchenriege dieser Welt und das von ihr geschaffene Kartenhaus vom Weltbild des "mächtigsten Mannes der Welt" hätte. Anders sähe die Situation unter einem neuen und scheinbar unbelasteten Präsidenten Kerry aus, sowie einer durch ein Bush-Attentat gestärkt hervorgehenden Kriegsmaschinerie. Daß Bush eine weltpolitisch austauschbare Figur darstellt, wurde durch den US-Wahlbetrug 2004 eindrucksvoll belegt, bei dem den Amerikanern lediglich die Wahl zwischen zwei Mitgliedern der Geheimgesellschaft "Skull & Bones" gelassen wurde. Welche Welle der inszenierten Selbstanklage im Falle eines Bush-Attentats über die Deutschen hereinprasseln würde und wie das Bild Bushs nachträglich in den Medien gemäß der offiziellen politischen Vorgaben korrigiert werden wird, braucht kaum betont zu werden. Leider ist es Fakt, daß es derzeit kein geeigneteres Mittel gäbe, um die bislang so erziehungsresistenten und zunehmend aufmüpfigen Deutschen in die Position der moralischen Defensive zu drängen. Hierbei sollte auch bedacht werden, wie derzeit am Stuhl eines anderen Austauschbaren (Joschka Fischer) gesägt wird, der seine wesentlichen pro-israelischen Aufgaben bereits erfüllt hat und daß die Perspektive (Gott bewahre!) einer bedingungslos USA- und Israel-hörigen unionsgeführten Regierung immer näher rückt. Über verschiedene Ansichten in Einzelfragen hinweg muß festgehalten werden:


Ohne ein breites Bewusstsein über das zuvor Gesagte hätte ein hoffentlich ausbleibender Zwischenfall im Zusammenhang mit G.W.Bushs Besuch in Europa fatale Folgen für die gesamte islamische Welt, für Europa und für Deutschland und würde nur den sowieso schon offensichtlichen Plänen Israels und der USA weiteren Vorschub leisten.


Ganz klar: im Ernstfalle werden die unmittelbar Ausführenden erneut aus dem antizionistischen Lager stammen. Der klare Standpunkt des Bürgers noch vor dem möglichen Ernstfall: seit dem 11.September 2001 und seit den massiven Versuchen der Medien, die Europäer in den Irakkrieg zu ziehen haben wir gelernt, daß dies nicht mehr ausreicht, um uns bestimmte (real oder virtuell existierende) Organisationen oder bestimmte Staatschefs als Kollaborateure oder gar als eigentliche Drahtzieher solcher Anschläge zu verkaufen. Wer immer es dennoch versuchen wird: gebt es auf! Daß mancher so genannter demokratischer Staat schon seit langem nicht nur auf Morde selbst, sondern auch auf inszenierte Morde unter Hinterlassung gefälschter Spuren als Mittel staatlicher Politik zurückgreift ist spätestens seit der sog. Lavon-Affäre aus dem Jahre 1953 hinreichend bekannt. So gesehen bekommt die Aussage einer sozialistischen Website brennende Aktualität vor dem Bush-Besuch: "Die Ermordung Hariris ist eine brutale Warnung, daß der amerikanische Krieg in Irak nur der Beginn einer umfassenden, aggressiven militärischen Kampagne ist, die jeden Widerstand gegen die Vorherrschaft der USA und Israels zerschlagen soll." Daß das freie Wort des europäischen Bürgers dennoch etwas bewirken könnte, soll durch diesen Einschub unterstrichen werden: die vor einem möglichen Ernstfall dargelegten Einsichten in die aktuelle Weltpolitik und eine klare Aufforderung an alle, die sich von einem Bush-Attentat irrtümlicherweise Vorteile versprechen.

Unser Aufruf:

Laßt es bleiben und blast die ganze Sache ab! Ihr seid zu sehr durchschaut, als daß ihr aus einem Bush-Attentat und seiner Anlastung an die Adresse Deutschlands wesentliches Kapital schlagen könntet! Bedenkt auch, wie frustriert inzwischen selbst diejenigen sind, die bisher willig – jedoch zunehmend gegen ihre eigene Überzeugung - offizielle Schuldzuweisungen in Eurem Sinne durchführen müssen und sich längst in Ihrer wahren Rolle erkannt fühlen. Zu enthusiastisch ist der Bürger mittlerweile in seinem Vorhaben, durch das offene Wort und seine Mündigkeit so manches im Vornhinein zum Scheitern zu verurteilen, was bislang als vorteilhaft angesehen und scheinbar unerkannt geplant wurde. Laßt Bush der Welt als Sündenbock - und uns in Ruhe !

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Unwiderrufliche Aussagen über einen häufig zu hörenden Begriff

Dieser Leserbrief reagiert auf die zahlreichen aber dennoch thematisch übersichtlichen Stellungnahmen von Medien und offiziellen Organen zu dem bisher nur schwammig abgegrenzten Begriff "rechtsextremistische Positionen". Für die Nachwelt sei festgehalten, daß diese publizistische Welle nach den Äußerungen einiger Abgeordneter im sächsischen Landtag Ende 2004 aufkam und nach tosendem Treiben erst Ende Februar etwas abflaute. Dieser Eindruck ergab sich am 03.März 2005, als ein Bericht über den Berliner CDU-Politiker Torsten Hippe mit der Überschrift "Auch Berlin hat seinen Fall Hohmann" als der vorerst letzte Bericht dieser Art in der MAZ abgedruckt wurde. Herr Hippe hatte in der Diskussion um den Jahrestag des Kriegsendes den Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung als Terror bezeichnet und weiterhin geäußert: "Ich kann nicht verhindern, daß ich in einzelnen Fragen den Positionen der NPD nahestehe. Es ist möglich, daß man in Teilfragen zu gleichen Teillösungen kommt. Wichtig ist, daß meine Ansichten auf einem anderen Fundament stehen als die der NPD". Daß Herr Hippe aufgrund dieser Äußerungen allen Ernstes mit dem o.g. Begriff in Verbindung gebracht wurde, ist durch die unwirsche Reaktion des Berliner CDU-Landesvorsitzenden Zeller belegbar (Internet !). Der folgende Leserbrief wurde der MAZ noch am gleichen Tag zugesandt und blieb unveröffentlicht.




Klarer werdende Definition
Der Bericht über Torsten Hippe ist der vorläufig letzte der zahlreichen Berichte um den Jahreswechsel 2004/05 zum Stichwort "rechtsextremistische Positionen". Ohne Übertreibung kann die Gesamtheit dieser Medienberichte in der deutschen Presse als die bisher wichtigste publizistische Phase zu diesem Thema gelten, weil Sie gegenüber vergangenen Berichten einen wesentlichen neuen Aspekt bringt: Noch nie wurde dieser Begriff im Bezug auf gegenwärtige Themen so scharf profiliert und noch nie wurde sein weitgreifender Gebrauch so offen und nachprüfbar dem Bürger vor Augen geführt. Damit können endlich auch die Menschen kommender Generationen ihre persönliche Meinungsbildung auf unwiderrufliche Aussagen der offiziellen Organe stützen, welche Aussagen und Standpunkte um den Jahrtausendwechsel zu diesen Positionen gerechnet wurden: das alliierte Bombardement auf deutsche Städte als Terror zu bezeichnen ohne gleichzeitig an die eigene Schuld zu erinnern; die Aussage, daß das Bombardement Dresdens nicht ursächlich auf den 30.Januar 1933 zurückzuführen und mit diesem Datum auch nicht zu rechtfertigen sei; die Homosexuellen-Ehe als etwas Verwerfliches zu bezeichnen; daß man nicht verhindern könne, in Teilfragen zu gleichen Teillösungen zu kommen wie die offiziell als "falsch" bezeichnete Seite. Mit dieser wesentlich auf das freie Wort des Bürgers zurückzuführenden und unumkehrbaren Phase einer klarer werdenden Definition des genannten Begriffs wird ein gutes Fundament gelegt für einen offenen Umgang der Menschen mit den meinungspolitischen Herausforderungen der Zukunft.


Nachtrag:
Nach Absenden des Leserbriefes wurden im Internet zwei weitere Berichte am 05. und 08. März 2005 entdeckt, die der Leser dieser Website unschwer anhand der weiter unten aufgeführten Suchstichworte finden wird. In der einen Seite findet auf sehr krasse Weise eine weitere Präzisierung des genannten Begriffes durch kurze Aufeinanderfolge folgender Formulierungen statt, die sich allesamt im Dunstkreis dieses Begriffes bewegen, ohne ihn direkt zu nennen:

1. Martin Hohmann und Torsten Hippe seien Beispiele für einen "Teutonischen Furor".
2. Der mittels Stimmen der CDU und der FDP zustandegekommene Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf vom 19.Januar wird ebenfalls mit dem Begriff "Teutonischer Furor" in Verbindung gebracht aufgrund einer Passage dieses Beschlusses, in dem es heißt, am 8.Mai solle "den Verfolgten und Ermordeten des Naziregimes, der Kriegsopfer, Flüchtlinge, Vertriebenen, geschändeten Frauen und der Opfer des sinnlosen Bombenkrieges gedacht werden".
3. Der Begriff "Bomben-Holocaust" wird als "nazistische Formulierung" bezeichnet.
4. Eine Passage aus dem Spiegel, in der über den britischen Luftwaffengeneral Arthur Harris (leitete das Bombardement auf Dresden) geschrieben wurde, er habe "den ersten vornuklearen Massenmord aus der Luft organisiert", wird als "geschichtspolitische Revision und Lüge" bezeichnet.
5. Im Anschluss an diese Aussagen folgen in dem kurzen Artikel zahlreiche Blasphemien und Beleidigungen gegenüber den Deutschen und den Opfern des Krieges, sowie gegen Ende eine auf den ersten Blick unverfängliche Passage, die aber ein besonders aufschlussreiches Wort mit erkennbarer Signalwirkung enthält, welches im folgenden fettgedruckt erscheint: "Ein ... Parteiausschlussverfahren gegen Hippe wegen parteischädigendem Verhalten wurde durch den Kreisvorstand der Südwest-Union vorerst mehrheitlich verhindert".
6. Es soll nicht unerwähnt bleiben, daß auf der Website dieses Artikels der Begriff "Achse des Guten" auftaucht und in anderen Artikeln der gleichen Website unverholen (und ohne jede Selbstkritik) Frust über den eigenen Erfolg und viele Helfer abgeladen wird, die als "Heer der Trittbrettfahrer und Schaumschläger" bezeichnet werden, die "den Aufstand der Anständigen zur Spielwiese für Feierabend-Antifaschisten degradiert hätten" !

Der zweite Sachverhalt geht aus mehreren Internetseiten um den 08.März hervor. Es wird über einen weiteren CDU-Politiker aus Bitterfeld berichtet, der vom CDU-Bürgermeister der "rassistischen und antisemitischen Hetze und Provokation" bezichtigt wurde aufgrund folgender Äußerungen: "Schwule und Lesben in der Politik werden hochgejubelt, wie zum Beispiel der Berliner Bürgermeister, welcher mehr auf Partys denn an seinem Arbeitsplatz anzutreffen ist. Unsere Politik wird teilweise vom Zentralrat der Juden mitbestimmt ... Wen kann es da noch wundern, wenn die NPD stark im Kommen ist?".

Der Leser dieser Website wird auch hier zur persönlichen Meinungsbildung aufgefordert. Weiterhin wird er aufgefordert, diese sicherlich unvollständige Liste an Berichten zu vervollständigen mit dem Ziel, die gegenwärtige Verwendung des im Leserbrief angesprochenen Begriffes durch offizielle Organe und Medien weiter offenzulegen !


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"Zeit der Zeitzeugen geht zu Ende"

... mit dieser Überschrift erschien in der MAZ am 19.März 2005 ein Artikel über den Historiker Guido Knopp. Unter der Überschrift hieß es: "Der ZDF-Historiker Guido Knopp über den Wert der Erinnerung - für Filme und für das Volk". In diesem Artikel reihen sich höchst fragwürdige Aussagen aneinander und sind neben einem jetzt schon häufig verwendeten Werbelogo der Mainzer Allgemeinen Zeitung plaziert: "Liebe, Freiheit, Verantwortung, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Werte - Das Jahresthema Ihrer Zeitung". Was zur Zeit des Films "Schindlers Liste" bereits absehbar war, wird an diesem Artikel exemplarisch und ganz offen dem Leser vor Augen geführt: Die gezielte Verknüpfung von Dokumentation und Fiktion mit verschwimmender Grenze zum Zwecke der gezielten Vermittlung eines bestimmten Geschichtsbildes. Es heißt: "In diesem Jahr, 60 Jahre nach Kriegsende, zeigen wir noch Dokumentationen. Beim 70.Jahrestag wird das in Spiel- und Kinofilmen behandelt werden. Die Zeit der Zeitzeugen geht zuende. Für den ZDF-Filmemacher kein Hindernis auf dem Weg, ein Millionenpublikum zu bester Sendezeit für Geschichte zu interessieren. Schon heute ergänzt er in seinen Filmen historische Bilder und Zeitzeugen-Interviews mit Spielszenen, stellt Dokumentation neben Fiktion - und das mit Erfolg (!!) ... ".

Der unten aufgeführte und bis heute unveröffentlichte Leserbrief wurde noch am gleichen Tag (19.März 2005) der MAZ zugesandt. Der Brief reagiert auf die zu Beginn des Artikels zitierte Aussage von Guido Knopp. Statt dieses Briefes wurde in der MAZ eine andere Leserstimme am 02. April 2005 veröffentlicht, die Bezug nimmt auf die Aussage mit der Fiktion und auf einen "Zeitzeugenbericht" aus einer Dokumentation von Guido Knopp, nach dem ein russischer Offizier in jedem deutschen Haushalt ein Bild vorfand, auf dem eine gemeuchelten Russin oder eine Russe mit danebenstehendem Landser mit aufgepflanztem Seitengewehr zu sehen war. In dem Leserbrief heißt es: "Der Grundsatz - Übertreiben macht anschaulich - gehört in die Politik, nicht in die Wissenschaft. Wer aber eine solche Aussage ohne Widerspruch zuläßt, kann sich als Kolporteur vor der Verantwortung nicht drücken".

Dieser Zeitungsartikel, die durch ihn propagierte Aktivität des Historikers Guido Knopp, sowie die Einbindung derselben in einen Werbeslogan mit den genannten Begriffen kann als beispielhaft gelten für das, worauf der Europäer in Zukunft verstärkt zu reagieren hat. An dieser Stelle sei exemplarisch an die Aussage von Schindlers Witwe über den Spielfilm von Spielberg erinnert: "Der Film ist nichts wert !".




Herzensangelegenheit
Neben einem Werbelogo mit den Begriffen "Verantwortung, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit" beginnt dieser Bericht mit einer Aussage Guido Knopps, die nachprüfbar unwahr ist: "Die Geschichtserinnerungsphase … begann in den 90er Jahren. Erst da waren die Zeitzeugen bereit, sich zu erinnern". Mit dieser Aussage ist jetzt eine klare Aufforderung gegeben zur Offenlegung der Gesamtheit von Dokumenten, Darstellungen und Gegendarstellungen, welche Zeitzeugen und sich auf solche berufende Autoren bis Anfang der 90er Jahre zu allen Aspekten der Politik um den 2.Weltkrieg verfasst haben. Fakt ist doch: die große Zahl der häufig den momentanen geschichtspolitischen Kondukt durchkreuzenden Zeitzeugenaussagen vor 1990 kann nicht geleugnet werden. "Erinnerung", die bei Herrn Knopp angeblich an erster Stelle steht, kann es nicht ohne den Blick nach Vorne geben. Müssen die Menschen in Europa neben einer gezielten Heranführung ihres Kontinents an Aufrüstung und erneute Konflikte unter dem Diktat der EU-Verfassung jetzt auch auf die geplante Vermittlung eines Geschichtsbildes mittels Spiel- und Kinofilmen reagieren, in dem wesentliche Zeitzeugenaussagen früherer Jahre einfach außer Acht gelassen werden?

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Strategiepapier zum Umgang mit sogenannten Denkfabriken

Diese Schrift wurde im April 2005 aus gegebenem Anlaß publiziert (siehe auch deren PDF-Version). Im Folgenden wird diese Schrift wörtlich wiedergegeben.



Fakten, Entwicklungen und Gefahren
im zeitlichen Umfeld der Ratifizierung
der "EU-Verfassung" –


Strategiepapier zum Umgang
mit sogenannten Denkfabriken
und deren Hintermächten



herausgegeben als Reaktion auf
politisch operierende Stiftungen,
Zentren für Politikforschung,
aktuelle Weltpolitik und
Hintergründe


April 2005




Einführung

Am 29.10.2004 wurde in Rom die sogenannte "Europäische Verfassung" durch die Staats- und Regierungschefs der EU unterzeichnet. Die Verfassung soll am 01.11.2006 nach Abschluss der nationalen Ratifizierungsverfahren in Kraft treten. Diese Daten werden in den Schriften der Bertelsmann-Stiftung und des ihr angeschlossenen "Centrums für angewandte Politikforschung" (CAP) an mehreren Stellen hervorgehoben, begleitet vom Begriff der "feierlichen Unterzeichnung". Die vehemente Befürwortung dieses bekanntermaßen militaristische Ziele stützenden Vertragswerkes durch CAP/Bertelsmann als einen seiner maßgeblichen geistigen Väter ist nicht erstaunlich. Auch die Wahl der Daten und die Einbindung gegenwärtiger machtpolitischer Kräfte aus dem Umfeld von Bertelsmann in die schriftliche Fixierung des Verfassungstextes sind isoliert betrachtet keine erstaunlichen Sachverhalte mehr, wäre da nicht ein von Bertelsmann selbst initiiertes und beispielloses Ereignis, welches das ganze Ausmaß des langfristig angelegten globalisierten Machtanspruches dieser Kräfte offen gelegt hat: Die alle außenpolitischen Kompetenzen innerhalb der BRD auf den Kopf stellende Einladung Juschtschenkos zur Rede vor dem deutschen Bundestag im März 2005 als demonstrative und diktierte Verknüpfung des mittels Madelaine Albright und CIA an die Macht gekommenen Regimes mit dem Namen Deutschlands und des Deutschen Volkes. In der offiziellen Berichterstattung wird dieser Sachverhalt belegt durch die konsequente Ausklammerung der Namen "CAP" und "Bertelsmann" und der wahren Hintergründe des Umsturzes in der Ukraine, sowie durch eine anbiedernde Berichterstattung über die orangene Revolution mit dem Höhepunkt der Aussage Joschka Fischers gegenüber Juschtschenko: "Bei Ihnen bedanke ich mich stellvertretend für das gesamte Deutsche Volk". Im Gegenzug trat Juschtschenko in Berlin mit klarer Forderung nach einem baldigen EU-Beitritt auf, gepaart mit der unglaublichen und frei von Selbstkritik formulierten Aussage an die Adresse Deutschlands, daß die Visa-Affäre die bilateralen Beziehungen beider Länder belaste.

Das Auftreten Juschtschenkos und die deutschen Verlautbarungen von offizieller Seite sind durchaus plausibel angesichts der schon lange bestehenden Unterstützung Juschtschenkos: Bei Bertelsmann selbst wurde bereits im Dezember 2004 die anmaßende Aussage getätigt "… So steht schon heute praktisch fest, daß die Ukraine (der EU) beitreten wird". Die langfristige Unterstützung der orangenen Revolution wird von Bertelsmann offen zugegeben, Außenminister Tarasyuk bedankte sich hierfür beim deutsch-jüdischen Dialog im März 2005. Die anbiedernden Formulierungen der Tagespresse werden noch überboten, indem Juschtschenko als "Held der Ukraine" und die orangene Flagge als "Zeugin des Sieges der Demokratie in der Ukraine" bezeichnet werden. Ergänzt wird diese Aktivität von Bertelsmann und CAP durch eine anhaltende Nötigung Deutschlands und Europas (unter Ausklammerung von Informationen über die Aktivitäten Albrights und des CIA): Die verständlichen Widerstände gewählter Volksvertreter gegen eine Einmischung in die Kompetenzen des deutschen Bundestages werden als "politische Verwirrung im Vorfeld" bezeichnet. Dies belege, daß die Europäer kein Konzept zur politischen Einbindung der Staaten hätten, die zwischen der erweiterten EU und Russland liegen. Nur "massiver Druck aus den Hauptstädten, insbesondere aus Warschau" habe EU-Spitzenvertreter zu Solidaritätsbekundungen vor Ort bewegt. Als sei dies noch nicht genug wird zusätzlich die Brücke nach Weißrussland geschlagen, wo weite Teile der Opposition das Vertrauen in die EU verloren hätten. Es werden von Bertelsmann konkrete Ratschläge unterbreitet, wie die EU auch in Weißrussland ihr Interesse (soll heißen: das Interesse der Kräfte um Bertelsmann) durchsetzen solle, etwa durch eine sogenanntes europäisches Haus in Minsk und die Ernennung eines hochrangigen Sonderbeauftragten für das Land. Es wird bemängelt, daß sich die EU bislang nicht dazu durchringen konnte, einen externen Fond einzurichten, der auch Initiativen unterstützt, die vom Regime nicht offiziell anerkannt sind. Damit wird die EU zu Maßnahmen genötigt ähnlich denjenigen, mit denen G.W.Bush im Oktober 2004 gescheitert war, nämlich durch das von ihm unterzeichnete "US-Gesetz zur Förderung der Demokratie in Weißrussland" und durch seine Bezeichnung Lukaschenkos als "Diktator" einen Umsturz in Weißrussland erwirken zu können. Schließlich ist bei Bertelsmann die Rede von einer "Transformationskraft", derer sich die EU bewusst werden solle, was aber nur im "engen Schulterschluss mit den USA" gelingen könne. Daß dieser geballte rhetorische Impetus von Bertelsmann bereits auf der obersten Ebene der Weltpolitik begleitet wird, ist durch den Bush-Besuch in Europa belegbar: im Vorfeld enge Konsultationen zwischen Bertelsmann und der Bush-Administration, Vorbereitung des Treffens zwischen Bush und den "Young Leaders" des CAP – in der Tagespresse verkauft als der Kontakt Bushs mit der deutschen Bevölkerung, Teilnahme hoher Bertelsmannvertreter beim Essen von Schröder und Bush, unüberhörbare Seitenhiebe Bushs auf Putin und Lukaschenko, sowie eine klare Sympathiekundgebung seinerseits für die außer-parlamentarische Opposition in Weißrussland.

Diese Aktivitäten von Bertelsmann und Umfeld sprechen eine eindeutige Sprache hinsichtlich des angestrebten Selbstbildes der "unabhängigen Denkfabrik" als neue Speerspitze in der deutschen und europäischen Außenpolitik. Eine eingehende Betrachtung soll zeigen, daß die Beispiele Ukraine und Weißrussland nur einen Ausschnitt aus den langfristig angelegten globalisierten Strategien und Vernetzungen von CAP/Bertelsmann darstellen und damit die unbedingte Notwendigkeit besteht für eine ebenso globalisierte Kenntnis der dargelegten Sachverhalte zwecks Gegensteuerung. Mit welchem Ausmaß an Machtanspruch die Menschheit hier zu tun hat, zeigt eine Bertelsmann-Schrift, in der Europa mit den Begriffen "Erschöpfung" und "Untergang" in Verbindung gebracht wird – und dies in Anbetracht der Opfer und Vasallendienste, die man von diesem Kontinent von gleicher Adresse aus zunehmend erwartet. Berechnenderweise wird die Schuld für ein mögliches konsekutives Scheitern Europas im Vorhinein ihm selbst zugeschrieben, da ihm "für eine Revitalisierung die Kraft, die strategische Vision und die ordnende Idee fehle". Weiter heißt es: "Die Geschichte ist voller Szenarien des Untergangs, die aus Überforderung und Überdehnung großer politischer Räume entstanden. Nur wenn die gewaltigen Probleme Europas beim Namen genannt werden und Ordnung in die Gedanken einzieht (Frage: welche Ordnung ?!), dann hat Europa vielleicht (!!) noch eine Chance". Auch hier eine eindeutige Sprache: Aktive Einbindung eines ganzen Kontinents in eine höchst fragwürdige globalisierte Politik durch die Weltmächtigen mit bereits einkalkulierter, also kaum ungewollter Überforderung und Schadensnahme dieses Kontinents.

Die Probleme des europäischen Bürgers haben sich in den letzten 2-3 Jahren potenziert. Waren die Geschehnisse damals stark zentriert auf das Thema USA/Israel und auf die Abwendung des Irak-Krieges bzw. einer Beteiligung an demselben, so hat es der Bürger heute mit einer multilateralen und nahezu alle Lebensbereiche tangierenden Bedrohung durch eine Weltführung zu tun, die weniger lärmend, aber umso effektiver ihren Zielen nachgeht, vorbei an den scheinbar mit Exekutivfunktionen ausgestatteten Regierungen und Parlamenten, begleitet von einer Medienlandschaft, die hinsichtlich der Ausklammerung treffender Hintergrundberichte weitgehend gleichgeschaltet ist, wie das Beispiel Ukraine gezeigt hat. Doch gerade hierin liegt die Chance Europas und seiner Bürger: obwohl noch im Gange ist diese Politik bereits Historie und in ihrer langfristig angelegten Intention nur noch – und dies sicher nicht mehr lange – durch eine konsequente Ausklammerung von Hintergrundberichten in den offiziellen Medien zu stützen. Statt von "Transformationskraft Europas" sollte von "Intuitionskraft" des einzelnen Europäers und der Menschen aller Kontinente die Rede sein, die mehr als je zuvor der Möglichkeit entgegensehen, kommenden Generationen die wahren Hintergründe und Hintermächte der Politik unserer Zeit belegen zu können mit allen Konsequenzen, die sich für den Blick nach Vorne und für eine revidierte Bewertung der Vergangenheit ergeben. Eine eingehende Betrachtung der folgenden Sachverhalte ist somit lohnenswert. Alle Themen, Zitate und Fakten wird der Leser durch eine entsprechende Stichwortrecherche im Internet selbst finden können, so daß in dieser Schrift die Nötigung des Gesetzgebers zur unglaubwürdigen Distanzierung von entsprechenden Internetzitaten umgangen wird.



Profil und Vernetzung

Der Bertelsmann-Verlag wurde 1835 von Carl Bertelsmann gegründet und stand ursprünglich der evangelischen Minden-Ravensberger Erweckungsbewegung nahe. Das Signet des Verlages nahm noch bis in das 20. Jahrhundert hinein Bezug auf die Verse 7 und 8 des 24. Psalms. In der jüngeren Geschichte sind unterschiedliche Ansichten über die Rolle des Verlages während der NS-Zeit und über die Hintergründe der behördlichen Verlagsschließung im Jahre 1944 bemerkenswert. Die Bertelsmann-Stiftung wurde 1977 von Reinhard Mohn gegründet, einem der reichsten Männer Deutschlands und Sohn von Heinrich Mohn, der die Geschäfte des C.Bertelsmann-Verlages bis 1949 leitete. Sitz der Stiftung und des Konzerns ist Gütersloh, der Geburtsort von Carl Bertelsmann. In einem aktuellen Selbstporträt sieht sich die Stiftung als "Reformmotor, der den gesellschaftlichen Wandel fördert und das Ziel einer zukunftsfähigen Gesellschaft unterstützt". Ebenso findet sich der Hinweis, daß die Stiftung das traditionelle kulturelle und soziale Engagement der Inhaberfamilien Bertelsmann und Mohn fortsetze und die Unternehmenskontinuität der Bertelsmann AG sichern wolle, an deren Anteilen sie eine Mehrheit von 57,6 Prozent besitzt. Der Konzern Bertelsmann ist heute das größte Medienunternehmen Europas. Die wichtigsten Umsatzträger sind die Fernsehgruppe RTL und ein bedeutender Medien-Dienstleister. Zusammen erwirtschaften diese beiden Umsatzträger mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes. Ein großer Teil des weltweiten Geschäfts wird von der US-amerikanischen Zentrale des Konzerns gesteuert, dem Bertelsmann-Tower im New York, dem weltweit größten Verlagshaus. Spätestens seit der Übernahme von Random House im Jahre 1998, dem damals weltgrößten englischsprachigen Buchverlag, ist Bertelsmann auch in den USA zum Medienriesen emporgestiegen.

Das 1995 an der Ludwig-Maximilian-Universität in München gegründete "Centrum für angewandte Politikwissenschaft" (CAP) bezeichnet sich selbst als "unabhängige Denkfabrik", betont aber seine enge Verknüpfung mit der Bertelsmann-Stiftung, die als "einer der wichtigsten gesellschaftlichen Innovatoren in der politischen Landschaft Deutschlands" bezeichnet wird. Als weitere Partnerschaften und Kooperatoren werden unter anderem genannt: Auswärtiges Amt, Europäische Kommission, Deutschland-Radio, Bundesministerium für Familie und Jugend, Bundespresseamt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Institut für Europäische Politik, German Marshall Fund, Hebräische Universität Jerusalem und die Weltbank. Das CAP beansprucht in seinem Selbstporträt die "Organisation von wissenschaftlichem Sachverstand" um Politiker bei Entscheidungen zu unterschiedlichen Themen zu beraten. Hierbei spreche das CAP mit einem "differenzierten Instrumentarium und einer Vielzahl von Multiplikatoren politische Entscheidungsträger, Experten und die Öffentlichkeit an". Ein wichtiger Aspekt ist, daß sogenannte "Gesprächsforen" eine zentrale Rolle bei der Vermittlung von Arbeitsergebnissen spielen, zu denen regelmäßig neben Experten (also Politikern und Entscheidungsträgern) auch Journalisten eingeladen werden. Damit werden die Absichten und "Ratschläge" des CAP unabhängig von deren Berücksichtigung durch Entscheidungsträger unmittelbar medial multipliziert. Ebenfalls mit Bertelsmann verknüpft weil vollständig von diesem finanziert ist das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), das wiederum eng mit der Hochschulrektorenkonferenz, den Karlsruher Richtern, sowie Spitzenvertretern aus Politik und Industrie verbunden ist. Dieses Centrum wurde spätestens bekannt durch die aktive Durchsetzung der Einführung von Studiengebühren und der damit verbundenen Übernahme des US-amerikanischen Phänomens der "Young Leaders". Im Klartext: durch gezielt aufgebaute finanzielle Hürden wird eine Reduktion der Studentenzahlen und damit eine Schwächung der bisher breiten und politisch unabhängigen Akademikerschicht angestrebt. Damit wird in Deutschland eine dem bisher geltenden Humboldtschen Bildungsprinzip diametral entgegenwirkende Ausbildungs- und Managementsituation geschaffen mit Hauptaugenmerk auf die einseitige Förderung einer durch linientreue Geldgeber gestützten geistigen Elite.

Die Young Leaders sind bisher vor allem durch israelisch-deutsche Austausch-Programme in Erscheinung getreten, dies wiederum in enger Abstimmung mit israelisch-deutschen Projekten "für Toleranz und gegen Anderes" wie "Betzavta" und "Entimon", sowie dem sogenannten "Deutsch-jüdischen Dialog" unter Lord George Weidenfeld, der bereits in seiner Jugend Mitglied einer schlagenden zionistischen Studentenverbindung war. Wie auch Lord Victor Rothschild ist der gebürtige Österreicher Lord Weidenfeld of Chelsea eines der zionistischen Mitglieder des britischen Oberhauses. Weiterhin ist er Vorstandsmitglied der Diplomatischen Akademie Wien und ehemaliger politischer Berater und Kabinettchef des israelischen Präsidenten Weizmann. Die "Welt am Sonntag" nennt Lord Weidenfeld den "Profi der Profis der Netzwerkspinner". Im hier dargelegten Netzwerk ist er eine zentrale Persönlichkeit, deren Aktivitäten und Stellungnahmen wesentlichen Aufschluss über die globalisierten Absichten dieses Netzwerkes geben. Gemäß der Website des "Jewishtribalreview" bezeichnet der Verleger (der auch Kolumnist mehrerer deutscher Tageszeitungen ist und eine Papst-Biographie schreiben wird) den Zionismus als den wesentlichen Steg und Jerusalem als den archimedischen Referenzpunkt in seinem Leben. An dieser Stelle sei eingeflochten, daß gemäß der bis heute gültigen UN-Resolution 3379 vom 10.November 1975 der Zionismus als eine Form des Rassismus und der rassistischen Diskriminierung angesehen wird. Lord Weidenfelds Ansichten über Israel gehen aus seinen Redebeiträgen im House of Lords hervor. So behauptet er am 13.Juli 2001, also kurz vor 9/11, daß Syrien ein Bildungssystem besitze, welches den Genozid an den Juden befürworte. Mit einer bemerkenswerten Wortwahl gibt er zu, daß die israelische "Transgression" gegenüber den Arabern ein Grund für die Bitterkeit vieler Araber sei, daß aber die israelischen Medien die beste Quelle für die diesbezügliche Kritik seien, denn Israel sei "eine Demokratie, pulsierend, laut, Seelen-suchend (was wohl im Deutschen "wahrheitsliebend" heißen soll) und rücksichtslos selbstkritisch". Diese Adjektive könnten für den Freund Abba Ebans Anlaß sein, als Mitglied des britischen Oberhauses im Deutsch-jüdischen Dialog über den Begriff "British-Israel" zu referieren und die Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit in Europa kund zu tun. Das Argument des Hirngespinstes scheidet hier aus, da viele Bürger Israels und der britischen Inseln, insbesondere unter den Ulster-Unionisten, an den jüdischen Ursprung Großbritanniens glauben. Die Begriffe "British" und "B’rith" identisch? - die Briten: Gentiles oder Israelites? Liegt hier der Schlüssel für die seit Generationen auffallende und zunehmende Verknüpfung Großbritanniens mit jüdischen, insbesondere zionistischen Interessen? Für die vielleicht weniger informierten Bürger auf dem europäischen Festlande sei die Frage anders formuliert: was hat die Rote Hand (ein Thora-Symbol) und der Davidsstern in der bis 1972 gültigen Flagge Nordirlands zu bedeuten? Sind die drei Leoparden, der Löwe und die irische Harfe im britischen Wappen nicht letztlich jüdische Symbole? Was sagen die britischen Teilnehmer des Deutsch-jüdischen Dialogs? Die Beschäftigung mit diesen Fragen wird zunehmend öffentlich verlaufen und keinesfalls auf die nicht-öffentlichen Zirkel der Denkfabriken beschränkt bleiben. Die Dominanz der Öffentlichkeit in einer derartigen Beschäftigung ist wichtig, da man sich das Ausmaß an Wahrheitsbezug bewusst machen muß, den Lord Weidenfeld seinen eigenen Lords im Oberhaus noch im März 2004 zumutet: "Die Geschichte von der allmächtigen jüdischen Lobby in den Vereinigten Staaten ist ein populärer Mythos …". Hier sei daran erinnert, wie vehement die berühmt gewordene Aussage Ariel Scharons vom 3. Oktober 2001 ("wir, die Juden, kontrollieren Amerika und Amerika weiß das") in der öffentlichen Presse teils ausgeklammert und teils als frei erfunden hingestellt wurde. Auch ist der Verlag Weidenfeld & Nicholson zu nennen, der bereits in den 50er Jahren Publikationen herausgab, welche das offizielle Holocaust-Bild bis heute prägen und stützend gegen viele revisionistische Schriften verwendet wurden. In internationalen Publikationen ist der Publizist selbst eine häufig zitierte Persönlichkeit, insbesondere im Hinblick auf Interventionen bei Israel-kritischen Äußerungen innerhalb Großbritanniens und der USA. Auch sei eine Publikation über die ehemals den Vietnam-Krieg ablehnend gegenüberstehende und anschließend vom CIA infiltrierte und sabotierte Grove Press genannt: nach erscheinen einer Biographie über den CIA-Spion wurde Grove-Chef Barney Barnes von den neuen Eigentümern der Grove-Press hinausgeworfen: Ann Getty und Lord Weidenfeld, die Grove im Jahre 1985 gekauft hatten. Neben der weit verzweigten politischen und verlegerischen Aktivität ist Lord Weidenfeld ein Mitglied der "New Atlantic Initiative" (NAI) mit Sitz im American Enterprise Institute in Washington D.C., deren erklärtes Ziel die Einbindung der "jungen" europäischen Demokratien in das atlantische Verteidigungsbündnis ist. Eine aktuelle Liste der Namen leitender Mitglieder spricht für sich: Aznar, Havel, Murdoch, Rumsfeld, Margaret Thatcher, Helmut Schmidt, Lord Weidenfeld und Henry Kissinger, womit sich der Kreis zu den Bilderbergern, dem Council of Foreign Relations und den Trilateralen schließt - Organisationen, zu denen entsprechende Hintergrundinformation an dieser Stelle vorausgesetzt werden. So bekommt der sich dem völkerrechtswidrigen Irak-Krieg anschließende Aznar auch einen zentralen Platz in der Fotogalerie auf der Titelseite des Selbstporträts des Münchner CAP, neben Rau und Süssmuth.

Bleibt noch eine andere bekannte Weltmacht, über die ebenfalls Hintergrund-Information vorausgesetzt wird: die B’nai B’rith (UOBB, Unabhängiger Orden B'nai B'rith) besitzt in Brüssel eine Außenstelle unter dem Namen "European Center for Public Affairs", deren selbst gewählte Abkürzung (CAP) mit der des Münchner Centrums für angewandte Politikforschung identisch ist. Es existieren drei weitere Organisationen mit gleichem Namen (einziger Unterschied ist die Buchstabierung "Center" bzw. "Centre"): das von einem ehemaligen UN-Botschafter und engem Vertrauten Ariel Scharons geleitete "Jerusalem Center for Public Affairs", das in seinen Schriften u.a. Saudi-Arabien als "Königreich des Hasses" bezeichnet und den Deutschen vorwirft, sie hätten gemeinsam mit Frankreich Saddam Hussein mehr als jede andere Nation durch Massenvernichtungs- und Nuklearwaffen geholfen; der "European Center for Public Affairs", der sich selbst unter den Namen "European Policy Centre" (EPC) und "European Training Institute" (ETI) führt und europaweit als die größte "Denkfabrik" gilt - mit bemerkenswerter Übereinstimmung des Eigenprofils mit demjenigen des Münchener CAP; dies gilt ebenso für das gleichnamige "European Centre for Public Affairs" (ECPA) mit Sitz in Oxford, das seine Aktivitäten ebenfalls auf die EU bezieht. Alle 5 Institute sind im Rahmen der Europäischen Union und bei Betrachtung offiziell genannter Mitarbeiternamen scheinbar unabhängig voneinander aktiv. Die übereinstimmende Bewertung der EU und ihrer Politik muß hervorgehoben werden, ebenso die offen zugegebene Zusammenarbeit: Shlomo Avineri ist mit dem Münchner CAP durch gemeinsame Projekte, Fachkonferenzen, Publikationen und eine Gastprofessur verbunden. Eine der wichtigsten gemeinsamen Publikationen stammt aus dem Jahre 1999: "Integration und Identität – eine Herausforderung für Europa und Israel". Er ist Direktor des Instituts für Europäische Studien an der hebräischen Universität Jerusalem und wird von der "B’nai B’rith International" als einer ihrer Sprecher genannt. Der Grad der Wahrheitsliebe der BB tritt zutage in der Ehrung und offen zugegebenen Zusammenarbeit mit den Grünen, mit H.Kohl, F.v.Weizsäcker und Günther Beckstein, der als mehrfacher Gast der BB-Loge zusammen mit den Grünen einen kürzlich gescheiterten Versuch der Brückenbildung zwischen türkischer DITIP und der deutschen Öffentlichkeit hinter sich hat, sowie durch die Behauptung der BB international, Martin Hohmann habe eine "bestürzende antisemitische Hetzrede (englisch: ‚rant’)" gehalten, in der er die Juden als "Rasse (englisch: ‚race’) von Tätern" bezeichnet habe. Auch an die Verleihung der B’nai B’rith-Medaille in München 1997 an eine leitende Persönlichkeit der Bertelsmann-Buch AG ist zu erinnern, nachdem der zur Bertelsmann-Gruppe gehörende Siedler-Verlag zuvor "Goldhagens antideutsche Kollektivschuldtirade" veröffentlicht hat – ein Begriff, der von einem jüdischen Autor stammt. Außer in Form ihres exekutiven Armes, der "Anti-Defamation League" und in Form von Preisverleihungen tritt die BB, zumal in Europa, selten öffentlich in Erscheinung. Dies hebt die Bedeutung dieser wenigen Ereignisse, insbesondere dann, wenn der Name der Loge öffentlich nicht in Erscheinung tritt: Die sogenannte "Antisemitismus-Konferenz" in Berlin vor 11/2 Jahren war keine allgemeinjüdische Konferenz, sondern eine als solche nicht öffentlich bezeichnete Konferenz der "B’nai B’rith international", ein Sachverhalt, der offenbar auch gegenüber den nicht-zionistisch orientierten jüdischen Teilnehmern verschleiert wurde. Innerhalb der Illuminaten-Struktur nimmt die BB bekanntermaßen eine hohe und mit ausführender Gewalt versehene Stellung ein, wobei die seit dem 19. Jahrhundert außerhalb jeder Spekulation stehende Existenz der Illuminati auch noch aktuell von jüdischen Stimmen bestätigt wird, etwa im Zusammenhang mit der französischen Fremdenlegion. Der aktuelle Bezug zum Jahrtausendwechsel ist die Statue des Freimaurers des schottischen Rituals, Ku-Klux-Klan-Gründers und Konföderierten Albert Pike in Washington D.C. Zusammen mit Giuseppe Mazzini, dem Gründer der italienischen Mafia und der Loge P1, der Vorläuferloge der heutigen P2-Loge, führte Pike die von Adam Weishaupt gegründete Organisation der Illuminati weiter. Nach Pikes eigenen Aussagen war er zudem Satanist und ein Agent der britischen Krone. Seine Äußerungen über Adonai (Christus), Gott, Luzifer und den Plan für die kommende Weltherrschaft sind aus seinen Schriften zitiert worden, die wiederum in der britische Nationalbibliothek London und der Bibliothek des schottischen Ritus in Washington D.C. einsehbar waren. Das genannte Denkmal war in der letzten Dekade des 2.Jahrtausends n.Chr. Gegenstand einer heftigen Diskussion und der Bemühung zahlreicher Organisationen und Staaten der USA, das Denkmal entfernen zu lassen. Das Anliegen scheiterte maßgeblich am Widerstand der B’nai B’rith, die heute in Erscheinung tretende und durch Aufstachelung initiierte rassistische Aktivitäten des Ku-Klux-Klans nach offiziellen Angaben bekämpft, aber sehr wohl weiß, daß KKK-Mitglieder mehrheitlich auf den Mitarbeiter- und Informationslisten von FBI und CIA geführt werden, KKK-Ritter um 1991 maßgeblich an der Aufstachelung deutscher Jugendlicher zu Brandanschlägen beteiligt waren, und die BB selbst während des amerikanischen Bürgerkrieges auf der Seite der Konföderierten für die Beibehaltung der Sklaverei agierte. Immerhin ist der Wirbel um das Pike-Denkmal in Washington so maßgeblich, daß sich die Grand Lodge of British Columbia and Yukon zum frustranen Versuch einer öffentlichen Stellungnahme gezwungen sah: Es sei unbewiesen, daß Albert Pike den KKK gegründet habe, gestützt durch die plakative Überschrift "Albert Pike hat nicht den Ku-Klux-Klan gegründet" es sei unbewiesen, daß Albert Pike mit der B’nai B’rith ein Abkommen unterzeichnet habe; die "Ritter des Goldenen Kreises" und die B’nai B’rith hätten nichts mit der Freimaurerei zu tun (was sogar stimmt, wenn man bedenkt, daß die BB über der Freimaurerei steht und zu allen deren eingeweihten Zirkeln zutritt hat, was umgekehrt nicht der Fall ist). Die Kenntnis dieses in seinem Umfang kaum erstaunliche Vernetzungswerk ist ein gutes Fundament um seine Aktivitäten hinsichtlich der angestrebten Bildungspolitik zu verstehen und zu hinterfragen.



Angestrebte "Bildungspolitik"

Wesentliche Grundlage auf nationaler Ebene ist die bereits erwähnte antihumboldtsche Studienreform mit dem zentralen Aspekt der Studiengebühren und der damit verbundenen gezielten Verschmälerung des allgemein und akademisch gebildeten Bevölkerungsspektrums. Dies ist der Versuch, David Rockefellers Aussage von 1991 im Zuge der derzeit als alternativlos propagierten Globalisierung durchzusetzen: "Die supranationale Souveränität einer intellektuellen Elite und der Weltbanker ist mit Sicherheit der nationalen Selbstbestimmung vorzuziehen". Auch hier schließt sich der Kreis zu den Bilderbergern: Wolfowitz, der Kriegstreiber und Hauptwortführer der Diffamierung Deutschlands und Europas vor Begin des Irak-Krieges kam vor wenigen Wochen an die Spitze der Weltbank. Weltweite Proteste wurden schnell im Keim erstickt, eine offene Nennung der Namen der Bilderberger in den offiziellen Medien wird weiterhin gemäß dem entsprechenden Diktat, wenn auch nur noch krampfhaft, vermieden. Diese unzulässige Manipulation der öffentlichen Bildung wird begleitet von der (für die Nachwelt zum Glück als lachhaft erkennbaren) Schöpfung des Begriffes "Denkfabrik" bzw. "Think-Tank". Die unverrückbare Anerkennung der Rockefeller-Prämisse hat das Netzwerk um das CAP im Deutsch-Jüdischen Dialog selbst formuliert: Man lasse sich in der Beziehung zum Nahen Osten nicht durch die aktuelle Tagespolitik von den langfristigen und strategischen (!!) Fragen ablenken, die für Israel und den nahen Osten, aber auch Europa insgesamt wesentlich sind. So haben die in Israel initiiert Projekte alle mit den Begriffen ‚Bildung’ und ‚intellektuelle Elite’ im Rockefellerschen Sinne zu tun: Aufbau der ersten Journalistenschule, Institut zur Demokratie- und Toleranzerziehung, Austausch und Ausbildung der vom CAP als solche bezeichneten "Young Leaders". Eine sinngemäße und auf Deutschland bezogene Kopie der Rockefeller-Aussage fiel ebenfalls im Rahmen des Deutsch-jüdischen Dialogs durch Salomon Korn, ebenso wie eine stützende Aussage von Joschka Fischer: "Es bleibt nur die Hoffnung, daß die nachwachsende Generation in einem Deutschland leben wird, das künftig stärker an seine föderalistischen als an seine zentralistisch-nationalstaatlichen Traditionen anknüpft …". Fischer stützt diese Entwicklung, indem er die Notwendigkeit einer Abkehr vom Staatsangehörigkeitsrecht von 1913 und seiner ideologischen Grundlage fordert, eine Forderung, die mit derjenigen des "Jerusalem Center for Public Affairs" (s.o.) übereinstimmt. Grundlage für das vom Netzwerk angestrebte und kaum erstaunliche Bildungsniveau bildet dessen finanzielle Haupteinnahmequelle: zwar haben die RTL-Sender mittlerweile verstanden, daß Gewalt- und Horrorfilme an Feiertagen für die eigenen Intentionen kontraproduktiv sind, dafür bewegt sich aber das durch vermittelte Sprache und Sozialverhalten getragene Bildungsniveau nach wie vor weit unter dem der anderen Kabelsender. Medienhistorisch könnte Bertelsmann mit einer maximalen Spannweite des von ihm gezielt verfolgten Niveaus Geschichte geschrieben haben: ‚Big Brother’ und allerlei Geiles für das Volk, für eigene Bedürfnisse und nach eigener Wortwahl jedoch "psychoanalytisch-tiefenheremeneutische Rekonstruktionen von Medienbeiträgen" deren Ergebnisse anschließend mit roten und grünen Sonnenschirmen illustriert werden. Damit sollte ab jetzt das Profil des vom Netzwerk um Bertelsmann angestrebten Bildungsprogramms außerhalb jeder Spekulation stehen: Generierung einer nach unten nivellierten multiethnischen und scheinpluralistischen Gesellschaft zwecks Versuchs der intellektuell ungefährdeten Durchsetzung einer diktierten Weltordnung mit dem momentanen Zwischenstadium der sogenannten ‚EU-Verfassung’. Um diesen Sachverhalt zu unterstreichen wird gemäß der Ankündigung von Verheugen ein Exemplar der EU-Verfassung am 22. April 2005 ins All geschossen werden. Damit ist die Richtigkeit der Standpunkte von Plato, HS Chamberlain und GB Shaw zum Thema "Demokratie" am Beispiel der "westlichen Demokratien" und ihrer stützenden Mächte überprüfbar geworden! Belegend ließe sich dem noch das Demokratieverständnis manches heutigen Parteienforschers hinzufügen, der über den stimmabweichenden SPD-Abgeordneten im aktuellen Wahlkampf in Schleswig-Holstein berichtete: der mit seinem Stimmverhalten das Recht auf seine persönliche Überzeugung wahrnehmende Abgeordnete habe "das Schutzrecht der geheimen Abstimmung mißbraucht. Solche Leute darf man keiner Partei wünschen. Das wäre das Ende der Demokratie". Auch diese Äußerung wirft ein eindeutiges Bild auf das hierzulande offizielle Demokratieverständnis – sicher ein stichhaltiger Anlaß, die bildungspolitischen Exportambitionen von ‚Denkfabriken’ in Sachen Demokratie zu hinterfragen.

Insbesondere das deutsch-jüdische Verhältnis betreffend ist in Deutschland eine verstärkte Berücksichtigung des Alters bei der "Wissensvermittlung" zu verzeichnen, was sich in dreifacher Hinsicht äußert: 1. Die Berücksichtigung verschiedener Altersgruppen bei der historische Aufarbeitung an Gedenkstätten, wie etwa das Beispiel des KZs Osthofen zeigt; 2. die Erkenntnis des Schwindens der Zeitzeugen des zweiten Weltkrieges, was Guido Knopp zur Ankündigung einer geänderten Vermittlung der Historie mittels Spiel- und Kinofilmen und zu unwahren Aussagen ermutigt: "Die Geschichtserinnerungsphase … begann in den 90er Jahren. Erst da waren die Zeitzeugen bereit, sich zu erinnern" 3. der im deutsch-jüdischen Dialog geäußerte Wunsch, die Altersgrenze für die Vermittlung der Themenkreise ‚Ausländer’ und ‚Juden’ weiter nach unten bis in das Kindergartenalter (!) auszudehnen. Letzterer Vorschlag mag manchen jungen Führer zum Begriff "Land der Täter" hingerissen haben, so wie auch im Internet vielfach noch die volle Wortkombination "Die Deutschen sind ein Tätervolk" zu finden ist. Dadurch ist belegt, daß mit der bildungspolitischen Deklaration des Wortes "Tätervolk" zum Unwort des Jahres nicht der Begriff selbst, sondern dessen nicht-linientreue Verwendung gemeint war. Auf diese stark alters- und empfindlichkeitsbezogene Problematik ging Martin Hohmann kürzlich in einer Presseerklärung ein: "Es wäre für junge Menschen eine verhängnisvolle Lektion, wenn sie den Eindruck gewinnen müssten, Meinungsfreiheit gelte nur für konforme Äußerungen und nur für ‚von oben approbierte’ Redner. … Mein Rat: Tiefer hängen, erstmal zuhören". Demgegenüber steht der von Bertelsmann in der Übersicht zum Deutsch-jüdischen Dialog publizierte und unkritisch übernommene Standpunkt der B’nai B’rith: "Was macht jedoch eine Wertegemeinschaft (gemeint ist die EU) … wenn in einzelnen Regionen … sich ein Echo der 30er Jahre wieder findet. Mit Blick auf diesen Diskurs sollte die Empfindlichkeit so ausgeprägt wie nur möglich sein. Diese Mechanismen mögen rechtlich fehlerhaft (!!) und problematisch sein und könnten in einzelnen Fällen sogar negative Rückwirkungen haben. Jedoch haben sich Haiders Chancen, der nächste Kanzler zu werden, gerade wegen dieser Sanktionen verringert". Doch es finden sich auch seriöse jüdische Stimmen, etwa in Form kritischer Äußerungen zur Israel-Politik, zum Zionismus und zur sogenannten ‚Israel-Lobby’ in Deutschland. Aber diese Kritik wird oft fälschlicherweise mit Äußerungen verknüpft, die für sich genommen nicht von der Hand zu weisen sind, die aber mit dem Faktum der geäußerten Kritik in keinem kausalen Zusammenhang stehen bzw. stehen können. Ein Beispiel ist die Schlussfolgerung, daß die Kritik vieler Juden an den genannten Phänomenen den "bösartigen Unfug von einer antideutschen Verschwörung des Judentums" widerlege.

Zentrales Element der offiziellen politischen Bildungsoffensive in den sog. westlichen Demokratien ist die Methode der Ausklammerung zwecks Vermittlung einseitiger Informationen, die für sich genommen durchaus zutreffend sein können. Grundlage bildet dabei die heute für alle offiziellen Medien gültige Aussage des Bilderbergers David Rockefeller von 1991 über die Washington Post, die dem bereits genannten Zitat über die ‚intellektuelle Elite’ vorausgeht: "Wir sind der Washington Post, der New York Times, dem Time Magazine und anderen großen Publikationen dankbar, deren Direktoren seit fast vierzig Jahren unseren Treffen beigewohnt und ihr Versprechen der Verschwiegenheit gehalten haben. Es wäre für uns unmöglich gewesen, unseren Plan für die Welt zu entwickeln, wenn wir während dieser Jahre dem Licht der Öffentlichkeit ausgesetzt worden wären. Inzwischen ist aber die Welt höher entwickelt und darauf vorbereitet, einer Weltregierung entgegenzugehen. Die supranationale Souveränität einer intellektuellen Elite und der Weltbanker ist mit Sicherheit der nationalen Selbstbestimmung vorzuziehen". Es müssen zahlreiche Beispiele für ‚dem Licht der Öffentlichkeit’ im Sinne Rockefellers entzogene Fakten und einseitig vermittelte Informationen durch die offiziellen Medien ins Bewusstsein gerufen werden, deren Liste umfangreich sein muß aber nicht vollständig sein kann: Ausklammerung von vollständigen und in allen darin genannten Einzelfakten belegbaren Originaltexten und Reden von Persönlichkeiten, über die feindselig berichtet wird (Schill, Möllemann, Hohmann, Ganzel); Etablierung einer einseitigen und instrumentalisierten Gedenkkultur mit Anfeindung von Gedenkveranstaltungen für andere historisch belegte Tatsachen (Streit um das Mahnmal für die Vertriebenen; das Mahnmal für die Opfer der Berliner Mauer muß entfernt werden und wurde als "historisch unwahres Disneyland" bezeichnet); Ausklammerung von Argumenten und freier Meinungsäußerung durch die Straßen besetzenden Klamauk (Berlin – bevorstehender Jahrestag des Kriegsendes); Ausklammerung von Argumenten durch Ausweisung kritisch argumentierender Ausländer unter Verwendung der Vokabeln "Hass" und "Unwahrheit" Bildungspolitische Ausklammerung wesentlicher Fakten aus der Frühgeschichte der Europäischen Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg (Joseph Retinger, Bilderberger, Economic League for European Cooperation, Finanzierung des Löwenanteils dieser Bewegung seit 1949 durch die CIA, Amerikanisches Komitee für ein Vereinigtes Europa mit seinem stellvertretenden Vorsitzenden und CIA-Direktor Allen Dulles); Ausklammerung von Berichten über Proteste und Argumente der Bürger gegen die EU-Verfassung, wobei sich die Ausklammerung auf eine offen zugegebene Bertelsmann-Prämisse stützt (Berichte über die diesjährigen Ostermärsche, Aussage der Bertelsmann-Stiftung in den ‚Venusberg-Reporten’: "Die Distanzierung des einfachen Bürgers von den Zielen der European Security and Defense Policy -ESDP, in der EU-Verfassung verankert- ist eine sehr große Gefahr"); Methode der portionierten, zeitlich gestaffelten und unmerklichen Zugabe von streng limitierten Wahrheitseinheiten mit dem Ziel der Beibehaltung des bildungspolitischen Status Quo vor Beginn dieser Wahrheitszugabe (Gedenkfeiern zwischen dem 27. Januar 2005 und heute mit nahezu vollständiger Zugabe der Erkenntnisse von Fritjof Meyer bei weiterhin bestehender Ausklammerung aus der öffentlichen Diskussion, Häufigkeitszunahme wichtiger Begriff wie "Krankheit" und "Unterernährung", kumulierend um das Ende von entsprechenden Medienberichten mit anschließend schnell folgendem Schnitt); Designtechnisch anspruchsvolle Erregung von Aufmerksamkeit über menschheitsgeschichtlich bedeutende Sachverhalte, deren vollständige Offenlegung erst für spätere Jahre angekündigt werden (Berichte über das angeblich gefundene ‚Judas-Evangelium’); Ausklammerung von Berichten über das Ausmaß der diesbezüglichen Bedeutung (gezielte Zerstörung und Plünderung großer Teile des Nationalmuseums in Bagdad mit allen Konsequenzen für eine künftige Offenlegung der babylonischen, arischen und gegen Jahwe gewandten Geschichte und damit der Wiege unserer heutigen Kultur); Ausklammerung von Informationen über die Ziele wahrer Bildungspolitik sabotierende und explizit geduldete Wirtschaftsspionage durch sog. ‚befreundete Nationen’ im Bundesland von bildungs- und regionalpolitisch ambitionierten Mitläufern und Mahnern um den Untergang und die gewaltigen Probleme Europas; fortgesetzte Anmahnung von ‚Pressefreiheit’ gegenüber Ländern außerhalb der westlichen Demokratien, etwa Russland und China, bei eigener fortgesetzter und nicht mehr zu kaschierender realpolitisch instrumentalisierter Pressezensur (z.B. Skull & Bones in Amerika, Bilderberger-Konferenzen; Originalpublikationen der Reden von angefeindeten Persönlichkeiten); Versuche der Aufwertung der sogenannten privaten, also durch Stiftungen und deren Netzwerke finanzierten Sender mittels Ausschaltung der nicht vom Markt finanzierten öffentlich-rechtlichen Sender (jüngste Behauptung der EU-Wettbewerbskommissarin, der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland verzerre den Wettbewerb und stehe daher nicht im Einklang mit dem Deutschen Grundgesetz).

Vor dem Hintergrund einer mangelhaften internationalen Bewusstwerdung der Methoden und Kernziele dieser Art von "Bildungsoffensive" besteht die ernste Gefahr, daß vom Netzwerk um CAP-Bertelsmann Aussagen verbreitet werden, die bei isolierter und geschönter Präsentation durchaus Überzeugungscharakter bei wenig informierten Person entfalten könnten. Beispiel: "Eine neue Generation und neue Stimmen wollen gehört werden. Ihnen muß eine Plattform für eine freimütige und informierte (!!) Diskussion geboten werden, die zu gewissenhafter (!!!) Reflexion und - wie zu hoffen ist - positivem Handeln führt", dies eine Aussage von Lord Weidenfeld zum Deutsch-jüdischen Dialog, welche vor dem Hintergrund der zuvor genannten Beispiele für den Fortbestand der Rockefeller-Prämisse von 1991 als Groteske zu werten ist. Gleiches gilt für die bildungspolitischen Vorgaben des Netzwerkes für den Nahen Osten, wie sie von Bertelsmann in der Schrift "Europa und der Nahe Osten" publiziert wurden. Diese Vorgaben gehen von der bewusst simplifizierenden Aussage aus, die Glaubwürdigkeit des Westens im Allgemeinen und der USA im Besonderen sei in den Ländern des nahen Ostens nicht besonders hoch". Damit wird versucht, die zugunsten Deutschlands ausfallende differenzierte Betrachtung der westlichen Länder durch die muslimischen Nationen gezielt zu nivellieren. Stattdessen wird unverholen die Notwendigkeit betont, das Image der USA und Europas durch eine "Ausgeklügelte Werbestrategie" (!) zu verbessern. Auf diesem Fundament baut sich eine "Bildungs"-Strategie für den nahen Osten auf, deren anmaßender Charakter aus dem folgenden längeren Zitat hervorgeht: "Eines der Kerngebiete für Demokratisierung und Reformen, das noch auf lange Sicht kritisch bleiben wird, ist der Aufbau von Wissenskapazität, wie sie im Arab Human Development Report hervorgehoben wird. Dieses Thema in seinen Dimensionen von Verbreitung des Wissens (Schule, Medien) und der Produktion (!!) von Wissen (Forschung und Entwicklung) wird zur politischen und ökonomischen Entwicklung und damit zur Stabilität in der Region beitragen. In diesem Kontext ist die Zusammenarbeit im Bereich Schulbildung und Human Ressources von grundlegender Bedeutung. Die Notwendigkeit zur Reform von Bildungseinrichtungen ist in den Ländern des Nahen Ostens in den Fokus der öffentlichen Debatte gerückt. In vielen Ländern zielen die Lehrpläne vor allem auf Auswendiglernen ab, und die Abschlussprüfungen dienen als wichtigster Bewertungsfaktor für die Leistung eines Schülers. Das lässt wenig Raum für Kreativität und Beteiligung, die für die Entdeckung talentierte Schüler und ihre optimale Förderung unerlässlich sind. Daher sollten die transatlantischen Partner technische Hilfsprogramme und andere Formen der Zusammenarbeit unterstützen, zum Beispiel die Ausbildung von Lehrern; die Überarbeitung von Lehrplänen entsprechend neuesten Erkenntnissen einschließlich der Einführung in die Grundsätze von Demokratie und Menschenrechten, sowie die Förderung von Berufsausbildung. Lehrer aus der Region sollten Bildungseinrichtungen in Europa und Amerika besuchen (!) und die besten Methoden beobachten; Austauschprogramme für Höhere Lehranstalten sollten eingerichtet werden. Bildung und Entwicklung von Human Ressources sind Schlüsselfaktoren für wirtschaftliche und politische Entwicklung. Die transatlantischen Partner sollten sich im Rahmen eines konsistenten und kulturell einfühlsamen (!) Ansatzes für Reformen und Demokratisierung in der Region engagieren." Immerhin bedeutet diese Publikation eine bislang maximale Abwendung von der Rockefeller-Prämisse durch deutliche Artikulation des Netzwerkes und seiner Ziele im ‚Licht der Öffentlichkeit’: Das durch den Zionismus geprägte und mit dessen Zielsetzung praktisch deckungsgleiche Netzwerk versucht, den arabischen Ländern des nahen und mittleren Ostens mit wohlwollenden Worten eine bildungspolitische Offensive und eine Werbestrategie anzukündigen ! Die wirtschaftliche Abhängigkeit und die vielfach gezielt durch Israel zerstörte Infrastruktur spielt leider eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Durchsetzbarkeit derartiger politischer Absichten. Gelingt es den Menschen des nahen und mittleren Ostens jedoch, ihre bisherige Klarsichtigkeit über alle äußeren Probleme hinweg zu bewahren und weiterhin furchtlos zu artikulieren, so bestehen gute Chancen, die gesamte Zielsetzung des hier behandelnden Netzwerkes vollends ans Tageslicht zu bringen. Ohne die Absicht der Belehrung können die Europäer den Menschen im nahen und mittleren Osten mitteilen, daß die angekündigten "bildungspolitischen Absichten" des Netzwerkes für uns nichts Neues sind und hier mit dem auf der Straße vielfach gebrauchten Begriff "Umerziehungsversuche" umschrieben werden.



Angestrebtes Bildnis von Christentum, Deutschland und Europa als Voraussetzung für die neue Weltordnung

Das Christentum ist bis heute die offiziell uneingestandene geistige Mitte und Deutschland das politische Herz Europas. Damit ist die Formung des Bildnisses von Christentum, Deutschland und Europa ein zentrales Anliegen des hier behandelten Netzwerkes als Voraussetzung für die Durchführbarkeit der von ihm verfolgten geopolitischen Strategien. Ausgangspunkt ist eine Doppelstrategie: der Versuch der weitgehenden Reduktion des Christentums auf das Judentum und der Versuch, mittels der Popularmedien zentrale Punkte der Botschaften des neuen Testamentes in Zweifel zu ziehen. Der erste Teil der Doppelstrategie und seine geopolitische Instrumentalisierung werden von dem eng mit CAP/Bertelsmann verbundenen Wolfgang Schäuble formuliert. Hinsichtlich ihrer Kausalität gibt diese Aussage aus dem Jahre 2005 das offiziell angestrebte Selbstbild der heutigen ‚christdemokratischen Politik’ treffend wieder: "Die Europäer müssen begreifen, daß die Werte des christlichen Europas auf dem Judentum basieren. Israel zu unterstützen, als einzige wirkliche Demokratie im Nahen Osten in sicheren und anerkannten Grenzen zu leben, muß deshalb ein vitales Interesse Europas sein." In den Massenmedien, vor allem in den Sendern von ZDF und Bertelsmann, sind es insbesondere die im zeitlichen Umfeld christlicher Feiertage gesendeten Berichte von angeblich neuen Erkenntnissen über das Leben Christi, gepaart mit der Schlussfolgerungen, wesentliche Abschnitte der Evangelien seien rein erfunden. Auch das Unwort "christlich-jüdische Religion" wird bereits offen verwendet. Eine weitere Differenzierung des Christentums wird in medienvermittelten Stellungnahmen vermieden, insbesondere ein vom Judentum unabhängiges christliches Selbstverständnis. So wird denn auch der neue Papst noch vor seiner Wahl in klare Schranken verwiesen: "Der nächste Pontifex maximus, wie immer er auch heißt, wird seine Ziele jedenfalls mehr am Innenleben der katholischen Kirche orientieren müssen" (redakt. Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 09.April 2005). Die Konstanz und politische Instrumentalisierung des medial verbreiteten Bildnisses des Christentums wird durch seine zeitliche Einrahmung belegt: die zahlreichen und z.T. uneingestandenen Dokumente des 19.Jahrhunderts, gipfelnd in der Aussage des Gründers der ‚Alliance Israélite Universelle’ Isaak Adolphe Crémieux: "Das Werk ist groß und heilig. Der Katholizismus, unser hundertjähriger Feind, unterliegt, auf das Haupt geschlagen … Der Tag ist nicht mehr fern, wo die Reichtümer der Erde ausschließlich den Juden gehören werden". Diplomatischer und portioniert wird der gleiche Sachverhalt in einer Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung aus dem Jahre 1997 umschrieben, die sich im Wesentlichen auf das Schuldeingeständnis der Deutschen Bischofskonferenz aus dem Jahre 1945 bezieht ("Die Kirche bekennt, auch eine sündige und der Umkehr bedürftige Kirche zu sein") und gegen Ende einen Schlüsselsatz des israelischen Dichters Elazar Benyoetz zitiert: "Rom wie Jerusalem sind nur noch über Auschwitz zu erreichen". Wer eine kritische Beschäftigung ablehnt mit dem Argument, daß insbesondere entsprechende Schriften des 19.Jahrhunderts längst als Fälschungen widerlegt seien, der verkennt, daß in dieser Frage längst eine Umkehr der Beweislast eingetreten ist: Es nicht die Pflicht des Bürgers, des Politikers und des Forschers beim Zitieren aus diesen Dokumenten deren Echtheit zu beweisen, sondern darauf hinzuweisen, daß die Weltpolitik seit Ende des 19.Jahrhunderts in die gleiche Richtung verläuft, wie sie in den Dokumenten angekündigt wird. Außerdem müssen die zahlreichen mehr als 2 Jahrtausende auseinander liegenden Formulierungen gehört und gelesen werden, die selbst offiziell unbestritten sind - Beispiele: die Aussagen im Talmud über Jesus und Maria (etwa Sabbath Fol.104b), David Ben Gurions Aussage aus dem Jahre 1962 ("In Jerusalem … wird der Sitz des obersten Gerichtshofes der Menschheit sein"), die Aussage im Talmud – Erubin 43b über den Vorabend des Sabbath ("… Elijahu kommt dann nicht, der Messias aber wohl, denn wenn der Messias kommt, sind alle Sklaven der Jisraéliten").

Vergleichbar dem einseitig instrumentalisierten Bild des Christentums wird versucht, das Bildnis Deutschlands einseitig an seine jüngere Vergangenheit und an die Sicherheitsinteressen Israels zu binden, was von der Bertelsmann-Stiftung auch als grundlegende Prämisse genannt wird. So ist die ausgeprägte Redundanz verständlich, mit der diese Prämisse von CAP/Bertelsmann in zahlreichen Schriften und in verschiedenen Zusammenhängen jeweils variiert dargelegt wird, teils als Behauptung, teils als Forderung. An einer Stelle räumt Bertelsmann der Kontrollfunktion des Deutsch-jüdischen Dialogs zur Einhaltung dieser Prämisse oberste Priorität ein: "Die Themenauswahl (des Dt.-jüd.Dialogs) folgt einem klaren Muster. Erstens steht das Geschehen in Deutschland und seine Auswirkungen auf die Beziehungen mit Juden weltweit im Mittelpunkt …". Erwartungsgemäß fehlt in dem kleinen an die Öffentlichkeit kommenden Anteil des Dialogs jeder Hinweis auf jüdische Stimmen aus Deutschland, welche die mit diesem Deutschlandbild verfolgte außenpolitische Strategie des Netzwerkes durchkreuzen, etwa Stimmen wie "Israel unterdrückt, quält, mordet". Im Gegensatz dazu werden mehrere Personen wie etwa Ignaz Bubis und Michel Friedmann ausdrücklich positiv erwähnt: "… ist es zu verdanken, daß den Teilnehmern das Verständnis der Probleme und Dilemmata der jüdischen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland ermöglicht wurde …" also eine klare Ausgangsposition mit weitreichender außenpolitischer Bedeutung: Leute wie Michel Friedmann als Berichterstatter von sicherlich nicht auf das jüdische Leben in Deutschland beschränkten innerdeutschen ‚Dilemmata’ mit allen Konsequenzen für die strategischen Planungen dieses Netzwerkes !! Teil des angestrebten einseitigen Deutschlandbildes ist ein auf die deutsche Einheit bezogenes konstruiertes Wohlwollen gegenüber Deutschland, welches seine politisch ebenso einseitige Ausrichtung stützen soll: Mehrere Hinweise auf die kühle bis feindselige Einstellung der Weltöffentlichkeit gegenüber dem wiedervereinigten Deutschland, gepaart mit dem Hinweis, daß man (Lord Weidenfeld) zur Einsicht gelangt sei, "daß ein vereintes Deutschland auch einen entscheidenden Beitrag zur Förderung der Menschenrechte in Europa und zur Förderung des Wohlstandes (!) und der Sicherheit des Staates Israel leisten kann". Die historische Bedeutung dieser Aussage ist kaum zu unterschätzen, wenn man den Einfluß des britischen Oberhauses auf die Weltpolitik zum Zeitpunkt der "2+4-Gespräche" und auf die der deutschen Einheit sich widersetzende Margaret Thatcher bedenkt. Welchen Stellenwert man der Rolle des wiedervereinigten Deutschland gibt, wird in der inzwischen tot geleierten und vom Deutsch-jüdischen Dialog dennoch übernommenen Formulierung deutlich, Deutschland sei neben den USA der wichtigste "Verbündete" Israels - eine Formulierungshülse, die in ihrer wahren Bedeutung allen Deutschen noch bestens bewusst ist im Rückblick auf die Beziehungen zur USA und zur Sowjetunion während der Zeit des kalten Krieges. Als Dank für seine "Loyalität" wird Deutschland die Beschäftigung des Deutsch-jüdischen Dialogs mit der Frage zugestanden, ob man der deutschen Geschichte "so etwas wie Normalität zurückgeben … und Raum schaffen kann für einen schlichten Patriotismus und ein bescheidenes Nationalgefühl". Abgerundet wird dieses streng eingegrenzte Deutschlandbild von der bereits erwähnten Strategie, die künftigen Generationen geistig an die föderalistischen statt nationalen Traditionen zu binden.

Das angestrebte Bildnis Europas beruht auf drei Aspekten: 1. dem Versuch der Nivellierung des nationalen und völkischen Pluralismus innerhalb der jetzigen EU, insbesondere im Hinblick auf die Politik im Nahen Osten; 2. einer quasi ahistorischen Grundsteinlegung des politischen Handelns der EU, indem das nach dem zweiten Weltkrieg propagierte Geschichtsbild kritiklos übernommen wird; 3. einer die gegenwärtige politisch-wirtschaftliche Pression Europas und insbesondere Deutschlands stützenden verbalen Nötigung der EU, daß die aus der Pression erwachsenen und in der Tat vorhandenen "gewaltigen Probleme Europas" in seiner eigenen Verantwortung liegen. Letzterer Punkt kommt exemplarisch in der bereits genannten Bertelsmann-Schrift "Europa ist erschöpft" zum Vorschein. Der erste Punkt wird exemplarisch von Wolfgang Schäuble im Deutsch-jüdischen Dialog formuliert: "… mein Eindruck ist, daß unsere Chancen zu einer gemeinsamen europäischen Politik, die den Friedensprozess im Nahen Osten fördert, gewachsen sind", sein Wunschbild von einer einzigen europäischen Stimme, das von Schäuble und den BRD-Medien bereits vor 3 Jahren instrumentalisiert und gebetsmühlenartig gegenüber den Gegnern des Irak-Krieges in emotionaler Weise angemahnt wurde mit dem Ziel, Deutschland zu einer militärischen Teilnahme am Krieg zu bewegen. Damit war Schäuble bereits damals in Deutschland das wesentliche und uneingestandene Sprachrohr der vor allem den Interessen Israels dienenden Kriegshetze. Unvergessen auch der Beitrag Paul Spiegels zur Diskussion um den Irak-Krieg, der damals Kanzler Schröder vorwarf, er sei "pauschal gegen Krieg". Ein Report des ‚Jewish Cronicle’ belegt, daß der Vorwurf an den Zionismus im Deutsch-Jüdischen Dialog zumindest formuliert wurde: Franziska Augstein erhob am 10.Jahrestag des Dialogs (2003) den Vorwurf, daß Israel einer der Haupt-Motoren des Plans für einen Irak-Krieg war und verteidigte das ‚Nein’ Deutschlands zum Irak-Krieg als eine Reflexion der Haltung des normalen Bürgers. Von der Gegenseite wurde die Befürchtung geäußert, daß der Nachkriegs-Konsensus über die Rolle Deutschlands aufzuweichen beginne, die Politik von Bush und Sharon wurde verteidigt und der "wachsende Antisemitismus" in Deutschland und Frankreich beklagt. Dieser Begriff des sogenannten "Nachkriegs-Konsensus" und damit der Zugrundelegung der westlichen Machtstrukturen nach Ende des zweiten Weltkrieges belegt den Willen zur ahistorischen Grundsteinlegung des angestrebten Europabildes, was auch in zahlreichen anderen Formulierungen und Reden um Bertelsmann zum Ausdruck kommt. Als beispielhaft kann die Rede von Kwasniewski im Deutsch-jüdischen Dialog 2002 gelten: Im Wissen um die fortbestehende Unterstützung der polnischen Positionen gegenüber Deutschland durch die Kreise um das britische Oberhaus fällt neben ersichtlich unbekümmert und blümerant vorgetragenen Statements ("Dank solcher Begegnungen und Diskussionen können wir den schwierigen aber wunderbaren Weg der Versöhnung beschreiten") auch die Aussage zum Jahrestag des Kriegsendes "Die Europäer dürfen dabei nicht dulden, daß die Fakten verfälscht und die Geschichte umgeschrieben wird. Die historische Wahrheit soll die Völker Europas nicht mehr teilen, sondern die Grundlage für ihre Zukunft sein" – eine auf der Plattform des Netzwerkes um Bertelsmann gefallene und von diesem unwidersprochen und plakativ verbreitete Aussage im Wissen um das breite Bewusstsein innerhalb Deutschlands für die polnische Geschichte zwischen den Weltkriegen, worüber an anderer Stelle bereits ausführlich eingegangen wurde. Dieses dünne Brett als Grundlage für das angestrebte Europabild und damit für die Rolle der EU bei der Durchsetzung der neuen Weltordnung offenbart sich auch bei Betrachtung der vom Netzwerk verfolgten geopolitischen Strategien.



Globalistische Strategien

Planungen und Strategien von CAP/Bertelsmann für eine EU-überschreitende globalisierte Politik lassen eine ebenso globale Vernetzung erkennen. Über die bereits dargelegte Vernetzung hinaus wurde im Februar 2005 eine Schrift mit dem Titel "Ein Pakt zwischen den USA und Europa" gemeinsam mit zwei weiteren ‚Think Tanks’, dem Londoner "Centre for European Reform" (CER) und der Washingtoner "Brookings Institution" publiziert. Der Pakt kreist inhaltlich um den von Bertelsmann unkritisch übernommenen Begriff des "Terrorismus", was bereits Ende 2004 zur Forderung des CAP nach einem Zugriffsrechts der EU auf alle Informationen von "diversen Instituten" der Mitgliedsstaaten geführt hat. Im Pakt finden sich erwartungsgemäße Statements über die unbedingte Notwendigkeit des transatlantischen Bündnisses zum "Aufbau einer besseren Welt". Auch hinsichtlich seiner Anmaßung und Deckungsgleichheit mit zionistischen Interessen ist der Pakt nicht erstaunlich. So wird etwa die in der libanesischen Regierung und Infrastruktur verankerte Hisbollah als "Terroristen-Gruppe" bezeichnet, vom Kampf gegen Terrorismus und Verbreitung von Massenvernichtungswaffen ist die Rede, ebenso von Sanktionsmaßnahmen gegen die sudanesische Regierung, die von USA und EU notfalls gegen den Willen der UN durchgesetzt werden sollen. Aufschlussreicher ist die Betrachtung von Profil und Vernetzung der beiden anderen beteiligten Institute. Diese publizieren auf ihrer jeweiligen Website eine mit derjenigen des CAP nahezu identische Zielsetzung, die im Falle des Londoner Instituts auch in polnischer Sprache erscheint. Das Londoner Institut kooperiert wiederum mit dem Wiener "Institut für die Wissenschaften vom Menschen", welches bereits 2002 das Forum bot für Lord Weidenfeld und den Leiter des CER, Charles Grant, zur Durchführung des Symposiums "Europäische Erweiterung und die Zukunft der europäischen Institutionen". Bestätigt durch den Auftritt Kwasniewskis beim Deutsch-jüdischen Dialog ist die Verbindung von CAP/Bertelsmann und CER im Wesentlichen Ausdruck des Fortbestehens der bald 100 Jahre alten Achse London-Warschau, welche die polnische Verantwortung für die Historie bisher nicht nur ausklammert, sondern sie ins Gegenteil verkehrt und in die politischen Notwendigkeiten im Sinne des Netzwerkes einzubinden versucht, wie auf dem Forum 2002 geschehen. Auch in der Vergangenheit ist das CER durch eine die amerikanischen Neo-Cons stützenden, teilweise sogar darüber hinausgehenden Rhetorik hervorgetreten. Im Februar 2003 hieß es hinsichtlich des Widerstandes der Achse Frankreich-Deutschland-Rußland: "Europa kann und sollte sich besser verhalten". Es wurde empfohlen, daß die Regierungschefs der EU "von jetzt an, wenn sie unterschiedlicher Meinung sind, im Privaten und nicht in der Öffentlichkeit argumentieren". Zusätzlich wird im gleichen Artikel über die Irak-Krise der EU geraten, seine Partnerschaft mit Israel auszubauen und eine "stärkere Teilnahme Israels an der EU-Politik zuzulassen" !! Dieses Selbstporträt des CER wird abgerundet durch häufige geschmacklos-sarkastische Kommentare in großen Tageszeitungen, etwa der ‚Financial Times’: "Ein Militärplan um Europa in zwei Stücke zu teilen" – gemeint ist das sogenannte alte und neue Europa nach Rumsfeld’scher Definition.

Die seit 90 Jahren bestehende Washingtoner Brookings Institution ist ein Organ der amerikanischen demokratischen Partei und hatte in der jüdischen Welt trotz Vernetzung mit ‚Kissinger Associates’ und B’nai B’rith den Ruf, die Interessen Israels "insuffizient" zu vertreten. Dies führte in den 80er Jahren im Zuge weltweiter Proteste wegen des Vorgehen Israels im Libanon zur Gründung des "American Israel Public Affairs Committee" (AIPAC), das letztlich als die Außenstelle von Scharons Likud-Partei innerhalb der US-amerikanischen Politik fungiert und seitdem zu den einflussreichsten "Druckorganisationen" auf diese Politik gehört, neben der Anti-Defamation-League der B’nai B’rith und dem "American Enterprise Institute" um die Neo-Cons Wolfowitz, Wurmser und Perle. Der israelisch-amerikanische Doppelstaatsbürger Haim Saban führt bei AIPAC das "Saban National Political Leadership Training Seminar" durch, das gleichzeitig der Rekrutierung und Ausbildung von "Pro-Israel-Leaders" (der Begriff stammt von AIPAC selbst) dient und an zahlreichen Hochschulen aktiv ist. Deren Aufgabe wiederum ist u.a. gezielte Agitation im Sinne Israels und gegen diesbezüglich kritische Hochschultendenzen. So berichtete die New Yorker Zeitung "Jewish Week" im Jahre 2003 stolz über die Aktivitäten einer Studentin und AIPAC-Mitarbeitern an der als "Epizentrum anti-israelischer Agitation" bezeichneten Berkeley-Universität in Kalifornien. Der gleiche Haim Saban ist im Besitz der deutschen Pro7/Sat1 Media AG und damit als Verbindungsmann zwischen Hollywood, Axel Springer und deutschem Fernsehen der mächtigste Leiter im bundesdeutschen Privatfernsehen. Er telefoniert nach eigenen Angaben oft stundenlang mit Ariel Sharon, hatte die britische BBC wegen einer "pro-arabischen Haltung" gerügt und nach Al Gores unerwarteter Niederlage im Jahre 2000 große Anteile der Brookings Institution erworben, zu deren Kuratorium er jetzt gehört. In der Ära G.W.Bush sind keine Berichte mehr über Klagen wegen "insuffizienter Unterstützung" Israels durch die Brookings Institution bekannt geworden. Exemplarisch an den Beispielen Brookings, Bertelsmann und Skull & Bones belegbar findet somit auf breiter Ebene eine entsprechende und durch die Hochfinanz gestützte Instrumentalisierung von zahlreichen Institutionen und "Vereinigungen" statt, die ehemals zwar nicht judenfeindlich, aber dennoch nicht den jüdisch-israelischen Interessen bedingungslos ergeben waren.

Das AIPAC selbst ‚betreut’ unter Führung des Hauptlobbyisten Douglas Bloomfield das Repräsentantenhaus und den Senat. Die Homepage des AIPAC, aufgemacht im Stile der Seite einer Zentralregierung, stellt das Institut mit einem Zitat der NY Times vor: "Die wichtigste Organisation hinsichtlich der Beziehungen Amerikas zu Israel". Zu den ehrgeizig formulierten Zielen zählt die Verteidigung Jerusalems als Hauptstadt Israels (!!) und parallel zu den Zielen des Münchner CAP der Aufbau einer "neuen Generation der Pro-Israel-Leaders". Zu den auf der Homepage zitierten Persönlichkeiten mit lobenden Worten für das AIPAC zählen: G.W.Bush, Powell (der in einer Rede vor dem AIPAC im März 2003 verkündete, nun würden die auch Israel bedrohenden Massenvernichtungswaffen zerstört werden), Peres, Rabin, Wiesel, Barak, Clinton, Gore, Lieberman und Netanyahu. Die aufschlussreichste Lobesrede stammt von Ariel Sharon selbst, denn sie lässt die direkte Verflechtung von Likud und AIPAC nicht erahnen: "… in dieser bedrohlichen Stunde brauchen wir Dich (das AIPAC) mehr als je zuvor. Du hilfst die Freundschaft zwischen Amerika und Israel zu vertiefen." Noch im Oktober 2004 wurde vom AIPAC übereinstimmend mit Rice, Holbrooke, Bush und Kerry das Statement publiziert, Präsident Arafat müsse weiterhin isoliert werden, 2 Monate nachdem Rice vom FBI über Spionagevorwürfe gegen das AIPAC informiert und die Anklage nach einer beispiellosen Hetzkampagne von AIPAC ("Die gesamte Existenz der amerikanisch-israelischen Beziehungen ist bedroht") schnell wieder fallen gelassen wurde. Die neuesten Aktivitäten (Stand 22.April 2005) demonstrieren eindrucksvoll, wie das AIPAC im Wesentlichen auf Finanzbasis operiert: Versuch der Durchsetzung einer Übereinkunft im Senat für einen "verstärkten Druck" auf den Iran, wofür auf der Website stolz die Beteilung von 15 Co-Sponsoren verkündet wird. Als Hauptziele werden die "Finanzierung von demokratischen Kräften im Iran" und das "Abwürgen von potentiell für die Kernenergie verwendbaren Finanzmitteln" angegeben. Seit der AIPAC-Gründung wurde in den USA vielfach der Vorwurf der Unfähigkeit der verantwortlichen amerikanischen Politiker zu einer Trennung der national-amerikanischen von national-israelischen und jüdischen Interessen geäußert. Daß dies nicht aus der Luft gegriffen wurde, zeigt eine von der israelischen Zeitung "Maarev" zitierte Aussage des Washingtoner Rabbiners Adat Yesrael aus dem Jahre 1994: "Zum ersten mal fühlen wir uns nicht mehr in der Diaspora, weil die amerikanische Regierung keine Gojim-Regierung mehr ist, und die Juden spielen die Hauptrolle bei allen Beschlüssen auf allen Ebenen. Deshalb werden wir das Wort Gojim (= "Nichtjude"), wie es in der Jüdischen Religion vorgeschrieben ist, nicht mehr verwenden". Der Kreis zu Europa und CAP/Bertelsmann schließt sich über Lord Weidenfeld durch seine bereits erwähnte Behauptung, die Rede von der mächtigen jüdischen Lobby in den USA sei ein Mythos, über die EU-Verfassung mit ihren klaren militaristischen Zielen im Interesse Israels (ausführlich wurde über den Komplex Bertelsmann, Venusberg-Report, EU-Verfassung an anderer Stelle berichtet) und über eindeutige Stimmen aus Tel Aviv im Rahmen des Deutsch-jüdischen Dialoges ("Wir vertrauen darauf und erwarten auch, daß Deutschland … weiterhin seine positive Rolle im Hinblick auf Israel und das jüdische Volk wahrnehmen wird"). Die von Schäuble an mehreren Stellen wiederholte Aussage von der globalen Vernetzung dieser Position in der sogenannten "atlantischen Wertegemeinschaft" verdeutlicht, daß über scheinbare äußere Grenzen von Institutionen und Nationen hinweg eine Gleichschaltung dieses Anspruches erfolgt ist. So ist auch die Koordination der in diesem Sinne beschlossenen realpolitischen Maßnahmen durch die bekannte Bilderberger-Gruppe auf die "atlantische Gemeinschaft" beschränkt unter Ausklammerung von Politikern aus Afrika, Asien, Lateinamerika und dem mittleren Osten.

Angesichts der globalen Interessensvernetzungen ist die nahezu unterschiedslose und auf den nahen Osten zentrierte Zielsetzung der größeren Think-Tanks und anderer Machtorganisationen, reflektiert durch die offiziellen Verlautbarungen und Medienberichte, nicht mehr erstaunlich. In diesem Rahmen ist die Selbstintegration von CAP/Bertelsmann in diese unterschiedslose globalistische Machtstruktur nicht nur Voraussetzung für die Schaffung der neuen Weltordnung sondern das eigentliche Ziel des europäischen Kerns des Netzwerkes mit Hauptaugenmerk auf die Dominanz über die bundesdeutsche Außen- und Sicherheitspolitik. So kann es an dieser Stelle genügen, zu den aktuellen geopolitischen Begebenheiten Details beizusteuern, die möglicherweise nicht allgemein bekannt sind. Gegenüber Israel ist die Eindeutigkeit der Strategien von CAP/Bertelsmann an zahlreichen Sachverhalten belegbar: die Verteidigung der Ermordung Yassins durch Lord Weidenfeld im britischen Oberhaus mit dem Hinweis "warum will man den Menschen Israels das Grundrecht auf Selbstverteidigung verweigern?" Dialog zur islamischen Seite hin wird nur mit "gemäßigten Islamisten" gewünscht; von Chancen nach dem Tode Arafats ist die Rede, von den Chancen für die EU "als ehrlicher Makler im nahen Osten aufzutreten" und von Israel als einziger Demokratie im nahen Osten (dabei die Selbstvernetzung von CAP/Bertelsmann, die Erkenntnisse Mordechai Vanunus, seiner aktuell anhaltenden "Behandlung" durch Israel und das Problem der Bedrohung der Welt durch die Atommacht Israel ausklammernd); zahlreiche Stimmen im Deutsch-jüdischen Dialog, die zusammen mit der dargelegten Vernetzung und den eindeutigen Zielen der EU-Verfassung die Worte von Miguel Moratinos belegen: "Die EU will eine strategische Partnerschaft mit Israel gründen" - gemeint ist die EU-Verfassung; bis heute strenge Ausklammerung der die militärischen Ziele dieser Verfassung anprangernden Argumente aus der öffentlichen Berichterstattung. So liegt das Argument von der militärischen Beteiligung Deutschlands im Nahen Osten bereits auf dem Tisch: durch den deutschen Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses General Kujat, mit der Begründung, die deutsche Geschichte sei hierfür kein Hindernis sondern geradezu eine Herausforderung dazu! Zum Libanon wird bereits 2003 in einer Schrift mit der hintergründigen Bezeichnung ‚Bertelsmann Transformation Index’ über mittelfristig zu lösende "strategische Schlüsselaufgaben der demokratischen und marktwirtschaftlichen Reformen" aus der Sicht von Bertelsmann referiert. Es heißt: "Die gesellschaftliche Kritik an der Dominanz Syriens nimmt zwar zu, jedoch ist die (libanesische) Regierung bislang noch nicht bereit, in eine offene Konfrontation zu treten". Wie diese libanesische Kritik an Syrien aussieht, wurde vom Netzwerk nach dem Mord an Hariri demonstriert: die mit riesigen farbigen Druckerflächen in Szene gesetzten Demonstranten, dagegen weitgehend klein gedruckt wiedergegebenen: die ungleich größeren Demonstrationen der Libanesen für Syrien und die Hisbollah und gegen Israel. Unter Verwendung typisch neoliberaler Begriffe heißt es im Kapitel ‚Ausblick’ des Bertelsmann Transformations-Index 2003 weiter: "Es ist zumindest fraglich, ob die wirtschaftliche Expansions- Privatisierungs- und Liberalisierungspolitik des vierten Kabinetts von Rafiq Hariri diese Aufgaben wird lösen können". Es gibt viele weiter Belege dafür, daß die Nahost-Politik des globalen Netzwerkes keine echte Friedensinitiative sondern eine Polarisierung zugunsten Israels darstellt: die gemäß der Rockefeller-Doktrin berichtende ‚Washington Post’, der Mord an Hariri "zeige, daß die Syrer weiterhin ungestraft handeln" das seit der Lavon-Affäre von 1953 bisher von der öffentlichen Diskussion ferngehaltene Thema ‚Mord mit konsekutiver Beschuldigung Dritter als Mittel der Politik westlicher Staaten’; der gezielte Aufbau von Spannungen zwischen dem alten Europa und der arabischen Welt (als den beiden während der Irak-Kriese zusammenstehenden Machtblöcken) durch Berichterstattung der kontrollierten Medien und nötigende EU-Maßnahmen – Beispiel: Aktivität und Aussagen der Finanzkontrolleure der EU in den palästinensischen Autonomiegebieten bzgl. der Verwendung der EU-Mittel durch Arafats; die Nötigung Deutschlands durch antideutsche Aktivitäten – Beispiel: Berichte in der selbst den Begriff ‚antideutsch’ verwendenden Presse, von den Nachfolgern Arafats sei kein Frieden zu erwarten, sondern es gehe weiter um die Zerstörung Israels (gemeint ist u.a. der der Kollaboration mit Israel verdächtigte Abbas); unverminderter Druck gegenüber den bereits kontrollierten deutschen Medien – Beispiel: Friedmanns Behauptung, es werde "einseitig" über Israel berichtet.

Die seit dem Tag des Kriegsbeginns im Irak im Jahre 2003 offensichtlich gewordene Absicht einer gezielten Ambivalenz des Verhältnisses Europa – USA wird auch durch das beschriebene Netzwerk verfolgt. Einerseits klare Unterwürfigkeits-Bekenntnisse: das Wort Joschka Fischers auf der Konferenz der rassistischen, weil keine Afrikaner, Asiaten, Lateinamerikaner oder Bewohner des mittleren Ostens aufnehmenden ‚Bilderberger’ 2003 ("wir brauchen die moralische Führungsrolle der USA"); Werbung für den Schulterschluss zwischen USA und EU gegen den Iran in der Bertelsmann-Schrift "Europa und der Nahe Osten" die Aussage, Russlands Annäherung an Syrien und Iran führe den US-Kriegsplänen Schaden zu; offene Zusammenarbeit zwischen Iraner Kommunisten und B’nai B’rith auf deutschem Boden gegen die Iranische Regierung; der Wille von CAP/Bertelsmann, zugunsten Israels den israelisch-arabischen Konflikt nicht mit dem Komplex ‚Irak’ zu verknüpfen; die Behauptung, Europa trage Verantwortung für die ‚Stabilität’ (soll heißen, für den durch das Netzwerk und Skull & Bones machtpolitisch geschaffenen Status Quo) im Irak mit Hinweis auf die für Europa bedeutsamen Ölvorräte. Andererseits wird der Spalt zwischen USA und Europa offen gepflegt: Von gleicher Seite, welche den Deutschland-Besuch von G.W.Bush mit vorbereitete, begleitete und auf dem Besuch die "Young-Leaders" vorstellte wird oberlehrerhaft von "inszenierter transatlantischer Freundschaft" gesprochen. An anderer Stelle wird mit Hinblick auf Iran und China angemerkt, daß die transatlantischen Beziehungen im Jahre 2005 einen bislang nicht gekannten Tiefpunkt erreichen könnten. Die Instrumentalisierung dieses gepflegten ambivalenten Verältnisses wird in der Ehrung des vielfach vernetzten Staatssekretärs a.D. Dr. Walther Stützle durch CAP/Bertelsmann 2003 deutlich: In seinem zu diesem Anlaß gehaltenen Festvortrag "Die Architektur der internationalen Beziehungen nach dem Krieg im Irak" führte er gemäß einem Bericht des CAP aus, daß die militärische Macht der USA noch nie so stark gewesen sei wie heute, das politische Vertrauen in die Supermacht aber so schwach wie nie zuvor. Als zentrale Schlussfolgerung nennt er die Konsequenz, dass Europa militärisch und verteidigungspolitisch handlungsfähig werden müsse, um seine Sicherheit in eigener Verantwortung und mit eigenen militärischen Strukturen sinnvoll organisieren zu können. Der Aufbau einer europäischen Streitmacht sei dabei unumgänglich. Man könnte ergänzen, daß das erwähnte schwache Vertrauen in die USA aus Sicht des Netzwerkes natürlich real ist angesichts des zunehmenden Aufwachens der US-Bevölkerung und der zunehmend notwendig gewordenen institutionellen Pression der US-Politik zugunsten Israels einschl. des zweifachen Wahlbetrugs von 2000 (Florida) und 2004 (Skull & Bones). Es ist nicht erstaunlich, daß das Netzwerk durchaus gegen die USA agieren kann, wenn dies im Sinne ihres eigentlichen geistigen Zentrums ist – Beispiel: die 2001 vom Bertelsmann-Verlag publizierten Enthüllungen über den US-Geheimdienst NSA und das von Israel zerstörte Abhörschiff ‚Liberty’. Im Vorwort des Bertelsmann-Verlages heißt es zu diesem bislang offen US-patriotisch und damit potentiell auch gegen Israel agierenden Geheimdienst: "Wer soll eine Organisation kontrollieren, die auf dem Weg zum Quantencomputer und zum bakteriellen Chip ist, sich dabei aber zur Geheimgesellschaft erklärt?". Den Bush-Besuch begleitend wird auch in der deutschen Presse die Militärtrommel gerührt, freilich eine angebliche Führungsrolle der USA gegenüber Deutschland herbeiredend – Beispiel: redaktioneller Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 04.Februar 2005: "Bundeskanzler Schröder wird Bush plausibel erklären müssen, wie er sich künftig ein differenziertes Handeln Berlins und seiner Streitkräfte (Formulierung !) vorstellt …". Die gleiche Zeitung berichtete am 01.April 2005 in einem unkommentierten Kurzartikel über den endgültigen geistigen Abschluss der Bush-Regierung mit dem Komplex "Irak-Massenvernichtungswaffen" nebst dem Kunstgriff der Folgerung der unbedingten Notwendigkeit der Fortführung ihrer Politik. Dieser allein aufgrund seiner fehlenden journalistischen Aufarbeitung aufschlussreiche Kurzartikel wird daher im Folgenden vollständig wiedergegeben: "Schärfste Kritik an der Arbeit der US-Geheimdienste vor dem Irak-Krieg hat eine von Präsident George W.Bush eingesetzte Kommission geübt. Amerikas Spionagebehörden hätten bei fast allen Einschätzungen zum Thema Massenvernichtungswaffen ‚völlig falsch gelegen’, heißt es in einem Bericht. Das Gremium warnte zugleich, dass die USA ‚Besorgnis erregend wenig’ über Waffen und Bedrohungen durch andere Staaten wüssten". Also: Das Fehlen von Massenvernichtungswaffen im Irak wird von Bush praktisch zugegeben, keine Entschuldigungen, durch westliche Presse und Denkfabriken unkommentierte Ankündigung der Fortsetzung der Bush-Politik gegenüber Syrien und Iran mit den gleichen Mitteln, insbesondere mittels des Vorwurfs der Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen. Die Schuld an der Ermordung der Geisel Guiliana Sgrena freilich wird Italien zugeschrieben, auch hier keine Entschuldigung als Fortsetzung der seit Indianerausrottung und Hiroshima beibehaltenen und auch offen formulierten Prämisse ‚Statt Entschuldigung: Wiederholung bei Notwendigkeit’. Im Sinne der hier dargelegten Sachverhalte arbeitet CAP/Bertelsmann auf einen Schulterschluss zwischen der EU und den USA hin !! Daß die USA mit Sicherheit versuchen wird diese Politik fortzusetzen, zeigt auch die Neugründung des ‚Committee on the Present Danger’, das auf seiner Homepage gleich unter dem Namen formuliert: "Dem Sieg im Krieg gegen den Terrorismus gewidmet". Zum Iran heißt es u.a.: "Khamenei sollte verstehen, daß wenn er seine nukleare Entwicklung nicht stoppt, dann behalten wir und andere uns das Recht vor, seine nuklearen Möglichkeiten lahmzulegen". Dieses bereits in den 50er und 70er Jahren gegen die Sowjetunion aktive Kommittee ist heute im Sinne der globalistischen Gleichmache aktiv und vereinigt Persönlichkeiten des CIA, der Bilderberger und anderer bekannter Weltmächte quasi unter einem Dach: Kyl, Lieberman, Schultz, Woolsey – womit sich weltpolitisch der Kreis zur Ukraine schließt.

Beim Thema ‚Ukraine’ ist zusätzlich zur bereits in der Einführung dargelegten Aktivität von Bertelsmann an die bereits von Dezember 1999 bis Mai 2001 existierende Regierung unter Juschtschenko-Timoschenko-Tarasyuk zu erinnern und an ihre grundsätzlich anderen Vorzeichen, die sie vor ihrer Bearbeitung durch Albright-Woolsey-CIA vorgab. Laut Bericht des ‚Eastern Economist’ forderte bereits 1999 der Präsident des ‚All-Ukrainian Jewish Congress’, Rabinovich, den Aufbau einer "wirklichen Demokratie in der Ukraine mit starker und einflussreicher jüdischer Komponente". Die entsprechenden Aktivitäten blieben in der ukrainischen Öffentlichkeit nicht ohne Folgen, so daß auf Initiative des anschließend international gemiedenen Medienmannes Ihor Slissarenko ein Statement in der akademischen Zeitung ‚Personnel Plus’ veröffentlicht wurde, in der die Aktionen der NATO auf dem Balkan und die "gefährlichen Aktionen des Internationalen Zionismus, nicht nur gegen die arabische Welt, sondern gegen anderen Regionen und Kontinente" verurteilt wurden. Zu den Mitunterzeichnern gehörten neben vielen hohen Persönlichkeiten der damalige und heutige Präsident der Ukraine, Viktor Juschtschenko, sowie der damalige und heutige Außenminister Boris Tarasyuk. Hierüber berichtete die ‚National Conference on Sovjet Jewery’ (NCS) im Jahre 2002. Prompt wurde von Bertelsmann im Jahre 2003 die sogenannte ‚European Neighbourhood Policy’ (ENP) lanciert, wobei es sich um eine außenpolitische Vorgabe für die EU-Politik gegenüber Ukraine, Weißrussland und Moldawien handelt mit kaum verhülltem bindenden Charakter. Dieser bindende und imperative Charakter wird von der Bertelsmann-Stiftung in der Schrift "Europa und der Nahe Osten" bestätigt. Es heißt: "Die EU-Nachbarschaftspolitik (ENP) … ist ein neues Instrument, das parallel zu den bereits existierenden Systemen (Formulierung !) versucht, einen Ring von stabilen und prosperierenden (!!) Staaten rund um die EU zu bilden". Im Mai 2004, also noch zur Zeit der Regierungsverantwortung durch Janukowitsch, fand in der ukrainischen Stadt Lviv der "Ukrainisch-Polnisch-Deutsch-Jüdische Dialog" unter Mitwirkung von Boris Tarasyuk, Rita Süssmuth und der B’nai B’rith (Shlomo Avineri) statt. Der vorläufige Ausgang all dieser Bemühungen ist bekannt, der ehemalige Unterzeichner des Personnel Plus-Statements, Boris Tarasyuk, hatte sich dafür im Rahmen des Deutsch-jüdischen Dialogs bei Bertelsmann bedankt - schließlich hatte das CAP bereits im Dezember 2004, also bei noch weitgehender Offenheit des Machtkampfes in der Ukraine, verlauten lassen: "So steht schon heute praktisch fest, daß die Ukraine (der EU) beitreten wird".

Ähnlich dem gepflegt ambivalenten Verhältnis EU – USA wird hinsichtlich des Verhältnisses EU – Türkei eine doppelschichtige Strategie betrieben. Vor dem Beschluss zur Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei wurde der Beitrittsautomatismus im Sinne der Weltmächtigen ebenso vehement geleugnet wie nötigend durchgesetzt. Im Januar 2004 sagte Joschka Fischer auf dem internationalen Bertelsmann-Forum, daß wenn Europa sein Versprechen nicht einhalte, werde es einen hohen Preis dafür bezahlen müssen. Zu dieser Zeit keine kritischen Stimmen von Seiten der Denkfabriken, kein wissenschaftlicher Sachverstand weist in diesem Zusammenhang auf das Missverständnis (besser: den Missbrauch) hinsichtlich der Verwendung des Begriffs "Versprechen" hin, obwohl längst breit in der Gesellschaft bekannt war, daß sich diese Zusage aus den 60er Jahren auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der EG und der Türkei und nicht auf eine politische Union bezieht. Nach dem Oktober 2004 dann plötzlich kritische Stimmen, freilich aus anderen Beweggründen als bei der breiten europäischen Bevölkerungsmehrheit. Einerseits wird von antideutschen Medien auf den "latenten Antisemitismus" in der Türkei hingewiesen und es wird als Bedrohung empfunden, daß Erdogan die Tötung von Scheich Yassin als "Staatsterrorismus" bezeichnet hatte. Gepaart wird dies mit haarsträubenden Behauptungen über die Absichten der "Deutsch dominierten EU": sie fördere den Türkeibeitritt, weil ihr Israel als wichtigstes Stabilitätshindernis gelte – also: Unterstellung niederer Absichten an die Adresse der genötigten europäischen Nationen. Auch von anderer Seite wird der für zionistisch-strategische Interessen wichtige und nötigend durchgesetzte Türkeibeschluss zum Anlaß für Vorwürfe gegen das genötigte Europa genommen. Zu den bereits genannten Aussagen über Untergang, fehlende Konzepte und darüber daß Europa vielleicht noch eine Chance habe gesellt sich das an mehreren Stellen klar formulierte nächste Ziel dieser zeitlich gestaffelten Strategie: "Die Achillesferse Europas ist … das Fehlen einer strategisch denkenden Elite". Über die Frage ‚Bauwerk oder Verschwörungstheorie?’ erhaben ist daher die Erkenntnis über den zeitlichen Ablauf der Ereignisse: Nötigung Europas zur eigenen Endgrenzung in Zeiten eines ebenso nötigend durchgesetzten wirtschaftlichen Niedergangs und zunehmender ethnischer und religiöser Probleme; damit Schaffung der Voraussetzungen zur Einforderung einer als "stabilisierend" angesehenen geistigen Elite Europas, die weltpolitisch bereits am Wirken ist – nach 2500 Jahren also die offene Bestätigung von Platos Bild der Demokratie: "Jede Demokratie wird mit Naturnotwendigkeit eine Oligarchie und jede Oligarchie eine Plutokratie: der Korruption und der Prostitution schutzlos ausgeliefert".

Als wichtige Grundlage für die Durchsetzbarkeit der globalistischen Strategien wurde auch im letzten halben Jahr versucht, den geistig-politisch-wirtschaftlichen Abbau Kerneuropas fortzusetzen, womit die aus dem Netzwerk hervorgehende ‚geistige Elite’ und ihre Handlungsfähigkeit stärker von dem übrigen Teil der Bevölkerung abgesetzt werden soll: Fortgesetzte mediale Inszenierung von kleingeistigen Disputen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen wider besseres Wissen um die wahren Hintergründe – dabei gezielte emotionale Inanspruchnahme der Bevölkerung (Müntefering, Gewerkschaften, Arbeitgeber, Beleidigung von Arbeitslosen: "Geht es uns noch nicht schlecht genug?" – redaktioneller Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 30.März 2005); Nötigende Durchsetzung des digitalen Fernsehens in allen Haushalten und damit Anschluß nahezu jedes Haushalts an die bisher nicht breit bekannten Propagandasender der großen Fernsehstationen; Vorführung, Demontage und Beleidigung von bisher willig dem Netzwerk ergebenen Persönlichkeiten zwecks Erhöhung der Chancen eines im atlantischen Sinne förderlichen nationalen Regierungswechsels – hierfür Verwendung von weltpolitisch vergleichsweise wenig relevanten Anlässen (Fischer live im Propagandasender Phoenix, breit gestreute Informationen über seine angeblich gesunkene Popularitätsskala, Degradierung der Bevölkerung zu Gaffern, Titanic 4/2005: "Halt durch, Arschloch" - eine Situation, die jedem passieren wird, der sich mit dem Netzwerk einlässt und irgendwann seine Schuldigkeit getan hat); Fortgesetzte Nötigung der Opfer von feindlicher Übernahme und derer, die sich dieser entgegengestellt hatten durch diejenigen, welche die feindliche Übernahme gefördert hatten (Vodafone/Mannesmann) – hierbei zunehmende Verwendung von moralisch-ethischen Begriffen ("Abenteuer Meinungsfreiheit", "Ehrlichkeit", "Friede", "Gerechtigkeit", "gesamtgesellschaftliches Augenmaß" und "verlorenes Vertrauen der Bürger in den Staat" – redaktioneller Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 06.April 2005); breite antideutsch motivierte Beleidigung Deutschlands und Europas als Folge von ebenso nötigend eingeforderten weltpolitischen Diensten (s.a. Türkeibeschluß, Erwartungen des Netzwerkes an Europa zur Kosovo-Politik, Krieg in Jugoslawien, auch nach Deutschlands Widerstand gegen den Irak-Krieg Verbreitung des Bildes von Deutschland als dem größten Kriegstreiber in Europa).

Eine besonders schlimme Entwicklung des letzten Jahres ist die medial sichtlich geförderte Etablierung der sogenannten Hedge-Fonds in der deutschen Finanzwelt, begleitet von Überschriften wie "Die Deutschland AG ist in Auflösung begriffen". Es handelt sich um supranational genutzte ‚Zocker’-Fonds, die besonders von bevorstehenden Fusionen oder Übernahmen profitieren, an deren Entwicklung die Fond-Anleger selbst beteiligt sein können (Beispiel: Vodaphone/Mannesmann 1999/2000). Initiiert wurde diese Entwicklung 1998 durch die damals illegale und trotzdem von Robert Rubin und Alan Greenspan (Council of Foreign Relations, Bilderberger) durchgesetzte Fusion von Travelers Insurance und Citibank zur weltgrößten Bank, der Citigroup, die in der Folgezeit einen Großteil ihrer Aktivitäten auf Hedge-Fonds aufbaute. Nachträglich abgesegnet wurde die freie Handhabe der Hedge-Fonds (engl. hedge = ausweichen, behindern, versperren) durch den im November 1999 verabschiedeten Financial Modernization Act, welcher das seinerzeit zur Verhinderung von Korruption und Finanzmanipulation durch Roosevelt in Kraft gesetzte Glass-Steagall Gesetz von 1933 endgültig ablöst. Geschichtlich sei angemerkt, daß die Citibank in den 20er Jahren Investoren zum Kauf von Aktien zu inflationären Preisen überredete und der Börsencrash von 1929 sowie die anschließenden Gegenmaßnahmen bis hin zum Glass-Steagall-Gesetz maßgeblich auf diese Aktivitäten der Citibank zurückzuführen waren, der gleichen Bank also, die jetzt in Form der Citigroup von der Ablösung dieses Gesetzes profitiert und wie bereits in den 20er Jahren (auch in Deutschland) in den aktuellen Schlagzeilen ist: wegen unseriöser Kreditwerbung gegenüber der jungen Generation und wegen der Manipulation der Kurse europäischer Staatsanleihen. Letztere Aktivität wurde von den obersten Bankern der Citigroup selbst als "Operation Dr. Evil" bezeichnet, aus dem sichergestellten e-mail-Verkehr der Beteiligten wurde bekannt, daß es darum gehe "einige der kleineren Händler zu killen". Die deutsche Staatsanwaltschaft verzichtete auf die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Temporär bekam die Citigroup wegen dieser international angewandten Praktiken Schelte durch die internationale Notenbank, genau deren Aufsichtsmacht wird jedoch durch den Financial Modernization Act wesentlich geschwächt. Effektiv bedeutet diese Entwicklung die absolute Finanzmacht für Wall Street und Citigroup, die durch offen unkontrollierte Machenschaften ausländische, vor allem europäische und japanische Konkurrenten ausschalten, übernehmen, günstigstenfalls aber mit einem politisch gefügig gemachten Club einzelner Banken eine strategische Allianz bilden können. So ist eine mögliche Übernahme der Deutschen Bank durch die Citigroup erneut Gegenstand aktueller Spekulationen geworden. 2004 trat das neue Investmentgesetz in Kraft, wonach die Auflegung von Hedge-Fonds auch in Deutschland erlaubt ist - der Kreis zu den Geschehnissen und Machenschaften der späten 20er Jahre und all ihren weltpolitischen Folgen schließt sich, eine die aktuellen Geschehnisse einschließende gründliche Revision der Geschichte anmahnend! Wer einen Anstoß hierzu benötigt, der findet diesen in Form einer Überschrift in Lord Weidenfelds "Welt am Sonntag" vom 13.März 2005: "US-Fonds bedrängen die Deutschland AG – Aggressive ausländische Investoren greifen im deutschen Management durch. Das wurde aber auch Zeit".



Adressaten

Wer bis jetzt noch nicht der Überzeugung ist, daß auf die Gesamtheit der angesprochenen und nachprüfbaren Sachverhalte reagiert werden muß, der sollte nicht weiter lesen. Jedem anderen Leser wird bewusst sein, daß bereits die Erkenntnis des angesprochenen vernetzten Weltgeschehens, die gezielte Verbreitung dieser Erkenntnis und ihre reflektierte Anwendung im Rahmen der täglichen Pflichten und Verrichtungen den eigentlichen Kern seiner Strategie bilden werden. Nichts wird vom Netzwerk mehr gefürchtet, als die der Absicht zur Elitenbildung entgegen gesetzte Tendenz der breiter werdenden informierten Weltbevölkerung und der ebenso breit sich durchsetzenden Erkenntnis, daß global vertretene Ansichten über die tatsächlichen weltpolitischen Machtverhältnisse belegbar geworden sind und außerhalb jeder Spekulation stehen. Es sollte also ein zusätzlicher Ansporn sein, daß der informierte Leser bei seinen Reaktionen nicht bei Null anfängt. Wie reell die Angst des Netzwerkes ist, zeigen beispielhaft zwei Reaktionen: die bereits genannte Reaktion des AIPAC auf die Spionagevorwürfe in den USA ("Die gesamte Existenz der amerikanisch-israelischen Beziehungen ist bedroht"), sowie eine Reaktion von Lord Weidenfeld aus dem Jahre 2003 auf die zunehmend kritischen Stimmen zu Israel: "Im Klartext bedeutet es das Ende Israels, mit oder ohne Bürgerkrieg, bestenfalls Massenauswanderung". Es geht in der Reaktion auf das Netzwerk und seiner Hintermächte um das Gegenteil von Verunglimpfung, Beleidigung, Rassismus, Antisemitismus, Volksverhetzung und Agitation. Es geht um die furchtlose Vertretung von außerhalb der westlichen Medien global und mehrheitlich vertretenen Standpunkten in allen Lebensbereichen. Im hier dargestellten Rahmen betrifft dies insbesondere die öffentliche Bloßlegung der Aktivitäten des Netzwerkes, das lediglich aufgrund der fehlenden kritischen Reflexion in den Tagesmedien noch auf ein gewisses Maß an ungestörter Planung und Aktivität zurückgreifen kann. Primäres Hauptziel ist die dauerhafte Vereitelung jedes Versuches, die Aufdeckung, kritische Hinterfragung oder offene Ablehnung der Aktivitäten des Netzwerkes zu kriminalisieren und wie auch immer geartete Kampagnen gegen die auf das Netzwerk reagierenden Personen aufzudecken, sowie die Initiatoren dieser Kampagnen anzuprangern. Auf dieser Grundlage muß das mittelfristig vordringlichste Ziel verfolgt werden, auch nach dem möglichen Inkrafttreten der EU-Verfassung einen verfassungstextlich gestützten Automatismus zum Aufbau Europas als sozial ausgebrannte und hochgerüstete Streitmacht für fremde Interessen aufzuhalten. Keine Gewalt, keine Straftaten, keine Beleidigungen, keine Hetze ! – Wer zu so etwas aufruft muß sich dem Verdacht stellen, für diejenigen zu arbeiten, die er vorgibt zu kritisieren. Insbesondere Gewalt würde dem Netzwerk weiteren Auftrieb und Argumente liefern, denken wir an den instrumentalisierten Einfluss des Ku-Klux-Klan in den 90er Jahren. Nein ! – gefürchtet wird das ruhige und auf nachprüfbaren Informationen basierende freie Wort, welches in der Sache unbeugsam bleibt (Beispiele: die Diskussionen um Dresden oder auch den Kommunismus und seine Vernetzungen im frühen 20.Jahrhundert). Daß es freilich genau die nach diesem Prinzip handelnden Persönlichkeiten sind, denen derzeit am meisten zugesetzt wird, muß hingenommen werden – keine Angst !! Jeder Einzelne kann etwas bewirken, allein durch das freie Wort, durch eine kleine aber deutliche Geste zur richtigen Zeit und am richtigen Ort: Der informierte Leser und Internetnutzer; alle Menschen in allen Berufssparten, die um ihren täglichen Lebensunterhalt kämpfen und um ihrer Zivilcourage wegen Angst um das Leben und die Lebensbasis all ihrer nahe stehenden Menschen haben müssen – werdet nicht gleichgültig gegenüber Eurer inneren Überzeugung, bei allen Schwierigkeiten und Pressionen, denen wir alle heutzutage ausgesetzt sind – lasst uns zusammenstehen, denn leider ist heute die staatliche Kunst des Auseinanderdividierens von Menschen, Behörden und gesellschaftlichen Gruppen weit fortgeschritten – lasst uns mit einer Stimme und mit unserem Wissens um die uns alle betreffende aktuelle Weltpolitik darauf antworten !! ; die Menschen aller Religionen; alle Mitarbeiter von Verlagen, Rundfunk- und Fernsehanstalten – jeder von Euch kann Einfluß nehmen auf das Wirken Eures Arbeitgebers ! ; alle Mitglieder von sogenannten Geheimgesellschaften und Logen – erkennt, daß die primäre Unabhängigkeit Eurer Gesellschaft heute nicht mehr gültig ist – nicht Ihr seid Gegenstand der Kritik, sondern der Überbau, unter dem Eure Gesellschaft scheinbar unabhängig von dem hier dargelegten Netzwerk aktiv ist – das Argument, Ihr hättet mit all dem nichts zu tun mag für den Einzelnen gültig sein, aber nicht mehr für die Vernetzung Eurer Gesellschaft - hier ist etwas im Gange was nicht mehr im rechten Winkel zu den Menschen steht – und noch etwas: derjenige unter Euch, der an die Notwendigkeit des Zwischenstadiums eines ‚Ordo ab Chaos’ glaubt, den klagen wir an ! – bedenkt: alles, was in Euren scheinbar abgeschirmten Kreisen passiert und geredet wird, ist längst Gegenstand der freien Rede und des Denkens der gesellschaftlichen Mitte geworden ; die gewählten und politische Verantwortung tragenden Persönlichkeiten unserer Gesellschaft – nichts darf Eure auf persönlichem Wissen basierende innerste Überzeugung zum Schweigen verdammen, auch die kleinste Geste und die öffentliche Abwehr des Versuchs einer Verstrickung in Rechtfertigungsorgien ist viel wert (Danke an das Ehepaar Gretta und Wim Duisenberg und viele, viele andere bekannte Persönlichkeiten !) – wir warten unverändert auf den Ersten unter Euch, der die überfällige Erwartung seiner öffentlich verkündeten persönlichen Absage an die Zusammenarbeit mit dem Netzwerk erfüllt, denn nur so kann der Rest der Mehrheit folgen! Nichts ist für uns alle wichtiger, als in dieser dunklen Zeit ein ‚Wir’-Gefühl zu bekennen: Wir – das ist die bewusst denkende Mehrheit auf diesem Erdball, welche die eigentliche Globalisierung in unserer Zeit reflektiert.

Eine weitere gute Grundlage zur Bewusstseinsbildung sind zwei aktuell gültige Statements, die unabhängig voneinander entstanden sind, sich aber zueinander wie Frage und Antwort verhalten. Zum einen die aktuelle Stellungnahme des Präsidenten der B’nai B’rith international, Joel L. Kaplan, die in der mehrfach wiederholten Frage kulminiert "Was ist los mit uns?". In diesem Statement findet sich die folgende Passage: "Wenn wir uns gegenseitig nicht respektieren und jeden anderen nicht fair und gleich behandeln können, dann können wir dies auch nicht von der nicht-jüdischen Gesellschaft erwarten. Und so frage ich: Was ist los mit uns?". Zum zweiten ist die nicht zuletzt aufgrund ihres medialen Totschweigens berühmt gewordene Rede des Wiener Rabbiners Mioshe A. Friedman auf der Wiener antizionistischen Rabbinerkonferenz vom 01.Juli 2004 zu nennen. Statt eines Kommentars wird diese heute schon als historisch zu bezeichnende und zukunftsweisende Rede am Ende dieser Schrift vollständig wiedergegeben, zumal sie in ihrem Kern einen wichtigen Bezug zu den in dieser Schrift dargestellten Sachverhalten bildet. Die Rede ist auch in vielen Internetquellen im hier wiedergegebenen Originaltext einsehbar, teilweise über Sekundär-Links.

- Beginn der Rede -

Sehr geehrte Damen und Herren! Hochgeschätzte Ehrengäste, liebe Freunde!

Ich darf Sie alle herzlich begrüßen und freue mich, daß so viele bedeutende Persönlichkeiten, hochrangige Politiker und Universitätsprofessoren, Rechtsanwälte, Ärzte, Botschafter, Oberrabbiner und Rabbiner heute hier zusammengekommen sind. Dafür danke ich herzlich. Ich bin es nicht gewöhnt, in der deutschen Sprache Reden zu halten und bitte daher um Ihr Verständnis. Ich werde meine Rede auch möglichst kurz und sachlich halten, um dann das Wort an meine hochgeschätzten Kollegen und die Ehrengäste zu übergeben.

Die Situation, in der sich das thoratreue, gläubige Judentum seit Jahrzehnten befindet, ist äußerst schwierig, ja fast unerträglich. Die weltpolitische Entwicklung insbesondere im Nahen Osten läßt uns schwere Gefahren für unsere Zukunft und die unserer Kinder fürchten. Dies hängt mit vielen Irrtümern und Lügen über den wahren Charakter des Judentums zusammen, die weltweit verbreitet und geglaubt werden. Insbesondere in Deutschland und Österreich sind viele Tatsachen tabuisiert, und wer es wagt, sie anzusprechen, setzt sich großen Gefahren aus. Dennoch wollen wir bei dieser internationalen Konferenz diese Tatsachen auf den Tisch legen und daraus auch Schlussfolgerungen ziehen, denn nur so kann sich die Lage ändern, woran jeder von uns nur Interesse haben kann. Gerade jetzt, anlässlich der Theodor Herzl-Feierlichkeiten, müssen einige grundsätzliche Punkte angesprochen werden, die wesentliche Grundsätze der jüdischen Religion betreffen. Die staatlichen Feiern hier in Österreich und in anderen Ländern erwecken ja den Eindruck, als wäre der Zionismus mit dem Judentum gleichzusetzen oder zumindest eine legitime, politische Richtung des Judentums. Das Gegenteil ist der Fall!

Bevor wir diese Tatsache weiter erklären, müssen wir aber feststellen, daß es sich bei unserer Kritik nicht um eine politische Kritik handelt, sondern wir einzig und allein vom Standpunkt unserer Religion, also unseres Glaubens aus, sprechen. Wir bringen keine politischen, sondern religiöse Gründe vor, denn von der Politik halten wir uns aus moralischen und religiösen Prinzipien grundsätzlich fern. Der wichtigste Punkt, den alle glaubenstreue Juden und damit alle hier versammelten Oberrabbiner und Rabbiner teilen, ist, daß wir das uns von Gott auferlegte Schicksal der Diaspora zu tragen haben. Diese wichtige Glaubensüberzeugung wird von vielen Nichtjuden oft nicht verstanden, darum betone ich sie hier: Seitdem wir Juden das uns von Gott auferlegte Schicksal der Diaspora gläubig ertragen, versuchen wir, ohne Probleme und Konflikte als loyale Bürger des jeweiligen Staates, in dem wir uns befinden, zu leben. Wann immer es in diesen vielen Jahrhunderten zu Schwierigkeiten und Konflikten gekommen ist, haben unsere Oberrabbiner versucht, mit Unterordnung Überzeugungsarbeit und herzliches Bitten um Barmherzigkeit zu einer Lösung mit der Obrigkeit zu kommen. Und eine solche friedliche Lösung wurde in den allermeisten Fällen auch herbeigeführt und zwar ohne Provokationen oder die Spiele der Machtpolitik. Die Probleme sind erst gewachsen und größer geworden nach der sog. "Emanzipation", als die Vorstellungen der Aufklärung und des Liberalismus im Judentum Einzug hielten und bestimmte jüdische Kreise sich davon politische Vorteile erhofften. Jahrtausende hat unsere Glaubensgemeinschaft in Deutschland und mit dem deutschen Volk in friedlichem Zusammenleben dessen Gastfreundschaft genossen mit einem großen Maß an Religionsfreiheit. Sogar als die zionistische, reformierte Gemeinde das glaubenstreue Judentum zu verfolgen begann, ist uns das deutsche Volk zur Seite gestanden, die deutschen Behörden haben daher meinem Vorgänger Oberrabbiner Samsan Raffael Hirsch die Genehmigung zur Gründung einer eigenen orthodoxen jüdischen Kultusgemeinde gegeben und sie mit allen nötigen Privilegien ausgestattet. In dieser Zeit ist Theodor Herzl öfters nach Deutschland gereist, um, wo immer es möglich war, ja sogar beim Kaiser, gegen uns Stimmung zu machen und gegen das thoratreue Judentum zu hetzen. Teilweise ist er dabei auf Widerstand gestoßen. Theodor Herzl hat jedoch mit seinen Aktivitäten den Antisemitismus willentlich angeheizt, weil er dadurch die Bereitschaft der europäischen Juden zu erwecken suchte, einen Judenstaat anzustreben. Letztlich hat er damit aber die Katastrophe des Judentums herbeigeführt. Weil die Zionisten den Staat Israel herbeiführen und die jüdische Auswanderung nach Palästina fördern wollten, sind sie nicht einmal davor zurückgeschreckt, Pogrome in Russland anzuheizen und zu provozieren – so furchtbar das klingt, meine Damen und Herren, ist es doch beweisbar! Ebenso haben die Zionisten Hitler und das deutsche Volk durch Boykottaufrufe und andere politische Aktionen zu provozieren versucht, sie haben die Nürnberger Gesetze begrüßt und alles getan, den Antisemitismus weiter anzuheizen. Die Zionisten tragen daher eine wesentliche Schuld am Holocaust.

Wir orthodoxe, glaubenstreue Juden haben mit diesen Dingen nicht das Geringste am Hut gehabt. Wir haben uns nicht beteiligt an den Provokationen gegen Hitler und das Dritte Reich. Wir haben uns nicht beteiligt an den Boykottaufrufen und der internationalen Propaganda. Dennoch sind gerade wir zu den wahren Opfern des Holocausts geworden. Nach unserer Glaubensüberzeugung ist der Holocaust zwar die Strafe Gottes für das jüdische Volk, das sich im Zionismus vom Glauben abwandte, wenngleich die hauptsächlichen Opfer dieses Holocaust die orthodoxen Juden waren. So unglaublich es klingt, ist es doch unbestreitbar wahr: Unsere Oberrabbiner haben sogar in Auschwitz deklariert, daß wir zwar den Zionismus abgelehnt und bekämpft haben, aber doch zuwenig und mit zu geringen Mitteln, weshalb auch uns die Strafe Gottes nicht unberechtigt trifft. Ich weiß, daß solche Sätze heute in Europa kaum mehr verstanden werden. Ich weiß, daß solche Sätze bei vielen Europäern Unverständnis und Kopfschütteln hervorrufen, weil die meisten Europäer auch ihren, christlichen Glauben nicht mehr ernst nehmen. Dennoch: Das ist unsere Glaubensüberzeugung! Die Zionisten aber haben es nach dem Krieg sogar geschafft, sich als einzige legitime Vertreter des Judentums darzustellen. Vor allem durch die Besatzung Deutschlands und Österreichs wurde dies ermöglicht. Die Auswirkungen sind schrecklich! Im Namen des Judentums – und wir glaubenstreue Juden haben damit wirklich nichts tun – wird seit Jahrzehnten auf die gesamte politische und wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands massiven Druck ausgeübt. Deutschland ist nach wie vor ein besetztes Land, nach wie vor gilt die Feindstaatenklausel der Vereinten Nationen für Deutschland, das heißt Deutschland ist kein gleichberechtigtes Mitglied der UNO! Beispiel für die unfassbare Erniedrigung Deutschlands ist es, daß ein Herr Michel Friedman – der leider den gleichen Nachnamen wie ich trägt –, ein moralisch fragwürdiger Kokainbenützer und Prostituiertenbesucher, die Möglichkeit besitzt, dem deutschen Volk moralische Vorhaltungen zu machen und moralische Bedingungen zu stellen – und das alles im Namen des Judentums! In Österreich ist die Situation nur unwesentlich besser. Auch hier wird ein Theodor Herzl als große Persönlichkeit dargestellt, obwohl er dem Judentum in Wahrheit ungeheuren Schaden zugefügt hat, weil er gegen den Willen Gottes versucht hat, aus einer rein spirituellen, rein geistigen Religion ein politisches Machtsystem zu machen, ein Machtsystem, das wie alle politischen Machtsysteme Gegner und Feinde hat und diese bekämpft. Die Palästinenser, die Bevölkerung Palästinas, mußte logischerweise zum Feind eines solchen zionistischen Machtsystems werden. Die Folgen, der Krieg, die Intifada, die antijüdischen Terroranschläge und die ebenso terroristischen Schläge der israelischen Armee gegen palästinensische Führer mit ebenso vielen zivilen Todesopfern sind uns allen bekannt. Als glaubenstreue Juden können wir die Lehre des Dr. Theodor Herzl niemals akzeptieren. Als glaubenstreue Juden stehen wir dem Zionismus völlig ablehnend gegenüber. Als glaubenstreue Juden sehen wir den Zionismus als Verrat an Gott und der jüdischen Religion. Wir thoratreue Juden wollen auch in Zukunft in Frieden unter den Völkern leben, unter den Deutschen wie unter den Arabern, wir wollen kein Volk erpressen, kein Volk politisch unter Druck setzen, sondern nur die Möglichkeit haben, wo immer wir leben, in Frieden Gott anzubeten. Daher stehen wir in scharfer Opposition zur zionistischen Machtpolitik. Daher stehen wir in scharfer Opposition zu allen Versuchen, seitens internationaler so genannter jüdischer Organisationen, Länder wie Deutschland und Österreich politisch oder finanziell zu erpressen. Daher mischen wir uns auch bewußt nicht in die inneren Angelegenheiten der Länder ein, in denen wir leben. Als der Bundestagsabgeordnete der CDU, Dr. Martin Hohmann, in allen vom Glauben abgefallenen Menschen die eigentlichen Täter des 20. Jahrhunderts sah, ob Bolschewisten oder Nationalsozialisten, haben wir diese Analyse nur unterstützen können. Als gegen Österreich aufgrund seiner schwarz-blauen Regierung von verschiedenen Staaten Boykottmaßnahmen beschlossen wurden, haben wir öffentlich festgestellt, daß wir eine solche Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines Landes für nicht statthaft erachten und unserer Auffassung nach das österreichische Volk jedes Recht hat, die Regierung zu wählen, die es sich selber geben will. Wir haben damals sogar aus eigener Kasse ein großes Inserat in der "New York Times" geschaltet, in dem glaubenstreue jüdische Oberrabbiner aus der ganzen Welt dieser Auffassung ihre Unterstützung verliehen haben.

Ich hoffe, meine sehr geehrten Damen und Herren, daß es mir gelungen ist, Ihnen klarzumachen, daß der Zionismus eines Theodor Herzl nichts mit den Überzeugungen des wahrhaft glaubenstreuen Judentums zu tun hat. Es ist hoch an der Zeit, daß auch die offiziellen Repräsentanten der Republik Österreich erkennen, daß das thoratreue Judentum von uns repräsentiert wird und daß es neben der sogenannten israelitischen Kultusgemeinde andere Ansprechpartner für sie gibt. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die wesentlichen heiklen Punkte, die wir in dieser internationalen Rabbiner-Konferenz ansprechen wollen, habe ich in meinen einleitenden Worten bereits angerissen. Ich begrüße im Besonderen und freue mich über ihr Kommen:

… es folgen einige Namensnennungen, anschließend Fortsetzung der Rede:

Abschließend möchte ich nun noch einen grundsätzlichen Appell dieser internationalen Rabbiner-Konferenz äußern: Wir tragen an die Bundesrepublik Deutschland und insbesondere an die CDU-CSU-Fraktion die herzliche Bitte heran, das ungeheure Unrecht, das gegenüber Dr. Martin Hohmann begangen wurde, wieder gutzumachen, seinen hervorragenden Namen wiederherzustellen und ihn als Politiker und Repräsentanten seines Heimatkreises voll zu rehabilitieren. Wir können es nicht unwidersprochen hinnehmen, daß unberechtigterweise und gegen alle Gebote unserer Religion erpresserische Versuche unternommen werden, Menschen, die den Mut haben, die historische Wahrheit anzusprechen, als Antisemiten zu verleumden und ihnen fälschlicherweise ein antijüdisches Gedankengut zu unterstellen. Es ist unerträglich, wenn heute zur Durchsetzung bestimmter politischer Ziele die Geschichte des jüdischen Volkes und das Schicksal des Judentums unter Hitler als Waffe instrumentalisiert werden. Leider geschieht dies heute allzu oft. Leider wird mit dem Sterben und dem Tod unserer Vorfahren so häufig tagespolitisches Kapital geschlagen. Im Gegensatz zu diesen, regelmäßig durch die Medien geisternden Gedanken streben wir thoratreue Juden eine vollständig unbelastete, friedliche und freundschaftliche Zukunft mit dem deutschen Volk an. Daher fordern wir auch ein Ende des Besatzungsstatus von Deutschland und ein Ende der Feindstaatenklausel der Vereinten Nationen, denn nur so kann für Deutschland – und damit auch für Österreich ein endgültiger historischer Schlußstrich unter die Vergangenheit gezogen werden. Bevor man ein Ende des Besatzungsstatus des Iraks oder Palästinas fordert, muß man ein Ende des Besatzungsstatutes für Deutschland fordern: Das Ende eines zum großen Teil informellen, das heißt geistig medial aufrechterhaltenen, und in dieser Form auch auf Österreich erstreckten Besatzungsstatutes, der nur durch den Missbrauch unseres Namens und unseres Glaubens so etabliert werden konnte.

- Ende der Rede von Oberrabbiner Moishe A. Friedman vom 01.Juli 2004 -

- Ende des Dokuments -



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Sehr wohl war der Inhalt der "EU-Verfassung" Gegenstand der öffentlichen Diskussion !

Am 13. Mai 2005, also kurz nach Ratifizierung der "EU-Verfassung" im Deutschen Bundestag, erschien in der MAZ ein redaktioneller Kommentar mit der Überschrift "500 dröge Seiten", in dem die mangelnde Übersichtlichkeit und die Länge des Verfassungstextes kritisiert, sowie folgende Behauptung aufgestellt wurde: "... hat sich kein Mensch die Mühe gemacht, auch nur ansatzweise von dem etwas zu vermitteln, was dieses künftig grundlegende (!!) Gesetzeswerk der Europäischen Union praktisch bedeuten kann. Hätte man es versucht, wäre vermutlich auch nicht mehr dabei herausgekommen, weil die Lektüre der EU-Verfassung eine Zumutung ist ...". Auf diese Aussage, welche sinngemäß von der westlichen Medienlandschaft zu dieser Zeit breit gestreut wurde, bezieht sich der folgende unveröffentlicht gebliebene Leserbrief, welcher der MAZ am 14.Mai 2005 zugesendet wurde.



Was genau steht in dieser Verfassung ?
Entgegen der Aussage in dem Kommentar trifft es nicht zu, daß sich kein Mensch die Mühe gemacht habe, zu vermitteln, was die EU-Verfassung künftig in der Praxis bedeuten wird. Sehr wohl sind besonders der Abschnitt "Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik" (Artikel III-292 bis 312) und der Abschnitt "Würde des Menschen" (aus der Schlussakte) Gegenstand der wissentlich von der Tagespresse ausgeklammerten öffentlichen Diskussion gewesen. Der Bürger soll sich eine internationale Situation vergleichbar dem Irak-Krieg oder ein zukünftiges EU-Mitglied Israel vorstellen und dann die folgenden Fakten im Verfassungstext nachprüfen: Unkritische Übernahme der vielfach mißbrauchten Begriffe "Weltordnungspolitik" und "Bekämpfung des Terrorismus" ; Absolute Macht des Europäischen Rates über die Bildung von Leitlinien und Beschlüssen, wobei sich das Demokratieprinzip auf die Stimmgewichtung innerhalb des Rates ohne jeden Bezug zu Bürgern und nationalen Parlamenten beschränkt ; Mehrfache Wiederholung des Diktats, daß die Beschlüsse dieses Rates auch für offizielle Stellungnahmen (!) aller Mitgliedsstaaten bindend sind ; die Formulierung in der Schlussakte "Ein Staat kann in seinem Recht die Todesstrafe für Taten vorsehen, die in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr begangen werden" – eine Formulierung, die in der Verfassung als "Teil der Charta der Europäischen Menschenrechtskommission" definiert wird. Was findet der Bürger stattdessen in den Tageszeitungen: unglaubwürdige Statistiken über die angeblich steigende Akzeptanz der EU-Verfassung bei den Deutschen. Verschwörungstheorie hin oder her – aufgrund der Rolle der Tagespresse der letzten Jahre wird es aussichtslos sein, diese als überzeugendes Sprachrohr des Bürgers gegenüber der aktuellen und durchsichtig gewordenen Weltpolitik und ihrer Macher darzustellen.

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Eine Drohgebärde, die uns alle angeht !

Der folgende Brief nimmt (längst überfällig) Stellung zu einer seit Jahren in den Medien vielfach gestreuten Aussage von Joseph Fischer, die jeweils unkommentiert verbreitet wurde, zuletzt in der Mainzer Allgemeinen Zeitung am 14.Juni 2005 am Ende eines Artikels mit der Überschrift "Neuer Streit um EU-Beitritt der Türkei". Interessanterweise erscheint das unten genannte Zitat nicht in diesem Artikel, sondern als unkommentierter Anhang mit der Überschrift "Zitat", also mit eindeutig signalartiger Wirkung für den Leser. Der Brief wurde der MAZ am 16.Juni 2005 zugesandt und dann in großen Teilen am 21.Juni 2005 veröffentlicht, also während einer Phase, die gekennzeichnet war von einer Doppelstrategie der Medien zur Absicherung des kommenden Regierungswechsels: Sammeln aller verwertbaren Stellungnahmen gegen Persönlichkeiten und Politik der rot-grünen Bundesregierung, sowie breite Bekanntmachung des neuen Parteienbündnisses und effektiven Wahlhelfers der Unionsparteien (WASG). Die im folgenden fettgedruckten Passagen wurden nicht veröffentlicht. So wurde dem Leserbrief in der Zeitung eine Überschrift gegeben, welche eine wesentliche Aussage des Leserbriefes (siehe den nicht-veröffentlichten letzten Absatz) in sein Gegenteil verkehrt: die Überschrift in der MAZ lautete "Viele Fragen - keine Antworten".



Fragen, auf die der Bürger stichhaltige Antworten hat
Es handelt sich hier um eine von Fischer bereits mehrfach wörtlich wiederholte signalhafte Aussage, die jeweils gebetsmühlenhaft als Antwort auf Kritik zum EU-Beitrittsersuchen der Türkei verbreitet wurde und die weder von Fischer selbst, noch von der verbreitenden Tagespresse bisher präzisiert, kommentiert, analysiert oder auch nur hinterfragt wurde, was der Bürger somit nachholen muß. Gemeint ist seine Aussage: "Wir müssen zu den eingegangenen Verpflichtungen stehen, sonst würden wir dafür einen hohen Preis zu zahlen haben." Unbestreitbar ist, daß das "wir" hier doppeldeutig für zwei verschiedene Adressaten gebraucht wird: diejenigen – also wir Bürger, welche bei erfolgreicher Abwendung eines EU-Beitritts der Türkei einen nicht näher definierten hohen Preis zu zahlen hätten, sowie diejenigen, welche an den angestammten Bürgern Europas vorbei irgendwelche in der Öffentlichkeit nicht näher präzisierten Verpflichtungen eingegangen sind. Was also ist hier konkret gemeint? Wie kann es angehen, daß eine effektiv als Drohgebärde anzusehende und den ungeheuerlichen Begriff "hoher Preis" enthaltende Äußerung von den Medien plakativ und signalartig, da mehrfach wiederholt und jeweils unkommentiert publiziert wird? Welche Drohungen sind gegenüber Deutschland, dem alten Europa, seinen Politikern und seinen Bürgern ausgesprochen worden? Von wem? An wen genau soll dieser "hohe Preis" gezahlt werden? Bei gemeinsamen Treffen von Medienvertretern, Politikern, und offiziell nicht in den Medien genannten Organisationen wird zu besprechen sein, ob diese Art einer signalartigen "Öffentlichkeitsarbeit" wirklich noch zeitgemäß ist, oder ob man die Aufarbeitung der aktuellen Weltpolitik weiterhin dem Bürger alleine überlässt, der inzwischen genügend Indizien für stichhaltige Antworten auf die gestellten Fragen hat.

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Publikation eines üblen Cartoons des neuen iranischen Präsidenten

Umittelbar nach der überraschenden Wahl des Teheraner Bürgermeisters Ahmadinedschad zum neuen Staatspräsidenten der islamischen Republik Iran am 26.Juni 2005 fanden sich erwartungsgemäße Reaktionen der westlichen Mächte: Prompt werden von verschiedenen Stimmen angebliche Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen moniert, von Besorgnis und großer Sorge im Westen ist die Rede, sowie vom "radikalen Populisten" und von der im Westen obligaten Formel "Schlechte Aussichten für die Demokratie" in dem betreffenden Land (Mainzer Allgemeine Zeitung, MAZ, redaktioneller Kommentar vom 27.Juni 2005). Vom Kriegstreiber Rumsfeld stammen die Worte "Er ist kein Freund der Demokratie, und er ist kein Freund der Freiheit". Am 28.Juni 2005 erschien in der MAZ ein thematisch isoliertes Cartoon des neuen iranischen Präsidenten, zu dem der folgende Leserbrief Stellung nimmt. Der Brief wurde am 29.Juni der MAZ zugesendet. Für die Nachwelt ist festzuhalten, daß seit diesem Datum (ca. 3 Tage nach der Wahl) eine absolute Funkstille in den westlichen Medien hinsichtlich des Themas "Wahl im Iran" und "Ahmadinedschad" herrschte und bis heute anhält.



... geeignet, Kriegspläne zu unterstützen ...
Am 28.Juni erschien in der Mainzer Allgemeinen Zeitung ein großes und thematisch isoliertes Cartoon mit dem Untertitel "Erste öffentliche Amtshandlung", welches den gewählten iranischen Präsidenten Ahmadinedschad beim Verbrennen der US-amerikanischen Flagge mittels Feuerzeug zeigt. Dies ist eine üble und niederträchtige Art der Publizistik, mit der ein ebenso niederträchtiges Ziel verfolgt wird: Diejenigen, welche die deutsche Presse kontrollieren, wollen dem Ausland und dem Iran ein falsches Bild davon suggerieren, wie man in Deutschland über den mehrheitlich gewählten neuen Präsidenten denkt. Damit soll eine feindselige Haltung des iranischen Volkes gegenüber Deutschland und Europa herbeigeführt werden, was im Falle eines kommenden Konfliktes als vorteilhaft angesehen wird.
Wir Deutschen halten dem entgegen: Dieses Cartoon gibt nicht die Sichtweise von uns deutschen Bürgern wieder! Wie bereits in der Vergangenheit zur Zeit des Irak-Krieges von G.W.Bush, so nehmen wir auch jetzt Stellung gegen die Hetzkampagnen gegenüber allen Staaten, Politikern, Organisationen und einzelnen Personen, welche sich erklärtermaßen einer Kontrolle durch die USA, Israel, Großbritannien, und ihrer Hintermächte widersetzen. Wir werfen diesen Mächten vor, daß sie eine kriegerische Auseinandersetzung mit dem Iran suchen, diese möglichst schnell herbeiführen wollen, und dabei vorhaben, auch Deutschland mit in den Krieg zu ziehen. Wir wissen aus der Geschichte des Iran, daß das iranische Volk gute Gründe hat, insbesondere den USA und seinen Hintermächten zu misstrauen, die es gewagt haben, seit Generationen die Staatspolitik des Iran nach ihren Vorstellungen beeinflussen zu wollen. Wir Deutschen können auf unseren Straßen sehr gut mit unseren muslimischen Mitbürgern über die aktuelle Tagespolitik sprechen und kommen überwiegend zu den gleichen Ansichten, insbesondere darüber, wer die eigentlichen Terroristen unserer Zeit sind. Dieses Miteinander gibt uns Deutschen ein gutes und sicheres Gefühl: daß man in der islamischen Welt weiß, daß das Deutsche Volk mehrheitlich anders ist und anders denkt, als es die kontrollierte westliche Presse behauptet. Immerhin gibt es aktuell auch eine ermutigende offizielle Stellungnahme aus Deutschland: Die Äußerung von Bundeskanzler Schröder gegenüber G.W.Bush, daß jedes Land der Erde ein Recht auf die friedliche Nutzung der Kernenergie haben müsse.
Dem iranischen Volk und seinem neuen Präsidenten, der eine Politik des Friedens angekündigt hat, senden wir an dieser Stelle die besten Glückwünsche. Wie bereits zur Zeit des letzten Irak-Krieges werden wir Deutschen auch künftig auf alle Aktivitäten der westlichen Presse reagieren, die geeignet sind, die Kriegspläne der USA und Israels zu unterstützen.

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Zu den Anschlägen in London

Einen Tag nach den Anschlägen fanden sich erwartungsgemäße Medienberichte über die Hintergründe der Anschläge: alles deute darauf hin, daß islamische Täter aus dem Gefolge Osama bin Ladens für die Bombenanschläge verantwortlich seien (Mainzer Allgemeine Zeitung, MAZ, redaktioneller Kommentar vom 08.07.2005), einen Tag später die Bezugnahme auf Deutschland: Es sei ein nicht minder ausgeprägter Schwerpunkt des islamischen Extremismus und müsse sich an die Allgegenwart des Terrors gewöhnen. Diese Standpunkte sind gepaart mit den üblichen Versuchen der westlichen Presse, in Krisensituationen England als Vorbild hinzustellen, an denen sich "wir Deutschen" und andere Nationen ein Beispiel nehmen sollten (MAZ, redaktioneller Kommentar vom 09.07.2005). Damit setzt dieser Kommentar fort, was bereits im Kommentar am Morgen des 07.Juli, also noch vor den Anschlägen, eingeleitet wurde: der Zuschlag des Olympischen Kommittees für London sei ein sportliches Trafalgar für die Franzosen; Tony Blair, der bekanntlich seine eigenen Landsleute dem zugesagten Recht auf ein eigenes Referendum zur EU-Verfassung beraubte, gelinge derzeit alles; Putin dagegen führe Krieg gegen die eigene Bevölkerung, sperre erfolgreiche Unternehmer weg und trete die Pressefreiheit mit Stiefeln (MAZ, redaktioneller Kommentar vom 07.07.2005). Es sei hier auch an zwei unwürdige Medienaktivitäten noch am Abend des Anschlages erinnert: ausgedehnte Berichte darüber, wie die Börsen reagiert haben, so als ob dies die wichtigste Analyse an diesem Tag gewesen sei, zweitens ein Fernsehspot der Bild-Zeitung, in dem zunächst die Daten bisheriger Anschläge einschl. des Londoner Anschlags aneinandergereiht wurden, danach das Logo dieser Zeitung erschien.
Der folgende Leserbrief reagiert auf die aktuelle Situation in der Gesamtschau mit denkwürdigen Ereignissen der letzten Zeit und wurde der MAZ am 10.Juli 2005 zugesendet.




Verpflichtung zu kühlem Kopf und zur Rückschau
Die Anschläge sind eine furchtbare Tragödie, bei der unschuldige Bürger ihr Leben lassen mussten. Gerade deswegen verpflichten diese Ereignisse zu einem kühlen Kopf und zu einer Rückschau auf denkwürdige Entwicklungen der letzten Zeit, welche nach den Anschlägen jetzt in verändertem Licht erscheinen:
- die Ernennung des Kriegstreibers Wolfowitz zum Präsident der Weltbank, die jetzt unter dem Deckmantel von G8-Gipfel und Humanität eine Spaltung des afrikanischen Kontinents betreibt und damit die aktuellen Bemühungen der Gemeinschaft der afrikanischen Staaten untergräbt, ihren Kontinent als eigenständige politische Kraft - auch im Interesse einer Hilfe zur Selbsthilfe - zu verstehen;
- der mittels einer geschickt modifizierten Parteienlandschaft vorbereitete Regierungswechsel in Deutschland zugunsten einer berechenbaren Regierung, die in dieser Eigenschaft unser Land schon längst in einen völkerrechtswidrigen Krieg geschickt hätte und ebenso die von den Weltmächtigen bisher vergeblich herbeigesehnte Anfeindung unseres Landes durch die islamischen Nationen längst erreicht hätte;
- das mediale Hochjubeln der letztlich von den sogenannten "noblen Lords" bestimmen und auch andere Regierungen und Denkfabriken beeinflussenden britischen Politik, die vor den Londoner Anschlägen immerhin die Offensichtlichkeit ihrer Intentionen seit der Irak-Krise überdenken mußte und mehrheitlich von denjenigen kritisiert wurde, die jetzt Opfer der fürchterlichen Anschläge wurden und die zuvor des angekündigten Rechtes beraubt wurden, in einem britischen Referendum ebenfalls ‚Nein’ zu dieser Politik und der EU-Verfassung zu sagen: die britische Zivilbevölkerung;
- schließlich die seit den Referenden in Frankreich und den Niederlanden medial abgeschlossene Phase der offiziellen Erklärungsversuche zur Ablehnung der EU-Verfassung durch die Europäer, wobei die in den westlichen Medien erfolgte Ausklammerung des zentralen Gegenargumentes der Bürger nachprüfbar geworden ist und damit endgültig dessen Stichhaltigkeit belegt ist: der Vorwurf des Versuchs der Militarisierung Europas im Interesse der die Globalisierung propagierenden Mächte.

Es ist wahrscheinlich, daß die unmittelbar Ausführenden der Londoner Anschläge erneut dem breiten Personenkreis mit gewaltbereiter und antizionistischer Grundhaltung, sowie fehlender politischer Weitsichtigkeit hinsichtlich des eigenen Handelns zuzurechnen sind. Doch auch soviel muß klar sein: Jedem kühl kalkulierenden primären Drahtzieher der Anschläge war von vorneherein bewußt, daß es genau die oben genannten politischen Kreise sind, welche durch diese Anschläge eine weitere Handhabe zur Forcierung ihrer bisherigen Politik erhalten und jetzt verstärkt versuchen werden, weitere Staaten dieser Erde (auch mit moralisierenden Argumenten) an diese Politik zu binden. Anlässlich des G8-Gipfels und der hierzulande bevorstehenden Wahl sind damit auch die afrikanischen Nationen und Deutschland gewarnt !

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Zum Tode von Wim Duisenberg

Gestern, am Morgen des 31.07.2005 (Q = 18) wurde Wim Duisenberg im Swimmingpool seines Ferienhauses in Avignon tot aufgefunden. In der Mainzer Allgemeinen Zeitung erschien heute (01.August 2005) neben einem Porträt des Niederländers auch ein Kurzartikel auf Seite 1 mit der Überschrift "Wim Duisenberg ertrunken", im Text dann aber ein Zitat des zuständigen Staatsanwaltes Sampieri: "Er starb eines natürlichen Todes an den Folgen einer Herzschwäche". Ähnlich berichtete hierüber Reuters/Paris, worauf im folgenden Leserbrief Stellung bezogen wird, der umgehend der Redaktion der MAZ zugesandt wurde - umgehende Gedanken daran, daß das Thema "Tod" schon einmal öffentlich mit dem Namen Duisenberg in Verbindung gebracht wurde.

Chronologisch: Die Ehefrau des ehemaligen EZB-Chefs, Gretta Duisenberg, setzt sich für die Rechte der Palästinenser ein. Nachdem Sie während der ausufernden Terrorakte Scharons Anfang 2002 (siehe entsprechende Leserbriefe auf dieser Website) demonstrativ eine palästinensische Flagge vor ihr Haus in einem noblen Ortsteil Amsterdams hing, erhielt sie eine Morddrohung, bestätigt durch die Amsterdamer Polizei. Nach verschiedenen Berichten auf palästinensischen, deutschen und internationalen Netzseiten soll Frau Duisenberg nach dem zu erwartenden Druck auf das Ehepaar folgendes geäußert haben: "Ich werde die Flagge wieder einziehen, aber sobald die Palästinenser ihren eigenen Staat haben, werde ich eine noch größere Flagge aushängen". Weiterhin betonte sie, sie sei nicht antisemitisch, aber antiisraelisch und fügte hinzu, daß wenn die Israelis wirklich Frieden wollten, sollten sie aufhören, ständig Land für die jüdischen Siedlungen zu konfiszieren. Nach Berichten einer palästinensischen Website stammt auch die Aussage von ihr, daß es nicht selten sei, daß die Israelis Häuser der Palästinenser in die Luft sprengten, und daß die Nazis während ihrer Besatzung der Niederlande nie soweit gegangen seien. Gemeinsam versuchten der Vorsitzende der Juden in den Niederlanden, die Anti-Defamation-League (ADL) der B'nai B'rith, sowie der World Jewish Congress (WJC) zu erreichen, daß Duisenberg in den USA als eine Persona non grata deklariert wird, nachdem von ihm keine distanzierende Stellungnahme zu den Aktivitäten seiner Frau zu erhalten war - Drohgebärden, die bei vielen anderen Europäern in solchen Führungspositionen längst zu einer verbalen Entschuldigungs-Diarrhoe geführt hätten. Anders das Ehepaar Duisenberg: Ungeachtet dieser massiven Drohgebärden soll Duisenberg Ende 2002 einem Journalisten auf eine entsprechende Frage geantwortet haben: "Sie können sich denken, wie ich darüber denke". Anfang 2003 besucht Frau Duisenberg Palästinenserpräsident Araft in Ramallah und Wim Duisenberg wiederholt, daß er 100%ig hinter den Aktivitäten seiner Frau stehe. Dies veranlaßte ADL-Chef Abraham H. Foxman zu einer "Protestnote" an Romano Prodi mit folgenden Schlussworten: "Es ist entscheidend für die Führer der EU, wachsam zu opponieren gegen den Mißbrauch einer EU-Schirmherrschaft und gegen deren Imprimatur (soll heißen: Bekanntmachung) im Sinne politischer Agendas, welche das Risiko bergen, Glaubwürdigkeit (englisch: credibility !) und Objektivität dieser Institutionen zu unterminieren". Von Abraham Foxman stammt übrigens die Aussage: "Anti-Zionismus ist gleich Anti-Semitismus. Darüber darf es keine Debatte geben".

Zwei weitere Berichte, welche derzeit aktuell sind: Die publizierte Besorgnis über die Rede von Papst Benedikt, in welcher der Terror in Ägypten, Großbritannien, Türkei und Irak verurteilt werden, nicht aber in Israel; zum Zweiten der Protest gegen die als "anti-israelisch" bezeichneten Äußerungen des Londoner Bürgermeisters Ken Livingstone, der nach den Londoner Anschlägen die israelische Besetzung Palästinas als die Kernursache der Selbstmordattentate in diesem Lande bezeichnet hatte. Alles bis hierher Dargelegte beruht auf nachprüfbaren und im Internet einsehbaren Berichten, dagegen handelt es sich nicht um persönliche Stellungnahmen. So geht es auch im folgenden Leserbrief um die Forderung nach Wahrheit und Nachprüfbarkeit. Der Brief wurde der Mainzer Allgemeinen Zeitung heute am 01.August 2005 zugesendet.




Betroffenheit
Mit tiefer Betroffenheit muß der Bürger die Nachricht über den Tod Wim Duisenbergs zur Kenntnis nehmen, zusammen mit einer medizinisch gesehen völlig abwegigen, weil eindeutig verfrühten Behauptung des französischen Staatsanwaltes. Kaum 12 Stunden nach Auffindung im eigenen Swimmingpool der Villa in Avignon heißt es gemäß Reuters/Paris: "Ein krimineller Hintergrund sei absolut auszuschließen", wohlwissend, daß eine diese Aussage voraussetzende Diagnostik innerhalb dieser Zeitspanne nicht abgeschlossen sein kann.
Was bleibt ist die Erinnerung an einen Deutschland wohlgesonnenen Mann, an die Antisemitismusvorwürfe gegen seine Ehefrau wegen deren offenen Engagements für die Palästinenser, an Wim Duisenbergs nie widerrufene Aussage von Anfang 2003, er stehe angesichts dieser Vorwürfe 100%ig hinter seiner Frau, an die Versuche der Anti-Defamation-League, den EZB-Chef als eine in den USA unerwünschte Person erklären zu lassen - ein Ersuchen, dessen Erfolg bisher weder bestätigt noch dementiert wurde.
Unser tiefempfundenes Mitgefühl und alle Wünsche für das persönliche Wohlergehen gelten in dieser schlimmen Stunde seiner Ehefrau Gretta und der gesamten Familie Duisenberg.

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Neuwahlen und Wahlbetrug in Deutschland - 2005

Diese Schrift wurde rechtzeitig vor den Neuwahlen 2005 veröffentlicht (siehe auch PDF-Version) und wird hier im originalen Wortlaut wiedergegeben.




Deutschland wurde vom derzeit wütenden Phänomen des
supranational organisierten Wahlbetruges eingeholt



28.August 2005 a.D.

Zeitgleich, unter der Oberfläche von fadenscheinigen Argumenten aller etablierten Parteien, wird eine Neuwahl gegen alle (freilich dadurch als hohl erkennbaren) Regeln der parlamentarischen Demokratie durchgesetzt, sowie ein Retortenbündnis namens ‚Die Linke-PDS’ (DLPDS) in die Parteienlandschaft gesetzt, welches nach massivem medialen Hochpuschen eine berechenbare Aufgabe erfüllen wird: durch massiven Stimmenraub im Lager von SPD, NPD, Republikanern und Grünen den Machtwechsel in Deutschland sicher herbeizuführen zugunsten einer 100%ig der US/israelischen Politik gefügigen unionsgeführten Regierung, die nicht zögern wird, deutsche Soldaten für diese Politik und gegen die uns Deutschen wohlgesonnenen Völker in den Krieg zu schicken, und deren Antisozialpolitik zudem den offiziell genannten Zielen der DLPDS diametral entgegengesetzt sein wird. Dies alles wissen die Herren Gysi, Lafontaine und ihre Auftraggeber ! – eine besonders eindrucksvolle Bestätigung: patriotische Argumente für eine Bevorzugung deutscher gegenüber ausländischer Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt aus dem Munde eines Herrn Lafontaine; einer der im Hinblick auf die einsetzende Bewusstseinsbildung glücklichen Fehlgriffe im Bauwerk dieses Wahlbetruges. Weitere Beispiele für eine derart handfeste ‚Unterstützung’ des Regierungswechsels: Regelmäßige Streuung von Berichten und Aussagen gegen die rot/grüne Regierung und insbesondere gegen Kanzler Schröder; häufige Publikation entsprechender einseitig gefilterter Leserbriefe, oft an exponierter Stelle; der bekannte immense und undemokratische Druck auf den Bundespräsidenten und die Karlsruher Richter zwecks Herbeiführung einer Entscheidung im Sinne der stets begleitenden Medienberichte, daß man ‚einigermaßen sicher’ von Neuwahlen ausgehen könne – dies begleitet von einer demonstrativen Nicht-Achtung beider Institutionen: aufwendige Medienberichte vor den Entscheidungen des Bundespräsidenten und der Karlsruher Richter derart, als ob die Durchführung der Neuwahlen außer Frage stünde - die krassesten Beispiel hierfür: der ehemals maßgeblich an der Verunglimpfung von Martin Hohmann beteiligte Wolfgang Bosbach ermahnt die Bundesrichter, nicht nur im Sinne des Grundgesetzes zu entscheiden (!!); zur Zeit des Verfassens dieser Schrift die im ZDF verbreitete Indiskretion, man könne davon ausgehen, daß sich lediglich einer der 8 Richter vorgezogenen Neuwahlen widersetzen werde – eine in der Tat eingetretene eindrucksvolle Bestätigung des eigentlichen Stellenwertes von Bundespräsident und Bundesverfassungsgericht innerhalb der Hierarchie der gegenwärtigen vernetzten Machtpolitik; am Abend danach: die Benachrichtigungen zur Wahl werden per Post in die Haushalte versendet, die Entscheidung aus Karlsruhe nicht abwartend; schließlich die endgültige Bestätigung aus der Illuminatenstadt am 25.August. Den Rest des Machwerkes werden berechenbarerweise die im ehemaligen Westen seit Generationen nur noch schwarzsehenden und bis heute einer kritischen Reflexion entzogenen, weil wertkonservativ sedierten Stammwähler besorgen ("Papa hat auch immer so gewählt"). Übereinstimmend mit den Baumeistern des geplanten Regierungswechsels wird man kaum erwarten dürfen, daß Merkels und Schäubles eindeutige Versuche der Nötigung Deutschlands zur Teilnahme an einem völkerrechtswidrigen Krieg wesentlichen Einfluß auf das Wahlverhalten dieses zahlenmäßig großen Wählerpotentials haben wird. Oder ? Es geht nicht um Parteien oder Personen, sondern um die Zukunft eines ganzen Landes.

Damit reiht sich Deutschland ein in die aktuell stetig länger werdende Liste von Staaten (siehe v.a. Berichte über die USA und die Ukraine auf dieser Website), in denen unter dem Deckmantel der Begriffe ‚freie Wahlen’ und ‚Demokratie nach westlichem Vorbild’ auf undemokratische Weise eine der aktuellen globalistischen Politik gefügige Regierung etabliert wurde bzw. werden soll. Im Falle des Wahlbetruges in Deutschland besteht die Besonderheit, daß die Kreise um die führende Partei der künftigen Regierungstruppe aktiv an den undemokratischen Aktivitäten der Wahlmanipulatoren (siehe Ukraine) beteiligt waren, teils in Form der kaum als naiv zu bezeichnenden medialen Unterstützung für die Orangene Revolution, teils über direkte Kontakte zu CIA und Albright mittels diverser Stiftungen und Think-Tanks. Es gibt einen Namen für derartige ‚Regierungen’ ! Somit hat sich – leider – ein Großteil der schlimmen Visionen bewahrheitet, die auf dieser Website im Juli letzten Jahres niedergeschrieben wurden: die Absicherung des offiziell nach wie vor geleugneten Beitrittsautomatismus der Türkei durch die rot/grüne Regierung, der diktierte anschließende Regierungswechsel, die weitere Polarisierung zwischen dem sogenannten ‚Westen’ und der islamischen Welt, jetzt auch zusätzlich noch die Einbindung Deutschlands in einen weiteren völkerrechtswidrigen Krieg ? Die Vision hat sich bewahrheitet, daß dem deutschen Wähler in Form beider potentiell führenden Regierungsparteien nur die Wahl zwischen einer klaren Befürwortung des Beitrittsautomatismus der Türkei, oder einer Befürwortung der Teilnahme Deutschlands an völkerrechtswidrigen Kriegen bleibt – eine Situation, welche die Niederträchtigkeit der Wahlmanipulationen in den USA 2000 und 2004 und in der Ukraine 2004/2005 noch übertrifft.

Die Kriegsdrohungen Bushs und Israels gegen den Iran sind konkret, weniger durch die Rabulistik Bushs, sondern deutlicher durch Stimmen der Jerusalem Post artikuliert, welche unter der Sub-Überschrift "Mit Israel jetzt" auch in Deutschland und in Deutscher Sprache im Internet publiziert wurden: "Der wirkliche Feind heißt Iran" "Ein Krieg mit dem Iran steht außerhalb jeder Frage …". Die traditionelle Verbundenheit Deutschlands mit dem Iran muß an dieser Stelle bekannt sein, ebenso die seit dem 19.Jahrhundert wiederholten blutigen Aktivitäten Englands, der USA und der sie beherrschenden Mächte zur Unterwerfung des Iran, die Nötigung Irans und anderer Staaten, gegen ihren Willen Deutschland im 2.Weltkrieg als Feindstaat zu bezeichnen und damit die Nötigung Irans, sich in eine Allianz mit seinen eigenen Peinigern zu begeben - also genauso, wie Deutschland derzeit (bis jetzt zum Glück vergeblich) genötigt wird, sich in eine ebensolche Allianz gegen den Iran zu begeben. Erwartungsgemäß daher die Reaktion der Medien auf die Kritik Schröders an den Kriegsdrohungen Bushs: alles nur Wahlkampf (s. redaktionelle Kommentare der Mainzer Allgemeinen Zeitung / MAZ vom 15. und 20.August, sowie weitere Berichte in mehreren Tageszeitungen), eine gerade durch die gequälte Zurücknahme dieses Themas aus der täglichen Berichterstattung eindrucksvoll wirkende Selbstentlarvung der deutschen Medienlandschaft als seit dem Irak-Krieg unverändert in der Hand der kriegstreibenden Mächte stehend. Aus dem Munde von ehemals die deutsche Teilnahme am völkerrechtswidrigen Irak-Krieg propagierenden Personen wird jetzt die Nominierung Schröders für den Friedensnobelpreis als unverdient bezeichnet (zumal er Deutschland damals in eine Allianz mit Syrien ‚gezwungen’ habe, siehe redaktioneller Kommentar der MAZ vom 24.August), sowie die Forderung ausgesprochen, Putin angesichts der russisch-chinesischen Militärmanöver an seiner Ehre zu packen, da der Iran ganz oben auf der Liste derer stehe, welche ‚Ruhe und Ordnung in der Welt in Frage stellten’, so daß für ihn (Putin und seine Streitmacht) daher genug Arbeit da wäre (redaktioneller Kommentar der MAZ vom 18.August) – eine ungute Erinnerung daran, daß es England schon einmal gelungen war, die Sowjetunion im Jahre 1941 von der Notwendigkeit einer gemeinsamen militärischen Unterwerfung des Iran zu überzeugen.

Man muß sich bewußt machen, daß vor diesem historischen Hintergrund und im Wissen um die Größe und das Leiden des iranischen Volkes in den letzten beiden Jahrhundert derzeit durch die Medien der noch von Zeiten des kalten Krieges bekannte Tenor vom Kriegsgegner als "dummen Gutmenschen" gestreut wird. Bereits damals hatte die Gesamtheit der sogenannten ‚Linken’ die von den Oligarchen dem Kommunismus und seinen Satellitenbewegungen zugewiesene Rolle – teils bewußt, teils unbewusst – übernommen, nämlich das nationale Selbstverständnis der westlichen Vasallenstaaten zu unterwandern, sowie mittels betont irrealer Argumente und einem bisweilen dissozialen Aktionismus eine geistig wenig ernstzunehmende Scheinopposition zu den bis heute persistierenden Machtstrukturen zu bilden mit berechenbar ausbleibender Wirkung auf deren Politik. Bekanntlich haben sich gerade in Deutschland viele ehemalige Aktivisten in diese Machtstrukturen willig integriert. So darf erwartet werden, daß die DLPDS in einer künftigen Oppositionsrolle die zusätzliche Funktion eines Fliegenfängers für viele ehrliche Kriegsgegner ausführen wird, was die Beibehaltung des genannten Tenors in den Medien erleichtern wird. Die ‚linke’ außerparlamentarische Opposition weist gegenwärtig eine scheinbare Spaltung auf und vollendet damit wesentliche Ziele der Kriegstreiber: Zum einen die von den offiziellen Medien tolerierten, weil niemals angeprangerten ‚Antideutschen’, die nicht einmal vor einer kritiklosen Stützung der US/israelischen Politik und damit auch nicht vor blutiger Gewalt gegenüber antizionistischen Linken zurückschrecken. Zum anderen sind es die in der Tradition der Spartakisten und ähnlich gesinnter Gruppen stehenden Aktivisten, welche dem ‚deutschen Imperialismus’ vorwerfen, einer der größten militärischen und finanziellen Unterstützer des zionistischen Staates zu sein und mit dem rituellen Lippenbekenntnis zur ‚historischen Schuld’ lediglich einem neuen deutschen Nationalismus und Fremdenhass ein gutes Gewissen verschaffen zu wollen. Diese Gruppen unterhalten enge Kontakte zu palästinensischen und anderen arabischen Gruppen und versuchen dort die These vom ‚Fremdenhass’ zwischen die Araber und das deutsche Volk zu stellen, sowie die These zu verbreiten, daß der ‚deutsche Imperialismus’ letztlich der Feind der Araber sei. Dies alles gipfelt in der These der ‚Freien Deutschen Jugend’, daß selbst die Gegner des Irak-Krieges wie Schröder lediglich von imperialistischen Interessen bewegt gewesen seien und daß nach wie vor "Deutschland der größte Kriegstreiber in der Welt" sei – zwei scheinbare Pole eines offiziell nicht angeprangerten außerparlamentarischen Aktivismus mit gemeinsamen Aufgaben im Sinne der US/israelischen Politik: fortgesetzte Verunglimpfung Deutschlands und (mit jeweils unterschiedlicher Argumentationsweise) gezielte Keilbildung zwischen Deutschland und den arabischen Völkern. Trotzdem muß man die ‚Argumente’ beider Scheinpole kennen und werten: Die ‚Antideutschen’ stellen die eigentliche Endstrecke der linken Bewegung des Westens dar, deren einziges gemeinsames Ziel in ihrem selbst gewählten Namen verankert ist und erklärter Teil des prozionistischen Aktivismus der Antideutschen darstellt – also ein bei aller Bedrohlichkeit und Gewaltbereitschaft glücklicher Fehlgriff des Zionismus im Hinblick auf die ihn selbst betreffende weltweite historische Bewusstseinsbildung. Anders die Argumente der antizionistischen Linken: viele dieser Argumente, etwa der Vorwurf der militärischen und finanziellen Unterstützung Israels, sind isoliert betrachtet stimmig, wenn man die Eingangs erwähnten Sachverhalte außer Acht lässt, mit denen versucht wird, Deutschland gegen den Willen seiner Bevölkerungsmehrheit immer weiter in die ihm zugedachte Vasallenposition einer US/israelisch-imperialistischen Politik zu drängen. Die ganze, vor allem aber die islamische Welt und ihre bei uns lebenden Mitbürger werden sich ihr eigenes Bild von diesen Zuständen in Deutschland machen. Eine gute Möglichkeit hierzu ist, die Begriffe "Deutsch, Deutschland, Deutsche" in den Schriften dieser genannten Gruppen durch die entsprechenden Begriffe des eigenen Landes und Volkes zu ersetzen und sich dann zu prüfen, wie man selbst gegenüber derartigen Aktivisten im eigenen Heimatlande reagieren würde. Freilich wird diese Prüfung in eine von unseren ausländischen Mitbürgern häufig zu hörende Frage münden: "Wie lange lasst ihr Deutsche Euch dies eigentlich noch bieten ?" …

… eine auf die derzeitige multimediale Begleitmusik übertragbare Frage, die inzwischen bereits gewohnte Züge aufweist und eindeutig der Unterstützung einer unpopulären supranational gesteuerten Politik dient: gezielte medientechnische Etablierung einer von gleicher Stelle offiziell beklagten Politikverdrossenheit zwecks verbesserter Wirkung einer wahlkampftechnisch inszenierten Aufbruchstimmung, die von den Medien bei Frau Merkel eingefordert wird (MAZ, redaktioneller Kommentar vom 24.08.2005). Die gewollte allgemeine Depression (im mehrfachen Wortsinn) und Politikverdrossenheit wird dabei insbesondere durch die visuellen Medien gestützt, u.a. mittels der zum Jahreswechsel 2004/05 nötigend in allen Haushalten über das digitale Fernsehen etablierten und von den Bürgern finanzierten Propagandasender, in denen geschickt wertvolle, in den anderen Sendern nahezu ausgeklammerte Sendungen über Kunst, Kultur und Wissenschaft mit Kriegspropaganda abwechseln, welche die gewohnten Halbwahrheiten insbesondere zur deutschen Vergangenheit, zusätzlich aber ausgedehnte euphorisierende Berichte über moderne Kriegstechniken verbreiten. Berichte über ehemalige Kriegsverbrechen der derzeit beherrschenden Mächte werden gesendet – an Werktagen zu Unzeiten zwecks Minimierung ihres Einflusses auf die Meinungsbildung mit dem klar erkennbaren Ziel, sich in kommenden Generationen den Vorwurf der einseitigen Berichterstattung zu ersparen, sowie mit Kommentaren, welche eine offene Anklage ausklammern (zwei der unzähligen Beispiele: es kommen sowjetische Vergewaltiger des Jahres 1945 zu Wort, die unkommentiert über ihren damaligen Hass auf alle Deutschen berichten; die britische Versenkung französischer Schiffe im Jahre 1940, die mehr als 1000 französischer Soldaten das Leben kostete, wird als "bis heute umstritten" bezeichnet mit dem Zusatz, daß diese Aktion immerhin eine Signalwirkung auf Deutschland gehabt habe). Weitere Beispiele für das gewollt deprimierende Programmangebot: auch derzeit die geradezu genüßliche Verbreitung wirtschafts- finanz- gesundheits- und sozialpolitischer Hiobsbotschaften; medientechnisch und hermeneutisch auf dem neuesten Stand befindliche Berichte und in Talkshows stattfindende Beschimpfungsorgien über Verbrechen und Alltagssituationen zu bester Sendezeit mit gezielter Verbreitung niederster Abbilder einer als breite deutsche Wirklichkeit verkauften sozialen und spirituellen Wirklichkeit; Auseinanderdividieren der Menschen des alten Europa, sowie verschiedener Interessensgruppen, die jeweils gleichermaßen von der supranationalen Politik gegenüber Deutschland betroffen sind, etwa LKW-Fahrer und Anwohner im Rahmen der Maut-Problematik, sowie die auf niederträchtige Weise gegeneinander ausgespielten Deutschen der ehemaligen Besatzungszonen durch Politiker (Stoiber) und Redaktionen (15.August, Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung über Stoibers Äußerungen: " ... da gibt es sicher viel klammheimliche Zustimmung der Wessis, die die Ossis sowieso nur (!!) für teure Kostengänger des Sozialstaats Bundesrepublik halten") - nur zwei von unzähligen Beispielen dafür, wie eine alle Lebensbereiche tangierende supranationale Zangenpolitik gegenüber einzelnen Nationen noch zusätzlich gesellschaftspolitisch destruktiv genutzt wird. Gegenüber den durch ihr Alter definierten Hauptlastträgern zur Erneuerung Deutschlands und Europas (welche entsprechend auf ein diesbezüglich animierendes, naturgemäß auch die sog. ‚Unterhaltung’ tangierendes Bildungsangebot angewiesen wären) wird das Hollywood-Konzept einer medientechnisch sich weiter perfektionierenden spirituellen Verarmung der Menschheit fortgesetzt: ganze Batterien an Horror- und Gewaltfilmen in Kino und Fernsehen zwischen Juni und August 2005; einer der bisherigen Höhepunkte: ein als Komödie (!) angelegter Science-Fiction-Film, der mit der Sprengung des Erdballs beginnt und die Darsteller danach allerlei Lustiges im Weltall erleben lässt mit dem Fazit, daß auch nach einer solchen Katastrophe das Leben weiter geht. - Das christliche Abendland im Jahre 2005 a.D. !

Die supranational in Führungsrolle gewünschte deutsche Partei beinhaltet den Namen des Christentums. In der baumeisterlich organisierten Machtübernahme dieser Parteiunion einschl. der medialen Begleitrolle wird nichts dem Zufall überlassen, ebenso wenig wie beim derzeitigen Hauptereignis des Christentums: Der Weltjugendtag, bei dem die Jugend mehrerer Staaten kein Visum erhielt, wird geschickt mit dem Papstbesuch verknüpft und zunächst als überwältigende Zustimmung der Jugend für dessen Auftreten in Szene gesetzt. Erwartungsgemäß dann die wesentlichen Aussagen des Papstes gegen Ende des Besuches: Anklage gegen den ‚islamistischen Terror’ ohne auf dessen Ursachen hinzuweisen, was ebenso auf die Aussage zutrifft "In der Vergangenheit ist viel Böses von Deutschland ausgegangen". Es ist zu erwarten, daß in kommenden offiziellen Geschichtsbüchern diese chronologische Reihenfolge, also die euphorische Zustimmung für den Papst und die genannten Aussagen, in umgekehrter Folge wiedergegeben werden. Wie gewohnt bei derartigen dem Zeitgeist sich anbiedernden, weil in dessen Sinne gefilterten Aussagen aus dem Munde einer scheinbar mächtigen Persönlichkeit erfolgt eine simultane Steigerung des Druckes auf diese Persönlichkeit: die über einen der Propagandasender verbreiteten Reden in der Kölner Synagoge, in der dem Oberhaupt der katholischen Kirche demonstrativ offenbart wird, daß er nicht nur als Papst, sondern auch als gebürtiger Deutscher gesehen wird; klar formulierte Erwartungen, insbesondere nach Öffnung der vatikanischen Geheimarchive; eindeutige Signale, daß man beim Einfordern der formulierten Erwartungen erst am Anfang stehe. Zum Dank bekommt der Papst nach dem Besuch die breit gestreute Überschrift zu lesen, daß die wesentlichen Themen auf dem Weltjugendtag ‚noch nicht’ angesprochen worden sein, die Themen ‚Kondome’ und ‚Homosexualität’ werden ihm hinterher geworfen. Ebenso eindeutig die Signale, was der katholischen Kirche seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen mit der jüdischen Welt zugestanden wird: Der offen deklarierte und von den jüdischen Stimmen ausdrücklich anerkannte Führungsanspruch der Katholischen Kirche für die Christenheit; konfessionelle Selektion der Besucher bei öffentlichen Zeremonien; eine demonstrative und über den katholischen Nachrichtendienst angekündigte Renaissance mittelalterliche Zeremonien, was man ohne das folgende wörtliche Zitat kaum glauben mag: "Der Ablass ist der Nachlass für zeitliche Sündenstrafen, die nach der Vergebung der Sünden im irdischen Leben oder nach dem Tod gesühnt werden müssen. Jedem gläubigen Katholiken, der am Weltjugendtag in Köln und der feierlichen Abschlussmesse mit Papst Benedikt XVI. teilnimmt, wird ein vollkommener (!!) Ablass gewährt. Voraussetzungen für den Ablass sind Beichte, entschlossene Abkehr von jeder Sünde, Kommunionempfang und Gebet in der Meinung (!!) des heiligen Vaters. Allen anderen Gläubigen, die an dem Treffen teilnehmen, wird ein Teil-Ablass (!!) gewährt …" - eindeutige Signale also in Richtung der Gegenreformation und des mit ihr verbundenen christlichen Alleinvertretungsanspruches von Rom, ein medial gestützter Gesamtkurs des Schiffes ‚Christenheit’ im Sinne derer, welche Aussagen und Ereignisse um den Papstbesuch als Anlaß sehen, "hoffnungsvoll in die Zukunft zu sehen", eine nach dem Synagogenbesuch des Papstes breit gestreute Aussage.

An dieser Stelle ist eine Parteinahme für den Mensch Papst Benedikt XVI. angesagt, der neben einer Gruppe von maximal 13-33 Personen als einziger alle Aspekte des auf ihm lastenden Druckes nebst Ultimaten und Drohgebärden gegenüber ihm, der Christenheit und manchen noch geistig freien Ländern dieser Erde kennt. Gerade deshalb muß er sich darüber im Klaren sein, was er und die Christenheit zu erwarten haben, wenn er diesen Kurs weitersteuert. Eine Parallele zu dieser Perspektive findet sich in offiziell instrumentalisierten Hetzblättern gegenüber Staatsmännern, welche ähnliche ‚Zugeständnisse’ getätigt haben, wie z.B. über Kanzler Schröder nach dessen Schuldbekenntnis in Polen ("Er lügt" – auf der Titelseite einer Zeitschrift), oder über Bundespräsident Köhler nach dessen Maximalunterwürfnis in Israel ("Wenn dies wirklich so wäre, wie der Bundespräsident meint, müssten wir uns nicht mit Riesenlettern an unsere Leser wenden.", weiterhin heißt es zynisch: "Auch für den Bundespräsidenten ist ...Name der Seite… kostenlos"). Gehört ein Papst etwa zu der Gruppe der 13 oder 33 Personen ? Von Stuttgart können wir in dieser Hinsicht nichts erwarten; mit die erste Amtshandlung Hubers war die Teilnahme an einer Verunglimpfungskampagne gegen einen Christenmenschen, der die Wahrheit gesagt hat - eine Kampagne, die in ihrer Qualität das Fundament und den roten Faden der Stuttgarter Theologie bis heute fortsetzt. Von Seiten Stuttgarts unkommentiert bleiben somit auch Kampagnen, welche plakativ Martin Luther als einen Menschenfeind und das neue Testament als gefälscht bezeichnen, dabei erwartungsgemäß nicht auf menschenverachtende Passagen in noch älteren ‚heiligen’ Schriften eingehend – feige und über Retorten-Verlage durchgeführte Kampagnen, die derzeit aus dem Munde offizieller Organe noch undenkbar wären.

Worauf der Christenmensch jetzt reagieren muß, ist ihm vorgegeben: Der hoch vernetzte und wahrscheinliche künftige Außenminister Wolfgang Schäuble - auch bekannt durch seine Versuche im sogenannten ‚Deutsch-jüdischen Dialog`, die Werte des christlichen Europa auf seinen jüdischen Ursprung zu reduzieren - bekräftigt seinen Willen, die vom alten Europa unter der Führung Deutschlands erkämpfte teilweise Unabhängigkeit von der äußerlich durch Bush, Scharon, Wolfowitz & Co. geprägten Machtpolitik rückgängig zu machen mit Aussage "Dies ist ein schwerer Schaden, das werden wir ändern", sowie mit der auf Schröder und Putin gemünzten Aussage "Neue Achsen darf es in Europa nicht geben". Über Israel sagt die gleiche Person: "Israel zu unterstützen, als einzige wirkliche (!!) Demokratie im Nahen Osten … muß deshalb ein vitales Interesse Europas sein". Dieser Tage kündigt Scharon gegen alle internationalen Proteste (in den Medien weitgehend ausgeklammert) einen weiteren Ausbau der jüdischen Siedlungen im Westjordanland an. Die verständliche Reaktion der arabischen Völker wird nicht ausbleiben. Zusätzlich äußert Scharon seine Gewissheit, daß er trotz dieser Ankündigung nicht um die weiterhin fließende US-Milliardenhilfe für Israel fürchte.


Besteht noch Hoffnung, daß sich der Verfasser der vorliegenden Schrift irrt in seiner Befürchtung, daß Deutschland gegen den Widerstand seiner Bevölkerung in einen Krieg für die Interessen Israels und gegen die gleich Deutschland derzeit weitgehend entrechteten Völker und Nationen dieser Erde gezerrt werden wird und sich folglich die von Möllemann im Schusswort seiner Flugschrift geäußerte Befürchtung bewahrheitet ?

Gott beschütze den Iran und alle anderen Nationen, Völker und Menschen dieser Erde, welche von den derzeit beherrschenden teuflischen Weltmachtstrukturen bedroht, angefeindet oder betrogen werden,

Gott beschütze Deutschland !



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Bevorstehende Neuwahlen am 18.September 2005

Nach Abschluss der Schrift über Deutschland und ein derzeit wütendes Phänomen (PDF) wurde der folgende Leserbrief der Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung am 28.August 2005 zugesandt - 3 Tage nachdem das Bundesverfassungsgericht endgültig grünes Licht gegeben hatte. Zur Problematik von Wahlen um die Jahrtausendwende im Sinne der sogenannten "Demokratie nach westlichem Vorbild" wird auch auf Berichte über die USA und die Ukraine auf dieser Website verwiesen. Der Leserbrief wurde am 10.September 2005 in der MAZ veröffentlicht, die fettgedruckten Passagen wurden nicht veröffentlicht.



Keine christliche Politik
Politiker wie Frau Merkel und Herr Schäuble können sich eines Wahlsieges sicher sein, weil der Plan des massiven Stimmenraubes in den Lagern links und rechts der Unionsparteien durch das neue Linksbündnis wohl aufgehen wird. Somit kann sich Herr Schäuble als künftiger Außenminister bereits jetzt eine unmissverständliche verbale Fortsetzung seiner Bemühungen erlauben, Deutschland bei entsprechendem supranationalem Beschluss in einen völkerrechtswidrigen Krieg zu schicken. Daß dies dann gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit erfolgt, wird man unter Verweis auf das Wahlergebnis am 18.September zu leugnen versuchen. Die Intentionen von Herrn Schäuble sind durch die Gesamtheit seiner Äußerungen seit der Irak-Krise belegbar, denen er durch die Zurückweisung von Kanzler Schröders Kritik an den Kriegsplänen gegen den Iran eine Kontinuität verleiht. Es geht nicht um Personen oder um eine Partei, die in der jüngeren Vergangenheit vieler christlich motivierter und mutiger Köpfe beraubt wurde. Gerade deshalb muß sich der an "wertkonservativen" Überlegungen festhaltende Wähler im Klaren sein: das was hier inszeniert, geplant, vorbereitet wird, und aus dem Munde von Herrn Schäuble zu hören ist, ist keine christliche Politik, sondern zielt auf eine politische Versklavung Deutschlands im Sinne nicht-christlicher Interessen.


Nachtrag: Am Abend nach Absenden dieses Leserbriefes wird berichtet, daß auf dem CDU-Wahlparteitag in Dortmund zur Einstimmung auf die Rede von Angela Merkel der Song "The show must go on" gespielt wurde.

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Österreich will ergebnisoffene Verhandlungen mit der Türkei

Trotz aller anhaltenden Gefahren für die frei denkende Welt kann der Bürger auf 12 Monate zurückblicken, in denen auch eine positive Entwicklung stattgefunden hat, nämlich der anhaltende und in seiner Deutlichkeit alle Erwartungen übertreffende Widerstand der Europäer und der Deutschen (gemeint sind natürlich die Menschen und nicht die Regierungen) gegenüber Bedrohungen, die noch vor einem Jahr in der Schrift Der Neue Landbote (PDF) ins Bewußtsein gerufen wurden: Die EU-Verfassung wurde durch die Stimme des europäischen Bürgers vorerst vereitelt; unabhängig vom weiteren Ausgang der deutschen Koalitionsverhandlungen hat der Wähler gegen alle offiziellen Spekulationen der noch im vorherigen Leserbrief befürchteten Etablierung einer vollständig der US/Israelischen Politik hörigen Regierung eine Absage erteilt; jetzt auch noch eine erfolgreiche Vereitelung des offiziell uneingestandenen Automatismus zur EU-Vollmitgliedschaft der Türkei ? Die erwartungsgemäßen Reaktionen der Medien und der türkischen Regierung auf den historisch bedeutsamen Vorstoß Österreichs Ende September 2005 werden im folgenden Leserbrief kommentiert. Der Leserbrief nimmt Bezug auf einen für diese Reaktionen typischen redaktionellen Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) vom 01. Oktober 2005 mit der Überschrift "Die Fehler der Vergangenheit", wobei insbesondere der im Leserbrief zitierte Schlussatz des redaktionellen Kommentars bedeutsam ist. Mit Fehler sind hier die angeblich Jahrzehnte alten Versprechungen Europas gegenüber der Türkei gemeint, eine in den Medien breit und redundant gestreute Verdrehung der historischen Tatsache, daß sich die Aussagen europäischer Politiker vor Jahrzehnten auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit in einer Wirtschaftsgemeinschaft und nicht auf eine politische Union bezogen hatten. Im Rahmen dieses Themas wird auch auf eine Aussage von Joseph Fischer verwiesen, zu der in einem anderen Leserbrief Stellung bezogen wurde. Es besteht kein Zweifel, daß die österreichische Regierung auch unter dem Druck der eigenen Bevölkerung gehandelt hat. Umso mehr kann heute - Stand Oktober 2005 - in der Gesamtschau gelten : Hut ab vor den Europäern ! Wieder mal ein dickes Fragezeichen hinter das "Annuit coeptis" gesetzt.
Der folgende Leserbrief wurde der MAZ am 03.Oktober 2005 zugesendet.




Fehler rückgängig machen
Fehler der Vergangenheit müssen, wenn irgendwie möglich, rückgängig gemacht werden. Genau dies hat die österreichische Koalitionsregierung unter breiter Zustimmung auch der Oppositionskreise und der europäischen Bevölkerung angestrebt. Für den mitdenkenden Bürger kommen der darauf reagierende Medienkommentar des "Unseriösen" und die säbelrasselnde Rabulistik Erdogans durchaus erwartungsgemäß: Seine Drohung von der "ganz anderen Antwort der Türkei, als dies bisher der Fall gewesen war" hat seine Entsprechung in der bekanntermaßen niedrigen Hemmschwelle, die im täglichen Miteinander des europäischen Alltags selbst bei berechtigter Kritik entsprechende ethnisch dominierte Reaktionen bis hin zur physischen Bedrohung hervorrufen kann, zumal diese gesellschaftliche Situation und der Türkeibeitritt durch eine Interessensgemeinschaft gestützt wird, deren Machtstruktur dem Europäer nicht minder bewußt ist. Immerhin wird dem Europäer das Durchschauen des baumeisterlichen Planes zur EU-Vollmitgliedschaft der Türkei leicht gemacht: die hierzulande lebenden Türken werden gewohnt pauschal als "gute Mitbürger" bezeichnet, die breite Ablehnung der eine Militarisierung Gesamteuropas diktierenden EU-Verfassung wird wider besseres Wissen beharrlich geleugnet, schließlich wird dem Bürger eine Logik zugemutet, die ebenso lachhaft wie für die gegenwärtige machtpolitische Linie repräsentativ ist: "Die Fehler der Vergangenheit zwingen wohl zu einem neuen Fehler: der EU-Aufnahme der Türkei".


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Schröder: Auch künftig keine deutschen Soldaten in den Irak !

Am Nachmittag des 12.Oktober wurde in den Hörfunknachrichten einmalig über eine Pressemitteilung von Bundeskanzler Schröder informiert. Noch am gleichen Abend wurde der folgende Leserbrief verfaßt - in Erwartung der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erfolgenden (und auch tatsächlich erfolgten) Ausklammerung der zwei Hauptaussagen dieser Pressemitteilung aus der gedruckten Tagespresse, so geschehen auch im Falle der Mainzer Allgemeinen Zeitung. Der Leserbrief wurde in seiner ursprünglichen Form (also in der Version vom 12.Oktober) der Mainzer Allgemeinen Zeitung am 14.Oktober 2005 zugesendet.



Zwei Richtlinien auch für die Ära nach Schröder
In den inzwischen zahlreichen gedruckten Berichten seit dem Verzicht des noch amtierenden Bundeskanzlers Schröder auf eine erneute Kanzlerschaft fehlen zwei für Deutschland entscheidende Informationen, die am Nachmittag des 12.Oktober einmalig im Hörfunk vermittelt wurden: Bundeskanzler Schröder habe im Gespräch mit den Unionsparteien Einvernehmen darüber erzielt, daß auch in Zukunft keine deutschen Soldaten in den Irak entsendet werden. Als weitere Richtlinie bestehe die Beibehaltung einer guten und einvernehmlichen Beziehung zwischen Deutschland und Russland unter seinem derzeitigen Präsidenten Putin. Die Bekanntheit dieser Information wird für den Bürger in der kommenden Zeit eine entscheidende Stütze sein, ebenso wie die Kenntnis des aktuellen Urteils des Bundesverwaltungsgerichtes von Anfang September: Die von Deutschland genehmigten Überflugsrechte für amerikanische und britische Flugzeuge während des Irak-Krieges hätten dazu gedient, das militärische Vorgehen beider Länder zu stützen, was im Hinblick auf das völkerrechtliche Gewaltverbot und das Haagener Abkommen nicht mit dem Völkerrecht vereinbar gewesen sei.


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"Drogen aus den verschiedenen Nachtszenen kaum wegzudenken" (!!)

Der bisher erste Leserbrief auf dieser Website, der nicht der Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung sondern einer anderen Zeitschrift am 13.November 2005 zugesendet wurde: der vermeintlich unpolitischen Musikszene-Zeitschrift "Groove", die dem Verlag "Piranha Media GmbH" angehört. Der Leserbrief reagiert auf zwei Artikel namens "Leben im LaLa-Land" und "I was on" aus der Nov/Dez-Ausgabe.
Dieser Leserbrief gehört auf eine Website, in der es wesentlich um die Darstellung der aktuellen massiven Widerstände gegen eine einseitige (Medien)-Politik geht, einer Opposition also, die auch von der jungen Generation getragen wird. Im erstgenannten Artikel von "Groove" wird dagegen folgende Behauptung aufgestellt: "Feiern und Drogen nehmen ist nach wie vor äußerst attraktiv: Im gegenwärtigen Alltag, in dem es kein Aussteigen, keine radikale Opposition gibt, ist der Rausch nicht wegzudenken".

Der folgende Leserbrief soll Stütze und Weckruf für unsere junge Generation sein, sowie eine Offenlegung der journalistisch verbreiteten Sichtweise zum Thema Drogen innerhalb derjenigen Szene, die u.a. als so bezeichnetes "neues europäisches Kulturgut" jeden Sommer in Form der sogenannten "Love-Parade" eine wohlkonzipierte Sogwirkung auf die junge Generation an den Orten deutscher Geschichte im Herzen Berlins ausüben soll.




Schockierende Signale einer Szenezeitschrift
Mit einigem Erstaunen muß man feststellen, daß diese Artikel - so ausführlich sie auch die gegenwärtige Technoszene und ihre Varianten beschreiben - in ihrer Grundtendenz nicht etwa eine neutrale Sichtweise auf Drogen vermitteln (was schlimm genug wäre), sondern allen unbefangenen Adressaten Ihrer Zeitschrift eindeutig eine Einladung und Neugierde auf die Wirkung der Drogen vermitteln. Die Möglichkeiten der Klangsynthese, sowie die heutigen Möglichkeiten der klanglichen Kreativitätsentfaltung auf dem eigenen Rechner sind so erstaunlich und vielfältig, daß diese alleine ein gewisses Suchtpotential im positiven Sinne entfalten können und auch für den passiven Hörer einen Erfahrungshorizont bieten, der doch eigentlich das Gegenteil eines chemischen Drogenkonsums darstellt und zudem viel billiger ist. Auch der Name Ihrer Zeitschrift bezeichnet etwas rein Musikalisches und Positives – genügend Anlaß also für eine Berichterstattung, deren Tendenz keinen Zweifel läßt an der Unterstützung des breit geteilten Slogans "Keine Macht den Drogen".
Was findet der Leser stattdessen: Passagen wie "Feiern und Drogen nehmen ist nach wie vor äußerst attraktiv" ; "das Kiffen ermöglicht eine einzigartige, tiefe Entspanntheit und ein räumliches Hineindenken in die Musik" ; die Aussage, daß Drogen als Beschleuniger kaum aus den verschiedensten Nachtszenen wegzudenken sind, gepaart mit der unkommentiert wiedergegebenen ungeheuerlichen Aussage "Ich hatte schon sehr früh die Erkenntnis, daß eine Party oft eine therapeutische Maßnahme für alle Beteiligten ist. Der Club als eine Art Anstalt". Die Liste derartiger Passagen aus beiden Artikeln könnte fortgesetzt werden.
Ein häufiges Gegenargument auf eine solche Kritik ist die, daß man sich um eine "neutrale" Aufarbeitung der Realität, einschließlich der Wirkungsweise und Gefahren der Drogen, sowie um die Angabe der Anlaufstellen für Suchtfragen bemüht habe. Dies ist erfolgt. Auch wird oft darauf verwiesen, daß der Leser mündig genug sei, für sich selbst entscheiden zu können. Ist dies wirklich so? Empfinden Sie selbst, daß mit dieser Berichterstattung den Menschen – also den Adressaten ihrer Zeitung – Genüge getan wurde, zumal Sie selbst betonen, wie nahe liegend der Griff zur Droge in der von Ihnen journalistisch abgedeckten "Musikszene" mittlerweile ist? Widerspräche eine sinngemäße und vor allem dauerhafte Vermittlung des Slogans "Keine Macht den Drogen" den Intentionen der Piranha Media GmbH?
Um eine Antwort auf dieses Schreiben wäre ich Ihnen dankbar, insbesondere natürlich um einen Abdruck Ihrer Antwort in einer der nächsten Groove-Ausgaben – hoffentlich mit einem eindeutigen Signal gegen jeglichen Drogenkonsum.
//

In der Groove-Ausgabe Jan/Feb 2006 wurde dieser Leserbrief in gekürzter Form abgedruckt, zusammen mit der folgenden Antwort:
"Sicher ist mit unserem Special nicht das letzte Wort zum Thema Drogen in der Clubkultur gesagt. Und tatsächlich haben wir uns bewusst dagegen entschieden, Texte zu verfassen, deren einzige Funktion ist, zu dem Fazit -Keine Macht den Drogen- zu gelangen. Das heißt jedoch nicht, dass mit der Aussage, Drogen seien als Beschleuniger aus den verschiedenen Nachtszenen kaum wegzudenken, der Konsum dieser befürwortet werden sollte. Vielmehr war unsere Intention, über aktuelle Entwicklungen zu berichten und ja, auch über die Risiken zu informieren."



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Indiskutable Reaktionsweise eines Volkes

Der Brief reagiert vor allem auf das, was bei seiner Veröffentlichung ausgeklammert wurde: das inzwischen berechenbare Ausbleiben einer angemessenen journalistischen Einforderung von mehr Benehmen, Kultiviertheit und Disziplin an die türkische Adresse zu unterschiedlichen Anlässen, hier bezogen auf das Fußballspiel Türkei-Schweiz in Istanbul im November 2005. Ein winziger journalistischer Lichtblick: das unvergessene Foto vom Empfang der Schweizer Spieler durch ihre Fans und Familien mit einem Plakat im Hintergrund: "Willkommen in der Zivilisation !".
Der Leserbrief wurde der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) am 18.November 2005 zugesendet und am 10.Dezember 2005 veröffentlicht. Die im Folgenden fettgedruckten Passagen wurden nicht veröffentlicht.




... zur traurigen Gewohnheit geworden
Die Ereignisse und Reaktionen um das Fußballspiel in Istanbul bestätigen erneut, was zur traurigen Gewohnheit geworden ist und sich schnell zur Mahnung wandeln muß: Die indiskutable Reaktionsweise eines Volkes auf Niederlagen und Kritik an klarem eigenen Fehlverhalten; die belegbare Tatsache, daß diese Reaktionsweise durch den türkischen Staat und seine Medien gestützt und selbst vertreten, sowie in unheilvoller Weise außenpolitisch instrumentalisiert wird; schließlich die berechenbare Vermeidung einer angemessenen Einforderung von Disziplin und Selbstkritik an die türkische Adresse durch die europäischen Medien. Dieser korrekturbedürftige Zustand verpflichtet zu einer schonungslosen Analyse und zur Abwehr seiner bisherigen Ursachen. Es geht um keine geringere Herausforderung als um das Durchbrechen einer vor allem auf Angst aufgebauten Mauer des öffentlichen Schweigens, auch mitten in unserem Land und um der Zukunft Europas willen!


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Kriegsdrohung aus dem Munde der "Jerusalem Post"

Anfang Dezember 2005 fielen auf der internationalen Konferenz "Die Welt ohne Zionismus" in Teheran Worte, die in den westlichen Medien dem iranischen Staatspräsidenten zugeschrieben wurden, ohne daß auf die Konferenz selbst oder gar auf deren Inhalte auch nur entfernt eingegangen wurde.
Zusammengefaßt wurden folgende Aussagen publiziert: "Manche der europäischen Staaten bestehen darauf, daß Hitler Millionen von unschuldigen Juden ermordet hat. Jeder, der das sogar mit konkreten Beweisen bezweifelt, wird entweder verurteilt oder landet im Gefängnis. Wir erkennen diese Behauptungen (Holocaust) nicht an, aber auch falls es wahr sein sollte, stellen wir den Europäern die folgende Frage: Ist die Ermordung von unschuldigen Juden Grund genug, um Besatzer in Jerusalem zu unterstützen? Falls die Europäer es ehrlich meinen, sollten sie den Zionisten in einigen ihrer Länder, wie z.B. Deutschland oder Österreich, einen Platz geben. Statt die israelischen Angriffe gegen die Palästinenser zu thematisieren, widmet sich der Westen dem Märchen vom Massaker an den Juden.". Ohne Originalzitat wird noch angefügt, Ahmadinedschad habe den Westen "beschuldigt, unschuldige Nationen zu unterdrücken".
Der folgende Leserbrief wurde der MAZ am 11.Dezember 2005 zugesendet. Aufgrund der sich überschlagenden Berichte wurde kurz darauf, am 15.Dezember 2005, der weiter unten aufgeführte zweite Leserbrief zum gleichen Thema versendet.




Ungeheuerlich
Setzt man voraus, daß alle wesentlichen der jüngsten Äußerungen des iranischen Präsidenten in den deutschen Tageszeitungen publiziert wurden, so ist nachprüfbar, daß zwar der bekannte und kontrovers diskutierte Standpunkt über den Rechtsstatus Israels wiederholt wurde, jedoch keine Kriegsdrohung aus dem Munde Ahmadinedschads erfolgt ist. Anders von israelischer Seite: bereits im Jahre 2002, also noch zur Zeit des international hoch angesehenen Präsidenten Chatami, publizierte die ‚Jerusalem Post’: "Ein Krieg mit dem Iran steht außerhalb jeder Frage", eine Aussage, deren Ungeheuerlichkeit durch ihre bis heute anhaltende internationale Publikation unterstrichen wird, etwa in deutscher Sprache unter der Überschrift "Mit Israel jetzt". Die Äußerungen des iranischen Präsidenten über einen zionistischen Staat auf deutschem Boden sind klar als sarkastisch und nicht ernst gemeint erkennbar, wenn auch der offiziell kritiklosen Unterwürfigkeit vieler westlicher Länder unter die politischen Prämissen Israels angemessen. Dieser Sarkasmus steht im krassen Gegensatz zu seiner Ursache: der unmissverständlichen Ankündigung eines Krieges aus dem Sprachrohr der ‚Jerusalem Post’, was sich niemals bewahrheiten darf.


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Zu den neuerlichen Aussagen des iranischen Staatspräsidenten Ahmadinedschad

Bezug nehmend auf die Äußerungen von Präsident Ahmadinedschad (siehe oben: vorheriger Leserbrief) wurde dieser zweite Leserbrief der Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) am 15.Dezember 2005 zugesendet.



... Stand 14./15.Dezember 2005
Die aktuelle Diskussion um die vom iranischen Präsidenten aufgeworfenen Themen hat seit gestern eine neue, wenn auch nicht unerwartete Situation geschaffen, die vor allem die Menschen im Westen zum Überdenken ihres bisherigen Standpunktes anregen sollte: Die durch die Reaktionen Israels und seiner nahe stehenden Verbände erfolgte Verknüpfung zwischen der Äußerung definierter historischer Standpunkte und der darauf reagierenden Androhung einer kriegerischen Reaktion. In einer derart aufgeladenen geistigen Situation ist eine nüchterne Vergegenwärtigung dessen gefordert, was als real existierender geistiger Konsens der breiten Mehrheit der in Deutschland lebenden Menschen nicht zu leugnen ist: Die Erkenntnis, daß nichts auf der Welt einzelne Staaten und Mächte dazu berechtigt, andere Völker und Länder dieser Erde zu unterdrücken, anzufeinden, oder für die eigenen Zwecke zu benutzen – ein Zugeständnis an den gleichlautenden Standpunkt des iranischen Staatspräsidenten, was dem vortrefflichsten Ziel der Menschheit in dieser dunklen Zeit dienen soll: der unbedingten Erhaltung des Weltfriedens.


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Eine Formulierung aus dem Müllhaufen der Geschichte

Wieder einmal überschlagen sich die kommentarbedürftigen Medienberichte, genau wie damals um den Jahreswechsel 2002/2003, kurz vor Ausbruch des Irak-Krieges. Hier also ein dritter Leserbrief zum gleichen Thema, abgesendet am 18.Dezember 2005, Bezug nehmend auf den Artikel "EU und Bundestag stehen hinter Israel" in der MAZ vom 17.Dezember 2005 (siehe auch oben: die beiden vorherigen Leserbriefe zu Iran und Israel).
Aus Gründen der Aktualität werden diese Leserbriefe zeitgleich mit ihrem Absenden auf dieser Website publiziert. Wiederholt sei darauf hingewiesen, daß die Drohungen Israels nicht auf Ahmadinedschads Äußerungen bezogen sind, sondern bereits im Jahre 2002 aus dem Munde der "Jerusalem Post" erfolgten: "Der wirkliche Feind heißt Iran" und "Ein Krieg mit dem Iran steht außerhalb jeder Frage". Damit sind die Worte Ahmadinedschads und die Teheraner Konferenz eindeutig als Reaktion und nicht als Ursache der gegenwärtigen prekären Situation definiert. Ebenfalls bemerkenswert: als Quelle für BND-Informationen wird in dem genannten Artikel die Bild-Zeitung erwähnt!




Inakzeptabel
Die Formulierung "EU und Bundestag stehen hinter Israel" ist in Aussage und Absicht gleichbedeutend mit etwas, was die Deutschen aus eigener Kraft überwunden und dauerhaft durchschaut haben: "Die Deutsche Demokratische Republik steht fest an der Seite der Sowjetunion". Wer behauptet, daß die Eingangs zitierte Überschrift von anderer Qualität sei, hat die sinngleiche Äußerung von Johannes Rau in Jordanien vom Sommer 2003 offenbar vergessen: "Deutschland steht fest an der Seite Israels". Es bleibt die beruhigende Gewissheit, daß derartige (sich demnächst wohl häufende) Floskeln gerade in Deutschland künftig die entgegengesetzte Wirkung als die eigentlich beabsichtigte hervorrufen werden: Die Erkenntnis, daß man sich immer dann aus dem geistig-rhetorischen Müllhaufen der Geschichte bedient, wenn es etwas zu verbergen gibt.


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Zustandsbeschreibung - Stand 18. Dezember 2005


Halbzeit des Jahrzehnts der globalistisch-modischen Entgleisung in den "Demokratien nach westlichem Vorbild" und erklärtermaßen neu eingemeindeten Staaten ( feuerrote und orangene Krawatten vor laufender Fernsehkamera). In Teheran wird eine internationale Konferenz abgehalten, über die auch im Internet nichts zu erfahren ist, außer den als persönliche Äußerungen von Präsident Ahmadinedschad publizierten Aussagen. Die Konferenz trägt den Titel:

Die Welt ohne Zionismus
(The World without Zionism)

Was passiert hierzulande:

- Zunächst nichts unerwartetes: die Lobbyisten reagieren und sprechen, entsprechende Zusicherungen von Müntefering; Hetze der Bildzeitung, nicht nur gegen Ahmadinedschad ("Hassprediger, Hetzer, die ganze Welt (!!) in Sorge, Der gefährlichste Mann der Welt, Er will Israel vernichten, Er baut die Atombombe, Stürzt er uns in den nächsten Krieg?, Wer kann ihn stoppen?, In sein schwarzes Herz schaut keiner, und niemand weiß, wie er zu stoppen wäre"); gleichzeitige Publikation eines Fotos von Ariel Scharon mit der Wirkung des "guten Onkels" (alles in Ausgabe 293/50 vom 15.12.05); der Berliner Oberstaatsanwalt Detlef Mehlis publiziert seinen zweiten UN-Bericht mit erwartungserfüllender Anklage gegen Syrien und wird prompt mit einer Spekulation belohnt: Aussicht auf den Posten des Generalbundesanwaltes (Mainzer Allgemeinen Zeitung-MAZ, 12.12.05); erwartungserfüllende Aussage von Wolfgang Schäuble zum Fall Susanne Osthoff, daß dieser Fall eine Warnung für Deutschland sei und daß der "Terror" jederzeit auch unser Land treffen könne; in den Medien nur kleingedruckt wiedergegeben: Bush wollte den Sender Aljazeera (Al Dschasira) bombardieren / keine Anklage / stattdessen lichtet ein deutsches Magazin die auf "Young Leader" gestylte Rice mit dem bereits ergrauten Steinmeier ab mit der Überschrift "Steinmeier zum Antrittsbesuch bei der großen (!) Amtsschwester" ; die Deutsche Bank wird erneut in Schuld gesetzt angesichts der nicht hausgemachten Probleme / das Logo der Dt.Bank wird spiegelverkehrt (also mit einem nach unten statt nach oben weisenden Balken) abgelichtet / Formulierung, daß Dt.Bank-Chef Ackermann ein Gespür für Fettnäpfchen habe / und, und, und – Teil der Vorbereitungen zur Übernahme der Dt.Bank durch die mit unheilvoller Geschichte belastete Citigroup derart, daß der Dt.Bank selbst hierfür die Schuld gegeben wird. Keine Resignation bei soviel Teufelsküche: Bewahrung des Glaubens, daß ein solches Ereignis durch vorherige öffentliche Bewußtmachung seines Bauplanes vereitelt werden kann! - An dieser Stelle Zuspruch und Stütze für Dt.Bank-Chef Ackermann, der sich wie Welteke in der Vergangenheit klar für eine nationale Konsolidierung des deutschen Finanzwesens ausgesprochen hatte und wahrscheinlich nicht freiwillig den Bilderbergertreffen beiwohnt ! -

- Merkel: Abgelichtet auf der Titelseite eines Magazins mittels eines technisch hervorragenden, wenn auch eindeutig als solches zu erkennenden Musterbeispiels der digitalen Bildbearbeitung mit der Überschrift: "Jetzt verzaubert sie alle" ; breit angekündigte Diskussion um das angeblich unerwartete schlechte Wahlergebnis der Unionsparteien, die eigentliche und bekannte Ursache ausklammernd; in London: "Wir werden die deutsch-britischen Konsultationen auf Regierungsebene wieder aufnehmen. Die haben seit 1998 nicht mehr stattgefunden." also: statt Achse zu Putin jetzt Achse zu Ro zum britischen Oberhaus, denn dort wird bekanntlich nicht nur britische Politik gemacht; ein verfassungswidriger Koalitionsvertrag wird verabschiedet, denn die Höhe der Neuverschuldung übersteigt die Investitionen / eine angeordnete Fortsetzung der Schuldenfalle Deutschlands, nachdem die Unionsparteien Wahlwerbung mit der gigantischen Staatsverschuldung Deutschlands gemacht hatten / Köhler unterschreibt, seine kurzfristig geäußerte Kritik wird seit der Unterzeichnung nicht mehr in den Medien wiedergegeben; das Wort des Jahres 2005 heißt "Bundeskanzlerin" ; zur CIA-Affäre um Khaled El Masri rät ihr die Redaktion der MAZ am 06/07.12.05 unter Hinweis auf die Notwendigkeit der "Verbesserung" der Beziehungen zu Washington: "Augen zu und durch" (soll heißen: alles mitmachen und schweigen); damit Versuch der Etablierung eines klaren weltpolitischen Bauplanes: die Betroffenen (hier: die Deutschen) sollen sich gegenseitig die Schuld zuschieben, wenn die großen Geheimdienste des Westens Fehler oder Unrecht begehen, hier gepaart mit dem erkennbaren Versuch, die Regierungsmitglieder der ehemaligen und weltpolitisch teilweise ungehorsamen rot/grünen Regierung zu belasten.

- Das Erfreuliche: Der Barcelona-Gipfel von November 2005 wird zum Erfolg, indem auf der Konferenz die klare (wenn auch nicht in die Abschlußerklärung aufgenommene) Aussage fällt, daß Widerstand gegen eine unrechtmäßige Besatzung legitim ist. Der Erfolg ist überprüfbar durch die hierzulande breit gestreute Aussage, daß "Diplomaten" von einem Mißerfolg sprechen. Leider wird dieser Erfolg derzeit überspült durch die fortgesetzten Versuche der offiziellen Anfeindung Irans und Syriens.

- Innenpolitisch fortgesetzter medienwirksamer Aufbau einer längst zum gefügigen humanistischen Zombie verkommenen bunten Scheinopposition aus dem Dunstkreis der Marx'schen Schöpfung (Albert Massiczek – Der menschliche Mensch / Karl Marx’ jüdischer Humanismus – Europa-Verlag 1968) zwecks Absicherung des Zustands der berechenbar ausbleibenden Behinderung der aktuellen politischen Baupläne; Als Gegenpart zur derzeitigen Antisozialpolitik unter Merkel ("Laßt uns mehr Freiheit wagen") wird das Gedenken an Her Willy Brandt angeboten ("Laßt uns mehr Demokratie wagen") / wohlwissend, daß beide Personen zwei Denkweisen einer Medaille repräsentieren und jeweils auf ihre Weise an der fortgesetzten Entrechtung der Deutschen beteiligt waren bzw. sind. Ein anderes Beispiel: Gregor Gysi neben dem ehemaligen israelischen Botschafter Ave Primor während einer Fernsehdiskussion zum Themenkomplex CIA/Geheimdienste/El Masri: "Ja, in was für einer Welt leben wir denn eigentlich?" / Primor dabei mit sichtlich beruhigten Gesichtsausdruck, wissend um die Sicherheit, daß in dieser Runde keine kritischen Aspekte zum Geheimdienst seines Landes aufkommen werden. Die gleiche wöchentliche Fernsehsendung kündigt für den 18.Dezember eine weitere Diskussionsrunde an, deren Titel dem bisherigen Konzept dieser Sendung gerecht wird: Jeweilige Einleitung einer schwerwiegenden Thematik mit einem die Grenze der Beleidigung tangierenden (und damit Medienmacht demonstrierenden) persiflierenden Spot + Vermittlung des Bildes eines schwachen Deutschlands, diesmal mit dem ungeheuerlichen Titel "Ist Deutschland besser als sein Ruf?".

- Weihnachtsprogramm: Medienumfrage "Was bedeutet für Sie die Weihnachtszeit" mit den ausschließlichen Alternativen "Jahresende, Besinnlichkeit, Tradition, Konsum, Hektik, Nichts" ; Actionkino für Kinder, die Szenen des ersten (und damals noch schockiert aufgenommenen) Harry Potter-Films weit übersteigend; im Weihnachtsschaufenster einer großen Kaufhauskette etwas neues: statt Nikolaus und Knecht Ruprecht jetzt ein Rabbi und seine Kobolde; die bereits gewohnten Fernsehsendungen zu dieser Jahreszeit, teils als Wiederholungen (u.a. über Judas, Cumran-Rollen, etc.); auf den gleichen Sendern weiterhin euphorisierende technische Kriegsberichte mit der Aussage "In der Zukunft wird man weit bessere Waffen bauen" ...

- ... die realpolitische Brücke: Nötigung Deutschlands zur Verschleuderung von technischem Know-How und U-Booten an Israel mit der numerisch eindeutigen und signalartigen Selbstbeteiligung von 666 Millionen € und damit Versuch der Unterwerfung unter den Bauplan einer engen Korrelation zwischen nationalem Wohlergehen und einer gigantischen Rüstungsindustrie im Interesse anderer Staaten und gegen das Interesse vieler dem traditionellen Deutschland immer noch geistig nahe stehenden Nationen; zum Ausgleich: die fortgesetzte finanzielle, wirtschaftliche, bildungs- und hochschulpolitische Schröpfung der Deutschen bis unter das Sozialniveau, die sich gleichzeitig die Vorwürfe der selbsternannten antizionistischen Linken von der deutschen Kriegstreiberei anhören müssen ("Deutschland ist nach wie vor der größte Kriegstreiber in der Welt", eine nach dem Widerstand gegen den Irak-Krieg aufgestellte Behauptung der sogenannten "Freien Deutschen Jugend"). Gleichzeitige Anklage Deutschlands durch Kirchen (!!!) und andere außerparlamentarische Gruppen; gleichzeitige Behauptung aus der nicht unbedeutenden Jugend-Freizeitszene vom Alltag, in dem es heute keine radikale Opposition mehr gäbe und aus dem Feiern und Drogen nicht mehr wegzudenken wären. Das Positive: die einzelnen Menschen in den Redaktionen der scheinbar gänzlich kontrollierten Medien, welche mithelfen, der Publikation des durch unser Land gehenden allgemeinen Aha-Erlebnisses Raum zu verschaffen: In einem Leserbrief wird die Kürzung des Weihnachtsgeldes für Beamte beklagt und ironisch kommentiert: "Da kommt der betuliche Beamte doch ins Schwärmen: Meine eingesparte Sonderzuwendung wird zur Schraube an der Tür der Offiziersmesse eines israelischen U-Bootes". Hier ein weiteres Beispiel, die Liste der lesenswerten Beiträge ließe sich fortsetzen.

- Der sich nach oben schließende Kreis als Krönung: Die aktuell durchaus originelle Reklame-Offensive des dem Bauplan der breitesten deutschen Tageszeitung gehorchenden Organs, welches es bekanntlich bereits in personifizierter Form zum Amt des Regierungssprechers der BRD gebracht hatte, was ihr jetzt vom damaligen Chef gedankt wird: Ende 2005 – Altbundeskanzler Hen Helmut Kohl macht in einem Fernsehspot Reklame für die Bildzeitung, indem er einen von Ihm handgeschriebenen Zettel in die Kamera hält mit einem bekannten Spruch, der an dieser Stelle - losgelöst von seiner kommerziellen Verwendung - als Aufforderung stehen sollte:

Bild Dir Deine Meinung
(Form your own Opinion)


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Zum Jahreswechsel 2005/06

Der bislang zweite Artikel dieser Website, der sich nicht auf einen Artikel der Mainzer Allgemeinen Zeitung bezieht, sondern auf eine Ausgabe des Magazins "Der Stern" (52/2005), in dem drei verschiedene Artikel - sicher ungewollt - um einen tiefgreifenden Themenkomplex kreisen, der den aktuellen Jahreswechsel und Jahresrückblick bestimmt:

Einfordern, Anordnen, Definieren, Anzweifeln, Ausklammern und portioniertes Freigeben dessen,
was als Wahrheit bezeichnet wird.

Zunächst zum Aspekt des Anzweifelns, der in Form eines Artikels über die Jungfrau Maria daherkommt, ein Paradebeispiel der derzeit breit die westliche Medienlandschaft durchziehenden und bereits mehrfach auf dieser Website besprochenen Methodik der Kombination von Ironie, Zynismus und gestreutem Zweifel zu hohen christlichen Feiertagen. Auf dem Titelblatt dieser Stern-Ausgabe: "Geheiligt sei die Familie - Die neue Sehnsucht nach Geborgenheit" ; gezeigt wird eine vierköpfige und zeitgemäß gekleidete Familie in einer Winterlandschaft mit einem Heiligenschein über dem Kopf jedes Familienmitgliedes. Hier Auszüge aus dem Artikel über Maria:
- Überschrift: Die Unschuld vom Lande (!!!);
- ... Sohn Jesus, dem Gottmenschen, ohne dessen Karriere wohl niemand von ihr wüsste und für dessen strahlendes Image sie immer wieder geschmückt und geliftet wurde ...
- Ein atmendes junges Mädchen aus der Provinz wurde in zwei Jahrtausenden durch Dogmen und Dichtung zur weißhäutigen Gipspuppe mit Goldkranz und debilen Zügen eingefroren. Wie eine Sakro-Barbie wird sie seither in feine Kleidchen gehüllt ...
- Unter all dem Schutt von Lügen und Legenden aber pulst in ihr noch immer das Leben ...
- Es braucht kein Theologiestudium, nur gesunden Menschenverstand, um zu spüren, daß bei der reinen christlichen Lehre etwas nicht stimmt ...
- Denn nur dazu dient ja die komplizierte Empfängnismethode: Soll das Kind etwas besonderes sein, muss es auch auf besondere Weise gezeugt werden. So war das schon immer ...
- Die vorsätzliche Alterung (von Josef) bringt einen bedeutsamen Vorteil: Da er, respektlos gesprochen, ohnehin nur stört im trauten Miteinander von Maria und Heiligem Geist, erlaubt es ein nur mal so angenommenes hohes Alter, Josef alsbald natürlich entsorgen zu können ...
- ... wird erst einmal an einer Stelle der Biographie ein bisschen geschönt, muss meist auch anderswo etwas nachgebessert werden, damit das Bild stimmig bleibt ...
- ... jeder weitere Ehrentitel Marias stützte vor allem den allmächtigen Anspruch ihres Sohnes - aus der Mittlerin zum Heil wurde ein Mittel zum Zweck.

Ausgeklammert und damit der öffentlichen Meinungsbildung vorenthalten wurde der bekannteste Aspekt des Zweifelns an der christlichen Marienüberlieferung: Die Passage aus dem Babylonischen Talmud, Sabbath Fol.104b, die im Folgenden aus der Übersetzung ins Deutsche durch Lazarus Goldschmidt (Jüdischer Verlag im Suhrkamp-Verlag, 1996, Band I, Seite 749) zitiert wird: " … Es wird gelehrt: R.Eliézer sprach zu den Weisen: Der Sohn Satedas brachte ja Zauberkünste aus Micrajim durch Ritzungen auf seinem Leibe!? Sie erwiderten ihm: Dieser war ein Narr und von Narren ist kein Beweis zu erbringen.- ‚Sohn Satedas`, er war ja der Sohn Panderas !? R.Hisda erwiderte: Der Ehemann [ seiner Mutter hieß ] Sateda, ihr Buhle hieß Pandera.- Ihr Ehemann war ja Papos b. Jehuda!? – Seine Mutter hieß Sateda.- Seine Mutter war ja Mirjam, die Frauenhaarflechterin!?- Wie sie es in Pumbeditha erklärten: [ Satath-da ] diese war ihrem Manne untreu. ".

Einige Seiten zuvor ein ausgedehnter Bericht über gescheiterte CIA-Aktivitäten in der Vergangenheit - Fidel Castro, Schweinebucht, "Der schmutzige Krieg der USA", etc. - Ausgeklammert wurde der Hinweis, daß (so auch gleichlautende ZDF-Berichte vor der Ära 9/11) die CIA nur noch für die Drecksarbeit zuständig ist, nämlich zu über 80% für die Verbreitung von Fehl- und Desinformation, sowie für die Organisation von globalistisch angestrebten Regierungen unter Wahrung des Scheins der Demokratie - wohlwissend, daß die eigentlichen Geheimdienste in Maryland, Nevada und Tel Aviv ansässig sind und in der offiziellen Berichterstattung ausgeklammert werden. Diese Ausklammerung von Wahrheit stützt damit wider besseres Wissen das Bild von der CIA als "dem" amerikanischen Geheimdienst und als Spiegel der USA schlechthin, was nicht stimmt angesichts der bekannten Gegenwehr der amerikanischen Bevölkerung gegen die im Namen ihres Landes betriebene Politik. Die CIA und partiell der Name der USA derzeit zum Abschuss freigegeben - ein Indiz dafür, daß zuvor ein positives Umdenken in führenden Kreisen der USA und der CIA stattgefunden hat bzw. versucht wurde !

Noch ein paar Seiten zuvor ein Bericht über Ahmadinedschad sowie als Editorial: "Was tun mit dem Holocaust-Leugner?" mit den zwei Ratschlägen, Merkel solle ihn einladen und in die Gedenkstätte Dachau führen (interessanterweise wird nicht Auschwitz genannt !) und die Berliner Regierung solle zweitens "auf allen Kanälen (!!) die Initiative übernehmen, um die Attacken aus Teheran zur Angelegenheit des UN-Sicherheitsrates zu machen" (der Institution also, deren Beschlüsse von Israel bisher unter gleicher Beihilfe so konsequent ignoriert wurden). Dazu noch die Aussagen: "Und wo steht Deutschland - Die Frage verbietet sich eigentlich ...", sowie "Deutschland muss in dieser Auseinandersetzung eine treibende Rolle übernehmen, denn wir kennen die Wahrheit wie kein anderes Volk (!!!!!) ... tragen wir eine besondere Verantwortung dafür, gegen Holocaust-Leugner vorzugehen" - also der klare Versuch, die noch seinerzeit als unrealistisch angesehene Forderung von Ignaz Bubis durchzusetzen, das offiziell als "Leugnen" bezeichnete Hinterfragen definierter Aspekte der derzeitigen Geschichtsschreibung auch weltweit zu kriminalisieren. - Ausgeklammert: z.B. der Hinweis auf die im Fluss befindlichen Erkenntnisse auch zu diesem Aspekt, worüber bereits an anderer Stelle eingegangen wurde; eine klare Antwort auf die Frage, ob die im Jahre 2005 globalistisch-konzertiert erfolgte Aktion den Vorstellungen des eingeforderten "Vorgehens" entspricht: die wegen freier Meinungsäußerung erfolgte Auslieferung und Inhaftierung zahlreicher Persönlichkeiten auf dem Staatsgebiet der BRD und der Republik Österreich, in ihrer konzertierten Form ebenfalls aus der westlichen Berichterstattung ausgeklammert; die eindeutige Tatsache, daß sich Ahmadinedschads Äußerungen über Gesinnungshaft und über beide genannten Staaten eindeutig auf diese aktuellen Ereignisse beziehen; die internationale Konferenz in Teheran - aktuelle Spitzen eines historisch gewachsenen Eisberges von auch heute noch in der offiziellen Berichterstattung ausgeklammerten Aspekten ...

Was bleibt hiervon und rückblickend zum Jahreswechsel 2005/06: die Erkenntnis, daß alle genannten Artikel den Begriff der Wahrheit - gewollt oder ungewollt - in ihr Zentrum gerückt haben und aus gleicher geistiger Feder stammen; daß deren Inhalt nebst den genannten ausgeklammerten Aspekten zur persönlichen Meinungsbildung zur Verfügung steht; die daraus resultierende Ermutigung für jeden einzelnen Menschen, diese Liste der um den Begriff der Wahrheit kreisenden Berichte und Ereignisse durch eigene Erfahrungen zu vervollständigen - zur Ermunterung hier ein solcher Ansatz: der Einjahres-Rückblick über die Aktivität der zum vergangenen Jahreswechsel mittels des "digitalen Fernsehens" nötigend in allen bundesdeutschen Haushalten durchgesetzten Propagandasender, worüber auf dieser Website bereits berichtet wurde. Der letzte Streich aus einem dieser Sender: breiter Bericht über den Besuch von Bones-Mann G.Bush sen. mit orangener Krawatte in Deutschland anläßlich des neuen Buches von B'nai B'rith-Mitglied Helmut Kohl, eine kleine in Szene gesetzte Gruppe mit Plakaten "Danke Mr.Bush für die Einheit", der ebenfalls anwesende Michael Gorbatschow wird nur am Rande erwähnt - historische Wahrheit also, die in einseitiger und zum Glück durchschaubarer Weise illu ausgeleuchtet wird.


Viel Spass beim Sezieren dieses Buches,
die besten Wünsche zum neuen Jahr für das persönliche Wohlergehen,
Gesundheit, Standfestigkeit und Durchhaltevermögen für alle aufgrund freier Meinungsäußerung gepeinigten Menschen,
ein klares Bewusstsein für Absehbares, Geplantes, Unterdrücktes und Abzuwendendes,
Gottvertrauen
und
Keine Angst !!!

Anonymus, Neujahr 2006 a.D.


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Ein perfektes Weltbild

Dieser Leserbrief reagiert auf die erwartungsgemäße mediale Illumination wichtiger Politiker der sogenannten "westlichen Welt", wie Sie zusammen mit einem Regierungswechsel in Deutschland bereits im Jahre 2004 in der Schrift Der Neue Landbote und in anderen Artikeln auf dieser Website vorausgesagt wurde. Der Leserbrief wurde der Mainzer Allgemeinen Zeitung am 17.Januar 2006 zugesandt.



... mit einem Haken
Bei der Tragweite der aktuellen Weltpolitik lohnt sich derzeit eine kommentarlose Aufzählung dessen, was an aktuellen Fakten und "Erkenntnissen" vermittelt wird: Angela Merkel ist inzwischen beliebteste deutsche Politikerin (fast alle Medien); die ihr oft vorgeworfene Nähe zu G.W.Bush ist durch ihre Kritik in Sachen Guantanamo ein für allemal ausgeräumt ("Die Zeit"); Bush selbst wird als ihr "großer Bruder" bezeichnet (ZDF); Deutschland war sehr wohl und planmäßig in den Irak-Krieg verwickelt (Mainzer Allgemeine Zeitung; redaktioneller Kommentar vom 13.01.2006); gegenüber dem sich zum leuchtenden Vorbild gewandelten Ariel Scharon schließlich ist man verpflichtet, ihn als Friedenspolitiker zu würdigen (fast alle Medien). Ein perfektes Weltbild, das hier geschaffen wurde, allerdings mit einem Haken: die Menschen haben gelernt, zwischen publiziertem Wunschbild, Auftraggebern und Realität zu unterscheiden.


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Januar 2006 - Chirac erwägt den Einsatz von Atomwaffen

.. so geschehen am 19.Januar 2006 auf dem bretonischen Atom-U-Boot Stützpunkt Ile Longue. Anlass sind nach Chiracs Worten "die Versuche gewisser Staaten, sich unter Bruch der Verträge mit Atomwaffen auszustatten". Damit ist dieser erneute Ausrutscher Chiracs eindeutig auf den Iran bezogen und eine Fortsetzung seiner zuvor erfolgten Aussage, daß Frankreich seine "israelischen Freunde" nicht im Stich lassen werde. Der folgende Leserbrief wurde am 20.01.2006, also einen Tag nach der Äußerung Chiracs an die Mainzer Allgemeine Zeitung abgesendet. In der MAZ-Ausgabe vom 20.01. finden sich drei Berichte einschließlich eines redaktionellen Kommentars über diesen Sachverhalt, im Kommentar eine unterschwellige Distanzierung von Chiracs Aussagen, ohne diese jedoch offen zu kritisieren. Auch nach Durchsicht der übrigen Presse an diesem Tag: bislang keine offizielle Distanzierung zu Chirac !!!
Der Leser dieser Seite wird aufgefordert anhand der offiziellen Berichterstattung ab dem 19.Januar 2006 selbst zu überprüfen, welche der beiden im folgenden Leserbrief genannten Optionen eingetreten ist.




Zwei grundsätzliche Möglichkeiten
Chiracs Äußerungen über den Einsatz von Atomwaffen sind das Infamste, was ein führender Staatsmann seit der Jahrtausendwende von sich gegeben hat. Jeder weiß, daß ein solcher Einsatz niemals von strategischer Art ist, sondern ausschließlich die Macht demonstrieren soll, selbst mitgestaltete Gesetze von Völkerrecht und Menschenrecht nach Gutdünken außer Kraft setzen zu können. Weiß Chirac nicht um den Abgrund zwischen dem fortgeschrittenen politischen Bewusstsein der Europäer und der hier offenbarten Geisteshaltung seines eigenen machtpolitischen Umfeldes?
Als Reaktion gibt es jetzt nur zwei grundsätzliche Möglichkeiten: Wird es in Europa auch von offizieller Seite eine breite und von den Medien transportierte Distanzierung von dieser Geisteshaltung geben, oder ist Frankreichs international vernetzter "Grand Orient" wirklich so mächtig, wie man behauptet? Jedenfalls hat Chirac den Bürgern Europas jetzt ungewollt die Möglichkeit gegeben, dies selbst überprüfen zu können - eine Chance zur Forcierung der politischen Neupositionierung der europäischen Bevölkerungsmehrheit über nationale und ideologische Grenzen hinweg.


Zustandsbeschreibung, 21.Januar 2006, einen Tag nach Absenden des Leserbriefes:
Es scheint, daß sich die gestellte Frage schneller beantwortet als erwartet. Aber der Reihe nach - Ab dem Morgen des 20.01. zunächst Radioberichte, daß Chiracs Äußerungen in Deutschland quer durch alle Parteien auf Kritik gestoßen seien. Ab dem Nachmittag des 20.01. jedoch die schlagartige Gleichschaltung, gepaart mit einem Hammer: Nur noch kritische Stimmen der Grünen und der FDP werden genannt, ebenso die Verteidigung von Chiracs Äußerungen durch Ruprecht Polenz, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses (CDU). Ab dem Abend des 20.Januar dann die endgültige Ausformulierung der gleichgeschalteten Berichte (u.a. im ZDF, heute-Sendung um 19:00), wie sie auch am nachfolgenden Tag quer durch die Tagespresse zu lesen sind. Die schlimmste Formulierung zuerst, sie stammt von Regierungssprecher Thomas Steg:
- "Es gibt keinen Zweifel, daß Frankreich ... eine Position vertritt, die deckungsgleich ist mit unserer Überzeugung" ;
- "Die USA und ihre Verbündeten haben zurückhaltend reagiert." ;
- die infame Behauptung, Chirac habe diese Äußerungen nicht auf ein bestimmtes Land bezogen;
- dennoch breite Verwendung des Begriffes "Terrorstaaten" in allen Berichten (!!);
- im gleichen (!) DPA-Bericht wird Israel zitiert mit der Behauptung "Es gibt Beweise, dass der jüngste Anschlag in Tel Aviv direktes Ergebnis der Achse des Terrors zwischen Syrien und Iran ist" ;
- Eindeutige Zustimmung zu Chiracs Äußerungen kommt von der NATO aus Brüssel: "Wirklich überrascht sind wir nicht. Solche Überlegungen liegen doch nahe" ;
- Speziell in der Mainzer Allgemeinen Zeitung am 21.Januar nur ein Kurzbericht auf der ersten Seite, Positionierung: die nachweislich die geringste Aufmerksamkeit erweckende untere linke Ecke. In diesem Bericht wird ebenfalls der Kunstgriff der Umformulierung des Begriffs "Kritik" in den Begriff "Zurückhaltung" angewandt, sowie die enge Abstimmung zwischen Großbritannien, Deutschland und Frankreich hervorgehoben - somit in der Mainzer Allgemeinen Zeitung kein Wort der offenen Kritik and Chirac.

In der "Stern"-Ausgabe 5/2006 vom 26.01.2006 wird polemisch mit den Kritikern Chiracs umgegangen: mit Deutschland, über das der Schreiberling sagt, das deutsche Kind schließe fest beide Augen; ebenso mit Petra Roth, die als notorisch kindlich bezeichnet wird. Als Gegenargument wird versucht, Deutschland verbal in die Fessel zu nehmen: "Das Böse ist in der Welt und Deutschland ist unaufhörlich darin verstrickt". In der gleichen Stern-Ausgabe finden sich erwartungsgemäße Hetzberichte über den Iran, was den Bezug zwischen diesem Thema und Chiracs Äußerungen weiter zementiert.

Anknüpfend an die oben fettgedruckte Aufforderung an die Leser dieser Website: Ist diese mediale Darstellung der offiziellen Reaktionen an Eindeutigkeit zu überbieten ? An dieser Stelle eine Erinnerung an die Amtseinführung von G.W.Bush im Jahre 2000, als er in seiner Limousine unter Wurfgegenständen, Protesten und Buhrufen zum weißen Haus gefahren wurde und ein Amerikaner ein Plakat in die Fernsehkamera hielt: "Lord, help us !" - "Gott steh uns bei !"



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Zum Gedenktag am 27.Januar - zweiter Leserbrief

Dies ist der zweite Leserbrief zu diesem Gedenktag, der erste Leserbrief aus dem Jahre 2004 befaßt sich ebenfalls mit einem damals aktuellen und zukunftsweisenden Sachverhalt. Der Brief wurde der Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung am 28.Januar 2006 zugesendet.



... warum ab 2006 als historischer Meilenstein ?
Der offizielle Gedenktag des 27.Januar ist dieses Jahr zu einem historischen Meilenstein geworden, bedingt durch die Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse, die auch bei künftigem Gedenken immer miteinander verbunden sein werden: die breit in allen Medien erstmalig erfolgte Deklaration des Datums als "weltweites Gedenken", sowie die kurz zuvor erfolgte und in den Medien als konzertiertes Ereignis ausgeklammerte Aktion der Auslieferung, Inhaftierung und Verurteilung zahlreicher Persönlichkeiten, in den meisten Fällen zwischen August und November 2005, welche jetzt - soweit bekannt - in den Haftanstalten Wien, Mannheim und Stammheim einsitzen, bzw. noch auf die Rechtskräftigkeit des verhängten Urteils warten. Die Frage nach den Gründen, nach Aussagen, Dokumenten und Schriften, nach Schuld und Wahrheit, sowie nach dem Vorhandensein krimineller Absichten steht im Raum. Damit steht der 27.Januar 2006 ein für allemal für die Untrennbarkeit von Internationalisierung und Notwendigkeit zur vorbehaltlosen Aufarbeitung – eine weit über die offizielle Berichterstattung hinausweisende und dennoch klare Aufforderung zur Bewusstseinsbildung an jeden einzelnen Menschen dieser Erde.


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Angela Merkel in Israel ...

Das Datum von Merkels Besuch war bewusst gewählt, nachdem der klare Wahlsieg der Hamas in Palästina voraussehbar war. Diese Berechnung wurde in aktuellen deutschen Medienberichten geleugnet, indem die These verbreitet wurde, der Besuchstermin in Israel könne "nicht schwieriger bzw. ungünstiger sein". Was Merkel dann von sich gab war ebenso schlimm wie voraussehbar, allem voran ihre Aussagen über die mehrheitlich und demokratisch gewählte politische Kraft in Palästina, sowie ihre in Israel gefallene Aussage über den Iran: " Der Iran ist nicht nur eine Bedrohung für Israel, sondern für die gesamte demokratische Welt". Damit wird marionettenhaft und unmißverständlich die zionistische Grundhaltung bedient, daß ein Krieg mit dem Iran außer Frage stehe (worauf an anderer Stelle eingegangen wurde). Die berüchtigte Rau-Doktrin ("Deutschland steht fest an der Seite Israels") wurde in einem redaktionellen Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 30.01.2006 mit der Überschrift "Keine Vermittlerin" wiederholt. Auch hierauf geht der folgende Leserbrief ein, der am 30. Januar 2006 der MAZ zugesendet wurde.



... nicht die Position der deutschen Mehrheit vertretend
Nicht nur der Staat Israel selbst, sondern auch sein gesamtes globales politisches Umfeld ist durch die demokratische Entscheidung des palästinensischen Volkes massiv in Bedrängnis geraten. Dies ist an den unverholen imperativen und bisher in dieser Deutlichkeit vermiedenen Reaktionen zu erkennen, welche wiederum eine ebenso klare Reaktion des europäischen Bürgers ermöglichen: Die Äußerung von Paul Spiegel, es dürfe keine Gespräche mit der Hamas geben, wenn diese nicht das weltweit kontrovers diskutierte Existenzrecht Israels anerkenne (eine bewusst gewählte unerfüllbare Forderung), ist scharf zu kritisieren. Wenn die Medien glauben, sie könnten zusätzlich die Aussage transportieren, Angela Merkel und damit Deutschland gehöre "fest an die Seite Israels", so muss man sich im Klaren darüber sein, dass diese Aussage ab jetzt alle künftigen Berichte begleiten wird, mit denen man versuchen wird, die Leserschaft von der Notwendigkeit bestimmter Positionen in der Nahostpolitik überzeugen zu wollen. Unter normalen Umständen, also mit einer die Position der deutschen Mehrheit vertretenden Kanzlerin und Presse, wäre in der Tat eine neutrale Haltung in diesem Konflikt diskussionswürdig. Unter den gegebenen Umständen aber muß die Position der deutschen Strasse klar auf das Druckpapier: Für ein Ende der unrechtmäßigen Besetzung Palästinas; gegen jeden Versuch, Deutschland an der Seite Israels in einen drohenden militärischen Konflikt hineinzuziehen; Schluss mit der Nötigung aller deutschen Staatsbürger und Politiker, welche diese Position offen vertreten.


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Zu den Karikaturen des Propheten Mohammed in europäischen Zeitungen

Noch schlimmer als die Karikaturen selbst waren die Reaktionen der westlichen Medien auf die berechenbare Entrüstung in den islamischen Ländern. Immerhin wurde dadurch die im Westen immer noch fortbestehende Spaltung zwischen Meinungsfreiheit und Pressefreiheit erneut in das globale Bewußtsein gerufen haben. Zwei besonders schlimme Reaktionen: zum einen ein redaktioneller Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 03.02.2006, an die Adresse der zu recht wütenden Menschen in den islamischen Ländern gerichtet: "Wer ... mit Gewalt antwortet, bestätigt nur allzu leicht, die Vorurteile gegenüber einem Islam, der sich für die nichtmuslimische Welt überwiegend in Bombenexplosionen artikuliert." Die schlimmste Reaktion kommt allerdings - wieder einmal - von Wolfgang Schäuble: "Wenn sich der Staat einmischt, dann ist das der erste Schritt zur Einschränkung der Pressefreiheit", also so, als ob dieser Grundsatz auch im Falle von publizierten Karikaturen zu anderen monotheistischen Religionen gelten würde. Wie, so möchte man fragen, nennt man eigentlich eine Regierung, die sich durch den politischen Willen anderer definiert ?
Der folgende Leserbrief wurde der MAZ am 03. Februar 2006 zugesendet und am 11. Februar 2006 ungekürzt veröffentlicht.




... ein zu durchsichtiger Versuch
Die konzertierte Publikation von Karikaturen des Propheten Mohammed in zahlreichen europäischen Medien kombiniert mit dem an die Adresse der islamischen Staaten gerichteten Verweis auf die "westliche" Presse- und Meinungsfreiheit läutet eine neue Dimension der publizistischen Niedertracht ein – mit der unbeabsichtigten Chance zur Entlarvung dieses schlimmen Werkes: Zu durchsichtig ist dieser Versuch darauf angelegt, einen Keil zwischen Europa und die islamische Welt zu treiben, denn zu bekannt ist den Menschen hier wie dort, welche Interessen dabei verfolgt werden. Neu ist für die Menschen islamischen Glaubens in der Tat die Erfahrung dessen, was Christen schon seit etwa einer Generation und in zunehmendem Maße bekämpfen müssen, nämlich die gegenüber dem Christentum und Jesus Christus unverholen antichristlich ambitionierten Blasphemien, die immer noch in vielen Zeitschriften, Buch- und Musikhandlungen des Westens allgegenwärtig sind – wie gesagt, trotz aller Widerwärtigkeit eine Chance für die Menschen unserer beiden Kulturkreise zum Erkennen ihrer Gemeinsamkeiten und der Notwendigkeit, im Kampf gegen die nach Weltmacht strebenden gottlosen Mächte unserer Zeit noch enger als bisher zueinander zu stehen.


Nachtrag:
Am 12.Februar berichteten einige wenige deutsche Tageszeitungen über die Stellungnahme des geistlichen Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, zu den Karikaturen und den Protesten in den islamischen Ländern. Laut der Süddeutschen Zeitung sagte Chamenei: "Diese Wut ist gerechtfertigt und sogar heilig. Sie wendet sich jedoch nicht gegen die Christen weltweit, sondern gegen einige diabolische Kräfte, die an dieser teuflischen Affäre beteiligt sind". Stattdessen beschuldigte Ajatollah Chamenei Israel. Die Affäre um die Karikaturen sei eine Verschwörung der Zionisten, um Spannungen zwischen Muslimen und Christen zu erzeugen.

Diese Stellungnahme von Ajatollah Chamenei erfolgte am Tage der Veröffentlichung des oben wiedergegebenen Leserbriefes. Die meisten deutschen Tageszeitungen, so auch die MAZ, haben diese Stellungnahme ausgeklammert. Bis heute wurde in der deutschen Presselandschaft nicht versucht, diese Stellungnahme zu kommentieren oder zu widerlegen.



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Antwort auf einen "redaktionellen Kommentar" der Mainzer Allgemeinen Zeitung zum Bündnis für Erziehung

Das im April 2006 von Ministerin Frau Dr. Von der Leyen initiierte "Bündnis für Erziehung" wurde postwendend vom Zentralrat der Muslime und vom Zentralrat der Juden scharf angegriffen, ebenso wie der sich darauf beziehende redaktionelle Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) vom 21.04.2006 durch den folgenden Leserbrief, der noch am gleichen Tag der Redaktion der MAZ zugesandt wurde. Im selben Kommentar wird die Schuld für die aktuellen Probleme in Sachen Integration/Erziehung der deutschen Gesellschaft zugeschrieben - eine Anklage von Seiten der Medien, also von gleicher Seite, die noch vor 10 Jahren jede realistische Vorausschau der heutigen Zustände mit dem damals gewohnten Vorwurf des Rechtsradikalismus und der Ausländerfeindlichkeit kommentiert hätte. Auch stammt der aktuelle Kommentar vom 21.April aus gleichem Munde wie der weiter oben erwähnte redaktionelle Kommentar "Gescheitert" vom 06.Juni 2003, einen Tage nach dem Tode von Jürgen Möllemann. Die Aufarbeitung der redaktionellen Kommentare der MAZ aus gleichem Munde kann einen entscheidenden Beitrag leisten, wenn es darum geht, die Ursprünge der Geisteshaltung, der Intentionen und der Baupläne gegenüber dem deutschen Volk, dem Christentum, Deutschland und Europa um die Jahrtausendwende offenzulegen. Der Leserbrief wurde am 29.April in der Mainzer Allgemeinen Zeitung veröffentlicht.



... eine Bestätigung für Ministerin Von der Leyen
Als Antwort auf die in der deutschen Politik überfällige Initiative hin zu einem Bündnis für Erziehung auf der Basis der angestammten europäischen Kirchen antwortet die Redaktion einer deutschen Tageszeitung an die Adresse der Bundesfamilienministerin, also an die Adresse einer Frau: "Die Tracht Prügel, die sie postwendend dafür erhalten hat, war angemessen" – eine eindeutige Bestätigung dafür, daß der Ansatz der couragierten Ministerin Von der Leyen zu einem Bündnis für Erziehung richtig ist und auch die gegenwärtige Medienlandschaft Europas betrifft, die erkennbar unter schlechten Einflüssen steht.


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Das bisher dunkelste Kapitel aus deutscher Sicht - August 2006




20. August 2006

An dieser Stelle beginnt das aus deutscher Sicht bisher dunkelste Kapitel der auf dieser Website chronologisch reflektierten Aspekte der Weltpolitik des neuen Jahrtausends. Daß die Absicht zur Herbeiführung der aktuellen Situation durch die derzeitigen Weltmächtigen bereits in der Vergangenheit klar erkennbar war, wurde auf dieser Website an mehreren Stellen und in unterschiedlichem Zusammenhang dokumentiert:


Der Versuch der militärischen Vereinnahmung Deutschlands für die Interessen Israels.

Der Leser ist über die aktuellen Geschehnisse gut informiert, so daß hier keine weitere Einführung notwendig ist, wohl aber die nochmalige Vergegenwärtigung dessen, was dem Beginn des Konfliktes im Libanon Mitte Juli 2006 vorausgegangen war, seitdem konsequent aus der westlichen Nachrichtenpolitik ausgeklammert wurde und für alle Zeit als wesentlicher Auslöser dieses Konfliktes seine objektive Aufarbeitung eröffnen muß – als Voraussetzung für die Glaubwürdigkeit einer historischen Aufarbeitung des aktuellen Libanon-Konfliktes: Die seit der demokratischen Entscheidung des palästinensischen Volkes vervielfachte Gewalt der israelischen Armee in den Palästinensergebieten und die entwürdigende Behandlung der dortigen Bevölkerung; der von den Weltmächtigen nötigend durchgesetzte politische und finanzielle Boykott Palästinas durch die EU mit dem von offizieller israelischer Seite erklärten Ziel des durch Not herbeigeführten Unmutes der Palästinenser gegenüber der Hamas-geführten Regierung (!!); der trotz zwischenzeitlicher Spannungen letztlich gescheiterte Versuch zur Entfachung von bürgerkriegsähnlichen Zuständen innerhalb Palästinas mit einer kurz vor der Libanon-Krise sogar gestärkt hervorgehenden Palästinenserführung, welche Israel obendrein ein Friedensangebot und ihre Gesprächsbereitschaft zur Frage der Anerkennung des jüdischen Staates unterbreitet – durch diese (gerade aufgrund des zuvor erlittenen Unrechts) vortreffliche Haltung freilich eine klar erkennbare Wut innerhalb der zionistischen Welt entfachend; die Infolge der anschließenden Fortsetzung und Verstärkung der israelischen Aggression erfolgte Gefangennahme eines israelischen Soldaten und die der talmudischen Lehre entsprechende, ansonsten jedoch klar als unverhältnismäßig angeprangerte Reaktion der israelischen Armee, welches (lange vor dem 14.Juli 2006 !) erneut heftige internationale Kritik und Drohungen von Seiten der Hisbollah aufgrund des israelischen Vorgehens gegen ihre arabischen Brüder hervorrief; Verstärkung dieser internationalen Kritik an Israel durch die gewohnte Absegnung des israelischen Vorgehens durch die pauschale Veto- und damit Vasallenmacht U.S.A. - unmittelbar vor Beginn der Libanon-Krise (13.+14.Juli) das klar erkennbare Bild eines uferlosen Vorgehens der israelischen Armee in den Palästinensergebieten mit dem Vorwurf palästinensischer Stimmen an die Weltgemeinschaft, warum denn die Welt nur „zuschaue“ angesichts des erfolgenden Unrechts; schließlich seit Beginn der Libanon-Krise und der bis heute aufrechterhaltenen und bisher unbewiesenen Behauptung der Gefangennahme zweier weiterer israelischer Soldaten durch die Hisbollah eine in der westlichen Welt gleichgeschaltete Verbreitung der gerade uns Deutschen bekannten Sichtweise der ausschließlichen Kriegsschuld auf Seiten der „Schuldigen“, auch für alle militärischen Folgen an der eigenen Zivilbevölkerung – eine Sichtweise, die Infamerweise auch bei Berichten über das gegenwärtige Leid der libanesischen Zivilbevölkerung verbreitet wird mit der Behauptung, diese Menschen ließen außer Acht, daß die Hisbollah den Krieg verschuldet habe und damit auch die Schuld an ihrem eigenen Leid trage. Während des Libanon-Konfliktes werden konsequenterweise keine Berichte über das gleichzeitige Schicksal der Menschen in den Palästinensergebieten bzw. über das dortige Vorgehen Israels gesendet!! Der Versuch der militärischen Vereinnahmung Deutschlands für Israel wird somit hervorgerufen durch eine offiziell verbreitete einseitige Sicht auf die Gegenwart mit dem Höhepunkt der Berufung auf aktuelle UN-Resolutionen bei gleichzeitiger Ausklammerung vergangener UN-Resolutionen aus der öffentlichen Diskussion, insbesondere der bekannten UN-Resolution 3379 (siehe auf dieser Website), derjenigen Resolutionen, welche aufgrund der Vetomacht U.S.A. gar nicht zustande gekommen sind, den zahlreichen von Israel missachteten UN-Resolutionen und seinen Erklärungen, daß derartige Resolutionen keine Bedeutung für Israel hätten, schließlich der Tatsache, daß sich Israel den wiederholten Forderungen der Weltgemeinschaft einschließlich Palästinas zur Erstellung einer UN-Schutztruppe in den Palästinensergebieten stets und leider erfolgreich widersetzt hatte.

Was gegenwärtig (Stand ca. 15.-20.August) geschieht, hat hinsichtlich des Grades an Berechtigung, Objektivität und Wahrheitsgehalt seine Entsprechung in der gegenwärtigen meinungspolitischen Situation innerhalb Deutschlands. Personen werden genötigt, die bekanntermaßen zum genehmsten Personenkreis der pro-israelischen Interessensverbände gehören: Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, übt zarte Kritik an Israel und weist auf die Gefahr der Verletzung des Völkerrechtes hin, begleitet von engelszungenhafter Versicherung der persönlichen Verbundenheit mit Israel – der Zentralrat der Juden in Deutschland fordert ihren Rücktritt; Günter Grass wird unfreiwilligerweise als Jugendlicher zur Waffen-SS eingezogen – er selbst schämt sich dafür und wird einer breiten Medienwelle mit Versuchen der persönlichen Diskreditierung ausgesetzt, der Stern schreibt dazu: "Die Scheiße kommt hoch" ; das gleiche und vermutlich pro-israelischste deutsche Magazin (sieht man einmal von diversen „antideutschen“ Hetzblättern ab) berichtet in Ausgabe 32/2006 über den Libanon-Konflikt mit der Überschrift „Was das Land so aggressiv macht“ – der Zentralrat der Juden aus dem Munde von Frau Knobloch spricht von „Entsetzen“ und wirft dem Magazin vor, es diskriminiere pauschal ein Land und eine religiöse Gemeinschaft (!!!); der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Schleswig-Holstein, Rolf Verleger, verurteilt (wie auch viele andere jüdische Stimmen) die aktuelle Gewaltpolitik Israels, in seinem Falle mittels eines internen Briefes an das Präsidium des Zentralrats der Juden in Deutschland, wobei sein Brief in voller Länge im Internet abgedruckt wurde, Herrn Verlegers ehrenwerte und an seiner Solidarität mit Israel keinen Zweifel lassende Meinung also klar belegt ist – der Generalsekretär des Zentralrats weist die Kritik „scharf zurück“ und bezeichnet die Aussagen von Herrn Verleger als „abstrus“ und als „Mindermeinung“, was immer damit gemeint ist. Eine die Grenze zur Existenzvernichtung streifende Nötigung machen derzeit diejenigen Personen mit, welche die Kritik an Israel verständlicherweise schärfer formulieren, etwa Joostein Garder – an dieser Stelle Gedenken an die vielen Persönlichkeiten aus Vergangenheit und Gegenwart, welche aus gleichem Anlaß - um es milde zu formulieren - genötigt wurden, sowie an diejenigen Fälle, bei denen ein entsprechender Zusammenhang aus Sicht des Bürgers nur vermutet werden kann. In diesem meinungspolitischen Minenfeld wird dem deutschen Bürger zusätzlich der absolute Zynismus zugemutet: Köhler verlangt in der Frage des Bundeswehreinsatzes mehr öffentliche Diskussion, denn auch die Meinung des Bürgers sei in dieser Frage wichtig, so als ob dieser neuerdings die volle Rückendeckung des Bundespräsidenten für seine freie Meinungsäußerung hinsichtlich des aktuellen und dennoch altbekannten Themas hätte; ähnlich die Bild-Zeitung mit dem aktualitätsbezogenen Werbeslogan „Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht“ mit der darin klar enthaltenen und für dieses Blatt typischen nonverbalen Botschaft „Ätschbätsch – ihr dürft aber nicht!“. Die Mainzer Allgemeine Zeitung, hat seit Beginn des Libanon-Konfliktes wohl kritische Stimmen über den Verlauf des Libanon-Konfliktes und über den Einsatz der Bundeswehr publiziert, jedoch keine einzige Stimme, welche an Israel klare Vorwürfe richtet, insbesondere keine Leserstimmen - eine Situation, die im krassen Gegensatz zur Zeit kurz vor und während des zweiten Irak-Krieges steht. Die Zäsur hinsichtlich der Anzahl der publizierten kritischen Stimmen über Israel fällt nachprüfbar mit der sogenannten „Antisemitismus-Konferenz“ in Berlin Anfang 2004 zusammen – eine klare Fortsetzung der Liste der Nötigungen von sonst unbestreitbar pro-israelischen Personen, Presseorganen oder anderen Organisationen. Das Umgekehrte geschieht natürlich auch, wie das folgende in seiner historischen Bedeutung kaum zu unterschätzende Beispiel zeigt: Als erste massive Stimme stellt Kurt Beck am 12. August einen Einsatz der Bundeswehr im Libanon in Aussicht (damals noch reichlich parteiübergreifendes Entsetzen herbeiführend), die AP-Abbildung zeigt ihn mit Blick über die Brille hinweg und mit den sich berührenden Spitzen von Daumen und Zeigefinger der rechten Hand – prompt folgte am 14. August ein Bericht der Mainzer Allgemeinen Zeitung, daß sich mehrere führende SPD-Politiker für Kurt Beck als nächsten SPD-Kanzlerkandidaten ausgesprochen haben, allen voran der derzeit als „Nahost-Vermittler“ agierende Frank-Walter Steinmeier mit den Worten „Kurt Beck wäre der richtige Mann“. In gewohnter Weise wurde ergänzt, daß für eine derartige Diskussion aber „keinerlei zeitlicher Anlass“ gegeben sei. Eine der größten Naturkatastrophen der Weltmeere an Libanons Küste, die Verseuchung der Strände infolge des israelischen Bombardements libanesischer Öltanks – auch diesbezüglich keinerlei Anklage gegen Israel, von Seiten Israels keine Entschuldigung, kein Wort des Bedauerns und keine Hilfangebote. Stattdessen wird zu den neuerlichen Festnahmen von führenden Hamas-Politikern bei Hinterfragung der Gründe von israelischer Seite mitgeteilt, sie seien festgenommen worden, weil sie Hamas-Mitglieder seien. Auch diesbezüglich keine Kritik von Seiten westlicher Medien. Stattdessen konzertierte und mit der aktuellen Diskussion „Libanon-Bundeswehr“ wohlsynchronisierte Sirenenklänge von allen Medien, Schäuble und Co. über die „Terrorgefahr“ in Deutschland. Präsentiert werden zunächst zwei Fotos mit dem Kommentar „möglich“, tags darauf Berichte in der Art „seht ihr, hier der Beweis“, sowie als Krönung ein ZDF-Bericht am Tag der ersten Festnahme, daß DNA-Spuren an den Koffern zur Erfassung des Täters geführt hätten, so als ob am Tag der Festnahme bereits das DNA-Profil des bisher nie strafrechtlich in Erscheinung getretenen Studenten erstellt worden sei – was bleibt ist die Frage: Terrorgefahr oder stinkt es gerade bestialisch !! Jedenfalls werden Erinnerungen an ähnliche strafrechtlich relevante und nach Aufkommen von widerlegenden Argumenten bis heute einer öffentlichen Aufarbeitung entzogenen Schnellschüsse der Vergangenheit wie etwa Solingen wieder lebendig.

Zu einer künftigen vorbehaltlosen Aufarbeitung des aktuellen Libanon-Konfliktes gehört auch der aktuelle Blick auf potentielle zukünftige Entwicklungen und damit auf das bereits lange vor dem Jahre 2006 erkannte zentrale Ziel der Weltmächtigen, welches es zu vereiteln gilt. Es besteht kein Zweifel mehr am langfristigen Ziel der Vereinnahmung Deutschlands als Kriegspartei für Israel mit dem darüber hinausgehenden Ziel der Anfeindung Deutschlands und einem unter dem Diktat einer künftigen EU-Verfassung hochgerüsteten Gesamteuropa durch Israels Gegner (s. auf dieser Website). Gegenwärtig ist dieses Ziel ablesbar durch den Versuch, die geplante Entsendung deutscher Truppen in den Libanon mit einer sich widersprechenden und verschleiernden Berichterstattung beschwichtigend zu begleiten und durch den Versuch, diese Entsendung als Ergebnis eines kontrovers geführten, also demokratischen und von der Bevölkerungsmehrheit getragenen (!!) Entscheidungsprozesses darzustellen: Es werden zahme Stimmen des Widerstandes gegen eine militärische Beteiligung Deutschlands in Nahost derart publiziert, daß zentrale und in den Internet-Chets belegte Argumente der breiten Bevölkerungsmehrheit gegen diesen Einsatz ausgeklammert werden und zusätzlich die Mediendominanz der den Einsatz befürwortenden Stimmen beibehalten wird; als einzige Äußerung von Frau Merkel zur aktuellen Problematik lässt sie verlauten, es würden keine deutschen Soldaten für Kampfeinsätze entsandt, andererseits wird genüsslich, u.a. durch Steinmeier, die Hisbollah als Feindbild dargestellt, Kampfeinsätze auf See an der syrisch-libanesischen Grenze werden sogar als wahrscheinlich eingestuft, es wird ein entsprechendes robustes Mandat für die Bundeswehr gefordert, sowie das Bild einer klaren Unilateralisierung der deutschen Truppen durch die westliche Presse verbreitet - entgegen dem Neutralitätsgebot, das man in einer Krisenregion von einer der Friedenssicherung dienenden fremden Truppe erwarten muß (Beispiel Stern, Ausgabe 33 vom 10.08.2006: „Unser Schutz für Israel“, „Deutschland steht für die Existenz Israels, die aktuell so bedroht ist – aus dem Iran – wie seit langem nicht mehr“, „…Rolle einer entschlossenen Garantiemacht für den Staat der Juden„). Der Kreis zu den Eingangs erwähnten Aspekten, welche dem aktuellen Libanon-Konflikt vorausgingen, schließt sich in diesem Zusammenhang durch zwei von offizieller Seite bis heute unwidersprochene Behauptungen aus der Vergangenheit, welche auf dieser Website bereits zur Genüge erwähnt wurden: der Versuch der Unilateralisierung Deutschlands durch Johannes Rau mit den Worten „Deutschland steht fest an der Seite Israels“, sowie die effektive Kriegserklärung Israels an den Iran in der Jerusalem Post am 10. Januar 2002 (also bereits lange vor der Zeit von Präsident Ahmadinedschad) mit den Worten: „Ein Krieg gegen den Iran steht außerhalb jeder Frage“, eine auch in Deutschland und in deutscher Sprache publizierte Aussage. Wer immer einen Bundeswehreinsatz im Libanon befürwortet, muß diese Äußerung kennen und sich den ungeheuerlichen Sachverhalt vergegenwärtigen, daß diese Äußerung in der Jerusalem Post gefallen ist im Wissen um die Tatsache, daß Israel selbst gar nicht in der Lage wäre, einen Krieg gegen den Iran zu führen.

„Deutschland fest an der Seite von …“ und Kriegserklärungen über Tageszeitungen - wer hätte gedacht, daß die Deutschen erneut auf derartige und aus der eigenen Geschichte wohlbekannte und unheilvolle Sachverhalte reagieren müßten! Aufgrund der gegenwärtigen Situation, nicht nur im nahen Osten, bleibt Deutschland (gemeint ist wie immer seine frei denkende Bevölkerungsmehrheit) auch jetzt ein Gegner von Hass, Krieg, Gewalt oder Anfeindung in jeder Form – dies würde nur den gegenwärtigen Kriegstreibern nutzen und ihnen zusätzliche Argumente für ihr Werk liefern. Umso mehr haben wir das Recht und vor unseren Kindeskindern die Pflicht, nicht die Augen zu verschließen vor dem aktuellen militärischen und meinungspolitischen Unrecht durch die Weltmächtigen und dabei auch künftig mutig unsere Stimme zu erheben, denn unser offenes Wort entscheidet mit über die Erhaltung des Weltfriedens und über die Chance zur Abwehr der aktuellen Versuche zur militärischen, wirtschaftlichen, finanzpolitischen und meinungspolitischen Unterdrückung der Völker und Nationen dieser Erde. In diesem Sinne, ohne Hass und zwecks Wahrung der Chancen zur Abwendung einer Kriegsgefahr erfolgte der folgende Aufruf:


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Gegen das Diktat zum Einsatz Deutscher Soldaten für die Interessen Israels


15. August 2006

Dieser Standpunkt ist nicht neu, sondern wurde schon seit langem von vielen unabhängigen Stimmen publiziert, seine jetzt eingetretene Aktualität sowie die entsprechende Absicht der derzeit weltbeherrschenden Mächte wurde seit Jahren klar erkannt und vorausgesagt. Wir erinnern uns an dieser Stelle an den durch die Wachsamkeit und das freie Wort der Deutschen vereitelten Versuch, Deutschland in einen Krieg gegen den Irak zu verwickeln. Wir erinnern uns daran, daß die damalige Diskussion nicht auf die Themen "Bush" und "Irak" beschränkt war, sondern auch Israel und seine Stützmächte bereits damals massiv in der internationalen Kritik waren, insbesondere durch das vor Auftreten der Irak-Problematik abscheuliche Vorgehen der israelischen Armee in den Palästinensergebieten, sowie durch die auch innerhalb Deutschlands geäußerte Kritik pro-israelischer Verbände und Räte an Bundeskanzler Schröder wegen dessen Ablehnung einer deutschen Beteiligung am Irak-Krieg. Es wird zwecklos sein, in Zukunft einen engen Zusammenhang zwischen den Interessen der international vernetzten Israel-Lobby und dem völkerrechtswidrigen Irak-Krieg leugnen zu wollen! Dies gilt auch für das, was jetzt möglicherweise eintreten wird, und so können wir jeder kommenden Entwicklung guten Gewissens, mit Gottvertrauen und mit Optimismus entgegen sehen:


Mit dem aktuellen Vorgehen Israels in den Palästinensergebieten und im Libanon, mit der konzertierten und ausschließlichen Darstellung des israelischen Vorgehens im Sinne eines "gerechten Krieges" durch die Medienpolitik in den sogenannten "westlichen Demokratien", mit der Nötigung und Anfeindung aller auf die aktuelle Verletzung des Völkerrechts durch Israel hinweisenden Personen, sowie mit dem Versuch, andere Nationen militärisch für die Interessen Israels, gegen den Willen der jeweiligen Bevölkerungsmehrheit und gegen die sich zur Wehr setzenden Nachbarn und Gegner Israels einzubinden haben sich die zentralen Mächte innerhalb der globalisierten Machtstruktur endgültig zu erkennen gegeben, sich dauerhaft in voller Breitseite der frei denkenden Welt gegenübergestellt und unwiderruflich das offene Wort jedes politisch denkenden freien Menschen herausgefordert.

Der aktuelle Widerstand gegen eine deutsche militärische Beteiligung für die Interessen Israels wird begleitet durch seine seit Jahren und bis heute anhaltende solide Dokumentation im Internet, durch die nachprüfbare Ausklammerung zahlreicher entsprechender Hintergrundberichte in den offiziellen westlichen Medien und durch zahllose Beispiele einer unzweifelhaft als vasallenhaft erkennbaren Politik der EU mit folgenden 2 aktuellen Höhepunkten: 1) der Außenminister der derzeit israelhörigsten Regierung innerhalb der EU agiert offiziell als "Vermittler", obwohl dies der aktuell die EU-Ratspräsidentschaft innehabenden und Israel gegenüber eine kritische Position einnehmenden finnischen Regierung zustehen würde, welche diesen Misstand bereits Anfang August gegenüber den anderen EU-Ländern angeprangert hat und deshalb derzeit nicht in den Medien genannt wird. Der finnische Außenminister und amtierende EU-Ratspräsident Tuomioja sprach in diesem Zusaamenhang von einem "intriganten Spiel" der EU, denn es sei doch allen bewusst, daß eine Stunde nach Fertigstellung eines offiziellen EU-Dokumentes dieses auch in Tel Aviv und in Washington bekannt gegeben werde - eine historische Aussage, welche gerade wegen ihrer aktuell fehlenden medialen Reflexion die zukünftige historische Aufarbeitung des gegenwärtigen Phänomens "EU" bestimmen wird. 2) obwohl noch nicht auf parlamentarischer Ebene beschlossen, wird aktuell (15.+16. August) durch eine gleichgeschaltete westliche Medienwelt publiziert, daß an einer militärischen deutschen Beteiligung in Nahost "kein Zweifel mehr bestünde" – entsprechende Äußerungen von Politikern werden begleitet von deren Porträts mit Blick über die Brille hinweg und/oder ähnlicher bekannter Symbolik. Die Liste entsprechender aktueller Details ließe sich fortsetzen.

Anders als bei vergangenen militärischen Konflikten wird es bei einem kommenden Konflikt daher nicht mehr möglich sein zu leugnen, wer seine wahren Urheber sind! Um sich einer Einbindung in einen solchen Konflikt entziehen zu können braucht Deutschland und sein Volk argumentative Unterstützung und nicht das genaue Gegenteil, nämlich das Gerede von der "deutschen Kriegsmaschinerie", ein Gerede, welches nur den derzeit kriegstreibenden Mächten, den mit ihnen verbündeten "Antideutschen", sowie ihren scheinbaren und selbsternannten "antizionistischen" und dabei ebenso antideutsch argumentierenden Gegnern nutzt, jedoch dem von Herzen kommenden Widerstand der deutschen Bevölkerungsmehrheit gegen ihre Vereinnahmung für die Interessen Israels und seiner Stützmächte nicht gerecht wird! Zahlreiche internationale Publikationen belegen, daß Deutschland getrost darauf vertrauen kann, daß die o.g. Gruppen in ihren Intentionen längst durchschaut sind, auch von denjenigen Völkern, für welche sie sich scheinbar engagieren. Es versteht sich von selbst, daß sich der Widerstand Deutschlands auch gegen die Lieferung bzw. Verhökerung von Kriegsgerät (welches jede Nation besitzt!) an Israel oder andere Nationen richtet, ebenso gegen das zweifellos gigantische Ausmaß einer Rüstungsindustrie auf deutschem Boden, deren Aufrechterhaltung primär nicht in nationalem Interesse ist, wie die aktuellen Lieferungen an Israel belegen. Auch muß klar sein, daß Deutschland der uferlose Trickreichtum der Kriegstreiber voll bewußt ist: die gleichzeitig mit der Nötigung Deutschlands zur militärischen Beteiligung erfolgte Aussage, daß eine Beteiligung in Nahost ausschließlich eine Entscheidung der jeweiligen Länder sei; mögliche gezielte Verwicklungen deutscher Soldaten in Kampfhandlungen mit Gegnern Israels; der sich bereits abzeichnende Regierungswechsel in Israel mit der sich ähnlich früherer israelischer Regierungswechsel ergebenden Möglichkeit, sich von den Entscheidungen der jeweils früheren Regierung zu distanzieren und damit reinzuwaschen; die bereitstehenden Vorwürfe, daß "Deutschland nach wie vor der größte Kriegstreiber in der Welt" sei – so publiziert auch kurz nach Beginn des Irak-Krieges; Versuch des Umbaus Deutschlands zur zunehmend willenlosen Kriegspartei mit fortgesetzten Versuchen des Aufbaus von Feindbildern in der Art "Islamisten haben dem Rest der Welt den Krieg erklärt" mit dem Ziel, einen durch wen auch immer organisierten "Terroranschlag" in Deutschland bzw. Europa im Nachhinein erklären zu können und damit eine Handhabe zum weiteren Ausbau des Kriegsszenarios zu schaffen. Möge die Klarsicht des europäischen Bürgers den Baumeistern der aktuellen Konflikte die Sinnlosigkeit ihrer Tricks bewußt machen !!

Deutschland (gemeint ist seine frei denkende Bevölkerungsmehrheit) will sich für einen nationen- und religionsübergreifenden Frieden zwischen allen Völkern dieser Erde einsetzen, welcher nicht auf Anbiederung und auch nicht auf politisch instrumentalisierten Sündenbockmechanismen gegenüber Völkern, Religionen oder Nationen gründet. Hierfür hat es breite und vehemente (in den offiziellen Medien freilich ausgeklammerte) Unterstützung durch Stimmen aus der ganzen Welt und aus allen drei monotheistischen Religionen. Die deutschen Staatsbürger lehnen mehrheitlich jede Anfeindung der jeweils anderen und auch der eigenen Religions-, Staats- oder Volkszugehörigkeit ab, ebenso wie das immer noch persistierende und längst als lächerlich erkannte Phänomen, den enstprechenden Vorwurf einer Anfeindung politisch zu instrumentalisieren. Deutschland hält diesem Phänomen entgegen:

Kein Hass – keine Gewalt – vorbehaltlose Rede- und Argumentationsfreiheit zu allen Fragen der aktuellen und vergangenen Weltpolitik – Widerstand gegen alle Mächte, welche es wagen, Menschen aufgrund der freien Rede anzufeinden, zu nötigen oder in den Tod zu treiben, insbesondere dann, wenn diese freie Rede dem Frieden und der Freiheit der Menschheit dient, zentrale Probleme der aktuellen Welt- und Meinungspolitik anspricht, sowie die Herzen einer breiten Mehrheit von freien und wahrheitsliebenden Menschen erreicht - Anprangern jeder publizierten Behauptung, daß ein künftiger Krieg mit irgendeinem Staat "außerhalb jeder Frage" stünde – Widerstand gegen die Vereinnahmung von Menschen, Völkern, Staaten für derartige kriegerische Interessen entgegen dem Willen ihrer jeweiligen Bevölkerungsmehrheit !

In diesem Sinne gilt die heute brennende Aktualität der Forderung eines großen deutschen Politikers, der wegen seiner Haltung vor drei Jahren in den Tod getrieben wurde:


Die Forderung nach einer allen Seiten gerecht werdenden Friedenslösung im Nahen Osten mit den Worten:
"Denn nur so kann die Gefahr eines Krieges im Nahen Osten gebannt werden, in den auch unser Land schnell hineingezogen werden könnte".





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Über die Reaktionen auf die aktuelle Ausstellung des Bundes der Vertriebenen in Berlin von August bis Oktober 2006

Während der Hochphase des aktuellen Libanon-Konfliktes und der oben geschilderten meinungspolitischen Situation wurde in den deutschen Tageszeitungen über die Ausstellung des Bundes der Vertriebenen in Berlin berichtet, so auch am 12.08.2006 in der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) mit der Überschrift "Absage aus Warschau für Vertriebene" . Die Reaktionen von offizieller Seite müssen im Zusammenhang mit der gleichtzeitigen weltpolitischen Situation als beispielhaft angesehen werden. Dies wird im folgenden Leserbrief verdeutlicht, welcher der MAZ am 13.08.2006 zugesandt wurde.



... und über zwei Extrempositionen der gegenwärtigen Meinungspolitik
Die Dokumentation des Schicksals der vertriebenen Deutschen im Rahmen der Berliner Ausstellung kommt zur rechten Zeit, denn dadurch werden in aktueller Form die beiden Extrempole der in den westlichen Demokratien offiziell gestützten Meinungspolitik klar auf den Tisch gelegt. Einerseits ist es die frei von Hinweisen auf die eigene historische Schuld formulierte Anfeindung der Erinnerung an menschliches Leid durch die politischen Vertreter der hierfür verantwortlichen Länder Polen und Tschechien sowie durch deutsche Tageszeitungen mit der Begründung, daß diese Erinnerung durch den fehlenden Hinweis auf die offizielle Darstellung der "Kriegsschuldfrage" ihre eigentliche Aufgabe verfehlt habe (Süddeutsche Zeitung). Der andere Extrempol wird durch die publizistischen Reaktionen auf das derzeit zentrale weltpolitische Ereignis verdeutlicht: Israels Feldzug im Libanon wird als gerechter Krieg bezeichnet, die den Konflikt mitauslösenden Schandtaten der israelischen Armee in den Palästinensergebieten vor dem 13. Juli 2006 werden jetzt nicht mehr genannt, stattdessen wird Israel von jeder Schuld an der Entstehung des Krieges freigesprochen und diejenigen Personen genötigt, welche in dieser Frage anderer Meinung sind. Gerade die Eindeutigkeit dieser meinungspolitischen Vorgaben sollte trotz der traurigen politischen Situation optimistisch stimmen – in der Gewissheit, daß derartige Extrempositionen niemals die Zeit überdauern werden.


... Nachtrag: Nach Absenden des Leserbriefes, am 14.August 2006, berichtet die Mainzer Allgemeine Zeitung unter der Überschrift "Vertriebene unter Verdacht" (!!) über erneute Anfeindungen des Bundes der Vertriebenen mittels des Vorwurfs, viele der ehemaligen Funktionäre seien NSDAP-Mitglieder gewesen - so als sei dies bis heute nicht bekannt und zum Zeitpunkt der Gründung der Verbände kurz nach dem Kriege, also für Personen im damaligen Erwachsenalter, außergewöhnlich und ein besonderes Verbrechen gewesen.



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01.09.2006 (Q=18) - über denkwürdige Berichte an diesem Tag

... welche eine jeweils unheilvolle und objektivierbare Paarung aufweisen; teilweise auf ein und derselben Seite der Ausgabe der Mainzer Allgemeinen Zeitung:
- Ein dpa-Foto von Frau Merkel, stolz die Ehrenformation auf der Fregatte "Sachsen" abschreitend - darüber der Bericht über das katastrophale Umfragetief der Union und die Verbindung der Begriffe "Volkspartei" und "Lebenslüge" durch Friedrich Merz;
- Berichte über die verheerende Wirkung von Streubomben - im Wiesbadener Kurier eine Verunglimpfung von Frau Wieczorek-Zeul wegen ihrer Kritik an der Verwendung derselben (hierauf geht der weiter unten folgende Leserbrief ein);
- Die Wahl von Frau Merkel als "mächtigste Frau der Welt" durch ein US-Magazin - Frau Merkel unterstützt den Zentralrat der Juden in seiner Kritik an Frau Wieczorek-Zeul mit dem Zusatz, die Kritik am Einsatz der Streubomben sei nicht die offizielle Haltung der Bundesregierung !!!!
- Die Erfolgsaussichten eines NPD-Verbotsverfahrens werden erneut kontrovers diskutiert. Müntefering äußert sich in diesem Zusammenhang wie folgt: "Wir müssen die Tatsache ernst nehmen, daß es wieder Nazis bei uns gibt." - in der gleichen Druckspalte wird berichtet, daß der sächsische NPD-Landtagsabgeordnete Uwe Leichsenring (39) bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Hinsichtlich des Umstandes werden lediglich Polizeiberichte erwähnt.
- Die beiden flankierenden Tage: am 31.08.2006 wird zu typischer Uhrzeit (14:00-Hörfunknachrichten) die Aussage von Verteidigungsminister Jung bekanntgegeben, daß Deutschland sich "in jedem Falle" an der Verhinderung der Waffenlieferungen an die Hisbollah beteiligen werde, und daß weit mehr als die ursprünglich hierfür vorgesehenen 1200 Soldaten bereit gestellt werden; eine Meldung, die in der Folgezeit und in den erwiesenermaßen von vielen Menschen vernommenen Nachrichtensendungen ausgeklammert wurde - erst zwei Tage später, am 02.09.2006, berichtet die Mainzer Allgemeine Zeitung mittels der Überschrift "2000 Soldaten für Libanon?", die zwei Tage alte Aussage von Herrn Jung wird dabei nicht erwähnt.
- Vor dem Hintergrund dieser tatsachenschaffenden Berichterstattung (oder besser: Nicht-Berichterstattung) werden auf der gleichen Druckseite des 01.09.2006 die Portraits der beiden Seiten einer Medaille präsentiert: das genannte Foto von Frau Merkel auf einer deutschen Fregatte, sowie das Foto ihrer scheinbaren Opposition (Guido Westerwelle). Es wird berichtet, daß Herr Westerwelle ein Thesenpapier für die Herbsttagung der FDP in Wiesbaden ausgearbeitet hat, in dem von "neuem Patriotismus bei den Deutschen" die Rede ist, auf dem man aufbauen müsse. An dieser Stelle Erinnerung an seine Mitwirkung bei der politischen Neutralisierung seines verstorbenen Parteifreundes, der bis vor 3 Jahren vor dem Eintreten genau derjenigen Situation gewarnt hatte, welche jetzt auf gleicher Druckseite in Form des genannten Fotos von Frau Merkel zur Realität zu werden droht.

Der folgende Leserbrief geht auf die unheilvollste der genannten Berichtpaarungen ein und wurde der Mainzer Allgemeinen Zeitung am 01.September 2006 zugesendet. Vor dem Hintergrund des Bildes von Frau Merkel auf der deutschen Fregatte sollte ergänzt werden, daß nach bestem Wissensstand erstmals an einem 01.September nicht des "Überfalls" der deutschen Wehrmacht und damit des offiziell genannten Datums des Kriegsbeginns im Jahre 1939 gedacht wurde.




... und nachvollziehbare Reaktionen des Zentralrates
Auch wenn die aktuelle Kritik am Zentralrat der Juden berechtigt ist, seine Reaktionen auf kritische Stimmen zu Israel sind aufgrund der derzeitigen politischen Lage gut nachvollziehbar: Deutschland wird von einer Frau regiert, die am heutigen Tag von der US-Zeitschrift "Forbes" als die "Mächtigste Frau der Welt" bezeichnet wird und deren wesentliche Aufgabe seit der Irak-Krise in der Moderation der Standpunkte derer bestand, die heute am 01.09.2006 mit Inkrafttreten der sogenannten "Föderalismusreform" und dem heutigen Versuch der Einbindung der Bundesluftwaffe- und Marine für die militärischen Interessen Israels ihre vorläufige Ernte einfahren. Ihre bisherige Rolle unterstreicht Frau Merkel aktuell mit ihrer Unterstützung des Zentralrates der Juden in seiner Kritik an Frau Wieczorek-Zeul, sowie durch die willige Integration ihrer Person in eine Berichterstattung, die entgegen des in der BRD vorgeschriebenen parlamentarischen Weges suggeriert, daß der potentielle Kampfeinsatz Deutschlands schon beschlossene Sache sei und bislang die Tatsache verschweigt, daß die breite und vehemente Ablehnung dieses Einsatzes durch die deutsche Bevölkerungsmehrheit auf der ebenso starken Ablehnung der gegenwärtigen israelischen Politik und der Methoden zur Abwehr entsprechender Kritik beruht. Es muß also nachvollziehbar sein, daß der Zentralrat derzeit alle Register zieht, um das dennoch Wahrscheinliche zu verhindern: daß ähnlich dem amtierenden finnischen EU-Ratspräsidenten Tuomioja demnächst auch eine Person des öffentlichen Lebens in Deutschland mit wenigen treffenden Worten die Kernproblematik unserer momentanen politischen Situation auf den Punkt bringen wird.


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Ein Musterbeispiel der persönlichen Verunglimpfung im Wiesbadener Kurier

Der folgende Leserbrief wurde der Verlagsgruppe Rhein-Main GmbH & Co. KG in Mainz am 02.September 2006 zugesendet. Diese Verlagsgruppe umfaßt mehrere Tageszeitungen des Rhein-Main-Gebietes, etwa die Mainzer Allgemeine Zeitung und den Wiesbadener Kurier. Der Leserbrief bezieht sich auf den Artikel "SPD ist auf Wieczorek-Zeul nicht gut zu sprechen" im Wiesbadener Kurier vom 01.09.2006, worauf in der Einführung zum Leserbrief des Vortages eingegangen wurde. Im Anschreiben wurde die Verlagsgruppe auf die Unwürdigkeit des genannten Artikels hingewiesen. Da sich die Verlagsgruppe entschieden hatte, den Artikel in der Tageszeitung des Wohnortes der betreffenden Person zu publizieren, wurde sie zusätzlich im Anschreiben gebeten, den folgenden Leserbrief in der gleichen Tageszeitung, also im Wiesbadener Kurier zu publizieren.



... als Reaktion auf Kritik an der Verwendung von Streubomben
Dieser Artikel kann als Kompendium der journalistischen Methoden zur persönlichen Verunglimpfung von Personen des öffentlichen Lebens gelten, mit denen bis heute versucht wird, selbst zarte Kritik an der Politik Israels zu unterbinden. Nachdem sich Frau Wieczorek-Zeul durch den Druck öffentlicher Verbände nicht von ihrer kritischen Stellungnahme zu einzelnen Aspekten der israelischen Kriegsführung hat abbringen lassen, werden die völlig abwegigen Rücktrittsforderungen ihr gegenüber durch eine pauschalisierende und sachlich nicht belegte Überschrift gestützt: "SPD ist auf Wieczorek-Zeul nicht gut zu sprechen", zusammen mit dem zynischen Zusatz "Kandidatin für Regierungsumbildung?". Die unbestrittene Berechtigung ihrer Kritik, die Verwendung von menschenverachtenden Streubomben, hat erneut eine pauschalisierende Formulierung zur Folge, welche wiederholt den ebenso höflichen wie selbstverständlichen Zusatz "Frau" vor ihrem Namen ausklammert: "Nicht zum ersten Mal brachte Wieczorek-Zeul jüdische Repräsentanten gegen sich auf". Infamerweise wird dieser Artikel innerhalb der Rhein-Main-Presse gezielt in der Tageszeitung ihres Wohnortes publiziert, also mit dem Ziel, Frau Wieczorek-Zeul auch mit dem folgenden Aspekt persönlich anzusprechen: Mit der bewussten und meinungspolitisch instrumentalisierten Übertretung der Anstandsregel, daß man das Alter einer Frau weder ihr selbst gegenüber, noch in anderem Zusammenhang oder gar abwertend erwähnt. So muß der Schlußsatz des Artikels als ein Tiefpunkt in einer langen Reihe von persönlichen Verunglimpfungen durch die Rhein-Main-Presse gelten: "Falls es zur Mitte der Wahlperiode im nächsten Jahr auf SPD-Seite im Kabinett eine Verjüngung geben sollte, dürfte sich die Entwicklungsministerin wohl kaum entziehen können" – kurzum: ein Artikel, bei dem sich die Berechtigung der zu stützenden politischen Ziele und das zugrunde liegende Bildungsniveau die Waage halten.


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Weckruf gegen die Kriegstreiber !

Die folgende Schrift wurde mit Beginn des Tauziehens gegen die Involvierung der Bundesmarine für die Interessen Israels publiziert und wird hier im originalen Wortlaut wiedergegeben (siehe auch die PDF-Version).




Aufruf gegen die Kriegstreiber



01. September 2006

Für Deutschland und für die islamische Welt ist scheinbar das eingetreten, was seit mehreren Jahren als Gefahr und als der Wille der derzeitigen Weltmächtigen klar erkannt wurde und dem sich die Deutsche Bevölkerung stets widersetzt hatte, etwa zur Zeit der Irak-Krise vor 3-4 Jahren: Deutschland soll entgegen den Willen seiner Bevölkerung militärisch für die Interessen Israels vereinnahmt werden und dabei als Kriegspartei in Erscheinung treten, also im Sinne Israels gegen dessen Gegner vorgehen. Nichts scheint derzeit die Verwirklichung der Interessen Israels und seiner internationalen Stützmächte aufhalten zu können, etwa der mittels Desinformation durchgesetzte Einsatz von Marine und Luftwaffe an der libanesisch-syrischen Grenze, vorbei an der deutschen Bevölkerung und an den in Deutschland vorgeschriebenen parlamentarischen Wegen für die Genehmigung eines Kampfeinsatzes der Bundeswehr. Doch im Zuge dieser scheinbar reibungslos funktionierenden Realisierung haben die Baumeister dieser schlimmen politischen Pläne nicht realisiert, daß bereits jetzt, also vor einem weiteren (und hoffentlich ausbleibenden) militärischen Konflikt kein Zweifel mehr besteht, wie und durch wen dieser Konflikt verursacht wurde und wer diesen Konflikt wollte:

Was immer die nahe und mittlere Zukunft bringen wird, wie schlimm auch immer ein durch die Weltmächtigen gewollter militärischer Konflikt zwischen der sogenannten "westlichen" und "islamischen" Welt sich entwickeln wird, was immer in Zukunft über die westlichen Medienstationen geredet, gezeigt, oder behauptet wird – im Gegensatz zu vielen vergangenen Konflikten gibt es bereits heute keine Zweifel mehr, wer die wahren Urheber eines derartigen Konfliktes sein werden und daß Deutschland gegen den Willen seiner Bevölkerung in einen solchen Konflikt hineingezerrt wurde unter Verschweigen der im deutschen Volk mehrheitlich vertretenen Ablehnung der gegenwärtigen Politik Israels und seiner internationalen Stützmächte, welche auch in Deutschland aktiv sind.

Das gesagte ist in vielen internationalen Schriften seit vielen Jahren belegt - von Europa bis Australien, von den USA bis nach Asien, und aus dem Munde von vielen vortrefflichen Persönlichkeiten aller Völker, Hautfarben und Religionen – ja: aller! Die Welt macht gerade eine gefährliche und schwierige Phase durch, und trotz Eingedenkens des vielen Leides für die betroffenen Völker und Nationen – derzeit vor allem das Volk Palästinas und des Libanon - haben wir Grund zu Mut und Selbstbestätigung in dieser schwierigen Zeit:

--- Man will uns Glauben machen, daß derzeit eine Konfrontation zwischen der westlichen und der islamischen Welt stattfände – wir aber sagen: es ist die Zeit, in der eine winzige und von allen Kulturkreisen auf der Welt erkannte Gruppe zu ihrem eigenen Vorteil erneut versucht, die Völker der Welt gegeneinander zu stellen und Kriege führen zu lassen, in Wirklichkeit aber damit die Wachsamkeit und den Zusammenhalt der Menschen auf der ganzen Welt gefördert hat, sowie die Gewissheit, daß sich diese Erkenntnis für alle zukünftige Geschichtsschreibung festgeschrieben hat.

--- Man will uns glauben machen, daß Israel im Libanon einen "gerechten Krieg" geführt habe und die Hisbollah der Urheber dieses Konfliktes gewesen sei – wir aber kennen die langfristige und kurzfristige Vorgeschichte dieses Konfliktes, zuletzt das erneut uferlose und menschenverachtende Vorgehen der israelischen Armee in den Palästinensergebieten bis Mitte Juli 2006, sowie den schriftlichen Beweis dafür, daß die Stützmächte Israels einen Krieg wollen, der über den aktuellen Libanon-Konflikt hinausgeht und der nicht von Israel selbst geführt werden soll: die Kriegserklärung in der "Jerusalem Post" vom 10.Januar 2002 mit den Worten: "Der wirkliche Feind heißt Iran" und "ein Krieg mit dem Iran steht außerhalb jeder Frage". Auch ist uns der Mechanismus der Entstehung solcher gewollten Kriege aus der Weltgeschichte der letzten 100 Jahre wohl bewußt: Völkern und Nationen wird mit Billigung der supranationalen Weltmächtigen Unrecht in Form von Anfeindungen, militärischer Gewalt, finanzieller und wirtschaftlicher Nötigung oder gezielten Provokationen zugefügt, die daraufhin zu erwartenden und letztlich beabsichtigten Reaktionen dieser Völker werden dann als "kriegerische Absichten" und schließlich als Auslöser von Kriegen interpretiert, auf die eine weitere Steigerung des Unrechts und schließlich ein Vernichtungskrieg folgt, der propagandistisch als "gerechter Krieg" und im Nachhinein sogar als "Befreiungskrieg" im Sinne des angegriffenen Volkes in den Medien aufgearbeitet wird. Aktuell ist die propagandistische Hohlheit der in den westlichen Medien zugunsten Israels verwendeten Bezeichnung "gerechter Krieg" für jedermann nachvollziehbar, ebenso die von diesem Begriff ausgehende und seiner ursprünglichen Intention zuwiderlaufende Signalwirkung: eine Signalwirkung für die künftige Vergeblichkeit seiner Verwendung und für eine revidierte Aufarbeitung von Konflikten der Vergangenheit.

--- Man will uns glauben machen, daß Deutschland von "Islamisten" bedroht sei, welche seine freiheitliche Gesellschaft schamlos missbrauchen – wir aber sagen, daß diejenigen unser Land missbrauchen, welche solche Worte wählen, gleichzeitig anderen Glaubensgemeinschaften pauschal jede Schuldigkeit absprechen, in der jüngsten Vergangenheit Deutschland zur Teilnahme am völkerrechtswidrigen Irak-Krieg nötigen wollten, sowie permanent an der Verleumdung aller Personen beteiligt sind, welche an der Politik bestimmter Staaten Kritik üben. Wir wissen, daß die islamische Welt um die Gedanken und Worte des deutschen Volkes weiß und um die Tatsache, daß es mehrheitlich den Worten und Behauptungen der gleichgeschalteten westlichen Medien misstraut. Wir sagen aber auch, daß wir in Deutschland eine aus den Worten der Medien sprechenden Bedrohung sehr ernst nehmen: nicht so sehr die direkte Bedrohung durch fanatische und damit politisch wenig weitsichtige gewaltbereite Personen, sondern die Tatsache, daß ein Terroranschlag in Deutschland von den Weltmächtigen herbeigesehnt wird, um eine weitere Handhabe für die weitere Einbindung Deutschlands für ihre politischen Ziele zu haben und daß es wie auch schon in jüngster Vergangenheit ihre Absicht ist, für diesen Zweck Personen zu rekrutieren, die sich über die Tragweite ihres Handelns und über die wahren Hintermächte ihrer Anstifter nicht im Klaren sind. Durch die gegenwärtige Ausrufung einer "Wachsenden Terrorgefahr in Deutschland" mittels der hiesigen Medien wird ein solcher Anschlag geradezu herbeigeredet. Wir rufen Euch zu: Seid eingedenk eurer gerechten politischen Sache, Eures gerechten Widerstandes gegen die Unterdrücker Eurer Heimatländer und der diesbezüglichen Zustimmung der Mehrheit der Deutschen. Wir sehen selbst, daß seit dem Irak-Krieg eine Welle von Feindseeligkeiten gegen die islamische Welt durch die westlichen Medien geht – doch wir alle wissen, woher diese Feindseeligkeit kommt und daß Sie sich genauso gegen die frei und kritisch denkenden Menschen der westlichen Welt richtet. Wer dem Satan mit Hass und Gewalt antwortet, macht ihn nur noch stärker! Ein Gewaltanschlag gegen die Zivilbevölkerung in einem westlichen Land würde zu nichts anderem als zu einer neuen Welle des Unrechts gegen Eure Heimatländer führen. Nochmals sagen wir: Seid versichert, daß die Mehrheit der Europäer Euren Widerstand gegen die Unterdrückung Eurer Länder unterstützt und sich deshalb selbst einer vielfältigen Unterdrückung durch die gleichen Mächte erwehren muß. Es kann nicht angehen, daß Deutschland gegen seinen Willen in einen Krieg getrieben wird und dafür obendrein einer erhöhten "Terrorgefahr" ausgesetzt sein soll.

--- Man will uns glauben machen, daß Israel und Deutschland die gleichen Ziele verfolgen und daß Deutschland einer der engsten Verbündeten Israels sei – wir aber sagen, daß dies nicht zutrifft, eingedenk der Tatsache, daß Deutschland durch sein Volk und nicht durch seine zeitlich begrenzt wirkenden Regierungen repräsentiert wird, schon gar nicht durch die Gegenwärtige. Wir wissen, daß zur Stützung dieser unwahren Behauptung von "christlichen" Persönlichkeiten in jüngster Vergangenheit eine Rhetorik des kalten Krieges verwendet wurde: Die Behauptung "Deutschland steht fest an der Seite Israels" - ein Satz also, der an Kälte und Aggressivität nicht zu überbieten ist. Niemand weiß dies besser als unsere Landsleute der ehemaligen DDR. Als positiv können wir registrieren, daß sich unsere Medien derzeit nicht trauen, diesen Satz öffentlich zu verwenden, denn sie spüren, daß dies in Deutschland zu einer weiteren Intensivierung der ablehnenden Haltung gegenüber der gegenwärtigen israelischen Politik führen würde.

Stattdessen wird die Politik Israels auf deutschem Boden derzeit auf andere Weise gestützt:

Dies ist das Logo der engsten Verbündeten der israelischen Politik in Deutschland (sieht man einmal von den vielen Persönlichkeiten in Deutschland ab, die sich lieber innerhalb abgeschlossener Zirkel in die Baupläne der israelischen Politik und damit ihrer eigenen Karriere einweihen lassen). Das Logo gehört den sogenannten "Antideutschen" und ist das glaubhafteste Symbol hinsichtlich des wahren Charakters der Deutsch-Israelischen Beziehungen.

Der Begriff "Antideutsche Aktion" ist wörtlich zu nehmen, denn diese Gruppe wendet sich gegen Deutschland und das deutsche Volk an sich mit Worten wie "Kein Friede mit Deutschland", "Kein Mitleid mit Krauts", "Dank an die Rote Armee" und mit Anspielung an die Bombardierung deutscher Städte durch England: "Bomber Harris, do it again". Man wird erkennen, daß dieses Logo eine Abwandlung und damit eine weitere Präzisierung des Logos der "Antifa" darstellt, gemäß deren Aussage alle Personen außerhalb ihres Argumentationskreises als "Faschisten" anzusehen sind, ein Begriff, den diese Gruppe zunehmend auch gegenüber den Menschen gebraucht, welche sich derzeit gegen die Unterdrückung ihrer Heimat und die damit verbundene Tötung ihrer Familien durch israelische Militäroperationen zur Wehr setzen. Die Wut, die aus den Schriften und Reden und aus der physischen Gewaltbereitschaft der "Antideutschen" spricht, ist echt: die Wut darüber, daß sie mit ihrer Argumentation innerhalb Deutschlands und Europas als winzige Minderheit alleine stehen, daß die gegenwärtige israelische Politik außer ihnen selbst keine nennenswerte Zustimmung auf deutschen Straßen wird rekrutieren können (wie die jämmerlichen Anti-Iran-Demonstrationen bestimmter Verbände während der Fußball-Weltmeisterschaft gezeigt haben) und daß man diese Erkenntnis niemals offen zugeben wird und kann. Dies gilt ebenso für die selbsternannten und scheinbaren Gegner der Antideutschen, die unter dem Deckmantel des Antizionismus eine nahezu identische antideutsche Rhetorik verwenden und dem immer noch meinungspolitisch unterdrückten Deutschland vorwerfen, es sei "nach wie vor der größte Kriegstreiber in der Welt", also mit derartiger schuldzuweisender Rhetorik ebenfalls wesentliche Interessen der pro-israelischen Interessengruppen bedienen. Wo immer in Zukunft der Begriff "deutsch-israelische Freundschaft" oder eine ähnliche Rhetorik verwendet wird – das hier gezeigte Logo ist der beste Beweis dafür, wer die eigentlichen Freunde der gegenwärtigen Politik Israels sind und daß die o.g. Rhetorik von gleicher Qualität ist, wie diejenige innerhalb des ehemaligen Sowjetimperiums, als von "Freundschaft" zwischen der Sowjetunion und den von ihr unterdrückten Staaten und Völkern die Rede war. Der Beweis für die wirkliche Freundschaft zwischen Israel und den "Antideutschen": diese Gruppe wurde bisher kaum in den öffentlichen westlichen Medien namentlich erwähnt, sondern sie verbreitet ihre Thesen u.a. über die Springerpresse, etwa indem sie die in westlichen Medien erschienenen Mohammed-Karikaturen als "erschreckend harmlos" bezeichnet. Die ungeheuerlichen Thesen der Antideutschen wurden noch nie öffentlich durch führende deutsche Politiker angesprochen oder kritisiert!!

In diesem Sinne rufen wir Deutsche erneut zu Frieden und Verständigung zwischen den Völkern und Religionen auf. Israel rufen wir zu, daß es seine gegenwärtigen internationalen "Freunde", seine bisherigen Positionen und seine bisherigen politischen Vorgehensweisen überdenken soll. Im Gegensatz zu der Argumentationsweise der Antideutschen erfolgt dieser Aufruf ohne Hass gegen irgendjemanden, insbesondere ohne Hass auf andere Völker oder Religionsgemeinschaften, sowie mit dem Hauptziel der Wiederherstellung und Erhaltung des Weltfriedens und von Gerechtigkeit, Meinungs- und Redefreiheit für alle derzeit militärisch, wirtschaftspolitisch oder meinungspolitisch unterdrückten Menschen, Völker und Nationen.


Friede den Menschen und Völkern, stoppt die Kriegstreiber und ihr teuflisches Werk.



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Zur Aktualität von altem deutschen Liedgut

August/September 2006 a.D.

Was gerade mit und in Deutschland passiert, wurde weiter oben hinreichend besprochen. Wohl dem Volk, welches in solchen Situationen auf ein geistiges Kultur- und Liedgut zurückgreifen kann, dessen Gültigkeit außerhalb historischer und konfessioneller Umklammerung und mitten in der aktuellen Notlage seines Volkes eine größere Wirkung zu entfalten vermag als die Gesamtheit aller gegenwärtigen Stimmen:



1. Wach auf, wach auf, du deutsches Land! / Du hast genug geschlafen / Bedenk, was Gott an dich gewandt / wozu er dich erschaffen. / Bedenk, was Gott dir hat gesandt / und dir vertraut sein höchstes Pfand / drum magst du wohl aufwachen.

2. Gott hat dich, Deutschland, hoch geehrt / mit seinem Wort der Gnaden / ein großes Licht dir auch beschert / und hat dich lassen laden / zu seinem Reich, welchs ewig ist / dazu du denn geladen bist / will heilen deinen Schaden.

6. Die Wahrheit wird jetzt unterdrückt / will niemand Wahrheit hören / die Lüge wird gar fein geschmückt / man hilft ihr oft mit Schwören / dadurch wird Gottes Wort veracht / die Wahrheit höhnisch auch verlacht / die Lüge tut man ehren.

7. Wach auf, Deutschland! 's ist hohe Zeit / du wirst sonst übereilet / die Straf dir auf dem Halse liegt / ob sichs gleich jetzt verweilet. / Führwar, die Axt ist angesetzt / und auch zum Hieb sehr scharf gewetzt / was gilts, ob sie dein fehlet.

8. Gott warnet täglich für und für / das zeugen seine Zeichen / denn Gottes Straf ist vor der Tür / Deutschland, laß dich erweichen / tu rechte Buße in der Zeit / weil Gott dir noch sein Gnad anbeut / und tut sein Hand dir reichen.

9. Das helfe Gott uns allen gleich / daß wir von Sünden lassen / und führe uns zu seinem Reich / daß wir das Unrecht hassen. / Herr Jesu Christe, hilf uns nu / und gib uns deinen Geist dazu / daß wir dein Warnung fassen.

Johann Walter 1496-1570




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Kaczynski verärgert über Köhler

Bundespräsident Horst Köhler wird vom polnischen Ministerpräsidenten für seine Rede auf dem Tag der Heimat des Bundes der Vertriebenen (BdV) kritisiert, obwohl der Bundespräsident in seiner Rede die mittlerweile wohldressierte Worthülse gebrauchte, dass kein politisch Verantwortlicher in Deutschland die "Geschichte umschreiben wolle". Diese Aussage wird sinngemäß im redaktionellen Kommentar "Getilgte Geschichte" in der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) vom 04.September 2006 unterstützt mit den folgenden Worten: "... die Deutschen haben in den letzten Jahrzehnten sehr wohl gezeigt, dass sie ... genau wissen, wer auch an den deutschen Opfern die ursächliche Schuld trägt."
Der folgende Leserbrief wurde der MAZ am 06.September 2006 zugesendet. Es wurde darauf verzichtet, auf die weiter unten als Nachtrag angefügten aktuellen Aspekte einzugehen.




... aus bekanntem Grund ...
In den deutschen Medien wird Verwunderung geäußert über die Kritik des polnischen Ministerpräsidenten Kaczynski an den aktuellen Worten von Bundespräsident Köhler zum deutsch-polnischen Verhältnis, obwohl der Grund hierfür allen Beteiligten bewußt ist: Man versucht weiterhin die polnische Seite von einer breiten deutschen Anerkennung der längst als unhaltbar widerlegten These von der deutschen Alleinschuld an Ursachen und Folgen der deutsch-polnischen Begebenheiten zwischen 1914 und 1948 zu überzeugen. Denken denn der Bundespräsident und die genauso argumentierenden Medien im Ernst, daß den Vertretern Polens nicht die Kluft bewußt sei zwischen derartigen offiziellen Versicherungen einerseits und der inneren Überzeugung vieler europäischer Politiker sowie der meinungspolitischen Realität in Deutschland und Europa andererseits? Welche "Denkfabriken" verbreiten weiterhin den Irrglauben, man könne Polen mit derartigen offiziellen Versicherungen eine solide Grundlage für dessen engere Einbindung in die europäische Politik bieten?
Die langfristige Entkrampfung des deutsch-polnischen Verhältnisses ist kein gordischer Knoten, sondern der einzig gangbare Weg wird gerade durch die momentane Sackgasse klar vorgezeichnet: durch eine ehrliche Artikulation aller historisch belegten Realitäten des deutsch-polnischen Verhältnisses, an deren Anerkennung langfristig kein Weg vorbeiführen wird – weder für Politiker, noch für die Medien oder dritte politische Mächte.


... Wichtige aktualitätsbezogene Nachtmeldungen (06.09.2006):
In der gleichen Ausgabe der MAZ vom 04.09.2006, sowie heute am 06.09.2006 erschienen zwei weitere redaktionelle Kommentare, welche die Erfolgsaussichten von Aufrufen wie des obigen Leserbriefes an den gesunden Menschenverstand dämpfen.
1) Am 04.09: die Gesellschaft sei bei der aktuellen Terrorgefahr insgesamt gefordert. So hätte man "die gezielt demagogische Propaganda gegen die Mohammed-Karikaturen schnell und öffentlich entlarven müssen", sowie "Wie so oft haben wir alle uns viel zu defensiv verhalten und für Werte wie Meinungs- und Pressefreiheit (!!) nicht offensiv geworben" - hier also die gleiche Sichtweise wie die immer noch offizielle Bewertung des 01.September 1939: nicht die Provokateure, sondern die berechenbarerweise darauf Reagierenden sind die Schuldigen.
2) Am 06.09. (wie bereits weiter oben erwähnt): Die Entführung der israelischen Soldaten habe "den Sommerkrieg überhaupt erst ausgelöst" - hier freilich das Umgekehrte: die Provokationen sind das Übel und nicht die Unverhältnismässigkeit der folgenden Reaktionen - weitere Kommentare überflüssig.
- Am 06.und 07.September besucht der Bundespräsident Mainz und die Verlagsgruppe Rhein-Main. Am 08.September berichtet die Mainzer Allgemeine Zeitung in insgesamt 4 Artikeln mit folgender Generalüberschrift: "Köhler: In Nahost militärisch helfen - Bundespräsident betont im Gespräch mit dieser Zeitung Verantwortung gegenüber Israel". In Zusammenhang mit dem Thema des aktuellen Leserbriefes über seine Behauptung zum deutsch-polnischen Verhältnis sind folgende Passagen hervorzuheben, welche an dieser Stelle ohne Kommentar stehen können, wohl aber in Zusammenhang mit seiner Aussage an Kaczynski: "Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit sind wichtige Begriffe, tragende Säulen in der Wertewelt des Bundespräsidenten Köhler" ... Horst Köhler selbst: "Ich fülle das Amt mit meinen Möglichkeiten nach besten Kräften aus, nicht zuletzt mit meiner Ehrlichkeit ... Es ist nicht so, daß Wahrheit sich nicht auszahlt". Als Kontrast nochmals der Bericht der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 04.09.2006: "Köhler bekräftigte, dass kein politisch Verantwortlicher in Deutschland die Geschichte umschreiben wolle und ließ keinen Zweifel daran, was die Ursache für die Vertreibung gewesen ist."
... soviel zum Begriff der Wahrheit aus aktuellem öffentlichen Munde.



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Zwischenbericht - Anfang September 2006



Auf dieser Website werden vergleichsweise wenig wirtschaftspolitische Aspekte behandelt. Der Grund ist einfach: das, was die verwerflichen Baupläne der hier besprochenen Weltpolitik an Sozial- und Bildungsabbau in Deutschland begleitet, ist nicht Not, nicht eine seit Jahrzehnten fehlgelaufene Politik, nicht Ratlosigkeit, nicht allgemeine Unsicherheit, sondern von vorneherein das eigentliche Ziel dieser Politik gewesen ! Hierauf wurde bereits vor 2 Jahren in der Schrift Der Neue Landbote (PDF) und vor 1 Jahr in den Schriften Strategiepapier zum Umgang mit sogenannten Denkfabriken und Neuwahlen 2005 - Deutschland - Wahlbetrug eingegangen. Man könnte viel mehr über Finanz- oder Wirtschaftspolitik referieren, doch es wäre dem Leser dieser Seite kaum ein Aha-Erlebnis zu vermitteln, welches er nicht schon längst gehabt hätte. Trotzdem sollte man auch in der gegenwärtigen Phase des erneuten Versuches der Nötigung Deutschlands zu militärischen Vasallendiensten realisieren, daß die Schiene der Versuche zur Finanz- und wirtschaftpolitischen Nötigung der Deutschen als paralleles Ereignis weiterläuft.

Beginnen müsste man bei der genannten Schrift über die Neuwahlen 2005, doch weiß der Bürger selbst am besten, was seitdem alles passiert ist: Unvergessen sind die eiligst durchgeboxten Reformen während der medial hochgepeitschten Euphorie zur Fußball-WM; der in den obigen Schriften und auf dieser Seite vorausgesagte Wortbruch der Merkel-Regierung bezogen auf ihre vor der Wahl zugesagte politische Linie hinsichtlich des Türkei-Beitrittes; der Wortbruch in Form der Zustimmung zum ehemals aus wahltaktischen Gründen abgelehnten "Antidiskriminierungsgesetz" – ein sicher unvollständige Liste. Bildungspolitisch wird mit der Föderalismusreform der weitere Abbau des Nationalstaates Deutschland hin zur erneuten Kleinstaaterei des 19.Jahrhunderts vorbereitet, u.a. um der Bayrischen Politik für ihre bisherige besondere Kooperation zu danken (siehe Franz Josef Strauss; Bad Aibling; Irak-Krieg; Äußerungen bayrischer Politiker, daß man auf Brüsseler Ebene mehr Gemeinsamkeiten mit anderen europäischen Ländern als mit Berlin feststelle) und um die angestrebte Spaltung Deutschlands mittels unterschiedlicher Länderdynamiken weiter zu fördern. Die Denkfabriken und ihre Hintermächte erfinden neue und aggressive Methoden zur Zuckerbrotverteilung – Schulen des "Club of Rome" und die in unterschiedlichen Medien verbreiteten Bewerbungsformulare für Schulen mit der Aufforderung, sich um die Anerkennung des Status "Club of Rome-Schule" zu bewerben, wofür die vom Club of Rome definierten Kriterien für "innovative Schulen besonderer Prägung" nachgewiesen werden müssen - zahlreiche Berichte über die breite Stützung des im Jahre 1968 gegründeten Clubs durch Politik und Wirtschaft, welcher als langfristiges Ziel die Unterteilung der Erde in mehrere Regionen angibt, ein Ziel, das aber in der propagierten und auf Jugendliche ausgerichteten Bildungspolitik nicht zugegeben wird – klare Parallelen zur zweiten politischen Bewegung, welche im gleiche Jahr (1968) initiiert wurde, sowie zur Offenbarung des Johannes. Eine besonders üble Machenschaft: gleichzeitig mit dieser Vereinnahmung der Bildungpolitik durch globalistisch-humanistische Blendwerke werden "die" Hauptberufe des Bildungsbürgertums – Arzt, Rechtsanwalt, Apotheker – systematisch ausgehöhlt (also diejenigen Berufe innerhalb Deutschlands, welche gemäß Wehklagen der Medien maßgebliche Träger des verbalen politischen Widerstandes während der Zeit des Irak-Krieges waren, ebenso während der Defamierung von Personen des öffentlichen Lebens durch die Medien wie etwa von Martin Hohmann) – nach Abbau des Gesundheitssystems durch Frau Schmidt nun Entwürdigung der Ärzte selbst mit dem immerhin gescheiterten Versuch der Medien, die streikenden Ärzte gegen Patienten und andere Bürger auszuspielen; das Inkrafttreten der umstrittenen Gesundheitsreform wird am 07.09.2006 durch Beschluss der großen Koalition vom 01.01. auf den 01.04.2007 verschoben, um eine simultane mentale Auswirkung dieses Gesetzeswerkes und der ab 01.01.2007 zu erwartenden Propagierung eines anderen Gesetzeswerkes gegenüber dem Bürger zu verhindern: der angekündigten Impulsgebung für die sogenannte "EU-Verfassung" durch die kommende deutsche EU-Ratspräsidentschaft - Aufweichung des Monopols der Anwälte in Sachen Rechtsberatung durch Frau Zypries - Zulassung von nicht-fachmännisch geleiteten Internet-Apotheken; nach Aufkommen der Apothekerproteste und der Erinnerung an die bestehende Gesetzeslage: Ankündigung einer diese Entwicklung gezielt stützenden Gesetzesänderung aus dem Munde von Frau Merkel selbst; Publikation von beschönigenden Berichten und einseitig gefilterten Leserbriefen über die Vorteile dieser Entwicklung in der Art: "Prima, mehr Wettbewerb und alles wird billiger".

An dieser Stelle greift erneut eine aktuell mittels Hilfe der Medien praktizierte Zuckerbrot-Methode, die auf dieser Website schon mehrfach dokumentiert wurde, nämlich die zeitgleich mit dem persönlichem Erwirken eines bestimmten gesellschaftlichen oder politischen Bauabschnittes publizierten Berichte über reelle Aussichten auf höhere Posten:
- Vierte August-Woche 2006: Die maßgeblich durch Frau Zypries vorbereitete Kippung des Gesetzes zum Anwaltsmonopol nimmt Gestalt an – am 21.08.2006 berichtet die Mainzer Allgemeine Zeitung, Frau Zypries sei als künftige Richterin und anschließende Präsidentin des Bundesverfassungsgerichtes (!!!) im Gespräch. Andere derartige Beispiele wurden weiter oben genannt:
- 01.September 2006: Frau Merkel auf dem Foto mit der deutschen Fregatte und kurz zuvor erfolgter Unterstützung des Zentralrats der Juden zur Abwehr der Kritik an den Streubomben; Verleihung des Postens "Mächtigste Frau der Welt" durch Forbes am gleichen Tag;
- Zweite/dritte August-Woche 2006: Kurt Beck stellt als erster namhafter deutscher Politiker einen Nahost-Einsatz der Bundeswehr in Aussicht; zeitgleiche Berichte, daß sich mehrere Parteifreunde für Beck als den nächsten SPD-Kanzlerkandidaten ausgesprochen haben;
- Zweite/dritte Dezember-Woche 2005: Der Berliner Oberstaatsanwalt Detlef Mehlis liefert seinen Bericht über die Mitschuld Syriens an der Ermordung Hariris ab; zeitgleich wird ihm der Posten des Generalbundesanwaltes in Aussicht gestellt (was nicht eingetreten ist).

Zum Zeitpunkt dieser Niederschrift (07.September) wird die folgende Nachricht als bisheriger Höhepunkt der Selbstentlarvung der westlichen Sichtweise gesendet (Thema ist ja derzeit die Bedingung der 7 Meilen-Zone durch die libanesische Regierung): Frau Merkel erklärt vor Kamera und Mikrophon, daß sie Präsident Siniora versichert habe, daß es ihr oberstes Ziel sei, die Souveränität des Libanon mit zu gewährleisten – dem Präsidenten, welcher sich nach seinem Tränenausbruch vor laufender Kamera die zynischen Worte aus Israel anhören mußte "Heule nicht, handele", welcher während des Krieges stets die Einheit aller Volksgruppen seines Landes hervorhob und Hisbollah-Chef Seyyed Hassan Nassrallah für die Verteidigung seines Landes dankte und welcher mehrfach vergeblich die Weltgemeinschaft zum Stop der Zerstörung seines Landes aufrief, welche zu Beginn des Krieges durch die Worte aus Israel angekündigt wurde, man werde den Libanon "3 Jahre oder mehr zurückbomben" – jenem Ministerpräsidenten erklärt die 100% den Interessen der Zerstörer seines Landes ergebene Person, sie wolle mit dem Eindringen in seine Hoheitsgewässer und der militärischen Beihilfe zur Entwaffnung seiner Verteidiger die Souveränität seines Landes garantieren – die bisher eindrucksvollste und wichtigste Selbstentlarvung von Frau Merkel seit der Irak-Krise, denn sie hat sich damit persönlich dem Präsidenten des angegriffenen Volkes offenbart !!!

In diesem Sinne hat der europäische Bürger gerade jetzt Grund zu einem Rückblick auf seine bisherigen Erfolge der letzten Jahre, die nicht oft genug betont werden können:
- Deutschland hat sich gegen den Irak-Krieg und erfolgreich gegen die in offiziellen deutschen Tageszeitungen propagierte Teilnahme am Irak-Krieg gestellt – bis heute und zum Ärgernis der Gegenseite wirkt der Dank und die Annerkennung der ganzen Welt und derjenigen, gegen die man Deutschland in den Krieg schicken möchte;
- Franzosen, Niederländer und die zahllosen freien Stimmen aus ganz Europa haben die sogenannte "EU-Verfassung" vereitelt und die stützenden Meister vom geistigen Stuhl mit hohlen und selbstentlarvenden Phrasen der Gegensteuerung alleine gelassen;
- Die unter riesigem Aufwand von Albright, CIA, Denkfabriken etc. gestützte „orangene Revolution“ unter Juschtschenko ist wahrscheinlich dauerhaft gestoppt worden, dank der Klarsicht der Ukrainer kam sein Vorläufer Janukowitsch wieder ins Amt; spürbare Wut in den westlichen Medien, zumal der Misserfolg nicht breit publiziert werden konnte (zu diesem Thema: siehe das Strategiepapier, sowie andere Leserbriefe auf dieser Website);
- Die seit der Jahrtausendwende, insbesondere ab dem 11.September 2001 unterschätzte Klarsicht der Menschen weltweit ist der Grund dafür, daß die zentralen globalistischen Mächte ihre Absichten seitdem offener und in für sie ungewohnter Weise präsentieren – ja: offenbaren mussten, sowie spätestens mit dem aktuellen Libanon-Konflikt einen bisher stets verleugneten Anspruch auf kritiklose Anerkennung als gerechte und deshalb zum vorbehaltlosen Handeln berechtigte Macht zugeben mussten. Innerhalb Deutschlands ist diese Tendenz derzeit gut ablesbar durch die Wut jüdischer Stimmen über die vorherrschende und in den westlichen Medien ausgeklammerte Meinung innerhalb Deutschlands zum Libanon-Konflikt; durch die seit dem Irak-Krieg zunehmende Inanspruchnahme Antideutscher Stimmen und durch öffentliche Initiierung von sogenannten Jagaktionen (!!!) und Aufrufen zur Denunziation gegen ungeliebte Persönlichkeiten; schließlich durch die öffentliche Bestätigung der bis in die jüngste Vergangenheit geleugneten und bis heute anhaltenden Versuche zur Festigung einer Modalität der Fremdherrschaft auf deutschem Boden: der aus sozialistischer Sicht vielfach als "Totschlagargument" gebrandtmarkte Begriff der Staatsräson wird aktuell als Schutzschild gegen den Willen des Volkes verwendet und als Versuch, die Gütigkeit des (in der BRD sowieso stets nur halbherzig zitierten) Prinzips "Alle Macht geht vom Volke aus" den Belangen einer fremden Macht unterzuordnen. Viel wäre hier noch zu sagen und entgegenzuhalten, etwa der Vorwurf, daß mit derartigen Argumenten der fremde Staat erst recht zu einer Unrechtspolitik eingeladen wird, da er sich sogar nach Mißerfolgen einer Belohnung sicher sein kann, und und und ... Besser ist es, man antwortet an dieser Stelle kurz und bündig: "Nicht der Staat befielt uns, sondern wir, die Deutschen, sagen dem Staat wo es langgeht. Wir haben immer noch - gerade jetzt - vielfache Erwartungen an den Staat Bundesrepublik Deutschland, der sich nach wie vor das Recht zur Erhaltung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern der hier lebenden Sprach- und Volksgemeinschaft stets neu verdienen muß, genauso wie sich dies andere derzeit existierende Staatsgebilde im nahen Osten noch verdienen müssen."

Wir harren der zwei Dinge, die jetzt kommen werden: 1) des durch die europäischen Bürger vereitelten Datums des 01.11.2006, an dem ursprünglich die sogenannte „EU-Verfassung“ in Kraft treten sollte und welches nun zur Hoffnung Anlaß gibt, daß diesem wohlberechneten Datum nicht auf andere teuflische Weise noch eine Bedeutung zukommen wird. Bis jetzt jedenfalls ist die Vereitelung dieses Datums eine der größten Misserfolge derer, welche Europa derzeit zu kriegerischen Handlungen im Sinne der Initiatoren dieses Verfassungswerkes zwingen wollen. 2) Wir harren des Beginns der deutschen EU-Ratspräsidentschaft am 01.01.2007 unter Frau Merkel. Was diesen zweiten Punkt angeht, kann man einigermaßen gefasst sein, denn die Hauptaufgabe der erneuten Propagierung der EU-Verfassung ist durch Frau Merkels Hintermächte vorgegeben – in so lachhafter Art und Weise, daß man fast entspannt die Entwicklung abwarten könnte und gerade deswegen wiederum zu erhöhter Wachsamkeit aufrufen muß: Das hochvernetzte Centrum für angewandte Politikforschung (siehe Strategiepapier) mutet sogar seinen hörigsten Politikern derzeit folgende Logik zu.


“Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft soll dem Verfassungsprozess im ersten Halbjahr 2007 neue Impulse geben. Inzwischen haben 15 von 25 Mitgliedsstaaten die EU-Verfassung ratifiziert, womit mehr als die Hälfte der 454,3 Millionen EU-Einwohner zugestimmt haben.“


Sollte dies das schlagkräftigste Argument im Rahmen der Überzeugungsarbeit am europäischen Politiker und Bürger in Sachen EU-Verfassung sein, wäre es gut möglich, daß dieses teuflische Verfassungswerk endgültig vor dem Aus steht. Erwarten wir trotzdem alles Kommende hellwach und mit Gottvertrauen.


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"Militärische" Nötigung Deutschlands - Dokumentation des zeitlichen Verlaufs

Seit dem 04. September 2006 stellt sich das Thema des Bundeswehr-Einsatzes in Nahost als Tauziehen dar. Eine chronologische Darstellung der Berichterstattung der Mainzer Allgemeinen Zeitung erweist sich dabei als aufschlußreich. Die vorherigen Ereignisse werden an dieser Stelle als bekannt vorausgesetzt:
1) das Treffen zwischen Netanjahu (Netanyahu) und Dick Cheney auf dem American Enterprise Institute's World Forum am 17. und 18. Juni in Beaver Creek, Colorado, an welchem nach unbestätigten Berichten auch Staatspräsident Ehud Olmert, Ehud Barak und Shimon Peres teilgenommen hatten und auf dem gemäß den Berichten zahlreicher Netzseiten die Beschlußfassung hinsichtlich der folgenden politischen Ereignisses stattfand (deutsche und amerikanische Netzseiten ansehen!);
2) das sich unmittelbar anschließende uferlose Vorgehen Israels gegen die Palästinenser, welches trotz oder gerade wegen der besänftigenden Haltung der palästinensischen Regierung eine weitere Steigerung erfuhr und bei der man ständig das Gefühl hatte, daß irgendein Auslöser für ein weiteres Vorgehen gesucht wurde;
3) die Gefangennahme zweier auf libanesischem Staatsgebiet (!!) patrouillierender israelischer Soldaten durch die Hisbollah;
4) innerhalb Deutschlands dann die publizistische Einleitung des darauf folgenden Libanon-Krieges durch das britische Oberhaus (Lord Weidenfeld) mittels seiner deutschsprachigen Organe (Die Welt, Welt am Sonntag). Lord Weidenfeld gebraucht hierfür am 14.Juli 2006 folgende Worte: "Ministerpräsident Ehud Olmert ist erst seit ein paar Monaten im Amt. Er hat noch nicht das Vertrauen, das seinem Vorgänger Ariel Sharon, einem erfahrenen Soldaten und Kriegshelden (!!!), entgegengebracht wurde. Er (Olmert) muß nun beweisen, daß er ein Mann ist, der handelt, ein Regierungschef, der auch zuschlagen kann (!!!!!)" - ja, diese Worte wurden am 14.Juli in Deutschland publiziert ! Zeitgleich äußerten Merkel und Bush ihre Soldarität mit Israel, welches "ein Recht habe, sich zu verteidigen" ;
5) schließlich die Eröffnung des Themas "Bundeswehr - Nahost" durch Frau Merkel während des Libanon-Krieges mit ihrer Aussage, daß eine Beteiligung der Bundeswehr in Nahost "gar nicht zur Debatte stünde", sowie andere Aspekte und Fakten zu diesem Thema, welche auf dieser Seite weiter oben erwähnt wurden.



- Am Montag, dem 04.September wird der Bürger angenehm überrascht: Die Widerstände des libanesischen Parlamentes und auch (siehe da !!) vieler Personen des öffentlichen Lebens in Deutschland bewirken, daß das Vorbrechen der kriegswilligen Kräfte innerhalb Deutschlands vorerst gestoppt und der Marschbefehl der deutschen Marine unbefristet ausgesetzt wird. Es wird auch innerhalb der Regierungskoalition Kritik an der Informationspolitik von Verteidigungsminister Jung geübt. Die auf zwei Zungen verteilte Antwort der Medien:
1) Am Abend des gleichen Tages breite Berichte über die zum Auslaufen bereitliegende Fregatte "Frankfurt am Main", den vom Kapitän geäußerten Unmut über die Verzögerung, die mehrfach kulminierende Aussage der Nachrichtensprecher "die Fregatte liegt zum Auslaufen bereit", die Reaktion des Vorsitzenden des deutschen Bundeswehrverbandes Gertz: "Das Militär ist auch zum Kämpfen da", sowie seine Lob für Verteidigungsminister Jung dafür, daß dieser "zu recht" von einem Kampfeinsatz gesprochen habe. Wie zu erwarten wagen die Medien nicht, Frau Merkel an ihre jetzt Wochen alte Aussage zu erinnern, daß die Bundeswehr nicht zu Kampfeeinsätzen entsendet werde. Stattdessen:
2) Regierungssprecher Wilhelm weist die Kritik an Verteidigungsminister Jung zurück. Er habe sehr gute Arbeit geleistet, insbesondere sei die "hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem Verteidigungsminister und Bundeskanzlerin Merkel" (!!!) hervorzuheben, was wohl wahr ist. Wenig glaubwürdig ist allerdings seine Zurückweisung von Berichten, daß es Kritik am Verteidigungsminister durch andere Regierungsmitglieder gegeben habe. Also hier eine klare Absicht der Medien: der Wille zur Entsendung der Bundesmarine zu einem Kampfeinsatz soll dem Bürger als einstimmiger und unwidersprochener Wille der gesamten Regierung dargestellt werden.

- Am Folgetag (05.September) dann die ermutigende Nachricht, daß die libanesische Regierung einer Entsendung der deutschen Marine unter zwei Bedingungen zustimmen werde: zuerst muß Israel die Seeblockade lösen, weiterhin müsse die deutsche Marine mit der libanesischen Marine zusammenarbeiten und sich dabei auf einen Bereich außerhalb der 7 Meilen-Zone der libanesischen Küste bewegen. In diesem Zusammenhang gab es auch Zustimmung aus dem Munde von Hisbollah-Mitgliedern innerhalb der Regierung. Kofi Annan hat noch am gleichen Tage Israel die Verantwortung für das Zustandekommen der libanesischen Zustimmung zugeschrieben.

- Am Tag danach (06.September) die zu erwartende Gegensteuerung der Medien, wie folgende Beispiele in der Mainzer Allgemeinen Zeitung zeigen: "Der nahe Osten rückt immer näher" ; Aussage, daß die UN-Friedenstruppe im Handumdrehen in eine Krieg verwickelt werden könnte, sodaß Ausrüstung und Bewaffnung entsprechend disponiert werden müssten; erneut Bilder der Marineeinheiten mit der Aussage "Die Bundesmarine ist für den Einsatz in Nahost bereit" ; ausführlicher Bericht über Kritik an Verteidigungsminister Franz Josef Jung, in freilich entgegengesetzter Richtung als angebracht: Man sähe Deutschland in der Pflicht, "im Krieg im Süden Afghanistans zu helfen" (!!!), in anderen Worten: Jung habe seinen Auftrag der Einbindung Deutschlands in kriegerische Handlungen nicht ausreichend erfüllt. - Und dennoch, aus all diesen "Berichten" spricht auch der Schock über die Zivilcourage der libanesischen Regierung und vieler in den Medien ungenannter Persönlichkeiten in Deutschland ... Wird doch noch alles gut ? ... Die Ernüchterung kommt, als von einem neuen Treffen zwischen Netanjahu und Cheney am Vortage (5.September) in Washington berichtet wird. Bei diesem Treffen äußerte einer der beiwohnenden US-Senatoren laut Bericht der Haaretz: "Ich habe keinen Zweifel, daß ich mich gerade mit dem künftigen israelischen Ministerpräsidenten getroffen habe." Bei dieser Nachricht erninnert man sich an die Mitte August geäußerte Kritik Netanjahus an Olmert, dem er zu geringe militärische Anstrengungen vorwarf (!!), eine Kritik, welche von der Mainzer Allgemeinen Zeitung durch zwei redaktionelle Kommentare am 10. und am 14.08.2006 verlängert wurde: "Der kommandierende General wurde abgelöst und die Armee hat grünes Licht für eine massive Bodenoffensive ... Israels Feldzug im Libanon ist ein Gerechter ..." (10.August); "... Frage, ob sich Israel weiter eine politische Führung leisten kann, die das Land außen- wie sicherheitspolitisch in eine so verheerende Lage gebracht hat. Die Antwort heißt: keinen Tag länger." (14.August)

- 07.September: Der Sit-In-Protest der libanesischen Parlamentarier und die Aufforderungen Kofi Annans haben Wirkung gezeigt, Israel hebt seine Seeblockade gegen den Libanon auf. Kofi Annan begrüßte die Aufhebung der Blockade mit dem Zusatz, daß dies den Libanesen beim Wiederaufbau helfen werde. Infolge des couragierten Auftretens der Libanesen wird in Deutschland der Einsatz der Bundesmarine als fraglich eingestuft (aufgrund der genannten Bedingung des 7 Meilen-Abstandes von der libanesischen Küste, also der im Grunde selbstverständlichen Einhaltung der libanesischen Hoheitsrechte). Prompt ein typischer redaktioneller Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung am 07.09.06 aus typischem Munde: Man solle sich darüber im Klaren sein, daß der Einsatz von Israel sehr genau beobachtet würde; von der genannten Position der "erstaunlich selbstbewußt auftretenden" libanesischen Regierung solle sie UNO-Generalsekretär Kofi Annan "schleunigst herunterholen, will er nicht Gefahr laufen, dass das Einlenken Israels politisch verpufft". Wie selbstverständlich wird ergänzt, daß sonst "die Israelis nicht zögern werden, die Arbeit (!!!) wieder selbst in die Hand zu nehmen". Struck fordert dazu auf, die Bedingungen der libanesischen Regierung zu akzeptieren, denn wirksame Arbeit könne auch außerhalb der 7 Meilen-Zone getan werden. Frau Merkel erklärt, sie habe Präsident Siniora telefonisch mitgeteilt, daß es ihr oberstes Ziel sei, die Souveränität des Libanon mit zu gewährleisten, also mittels Verhinderung von Waffenlieferungen an die sich wirkungsvoll verteidigenden libanesischen Kräfte.

- 08.September: Das bereits weiter oben erwähnte Foto von Köhler mit der Überschrift "Köhler: In Nahost militärisch helfen". Er selbst ist auf diesem Foto in kaum zu mißdeutender Gestik zu sehen: Strenger Blick, die Augen weit aufgerissen, die Hände nach vorne ausgestreckt und ausgebreitet - den "vorgegebenen" Weg andeutend. Köhler wird wie folgt zitiert: "Deutschland darf sich keine Schlupflöcher suchen, um eine militärische Hilfestellung im Nahen Osten zu umgehen." Gleichzeitige Berichte über den bevorstehenden Rücktritt von Tony Blair, der in jüngster Vergangenheit mehrfach betonte, daß sich Großbritannien unter ihm nicht an einem möglichen Krieg gegen den Iran beteiligen werde. Die nur durch massives internationales Drängen aufgegebene Luft- und Seeblockade durch Israel wird in dem MAZ-Artikel "Israel befürchtet Waffentransporte" aus der Sicht der Kritiker der aufgehobenen Blockade kommentiert. So wird Kritik an der Regierung Olmert hervorgehoben, der mit dem Aufheben der Blockade "weitere Verhandlungsmasse" aufgegeben habe, Israel habe dabei wieder einmal Schwäche gezeigt. Wie eine Geste des Guten Willens wird schließlich die Aussage eines Sprechers der israelischen Armee an den Schluß des Artikels gestellt: Die Aussage, daß die mehrfach durch zivile Maschinen (zuletzt durch die British Airways) durchbroche Luftblockade nicht mehr aufrechtzuerhalten war: "Wir bedauern die Tatsache, können aber nichts machen; wir wollen kein ziviles Flugzeug abschießen."

- 09. bis 12.September: Betretenes und nahezu vollständiges Schweigen der Medien angesichts des Beharrens der libanesischen Regierung auf ihren Bedingungen. Nur Kurzberichte, immer wieder die üblichen Medienfloskeln, daß eine "Lösung des Problems kurz bevor stehe." Diese Zeit des weitgehenden Schweigens wird genutzt für ein Zuckerbrot für diejenigen, welche ihren seit langem dokumentierten Auftrag zur Einbindung der Bundeswehr für die Interessen US/Israels jetzt nahezu erfüllt haben: Frau Merkel und Herrn Schäuble wird Kritik an George Bush wegen dessen Offenbarung von "CIA-Gefängnissen" zugestanden und somit für beide Personen ein langfristiges Persönlichkeitsprofil angestrebt, welches Sichtweisen wie etwa während des Rosenmontagszuges 2005 in Mainz als völlig haltlos erscheinen lassen. Am 09.September wird in der Mainzer Allgemeinen Zeitung der einzige Leserbrief veröffentlicht, der die Politik Israels kritisiert, indem auf die Israelische Besatzung und auf das Naturrecht der Menschheit zum Widerstand gegen Besatzer verwiesen wird - der einzige kritische Leserbrief über Israel in der Mainzer Allgemeinen Zeitung seit Beginn der verstärkten israelischen Militäraktionen in Palästina (Juni 2006) bis heute nach dem Bundestagsbeschluss zum Marine-Einsatz in Nahost (23.September) !!! Ansonsten weiterhin unheilvolles Schweigen über den Libanon-Einsatz, welches am Abend des 12.September zuende geht: mit der Nachricht, daß die libanesische Regierung dem Ultimatum des robusten Mandats direkt vor der libanesischen Küste zugestimmt habe. Jetzt und auch in den folgenden Tagen erscheinen keine weiteren Hintergrundberichte, wie und mit welchen Methoden diese "Meinungsänderung" der libanesischen Regierung herbeigeführt wurde. Nahezu zeitgleicher Bericht über einen Anschlag auf die US-Botschaft in Damaskus.

- 13.September: Auffallend schlichte Berichte über den Bundeswehreinsatz, bewußt keine plakativen Überschriften in der Art "Deutscher Marineeinsatz mit robustem Mandat steht unmittelbar bevor". Stattdessen der Hinweis, daß mit der (noch immer nicht im Parlament beschlossenen) Mission ein Tabu falle. Es wird davon gesprochen, daß es für deutsche Politiker sehr heikel sei, "selbst bei wahrhaft vermintem Gelände (?!?) eine kritische Position gegenüber Israel einzunehmen". In diesem Zusammenhang wird weiterhin und entgegen der durch UN-Untersuchungen belegten Tatsache von einem "angeblichen" Einsatz von Streubomben durch die israelische Armee gesprochen, welche international geächtet, aber nicht verboten seien. Keine diesbezügliche Kritik an Israel, keine Entschuldigungen gegenüber Frau Wieczorek-Zeul wegen der zurückliegenden Beteiligung der Rhein-Main-Presse an ihrer Verleumdung (siehe hierzu folgenden Leserbrief). Weiterhin eine Vermutung, die geäußert wurde im redaktionellen Kommentar "Eine Chance genutzt?" der sonst vielfach das Argument der "Verschwörungstheorie" verwendenden Mainzer Allgemeinen Zeitung: die Vermutung, daß der Anschlag in Damaskus und das anschließende harte Durchgreifen der Sicherheitskräfte nur inszeniert gewesen sei, um Syrien ein besseres Ansehen zu verschaffen. Eine gute Nachricht dieses Tages ist die unbeirrte Haltung der momentanen palästinensischen Regierungskraft hinsichtlich von Israel eingeforderter und unannehmbarer Vorbedingungen für sogenannte "Friedensgespräche". Diese Nachricht ist umso erfreulicher, als bis heute in nahezu genüßlicher Weise über die finanzielle und wirtschaftliche Not in den Palästinensergebieten infolge des globalistischen Embargos berichtet wurde. Eine weitere gute Nachricht des Tages: Annäherung zwischen Irak und Iran.

- 14.September: Ab heute eine erwartungsgemäße Berichterstattung, die ihre Analoga hat in den publizistischen Vorgriffen auf zwei ebenso brachial herbeigeführte Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit: die sogenannte "orangene Revolution" in der Ukraine (siehe hierzu das Strategiepapier), sowie als Voraussetzung für die aktuelle Entwicklung: die Neuwahlen in Deutschland im Jahre 2005 (siehe hierzu die kurz vor den Neuwahlen enstandene Schrift). Weiterhin ein hinsichtlich Rhetorik und Autorenschaft voraussehbar redaktioneller Kommentar in der Mainzer Allgemeinen Zeitung mit der Überschrift "Auf dem richtigen Weg" mit folgender Schlußfolgerung: Frau Merkel und ihre Koalition seien auf dem richtigen Weg weil aus Israel ausdrücklich Ermunterung für den Bundeswehreinsatz zu hören war. Was Israel unter diesem "Weg" versteht, wird am gleichen Tag (14.September) im Wiesbadener Kurier publiziert: ein Bericht über den Vortrag des israelischen Militärexperten Martin van Creveld beim Mainzer Wehrbereichskommando. Zwecks Dokumentation des Geistes, für den man derzeit Deutschland einzubinden versucht, wird dieser Artikel im folgenden wörtlich wiedergegeben, die brisanten Passagen sind in fettem Blutrot gedruckt:

--- Dokumentation israelischen Geistes zum Zwecke der Abschreckung:

Für Militärs muss es eine masochistische Übung sein, Martin van Creveld zuzuhören. Der Professor an der Hebräischen Universität von Jerusalem gilt als einer der weltweit führenden Militärhistoriker und ist Berater zahlreicher westlicher (!!!) Verteidigungsministerien. Zugleich aber hält der in den Niederlanden geborene, früh nach Israel emigrierte Jude den großen Mächten und Armeen der Gegenwart schonungslos den Spiegel ihrer "Kette der Niederlagen" seit 1945 vor. Im "Osteiner Gespräch" des Mainzer Wehrbereichskommandos zog der Professor unter dem Titel "Panzer, Raketen und Messer" radikale strategische Folgerungen für das kommende Jahrzehnt, die kein gutes Haar an der geltenden Lehre und Praxis der Truppe lassen. Für van Creveld befindet sich die militärische Welt in einer Übergangsphase vergleichbar dem Ende der Ritterzeit im Spätmittelalter oder dem Untergang der Legionen Roms im Sturm der Völkerwanderung. Die "Panzer", das heißt die konventionellen Waffen samt des angeschlossenen Apparats, sind "schon zu 90 Prozent verschwunden". Dem steht ein viel leichterer Zugang zu den "Raketen", sprich Atomwaffen gegenüber. Israel etwa konnte schneller, 1967, Kernwaffen bauen als eigene Panzer. Über die Zunahme von Atommächten macht sich der Analytiker provozierend wenig Sorgen. Denn die Raketen hätten Sieg und Überleben entkoppelt. Wer gewinnt, stirbt trotzdem. Selbst angesichts iranischer Nuklearpläne glaubt der Israeli an die Wirksamkeit der Abschreckung: "Die Iraner wissen, dass wir die Fähigkeit haben, ihr Land vom Erdboden auszulöschen - dank deutscher U-Boot-Lieferungen sogar dann noch, wenn sie uns bereits nuklear angegriffen haben", gibt van Creveld einen ungewohnt offenen Einblick in Israels Atompotenzial. Proliferation erhöht nach dieser Lesart die Sicherheit. Seit 1973, also nach Israels Aufstieg zur Atommacht, gibt es mit den Arabern keinen Krieg mehr (?!?), meint der Professor. Keine Antwort gibt der Experte freilich auf die Frage nach der möglichen Gefahr durch Atomwaffen in Händen todessehnsüchtiger Islamisten. Die "Messer", also die Guerilleros und Terroristen, sind jedoch in jedem Fall die große und ungemeisterte Herausforderung der Staaten unseres Zeitalters, belegt van Creveld. Generationen von Verlierern, Briten in Palästina, Franzosen in Algerien, Amerikaner in Vietnam, Sowjets in Afghanistan, geben ihre falschen Strategien weiter und verursachen neue Niederlagen. Auch im aktuellen Kampf gegen den Terror geißelt van Creveld die fatalen Handlungsmuster der Vergangenheit. Er empfiehlt dagegen, die wenigen Erfolgsbeispiele im Krieg gegen die Guerilla zum Maßstab zu nehmen. "Warum" so fragt er, "waren die Briten in Nordirland gegen die IRA erfolgreich, warum konnte Syriens Assad 1982 die islamistische Rebellion mit Stumpf und Stiel ausrotten?" Die Antwort sieht van Creveld im Faktor Zeit, der gemeinhin auch moralisch gegen den Starken arbeitet wie etwa in Algerien oder Vietnam. Die Briten besiegten den Terror mit ihrer jahrzehntelangen Standfestigkeit, "mit Geduld, Verstand und dem Wahren der Gesetze" (?!?!?). Der Syrer indes "schnitt der Zeit die Kehle durch", indem er rasch die Aufständischen einkesselte und zusammen mit Tausenden von Zivilisten niedermetzelte (!!!). Schnelle Härte (!!!!!) oder langes Ausharren, lautet van Crevelds Alternative (!!!!!!!). Für die "Unentschlossenheit" (!!!) der US-Regierung hat der Israeli nur Verachtung übrig: "Die entschuldigen sich ja schon bevor sie angreifen."

--- Ende der Dokumentation des israelischen Geistes zum Zwecke der Abschreckung. Wie gesagt: zeitgleiche Publikation dieses Berichtes in der Rhein-Main-Presse mit der Bescheinigung von gleicher Stelle, daß Frau Merkel auf dem richtigen Weg sei. Die euphorisierenden Berichte in den digitalen Propagandasendern über "Kriegstechniken der Zukunft" werden seit dem Bestehen dieser Sender bis heute konsequent fortgesetzt. Gleichzeitig erfolgt in den offiziellen deutschen Medien zunehmend die Dressur des Begriffes "Friedensmission". An dieser Stelle ein Zeichen der Solidarität mit unseren Berufssoldaten, denen es untersagt ist, politisch und damit zu derartigen Zumutungen Stellung zu beziehen.

Weiterhin wird der Papst für die offiziell und besonders derzeit geförderte Entzweiung von Abendland und islamischer Welt und damit für den aktuellen Libanon-Konflikt instrumentalisiert, da er während seines Deutschland-Besuches kritische Zitate über den Propheten Mohammed erwähnte. Keine Kritik von Seiten der Rhein-Main-Presse an der Tatsache, daß sich die kritischen Äußerungen des Papstes nur an die eine der beiden anderen monotheistischen Religionen richteten. Schließlich ein aufschlußreicher Artikel mit der Überschrift "Deutsche sind pessimistischer", in dem sich folgende Aussage findet, welche in dem Artikel nicht weiter kommentiert oder präzisiert wird: "Die Akzeptanz der Demokratie ist weiter gesunken" - eine derzeit durchaus willkommene Feststellung, denn sie eignet sich als Instrument zum fortgesetzten politischen Umbau des Abendlandes im Sinne David Rockefellers (siehe Strategiepapier).

- 15.September: Die Methode des brachialen meinungspolitisch/journalistischen Vorbrechens wird auf die Spitze getrieben mit der Überschrift "Klares Ja zu Nahost-Mission" mit dem Zusatz, daß sich eine klare Mehrheit im Bundestag abzeichne und "nur noch einzelne Abgeordnete" Kritik und Bedenken geäußert hätten. Fast auf den Tag genau 5 Jahre nach der Gleichschaltung der westlichen Medien hinsichtlich der offiziellen Bewertung des 11.September 2001 (siehe auch folgende Schrift) jetzt also ein Tag des Sieges für diejenigen, welche Deutschland in die aktuell vorgesehene militärischen Rolle hineinzwängen wollen? Die politischen und journalistischen Methoden auf diesem Wege sind nun hinreichend dokumentiert. Am gleichen Tag Berichte über die erste Rabbinerordination seit 1942 mit der Überschrift "Ein Tag des Sieges, ein neues Kapitel", Berichte über die scharfe Kritik der internationalen Atomenergiebehörde IAEO an den USA aufgrund zahlreicher Ungereimtheiten und unbewiesenen Behauptungen im US-Kongressbericht über den Stand des iranischen Atomwaffenprogramms, schließich Berichte über die nüchterne israelische Erklärung, daß der neuerliche tödliche Angriff auf den UN-Posten im Libanon auf einem "Kartenfehler" beruht habe - eine Zeitgleichheit von Ereignissen, Hintergründen, Methoden, Absichten und Auslassungen, welche sich für die künftige Meinungsbildung als glücklich erweisen könnte. Zwecks Versuches der weitgehenden Besänftigung ihres konservativen Wählerklientels angesichts der momentan auszuführenden Vasallendienste organisierte die CDU bereits eine Woche zuvor eine Veranstaltungsreihe mit dem Thema "Es lebe die Republik - Es lebe Deutschland", auf dem der angeblich rechtskonservative, in Wirklichkeit aber bei den gleichgeschalteten Medien gerne gesehene Historiker Arnulf Baring Begriffe verwendete, welche am Vortage im hessischen Landtag die Gemüter erhitzten und über die heute am 15.09. breit berichtet wird - also eine klare Aussage in der momentanen politischen Phase: Die Union ist und bleibt die gute alte Heimat der "deutschen Patrioten" / es lebe die Republik und ihre Staatsräson !! Die Krönung des Tages: Vor dem Hintergrund der seit Beginn des Libanon-Konfliktes anhaltenden innerdeutschen Phase einer diktierten journalistischen Einseitigkeit sowie der meinungspolitischen Nötigung zahlreicher Personen mahnt Frau Merkel gegenüber ihrem Gast, dem Chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao, mehr Rede-und Pressefreiheit an.

- 16/17.September: Fortsetzung der Methode des brachialen meinungspolitisch/journalistischen Vorbrechens mittels weitgehend unauffälliger Berichte: "mehrere Politiker" hätten sich für eine schnelle Erhöhung des Verteidigungsetats angesichts der hohen Kosten für den (im Bundestag noch gar nicht abgesegneten) Libanon-Einsatz ausgesprochen; die Präsidenten Olmert und Siniora hätten sich bei der Bundesregierung für ihre Entscheidung bedankt, Marine-Soldaten zu entsenden (nochmal: noch gar nicht im Bundestag abgesegnet!). Der angeblich von der Hamas entführte Soldat habe sich inzwischen durch einen Brief gemeldet und sei nach eigenen Angaben wohlauf. Überschattet werden die Berichte über Nahost durch die Kritik des Islam an der zuvor erwähnten Papst-Rede.

- 18.September: Es wird über das eingeschränkte Mandat der deutschen Marine berichtet, welche vor der libanesischen Küste zwar Schiffe durchsuchen, aber etwaige Waffen nicht selbst sicherstellen dürfe. Letzteres sei nach Aussage von Verteidigungsminister Jung alleine die Aufgabe der libanesischen Regierung. Es mehren sich kritische Stimmen aus Deutschland am Nahost-Einsatz, dem ein klares Konzept fehle und der Gefahr laufe, zu einem Endlos-Einsatz zu werden. Keine Informationen über Stimmen, welche über diese Sachkritik hinausgehen. Bundeskanzlerin Merkel wird von der Hisbollah und vom libanesischen Außenministeriums Voreingenommenheit vorgeworfen. Außenminister Fausi Salluch sagte in diesem Zusammenhang: "Frau Merkels Äußerungen ist zu entnehmen, daß ihre größte Sorge der Sicherheit Israels gelte. Jeder, der sich verpflichtet fühle Israel zu schützen, sollte seine Truppen in Israel und nicht im Libanon stationieren. Wir erwarten von einem befreundeten Land wie Deutschland, dass es ausgewogen und unvoreingenommen an die Mission herangeht." Kein Wort davon in der Mainzer Allgemeinen Zeitung! Wahrscheinlich erfolgt gerade wegen der sich mehrenden kritischen Stimmen ein jetzt verstärkter publizistischer Druck (in typischer Weise über viele Ecken: Deutsche Presseagentur, Die Welt, etc.) auf deutsche Gegner des Nahost-Einsatzes - durch die oben erwähnte Methode der Auslassung von bestätigenden Informationen, oder auch durch Sätze wie "Bundestagsmehrheit für Libanoneinsatz steht" oder "Die Zeitung -Die Welt- berichtete, daß inzwischen rund ein Viertel der Mitglieder der FDP-Fraktion entgegen Westerwelles Linie für den Einsatz stimmen werden." Kinkel übt in diesem Zusammenhang Kritik an Westerwelle. Die Instrumentalisierung der hinsichtlich Inhalt und Zeitpunkt unglücklichen Äußerung des Papstes über den Propheten Mohammed für die aktuelle Politik geht ebenfalls weiter: der Wiesbadener Kurier schreibt dabei über Stimmen von Demonstranten und Stimmen aus muslimischen Chat-Foren: "... da wird alles in einen Topf geworfen: Die ausländischen Truppen in Afghanistan, die Mohammed-Karikaturen, die Unterstützung westlicher Staaten für die Besatzungsmacht Israel, die Gewalt im Irak und die Äußerungen des betont frommen (!!!) US-Präsidenten George W.Bush über seine Mission in Nahost."

- 19.September: Nur ein Kurzbericht, daß eine breite Mehrheit im Bundestag "so gut wie sicher" sei. Ein Foto der Deutschen Presseagentur (dpa) zeigt das Verbrennen einer Papst-Puppe und der Bundesdeutschen Flagge - bei genauem Hinsehen erkennt man, daß es sich um eine kleine Menschengruppe und keinen Massenprotest handelt, keine Irakischen Flaggen oder andere Nationalflaggen. Betretene Aussagen zum Wahlausgang in Mecklenburg-Vorpommern mit den Stimmen derer, welche an der aktuellen Entwicklung um den Nahost-Einsatz der Marine die Hauptrolle spielen - deren Hauptargument: man müsse beweisen, daß man selbst "die bessere Alternative" sei. Der bei der Wahl ausgebliebene "Kanzlerinnen-Bonus" wird nachträglich aufgepeppelt: Breiter Bericht, auch in zahlreichen anderen Blättern, über die Unterstützung der Kanzlerin für das Zentrum gegen Vertreibung in Berlin. Kurzbericht über Palästina: erneute Spannungen zwischen Fatah und Hamas; der von der islamischen Welt als Speerspitze und Marionette Israels gebrandmarkte Abbas versucht die gewählte Regierung unter Druck zu setzen und erklärt, daß wenn die Hamas ihre Position nicht ändere und das Existenzrecht Israels anerkenne (!!!), sei die geplante Regierung der nationalen Einheit "vom Winde verweht". Wie auch an den Folgetagen Berichte über die Proteste der Bürger in Ungarn, welche als "rechtsradikal unterwandert" dargestellt werden, keine Rücktritts-Forderungen der hiesigen Presse an den im westlichen Sinne genehmen Regierungschef Gyurcsany - die gleiche publizistische Situation wie bei den diesjährigen Wahlen in Mexiko und exakt die umgekehrte Situation gegenüber den Wahlen in der Ukraine 2004/2005. Man sollte die Übereinstimmung der Ereignisse in Deutschland und Ungarn hinsichtlich Zeitpunkt und der die offizielle Linie stützenden Kräfte bedenken: Der ungarische Regierungschef gibt die eigenen Lügen gegenüber seinem als politisch weitsichtig bekannten Volk zu, weigert sich aber zurückzutreten, da er sich der Unterstützung von Springerpresse & Co sicher sein kann, welche die Proteste mit folgender Überschrift abtut: "Budapest: die lange Nacht der Gewalt von rechts".

- 20.September: Der schwarze Tag für Deutschland wird eingeleitet mit der Überschrift "Heute fällt historische Entscheidung". Dann der Bundestagsbeschluss - am Nachmittag die ersten ausführlichen Berichte durch die Springer-Presse und die mit ihr zusammenarbeitenden Internet-Anbieter: Die "Friedensmission" solle vor allem dazu beitragen, Waffenschmuggel vor der libanesischen Küste zu unterbinden. Verteidigungsminister Jung hat bis zum heutigen Entscheidungstag folgende Katze im Sack gelassen und erst während der Debatte kurz vor der Entscheidung des Bundestages herausgelassen: Der Nahost-Einsatz der Bundeswehr werde "auf jeden Fall" länger dauern als ursprünglich geplant und er glaube, daß man "in der Region auf Dauer gebunden" sei (!!!!!); der stellvertretende Vorsitzende des auswärtigen Ausschusses, Hans-Ulrich Klose, stieß in das gleiche Horn - an den Folgetagen wird diese Nachricht in der deutschen Presselandschaft nicht nochmals aufgegriffen oder gar kommentiert. Westerwelle begründet seine Ablehnung mit dem Neutralitätsgebot einer UN-Mission, welches Deutschland aufgrund seiner historischen Schuld gegenüber Israel gar nicht einhalten könne - damit Versuch der Zementierung eine Bildes, welches eine einhellige Solidarität mit Israel sowohl bei den politischen Befürwortern, als auch bei den politischen Gegnern des deutschen Nahost-Einsatzes suggerieren soll. Es muß also damit gerechnet werden, daß in Zukunft versucht werden wird, dieses Bild nicht nur auf den deutschen Bundestag, sondern auf die gesamte deutsche Bevölkerung zu übertragen im Sinne einer Verkehrung der tatsächlichen meinungspolitischen Realität. Die Mainzer Allgemeine Zeitung setzt ihre seit etwa einem Jahr intensivierte Taktik fort, betont "linientreue" Leserbriefe in der Spalte der redaktionellen Kommentare zu publizieren, heute ein Brief gegen den Islam angesichts der Papst-Rede mit folgendem Schlusswort: "Der Islam hat sich geoutet, nicht reif zu sein für das völkerverbindende Miteinander, den gegenseitigen Respekt und Toleranz. Er wird für noch mehr Zündstoff sorgen." (wohlgemerkt: publiziert heute am Tag des Beschlusses zum Auslaufen gen Libanon!). An den Folgetagen und zuvor zahlreiche ähnliche Leserbriefe in gleicher exponierter Position: für Israel, für die Internet-Apotheke DocMorris, gegen den Wahlerfolg ungeliebter Parteien, usw., weiterhin keine kritischen Leserstimmen zur jüngsten israelischen Politik - eine Situation also, welche in kommenden Generation den Eindruck erwecken soll, als seien die Leser seit ihrer fehlerhaften Einstellung während des Irak-Krieges endlich vernünftig geworden. Diejenigen hingegen, welche schon immer vernünftig waren, werden am heutigen Tage, dem Tag der Entscheidung zum Marine-Einsatz der Bundeswehr (!!!), mit einem Preis belohnt: Bundeskanzlerin Angela Merkel erhält die "Goldene Henne", angeblich für ihre Verdienste um das Zusammenwachsen des ehemals geteilten Deutschlands - nein: nicht Goldenes Kalb, sondern die "Goldene Henne". Eine erfreuliche Nachricht des Tages: Die Rede von Präsident Ahmadinedschad vor der UN-Vollversammlung, in der er dem Papst ausdrücklich seinen Respekt zollte mit den Worten: "Wir respektieren den Papst, wir respektieren alle, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen."

- 21.-23.September (Nachtrag): Das Kind liegt im Brunnen. Ein Tag zuvor wurde nochmals zu dem bevorstehenden Datum des 20.September in einem Flugblatt Stellung bezogen, welches am Vorabend des 20.September auf den Straßen von Mainz verteilt wurde. Nach dem 20.September jetzt auffallende und nicht unerwartete Zurückhaltung der Medien hinsichtlich des Themas "Nahost". Stattdessen vehemente Inanspruchnahme des Lesers durch andere Probleme: Gesundheitsreform, Bildungssystem. Bundespräsident Köhler ("Die Deutschen wissen genau, wer auch an den deutschen Opfern die ursächliche Schuld trägt", "In Nahost militärisch helfen!", siehe hier) lenkt vehemet auf das Thema der Bildungpolitik ein und hält die sogenannte Berliner Rede an einer Hauptschule in einem der schlimmsten sozialen Brennpunkte Deutschlands, an einer Hauptschule in Berlin-Neukölln - ein Paradebeispiel für die Inszenierung des instrumentalisierten Bühnenwerkes "Problemfall Deutschland" durch diejenigen, in deren geistig-politischer Tradition dieses Bühnenstück durch langjährige Anstrengungen eigens herbeigeführt wurde und gerne zum Versuch der Unterdrückung noch wichtigerer geistiger und politischer Anstrengungen der Deutschen benutzt wird. Der Hauptsatz der Rede: Die deutsche Demokratie brauche mehr Bildung, damit "junge Menschen Populisten, Extremisten und religiösen Fanatikern besser widerstehen können".
Hinsichtlich der Nahost-Mission verdichtet sich der Eindruck, daß die militärische Einbindung Deutschlands für israelische Interessen schon als Selbstverständlichkeit angesehen und längst weiter "nach vorne" geblickt wird: Intensivierte Nötigungen Palästinas zur Anerkennung des Staates Israel unter vehementer Beteiligung des vielfach als Marionette Israels angesehenen Mahmud Abbas, denen sich die Hamas erfolgreich widersetzt. Eine gute Nachricht für Deutschland: Hisbollah-Führer Scheich Hassan Nasrallah kritisiert Frau Merkel für ihre Aussage, dass der deutsche Marine-Einsatz der Sicherheit Israels diene, und zeigt damit in eindrucksvoller Weise, daß in der islamischen Welt sehr wohl zwischen den Deutschen und dem Kreis um Frau Merkel unterschieden wird. Dieser Bericht fiel entsprechend klein aus mit einem Verweis auf den Politik-Teil der Zeitung, in dem aber keine weiteren Informationen hierzu publiziert wurden. Breiter Bericht über die Stellungnahme des israelischen Historikers Moishe Zimmermann, der den militärischen Nutzen der kostenaufwendigen Nahost-Mission der Bundeswehr für sein eigenes Land gering einschätzt (!!!!!) und hinzufügt: "Das ist ein symbolischer Akt: Deutschland versucht (!!!) zu zeigen, dass man sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen will, indem man Israel oder den Frieden im Nahen Osten unterstützt". Zum redaktionellen Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung hinsichtlich des Bundestagsbeschlusses wird weiter unten Stellung bezogen. Auf zionistischen He Webseiten werden Cartoons publiziert, in denen mit dem Engagement deutscher Soldaten und dem Begriff der "deutschen Koalitionsfähigkeit" zynisch umgegangen wird. In der Mainzer Allgemeinen Zeitung wird am 23.September ein Leserbrief publiziert, der schon einmal 14 Tage zuvor (09.September) mit identischem Wortlaut in der gleichen Zeitung publiziert wurde: pro-israelische Statements mit dem Fazit, dass sich Israel bei der Sicherung der eigenen Existenz nur auf die USA und sich selbst verlassen könne; Kofi Annans Aussage wird kritisiert, dass es nicht Aufgabe der UNO-Soldaten sei, die Hisbollah zu entwaffnen. Diese Doppelt-Publikation kann kaum ein Versehen sein, denn es handelt sich in der Ausgabe am 23.September um die einzige Leserstimme zum Nahost-Thema. Zusätzlich wird unter dem Leserbrief ein grosses Foto von israelischen Soldaten gezeigt. Die israelische Außenministerin Zipi Livni und George Bush blicken demonstrativ nach vorne und betonen (zeitgleich mit der redundanten Verwendung des Begriffs "Friedensmission" in den deutschen Medien) die Notwendigkeit zum Handeln gegenüber dem Iran. Bush erweitert die bisherigen politischen Absichten beider Länder durch die Ankündigung, daß die USA zur Gefangennahme Osama Bin Ladens auch auf pakistanisches Gebiet vordringen würden. Der in der Rhein-Main-Presse nicht erwähnte Hintergrund dieser neuerlichern Rabulistik Bushs: Pakistans Präsident Pervez Musharraf sagte einen Tag zuvor dem US-Sender CBS, daß sein Land nach dem 11.September 2001 mit einer Kriegsdrohung der USA in den sogenannten Antiterror-Kampf gedrängt wurde. Der damalige US-Vizeaußenminister Richard Armitage habe dem pakistanischen Geheimdienst die Nachricht überbracht, man werde Pakistan "in die Steinzeit zurückbomben", sollte sich das Land nicht an die Seite der USA stellen - der Kreis zu den Eingangs unter Punkt 1) erwähnten Kräften innerhalb der USA schließt sich ...



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Deutschland vor dem 20.September 2006

Diese Schrift wurde ein Tag vor dem Bundestagsbeschluss zur Entsendung der Bundesmarine in den Libanon fertiggestellt und noch am gleichen Tag (19. September 2006) auf den Straßen von Mainz verteilt (siehe auch die PDF-Version). Im Folgenden wird diese Schrift im originalen Wortlaut wiedergegeben.



Deutschland vor dem 20.September 2006



19. September 2006 - ein Tag vor einem schwarzen Datum für unser Land: dem Beschluss des Bundestages zur Entsendung deutscher Luft- und Marineeinheiten für fremde Interessen, gegen den Willen der deutschen Bevölkerungsmehrheit, mit dem Deckmantel einer Friedensmission zur Umsetzung einer UN-Resolution, jedoch mit der klar erkennbaren Absicht zum Missbrauch Deutschlands als Kriegspartei für eine Macht, welche das Völkerrecht missachtet, Kritik am eigenen Vorgehen innerhalb der gesamten westlichen Welt mit Methoden der Verleumdung, Denunziation und persönlichen Nötigung zu unterbinden versucht, durch eine supranational vernetzte Struktur von Organisationen einschließlich der Medien des Abendlandes gestützt wird, und welche Deutschland gegenüber derzeit eine Rhetorik verwendet, welche mit derjenigen des ehemaligen Kalten Krieges identisch ist: Beteuerungen von "enger Bündnispartnerschaft" und "Freundschaft" zwischen der Sowjetunion und den von ihr meinungspolitisch unterdrückten Völkern und Nationen. Nein – es ist nicht die Rede von einzelnen Staaten, Religions- oder Volksgemeinschaften; die Rede ist von den international vernetzten Urhebern dieser und vergangener Entwicklungen, sowie deren in ihrer Eigenschaft längst erkannten willigen öffentlichen Helfershelfern in der sogenannten "westlichen Welt". Deren Hauptsorge ist momentan die wachsende Klarsicht der Menschen auf dem ganzen Erdball – eine Klarsicht, die weit über nationale, religiöse oder ethnische Grenzen hinweg die Menschen zunehmend im Geiste vereint. Es ist also nicht erstaunlich, daß wie bereits in der Vergangenheit versucht wird, diese Klarsicht zu verschleiern mittels publizistischen Aufbaus von Feindbildern, gezielter Desinformation und politisch instrumentalisierten Schuldzuweisungen, publizistisch gestützter Missachtung des Völkerrechts und damit gezieltem Aufbau von Hass, sowie Aufrufen und Anstrengungen zur Teilnahme an völkerrechtswidrigen militärischen Handlungen.

Nach ihrem Misserfolg zur Zeit des letzten Irak-Krieges glauben diese Mächte nun, mit der aktuellen Einbindung Deutschlands in derartige militärische Handlungen eine wesentliche Stufe ihrer weltpolitischen Baupläne erreicht zu haben – und sie haben nicht begriffen, daß sie für Deutschland einen historischen Wendepunkt geschaffen haben, welcher sie endgültig und für alle Zeit entlarvt hat: Längst in aller Munde sind hierzulande die "neokonservativen" Kräfte in den USA um Perle, Cheney, Wolfowitz &Co; deren Treffen Mitte Juni 2006 mit Benjamin Netanjahu, sowie das sich unmittelbar anschließende uferlose militärische Vorgehen Israels gegen das palästinensische Volk und seine gewählte Regierung; die Gefangennahme zweier auf libanesischem Staatsgebiet patrouillierender israelischer Soldaten und das anschließende uferlose Vorgehen gegen die libanesische Bevölkerung mit den Worten Olmerts: "Wir werden den Libanon drei Jahre zurückbomben, und wenn es sein muß noch länger" die gewohnt einseitige Parteinahme für Israel und die gewohnt einseitige Zuweisung der ursächlichen Kriegsschuld an seine Gegner durch offizielle westliche Stimmen, welche soweit gehen, daß die Schuld an den Leiden der palästinensischen und libanesischen Zivilbevölkerungen den sie verteidigenden und gegen Israel kämpfenden Kräften zugeschoben wird; die in der Vergangenheit durch Israel und die USA konsequent verhinderten UN-Resolutionen und Stationierungen von UN-Friedenstruppen zur Eindämmung des palästinensisch-israelischen Konfliktes; die wiederholten Erklärungen israelischer Politiker, daß Israel betreffende UN-Resolutionen für sie ohne Bedeutung seien; der weltweit längst als solcher erkannte Marionettenstatus des amerikanischen Präsidentenamtes; das sogenannte "American Enterprise Institute" und das "American Israel Public Affairs Committee" (AIPAC) - Organisationen, deren Druckmittel auf die Politik der USA weit gewaltiger sind als die Druckmittel vergleichbarer Organisationen und Räte innerhalb Deutschlands; der dennoch vorbildliche, wenn auch in den offiziellen Medien nicht erwähnte Widerstand der Bevölkerung in der gesamten westlichen Welt gegen derartige Bevormundungen und gegen die Nötigungen von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens; die bis heute gültige UN-Resolution 3379 über die Gefahren durch den Zionismus; die seit der sogenannten "Antisemitismus-Konferenz" im Jahre 2004 und insbesondere während des aktuellen Nahostkonfliktes nahezu vollständige Ausklammerung von kritischen Stimmen zur "Außenpolitik" Israels aus der deutschen Presselandschaft; die Nötigung und Anfeindung selbst solcher Persönlichkeiten, welche zu den treuesten Fürsprechern Israels gehören; die im Rückblick nachprüfbare 100%ige Moderation der genannten offiziellen Standpunkte durch die Bundeskanzlerin mit ihrer krönenden Aussage, daß Kritik am Einsatz menschenverachtender Streubomben durch Israel nicht die Position der Bundesregierung wiedergebe; ihr zur Zeit des Irak-Krieges deutlich artikuliertes, damals noch verfehltes, jetzt aber erreichtes Ziel: die militärische Einbindung Deutschlands im Interesse der oben genannten Mächte; schließlich der erklärte Wille dieser Mächte zur Ausweitung des Nahost-Konfliktes im Sinne einer vollständigen Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens und eines Krieges gegen den Iran, der in der "Jerusalem Post" am 10.Januar 2002 angekündigt wurde mit den Worten: "Ein Krieg gegen den Iran steht außerhalb jeder Frage".


Es wird zwecklos sein, all diese belegten Sachverhalte in Zukunft leugnen zu wollen und es ist hinreichend dokumentiert, daß diese Sachverhalte den Deutschen bereits vor der jetzt erfolgenden einseitigen und gegen ihren Willen durchgesetzten militärischen Einbindung ihres Landes in den Nahost-Konflikt bewußt waren.


Die gegenwärtige Weltpolitik ist, ohne es freilich zu beabsichtigen, an einem Punkt angekommen, an welchem unserem Volk und jedem anderen Volk dieser Erde klar und für alle Zeiten vor Augen geführt wird, was die Hintergründe der aktuellen Geschehnisse sind, wie die offiziellen "Beteuerungen" aus dem Sprachrohr der westlichen Medien- und Politiklandschaft zu werten sind, was die Menschheit in Zukunft im Keim zu erkennen, zu meiden und zu verhindern hat, und was sie mit mutiger Stimme über nationale und ethnische Grenzen hinweg anzusprechen und anzuprangern hat. Mehr Klarsicht und eine noch größere Offensichtlichkeit hinsichtlich der Ursachen aktueller politischer Ereignisse kann es in der Weltgeschichte nicht geben! So erwarten wir gefasst die Dinge, welche uns Deutschen nach dem 20. September 2006 bevorstehen: 1) eine Intensivierung des medial gestützten Aufbaus von Feindbildern mit dem Ziel einer verstärkten Anfeindung Deutschlands durch diejenigen islamischen Völker und Staaten, welche Deutschland bis heute wohlgesonnen sind, und denen bis heute die absolute Solidarität der deutschen Bevölkerungsmehrheit in der immer noch fortwährenden Zeit des Unrechts gilt; 2) eine ganze Welle von Anklagen durch selbsternannte oder auch durch die Kriegstreiber selbst gestützte scheinoppositionelle Gruppen, welche es wagen werden, den meinungspolitisch unterdrückten europäischen Staaten, insbesondere Deutschland, Kriegstreiberei und eine Beteiligung an völkerrechtswidrigen Handlungen vorzuwerfen und dabei Feigerweise nichts gegen die fortgesetzte gesamtpolitische Unterdrückung Deutschlands und seines Volkes einwenden werden – und damit ein wesentliches Anliegen derjenigen Mächte vertreten, welche diese Gruppen vorgeben zu kritisieren: der Versuch der planmäßigen Festschreibung Deutschlands in immerwährender und zunehmender Schuld; 3) der fortgesetzte Sozialabbau zwecks Bereitstellung zusätzlicher Rüstungsreserven, verstärkter Inanspruchnahme der Menschen durch ihre persönlichen Aufgaben und Probleme, sowie weitgehender Nivellierung des hiesigen Bildungsniveaus, denn die Deutschen sind im Schnitt immer noch gebildet, klarsichtig und politisch aufmüpfig.

Deutschland und sein Volk hat eine Seele – und einen guten Instinkt zur Unterscheidung von Wahrheit und doppelzüngigen Machenschaften. So wird Deutschland und sein Volk auch die aktuellen Prüfungen bestehen und überstehen. Möge das heutige Datum am Vorabend des 20. September 2006 einen direkten Bogen spannen bis zu jener Zeit, in welcher Deutschland einst in Freiheit und Selbstbestimmung mit Verachtung auf diejenigen und ihre Helfershelfer zurückblicken wird, welche um die Jahrtausendwende letztlich vergeblich versucht hatten, Deutschland für ihre gottlosen Absichten zu erniedrigen, zu belügen, umzubauen und zu missbrauchen.


Friede den Menschen und Völkern,
das Ende der gottlosen Oligarchen wird kommen !


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Aussprechen von "Unangenehmen Wahrheiten" gegenüber "Freunden"

Der zentrale redaktionelle Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung über den Bundestagsbeschluss zur Entsendung deutscher Marineeinheiten, publiziert am 21.September 2006. Der FDP wird darin ein "merkwürdiges Demokratieverständnis" bescheinigt in Zusammenhang mit deren Einwand hinsichtlich des Neutralitätsgebotes einer UN-Mission. Im redaktionellen Kommentar heißt es zu dem UN-Einsatz: "Niemend ist neutral in solch einem Einsatz" (!!!). Somit stützt die Mainzer Allgemeine Zeitung mit dieser Kritik an der FDP die 4 Tage alte Stellungnahme des Zentralrats der Juden, der laut Bericht des Spiegel vom 18.09.2006 Herrn Westerwelle mit Möllemann vergleich, da Westerwelle den Libanon-Einsatz der Bundeswehr "strikt abgelehnt" habe - ein eindeutiger Beleg, daß winzige argumentative Abweichungen von der offiziell geforderten Linie für derartige "Vorwürfe" gegenüber ansonsten 100% linientreuen Personen ausreichen. Zusätzlich fällt im genannten redaktionellen Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung ein denkwürdiger Satz, der im folgenden Leserbrief kommentiert wird. Der Leserbrief wurde der Redaktion am 22.September zugesendet.



... eine Aussage mit beispielhaftem Wahrheitsanspruch
In Zusammenhang mit dem Libanon-Einsatz der Bundeswehr wird an die Unabhängigkeit unserer Nation appelliert, auch "Freunden" gegenüber unangenehme Wahrheiten auszusprechen. Es wird hinzugefügt: "Es gibt keinerlei Anzeichen, daß Deutschland gegenüber Israel dazu nicht willens und in der Lage wäre". Der Leser hingegen erinnert sich: Die zahllosen öffentlichen Anfeindungen von christlichen, jüdischen und muslimischen Persönlichkeiten, welche das Vorgehen Israels im Libanon kritisiert hatten, insbesondere durch den Zentralrat der Juden; dessen Unterstützung durch die Rhein-Main-Presse hinsichtlich der Rücktrittsforderung gegenüber Frau Wieczorek-Zeul mittels des in ihrer Heimatstadt Wiesbaden publizierten indiskutablen Artikels "SPD ist auf Wieczorek-Zeul nicht gut zu sprechen" (Wiesbadener Kurier, 01.September); die nachweisbare 100%ige Kritiklosigkeit von Frau Merkel gegenüber israelischen Interessen mit der krönenden Aussage, daß Kritik am Einsatz der menschenverachtenden Streubomben nicht die Position der Bundesregierung wiedergebe; schließlich die seit Jahren von der Rhein-Main-Presse konsequent praktizierte Ausklammerung aller Warnungen vor der jetzt eingetretenen Situation, also der militärischen Vereinnahmung Deutschlands im Nahen Osten für den Fall, daß der im Geiste Ariel Scharons praktizierten Unrechtspolitik Israels kein Einhalt geboten wird - eine Warnung, für die Jürgen Möllemann in den Tod getrieben wurde und einen Tag nach seinem Tode einen zynischen redaktionellen Nachruf der Mainzer Allgemeinen Zeitung mit dem Titel "Gescheitert" erhielt. Damit kann der oben zitierte Satz als beispielhaft angesehen werden - für den Wahrheitsanspruch aller anderen offiziellen Aussagen der westlichen Medien zum aktuellen Nahost-Konflikt, insbesondere zum Begriff der "Deutsch-israelischen Freundschaft".


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Eine Fülle von denkwürdigen Ereignissen - 20.September bis Advent 2006

... also noch das Jahr der bis jetzt anhaltenden und seit dem 20.September offiziell aufgenötigten Involvierung der bundesdeutschen Marine in den Nahostkonflikt und der Behauptung Angela Merkels, die Sicherung des Existenzrechtes Israels sei Staatsräson der BRD –


Die Libanesen, die Palästinenser und die Deutschen (wie immer auf dieser Website: gemeint ist die deutsche Bevölkerung, nicht die Regierung der BRD!) haben ihre Quittung darauf gegeben:


1) Der die Libanesen vertretende Staatspräsident Siniora hat Israels Avancen für sogenannte "Friedensgespräche" eine Absage erteilt mit den Worten: "Der Libanon wäre der letzte arabische Staat, der einen Friedensvertrag mit Israel unterzeichnen würde".
2) Die Palästinenser unter der von ihr gewählten Regierung bleiben unbeugsam gegenüber der Nötigung, den Staat Israel "endlich anzuerkennen". Ebenso bleiben sie unbeugsam gegenüber der Nötigung zu einer Regierungsbildung unter Federführung von Mahmud Abbas, der von den Vasallen Israels ausdrücklich Rückendeckung erhält, also zu ihnen gehört. Als Reaktion auf die Standhaftigkeit des palästinensischen Volkes erklären Javier Solana und Frank-Walter Steinmeier, die Hamas habe "Schuld am Scheitern der palästinensischen Regierungsbildung" – und bestätigen damit eindrucksvoll, daß Sie entsprechende Zugeständnisse von einer demokratisch gewählten Regierung (Hamas) erwartet hatten, welche auf Geheiß ihrer Feinde von der Weltgemeinschaft durch finanziellen und wirtschaftlichen Boykott erpresst wird und weiterhin einer von der Weltgemeinschaft tolerierten gezielten Tötung ihrer Mitglieder durch denjenigen Staat ausgesetzt ist, dessen Anerkennung man von ihr verlangt. Als Dank für diese ausgesprochene Erwartung wird Solana eine Woche später (09.12.2006) für den Karls-Preis nominiert und damit in der gleichen Liste mit Winston Churchill verewigt, einem wesentlichen Initiator der auf Schwächung der arabischen Völker und Nationen angelegten geopolitischen Nachkriegsordnung im nahen und mittleren Osten. Der palästinensische Regierungschef Ismail Hanija bestätigt in Teheran die Entschlossenheit der Palästinenser, den Staat Israel nicht anzuerkennen, einen Tag später (09.12.2006) fordert Mahmud Abbas Neuwahlen in den Palästinensergebieten – und bestätigt damit, daß für ihn die Herbeiführung der Anerkennung Israels durch sein derzeit erpresstes und gedemütigtes Volk oberste Priorität besaß. Bei Syriens Präsident Assad macht Steinmeier eine betretene Mine mit demonstrativ unhöflicher Sitzhaltung gegenüber Assad auf dem Foto der Deutschen Presseagentur DPA (Mainzer Allgemeine Zeitung, MAZ, 04.12.2006): das Assad benachbarte Bein überschlagen mit erkennbarer Fußsohle und von Assad abgewandt; Assad dagegen in aufrechter und neutraler Sitzhaltung – eine erfreuliche Objektivierung der hier aufeinander prallenden Geisteshaltungen, manchmal kann man die vernetzten Politiker und die Sie stützenden Presseagenturen mittels ihrer eigenen darstellerisch-medienpolitischen Vorgaben entlarven – Bravo: Präsident Assad ! Die Ratlosigkeit der Israel-Lobby führt derzeit zu verstärkten, aber ebenso vergeblichen Versuchen, das palästinensische Volk auseinanderzudividieren.
3) Als Antwort auf die Profilierung der BRD-Staatsräson durch Frau Merkel erklären die Deutschen mehrheitlich, daß Sie nicht mehr mit dem politischen System der BRD einverstanden sind. Laut Medienberichten wird behauptet, daß nur noch 49% der Deutschen damit einverstanden sind - ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie klare meinungspolitische Tendenzen von der derzeitigen Medienlandschaft der BRD zur 50%-Grenze hin nivelliert werden; ein ähnliches Beispiel war vergangenes Jahr die Ablehnung der EU-Verfassung durch eine angeblich nur "knappe Mehrheit" der Deutschen. Die offiziellen Stimmen antworten mit kaum verhüllter Angst und gedanklichen Ablenkungsmanövern: "Noch kann es Müdigkeit sein … liegt es an der Großen Koalition …? (MAZ, 04.11.2006), die Kirchenleute Lehmann und Huber sehen die "Demokratie" in Gefahr und rufen zu "Zivilcourage" auf (MAZ, 24.11.2006), die Deutsch-israelische Gesellschaft DIG schreibt: "Die Stimmung in Deutschland ist nicht gerade israelfreundlich" (18.11.2006) - insgesamt also die gleiche Medientaktik wie bereits bei der Ablehnung der EU-Verfassung durch die Europäer: Ausklammerung des Hauptgrundes für die ablehnende Haltung, sowie Vorschieben von sozialen Gründen, die ohne Zweifel simultan mit dem Libanon-Konflikt zwecks Inanspruchnahme der Deutschen Bevölkerung mit sie selbst betreffenden Problemen eigens hervorgerufen wurden (siehe vorherige Bericht auf dieser Website).


Die meisten anderen Ereignisse und Medienberichte seit Mitte September 2006, welche im Folgenden erwähnt werden, sind letztlich als Reaktionen auf diese Standhaftigkeit und Klarsicht der Menschen in den betroffenen Ländern anzusehen und bedürfen somit kaum noch der Interpretation. Die Strategien zur Stützung und Durchsetzung der gegenwärtigen weltpolitischen Baupläne und zur Verunsicherung der Menschen haben sich seit 3 Monaten vervielfältigt, ebenso aber auch die Gegenreaktionen, was entsprechenden Einfluß auf den Umfang der folgenden Darstellungen hat:


Komplex ‚Libanon-Konflikt, Naher und mittlerer Osten, NATO-Tagung in Riga’
Am Tage der letzten Aktualisierung dieser Website vor dieser Niederschrift (23.September) hält Präsident Ahmadinedschad eine Rede vor der Vollversammlung der vereinten Nationen, die in vielen Internetquellen auch in deutscher Übersetzung und in voller Länge einsehbar ist. Die Reaktionen in den verschiedene Kulturen abdeckenden deutschsprachigen Internetportalen sind überwiegend zustimmend und verdeutlichen, daß die Menschen hierzulande sehr wohl differenzieren zwischen der Gefahr des EU-Beitrittes der Türkei und den berechtigten Forderungen der Menschen islamischen Glaubens nach Gerechtigkeit für ihre Völker. Die wenigen pauschalen antiislamischen Reaktionen werden in diesem Sinne von den anderen Stimmen überzeugend korrigiert. Auch die Stimmen in türkischen Internetportalen sind sehr positiv hervorzuheben. Den meisten Stimmen der deutschsprachigen Internetportale gemeinsam ist die ablehnende Haltung der Indoktrinationsversuche Deutschlands durch Israel und durch den Zentralrat der Juden. In den Medien dagegen das gewohnte Bild: keine Kritik am US-Veto gegen die Verurteilung Israels (11.November), kommentarloser Bericht über die Reaktion des israelischen Regierungssprechers zum US-Veto ("sehr zufriedenstellend"); am Zwischenfall der Bundesmarine mit der israelischen Luftwaffe seien die Deutschen aufgrund "falscher Meldungen" selber schuld, stattdessen in der gleichen Zeitung Aussagen wie "Deutschland will seinen Auftrag nie gegen Israel ausführen!" (Mainzer Allgemeine Zeitung, MAZ, 27.10.); die medial inszenierten und aufgebauschten antisyrischen Demonstrationen im Libanon nach dem bis heute ungeklärten Mord am libanesischen Industrieminister Gemayel; fortgesetzte Versuche zum Austausch der israelischen Regierung, die den Libanon-Krieg "zu zögerlich" geführt habe. Eine besonders üble Machenschaft: die offen zugegebene Jagaktion der BRD-Medien auf den Verteidigungsminister, nachdem dieser sich mit der libanesischen Regierung über die Respektierung der 7-Meilenzone zu arrangieren schien und damit aus dem vorgegebenen Bauplan der demonstrativen Konfrontation Deutschlands mit dem Hoheitsgebiet Libanons auszuscheren begann. Die den aktuell verwendeten zionistischen Begriff der "Jagaktion" kopierenden Worte der Medien: "Die Jagd auf Jung ist eröffnet" (Die Welt, 3.11.), "Verteidigungsminister Jung liefert eine Panne nach der anderen", "In der innerdeutschen Politik geht dem Minister die Peilung verloren" (FOCUS, 6.11). An der Jagaktion beteiligen sich Westerwelle & Co, also die Scheinopposition von Frau Merkel (s.o.). Schließlich die gewohnten doppelzüngigen Worte über den Friedenswillen Israels, etwa "Israel will trotz palästinensischer Angriffe Waffenruhe einhalten" (Deutsch-israelische Gesellschaft, 26.11), wobei die von Israel nicht einmal geleugnete Tötung von palästinensischen Politikern und Zivilisten weitergeht. Der vorläufige krönende Gipfel der Stimmen aus dem Vasallenheer: der ehemalige deutsche Botschafter in Israel im Deutschlandradio (07.10.2006): "Israel trifft keine Schuld an den Unruhen in den Palästinensergebieten, denn die Konflikte der Palästinenser untereinander sind völlig losgelöst von Israel", so formuliert während des Fortganges der innerpalästinensischen Spannungen und der sozialen Notlage in den Palästinensergebieten, welche jeweils durch das der internationalen Gemeinschaft auferlegte Diktat zum wirtschaftlich-finanziellen Boykott Palästinas gezielt gefördert wird. Aufgrund dieser anhaltenden Konflikte kehrt Regierungschef Hanija frühzeitig und mit reichlich gesammelter finanzieller Hilfe für sein Volk nach Gaza zurück (nach eigenen Angaben: 800 Millionen Dollar, nach Angaben der Westmedien: 35 Millionen Dollar) und bekommt deshalb von den israelischen Behörden die Einreise verweigert (14.12.). Tags darauf (15.12) wird ihm erst nach aufgenötigter Zurücklassung und Übergabe dieser Gelder an die "arabische Liga" die Einreise erlaubt - der Gelder also, welche die vorläufige Lösung der aktuellen Probleme seines Volkes bedeutet hätten. Nach dem vereitelten Attentatsversuch auf Hanija (einer seiner Leibwächter kommt ums Leben bei der im Bild festgehaltenen Aktion des Schutzes von Hanija durch seine ihn vollständig umstellenden Leibwächter) reagiert Mahmud Abbas nicht der ihm gebotenen Minimalpflicht zur Verurteilung dieses Anschlages, sondern mit der Ankündigung von Neuwahlen – wohlgemerkt: die durch Regierungschef Hanija eingebrachte vorläufige Lösung der Probleme Palästinas mußte auf Geheiß der Auftraggeber von Abbas vor der Grenze zurückgelassen werden!!!! Ein Sprecher der Hamas reagiert: "Abbas, welches Spiel spielst Du eigentlich - erst gegen Gott und dann gegen Dein eigenes Volk?". Die Nachricht von den angekündigten Neuwahlen wird von den West-Medien positiv kommentiert unter weiterhin genüsslicher Verbreitung von Bildern der innerpalästinensischen Spannungen. Der von der Hamas des Mordkomplotts bezichtigte Gefolgsmann von Abbas wird in den Westmedien nicht angeklagt.

Als Dank Israels für die Gesamtheit der Vasallendienste der politischen Entscheidungsträger der BRD wird der Libanon-Einsatz der Bundesmarine zynisch kommentiert: Ein israelischer Offizier: "Die größte Leistung der Deutschen im Mittelmeer war bisher die Rettung syrischer Matrosen aus Seenot" Avi Primor, welcher aktiv an der Nötigung Deutschlands zu einem solchen Einsatz beteiligt war, äußert ebenfalls seine Skepsis, zeitgleich mit Berichten über tieffliegende israelische Jets über Beirut Anfang November, welche nur von Frankreich in der Öffentlichkeit scharf kritisiert werden. Die BRD-Presse verbreitet die Aussage "Israel hält den Einsatz der deutschen Marine vor Libanons Küste ohnehin für sinnlos". Shimon Stein zeigt sich "tief enttäuscht über die Politik Deutschlands gegenüber dem Iran". Nach den Äußerungen Merkels zur "Staatsräson der BRD" fragt Primor dennoch: "Ist der Westen bereit, Israel zu opfern?" Immerhin zeigt er damit, daß er die Behauptung von Frau Merkel, das Existenzrecht Israels sei Staatsräson der BRD, als genauso lächerlich und hohl empfindet, wie es auch die deutsche Bevölkerung empfindet. Dieser Bericht über Stein wurde verbreitet über die Deutsch-israelische Gesellschaft in typischer Manier: Auf der Website der DIG zunächst die Überschrift "Stein: Ist der Westen bereit, Israel zu opfern?", die nächste Überschrift lautet "Kauder versichert Israel besondere Solidarität Deutschlands", darunter die nächste Überschrift: "Deutschland verrät Israel". Diese sich widersprechenden Aussagen und insbesondere der letztgenannte Artikel verdeutlichen exemplarisch das gegenwärtige Niveau der Versuche zur simultanen Vereinnahmung und gleichzeitig Beschimpfung Deutschlands und seines Volkes im Sinne israelischer Interessen: Der von der DDR scheinausgebürgerte und seitdem auf besagtem Niveau aktive Wolf Biermann hält im Oktober einen von der Deutsch-israelischen Gesellschaft wörtlich wiedergegebenen Vortrag in Jerusalem und in Haifa, also in den Städten des Aggressors, wo er über seine eigenen Landsleute folgende Worte findet: "Wir verkennen die Tragik des Nahostkonflikts und sympathisieren in vormundschaftlicher Verachtung (!!!) mit radikalen Moslems". Zu diesem Niveau passt die in den selbsternannten freien Medien des Westens nahezu vollständige Ausklammerung von Berichten über die vereinbarte "Zusammenarbeit zwischen Israel und NATO im Kampf gegen den Terror". Lediglich die DIG berichtete hierüber am 17.Oktober. So blieb denn auch dieser Aspekt zwecks weitgehender Unterdrückung eines Aha-Erlebnisses in den späteren Berichten über den NATO-Gipfel in Riga ausgeklammert. Auch blieb praktisch unkommentiert, daß dieser Gipfel demonstrativ vor der Haustüre Putins, also im Baltikum, in Riga stattfand. Putin war zu dieser Zeit ruhiggestellt durch mehrere unklare Morde und Attentate, welche ihm mittels der Westmedien zwischen den Zeilen in die Schuhe geschoben wurden, effektiv aber den ungestörten Verlauf des NATO-Gipfels vor seiner eigenen Haustüre absicherten. Später spitzte sich diese Nötigung Putins weiter zu durch eine wohldesignte Demonstration verschiedenster oppositioneller Gruppen in Moskau (16.12). Die Hauptakteure trugen dabei eine massenhaft vervielfältigte Flagge, welche eine eindeutige Abwandlung der Flagge des Nationalsozialismus darstellt: Rote Flagge mit zentralem weißen Kreis, als dessen Inhalt jetzt das schwarze Symbol von Hammer und Sichel anstatt des Hakenkreuzes fungiert – ein glücklicher Fehlgriff der Hinterleute dieser "Demonstration". Übrigens: zeitliche Funkstille der Westmedien über den sogenannten Baker-Bericht, Cheney, Frau Albright & Co! Zurück zum NATO-Gipfel in Riga: Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer sagte zur neuen NATO-Strategie: "Die Nato muß künftig ohne selbst auferlegte geographische Beschränkungen operieren können" (!!!). Auf das Bedenken Frankreichs, daß die Nato nicht überall aktiv werden dürfe (und aufgrund von Berichten der "Jerusalem Post" über die eigentlich selbstverständliche Erlaubnis für die französische UN-Truppe zum Abwehrfeuer auf bedrohende Flugzeuge aller beteiligten Nationen, also auch auf israelische Flugzeuge) antworten die hochvernetzten Machtstrukturen in erwartungserfüllender Weise: Frau Merkel, indem sie vor einer "Spaltung" der Nato warnt, sowie die BRD-Tagespresse, indem sie vom dringenden Bedarf einer "völlig neuen Grundordnung der NATO" spricht (redakt. Kommentar in der MAZ, 30.11.06). Zwei aktuelle Folgen dieser nicht erst seit dem letzten NATO-Gipfel profilierten "Neuen NATO-Strategie": 1) nachdem Kofi Annan das objektive Fazit zum Irak-Krieg gesprochen hatte ("den Irakern geht es heute schlechter als unter Saddam Hussein") folgte der sogenannte "Baker-Bericht", in dem ohne Entschuldigung an die Seite der Iraker über einen Plan zum allmählichen amerikanischen Truppenabzug spekuliert wird. Anschließend treten in den Westmedien die innerjüdischen Streitigkeiten über diesen Plan offen zu Tage, in den Alternativmedien wird über die langfristigen Pläne von Cheney & Co zur CIA-gestützten und auf dem Baker-Plan aufbauenden Gegeneinanderstellung von Sunniten und Schiiten in der Region zwecks langfristig angelegter Provokation und letztlich Destabilisierung des Iran spekuliert. Jedenfalls wird die Ernennung des Ex-CIA-Chefs Robert Gates zum Nachfolger von Rumsfeld in den vernetzten Westmedien frenetisch gefeiert ("Hochprofessioneller, kühler Realist", Mainzer Allgemeine Zeitung, 07.Dezember). 2) Der Aachener Friedenspreis stellt Strafanzeige gegen Angela Merkel mit dem Vorwurf der Vorbereitung eines Angriffskrieges. Der Vorsitzende des Aachener Friedenspreises sieht im sogenannten "Weißbuch" Jungs Pläne zur präventiven Kriegsführung und damit eine "aggressiv formulierte Militärdoktrin, welche Paragraf 80 des StGB verletzt". Damit ist diese Strafanzeige auch eine Anklage gegen den Versuch einer geostrategisch-ideologischen Indoktrination der deutschen Bevölkerung, deren einigermaßen glaubhafte propagandistische Vermittlung auf staatlich-medienpolitischer Ebene praktisch unmöglich geworden ist und daher zunehmend mittels lokal bekannter publizistischer Aktivisten auf die Ebene von Gemeinden und Kommunen verlagert wird. Ein abschreckendes Beispiel dieser Art findet sich zum Anlaß des Volkstrauertages 2006 in dem Lokalblatt eines Vorortes von Mainz: Unter der Überschrift "Eine würdige Gedenkfeier" wird ein Foto mit traditionellen lokalen Standarten und mehreren ca. 6-12 jährigen Kindern (!!!) gezeigt. Im Text dann die inzwischen gewohnt abstufende Nennung der Opfer während des zweiten Weltkrieges, sowie im Schlussabsatz: "Wir dürfen nicht vergessen, daß es ein Privileg ist, in Frieden und Freiheit zu leben, und die Bundeswehr in Zusammenarbeit mit vielen anderen Nationen dafür Sorge trägt, daß Frieden und Freiheit erhalten bleiben." Danach der Schlusssatz: "Posaunenchor und Chorgemeinschaft beschließen die würdige Gedenkfeier." Die besagte und simultan erfolgte Anklage gegen Angela Merkel, welche dem Schreibenden kaum unbekannt gewesen sein dürfte, wurde in vergleichbaren Publikationen nicht erwähnt und damit den Teilnehmern dieser Gedenkveranstaltungen vorenthalten – Versuche der ideologischen Gleichschaltung mit demonstrativer Illustration durch diejenigen, welche diese meinungspolitische Unterdrückung später ausbaden und nach offizieller Lesart fortführen sollen: unschuldige Kinder. Der stetig größer werdende Kreis von Menschen des öffentlichen Lebens, welche hieraus ausscheren, ist vom folgenden Komplex betroffen. Der von entsprechenden Kreisen neu kreierte und - wie oben ausgeführt - von der Westpresse sinngemäß übernommene und aktiv angewandte Begriff der "Jagaktion" wurde bisher noch nicht vom Duden in den deutschen Wortschatz aufgenommen …


Komplex ‚Jagaktionen gegen Andersdenkende und Andersseiende’
… eine kontinuierlich länger werdende Liste. In diesem Jahr sind zunächst die Studentenproteste anlässlich der Einführung der Studiengebühren hinzuzuzählen. Die Studenten werden gettoartig, zeitlich limitiert, und von dutzenden Polizisten umringt auf den Wiesbadener Marktplatz verbannt, die übrige Wiesbadener Innenstadt gibt ein gespenstisches Bild ab: überall Einsatzkräfte und Polizeibarrieren inmitten der friedlichen und großteils ahnungslosen Bürgerinnen und Bürger, nur lokal werden von der Polizei Schlagstöcke gegen Studenten eingesetzt. Das umgekehrte an der Mainzer Universität: der Geschichtsfälscher Hannes Heer (siehe sog. "erste Wehrmachtsausstellung") betätigt sich in einem Vortrag an der Mainzer Uni zu gleichem Themenkreis als Scheinopposition Guido Knopps. Die aufkommenden Proteste, an denen auch Studenten beteiligt sind, werden von den anwesenden Zeugen und der Presse feigerweise fragmentarisch widergegeben, die üblichen Begriffe wie "Rechtsradikale" und "Neonazis" werden verwendet, die darauf folgende Jagaktion durch ideologisierte Studentenverbände, Hochschule und Justiz wird von der Presse ausgeklammert und damit der Interventionsmöglichkeit der Bürger und den in ihren Berufen eingespannten Hochschulangehörigen, auch anderer Hochschulen, weitgehend entzogen. Ebenso fragmentarisch werden die Äußerungen des Bundestagsabgeordneten Henry Nitzsche wiedergegeben. Am glaubwürdigsten ist ein Bericht, wonach er im bereits im Juni (!) während einer Parteiveranstaltung zum Thema ‚Patriotismus’ gesagt haben soll, daß Patriotismus gebraucht werde, um "endlich vom Schuldkult herunterzukommen und damit Deutschland nie wieder von Multi-Kulti-Schwuchteln regiert werde". Feigerweise wird in den Medien ebenfalls nicht erwähnt, worüber sich seine Kritiker am meisten ärgern: daß dieses Statement ähnlich wie bei Martin Hohmann schon älter ist, von vielen Zuhörern (Parteifreunden!) gehört wurde, aber bisher niemand daran Anstoß genommen hatte. So gesehen erklärt sich auch der relativ schnelle Rückzug seiner Hauptkritiker, etwa des Zentralrats der Juden, welcher sogar von der Forderung des Parteiausschlusses abgewichen ist – zu ungewollt ist ein weiterer Fall "Hohmann" mit Demonstration des weitgehend fehlenden Anstoßes von Parteifreunden und Bürgern gegenüber den getätigten Äußerungen! Apropos: Auch weitgehend genehme Politiker können durchaus der Furie einer "Jagaktion" ausgesetzt sein: Wowereit wird in Berlin erst im zweiten Wahlgang gewählt. Es folgt eine SPD-interne Jagd gegen die beiden Abweichler in den eigenen Reihen; das DPA-Foto mit dem Griff an die Krawatte kurz nach dem ersten Wahlgang (publiziert u.a. in der Mainzer Allgemeinen Zeitung, MAZ, 24.11.06) hat geholfen. Der redaktionelle Kommentar in der MAZ vom gleichen Tag lautet: "Wowereit gefällt sich in der Rolle des Außenseiters und Paradiesvogels. Vermutlich auch deshalb, weil er weiß, dass er keine Chance hat, jemals an die Spitze der Bundes-SPD zu gelangen." Der "Young Leader" Friedbert Pflüger äußert sich laut Stern kurz vor dem zweiten Wahlgang ähnlich: "Selbst wenn er im zweiten Wahlgang gewählt wird – was ich erwarte – ist Wowereit erpressbar geworden". Beherzte Buchautoren der Vergangenheit provozieren erwartungsgemäß dutzende von Gegenreaktionen, welche in den Kommentaren der Westmedien in der Art "Neue Objektivität" unterstützt werden; zwei Beispiele aus der jüngeren publizistischen Vergangenheit verdeutlichen diese bis heute anhaltenden Gegenreaktionen: Die Schrift "Nach dem Terror" aus dem Jahre 2003 von Ted Honderich, sowie die Schrift "Der Brand" aus dem Jahre 2002 über die Bombardierung Dresdens von Jörg Friedrich – ein breites Spektrum der Gegenreaktionen, von abwertenden Äußerungen durch Folgeautoren (z.B. "Die Zeit" über Friedrich: "verengter Blick auf deutsche Leiden und emotionale Wortkaskaden" Frederick Taylor über David Irving: "Der Studienabbrecher") bis hin zur offiziell nicht beanstandeten Haltung der Antideutschen von der Redaktion Bahamas, welche eine nach ihrer Lesart zu deutschfreundliche Rezension des Buches von Jörg Friedrich durch die britische Zeitung "The Guardian" mit folgenden Worten kommentieren: "Sollten die Opfer (gemeint sind die Deutschen) tatsächlich wieder praktisch ihre Fratze zeigen wollen, dann kann man nur auf der schon vor 12 Jahre geprägten Forderung ‚Bomber Harris, do it again’ beharren und hoffen, daß der nächste englische Premier kein Abonnent des Guardian ist". Immerhin haben die Antideutschen und ihre uneingestandenermaßen willigen Helfer auf politischer Entscheidungsebene mit diesem schon 3 Jahre alten Artikel die untrennbare Verknüpfung zwischen antideutscher Haltung und der heute umfassend propagierten "Globalisierung" belegt: Der Guardian wird in diesem Artikel als "globalisierungskritisches Schmierenblatt" bezeichnet. Anlässlich des Volkstrauertages werden begleitend zu den geschilderten "Beiträgen" in Kommunalblättern (s.o.) Demonstrationen gegen öffentliche Gedenkveranstaltungen zu Ehren der deutschen Kriegstoten mittels der Begriffe "Demonstrationen gegen Neonazis" verhindert. Die diesjährige Zunahme der Aktivitäten zwecks Zustandekommens von beherzten Gedenkveranstaltungen ist an der breiten Thematisierung der genannten Gegenreaktionen durch die Westmedien ablesbar. Diese Zunahme beherzter Stimmen und die berechnbaren Gegenreaktionen der Westmedien betreffen den ganzen Erdball: Hugo Chavez sagt dazu: "Nein, wir sind keine Extremisten; was passiert ist, daß die Welt erwacht und überall wir, die Völker, uns erheben". Hierzu das aktuelle Pendant und erfreuliche Gegenstück zu den vom Westen lachhaft durchsichtig organisierten und verstärkten "Anti-Putin-Demonstrationen" in Moskau: Ungarn hat 50 Jahre nach dem Aufstand von 1956 einen erneuten Aufstand, der sich gegen die Regierung der Globalismus-Marionette Ferenc Gyurcsany richtet, und der in den Westmedien natürlich entsprechend bewertet wird: Bei den Demonstranten handele es sich um "Rechtsradikale". Keine weiteren Berichte der Westmedien über den Fortgang des Volksaufstandes, keine Informationen über zu erwartende Jagaktionen gegen Demonstranten innerhalb Ungarns – also die gegenteilige Medienstrategie verglichen mit der Westmedienstrategie während der "Orangenen Revolution" in der Ukraine, welche inzwischen bekanntlich verpufft ist. Vielleicht passiert ja in Ungarn das genaue Gegenteil! Eine derzeit besonders intensiv betriebene "Jagaktion" muß im Folgenden gesondert betrachtet werden:


Komplex ‚Anfeindung von Muslimen und instrumentalisierte Spaltung zwischen den islamischen Ländern und den sogenannten Demokratien des Westens’
Nach der sogenannten "Antisemitismus-Konferenz" in Berlin (siehe mehrfach auf dieser Website) beginnt eine verstärkte Anwendung der Taktik der einseitig gefilterten Leserbriefe, welche gut anhand der Mainzer Allgemeinen Zeitung überprüfbar ist: Derzeit vergeht kaum eine Woche ohne mindestens einen publizierten kritischen Leserbrief über den Islam hinsichtlich Religion, Lebensstil und aktueller Weltpolitik - eine lächerliche Strategie der Medien angesichts des für alle Zeiten überprüfbaren Faktums der bis heute unverändert kritischen Einstellung der Mehrheit der Deutschen zur Politik Israels, der ebenso eindeutigen und mehrheitlichen Solidarisierung mit den Palästinensern, sowie angesichts des Faktums, daß seit der Berliner "Antisemitismus-Konferenz" praktisch keine kritischen Stimmen mehr über Israel oder seine Lobby in der deutschen Tagespresse publiziert wurden. Die Medien versuchen also gegenwärtig allen Ernstes ihren Lesern das Bild zu vermitteln, daß die deutsche Öffentlichkeit ihre diesbezügliche Meinung seit etwa 2 Jahren grundlegend geändert habe und jetzt ausschließlich den Muslimen gegenüber kritisch eingestellt sei. Noch nie zuvor wurden von den die EU beherrschenden Mächten so viele Anstrengungen unternommen, eine geistige Spaltung und gegenseitige Abneigung zwischen den angestammten (also überwiegend christlichen) Europäern und der muslimischen Welt zu sähen: In Kopenhagen nimmt die Justiz unter massivem politischen Druck Abstand von einer Anklage gegen den Jyllands-Posten wegen Publikation der Mohammed-Karikaturen (s. entspr. Berichte auf dieser Website); die Dänische Volkspartei startet einen Wettbewerb, wie man den Propheten Mohammed in erniedrigenster Weise zeichnen kann; in den digitalen Propagandasendern in Deutschland werden Spielfilme mit gestellten Streitszenen ausgestrahlt in der Art "Scheiß-Bombenleger" gegen "Dreckiger Nazi" ; Berichte über angebliche Totenschändungen durch Bundeswehrsoldaten in Afghanistan werden in den Medien regelrecht aufgebauscht; in der vernetzten Westpresse werden ungeniert die Begriffe "Islamisten" und "anständige Muslime" gegeneinander gestellt – ein ungeheuerliches Vorgehen, zumal seine Anwendung auf andere monotheistische Religionen anders bewertet würde; in Deutschland wird offener Druck auf unsere Mitbürger derart ausgeübt, daß sie nicht zur Kategorie der "anständigen Muslime" gezählt würden, falls Sie sich nicht zu dem Staat bekennen, dessen Staatsräson gemäß Frau Merkel die Sicherung des Existenzrechtes Israel ist und der ihnen klare Vorgaben über den Charakter des "anständigen Moslems" gibt. Mit aller Deutlichkeit müssen unseren muslimischen Mitbürgern an dieser Stelle vor ihrer Unterwanderung durch Landsleute und "Glaubensbrüder" gewarnt werden: Offen wird der deutschen Bevölkerung (etwa durch redaktionelle Kommentare der Mainzer Allgemeinen Zeitung, MAZ) mitgeteilt, wie sich die den Westen beherrschenden Mächte die Überwachung der in Deutschland lebenden Muslime vorstellen: "Wie der Fisch im Wasser muß sich der V-Mann in den Moscheen bewegen können, muss die Sprache so gut verstehen, dass ihm selbst Nuancen nicht entgehen" (MAZ, bereits am 15.07.2005). Aus gleichem Munde ertönte anlässlich des jüngsten Besuches von Olmert die Behauptung: "Deutschland steht fest an der Seite des Judenstaates" (MAZ, 13.12.2006). Das Ausmaß der Gefahr der offen angekündigten Unterwanderung hier lebender Muslime spiegelt sich im Schulterschluss von BRD-Politikern wie Claudia Roth und Wolfgang Schäuble mit nationalistisch-türkischen Organisationen auf deutschem Boden, welche mit diesen auch die Vernetzung innerhalb der prozionistischen Machtstrukturen teilen und für sich beanspruchen, alle in Deutschland lebenden Muslime zu vertreten! Es sollte für sich sprechen, daß Günter Beckstein diese Organisationen in den höchsten Tönen lobt. Frei heraus: Es muß die Gefahr abgewendet werden, daß den in Deutschland lebenden Muslimen von offiziell als "islamisch" bezeichneten, in Wirklichkeit aber im Sinne türkisch-nationalistischer Interessen und im Sinne der gegenwärtigen Machtstrukturen des Westens agierenden Vereinen diktiert wird, was für einen Muslim "gut" und "schlecht" ist. Ein weiteres Beispiel für eine gezielt manipulierte Verbreitung des Islam-Bildes hierzulande: das sogenannte "Zentrum für Türkeistudien" führt eine Studie über das Islam-Bild in Deutschland durch. Nach eigenen Angaben wurden hierfür vorwiegend Medienberichte und Bundestagsprotokolle ausgewertet, also Dokumente, welche bereits ein einseitiges Bild gemäß der offiziellen Darstellung durch die hier herrschenden Machtstrukturen verbreiten! Dennoch wird von deren Auswertung auf das "Islam-Bild in der deutschen Öffentlichkeit" geschlossen, welches sich angeblich verschlechtert habe und vor allem "unter Terroraspekten" auszumachen sei. Was jetzt angesagt ist, ist Realismus! – hinsichtlich der berechenbaren Tatsache, daß derartige Versuche zum Auseinanderdividieren des Abendlandes und der muslimischen Welt im Interesse dritter Mächte weitergehen wird – bleiben wir fest in unserem Glauben, lassen wir uns von den Medien keine Feindbilder aufzwingen oder uns gar zu gegenseitigem Hass oder Verachtung im Interesse dritter Mächte verführen.

Um dies zu erreichen ist ein weiterer Aspekt anzuprangern: das Problem der V-Leute betrifft nicht nur die Moscheen, sondern auch viele Parteien in Deutschland. Verfassungsrichter Jentsch bestätigte deren Existenz und großen Einfluß mit den Worten "Soll ein Verbotsverfahren Aussicht auf Erfolg haben, so muß man vorher die V-Leute aus den führenden Gremien (!) dieser Parteien zurückziehen" (Tagesschau, 13.11.2006). Die Hauptaufgabe dieser V-Leute ist aber nicht das Einbringen von Informationen, sondern die gezielte Provokation zu feindseligen Parolen und Handlungen, um so eine staatliche Handhabe gegen bestimmte Gruppen, Personen oder Parteien zu schaffen. Viele Menschen jeden Glaubens und viele ehrliche Parteimitglieder fallen auf diese V-Leute herein. Beispiele sind hirnlose Parolen wie "Islamisten raus" auf Wahlplakaten mancher deutschen Partei, welche feigerweise manches latent vorhandene Ressentiment bei den Europäern ansprechen. Noch vor Jahren wurde Wahlwerbung vor allem gegen die ungebremste Zuwanderung nach Deutschland kriminalisiert, und jetzt plötzlich sollen feindselige Statements gegen eine Bevölkerungsgruppe sanktioniert werden, deren realpolitische Ansichten wesentliche Gemeinsamkeiten mit denen der deutschen Bevölkerungsmehrheit aufweisen?! Kein Zweifel: die gleichen Mächte, welche heute die breite Verunglimpfung von ehrlichen (weil das gegenwärtige weltpolitische Unrecht anprangernden) Muslimen fördern und dabei behaupten, daß diese Muslime nichts in unserer Gesellschaft zu suchen hätten – es sind die gleichen Mächte, welche noch vor etwa 10 Jahren jeden Deutschen als "Faschist" oder "Nazi" denunziert hatten, der öffentlich die supranational gezielt durchgeführte Überfremdung der deutschen Gesellschaft vor allem durch türkisch-nationalistische Interessen angeprangert hatte. Noch einmal: Kritik an gezielter Überfremdungspolitik gegenüber dem eigenen Land und Volk ist rechtens und muß von jedem Menschen auf dieser Welt respektiert werden; nicht rechtens ist folglich jede Feindseligkeit gegenüber jemandem, der Gerechtigkeit gegenüber seinem Glauben, seinem Volk, seiner nationalen Identität und seiner Heimat einfordert! Die überwiegende Mehrheit der Deutschen steht hierzu, die Medien in unserem Lande versuchen dagegen weiterhin, diese Bewertung umzukehren – bis jetzt erfreulicherweise vergeblich. Was derzeit in der BRD geschieht ist nicht rechtens: die einseitige und jede Kritik unterdrückende Unterstützung prozionistischer Interessen, die einseitigen Schuldzuweisungen an die Führer und die sich zur Wehr setzenden Organisationen der muslimischen Nationen hinsichtlich der aktuellen Konflikte im nahen und mittleren Osten, die Kriminalisierung und die "Jagaktionen" gegenüber allen Menschen und Organisationen in der westlichen Welt, welche diese im Sinne eines Diktats durchgesetzte offizielle Position der sogenannten "Demokratien des Westens" offen kritisieren und sich dagegen wehren, daß ihren Ländern finanzielle und militärische Vasallendienste abverlangt werden zwecks Stützung des gegenwärtigen und offensichtlichen weltpolitischen Unrechtes, schlimmer noch, zum Führen weiterer so genannter "Präventionskriege" und den damit verbundenen aktuellen Drohungen gegen entsprechende Länder. Wie bereits mehrfach auf dieser Website erwähnt: Bereits im Jahre 2002, also lange vor der Zeit von Präsident Ahmadinedschad, schrieb die Jerusalem Post: "Ein Krieg gegen den Iran steht außerhalb jeder Frage"!! Vor diesem Hintergrund kann man die folgende Neuerung aus dem Jahre 2006 sicher besser einschätzen: die sich selbst als "Wohlfahrtsorganisation" bezeichnende B’nai B’rith tagte erstmals nach dem zweiten Weltkrieg wieder in Deutschland. Deren Abspaltung, der "European Jewish Congress" EJC (das Analogon des bekannten "American Jewish Congress" AJC) will sich offiziell als Speerspitze "gegen Antisemitismus und Islamophobie" profilieren – wie gesagt: vor dem Hintergrund der oben geschilderten langen Liste an Versuchen zum Auseinanderdividieren zwischen westlicher Welt und Muslimen. Der EJC fordert, die in Deutschland lebenden Muslime in wesentlichen Punkten der gleichen geistigen Erziehung auszusetzen wie auch die übrige Bevölkerung. Der Lesende wird an dieser Stelle zum Innehalten und zur persönlichen Meinungsbildung aufgerufen! Ausdrücklich versucht der EJC auch die in Deutschland lebenden Türken anzusprechen. Gibt es noch Zweifel darüber, in welcher Weise und von wem die in Deutschland lebenden Muslime nach einem eventuellen EU-Beitritt der Türkei bearbeitet werden und wie dann nach offizieller Lesart ein "anständiger Muslim" definiert werden wird?!? Noch einmal: Begriffe wie "anständiger Muslim" und "Islamist" sind gleichermaßen unangemessen, erniedrigend und verwerflich - beide Begriffe werden hier lediglich zur Vergegenwärtigung des momentanen Sprachgebrauches der hiesigen vernetzten Medien verwendet. An dieser Stelle ein Parallelbeispiel aus den USA über "gute Schwarze" und "Schwarze als Hochverräter": gegenüber der bekanntlich kritisch eingestellten schwarzen Bevölkerung der USA werden ebenfalls Avancen gemacht: In einem Internetforum wurde ein aufschlussreicher Internetbeitrag vom 02.09.2005 entdeckt (www.littlegreenfootballs.com/weblog/?entry=17335), der im Folgenden in deutscher Übersetzung ausschnittsweise wiedergegeben wird:

--- Zitat-Beginn ---

… es betrübt mich, die gegenwärtige Entwicklung zu verfolgen. So viele schwarze Amerikaner, so, so viele, vertrieben, verschleppt, in Not, und wo, oh wo sind ihre Führer? Wo sind Sharpton? Farakhan? Reverend Jesse Jackson? Jesse Jackson trifft sich mit den erklärten Feinden Amerikas. Ja, ja, dieser Hochverräter trifft sich mit Chavez. Jackson hat dem venezuelanischen Präsidenten Hugo Chavez am Sonntag Unterstützung angeboten … Warum gibt es keinen Aufruf der schwarzen Führer, sich hierzulande gegenseitig zu helfen? (gemeint sind die Zustände nach der Flut in New Orleans) Warum gibt es keine Infrastruktur? … Vielleicht ergibt sich aus diesem Horrorszenario eine neue Generation von schwarzen Führern, die mit Respekt aufblicken auf die Errungenschaften von Condolica Rice (!!!), Colin Powell (!!!!), Randy Daniels …. Dies ist die einzige Hoffnung für New Orleans zum Wiederaufbau dieser großen Stadt. … Beiträge an die B’nai B’rith international sollten online an folgende Adresse gerichtet werden …

--- Zitat-Ende ---

Effektiv unterstützt wird diese Strategie durch eine inzwischen ca. 2 Jahre alte Kurzmeldung, wonach in den USA der sogenannte Ku Klux Klan die B’nai B’rith als einen "Hauptfeind" bezeichnet habe. Der KKK ist bekanntlich mit den höchsten Regierungsstellen ("Ritter des Goldenen Kreises") vernetzt und war maßgeblich an der Provokation rassistischer Unruhen in Europa, auch in Deutschland beteiligt. Eine Vernetzung mit offiziell angefeindeten Organisationen, auch hinsichtlich seiner Gründung Mitte des 19.Jahrhunderts, wird im Internet diskutiert. Nach offizieller Lesart ist der KKK lediglich eine den Menschen mit nicht-weißer Hautfarbe feindlich gesonnene Organisation von rassistischen Idioten und Gewaltverbrechern (dies ist zweifellos auch der Fall), die ansonsten aber überhaupt nichts mit den amerikanischen Regierungsebenen zu tun haben. Folglich müssen die von diesen "Idioten" als Hauptfeinde erklärten Organisationen die "gute Seite" repräsentieren. Erneut an dieser Stelle eine Aufforderung zur persönlichen Meinungsbildung! Ein letzter Punkt in diesem Zusammenhang: Das aktuelle Thema des Islam ist nur ein Teilaspekt einer noch schlimmeren und alle Religionen betreffenden Strategie, welche auf dieser Website immer wieder angeprangert wird: die Tendenz zur generellen und demonstrativen Geringschätzung des Glaubens in den Westmedien, insbesondere des christlichen und islamischen Glaubens, jeweils mit breiter Streuung von Zweifel, Unglauben und Verachtung. Ein hierfür besonders berüchtigtes deutschsprachiges und unsternhaftes Magazin schreibt in November-Ausgaben dieses Jahres, daß gerade "gottesfürchtige" Menschen ein großes Problem der Gegenwart darstellen. In einer anderen Ausgabe heißt es sogar, daß ohne Gott doch eigentlich alles besser wäre! Selbst ansonsten kritische und mutige Stimmen sprechen sich gegen die christliche Religion aus, da sie im Grunde das Judentum verkörpere – alles Beispiele für eine fürchterliche Stimmung im Abendland, welche gerade denjenigen eine Handhabe liefert, welche im Sinne der genannten Beispiele eine gegenseitige Anfeindung der Religionen gezielt fördern – ein weiterer guter Grund zum geistigen Zusammenhalt und zur Wachsamkeit der Menschen in dieser schlimmen Zeit. Bei der Betrachtung der Stichworte "Zweifel und Unglauben" muß ein gesonderter Komplex angesprochen werden, ebenfalls aufgrund wesentlicher Ereignisse und Publikationen im Jahre 2006:


Komplex ‚Belletristische Chemtrails und philosophistischer Schlotterteig’
… wenn dies nur wirklich Zynismus wäre! Stattdessen ist es die in der Bundesrepublik Deutschland Realität gewordene Churchill-Prämisse, daß man die Wahrheit mit einem Wall von Lügen umgeben müsse. Kein Zweifel also, daß sich mitten in der geballten Quantität der wohldesignten gebundenen Werke zum Komplex Politik-Gesellschaft-Historie gegenwärtig ein gewisses Maß an Wahrhaftigkeit hinsichtlich der Schlussfolgerungen findet, wohlverteilt auf zahllose Werke. Diese Schätzung erscheint einigermaßen realistisch, wenn man sich an der Häufigkeit von offiziellen Anfeindungen entsprechender Publikationen orientiert, auf welche in den Folgejahren dann mehrere und ebenso gut designte Gegendarstellungen von ausgesuchten Schreibern folgen, gepaart mit wohlwollender Promotion durch "Die Zeit", "Die Welt" & Co (siehe zu den Themen "Dresden" und "Nach dem Terror"). Die Diskussion um die Chemtrails über Deutschland geht weiter, und in der Tat könnte man über deren Existenz ins Zweifeln geraten, wenn man bedenkt, daß sich der gleiche gewünschte Effekt noch besser erreichen lässt mittels den geistigen Himmel ebenso vernebelnder und diesen potentiell mutierender Druck-, Verlags- und Vertriebstechniken. Viel wird über den Einfluß von vernetzten Politikern, Medien, Journalisten und deren Hintermächte diskutiert – und dabei eine Masse von (teilweise mit diesen identischen) "Schreibern" übersehen, welche das bis heute den Schein einer vergleichsweise hohen Seriosität wahrende Medium, das gebundene Buch, zum fortgesetzten Transport der zunehmend primitiv anmutenden Indoktrinationsmethoden- und Inhalte der westlichen Medien in Beschlag genommen haben. Gestützt wird diese Taktik durch eine klare Modifikation des Adressantentums: nicht für die Masse, sondern für die Belesenen ("tolle Bücher über den Joschka Fischer bei Bertelsmann"), die Schmökernden ("lese gerade über die Illuminaten zur guten Nacht"), aber auch zur geistigen Obstipation der Hochschulregale, die intendierten Schlussfolgerungen künftiger Dissertationen (die armen Doktoranden!) möglichst schon vorwegnehmend. Kein Zynismus ! Wie niederträchtig diese Taktik ist, zeigt das weiter oben erwähnte Beispiel, daß das sogenannte "Zentrum für Türkeistudien" ausgehend von der Auswertung von Bundestagsprotokollen und Medienberichten (potentiell also auch von gebundenen Schriften) allen Ernstes auf die Meinung der deutschen Öffentlichkeit schließt. Sollte der teuflische Plan zum ethnisch/geistigen Umbau Deutschlands weitergehen, kann man sich die Art künftiger Dissertationen und deren Thesenverteidigung lebhaft vorstellen ("guckst du hier, steht doch alles da!"). Wer sich bereits heute aus innerem Antrieb heraus auf einen Kampf gegen das belletristisch verpackte Artilleriefeuer einlässt, wird erschwerend feststellen: selten Personenregister, fast nie Sachregister. Man ist also gezwungen, sein gutes Geld für Schund auszugeben und seine kostbare Zeit zu opfern für eine Hydra an Büchern über die "Geheimnisse des Erfolges von Frau Merkel im Merkelland", um schließlich die wichtigste, weil für die Zukunft bleibende Information sicher entnehmen zu können: das was nicht in den Büchern steht! Begonnen hatte die Verquickung zwischen Historie und dem Komplex Fiktion/Belletristik mit der unseligen Produktion von Steven Spielberg aus dem Jahre 1993 als offen zugegebene Vermischung beider Komplexe, kombiniert mit der unverändert fortgesetzten Behandlung dieses neuen chimärehaften Genres im Sinne festgeschriebener Historie durch die Politik. Weizsäcker belegte dies damals eindrucksvoll, indem er empfahl, jede deutsche Schulklasse in diesen Film zu schicken (Gott sei Dank ist das Wort der Witwe von Oskar Schindler vor laufender Kamera erhalten: "Der Film ist nichts wert"). Folglich fällt in diese Zeit auch die zunehmende Klarsicht der Menschen, zumal aufgrund des aufkommenden Mediums Internet. Erst später, 3-4 Jahre vor Ende des zweiten Jahrtausends, kommt in Kino, TV und Buchhandlungen eine ganze Welle auf mit primitiv-fiktiven okkultistischen Serien und Werken über Millennium, Dämonen, Vampire, etc., aber auch über historischen Fakten wie Illuminaten oder Freimaurer, jeweils in der von Spielberg begründeten brachialen Art der ungezügelten Vermischung von Fiktion und Wahrheit. Infamerweise werden diese "Werke" von den Verlagen hinsichtlich ihres Genres selten klar umrissen und der Leser bewußt im Unklaren gelassen über die jeweilige Positionierung des entsprechenden Werkes auf der breiten Achse zwischen Science-Fiction pur auf der einen Seite und "Hier die ganze Wahrheit über die Illuminaten" auf der anderen Seite - eine in Intention und Aufmachung primitive, weil auf alle Gesellschaftsschichten des Westens losgelassen Welle, die vor den zentralen Aspekten der führenden Religion des Abendlandes keinen Halt macht, im Gegenteil. Vielleicht wird man vor diesem Hintergrund die derzeitigen Ergüsse in Zukunft besser einordnen können, welche zum Zwecke einer "zeitgemäßen Modifikation" des Christentums mittels digitaler Propagandasender, Bücher oder DVD verbreitet werden. Ob dabei dem Begriff des erstmals in Washington D.C. (!!) vorgestellten "Judas-Evangeliums" eine zentrale und vielleicht doppelte Bedeutung zukommen wird? Hiermit ist retrospektiv dokumentiert, daß die genannte Welle lange vor 9/11 initiiert wurde, die Beschäftigung der Menschen mit den wahren Hintergründen der angesprochenen historischen Aspekte aber sehr viel älter ist. Es wird also zwecklos sein, in kommenden Generationen die These zu verbreiten, die von den vernetzten Medien bis heute als "Verschwörungstheorien" bezeichneten weltpolitischen Erkenntnisse vor und nach dem Beginn des neuen Jahrtausends seien letztlich durch die simultane Okkultismus-Welle beeinflusst gewesen. Dies betrifft auch ein weiteres derzeit belletristisch breitgetretenes Thema: Die Zukunft der sogenannten "Europäischen Union". Die zumeist gelb auf blau gestylten und euphorisierenden Publikationen über die angebliche Stärke der EU transportieren im Wesentlichen Verheugens Wort ("Diese EU wird eine Weltmacht werden – ob sie will oder nicht") und runden das Europa-Bild der Denkfabriken ("Erst wenn Ordnung in die Gedanken einzieht, hat Europa vielleicht noch eine Chance") zur Gegenseite hin ab (siehe Strategiepapier). Dabei teilen diese Bücher mit den Denkfabriken die Taktik der gezielten Ausklammerung der Hauptgründe für die Ablehnung der EU-Verfassung durch die Europäer. Ähnlich beim Thema "Leitkultur", welches sich vom Schein einer Debatte zum Versuch eines einseitig festgeschriebenen ideologischen Dogmas entwickelt hat. Ohne die unsinnig anmutende, in Wirklichkeit aber perfide eingefädelte Einführung dieses Begriffes durch Friedrich Merz hätte die Belletristik niemals die Möglichkeit gehabt, eine Selbstverständlichkeit mittels Begriffen wie "ein deutscher Mythos" in Frage zu stellen. Man muß den entsprechenden Kreisen um Merz unterstellen, daß Sie mit der Kreation des unscharfen Begriffes "Leitkultur" das Gegenteil ihrer vor Mikrofon vorgegebenen Intention verfolgt hatten: etwas zu thematisieren, was bis dahin kein Thema und damit Selbstverständlichkeit war, sowie einer ebenso schwammigen, also thematisch gesehen breiten Gegenreaktion Tür und Tor zu öffnen, welche scheinbar mühelos über alle gesellschaftlichen Aspekte herfällt, welche dieser schwammige Begriff tangiert und zum Schein verteidigt – ein leichtes Spiel für Schreiber, welche das Europa-Institut für soziale Arbeit in Berlin oder ähnliche Institute leiten! Helmut Schmidt – Indoktrinator der These von der Unmöglichkeit des Wiederaufbaus Deutschlands ohne Menschen aus anderen Kulturkreisen (also vergleichbar seinem geistigen Nachfolger Schröder in dessen Eigenschaft als verlässlicher EU-Türöffner für die Türkei nach dem Motto "Die Türkei gehört zu Europa") mutet den Menschen in Deutschland folgende Aussage in seinem Buch zu: "Immer noch hat die große Mehrheit (!!) der Deutschen (!!!!) nicht verstanden, daß die Zukunftsfähigkeit unseres Landes entscheidend davon abhängen wird, ob und wie schnell es uns gelingen wird, im Osten des Vaterlandes (!!!) annähernd gleiche ökonomische Bedingungen herzustellen wie im Westen". Bereits vor dem Herbst 1989 war in den Medien eine aktive Gegensteuerung gegen eine nationale Identifikation der Menschen in BRD und DDR spürbar. Kurz vor der Phagozytose der DDR durch den BRD-Staat (gemeinhin als "Wiedervereinigung" bezeichnet) wurde die verständliche Euphorie in ganz Deutschland gedämpft durch bezahlte Stimmen vor laufender Kamera und Mikrofon ("Widervereinigung? Ich will die nicht!"), seitdem werden die Deutschen mittels der Medien gezielt auseinanderdividiert mittels der Begriffe "Ossi"-Ostdeutschland, "Wessi"-Westdeutschland, sowie durch eine Berichterstattung (ebenfalls mehrfach auf dieser Website besprochen) welche das Bild suggeriert, es herrsche zwischen den Menschen in beiden ehemaligen Teilen ein Neid- und Widerstandsdenken gegeneinander … und, und und. Schmidt weiß dies alles! Schlimmer noch, er ist mit denjenigen Kreisen vernetzt, welche diese Medienpolitik gegen den bis heute ungebrochenen nationalen und völkischen (ja, dies ist so!) Einheitswunsch der Deutschen maßgeblich stützen und in der Person Kissinger keine Gelegenheit ausgelassen haben, die verwerflichen "nationalistischen Tendenzen" in Europa und Deutschland anzuprangern, zuletzt nach Deutschlands Nein gegen den Irak-Krieg. Es wird nichts helfen, diese Personen in Zukunft als "Freunde der Deutschen" zu bezeichnen, nur weil sie der genannten Phagozytose unter den anschließend eingetretenen medien- und gesellschaftspolitischen Vorgaben zugestimmt hatten! Das Gottvertrauen der Deutschen wurde bereits in der Vergangenheit von Schmidt verworfen: es dürfe nie mehr eine "Gott-mit-uns"-Mentalität in Deutschland auftreten, wie es noch zu Kaisers Zeiten geherrscht habe. Nachdem die Stimmen des Volkes über die Begriffe "Vaterland" und "wir, die Mehrheit der Deutschen" bis heute in den Medien erfolgreich herausgesiebt wird, versuchen es jetzt also Leute wie Schmidt, dieses Begriffsrecht unter den genannten Umständen für sich zu vereinnahmen, getarnt als "Mahnung" an die Adresse derjenigen, denen dieses Rederecht uneingestandenermaßen verwehrt wird. Peter Scholl-Latour, welcher als hochvernetzter Fremdenlegionär Zugang zu allen Politikern der Welt hat und seine bildtechnisch wohlverpackte und hierzulande längst als solche bewusste Redundanz über den großen Orient (hier ausnahmsweise geopolitisch zu verstehen) in die deutsche Öffentlichkeit streut, haut methodisch gesehen in die gleiche Kerbe: derzeit angemahnt wird eine innerlich den Deutschen längst bewusste und von den hiesigen Medien ebenso konterkarierte gemeinsame Geisteshaltung mit Russland unter Putin (auch hierzu: mehrere Stellungnahmen auf dieser Website) mit folgenden Worten: "Das Schicksal der einstigen Supermacht Russland, das Deutschland und Europa unmittelbar angeht, wird sträflich vernachlässigt." Wie wenig Herrn Scholl-Latour und seinen Auftraggebern (welche Putin weiß Gott nicht wohlgesonnen sind) am Schicksal Deutschlands und seines Volkes liegt, zeigt er durch seine vor laufender Kamera getätigter Aussage "Deutschland wird in einen Krieg verwickelt werden, da dürfen wir uns keine Illusionen machen", denn: diese infame Aussage ist in ihrer Intention das exakte Gegenteil einer entsprechenden Mahnung an die BRD leitenden Mächte, welche lauten würde: "Es besteht die große Gefahr, daß Deutschland in naher Zukunft in einen Krieg verwickelt wird, sollten die politisch Verantwortlichen ihre bisherigen Positionen nicht grundlegend überdenken und entsprechend ändern". Das Niederträchtigste an der ganzen Sache: Die Aussagen über so essentielle Aspekte wie das deutsch-russische Verhältnis, die ökonomischen Bedingungen in Deutschland und die aktuellen Kriegsgefahren sind isoliert betrachtet richtig und werden berechnenderweise in eine zeitliche Phase platziert, wo sie als Warnung verkleidet fast zu spät kommen, besagten Schreibern also für die Zukunft das Attribut des "damals vergeblich mahnenden Wissenden" und damit einen vorausberechneten positiven Platz in der Geschichtsschreibung sichern sollen, sowie gleichzeitig die ursächliche Schuld an der jeweiligen Misere dem angedichteten mangelnden Problembewusstsein der Menschen in unserem Lande (nach Schmidt: "der Mehrheit der Deutschen") zuschreiben sollen – eine Strategie, welche hiermit vereitelt wird: Zur Genüge kann der Bürger sein situationsbezogenes Problembewusstsein nachweisen, sein Widerstand gegen das innerdeutsche Auseinanderdividieren mittels der Medien (siehe auch Berichte zuvor), die Tatsache, daß seine mehrheitlichen Standpunkte und Warnungen durch die offiziellen Stimmen ausgeklammert oder als verwerflich kommentiert wurden, und daß besagte Schreiber (von denen hier exemplarisch zwei genannt wurden) maßgeblich mit den Deutschland und sein Volk meinungspolitisch nötigenden Kreisen vernetzt waren. Die Primitiv-Medien, v.a. die den großen Medienanstalten angeschlossenen digitalen Sender, setzen z.Z. ihre Strategie des langfristig angelegten monotonen Artilleriefeuers fort: Kultur als Flugzeugträger (in den anderen Sendern bereits weitgehend ausgespart), bestückt mit Kriegs- und Historienpropaganda, euphorisierenden kriegstechnischen Berichten, Transport der nicht vom Bürger verschuldeten sozialen Lage mit genüsslich beschönigenden Bildern über andere Länder und über aus Deutschland auswandernde Familien, Transport des in den Medien zum Schein kontrovers diskutierten Bildes von den "Deutschen Krankheiten" und der "German Angst", in einer ZDF-Sendung mit dem zunächst positives Denken suggerierenden Namen "Hallo, Deutschland" werden den Hauptadressaten, nämlich älteren Menschen, zu bester Sendezeit die neuesten Katastrophenmeldungen über Verbrechen, Unfälle etc. frei Haus geliefert, infamerweise zeitlich parallel zu einer gleich designten Sendung der ARD. Als Trittbrettfahrer von Volk und der WM-Leistung seiner Fußball-Mannschaft hat sich neulich Wolfgang Schäuble betätigt, der synchronisiert mit dem am gleichen Abend ausgestrahlten Kinofilm "Deutschland – Ein Sommermärchen" seinen WM-Bericht präsentierte mit den Worten "Die WM war eine Demonstration gegen Ausländerfeindlichkeit, was zeigt, daß wir die Integration noch weiter vorantreiben müssen" - also nach den (zum Glück jämmerlichen) Anti-Iran-Demonstrationen und dem nachträglichen Versuch der politischen Vereinnahmung der nationalen WM-Euphorie jetzt dieser brachiale Versuch einer Vereinnahmung des Sportes für politische Strategien. Die amerikanische Westküste serviert termingerecht die obligatorischen Satansfilme zu Weihnachten: den ersten Film ("Du bist tot, bevor Du stirbst") am 30.November, also kurz vor dem ersten Advent, den zweiten Film ("Schwarze Weihnacht"!!!) zur Sonnenwende am 21.Dezember, also kurz vor Heiligabend – multipliziert in den entsprechenden deutschsprachigen Sendern. Dagegen der aktuelle Film über die Weihnachtsgeschichte mit dem Titel "Es begab sich aber zu einer Zeit" wird ausschließlich zu Unzeiten im Kino gesendet (täglich 17:00, also noch zur Arbeitszeit oder zumindest während des Nachhauseweges, sowie am Wochenende um 14:45; kurz vor Weihnachten jeweils nur noch um 11:15, also kurz vor der Essenszeit !!). In den Medien wird dieser Film nicht multipliziert, also mit der erkennbaren Absicht, ihn in Zukunft mit dem Attribut einer geringen Publikumsresonanz zu versehen, was man durch geringe Besucherzahlen versuchen wird zu belegen – auch dies ein hiermit im Vorfeld vereitelter Versuch. Bei soviel publizistisch/medientechnischer Niedertracht kommt zwangsläufig die Rückbesinnung auf Deutschland als das Land der Dichter und Denker auf. Was passiert da? Zunächst aus Karlsruhe der Versuch einer Ablösung oder zumindest modifizierenden Illumination des zum Kern der deutschen Philosophie gehörenden Werkes "Sein und Zeit" durch "Zorn und Zeit" - Zornkultur und Gierkultur als die beiden Ursachen und gleichzeitig Zentren gegenwärtiger menschlicher Gesellschaft (als ob es der altböse Feind schon soweit gebracht hätte), denen Peter Sloterdijk als Schlusswort den nach seinen eigenen Worten bisher stets voreilig verwendeten Ausdruck "Weltkultur" gegenüberstellt – Globalismus, einmal anders dargeboten. Dazwischen multipliziert Sloterdijk diejenigen Aspekte, welche bereits seit Jahren auf westmedientechnischer Primitivebene (oder sollte man mit Sloterdijk sagen: "seit zwei vollen Jahrhunderten"?) als zu überwindende Relikte auf diesem Wege dargestellt werden: Sich den Grundaussagen dieser Ebene angleichend spricht Sloterdijk über den Katholizismus, der "die Heraufkunft der Moderne nur um den Preis einer widerwilligen Anpassung an den Tag überlebte, die sich über zwei volle Jahrhunderte hinzog. In dieser langen Periode gefiel er sich in Verweigerungsgesten, die dem theozentrischen Antimodernismus islamischen und islamistischen Typs, den wir aus aktuellen Quellen kennen, zum Verwechseln ähnelten". Über den Islam schreibt Sloterdijk: "Die Schwäche des Islam als politischer Religion, sei sie moderat oder radikal ausgeprägt, gründet in ihrer passéistischen Grundorientierung. Seine Führer können bisher nichts anderes als untechnische, romantische, wutgetönte Konzepte für die Welt von morgen formulieren." Obwohl, oder gerade weil Sloterdijk bei diesem Statement die historischen und aktuellen realpolitischen Gründe für die anhaltende militärisch/wirtschaftlich/technische Unterdrückung der islamischen Länder unberücksichtigt lässt, fährt er fort: "Zweifellos sind mittels einer Rhetorik zorniger Grandiosität im kommenden Halbjahrhundert die anschwellenden Protestmassen des vorderen und mittleren Orients auf die Beine zu bringen". In Richtung des Protestantismus heißt es: "Im übrigen ist der Glaube an die wiederkehrende Fortuna, die via Banken und Börsen die Ihren begünstigt, als eine nach-christliche Umdeutung protestantischer Auserwählungsphantasien (!!!) zu deuten – auf die Gefahr hin, hierdurch den gnadenlosen Kern des Calvinismus aufzudecken, dessen wahres Gesicht sich in der mystischen Obszönität (!!!!) des Sich-Gott-nahe-Fühlens nach Kassenschluß bekundet". An dieser Stelle möge die Aufforderung zum nochmaligen Durchlesen dieses Satzes mehr hergeben, als der Versuch eines angemessenen Kommentars. Die Menschen sind keine Rechenschaft und erst recht keinen Beweis schuldig über die Hintergründe historischer oder realpolitischer Gegebenheiten, denn sie besitzen hinreichend Belege dafür, daß die publizistisch multiplizierte Realpolitik der Gegenwart einschließlich der Versuche zu ihrer ethisch-interpretatorischen Untermauerung so abläuft, als ob besagte Hintergründe 100%ig zutreffen, seien es umstrittene Protokolle oder Bewegungen süddeutschen Ursprungs: das beanspruchte Recht über die Topographie von gesetztem Licht und Dunkel und deren Anpassung an vorgegebene gesellschaftspolitische Zielrichtungen und machtpolitisch sanktionierte Baupläne. So behauptet der Karlsruher unter der selbstüberhöhenden Überschrift "Jenseits der Ressentiments" am Ende: "Was wirklich an ein Ende gekommen ist und sich gegenwärtig in voller Auflösung zeigt, ist die psychohistorische Konstellation des religiös und politisch überhöhten Vergeltungsdenkens, das den christlich-sozialistisch-kommunistischen Prozessraum prägte." Sloterdijk versucht diese These durch einen Querverweis auf Nietzsche zu stützen, indem er dessen Wort von "Paulus und seiner Erfindung Christentum" anführt. Auch das Judentum wird illuminiert, dessen Zorn in babylonischer Gefangenschaft mit dem Wort von der "Ursprünglichen Akkumulation des Zorns" in Verbindung gebracht wird. Nicht illuminiert und damit im Dunkeln lässt Sloterdijk in seinem Buch die ursprüngliche Akkumulation der von ihm als solche bezeichneten (und mit dem Begriff des Bankenwesens in Verbindung gebrachten) "Gierkultur" und die bis heute fortbestehenden und maßgeblich religiös überhöhten realpolitischen Vergeltungssysteme, welche seine genannte Schlussthese und wohl sein ganzes "Werk" ad absurdum führen würden - es sei denn - was ist denn eigentlich der Unterbau all dieser gedanklichen Pyramidengänge? Richtig: Mit Julian Nida-Rümelin ist es Humanismus als Leitkultur! Abgebildet auf dem Titelblatt mit der berüchtigten "Kralle" vermittelt Nida-Rümelin seine persönliche und uneingeschränkte geistige Freiheit zur Behandlung des seit der Antike zunehmend mutierten Begriffes, versehen mit einem Vorwort, das hinsichtlich der Autorenschaft eine eindeutige Positionierung seiner Standpunkte in der Leitkulturfrage vorwegnimmt. Als ob eine kausale Brücke hierzu überhaupt nicht existent wäre (und damit die Ausklammerungstaktik der Medien zur Zeit der ersten PISA-Studie übernehmend) spricht Nida-Rümelin, quasi als Rechtfertigung seiner folgenden Ausführungen, von der "Wandlung Deutschlands von der ehemaligen Bildungs- und Kulturnation zu einem politischen Zwerg", wissend um die Ursachen dieser Entwicklung. Entworfen wird das Bild eines angeblich auf den humboldtschen Bildungsprinzipien aufbauenden Humanismus, wohlwissend, daß die Bemühungen seiner Protagonisten an der Ludwig-Maximilian-Universität in die genau entgegengesetzte Richtung verlaufen, zumindest in der von diesen noch längst nicht erfolgreich bekämpften Phase des nach wie vor mehrheitlich ethnisch durch seine angestammte Bevölkerung repräsentierten Deutschland (auch wenn dieser Versuch in der Art "wider einen deutschen Mythos" zur Zeit in lachhafter Weise von antideutschen Stimmen unternommen wird). Gerade weil Nida-Rümelin Sloterdijk "eine Art zeitgenössischen Antihumanismus" und "ein Meandern" unterstellt ("so dass man selten genug weiss, was er eigentlich vertritt"), erhellen sich in der aktuellen weltpolitischen Phase die übergreifenden Wesenszüge des begleitenden west-publizistischen und scheinpluralistischen Schlotterteiges zu essentiellen Geistesfragen: 1) die mit einer kaum verhüllten Geste des Triumphes praktizierte chimärenhafte Fusion von Erzählkunst und enthemmtem gesellschaftspolitischem Utopismus auf dem Boden einer zur Zeit des Schreibens machtpolitisch abgesegneten Definition von zu überwindendem, veraltetem oder als verwerflich anzusehendem historisch/geistigem Ausgangsmaterial, sowie darauf aufbauend: 2) die publizistisch praktizierte vollständige Entkoppelung zwischen dem persönlichen freien Wort und seinem allgemeingültigen ethisch-moralischen Anspruch einerseits, sowie der außerhalb des gedruckten "Werkes" bestehenden Realität der mit den Begriffen der Lüge und der Meinungsdiktatur dauerhaft verbundenen Realpolitik der sogenannten westlichen Demokratien andererseits. Letzterer Punkt wird durch keine andere Schrift besser verdeutlicht, als durch "Demokratie und Wahrheit" - ein Titel also, dessen moralischer Anspruch nicht höher sein könnte. Die Wahrheit müsse einen zentralen Ort in der Demokratie haben, in eindeutiger historischer Analogie ist von Freiheit und Gleichheit die Rede - durchaus lesenswerte Allgemeinplätze, die als solche wenig angreifbar sind. Was mit "Entkoppelung" gemeint ist? Im letzten Absatz seines Buches schreibt Nida-Rümelin: "Staatliche Institutionen müssen im Prinzip auf dem Konsens aller Bürgerinnen und Bürger beruhen. Ihre je individuelle Freiheit erlaubt keine Zwangsordnung." Nach Angabe des eigenen Buchhändlers kam das Buch am 14.Juli 2006 (doppelte Analogie?!?) unter die Menschen. Die im nahen Osten plangerecht zugespitzte Situation führte kurz anschließend zur ebenso plangerechten Involvierung Deutschlands in den Nahostkonflikt, zur weiter oben erwähnten Propaganda- und Lügenmaschinerie innerhalb Deutschlands, sowie zur Profilierung der angeblich bestehenden Zwangsräson des Staates "Bundesrepublik Deutschland" durch Frau Merkel als praktizierte Unterdrückung des mehrheitlichen aktualitätsbezogenen Meinungskonsenses der deutschen Bürgerinnen und Bürger mittels staatlicher Institutionen – eine historische Situation für Deutschland, welche hiermit auf die genannte Publikation zurückfällt und damit wesentliche Aspekte ihrer Rezeption durch kommende Zeiten vorwegnimmt. Gleiches dürfte für die Gesamtheit des hier exemplarisch dargestellten publizistischen Komplexes gelten.




Nachtrag:
Kurz vor Beendigung dieser mehrteiligen Niederschrift wird der Schreibende bei der Betrachtung der Begriffskombination "Demokratie und Wahrheit" unterstützt vom israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert. Angesichts des die Veröffentlichung des gleichnamigen Buches begleitenden israelischen Vorgehens gegen den Libanon (Olmert: "Wir werden den Libanon drei Jahre zurückbomben, und wenn es sein muß, noch länger!") und eingedenk der Tatsache, daß dem palästinensischen Volk bisher ein eigener Staat verweigert wird, behauptet Olmert am 12.Dezember 2006 auf deutschem Boden: "Israel ist eine Demokratie und bedroht niemanden". Zusätzlich versucht er die versehentlich ausgesprochene, wenn auch in den westlichen Demokratien bekannte und aus realpolitischer Konzeption heraus nicht thematisierte Wahrheit der israelischen Atomwaffen zu relativieren. In Teheran geht eine internationale Konferenz mit Teilnehmern aus 30 Ländern (!) zu Ende, in der es ebenfalls um den Begriff der Wahrheit geht. In Deutschland wird bei thematisch analogen und in Gerichtssälen abgehaltenen Konferenzen weiterhin den Anwälten unter Strafandrohung das die Wahrheitsfindung stützende Zitieren ausgesuchter Dokumente verwehrt und damit diese Dokumente in ihrer zukünftigen historischen Bedeutung aufgewertet. Auf der ganzen Welt zünden die Menschen Lichter an, so auch hier …


Deutschland im Advent
2006 A.D.




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Keine Befürwortung des EU-Beitritts der Türkei durch den Papst

Das Thema des EU-Beitritts der Türkei muß streng getrennt werden von dem Faktum der derzeitigen gezielten Anfeindung von Muslimen mittels der westlichen Medien. Viele internationale Stimmen des Internet haben diese Notwendigkeit erkannt, denn es handelt sich um den weltweit erkannten Versuch eines baumeisterlich inszenierten und bis heute offiziell geleugneten Automatismus zum EU-Beitritt der Türkei durch die gleichen Mächte, welche maßgeblich an der Anfeindung derjenigen Muslime beteiligt sind, welche sich gegen die Entrechtung ihrer Völker und Heimatländer zur Wehr setzen. Diese Mächte geben sogar ihre Intention offen zu, wenn sie "geostrategische Gründe" für die Befürwortung eines EU-Beitritts der Türkei anführen. Der jüngste Versuch dieser Art am 09.Dezember: Steinmeier "warnt" Frau Merkel angesichts der momentanen Krise um Zypern vor einer "Verschärfung" der Türkei-Diskussion mit den Worten: "Sollte sich die Türkei von Europa abwenden, wäre dies ein schwerer strategischer Verlust für die EU".
Der breite Standpunkt der Mehrheit der angestammten europäischen Bevölkerung lautet: Nein zum EU-Beitritt der Türkei, aber Solidarität mit allen Muslimen bei der Abwehr von militärischer Gewalt und wirtschaftlicher Pression ihrer Völker. Bei den westlichen Medien ist dies bekanntlich umgekehrt, worauf der folgende Leserbrief eingeht. Er wurde der Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung, MAZ, am 30.November zugesendet und bezieht sich auf mehrere Berichte zum Besuch des Papstes in der Türkei, wonach sich dieser angeblich für einen EU-Beitritt der Türkei ausgesprochen habe. Der letzte dieser Artikel bildete den Anlaß für den Leserbrief: der redaktionelle Kommentar "Das richtige Wort" vom 29.November, in dem sich das folgende Schlußwort findet: "Mit seiner Botschaft 'Wir sind nicht politisch, aber wir wünschen für die Türkei den Beitritt zur EU', hat Benedikt XVI. diesmal das richtige Wort zur rechten Zeit gefunden".



... eine Korrektur der offiziellen Darstellung Erdogans und der westlichen Tageszeitungen
Die von der westlichen Tagespresse euphorisch verbreitete Behauptung, der Papst habe sich während seines Besuches für einen EU-Beitritt der Türkei ausgesprochen ist unwahr und erfordert wieder einmal die Intervention des Bürgers: Am Abend des 28.November hieß es im Rundfunk, daß der Sprecher des Vatikan der entsprechenden Behauptung von Ministerpräsident Erdogan klar widersprochen habe. Der Vatikan habe nicht vor, sich gegenüber der Türkei für oder gegen einen EU-Beitritt auszusprechen. Damit ist der ablehnende Standpunkt des Papstes, den er in seiner Eigenschaft als Kardinal Ratzinger geäußert hatte, bis heute unwidersprochen. Immerhin präzisiert die Ausklammerung dieses Berichtes in der Tagespresse eindeutig die Interessensverquickung in der Frage des türkischen EU-Beitritts: dessen Fürsprecher sind die gleichen, welche noch vor wenigen Wochen die militärische Vereinnahmung Deutschlands für die Interessen Israels (Einsatz in den libanesischen Hoheitsgewässern) unter Ausklammerung bzw. Verteufelung jeder Kritik propagiert hatten und zusätzlich jede Gelegenheit zur Verbreitung des unwahren Bildes nutzen, die deutsche Öffentlichkeit stehe denjenigen Muslimen abneigend gegenüber, welche sich gegen die Entrechtung und Anfeindung ihrer Heimatländer durch eine die Türkei einschließende spezifisch vernetzte Machtstruktur innerhalb der westlichen Welt zur Wehr setzen. Man benötigt keinen Logenplatz, um die Intendanten und die langfristigen Intentionen dieses medial inszenierten Theaters zu durchschauen.


- Nachtrag 1: Der Leserbrief wurde bis heute nicht veröffentlicht, die durch die Medien gestreute und nachweislich unwahre Behauptung der Fürsprache von Papst Benedikt XVI. für einen EU-Beitritt der Türkei wurde in der deutschen Medienlandschaft bis heute nicht widerrufen.
- Nachtrag 2: 10.Dezember 2006, Steinmeier erhält Rückendeckung von Kurt Beck und Wolfgang Schäuble, durch Ersteren mittels seiner Aussage "Es gibt seit 40 Jahren ein Versprechen an die Menschen in der Türkei. Das Ziel bleibt der EU-Beitritt der Türkei", durch Letzteren in seiner Eigenschaft als die DITIP und vergleichbare Organisationen hofierende Persönlichkeit und mittels geradezu baumeisterlich-imperativer Worte: "Die Verhandlungen dürfen nicht scheitern". Damit erweitert sich die Liste der den Beitritts-Automatismus hinreichend belegenden Aussagen durch zwei weitere Aussagen, welche für die Geschichtsschreibung der Zukunft hiermit dokumentiert sind. Bitte hierzu auch die inzwischen zahlreichen Berichte über das Thema EU / Türkei auf dieser Website ansehen (bitte Browser benutzen), sowie einen Leserbrief über Joschka Fischer. Leider geben insbesondere die eindeutigen Worte Kurt Becks in Zusammenschau mit weiteren ihn betreffenden Berichten auf dieser Website (bitte Suchfunktion des Browsers verwenden) Anlaß zu einer düsteren Prognose: Dieser Mann wird der nächste Kanzler der BRD werden, zumal man dann dem Volk nur die Alternative einer hypervernetzten prozionistischen Gestalt der Unionsparteien lassen wird. Die übelste Rolle spielt jedoch derzeit wieder einmal Edmund Stoiber: "Die neuen Verhandlungen mit der Türkei müssen sofort und vollständig auf Eis gelegt werden", eine seiner gewohnten unrealistischen, parteipolitisch motivierten und aus einer Trennung zwischen Mund und Hintern heraus entstandenen Äußerungen, die seinen in der breiten deutschen Öffentlichkeit längst durchschauten persönlichen Charakter zum Glück weiter profilieren.




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Zu den Jagaktionen gegen Stoiber und Steinmeier - nur zwei aktuelle Beispiele unter Vielen

Der folgende Leserbrief über die aktuellen Ereignisse um Stoiber und Steinmeier bedarf keiner Vorrede. Er wurde der Mainzer Allgemeinen Zeitung am 28.Januar 2007 zugesendet und bezieht sich auf den Artikel mit der Überschrift "Steinmeier lehnt einen Rücktritt ab" vom 26.Januar. Der Leserbrief wurde am 10.Februar 2007 in der Mainzer Allgemeinen Zeitung veröffentlicht, die fettgedruckten Pasagen wurden nicht veröffentlicht.

... wer Zeitung ließt, versteht!
Die Konfrontation von Außenminister Steinmeier mit dem Begriff "Rücktritt" durch die gedruckten Medien hat trotz unterschiedlichen thematischen Inhalts sein aktuelles Pendant in den Ereignissen um Edmund Stoiber, denn bei aller Kritikwürdigkeit ihrer bisherigen politischen Rollen müssen beiden Personen lobenswerte aktuelle Standpunkte bescheinigt werden, die sich über Parteigrenzen hinweg mit denen der deutschen Bevölkerungsmehrheit decken: Herr Stoiber kritisierte zu recht die Gesundheitsreform (sicher nicht ohne dabei an die bayrischen Interessen zu denken) und hätte mit seiner diesbezüglichen Blockadepolitik Frau Merkel von ihrem derzeitigen Hautauftrag abgelenkt, nämlich der weitestmöglichen Rettung der bei der europäischen Bevölkerungsmehrheit ungeliebten "EU-Verfassung". Prompt wurde ein durchsichtiges Szenario aufgebaut mit rothaariger Eröffnung, mit für Stoiber unvorteilhafter Fotokunst der Deutschen Presseagentur DPA und mit perfider Einfädelung seiner Nachfolge durch einen dem Kreise um und über Frau Merkel 100% ergebenen Günther Beckstein. Frank Walter Steinmeier indes bleibt standhaft hinsichtlich seiner diplomatisch geschickt vorgetragenen ablehnenden Haltung des Einsatzes deutscher Tornados in Afghanistan und konterkariert damit die berechenbare Darstellung der deutschen Medien, daß ein solcher Einsatz als so gut wie sicher gelten könne. Prompt und damit zeitlich wohldisponiert wurde der schon lange vorgekaute Fall Kurnaz wieder aufgerollt, mit tatkräftiger Unterstützung von damaligen grünen Regierungsmitgliedern und selbsternannten "Friedenspolitikern" – soviel von Seiten des lesenden Bürgers zur aktuellen Medienkampagne: Wer Zeitung ließt, versteht .


Nachträge:
Auch bei einem selbsterklärenden Leserbrief lohnt sich der Nachtrag wichtiger Fakten zwecks des Festhaltens für die Nachwelt:
- Fall Stoiber: Zum Zeitpunkt seines Widerstandes wurde in der Presse offen die Befürchtung ausgesprochen, daß Stoiber mit seiner Kritik an der Gesundheitsreform Frau Merkels Aufgaben im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft empfindlich stören könnte. So wurde Frau Merkel nahezu vollständig von einer Stellungnahme zur aktuellen Affäre um Stoiber entbunden. Die durchsichtige Zuckerbrottaktik des durch Ulla Schmidt vorgestellten erneuten Gutachtens über eine angeblich weit geringere finanzielle Belastung Bayerns im Rahmen der Gesundheitsreform hat Stoiber kalt gelassen, prompt wurde der offene Verrat mit der Speerspitze Gabriele Pauli eingeleitet. Nach dem erfolgten Sturz Stoibers und der effektiven Machtübernahme im Freistaat Bayern durch den Pro-DITIP-Politiker und Anti-Iran-Demonstranten Günther Beckstein berichtet aktuell die Wiener Zeitung, daß Frau Pauli jetzt von ihrer Partei abserviert wird gemäß dem Spruch "Man liebt den Verrat, aber nicht die Verräter". Die willige und aktive Beteiligung der Medien am Sturz Stoibers ist gut an den Berichten, redaktionellen Kommentaren und publizierten dpa-Fotos der Mainzer Allgemeinen Zeitung ablesbar.
- Fall Kurnaz-Steinmeier: Immerhin gab es noch im November 2006 eine klar ablehnende Haltung von Frau Merkel zu einem Bundeswehreinsatz im Süden Afghanistans. Daß die ablehnende Haltung der Bundesregierung bis heute mehrheitlich aufrecht erhalten wird, ist an einem typischen redaktionellen Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 20.Januar abzulesen, in dem so getan wird, als habe die Bundesregierung dem Tornado-Einsatz längst zugestimmt: Im Schlußwort des Kommentars heißt es: "Derzeit jedenfalls reichen die sechs Tornados (!!!), und deshalb handelt die Große Koalition auch völlig richtig". Die gleiche Medientaktik läßt sich in der gesamten BRD-Medienlandschaft ablesen: Dem definitiven Beschluß der Regierung vorgreifende und damit teilweise unwahre Überschriften wie "Berlin verlegt Tornado-Jets nach Afghanistan", "Steinmeier bietet deutsche Tornados für Afghanistan an", "Die Bundesregierung wird wohl zustimmen", "Abgeordnete erhöhen Druck in Afghanistan-Debatte" ; Behauptungen, daß Deutschland dem Einsatz "wohl zustimmen werde", denn zu groß sei der Druck der "NATO-Verbündeten". Ebenso vehement das bisher seine weichklopfende Funktion verfehlende Trommelfeuer auf Steinmeier in Sachen Kurnaz: "In der Koalition wachsen die Zweifel an Steinmeier" (Süddeutsche Zeitung, 21.Januar), "Unter Verdacht" (Wiesbadener Kurier, 22.Januar), u.s.w.
- weitere aktuelle Beispiele für vergleichbare Jagdaktionen: Peter Hartz, der seinen Namen für das bei CAP/Bertelsmann & Co ausgedachte innerdeutsche Entrechtungs- und Erniedrigungsprogramm hergeben mußte, wird nach erfolgtem Vasallendienst fallen gelassen. Der lediglich der freien Rede überführte Mounir el-Motassadeq erhält ein Strafmaß, daß über das durchschnittliche Strafmaß für mehrfache Sexualmörder hinausgeht - durch einen willkürlich und verfassungswidrig zusammengesetzten Strafsenat, dessen Unangreifbarkeit von der Bundesanwaltschaft und durch die Medien bereits im Vorfeld bestätigt wird: durch die breit in den BRD-Medien gestreute Aussage, daß der diesbezügliche Antrag der Anwälte Motassasdeqs auf Aussetzung des Verfahrens "mit Sicherheit keinen Erfolg haben wird" - eine Fortsetzung der BRD-Justiz mit Vorbild Solingen. Die gleiche Bundesanwaltschaft richtet aktuell an den ebenfalls der freien Rede überführte Ernst Zündel folgende Worte: "Vor solchen politischen Rattenfängern wie Ihnen müssen wir Deutschland bewahren". Schließlich eine Person, die von einer angedrohten Jagaktion derzeit verschont wird: der pakistanische Präsident Muscharaf (siehe vorherige Berichte auf dieser Website) läßt vor dem 27.Januar verlauten, daß er "keine Bedenken habe", daß auch die muslimischen Nationen und viele Nationen der Dritten Welt der von den USA eingebrachten "Holocaust-Resolution" zustimmen würden. So auch geschehen, mit Ausnahme des Iran. Zur Zeit der gegenüber Muscharaf angedrohten Bombardierung Pakistans durch die USA im Falle von dessen Verweigerung im Rahmen des "Kampfes gegen den Terror" war Wolfowitz stellvertretender Verteidigungsminister und wesentlicher Initiator des Irak-Krieges. Danach wurde er Präsident der Weltbank und nannte die "Unterstützung der armen Länder" als eine seiner Hauptaufgaben. In der letzten Zeit war es ruhig um die Belange der dritten Welt, so als ob man sich auf ein einvernehmliches Geben und Nehmen verständigt hätte ...

28.Januar 2007




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Tauziehen gegen eine Entsendung von Tornados in den Süden Afghanistans


... und gegen eine Hauptperson !

01.Februar 2007,

noch keine offizielle Stellungnahme zur Entscheidung der BRD-Regierung hinsichtlich der bisher erfolglosen Nötigung Deutschlands zur Entsendung von Tornado-Flugzeugen in den Süden Afghanistans. Im Norden des Landes herrscht Frieden zwischen den Afghanen und den Gastruppen des geschätzten Deutschlands, im Süden des Landes herrscht Krieg zwischen den Afghanen und den beiden unverändert als Feinde und hörige Vasallen angesehenen Staaten USA und Großbritannien. Im Ärger über diese Situation wird von Deutschland verlangt, sich freiwillig und mit demonstrativer Geste in deren Kriegskoalition zu begeben. Verglichen mit der Zeit vor Ausbruch des zweiten Irak-Krieges erfolgt jetzt eine gegenteilige Strategie mittels der kontrollierten Medien: nur Randberichte über das Thema mit Überschriften in der Art "Die Bundesregierung plant Entsendung von Tornados" (siehe auch den vorherigen Bericht über die Nötigung Steimeiers und weitere Details), strikte Ausgrenzung von Volkes- und damit Leserstimmen, welche sich gegen die Ausweitung des deutschen Engagements in Afghanistan wehren.

Eine zusätzliche Strategie der Medien: immer wieder werden die Kurzberichte von einzelnen hörigen Stimmen dominiert in der Art "XY unterstützt die Entsendung der Tornados". Eine dieser Personen setzt damit eine inzwischen signifikante Liste eigener Äußerungen fort, die hier rekapituliert werden müssen, obwohl sie bereits auf dieser Website erwähnt wurden:

- Nach der Wahl im September 2005 (siehe weitere Berichte hierzu auf dieser Website), dem Volk ist es geglückt, gegen alle statistischen Vorhersagen und frei von parteipolitischer Kleingeisterei die geplante Inthronisation einer 100%igen US/israelischen Vasallenregierung (CDU/FDP) zu verhindern. Obendrein und entgegen den bis heute anhaltenden Mediendarstellungen waren die Chancen Schröders (dem eine Restanerkennung gebührt hinsichtlich seines persönlichen Widerstandes gegen die schleichenden Kriegspläne der Weltmächtigen) als reell anzusehen, nach dieser Wahl doch noch eine stabile Regierung unter seiner Führung zu bilden. Der erste aus seinen Reihen, welcher Schröders Führungsanspruch in einer kommenden Regierung relativierte, damit den Kampf der SPD um dieses Ziel untergrub und letztlich die Kanzlerschaft von Frau Merkel einleitete, war Kurt Beck.
- 12. August 2006, Hochphase des Widerstandes gegen den Einsatz der Deutschen Marine für die Interessen Israels (siehe oben). Kurt Beck stellt einen "Einsatz der Bundeswehr im Libanon in Aussicht", dazu ein dpa-Foto, welches ihn mit erhobenem Zeigefinger und über seine Brille hinwegsehend ablichtet. Prompt folgten Berichte, man sehe Beck als "nächsten Kanzlerkandidaten der SPD".
- 10.Dezember 2006, internationale Kritik an der Türkei wegen der Zypern-Frage, die EU-Mitgliedsfähigkeit der Türkei wird von immer mehr internationalen Stimmen in Zweifel gezogen. Kurt Beck reagiert mit der bezüglich des Türkei-Themas wohldressierten Worthülse des "Versprechens": "Es gibt seit 40 Jahren ein Versprechen an die Menschen in der Türkei. Das Ziel bleibt der EU-Beitritt der Türkei", und belegt damit, daß für ihn der entsprechende Beitritt sowie die Abwehr von berechtigten Gegenargumenten Priorität hat.
- 28.Januar 2007: Das Volk und eventuell auch eine große Anzahl von Parlamentariern (??) wehrt sich gegen den erneuten Missbrauch Deutschlands als Kriegspartei gegen ihm wohlgesonnene Völker. In der Netzzeitung wird die Überschrift publiziert: "Beck für deutsche Tornados in Afghanistan", sowie im Text dann ein Zitat von Kurt Beck: "Deutschland muß sich der Aufgabe stellen". Am Ende des Artikels heißt es dann: "Die Frage an Condoleezza Rice, ob sie auch deutsche Bodentruppen im Süden Afghanistans erwarte, ließ die US-Außenministerin offen".

Auch für solche deutschen Politiker gibt es noch signifikante Anerkennung und damit Wohlwollen von Seiten des Volkes: Niemand außer dem betreffenden Politiker selbst kennt alle Nötigungen und Drohungen gegen ihn, sein Land, oder gar gegen seine Familie für den Falle seines persönlichen Abweichens von "erwarteten" politischen Stellungnahmen und Handlungen.

Dies reicht als Entschuldigung nicht aus !

Es bleibt der Vorwurf an diese Personen, sich demonstrativ dem mehrheitlichen Willen des eigenen Volkes entgegengestellt und sich damit in offensichtlicher Weise den Bestrebungen der supranationalen Weltmächtigen zum Schaden des eigenen Landes angebiedert zu haben. Nach wie vor wird auf der ganzen Welt die Gefahr diskutiert, daß auch ein dritter Weltkrieg wesentlich durch die anhaltende Nötigung westlicher Staaten zur militärischen Teilnahme an supranational beschlossenen lokalen Konflikten eingeleitet werden wird - dieser Artikel für den Fall, daß es nach Frau Merkel erneut zu einer Kanzlerschaft einer Person gleichen Charakters in der BRD kommen wird.



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Und noch einmal Kurt Beck : gegen den "populistischen Vorstoß" der Unionsparteien

" Was sind denn überhaupt Killerspiele ? "

17. Februar 2007

Die vorliegende chronologisch geordnete Website hat spätestens mit dem zuvor besprochenen Themenkomplex "Jagaktionen-Gesundheitsreform-Tornadoeinsatz" einen Wendepunkt überschritten: Obwohl die Fülle erwähnenswerter, weil dem gesunden Menschenverstand widerstrebender Details des Zeitgeschehens eher zunimmt, so ändert deren Auflistung kaum mehr etwas an den übergeordneten Erkenntnissen zu den Hintergründen und Zusammenhängen der Weltpolitik um die Jahrtausendwende. Im Gegenteil, das längst über nationale und ethnisch-religiöse Grenzen hinweg erfolgte Erwachen der Menschheit ist unumkehrbar und kann durch weitere Dokumentationen nur noch verfestigt werden – ein guter Zeitpunkt für eine erste vollständige Ausgabe aller Dokumentationen und Stellungnahmen dieser Website in Buchform.

Aktuelle Beispiele für Details des Zeitgeschehens in unserem Lande: Zunächst wieder Kurt Beck, der die oben genannte Liste seiner jüngsten erhellenden Äußerungen ergänzt: Rechtzeitig vor dem Treffen der Bilderberger Mai 2007 in Istanbul mahnt er nochmals gegenüber Frau Merkel an, die EU-Vollmitgliedschaft der Türkei sei als Ziel anzusehen. Weitere Beispiele drehen sich in auffälliger Weise um den Komplex "Recht und Justiz": Beckstein scheitert vor dem Bundesverfassungsgericht hinsichtlich seines Vorhabens zum Ausspionieren privater Computer. Er reagiert darauf mit der Ankündigung zur Änderung der Gesetzeslage – eine Analogie zu Frau Merkels Ankündigung einer Gesetzesänderung zwecks Unterwanderung des geltenden Apothekerrechtes (siehe mehrfach auf dieser Website). Klare Sache also: Änderung der Gesetze im Falle von gesetzwidrigen baumeisterlichen Vorhaben. Die Preussische Treuhand fordert seit Mitte Dezember 2006 vor dem europäischen Gerichtshof Recht für enteignete Deutsche – die gleichen Politiker, welche dem Bürger eine EU-Verfassung diktieren wollen, kündigen noch Mitte Februar 2007 aus dem Munde von Bundestagspräsident Norbert Lammert an, daß sie unabhängig von der Entscheidung des EU-Gerichtshofes eventuell erkämpfte Besitzansprüche als juristisch unbegründet ansehen werden. Auch die aktuelle Führungsriege der Vertriebenenverbände unter Erika Steinbach fällt den Bemühungen der Preussischen Treuhand in den Rücken. Ernst Zündel hat sich durch seine demonstrative Gelassenheit einen verbalen Amoklauf und wüste Beschimpfungen des urteilenden Richters und der Presse auf sich gezogen – nach Solingen und dem Fall Mottassadeq eine weitere Profilierung und Selbstkastration der BRD-Justiz von kaum zu unterschätzendem historischen Ausmaß. Der Richter gibt zu, daß ihn der "praktisch unbegrenzte Nutzerkreis" von Zündels Website besonders ärgere. In seinem Schlusswort forderte Zündel unter dem Applaus der Zuschauer eine unabhängige Kommission zur Untersuchung des Holocaust, was effektiv erst kürzlich in Teheran erfolgte und einer weiteren Fortsetzung harrt. In der Mainzer Allgemeinen Zeitung wird hierzu am 16.Februar 2007 ein denkwürdiger Satz publiziert, welcher hiermit zur Analyse freigegeben ist: "Nach deutscher Rechtslage (!) ist der millionenfache Mord an Juden in Konzentrationslagern eine historische Tatsache. Wer dies leugnet, verharmlost oder billigt (also nicht etwa "hinterfragt" oder "untersucht" ), stört den öffentlichen Frieden".

Wie gesagt: trotz ihrer jeweiligen Tragweite handelt es sich lediglich um Beispiele aus einer unendlich langen Liste aktueller Details. Bei soviel kaltem Wasser zum Aufwachen der Menschheit muß also die Frage gestellt werden: kann man diese Menschen überhaupt noch erfolgreich manipulieren, von kriegsvorbereitenden Verfassungen überzeugen oder gar in völkerrechtswidrige Kriege schicken? Jedenfalls nicht ohne den Versuch, die Wirkung des kalten Wassers durch medialen Beschuß mit allerlei Fäkalien zu konterkarieren. Beispiele am Vorabend der Verfassung dieses Textes: Spiegel TV berichtet über Bordelle, wie toll und normal da alles zugeht, Arte propagiert die Schönheit von Schwulenfilmen und verbreitet durch gefilterte Interviews das Bild, daß doch eigentlich auch in Heterosexuellen potentiell schwule Neigungen da sind; das ZDF setzt seine selbstkreierte Chimäre der "Doku-Fiction" fort – mit düsteren Bildern der nahen Zukunft Deutschlands mit Einheitsrente etc. Immerhin bedeutet der aktuelle Vorstoß zum Verbot von Killerspielen einen Versuch, der durch diese unterhaltenen Verrohung und Abstumpfung unserer Kinder Einhalt zu gebieten. Während des zweiten Irak-Krieges war das Konzept des US-Militärs wesentlich an Computerspiele angelehnt: Artillerie und Panzersoldaten hörten über Kopfhörer den Heavy-Metal-Titel "Burn motherfucker, burn" während des Abfeuerns von Panzer- und Artilleriegranaten in den Straßen Bagdads (siehe den Film "Fahrenheit 9/11" von Michael Moore). In der Tat wäre es unwahrscheinlich, daß Deutsche Soldaten eine vergleichbare Kriegsführung tolerieren würden, sollte es in Deutschland gelingen, unseren künftigen Soldaten während ihrer jetzigen Jugendzeit mehrheitlich gegenteilige Werte zu vermitteln. Folglich sind die BRD-Reaktionen auf den Verbotsvorstoß kaum erstaunlich: Der Deutsche Kulturrat warnt vor "Übereifer" beim Verbot von Computerspielen, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände (!!!) verwies in Berlin auf die Kunstfreiheit, die auch für Computerspiele gelte (!!!!!). Den vorläufigen Abschluß zum Thema BRD-Justiz macht aktuell wieder einmal Kurt Beck: Am Vorabend dieser Niederschrift wendet er sich in dieser Angelegenheit gegen den "populistischen Vorstoß" zum juristischen Verbot von Computerspielen. Er fügte hinzu, es müsse doch erst einmal geklärt werden, was denn überhaupt Killerspiele seien (!!!!!!!) – eine erfreuliche Kumulation von aktuellen Ereignissen und Aussagen um den Kern "BRD – Staatsräson - Justiz – keine Justiz" seit Mitte letzten Jahres, welche die BRD endgültig und unumkehrbar anderen und rechtlich weiter fortbestehenden Alternativen gegenüberstellt, auch für kommende Zeiten. Übrigens: zu den vehementesten Verfechtern der Errungenschaften der BRD gehören die Antideutschen …




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Zu den UN-Resolutionen 1737 und 3379

Die auf dieser Website mehrfach zitierte Kriegserklärung gegen den Iran, welche im Jahre 2002 in der "Jerusalem Post" publiziert wurde ("Ein Krieg gegen den Iran steht außerhalb jeder Frage") soll in die Tat umgesetzt werden: Offene Kriegsdrohungen gegen den Iran von Seiten Israels und seiner Marionetten unter George W.Bush. Aus erwartungsgemäßer Feder der Mainzer Allgemeinen Zeitung wird am 23.Februar 2007 in Form eines redaktionellen Kommentars mit dem Titel "Kein besseres Angebot" auf die besagte Linie eingeschworen: Der UN-Sicherheitsrat müsse handeln, will er sich nicht von Teheran zum Papiertiger degradieren lassen; China und Rußland müssten auf den Kurs der USA und der Europäer einschwenken, wenn sie glaubwürdig (!!) bleiben wollten; gegen Ende des Artikels heißt es: "Noch versichern die USA, sie wollten keine Konfrontation, sondern direkte Gespräche, sobald Teheran die Finger von der Urananreicherung lässt. Wer macht den Mullahs klar, dass sie kein besseres Angebot bekommen werden?" Anders als vor dem letzten Irak-Krieg bleibt diesmal freilich die Hetze der BRD-Presse gegen das jetzt vollständig den Fäden der entsprechenden Interessensverbände gehorchende Bundeskanzleramt aus. Der folgende Leserbrief wurde der Mainzer Allgemeinen Zeitung am 01.März 2007 zugesendet.

... ein besseres Angebot, als die gegenwärtigen Kriegsdrohungen
Der Iran hat sich erwartungsgemäß dem Diktat zur Einstellung seiner friedlichen Anwendung der Kernenergie in Form der UN-Resolution 1737 widersetzt. In dem redaktionellen Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung wird daraus folgende Schlussfolgerung gezogen: "Das bedeutet, dass der Weltsicherheitsrat jetzt endgültig handeln muss, will er sich nicht von Teheran zum Papiertiger degradieren lassen". Es ist jedoch nachprüfbar, daß durch die westliche Presselandschaft zwischen 1975 und 1991 konsequent versucht wurde, der UN genau diese Rolle zukommen zu lassen in Zusammenhang mit dem Versuch zur Verhinderung einer weltweiten Umsetzung der UN-Resolution 3379, welche sich bekanntlich auch mit den Gefahren durch den Zionismus auseinandersetzt. Ebenso sind die Aktivitäten der Westpresse zur Schwächung der UN zwecks Abwehr von Israel-kritischen Resolutionen sowie zur Unterwanderung der Friedensbemühung von UN-Generalsekretär Kofi Annan vor dem letzten Irak-Krieg hinreichend dokumentiert. Die Geschichte hat gelehrt, daß keine Weltmacht und keine infiltrativ agierenden ideologischen Bewegungen oder Konstrukte ewig existieren werden. Gerade im Zusammenhang mit den gegenwärtigen Kriegsdrohungen sollte daher in sachlicher Form, ohne Hass, zum Wohle der Menschen aller Nationen und Religionen und mit der zentralen Hoffnung auf Erhalt des Weltfriedens die folgende Frage in den Raum gestellt werden: gibt es ernsthafte Zweifel daran, daß auch die Welt ohne Zionismus eines Tages zur Realität werden wird ?


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Zum fortgesetzten weltweiten Klimawandel der Meinungen


... eine Zustandsbeschreibung

März/April 2007 - Hektische baumeisterliche Aktivitäten mit dem erklärten Ziel, aufgrund des weltweiten Widerstandes so viele unumkehrbare Sachverhalte wie nur möglich zu schaffen. Die Tagespolitik wird beherrscht vom Bild, daß die Weltmächtigsten gezwungen sind, alles auf eine Karte zu setzen und dies auch konsequent praktizieren. Auf den ersten Blick könnte der Erdenbürger in Wut und Verzweiflung ausbrechen, sogar resignieren, denn nichts kann an dieser Stelle das fortgesetzte Leid beschönigen – die aktiv unterhaltenen Anschläge gegen die irakische Zivilbevölkerung, die Verfolgung aufgrund freier Meinungsäußerung in der westlichen Welt, die fortgesetzten Versuche der politisch/wirtschaftlichen Versklavung ganzer Völker, gezielte Nötigung, Verunglimpfung und Gefügigmachung großer deutscher Firmen – mit maßgeblicher Hilfe durch die digitalen Propagandasender (Konfrontation von Firmenchefs mit schimpfwütigen Unantastbaren vor laufender Kamera in 3sat), inszenierte und finanzierte Umsturzversuche in Russland … Bedenkt man aber das Endziel des altbösen Feindes, das vollständige Verbauen der Erkenntnis als des letzten Ausweges der Menschheit, so kann man derzeit getrost behaupten, daß das Gegenteil von Resignation angebracht ist: mit Ausnahme der teuflischen Politik im darniederliegenden Irak erschöpft sich der brachiale und damit selbstentlarvende Aktionismus derzeit weitgehend in Absichtserklärungen und dilettantischer Desinformationspolitik (mit inszenierten Umsturzversuchen als einer deren wichtigster Unterformen). Der Haupteffekt dieses Aktionismus ist letztlich die weitere Forcierung des weltweiten Wandels des Meinungsklimas und der Bewusstwerdung seiner Unumkehrbarkeit.

In den USA läuft derzeit das Musterbeispiel einer scheinpluralistischen Desinformationspolitik, welche freilich aus europäischer Perspektive noch besser zu durchschauen ist: Nach außen hin wird die Meinung gestreut, das AIPAC und die übrige Israel-Lobby erfahre zunehmend Gegenwind; breite Aktivitäten von Retortenbewegungen (Beispiel: "Zionistische Antikommunisten", welche den Schein einer Opposition zum AIPAC zu erwecken versuchen und allen Ernstes Shimon Peres als "globalistischen Pro-Kommunisten" bezeichnen, sogar das berüchtigte "Council of foreign relations" wird als "pro-kommunistisch" bezeichnet); die selbsterklärten Gegner von Bush/Cheney, Hillary Clinton und Nancy Pelosi, bekennen sich mit triefenden Worten zu den Zielen des AIPAC; ein weiterer selbsterklärter und sich mit dem Namen eines der größten deutschen Freidenker schmückender Bush-Gegner, LaRouche, führt auf seiner Website eine Kampagne gegen den durch die Bush-Clique um seinen Wahlsieg betrogenen Al Gore, indem Gore in die Nähe des Faschismus gerückt wird. Nein – diese scheinpluralistische US-Opposition von Bush/Cheney & Co. ist nicht die politische Kraft, welche vorhat, die amerikanische Nation und Bevölkerung von der Macht ihrer Besatzer zu befreien und es bleibt zu hoffen, daß die amerikanische Bevölkerung dies durchschaut! Eine positive Rolle in den USA spielt derzeit (kein Zynismus) George W.Bush, der den Oligarchen gegenwärtig das Problem der sich verselbständigenden Marionette beschert. Der mit der Amtseiführung des Rumsfeld-Nachfolgers und CIA-Mannes Robert Gates geplante Abzug der US-Truppen mit anschließendem durch die CIA unterhaltenen innerirakischen Chaos zwecks langfristiger Destabilisierung des mittleren Ostens und Gegeneinanderstellung der zwei großen muslimischen Glaubensrichtungen wird durch Bush mittels Veto-Drohungen blockiert, womit Bush eindrucksvoll demonstriert, daß er nicht zu den "Wissenden" gehört und eine Grundanforderung für einen Patrioten erfüllt, sich nämlich nicht angesichts drohendem Chaos aus der militärischen Verantwortung zu stehlen.

Der größte Erfolg in Europa: Die sogenannte "EU-Verfassung" ist gescheitert, die Gesamtheit der "Versuche zu ihrer Rettung" erweisen sich als aufschlussreicher, weil durchsichtiger Aktionismus, der für alle Zeit die Möglichkeit offen lassen wird, den auf undemokratische Weise durchgesetzten und jetzt als solchen bezeichneten "EU-Vertrag" zu ignorieren und zu widerrufen, mehr noch: aufgrund seiner demonstrativen Verknüpfung an die sogenannten "römischen Verträge" die Existenzberechtigung dieser sogenannten "EU" als Ganzes zu hinterfragen. Es gibt berechtigten Grund zur optimistischen Annahme, daß der Kernpunkt der EU-Verfassung, nämlich die meinungspolitische und exekutive Knechtung der europäischen Nationen im Hinblick auf militaristisch/geopolitische Ziele der Zukunft, unwiederbringlich neutralisiert ist, gerade aufgrund der derzeitigen brachialen Versuche, sie gegen den Willen der Europäer zu retten: angesichts der ablehnenden Haltung im eigenen Land wendet Tony Blair die Abstimmung seines eigenen Volkes ab mit der Begründung, es handele sich nicht mehr um eine Verfassung; offen benennt Blair gemeinsam mit dem niederländischen Premierminister Jan-Peter Balkenende das Ziel der gegenwärtigen Aktionen: durch die Bezeichnung "Vertrag" könnten weitere Referenden vermieden werden; das CAP in München (siehe hierzu das Strategiepapier) propagiert die von seinen eigenen Hintermächten kreierte "konsistente" Fassung des Vertragsentwurfes mit den Worten "da kann niemand was dagegen haben", im Hinblick auf die Europawahl 2009 heißt es: "Ob der Text dann Verfassung heißt oder anders, ist zweitrangig". Auch die vampiristischen Aktivitäten mit Hilfe des sogenannten "Bertelsmann Transformation Index" gehen weiter – am 20.April werden die aktuellen Ergebnisse verabschiedet, begleitet von der PR-Aktion "Den Wandel gestalten" (warum nicht gleich "Annuit Coeptis" ?!) und der begrifflichen Neuschöpfung "Transformation Thinkers", welche sich hiermit zu den Begriffen "Denkfabrik" und "Young Leaders" hinzugesellt. Glücklicherweise sind dies die durchsichtigen Grundlagen, auf deren Basis das CAP seine aktuelle PR-Offensive "Europa leicht gemacht" der Jugend anbietet, welche gute Chancen hat, ähnlich nach hinten loszugehen wie die Propagierung der maßgeblich vom CAP geprägten EU-Bildungsoffensive (siehe Strategiepapier) in Zentralasien durch Frank-Walter Steinmeier: als Antwort auf die EU-Bildungsoffensive für schulische, berufliche und universitäre Einrichtungen erwiderte der usbekische Außenminister Wladimir Norow: "Wir sind offen für Beziehungen, die beiden Seiten nützen. Aber wir wollen kein Verhältnis wie zwischen Lehrer und Schüler. Wir werden uns vor niemandem rechtfertigen". Der kasachische Außenminister Marat Taschin fügte hinzu: "Das Drängen der EU auf demokratische Reformen in Zentralasien sei unangebracht", hierbei wurde auch auf die notfalls polizeilich durchgesetzten Demonstrationsverbote in der BRD hingewiesen. Also auch hier eine optimistisch stimmende Perspektive: diese durch CAP und "Deutsch-jüdischen Dialog" geprägte EU-Bildungsoffensive könnte für die Zukunft den Effekt haben, daß sich die Länder der ehemaligen Sowjetunion über alle traditionellen Differenzen hinweg erneut ihrer gemeinsamen Werte bewußt werden, zusammen mit den Nationen Westeuropas. Eine Parallele zur Bildungspolitik des CAP: die aktuelle PR-Offensive des Landes Rheinland-Pfalz ("Kaum machen wir eine Party, wird gleich Demokratie draus") zeigt junge Menschen mit schwarz/rot/goldenen Flaggen in Anlehnung an die bildlichen Darstellungen der deutschen Bewegungen des 19.Jahrhunderts. Darunter gemischt: die französische Tricolore, unter der Napoleon viele deutsche Denker als vogelfrei erklären ließ, ansonsten aber die Deutschen hoch gelobt hat für ihre Gutgläubigkeit und dafür, daß man ihnen alle Lügen auftischen könne, so daß sie dann sogar bereit seien, gegen ihre eigenen Interessen zu agieren – Aha-Erlebnisse pur für die offensichtlich unterschätzten jungen Menschen unseres Landes. Zurück zur EU-Verfassung: das Aha-Erlebnis der europäischen Bevölkerung spiegelt sich in den Berichten über die europäische Politik: wichtige europäische Nationen wie Tschechien, Polen, Großbritannien, Irland, Portugal, Dänemark und Schweden haben nach wie vor den Ratifizierungsprozess der EU-Verfassung auf unbestimmte Zeit verschoben oder ausgesetzt – und dies auch Frau Merkel klar gemacht. Trotzdem: Merkel hat ihre Sache aus Sicht der Oligarchen gut gemacht ("An einer europäischen Armee führt kein Weg vorbei", "Neuer EU-Vertrag darf nicht scheitern", Kritik an Putin, demonstrative Allianz mit den USA zwecks Durchboxens der US-Rakentenabwehrsysteme vor Putins Haustür). Als Dank erhält sie von den Westmedien Berichte über ein angeblich positives Politbarometer, wird von kritischen Medienkommentaren angesichts der Koalitionskrise verschont, die in gleichem Atemzug erfolgende Anfrotzelung und Geringschätzung Kurt Becks durch die Medien spricht eine eindeutige Sprache ("sieh Dir Frau Merkel an, wie man es als Bundeskanzler machen muß"), kurzum: in Satirezeitschriften derzeit nur "Bussibeck" und keine "Merkelbildchen" mehr, was Merkel anfasst, ist gut!

Anderen Personen in Deutschland bescheren die Medien freilich das Gegenteil: nach vollständiger Erfüllung aller Forderungen seiner Kritiker erhält Günther Oettinger am 18.04.2007 von der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) folgende Überschrift: "Tief gefallener Ministerpräsident darf auf mittelfristige (!!) Zukunft in Baden-Württemberg hoffen", sowie im Text: "In seinem Bemühen, bundespolitisches Profil zu gewinnen, ist Oettinger wieder auf Null zurückgeworfen worden". Was man tun muß, um das genaue Gegenteil zu erreichen, hat die Mainzer Allgemeine Zeitung einen Tag zuvor, am 17.04.2007, belegt: Unkommentierter Kurzbericht über die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes durch den Bundespräsidenten an Wolf Biermann. Wie zuvor auf dieser Website berichtet hatte Biermann in Israel kürzlich die These vertreten "Wir verraten Israel". Doch es hat sich mit dem Fall Kramer/Oettinger auch etwas bewegt: die Kritik an der Kritik war massiver, als es die gedruckten Medien zugegeben haben, so daß bei einer künftigen Aufarbeitung des Falles andere Quellen erschlossen werden müssen. Die "Antisemitismus-pur" - Vorwürfe des Zentralrates gegen seine Kritiker wurden schnell wieder aus den Medien verbannt und ein zweiter Hohmann-Fall durch weitgehendes Stillschweigen und Glättung abgewendet. Was bleibt sind nicht mehr zu verleugnende Stimmen aus allen Bereichen der Republik, einschließlich der Parlamente. Treffend hierzu finden sich am 18.April lokale Stimmen im Wiesbadener Kurier: "Es sind schon seltsame Zeitgenossen, die aus einer Trauerrede jemandem einen Strick drehen wollen", sowie Stimmen aus dem Wiesbadener Stadtparlament: "Haben sich seine Kritiker, interessant Knobloch, das Simon-Wiesenthal-Zentrum, Kurier-Kommentatorin Trampus, Merkel, aus historischer Inkompetenz oder politischer Bequemlichkeit in die Kampagne in einen Menschen verstrickt?". Unter starkem Druck auch derzeit Wolfgang Schäuble, der aufgrund des Volkswiderstandes geblockt wurde hinsichtlich des ihm von anderer Seite aufgetragenen Plansolls der Einführung einer republikweiten Online-Überwachung. Wie bereits beim gescheiterten Plansoll der Beteiligung Deutschlands am Irak-Krieg zeigt sich Schäuble hochnervös vor laufender Kamera, fast möchte man meinen, daß er Angst hat. An dieser Stelle gilt das gleiche, was zuvor in Zusammenhang mit dem Thema Kurt Beck gesagt wurde. Was sagt die Scheinopposition: Dieter Wiefelspütz argumentiert, daß ja auch die SPD eigentlich die Online-Überwachung will (!!), man müsse aber dazu die rechtlichen Grundlagen schaffen.

Der im Sande verlaufene und weltweit durchschaute Umsturzversuch in Russland (Flaggen mit Hammer und Sichel in einem Weißen Kreis auf roter Flagge) wurde von gleicher Seite wie im Falle der inzwischen gescheiterten "orangenen Revolution" in der Ukraine organisiert (s. vorherige Berichte auf dieser Website). Die Reaktion Putins wurde entsprechend in den kontrollierten Westmedien ausgeklammert und nur bei der russischen Nachrichtenagentur Novosti in deutscher Sprache publiziert: Wladimir Putin sprach von einem "Geldstrom aus dem Ausland, der für die direkte Einmischung in Russlands innere Angelegenheiten genutzt wird", sowie von "pseudodemokratischer Rhetorik". Er fügte hinzu: "Nicht allen gefällt die stabile Vorwärtsentwicklung unseres Landes". Entsprechend konnte Russland der versuchten Errichtung des US-Raketenabwehrsystems mittels des Moratoriums des KSE-Vertrages unerwartet starken Widerstand entgegensetzen, was uns Deutschen erneut ein Aha-Erlebnis beschert: die von den Oligarchen auf teuflische Weise instrumentalisierte und weltweit gelobte deutsche Tugend der Vertrauensbildung, Völkerverbindung und Deeskalation, welche wie auf Kommando prompt nach Putins Ankündigung des Moratoriums einsetzte: breit gestreute Berichte über Steinmeiers Mahnung, daß keine Spirale des Misstrauens eintreten dürfe (freilich an die Adresse Putins gerichtet und in keiner Weise an die Adresse seiner eigenen Auftraggeber). Man muß sich zwecks künftiger Gegensteuerung mit dem Gedanken vertraut machen, daß gute deutsche Tugenden für verwerfliche weltpolitische Baupläne mißbraucht wurden, daß nämlich Deutschland vorgeschickt wurde von Mächten, welche zu einer derartigen "Vertrauensbildung", etwa im nahen Osten, selbst nicht in der Lage sind, welche von Deutschland jetzt zunehmend militärische Vasallendienste erwarten, und welche obendrein mit dieser Strategie erreichen würden, daß der Vorwurf der Täuschung und Wortbrüchigkeit im Falle eines Konfliktes zuallererst das ehemals vertrauensbildende Deutschland treffen würde. Ein unrühmliches Beispiel waren die permanenten und maßgeblich durch Joschka Fischer geprägten "vertrauensbildenden Maßnahmen" gegenüber Yassir Arafat und den Palästinensern und ihre gezielte Täuschung über die wahren Auftraggeber dieser "deutschen" Politiker. Der aktuelle Konflikt ist ein guter Anlaß, die Offensichtlichkeit dieser teuflischen und unwürdigen Strategie zu unterstreichen, Herr Steinmeier!! Man lasse sich diese Situation nochmals auf der Zunge zergehen: Ein deutscher Außenminister trägt willig die besprochenen "Transformationsgedanken", EU-Bildungsoffensiven und geopolitisch-militärischen Vorgaben seiner Vordenker mit und instrumentalisiert die deutsche Tugend der Deeskalation gezielt und ausschließlich dann, wenn die Gegenseite in unerwartet deutlicher, weil angemessener Form auf diese "Politik" reagiert. Wenn also in Zukunft Anmahnung von vertrauensbildenden Maßnahmen, dann bitte rechtzeitig und an die richtige Adresse!!

Was passiert außerhalb Europas ? Eine offiziell um Beitritt ersuchende, von hiesigen Friedensaktivisten hofierte und baumeisterlich hochvernetzte Militärdiktatur verlangt von der EU eine Zusage für einen Beitritt bis spätestens im Jahre 2015. Zuvor "warnte" diese Diktatur die USA, eine Armenien-Resolution bei der UN einzubringen. Präsident Bush hatte sich Anfang Februar dieser Warnung gebeugt und von einer derartigen Resolution abgesehen – Aha-Erlebnisse pur ! In Bezug auf den Iran: gezielt sich widersprechende Berichte der Westmedien von "bestimmt kein Krieg" bis "Militärschlag immer wahrscheinlicher". Die Beiträge und Erkenntnisse der Teheraner Holocaust-Konferenz werden zunehmend publik und offen diskutiert. Im deutschen Konferenz-Beitrag fällt in Teheran gegen Ende folgender Satz: "Es geht nicht um geschichtliche Ereignisse oder darum, ob sie stattgefunden haben oder nicht", also auf einer Konferenz, welche sich diese Frage als zentrales Thema gestellt hatte. In einer anderen Schrift des sogenannten Nationalanarchismus (o.a. Nationale Anarchie) fällt der Satz "Wir verstehen die Ängste der Antideutschen und ihre daraus resultierende Aggression". Also: in Deutschland die "Antideutschen", der "Nationalanarchismus" und die "Achse des Guten" (welche sich nach eigenen Worten dem "Kampf gegen den islamischen Faschismus und gegen die arabische Tyrannei" verschrieben hat), in den USA die "zionistischen Antikommunisten" und selbsternannte Anti-AIPAC-Aktivisten, welche Peres und das CFR als pro-kommunistisch bezeichnen - und diese Konstrukte soll der Bürger hier und dort als ernstzunehmende Gegenstimmen ansehen ?? Ansonsten in den Westmedien die derzeit übliche und nach Muster des kalten Krieges gestrickte Propaganda bezüglich zentraler außereuropäischer Themen (Beispiel: redaktioneller Kommentar in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 02.April - "Gemeinsamer Gegner Iran" – "Nicht ohne Grund sprach Israels Regierungschef von einer strategischen Gemeinschaft mit Deutschland"). In einer anderen "Zeitung" wird seit der Erstausgabe dieses Jahres die Redaktionsarbeit zunehmend von zentralen Räten beeinflusst mit der Aussage, daß der Informationsanspruch der Öffentlichkeit dort seine Grenzen fände, wo die Interessen der eigenen Gemeinschaft zu schützen wären. Ergänzend wird in unverhüllt imperativer Weise hinzugefügt, daß man sich sicher sei, daß man in Zukunft mit einer "fairen und konstruktiv kritischen Berichterstattung" und einer "guten partnerschaftlichen Zusammenarbeit" rechen dürfe. Bischof Wolfgang Huber betont in Israel die "große Solidarität" der Kirchen mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland; im Gegensatz hierzu nervöse Medienreaktionen gegen den Eichstätter Bischof Hanke wegen dessen Vorwürfen an die Adresse Israels (redaktioneller Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 08.März: "Gedankenlos" und "Unsinn") – kurzum: verständliche Holzhammerreaktionen angesichts der überprüfbaren Dominanz eines weltweit anderen Meinungsklimas. Der Geist, den die Weltmächtigen und ihre genehmen Anwärter auf hohe Regierungsposten in der westlichen Welt dagegenzusetzen haben, demonstrierte neulich eindrucksvoll der republikanische US-Präsidentenanwärter McCain ("Bomb, bomb, bomb Iran"). Dieser Auftritt ist bei youtube einsehbar, ebenso die dominierenden Reaktionen der US-amerikanischen Bevölkerung: "McCain is perfect for Israel". Ansonsten breites publizistisches Erwachen über die Hintergründe des Komplexes Bahai – B’nai B’rith - Israel – Haifa – Ordo Templi Orientis (O.T.O.). Als Grundlage für Diskussionsbeiträge zu diesem Komplex mögen die dokumentierte Zusammenarbeit zwischen der B’nai B’rith und der Bahai dienen, sowie ein zentraler Slogan der Bahai: "The search for values in an age of transition" – als Brücke zum Begriff der "Transformation". Unvergessen, weil höchst befremdlich in diesem Zusammenhang war das persönliche Erlebnis des Besuches des europäischen Tempels der Bahai im Taunus während der 80’er-Jahre – die Besucher wurde empfangen mit Pink Floyds "Shine on you crazy diamond", was als Hintergrundmusik das Atrium des "Tempels" ausfüllte - man stelle sich vor, die Besucher einer Christmette würden mit der Musik von Genesis empfangen werden !!!

Was wird von offizieller Seite dem hier besprochenen weltweiten Klimawandel entgegengesetzt? Seit dem Jahrtausendwechsel nichts Neues: bereits während des Durchboxens des Tornadoeinsatzes eine neue Welle der üblichen realpolitisch instrumentalisierten und medial zunehmend breit gestreuten paralytischen Quotenthematik ("wir können noch mehr!") zur deutschen Vergangenheit; aber auch hochintellektuelle Publikationen der weltweit wichtigsten Publikationsorgane mit beispielhafter Überzeugungskraft (Welt-online: "Zionismus nutzt den Palästinensern"); aber es geht noch höher: hochwissenschaftliche Studien in peer-reviewed Zeitschriften über die weltweiten Ursachen des Antisemitismus (beispielhaft: über Antisemitismus in Japan, Journal of Psychology and Judaism, mit dem Fazit, daß Japan im Wesentlichen die Konfrontation seiner Bevölkerung mit den eigenen Verbrechen verhindern wolle); zwei berühmte publizistische Schwesterschiffe, welche Deutschland Konkret das gleiche Schicksal wie der Titanic bescheren wollen, demonstrieren zunehmend eindrucksvoll die Bandbreite innerdeutscher prozionistischer Aktivitäten aus nahezu gleicher Feder. Die folgenden Beispiele sind hierfür charakteristisch, zumal sie ungezielt entnommen sind, nämlich aus den aktuellen Ausgaben beider Zeitschriften während des Verfassens des vorliegenden Textes : zum einen die Propagierung eines Buches aus dem eigenen Verlag über die moralische Verteidigung von Israels Kriegen; zum anderen die folgenden konsekutiven Beiträge des Schwesterblattes zwecks näherer Typisierung des redaktionellen Moralverständnisses:

Es folgt ein Ausschnitt zwecks Abschreckung …



… Ende des Ausschnittes zwecks Abschreckung.

Die Wahrheit indes bewegt sich zwischen den hinreichend bekannten, klar abgesteckten und immer wieder aufs Neue publizierten Eckpunkten: die Aussage, daß nämlich nichts schlimmer wäre als Feindschaft gegen die eigene Gemeinschaft, welche eine begründbare Ursache hätte (neulich in besagter Zeitung publiziert); Ariel Scharons berühmtes Wort darüber, wer Amerika kontrolliert; der in diesem Zusammenhang exemplarische Tatbestand der Leugnung durch die Westmedien, die anlässlich des kommenden G8-Gipfels von einer bei Wahlen in der BRD zugelassenen Partei aufgestellte Behauptung von der Existenz konkret benannter "böser Mächte", welche die Deutschen daran hindern würden, in volksgemeinschaftlicher Eintracht zu leben. Hat der Erdenbürger das Recht, den repräsentativen Kommentar der "Substanzlosen Panikmache" von Spiegel-online in Zusammenhang mit letztgenannter Position kritiklos zu übernehmen ? Sofern er sich entscheidet, die Sache mit den bösen Mächten nicht von vorne herein abzutun, so wird er um die folgende Prüfung nicht herumkommen: Das Thema der Einbürgerung und des Erwerbs der bundesrepublikanischen Staatsbürgerschaft mag hier zunächst weit hergeholt erscheinen. Jedoch fehlt bisher in der öffentlichen Diskussion die Aufforderung, daß sich zuvor alle ausländischen Mitbürger, vor allem die gläubigen Muslime unter uns, welche diese Staatsbürgerschaft anstreben, ihr eigenes Bild über den folgenden Sachverhalt gemacht haben müssen: Bitte, besorgen Sie sich von einem deutschen Bekannten einen BRD-Personalausweis, überprüfen Sie dann diesen Sachverhalt und stellen Sie sich selbst die Frage, ob Sie einen solchen Ausweis auf Ihren Namen ausgestellt haben möchten.

Eine weitere Hilfe zur persönlichen Meinungsbildung könnte der folgende Sachverhalt sein …




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Nötigung der Führung der mißbrauchten Bundeswehr durch einen redaktionellen Kommentar

Am 04.Mai kursiert die Nachricht von der an die Bundesregierung gerichteten "Bitte" zur Entsendung deutscher Bodentruppen in den umkämpften Süden Afghanistans (Man erinnert sich sofort an die weiter oben erwähnte Berichterstattung zur Zeit des Tauziehens gegen den Tornado-Einsatz: "Ob Außenministerin Rice auch deutsche Bodentruppen anfordern wird, ließ sie offen"). Die erste Reaktion der Bundesregierung (Jung), der Grünen (Bütikoffer) und laut ZDF-Bericht auch von Frau Merkel war ablehnend. Ein neues Tauziehen zwischen dem internationalen Oligarchennetzwerk und den Deutschen darf also erwartet werden. Die Nötigung Deutschlands bzw. Europas zu weiteren derartigen Vasallentätigkeiten kündigte sich in den letzten Tagen und Wochen durch die aktuellen "Bemühungen" zur Neuordnung Europas an: Merkel angeblich fest im Sattel nach ihrer Bemühung zum Durchboxen des sogenannten "EU-Vertrages" ; Umsturzversuche in Russland (zum Glück gescheitert) ; Hochboxen des jüdischstämmigen und mit dem israelischen Likud (!!) bestens vernetzten Nicolas Sarkozy gegen die Netanjahu kritisch gegenüberstehende und von diesem gemiedene Segolene Royal (die Rede ist von "Kabbala presidiale" !!) ; aktuelle Versuche in Israel, genau diesen Hardliner und wesentlichen Initiator des Libanon-Krieges an die Macht zu bringen ; Ankündigung von Blairs Rücktritt und damit Ebnung des Weges für die gegenüber der Labour-Partei chauvinistisch verblendeten und damit hörigen Torries; effektive Ruhigstellung der offiziellen Sprachrohre der in Deutschland lebenden Muslime mittels der sogenannten Islam-Konferenz, auf der Wolfgang Schäuble eine gezielte und von vielen Muslimen kritisierte Hinhaltungstaktik praktiziert, welche eine eindeutige Sprache spricht ("wer hier etwas vom Kuchen abhaben will, sollte sich ab jetzt keine falschen politischen Stellungnahmen erlauben").

Zu diesen Ereignissen gesellt sich am 27.April 2007 ein redaktioneller Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) über die Unzufriedenheit unserer Berufssoldaten mit der aktuellen Politik. Die Kernpunkte dieser Kritik sind den Bürgern gut bekannt: die Unterfinanzierung, der Mißbrauch der Bundeswehr für völkerrechtswidrige Interessen und die diesbezügliche Nötigung seiner Entscheidungsträger, u.a. zur Enthaltsamkeit hinsichtlich kritischer Stellungnahmen, die Stellungnahmen selbst hörigster deutscher Politiker, daß der Tornado-Einsatz die Kapazitäten der Bundeswehr überschreitet, die Versuche zum medialen Totschweigen kritischer Stimmen der Bundeswehr (z.B. des Darmstädter Signals). Statt dessen versucht besagter Kommentar, der Leserschaft die folgende Sichtweise zu vermitteln: Überschrift: "Eine schallende Ohrfeige" ; "Will Deutschland auf der weltpolitischen Bühne mitspielen und ernst genommen werden (!!), gehören dazu nicht nur gute Politiker, sondern auch eine global (!!!) einsatzfähige Armee, die aus hochmotivierten Soldaten besteht" ; "Sie (die Politik) handelt ja nicht im luftleeren Raum, sondern stützt sich auf den Sachverstand der Bundeswehr-Führung. Auch die hat versagt. Denn (Kausalverknüpfung !!!) der Umbau der Bundeswehr zu einem weltweit (!!!!) einsetzbaren Instrument (Wortwahl !!!!!) hat nicht funktioniert (!!!!!!)" ; "Die Bundeswehr braucht nicht nur Geld, sondern auch eine Führung, die damit so umgeht, daß sie ihren neuen Job machen kann".

Der folgende Leserbrief wurde der Redaktion der MAZ am 05.Mai 2007 zugesendet.



... Überschrift des Kommentars: "Eine schallende Ohrfeige" !!!
In dem Kommentar wird der Eindruck erweckt, die Unzufriedenheit unserer Soldaten richte sich gegen die eigene Führung. Dies ist unwahr. Richtig ist, daß sich diese Unzufriedenheit wesentlich gegen die derzeitige Überforderung der Bundeswehr im Sinne von Interessen richtet, welche in zentralen Punkten das Völkerrecht und den mehrheitlichen Willen der deutschen Bevölkerung mißachten. Warum also sollte sich die Führung der Bundeswehr einen "Umbau" diktieren lassen, wenn die einfordernden Baumeister und ihre bekanntermaßen nötigende Art und Weise selbst Gegenstand der Kritik unserer Soldaten sind.



Nachtrag: Der Leserbrief wurde am 19.Mai 2007 in der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) publiziert mit einer wesentlichen Modifikation des ersten Satzes (s.o.). Wörtlich heißt es in der MAZ: "Zur Überforderung der Bundeswehr meint dieser Leser: Es wird der Eindruck erweckt, die Unzufriedenheit unserer Soldaten richte sich ..." . Damit wird dem Leser vorenthalten, daß sich der Leserbrief auf die genannte redaktionelle Behauptung der MAZ vom 27.April 2007 bezieht. In den Medien gingen inzwischen die Bestrebungen weiter, die Bundeswehrsoldaten gegen ihre eigene Führung auszuspielen - Beispiel: Ein Bericht von Frontal 21 (ZDF) vom 22.Mai 2007.


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Erneute konzertierte Lügenkampagne gegen Martin Hohmann

Aktuell laufen mindestens zwei für die BRD-Medienlandschaft typische Denunziationskampagnen; typisch insofern, als sie unverhüllt der Absicherung eines vorgegebenen politischen Plansolls dienen: der sich um den CSU-Parteivorsitz bemühende Horst Seehofer wird angesichts seiner jüngsten kritischen Äußerungen über CSU-Interna auf breiter publizistischer Ebene denunziert zwecks endgültigen Vollzuges des Machtwechsels in der CSU zugunsten des 100%ig oligarchenhörigen Tandems Beckstein/Huber (siehe vorherige Berichte auf dieser Website). Bei WEB.DE und Spiegel-online heißt es: "Seehofer droht sich um Kopf und Kragen" ; im Unstern Nr.23 vom 31.05.07 hat man den Eindruck, daß der Antichrist persönlich die Maßstäbe seines Widersachers anwendet: "Ein Mann mit zwei Frauen als Vorsitz einer Partei, die wie keine andere das heilige Sakrament der christlichen Ehe betont ? Das ist ziemlich wenig nützlich, das ist ziemlich undenkbar. Von daher wäre es wohl das Beste, die Sache jetzt schnell zu entscheiden, und notfalls brutal." - sind wir mal ehrlich, auch zum Trost für Herrn Seehofer: nichts weiter als politisch instrumentalisierte Standard-Publizistik im BRD-Staat mit zunehmendem Gewohnheitscharakter, welche letzlich das sich unumkehrbar ausbreitende Aha-Phänomen innerhalb dieser Republik nur noch beschleunigen kann. Anlass der zweiten aktuellen Kampagne war das jüngste Vorhaben der Jungen Union, Martin Hohmann im zeitlichen Umfeld des Falles Kramer/Oettinger als Gastredner in das Zentrum nach Weikersheim einzuladen, welches sich derzeit bekanntlich mit gewissen baumeisterlichen Umgestaltungsphantasien konfrontiert sieht. Prompt wurde auf Kommando in zahlreichen Organen (im Internet einsehbar) die im folgenden Leserbrief kommentierte Lüge publiziert. Der Leserbrief wurde der Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung am 23.Mai 2007 zugesendet, also noch am Tage der Publikation beider im Folgenden genannten Artikel.

... repräsentativer Vorgang ?
In seiner berühmt gewordenen Rede vom Oktober 2003 kommt Martin Hohmann nach ausführlichen Betrachtungen zu dem gegenüber uns Deutschen oft gebrauchten Begriff "Tätervolk" zu folgender wörtlicher Schlussfolgerung: "Daher sind weder die Deutschen noch die Juden ein Tätervolk".
Ungeachtet dieser Tatsache wird in der Mainzer Allgemeinen Zeitung und im Wiesbadener Kurier am 23. Mai 2007 folgende Behauptung aufgestellt: "Dieser (Martin Hohmann) hatte in einer Rede die Juden als Tätervolk bezeichnet" – ein für das Nachkriegs-Europa repräsentativer Vorgang hinsichtlich der medialen Aufarbeitung des angesprochenen historischen Themenkomplexes ?


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Die Bilderbergerkonferenz in Istanbul und ihre politisch/zeitliche Aura


... noch eine Zustandsbeschreibung

31.Mai 2007 (Q1=18), wahrscheinlicher Beginn der Bilderberger-Konferenz in Istanbul, genau eine Woche vor Beginn des G8-Gipfels. An der Bilderbergerkonferenz werden Bundeskanzlerin Angela Merkel, ihr wahrscheinlicher Nachfolger Kurt Beck, sowie laut offizieller Pressemitteilung der FDP vom 29.05.2007 (!!) auch Guido Westerwelle teilnehmen. Auch dieses Jahr strengstes Stillschweigen der Westmedien über dieses Ereignis, stattdessen vorgeschobene Berichte über das Außenministertreffen in Potsdam, auf dem als zentrale gemeinsame Erklärung eine erneute Androhung von Sanktionen an die Adresse des Iran formuliert wird. Sicher, die Presseerklärung der FDP wird später einmal für die Behauptung herhalten, man habe die Menschen doch über alles informiert und alles sei mit rechten Dingen zugegangen. Das politisch-geistige Umfeld während der aktuellen Konferenz der Bilderberger kann durch drei zentrale Begriffe bzw. Slogans der Westpresse charakterisiert werden:

- "Deutschland als Schutzmacht und strategischer Partner Israels" (Unstern Nr.33 vom 10.08.06, sowie Shimon Stein in Bad Kreuznach, Berichte der MAZ vom 01.und 02.06.07) Der aktuelle Bezug erhellt sich sofort durch die Bewusstmachung des derzeit gleich der Bilderbergerkonferenz unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfindenden Krieges im Süden Afghanistans, über den allenfalls durch an den Rand gedrängte Kurzmeldungen berichtet wird in der Art "Schossen die Taliban einen Hubschrauber der ISAF ab?". In Deutschland wurde anlässlich des Todes von drei Bundeswehrsoldaten auffallend offen über Stimmen berichtet, welche einen Rückzug der deutschen Truppen aus Afghanistan fordern – und dabei drei Absichten der Weltmächtigen bedient: 1) die Möglichkeit der Darstellung der deutschen Kriegsgegner als "Populisten" und "Egoisten", welche nur das Wohlergehen der eigenen Bevölkerung bzw. der eigenen Soldaten im Sinne hätten; 2) einen Beitrag zu leisten zum fortgesetzten Wiederaufbau einer "friedliebenden" Scheinopposition aus dem Dunstkreis des jüdischen Humanismus (derzeitige Hauptstimmen der "Kriegsgegner": wieder einmal Attac, Gysi und Lafontaine; siehe dazu aus der 68er-Literatur: Albert Massiczek, Der Menschliche Mensch - Karl Marx' jüdischer Humanismus, Europa-Verlag - Wien-Frankfurt-Zürich 1968); 3) als Hauptziel jedoch die Vorbereitung dessen, was in besagtem Artikel des Unsterns bereits vor Beginn des aufgenötigten Libanon-Einsatzes der Bundeswehr klar als Schlusswort formuliert wurde: "Der Schutz Israels … hat Priorität für die deutsche Politik. Das bedeutet Konzentration der Kräfte, Rückzug aus Afghanistan." Kein Zweifel darüber, welche Weichen man derzeit in Istanbul zu stellen versucht – und daß ein tatsächlich erfolgender weitgehender Rückzug aus Afghanistan als Alarmstufe Rot für Deutschland aufzufassen wäre !!! Wie sehr die Ziele 2 und 3 Hand in Hand gehen, zeigen breite Publikationen der selbsternannten Linkspresse: "Kriegsteilnahme (in Afghanistan) Schritt für Schritt beenden" (Die Linkszeitung, 20.05.07). Daß sich Deutschland nach einem solchen eingetretenen Fall in gleicher Weise wie vor Beginn des Libanon-Einsatzes wird wehren müssen (siehe auf dieser Seite) zeigen aktuelle Berichte über das offen imperative Auftreten Israels in Form seines scheidenden Botschafters Shimon Stein: Wie bereits im Falle des euphorischen Berichtes des Wiesbadener Kuriers am 14.September 2006 (siehe weiter oben auf dieser Seite) über die Rede des israelischen Militärhistorikers Martin van Creveld beim Mainzer Wehrbereichskommando ("Die Iraner wissen, dass wir die Fähigkeit haben, ihr Land vom Erdboden auszulöschen - dank deutscher U-Boot-Lieferungen sogar dann noch, wenn sie uns bereits nuklear angegriffen haben") werden jetzt am 02.Juni 2007 in der Mainzer Allgemeinen Zeitung mit der euphorisierenden Einführungsformel "Lehrstunde für jeden angehenden Politologen" mehrere Aussagen von Shimon Stein genannt, welche in ihrer geradezu blasphemisch-zynischen Offenheit und aufgrund der von Seiten der Westmedien berechenbar ausbleibenden Widersprüche als nicht minder egoistisch und menschenfeindlich einzustufen sind, als die oben genannte Aussage von Van Creveld: "Die vereinten Nationen sind irrelevant" "Die meisten UNO-Staaten sind Tyranneien" "Deutschland ist ein verlässlicher (!!) Freund Israels und wichtiger strategischer Partner" "Daß man sich wehren muß, sollte vor allem den Deutschen klar sein" (!!!); "Die Forderung nach dem Rückkehrrecht für alle palästinensischen Flüchtlinge samt ihrer Nachkommen, das wären heute 4,5 Millionen Menschen, Israel (7 Millionen Menschen) würde seinen demographischen Charakter verlieren". Schließlich den Anspruch auf das Kontrollrecht Israels für das jüdische Leben in Deutschland verdeutlichend berichtet die MAZ im gleichen Artikel: "Für Israel, das stellte Shimon Stein klar, ist von Bedeutung, daß die aus der früheren Sowjetunion stammenden Juden in Deutschland ein jüdisches Leben führen können, eine jüdische Identität aufrechterhalten oder aufbauen können. Eine Strategie der Assimilierung sei unerwünscht (Wortwahl !!!)". Die europaweiten Reaktionen auf die aktuelle politische Situation brechen sich auch innerhalb der kontrollierten Westpresse ihre Bahn: In Großbritannien rufen britische Akademiker und die Gewerkschaft der Uni- und Hochschuldozenten UCU zum Boykott Israels und seiner Fachjournale auf; Shimon Stein selbst gesteht ein, daß ein großer Teil der Deutschen Israel sehr kritisch gegenüberstehe und gar als größte Bedrohung für den Weltfrieden ansehe. Als Belohnung für die verlässlichen Freunde Israels bekommt das von ihnen "geführte" Land trotzdem das folgende Prädikat:

- "Deutschland boomt" (Unstern Nr.21 vom 16.05.07), Fortführung der Berichte über den "Gute-Laune Ruck durch Deutschland" seit Merkels als erfolgreich eingestuften Bemühungen um den EU-Vertrag (siehe Berichte weiter oben). Diese genauso nachprüfbare wie makabre Kausalverknüpfung spiegelt sich im Schlusswort des genannten Artikels wieder, welcher Antwort zu geben versucht auf die Eingangs gestellte Frage "Wessen Verdienst ist die erstaunliche Schicksalswende?": "Letztlich ist es ihr Verdienst. Sie haben den Preis-Schock der Euro-Einführung verkraftet (?!?!?). Sie haben auf Einkommen verzichtet. Sie arbeiten länger. Sie waren die Rettung". Dieser Artikel hat seine Entsprechung in einem Artikel des Unsterns Nr.34 vom 17.August 2006 aus gleicher Feder, also zu einer Zeit, als immer noch Angela Merkels Wort in aller Ohr war, ein Bundeswehr-Einsatz in Nahost stünde doch "gar nicht zur Debatte". Der Unstern reagierte damals, eine Woche nach genanntem Artikel über "Deutschland als Schutzmacht Israels" (s.o.), mit einem klaren Zeigefingerartikel auf Angela Merkel: "Die CDU scheut die offene Diskussion über ihren Absturz in der Wählergunst" "Angela Merkel folgt keinem verlässlichen politischen Kompass" (!!!); "Gibt sie (Merkel) ihrer Partei neben der SPD nicht überzeugend Kontur, läuft sie ein hohes Risiko: eine Debatte über die Trennung von Kanzlerschaft und Parteivorsitz." Derartige Drohgebärden gehören bekanntlich seit ihrer aktiven Beihilfe zur Einbindung der Bundeswehr in den Nahostkonflikt der Vergangenheit an, vorerst zumindest! – derzeit gilt jedenfalls: Deutschland boomt, lassen wir also mal die Kanzlerin in Istanbul ungestört ihren Job machen ! Dieses publizistische Verhalten leitet über zum nächsten Stichwort:

- "Anstand" (Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung, 19.05.07), ein in Anlehnung an Paul Spiegels Wort vom "Aufstand der Anständigen" derzeit vielfach und meist von gleicher Seite gebrauchter Begriff. Nachdem der durchsichtig inszenierte Umsturzversuch in Russland misslungen war (siehe Berichte weiter oben) heißt es in besagtem Artikel in der MAZ: "Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger kitzelt es Angela Merkel offenbar stets zur rechten Zeit in der Nase, wenn Wladimir Putin etwas versucht, was mit Anstand nichts zu tun hat" – gemeint ist die Verhinderung von Anti-Putin-Demonstrationen während des Merkel-Besuches in Russland, vergleichbar den gegenwärtigen Aktivitäten in Deutschland zur Verhinderung von Anti-G8-Demonstrationen außerhalb des o.g. ideologischen Dunstkreises. Aus gleicher Feder wie dieser redaktionelle Kommentar kamen zahlreiche auf dieser Seite besprochene redaktionelle Kommentare der Mainzer Allgemeinen Zeitung, welche ebenfalls das Thema "Anstand" tangieren, Beispiele sind der Kommentar mit der Überschrift "Gescheitert", ein Tag nach Möllemanns Tod, der Kommentar über Ministerin von der Leyen ("Die Tracht Prügel, die Sie dafür erhalten hat, war angemessen"), sowie den folgenden und bisher auf dieser Seite nicht erwähnten redaktionellen Kommentar "Patzer mit Folgen?" vom 13.12.06 zu den israelischen Atomwaffen. Die Beiträge von FOCUS zum Thema "Anstand": Auf Anregung von FOCUS-Chefredakteur Marquardt wird dem Antideutschen Henryk M. Broder ("Achse des Guten" und "gegen den Islamo-Faschismus") der Börne-Preis verliehen (über die politisch instrumentalisierte Nötigung von Verteidigungsminister Jung durch FOCUS, 06.11.06, wurde weiter oben berichtet). Weitere Beiträge zum Thema "Anstand": die Hintermächte des derzeit vampiristisch transformierten Komplexes "Bertelsmann" erweitern das Spektrum ihres bereits im Strategiepapier besprochenen erzieherischen Anspruches: Zum einen die zentrale Einbeziehung der Anti-Defamation-League in die PR-Aktion "Eine Welt der Vielfalt" und in die Erstellung schulischer Curriculae, zum anderen Reklame im finanziell versorgenden Sender RTL für die neueste Produktion der norwegischen Death-Metal-Formation Dimmu-Borgir: In sorte diabolo. XXX.de und andere mit der gedruckten Westpresse kooperierende Internetseiten puschen das Interesse an dem ebenso teuflischen Machwerk "Second-Life" in der Art "Lasst doch mal Eure nervigen Polit-Blogs und verschwindet endlich in der virtuellen Realität, das Land Baden-Württemberg macht es Euch doch vor!"

Unterschätzen wir nicht die Bedeutung der von der Westpresse gepuschten Begriffswelt im zeitlichen Umfeld derartiger Gipfel für die künftige Geschichtsschreibung, denn die Hintergründe dieser Begriffswelt werden charakterisiert und entlarvt durch die zeitgleichen Begriffe, welche von dieser Presse weitgehend ausgeklammert wurden: Die Begriffe "Anstand" bzw. "Aufstand der Anständigen" werden ab jetzt, dem Zeitpunkt der erneut aus den Berichten der Westmedien ausgeklammerten Bilderbergerkonferenz 2007, untrennbar mit dem aktuellen Putinschen Gegenargument der "Pseudodemokratischen Kräfte innerhalb des Westens" verknüpft sein. Kein anderer Beitrag der Mainzer Allgemeinen Zeitung scheint die Zementierung dieser Begriffspaarung besser zu belegen als der bereits genannte redaktionelle Kommentar vom 13.12.06, was der Leser anhand des folgenden Zitats selbst überprüfen soll.

- Beginn des Originalzitats –

Was soll die Aufregung, alle Welt weiß doch, dass Israel seit langem Atomwaffen besitzt. Das stimmt zwar, trotzdem hat der israelische Ministerpräsident Olmert jetzt bei seinem Besuch in Berlin mit seinen Äußerungen die Lage Israels dramatisch verändert, nicht unbedingt zum Vorteil des Judenstaates. Kein israelischer Politiker von Rang hat je gegen den parteiübergreifenden Konsens verstoßen, dass die atomare Bewaffnung des Landes nicht diskutiert, kommentiert oder gar eingestanden wird. Diese Politik der Zweideutigkeit hatte viele Vorteile, zum Beispiel, dass das Thema offiziell nicht existierte und damit jedes atomare Wettrüsten im Nahen und mittleren Osten vor allem von den USA und den Europäern bekämpft werden konnte, ohne damit in Argumentationskonflikte gegenüber Dritten zu geraten. Israel selbst drohten keine internationalen Kontrolleure. Und schließlich konnten Jerusalem politisch ungehindert Raketen, Flugzeuge und auch U-Boote geliefert werden. Diese Systeme sind die Voraussetzung dafür, dass Atombomben überhaupt an ihr Ziel gelangen. … (Wie gesagt: am Anfang der Satz "Was soll die Aufregung" !!! Gegen Ende des redaktionellen Kommentars taucht der Satz auf "Deutschland steht fest an der Seite des Judenstaates")

- Ende des Originalzitats –




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Todestag von Jürgen W. Möllemann


Heute, am 05.Juni 2007, jährt sich zum viertenmal der Todestag von Jürgen Möllemann. An dieser Stelle sei an die (gelinde formuliert) unrühmliche Rolle der Mainzer Allgemeinen Zeitung in Form eines redaktionellen Nachrufes erinnert, an eine öffentliche Gedenkaktion anlässlich des ersten Todestages, sowie an Möllemanns hochaktuellen und berühmt gewordenen Flyer, welcher damals den endgültigen Ausschlag gegeben hatte, Möllemann sukzessive in den Tod zu treiben. Zur Erinnerung wird der Text der Innenseite des Flyers im Folgenden vollständig wiedergegeben:

"Jürgen W. Möllemann setzt sich seit langem beharrlich für eine friedliche Lösung des Nahost-Konfliktes ein: mit sicheren Grenzen für Israel und einem eigenen Staat für die Palästinenser. Israels Ministerpräsident Ariel Sharon lehnt einen eigenen Palästinenser-Staat ab. Seine Regierung schickt Panzer in Flüchtlingslager und missachtet Entscheidungen des UN-Sicherheitsrates. Michel Friedmann verteidigt das Vorgehen der Sharon-Regierung. Er versucht Sharon-Kritiker Jürgen W. Möllemann als "anti-israelisch" und "antisemitisch" abzustempeln. Von diesen Attacken unbeeindruckt wird sich Jürgen W. Möllemann auch weiterhin engagiert für eine Friedenslösung einsetzen, die beiden Seiten gerecht wird.
Denn nur so kann die Gefahr eines Krieges im Nahen Osten gebannt werden, in den auch unser Land schnell hineingezogen werden könnte."


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Fortsetzung der Schmutzkampagne gegen Horst Seehofer

Über die aktuellen Versuche der Verunglimpfung Horst Seehofers durch die BRD-Medienlandschaft wurde bereits weiter oben berichtet. Da er sich bis heute gegenüber dem hochvernetzten Tandem Beckstein/Huber nicht geschlagen gibt in seiner Bemühung um den CSU-Parteivorsitz, wird die seit Wochen praktizierte mediale Schmutzkampagne gegen ihn fortgesetzt. Der folgende redaktionelle Artikel der Mainzer Allgemeinen Zeitung ist ein besonders übles Beispiel für die inzwischen gewohnte Methode der politisch instrumentalisierten Schmutzkampagne mittels niederstem Zynismus. Der Leser soll dies im folgenden selbst überprüfen:


-- Vollständiger Wortlaut eines redaktionellen Artikels aus der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 10.Juli 2007:

Horst Seehofer und die heimische Scholle

Der Agrarminister entscheidet sich für Ehefrau Karin, und seine Motive sind dabei nie niemals nicht selbstsüchtig

Was die öffentliche Spannung angeht, erinnert das Ganze irgendwie an den sexten, Pardon, sechsten Satz, den Boris Becker damals mit dieser Russin in der Besenkammer geliefert hat. Zunächst faselte er von "Samenraub", hernach haben alle spekuliert, und dann war die Sache doch klar. Auch Horst Seehofer hat lange herumgeeiert, aber als einstiger Gesundheits- und jetziger Agrarexperte hast du es halt im Blut, alle Optionen bis auf die letzte Stärkungstablette und das finale Samenkorn auszureizen. Jetzt ist es raus. Er hat sich gegen seine Geliebte, die ihn kürzlich zum Vater machte, und für Ehefrau Karin entschieden. Seehofers Anhänger hoffen, dass nun, da er quasi auf der heimischen Scholle bleibt, seine Chancen auf den CSU-Vorsitz steigen. Ihm selbst käme ein so selbstsüchtiges Motiv keinesfalls in den Sinn - nie niemals nicht, wie man in Bayern sagt.
Nein, wie wir unseren Horst kennen, haben für ihn letztlich ein paar ganz einfache bodenständige Argumente gezählt. Da sind zunächst zwei alte Bauernregeln: 1.) Der Teufel, den man kennt, ist einem lieber als der Teufel, den man nicht kennt. 2.) Es kommt selten was Besseres nach. Ferner: Man muss den Scheidungsanwälten das Geld ja nicht in den Rachen schmeißen. Zudem ist der Markt für preiswerte größere Wohnungen in Berlin überlastet, und den braucht Seehofer nun, da er nicht mit Geliebter und Kind zusammenzieht, nicht in Anspruch zu nehmen.
Nicht zuletzt: selbstlos und vorausschauend, wie unser Horst ist, möchte er der Mutter seines vorläufig jüngsten Kindes Stress ersparen, der gewiss entstünde, falls er mal wieder auf die Pirsch ginge, wenn Sie wissen, was wir meinen. Bei Ehefrau Karin wäre das nicht so schlimm, die ist an sowas jetzt ja schon ein bisschen gewöhnt.
Dass es der Agrar-Adonis tatsächlich irgendwann wieder von den angestammten Gefilden wegzieht, hin zu fremden Anbauflächen, dafür gibt es ein Indiz. Der mit Seehofer befreundete Ingolstädter Oberbürgermeister Lehmann sagte zur gestrigen Entscheidung: "Das wird ihm neuen Schwung geben." Fragt sich nur, wofür.

-- Ende des redaktionellen Artikels aus der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 10.Juli 2007.


Der folgende Leserbrief wurde der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) am gleichen Tage zugesandt.


... seit Jahren einer der übelsten Artikel der Rhein-Main-Presse !
Dieser indiskutable Artikel aus redaktioneller Feder der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) reagiert auf die ungebrochenen Bemühungen Horst Seehofers um den CSU-Parteivorsitz. Günther Beckstein, welcher mittels mediengestützter Intrige und williger Integration in die gegenwärtigen Machtstrukturen der BRD zum derzeit mächtigsten Mann Bayerns avancierte, kann seinen Widerstand gegen Seehofer nicht allzu offen vortragen, so daß dieser Job durch die ebenfalls willig integrierten Medien erledigt werden muß. In besagtem Artikel der MAZ ist die Rede von Boris Becker und der Besenkammer, von Stärkungstabletten, Herumeiern und finalem Samenkorn, vom Teufel und vom Agrar-Adonis, schließlich von einem "Indiz", daß er "irgendwann wieder von den angestammten Gefilden wegzieht, hin zu fremden Anbauflächen" - wohlgemerkt: aus redaktioneller Feder der Mainzer Allgemeinen Zeitung - KONKRET und TITANIC lassen grüßen. Es gibt ein noch niedrigeres Niveau als eine "Publizistik unterhalb der Gürtellinie": den Versuch, dieselbe im Rahmen einer konzertierten-bundesweiten Medienaktion gegen ausgewählte Personen einzusetzen und von Seiten der Beteiligten niemals nicht die Festigung der eigenen publizistischen Karriere im Sinne zu haben. Die Leser haben jedenfalls kapiert und sind für die nächsten politisch-moralischen "Fingerzeige" der Rhein-Main-Presse gut gerüstet.


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Zustandsbeschreibung - Juli/August 2007



Die zwecks Umgehung weiterer Referenden in feiger Weise umbenannte, in ihrer ursprünglichen Intention aber als solche unangetastete EU-Verfassung wurde unter der Ma Frau Merkels Schirmherrschaft durch die EU offiziell sanktioniert – in so lachhafter und durchsichtiger Weise, daß man nach wie vor von einem Scheitern des Projektes sprechen kann: Für künftige Ernstfälle sind die wahren Intentionen, der Werdegang, die Protagonisten, sowie das maßgeblich durch breite Zeigefinger-Publizistik begleitete und auf Biegen und Brechen erfolgte finale Durchboxen dieses Machwerkes hinreichend dokumentiert - eine Dokumentation, welche einen schlagkräftigen Hebel zu seiner Entkräftung und letztlich zum Fortbestand der geistigen Einheit der Menschheit gegen die Oligarchenriege bilden wird. Es wird für alle Zukunft zwecklos sein, dieses Machwerk als überzeugende Legitimation für weitere Kriege, etwa für die Interessen Israels, verkaufen zu können – Danke an alle mutigen Menschen weltweit für ihre offene und jetzt wohldokumentierte Stimme zur aktuellen Situation in Europa !! Seit Mai diesen Jahres finden sich zunehmend Berichte über das gegenseitige Beistehen der freien Menschen der drei großen monotheistischen Religionen (freilich handelt es sich um Berichte der Gegenseite unter Verwendung gewohnter Begriffskeulen): Muslime demonstrieren vor der jüdischen Thora-Schule in Wien gegen die willkürliche Entlassung der Kinder von Oberrabbiner Moishe Ayre Friedman (siehe vorher auf dieser Website) wegen angeblich "unorthodoxen Verhaltens" ; Beckstein/Schäuble/Bosbach/Wiefelspütz & Co warnen vor gemeinsamen Positionen der "Rechtsradikalen" und der "Islamisten, wobei besonders alarmierend sei, daß entsprechendes "Gedankengut" zunehmend in der "Mitte der Gesellschaft" angekommen sei; breite Berichte über die aktuelle Behauptung des Jüdischen Weltkongresses WJC, die "Juden in aller Welt, insbesondere in Europa (!!!)" würden sich bedroht fühlen. Analog reagieren andere wohlvernetzte Organe mit gleicher Überzeugungskraft: Welt Online am 26.05.2007 mit dem zweimillionsten Essay über die Unhaltbarkeit des Postulats von der Existenz einer "zionistischen Weltverschwörung", sowie am 09.08.2007: "Der Islam ist vergleichbar mit dem Faschismus". Mag der derzeit vampiristisch transformierte Komplex um den traditionsreichen Verlag Bertelsmann trotz seines finanziellen Volumens noch vergleichsweise durchsichtig und damit wenig ernst zu nehmen sein, so muß man sich vergegenwärtigen, was Journalismus in der aufgezeigten Art von Welt Online im Einflussbereich des AIPAC anzurichten vermag: Der Republikaner Tom Tancredo hat als Antwort auf einen "neuen Terroranschlag" in den USA empfohlen, Atombomben auf die heiligen Stätten des Islam in Mekka und Medina zu werfen, der demokratische Senator Barack Obama (also potentiell der erste farbige US-Präsident) hat im Falle seiner Wahl einen Angriff gegen Al-Quaida in Pakistan angekündigt - in den BRD-Medien hierüber nur wenige und nüchterne Berichte, sowie keine Proteste gegen die Konfrontation der Begriffe "Islam" und "Faschismus" – also nachweislich die gegenteilige Strategie der BRD-Medien verglichen mit den Reaktionen auf die Aussage "Die Juden sind kein Tätervolk". Apropos - ab und zu taucht auch heute noch in den Medien die Aussage auf "Deutschland steht fest an der Seite Israels" - diese Schreiber und Redner in der Tradition von Johannes Rau scheinen sich freilich bis heute nicht im Klaren zu sein über die darauf reagierende und sie selbst betreffende Einschätzung durch die demoskopisch bestens informierten Israelis.

Zahlreiche andere derzeit aufgefischte offizielle Statements können hinsichtlich ihrer Überzeugungskraft dem EU-Vertrag, seiner offiziellen Präsentation und seinem geistigen Unter- und Überbau als ebenbürtig angesehen werden. Es ist nun einmal die Phase des medientechnisch gestützten Versuches zur meinungspolitischen Dispersion der aufgewachten Bevölkerung, so daß sich diese Phase nicht kurz und präzise charakterisieren lässt, sondern nur durch eine Aneinanderreihung von repräsentativen offiziellen Behauptungen:

- beginnend mit der Zeitung, deren Berichterstattung Anlaß für die Entstehung dieser Website war: ein redaktioneller Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) vom 20.07.2007 im Wissen um die wahren Hintergründe des Machtwechsels in Bayern: "… gilt der Franke Beckstein bei Freund und Feind als echter Kerl, der auf herzhaft sympathische Art …", sowie am darauf folgenden Tag des 21.07.2007: "Merkel als das Maß aller Dinge, … gelingt es ihr zu glänzen, wo immer sie auftritt", (zwei weitere Steine im Brett bei Bertelsmann); ein anderer redaktioneller Kommentar vom gleichen Tag über Tom Cruise und seinen neuen Film über Stauffenberg: "Ein Hollywoodfilm kann das mehr als jede noch so gute Rede eines Politikers in die Welt tragen" – oder sollte man ergänzen "Guido Knopp und ZDF – weiter so wie bisher" ; am gleichen Tag in der MAZ eine gute Objektivierung dessen, was man an Wahrheitsgehalt von entsprechenden TV- und Kino-Produktionen zu erwarten hat: Ankündigung einer Sendung in einem der digitalen Propagandasender am gleichen Tag (21.7.) über die Germanen mit den einleitenden Worten "Die Germanen hat es eigentlich nie gegeben". Trotzdem, der Wert der zahlreichen genehmigten Bücher soll durch die MAZ dadurch nicht geschmälert werden: ausführliches Interview am 20.7.2007 mit dem israelischen Historiker Gilad Margalit, der sich gegen die geplante Veröffentlichung einer kommentierten Ausgabe von "Mein Kampf" ausspricht mit den Worten: "Es gibt seit Jahrzehnten hervorragende analytische Bücher über die Nazi-Zeit. Da kann sich jeder exzellent informieren, ohne daß "Mein Kampf" frei veröffentlicht wird."

- Ein Beitrag aus der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung: Zur Charakterisierung der Bilderberger-Treffen wird das ebenso "hervorragende analytische" Buch "Adventures with Extremists" des Juden Jon Ronson zitiert, der sich 1999 nach eigenen Worten zwecks Überprüfung verschwörungstheoretischer Aussagen in das Bilderberger-Treffen in Portugal "eingeschlichen" (!?!?) habe. Seine geistige Verwandtschaft zu Broder ist offensichtlich: das Treffen wird beschrieben als "ein harmloser Sommerurlaub von Leuten, welche den Höhepunkt ihres beruflichen Lebens erreicht haben und die über sie gestrickten Verschwörungstheorien durch und durch genießen" – Hauptargument der Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung zum Stichwort "Bilderberger", eingereiht in die Aussage, auch der weltweite Gebrauch des Wortes ZORG ("Zionist Occupied Remote Governement" = "zionistisch beherrschte Marionettenregierung") gegenüber bestimmten Staaten sei reine Verschwörungstheorie von "Rechtsradikalen".

- Eine besonders amüsante Taktik auf dem Sektor der belletristischen Chemtrails ist derzeit der Versuch eines publizistischen Spagats: neben der Umwertung von Wahrheiten in Verschwörungstheorien gleichzeitig den umgekehrten Weg zu beschreiten, nämlich die stapelweise Präsentation einer unübersehbaren Batterie von gebundenen Werken mit wohldesigntem Cover, in denen jeweils andere Sichtweisen über das Wesen der "skrupellosen Mächte unserer Zeit" in die Welt gesetzt werden, quasi als linientreue Verschwörungstheorien (deren Wahrheitsgehalt sicher nicht grundsätzlich in Abrede zu stellen ist). Gemeint ist hier nicht das durch FOCUS gepuschte publizistische Niveau eines Henryk M.Broder, sondern eine dreistellige Anzahl von durchaus detailreichen Werken wie "Der Deutschland Clan – Das skrupellose Netzwerk aus Politikern, Top-Managern und Justiz" – Werke also, welche in ihrer Gesamtheit auf den Zug der mehrheitlichen Unzufriedenheit mit dem BRD-System aufspringen, um ihn vielleicht doch noch in Richtung einer Akzeptanz der Gedankengänge Rockefellers lenken zu können. Angeprangert werden z.B. Gerhard Schröder in Zusammenhang mit seinen Bemühungen für die Interessen von Putin und Gasprom, freilich nicht die in diesem Zusammenhang involvierte Rothschild-Bank. In manchen Werken wird sogar der Begriff der "Oligarchen" verwendet, welche die ganze Welt knebeln wollen – detailreich wird dann beschrieben, daß Migranten und Juden dabei zu den Hauptleidtragenden gehören. Und trotzdem, selbst diese Literatur kann in Zukunft noch als wertvoller Negativabdruck der angesprochenen Thematik dienen: die wahren Schurken bleiben auch in diesen Werken ungenannt! Eine Variante derartiger Werke bildet die ins Deutsche übersetzte und meist aus der Feder von US/israelischen Hochschullehrern stammende Globalisierungsliteratur, welche auf Grundlage der massenpublizistisch abgesteckten primären Stichworte "Holocaust" und "11/9" ein Gedankengebäude formt, das sich allein aufgrund seines nach eigenem Verständnis vorwärtsgewandten und "optimistischen" Charakters eine Hinterfragung nicht mehr leisten kann und bislang verlässlich auf seine realpolitische und damit jede offizielle Anfechtung eliminierende Absicherung baut. So werden zahlreiche konsekutive Begriffe kreiert wie "Erinnerung im globalen Zeitalter", "zweite Moderne", oder auch "Neues Europäisches Gedächtnis" - quasi als zementierte sekundäre Eckpfeiler eines angestrebten globalisierten soziologischen Verständnisses nach Muster der "Kritischen Theorie", welche in Form eines Stelenfeldes den revis freien analytischen Blick auf die primären Eckpfeilern nach Möglichkeit verbauen sollen. Mag dieses Vorgehen im Herzen Europas auch durchsichtig und nur mittels monotonem publizistischen Dauerbeschuss des Europäers zu stützen sein - welche Wirkung haben die Gedankengebäude von Levy und Sznaider an den Universitäten in New York und Tel Aviv?

- Diese aktuell in den Buchhandlungen verfolgte publizistische Taktik hat freilich auch die Bühne des Internets erreicht, denn auch dort springen zunehmend Außenstehende auf den Zug der Wahrheitssuchenden auf: Im Kampf gegen den "faschistischen Neoliberalismus" fordert die Scheinopposition eine Abschaffung der bösen Bundeswehr, zumindest aber eine Abschaffung der Wehrpflicht, wohlwissend um die Tatsache, daß genau letztere Maßnahme eine freie Handhabe zur Einbindung Deutschlands in völkerrechtswidrige Kriege bieten wird. Auch BüSo (Bürgerbewegung Solidarität, Bueso) greift den "faschistischen Neoliberalismus" an, in Zusammenhang mit einer Verfassungsklage gegen HarztIV heißt es: "Wird das Verfassungsgericht in Karlsruhe nun die Angriffe von Neocons und Neonazis auf unseren Rechtsstaat stoppen" – also: an HartzIV sind die "Neonazis" Schuld (s.a. Berichte über LaRouche weiter oben). Die Anti-Defamation-Liga ADL unterhält ein deutschsprachiges Internet-Forum, in dem auch unverholen kritische Aussagen publiziert werden dürfen in der Art "Jetzt mal jeder frei heraus – aber vorher registrieren lassen !!". Was wird im Feuilleton von "Die Zeit" publiziert: Berichte wie "Kinderschwund – na und?".

- Passend hierzu eine andere Aussage: "Buhlen um die Schwulen kann sich für die Städte lohnen", denn laut US-Wissenschaftler Richard Florida sei der sogenannte Gay-Index ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Zukunft, aber auch schon heute;

- ähnlich überzeugend das seit Jahren anhaltende feuilletonistische Dauerfeuer des BRD-Hörfunks, Beispiel: regelmäßige Interview-Beiträge im Hessischen Rundfunk mit selbsternannten Denkern aus dem Dunstkreis der 1968 von Albert Massiczek beschriebenen Unterart des Humanismus: "Zum Glück hat es nach dem Mauerfall niemals neuerliche deutsch-nationale Töne gegeben"

- der auf dieser Website schon mehrfach verteidigte Josef Ackermann: "Hedge-Fonds (s.a. weiter oben auf dieser Website) gefährden nicht die Stabilität der Finanzmärkte, sondern stabilisieren sie". Fast möchte man ihn fragen, ob denn die Pression durch Citigroup & Co wirklich so groß ist!! Jedenfalls gibt es auch offene Stimmen aus den USA zum gleichen Thema: "Niemand möchte im Moment der Wahrheit ins Gesicht sehen, denn die Wahrheit ist ziemlich häßlich".

- Der wahrscheinlich nächste Kanzlerkandidat der SPD, Kurt Beck, möchte mittels der Wortschöpfung "freiwillige Wehrpflicht" überzeugen. Immerhin kommt Beifall von Seiten der mächtigsten Kategorie der Medienvertreter, welche die Bundeswehr längst als weltweit einsetzbare Berufsarmee für ihre Interessen ansehen (redaktioneller Kommentar in der Mainzer Allgemeinen Zeitung am 18.08.2007: "Die SPD nähert sich mit ihrem Vorhaben der rauen Wirklichkeit. Gut so!"). Warum dieses Thema bei der Aufzählung von unglaubwürdigen Aussagen: Die Unionsparteien geben derzeit vor, für die Beibehaltung der Verankerung der Bundeswehr in der bundesdeutschen Gesellschaft und damit gegen die Abschaffung der Wehrpflicht zu sein, wie einst aus wahltaktischen Gründen auch gegen den EU-Beitritt der Türkei und gegen das Antidiskriminierungsgesetz!! (siehe auch ein weiterer Leserbrief zur Wehrpflicht weiter oben). Jedenfalls hat Frank Walter Steinmeier neulich bekundet, daß er an einer SPD-Kanzlerkandidatur nicht interessiert sei und es verdichtet sich die Vermutung, daß Kurt Beck weiterhin als offizieller SPD-Kanzlerkandidat von den Medien aufgebaut werden wird – um eine einigermaßen sichere Wiederwahl Merkels zu erreichen …

- Die gegenwärtige Phase des Versuchs der globalisierten Um- und Entwertung des Christentums wird 2006/2007 durch zwei Publikationen hinsichtlich Intention und Urheberschaft präzisiert: das Buch der Bücher, die Bibel, liegt in einer neuen Übersetzung vor unter dem selbstüberhöhenden und infamen Titel "Die Bibel in gerechter Sprache". Wie also, so drängt sich die erste Frage auf, sind dann die anderen Übersetzungen zu werten?! Dennoch finden sich einleitende Worte des Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, der darauf hinweist, das Projekt sei in dreifacher Hinsicht der Gerechtigkeit verpflichtet: soziale Gerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit, sowie Gerechtigkeit im Hinblick auf den christlich-jüdischen Dialog durch Verzicht auf antijudaistische Interpretationen. Für den publizistisch informierten Leser präzisiert sich das hier zugrunde liegende Verständnis von "Gerechtigkeit" schlagartig durch die Angabe des Verlags am unteren Rand des Buches: Gütersloher Verlagshaus (dessen Tradition und Ursprung an dieser Stelle - wie gesagt - nicht in Abrede gestellt werden soll, sondern im Gegenteil als wieder erstrebenswerter Zustand nach Überwindung der gegenwärtigen Phase im Bewusstsein der Menschen verankert bleiben sollte). Glücklicherweise ließen geistesgegenwärtige Gutachten über das aktuelle "Projekt" nicht lange auf sich warten.

Noch tiefer aus dem aktuellen Zeitgeist kommt die Publikation des Evangeliums nach Judas, erstmals präsentiert in Washington D.C., übersetzt aus dem Englischen (!!!), jetzt erschienen bei Scherz (!!!!!), gemäß Angabe des Verlages verfasst von seinem Sohn Benjamin Iskariot, sowie versehen mit einem noch verwirrenderen Inlay vor der ersten Seite: "Das Evangelium nach Judas ist das Resultat einer intensiven Zusammenarbeit zwischen einem Erzähler und einem Gelehrten. Die ungewöhnliche Partnerschaft von Jeffrey Archer und Francis J.Moloney wurde in Rom begründet …", doch dazu später. Was ist an Kernstellen und Aussagen hervorzuheben:
Kapitel 1, Vers 7, gleich auf der ersten Seite: "Mein Vater erzog mich in der strengen Tradition der Thora, und ich bin ebenso wie er zu der Ansicht gelangt, dass Jesus von Nazareth ein Prophet und ein echter Sohn Israels war, aber nicht der lang erwartete Messias"
Kapitel 1, Vers 16: "Die Christen verbreiten weiterhin in ganz Galiläa, dass Judas ein gewalttätiger Mensch war, ein Mitläufer und einer, dem man nicht trauen konnte. Trotz etlicher Gegenbeweise sind diese Verleumdungen weiterhin in Umlauf und werden von den Anhängern Jesu bis auf den heutigen Tag oft wiederholt"
Kapitel 2, Vers 8: "Manche Geschichten über Jesu Geburt, die damals erzählt wurden, waren nichts weiter als griechische Mythen, die von Göttern erzählen, aus deren Verbindung mit irdischen Frauen Nachkommen hervorgehen"
Kapitel 25, Vers 59, der Schluß des "Evangeliums": "Judas starb so wie Jesus gestorben war. Die Römer kreuzigten ihn.".
Auf der allerletzten Seite der Ausgabe bei Scherz finden sich Informationen über Archer und Moloney: letzterer "spielt seit 30 Jahren in der römisch katholischen theologischen Tradition eine führende Rolle … und stand in enger Verbindung mit Kardinal Josef Ratzinger", ersterer ist Mitglied des britischen Oberhauses – der Kreis zu Bertelsmann schließt sich.



- Alles passt so wundersam und perfekt zum aktuellen Zeitgeist -




Auch wenn die "Eindeutigkeit" der hier aufgelisteten Behauptungen und Publikationen durchaus optimistisch stimmt hinsichtlich der Hoffnung auf eine zukünftig korrekte historische Einschätzung der Jahrtausendwende, so hat die gegenwärtige publizistische Phase auch eine wenig amüsante Seite: Man macht sich verstärkt an die besonders Unschuldigen, Gutmütigen, Gebeutelten und Betrogenen unserer Gesellschaft heran: unsere wissbegierigen Kinder, die alten Menschen und alle diejenigen, welche ihrem angestammten Buchverlag und Buchversand uneingeschränkt vertrauen, das derzeit betrogene und schikanierte Bildungsbürgertum, insbesondere die Ärzte, sowie diejenigen, denen wir die Wiedervereinigung zu verdanken haben: unsere Landsleute der ehemaligen DDR. Anknüpfend an die oben erwähnten Bemühungen von Gütersloher Verlagshaus, Washington D.C. & Co findet sich das neue und wohlillustriertes Buch "Jesus" in den Regalen der Kinder- und Jugendliteratur, welches gezielt mit der aktuellen Jugendsprache arbeitet und sich selbst bereits im Vorwort überhöht: "Natürlich gibt es schon 9999 Bücher über Jesus. Mindestens. Doch so wie hier könnt ihr ihn nirgendwo anders kennen lernen". Nach flüssig zu lesender und kompakter Lektüre der ca.150 Seiten ist der Jugendliche dann bestens präpariert: mit allen Zweifeln, die sich perfekt in den aktuellen Zeitgeist einfügen und quasi eine "Mindestdistanz" zum 2000 Jahre alten christlichen Selbstverständnis markieren, die vom Leser bis zur absoluten Negation nach eigenem Belieben vergrößert werden kann, ohne die Grundaussagen des Buches widerlegen zu müssen. Das besonders gefährliche an dieser Literatur ist ihre präzise Selbstpositionierung in den Windschatten der eigenen Angreifbarkeit: Nirgends finden sich negierende Formulierungen etwa in der massenpublizistischen Art des "Sterns", sondern alles läuft auf eine beschönigende Illustration von ihn Wahrheit schwerwiegenden Behauptungen hinaus: "Hat Jesus wirklich gelebt, oder ist er nur gut erfunden?". Diese Taktik wirft immerhin ein klares Licht auf den weiteren Werdegang des diesbezüglichen Vorgehens im "New World Order": das Endziel ist mit Sicherheit nicht das Erreichen einer breiten publizistischen Verleugnung der christlichen Lehre, denn dies wäre der beste Weg zu ihrer Bestätigung – vielmehr ist es ein Anliegen, welches exemplarisch auf dem inneren Deckblatt des Buches durch ein einführendes und in dieser Funktion ungeheuerliches Motto charakterisiert wird: "Nicht nur die frohe Botschaft, auch eine gute Geschichte kann ein Leben verändern" – oder sollte man unseren Schülern sagen: "Humanismus pur, ein jeder wie er will" ? Daß letzteres eben doch nicht geht, verdeutlichen Worte gegen "Gehirnwäsche für Schüler" aus der Sitzung des Wetterauer Kreistages, für die vom Amtsgericht Friedberg eine Gefängnisstrafe ohne Bewährung verhängt wurde, obwohl ein strafrechtlich relevanter Sachverhalt nicht verbal tangiert wurde: "Da gibt es noch Zuschüsse für Fahrten von Jugendgruppen und Schulklassen zu Stätten des sogenannten nationalsozialistischen Terrors – also Gehirnwäsche für Schüler". Auf dieser Website wurde über die kontroverse Einschätzung der berühmten Rede von Martin Hohmann berichtet: Worte wie "der Mehrheit unseres Volkes aus der Seele gesprochen" stand damals die offizielle Darstellung "nur partiell mit Beifall bedacht" durch die Mainzer Allgemeine Zeitung gegenüber. Auch zum aktuellen Geschehen gibt es einen Satz der Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 08.08.2007, dessen Hauptsatz, Nebensatz und Kausalverknüpfung, sowie dessen zwei Worte umfassender Nachsatz jetzt ebenfalls der persönlichen Meinungsbildung der Menschen für alle Zukunft zur Verfügung stehen wird: "Das Urteil von Friedberg erregt kein Aufsehen, denn es ist in seiner klaren Konsequenz Ausdruck des Konsenses, der in diesem Land gegenüber solcher Geisteshaltung herrscht. Gut so!". Wer doch lieber auf einen Konsens mit den Stimmen seines angestammten Buchverlages bzw. Buchversands baut oder gar den Fortbestand eines solchen Konsenses leichtgläubig postuliert ("Wenn das unser Versand vertreibt, muß es ja stimmen!"), steht ebenfalls einem wachsenden Problem gegenüber: der seit Jahren zunehmenden Beimischung von zumeist wirtschaftspolitischer Globalisierungsliteratur, deren Autoren genüsslich die selbstgemachten Folgen der Globalisierung aufgreifen ("Wunderland ist abgebrannt", "Der Crash kommt", etc), damit auf den Zug der denkenden Unzufriedenen und Verängstigten aufspringen und, oftmals mit orangener Krawatte abgebildet, mittels nicht unerheblicher Schuldzuweisung an die Betroffenen selbst Auswege aus der Krise anmahnen, welche letztlich nur in der weiter fortschreitenden Anpassung der Betroffenen an den eingeschlagenen Weg der Globalisierung bestehen. Ein anderes Beispiel ist die Beimengung von Schriften in der Art "Jesus ist nicht am Kreuz gestorben, doch das Wissen darum ist brisant …", womit die vom Zeitgeist geförderte und publizistisch enthemmte Vernebelung des Christentums offen multipliziert wird und zusätzlich eine Relativierung von anderen Publikationen des eigenen Versandes betrieben wird, welche wirkliche und damit wahrhaft brisante Erkenntnis beisteuern. Kein Zweifel mehr, daß es solche publizistischen Versuche gibt, aber was bitteschön haben derartige "Werke" in einem Versand zu suchen, der sich gerade dem Kampf gegen derartige Mitläufer des gegenwärtig beherrschenden globalen Systems verschrieben hat ? Die Antwort könnte bei manchem "nationalen Versand" zu finden sein: neben unbestritten Publikationen und seriösen Büchern eine Beimischung von hirnrissigem rassistischen und menschenverachtendem Material nach Prägung des amerikanischen Ku Klux Klans. Zur allgemeinen Beruhigung sollte man hier den zunehmenden Bekanntheitsgrad der Tatsache anführen, daß die Hauptaufgabe der "V-Leute in den höchsten Gremien", von denen die Verfassungsrichter sprechen (siehe weiter oben auf dieser Website), nicht so sehr die Einbringung von Informationen ist, sondern das Betreiben aktiver Desinformation und die Initiierung von Maßnahmen, welche den eigentlichen Intentionen der entsprechenden Organisationen zuwiderlaufen und ihrem Ruf Schaden zufügen – möge die wahrheitssuchende Mehrheit ihrer Mitglieder diese Leute entdecken und nach Möglichkeit bekehren.

Zu den Gebeutelten im publizistisch so hoch gelobten "Merkelland" gehören auch die Ärzte – Punkt! Immer mehr Ärzte werden hinsichtlich der persönlich als noch vertretbar empfundenen Möglichkeit zur suffizienten Berufsausübung an ihre Grenze getrieben, von der BRD-Gesetzgebung in diktatorischer Form in den Strudel der baumeisterlich betriebenen Mehrklassengesellschaft gerissen und obendrein dem publizistischen Versuch ausgesetzt, den unverändert im Sinne des "Besserverdieners" dargestellten Arzt gegen andere und auf ihre Weise ebenso betrogene Bevölkerungsschichten auszuspielen, auch hinsichtlich der fachlichen Leistung. In dieser Hinsicht profiliert sich u.a. gerne die Sendung Frontal 21, welche sich als Sprachrohr des unzufriedenen Bürgers anbiedert, in Wirklichkeit aber die Vorreiterrolle des orangenen Senders beim Auseinanderdividieren unserer Bevölkerungsschichten übernommen hat – unter Aussparung orangener Kreise versteht sich. Auch über diese verwerfliche medienpolitische Ambition muss der wissbegierige und potentiell mit gesundheitlichen Problemen kämpfende Besucher in den Buchhandlungen zwangläufig stolpern. Ein Beispiel: stapelweise Präsentation eines Werkes mit dem Titel "Das Ärztehasserbuch", von einem Arzt selbst geschrieben. Beispiele für Aussagen und Formulierungen: Quacksalber oder Koryphäe ? Das wissen Patienten erst, wenn es zu spät ist; Inkompetenz und Pfusch der Mediziner; Alltägliche Grausamkeiten, die Ärzte im Umgang mit ihren Patienten begehen; Nur wenige behalten ihre offene menschenfreundliche Art; Feind ist der Patient … eine angemessene Auflistung derartiger Aussagen würde die halbe Website füllen, einschließlich der finalen zynischen Ratschläge zur "Überlebenshilfe von Ärzten und Patient". Was fast noch schlimmer wiegt als das Geschriebene ist das Weggelassene: kein Wort von der Pression, welcher die Ärzteschaft in Deutschland zunehmend ausgesetzt ist und welche die Hauptursache für das zweifelsfrei gewollt sinkende Niveau unseres Gesundheitssystems darstellt. Was sagen die offiziellen Sprachrohre der deutschen Ärzteschaft? Ein Beispiel: das Deutsche Ärzteblatt (Deutsches Ärzteblatt) haut in die gleiche Kerbe wie das genannte Buch, wenn auch im Rahmen seiner seit Jahren betriebenen linientreuen Aufarbeitung der Medizingeschichte: über die Mediziner im Dritten Reich heißt es im Rahmen einer Buchrezension in Heft 25/2007: "Gerade die Militärmediziner – die aktiven Sanitätsoffiziere und die sie beratenden Hochschullehrer – sahen im Krieg ein Massenexperiment, das der medizinischen Forschung einmalige Gelegenheit verschaffte. Für sie waren die Soldaten in erster Linie Menschenmaterial, dessen Individualität nicht mehr zählte und das sie in hypernationalistischer Verblendung auch dann noch in den Kampf schickten, als ihre physischen und gesundheitlichen Reserven erschöpft waren." Auch dieses Buch, sowie die gesamte Rezension könnte man getrost als "Ärztehasserbuch" betiteln – nur daß es hier um das Aufwiegeln der Ärzteschaft gegen ihren eigenen Berufsstand während einer definierten geschichtlichen Epoche geht. Aufwiegeln einer beruflichen oder gesellschaftlichen Gruppe gegen sich selbst – geht dies auch in noch größerem Rahmen? Antwort: Ja! – in einer HR-Fernsehsendung über Renten, in der eigens aufgrund ihrer abstrusen und Weis-Gott nicht-repräsentativen Ansichten vor die Kamera geholte "West-Alte" geringschätzig über die Bürger der ehemaligen DDR sprechen dürfen. Andere dürfen dabei natürlich nicht kritisiert werden, im Gegenteil: nach Karl Lauterbach gibt es einen Zweiklassenstaat, in dem die "Migranten" zu den besonders Benachteiligten gehören, was sich natürlich schnell ändern muß. Bislang jedenfalls gilt der Tenor aus besagter HR-Sendung: es sei ungerecht, daß "die im Osten" überhaupt Rente kriegen !!!!

… verwerflichste Beispiele also für den baumeisterlich vielfältig gestalteten und dennoch in seiner Intention eindeutigen Versuch des Auseinanderdividierens einer Gemeinschaft, welche als Einheit von den Oligarchen gefürchtet wird – und somit einer zusätzlichen und ebenso verwerflichen Taktik ausgesetzt wird, nämlich immer wieder und zu den unterschiedlichsten Sachfragen bestimmte Personen oder Gruppen als zueinander in Opposition stehende Scheinpolaritäten präsentiert zu bekommen. Reichlich ist dieser Punkt bereits auf der vorliegenden Website in mehrfachem Zusammenhang besprochen worden: Merkel und Westerwelle, Antideutsche und Antizionistische Linke, Guido Knopp und Johannes Heer, Stern-Focus-Spiegel (wer war denn dieses Jahr der devo beste von uns? Ich, nein ich, nein ich!), Broder und Scholl-Latour, und, und, und ... Wer wäre noch zu nennen, etwa Arnulf Baring und Oskar Lafontaine, welche nur als Tandem in der Lage waren, den Slogan "Deutschland gehört nicht nur den Deutschen" auf der breiten Achse zwischen den Neocon-Hörigen und der sogenannten "neuen Linken" zu etablieren ? Viel interessanter und brisanter ist hier eine andere Konstellation, deren wahrerer Charakter auch im Internet noch viel zu wenig hinterfragt wurde: wie wäre es mit Zionismus/Neocons – Neturei Karta / Noam Chomsky / Norman G. Finkelstein & Co ? Doch hierüber wird noch zu reden sein …


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Im Bewusstsein der höchsten Alarmstufe für Deutschland ...


... nein, gemeint ist hier etwas anderes, nämlich diejenige Bedrohung, welche weiter unten im Leserbrief an die Mainzer Allgemeine Zeitung vom 15.September 2007 angesprochen wird. Aber der Reihe nach: die Liste der vom Bürger zu korrigierenden offiziellen Medienberichte ist wieder einmal so lange, daß man sich auf den wichtigsten Aspekt konzentrieren muß. Was ist alles zu nennen:
- die wiederholte Keule der Medien gegenüber allen den derzeitigen westlichen Machtstrukturen kritisch gegenüberstehenden Staaten, sie seien noch "weit von einer echten Demokratie" entfernt, aktuell gegenüber Russland unter Wladimir Putin (redaktioneller Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 13.09.2007) - für die Zukunft sei der Zustand im Westen hinsichtlich "demokratischer Wahlen" festgehalten, wie mehrfach auf dieser Website belegt: Präsidentschaftswahlen in den USA 2000 und 2004, Ukraine und Deutschland 2005, und, und, und …
- der gezielte Gebrauch einer beleidigenden Polemik durch die Medien unter dem Deckmantel der Pressefreiheit, derzeit verstärkt angewendet zwecks Aufrechterhaltung der aktuellen publizistischen Ungleichbehandlung der drei großen monotheistischen Religionen innerhalb des Westens: zwei dieser drei Religionen sollen eine zunehmende Pressewillkür gepaart mit offenem Spott und Blasphemie erdulden, während konstruktiv kritische Äußerungen gegenüber Vertretern der dritten Religion von den gleichen Pressevertretern unterdrückt werden bis hin zur willigen Begleitung einer Existenzvernichtung des Kritisierenden. Eine indiskutable Karikatur aus der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 08.09.2007 zeigt eine muslimische Gebetsgruppe, in welcher der Imam die Frage stellt "Wo ruft uns Allah, der Allmächtige zum Kampf gegen Unglauben und Sünde ?", worauf die anderen Teilnehmer antworten: "In ULm, und um Ulm, und um Ulm herum".
- die wiederholten Keulen der Medien gegenüber Menschen, welche die Wahrheit aussprechen: in einem relativ kurzen redaktionellen Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung über Eva Herman vom 10.09.2007 findet sich die stattliche Liste folgender Aussagen: "politische Beschränktheit", "ein hohes Maß an Ignoranz", "gering ausgeprägte Fähigkeit, sich mit ernsten Themen auch ernsthaft auseinanderzusetzen", "die Dame plappert gerne", "wenn jemand gar keine Ahnung hat, dann muß man auch einmal den Mund halten", "bodenlose Unverschämtheit, die einem den Atem verschlägt" - für die Zukunft sei festgehalten: die Präzisierung der umstrittenen Aussage durch Frau Hermann selbst: "Werte wie Familie, Kinder und das Mutterdasein wurden auch im dritten Reich gefördert, anschließend durch die 68er abgeschafft. Vieles, was in dieser Zeit hochgehalten wurde, wurde danach abgeschafft". Auch sei festgehalten, daß Frau Herman ihre Äußerung, Stand 15.09.2007, nicht zurückgenommen hat, und außerdem über etwa 1000 an sie gerichtete e-mails berichtete, davon 95% zustimmend. Weiterhin ist festzuhalten: die erwartungsgemäßen Reaktionen der Primitivpresse ("Eva Hermann - ihr tiefer Fall" - Bunte), aber auch zwei aussagekräftige, weil in ihrer abstrus-extremen Position räpräsentative Statements: die Aussage der Kampagne Laut gegen Nazis: "Im Gegensatz zu Ihnen (Frau Hermann ) sind wir durchaus der Meinung, dass nichts von der Nazi-Ideologie stehen bleiben darf" (als ob eine der 68er-Ideologie entgegenstehende familienfördernde Politik mit "Nazi-Ideologie" gleichzusetzen wäre) ; weiterhin die Aussage von Michel Friedmann in der Zeitschrift Revue, daß es bei Hitler und dem Nazi-Regime nicht gegeben habe, was gut war, insbesondere nicht die Familien- und Frauenpolitik, mit der die Frauen zu "Gebärmaschinen für künftige Soldaten" dagradiert worden wären.
- die weitgehende Ausklammerung von Hintergrundberichten zu schwerwiegenden und weitreichenden Äußerungen hoher politischer Vertreter : am 11.09.2007 nur ein Kurzbericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung, daß ein "Rat der Weisen" für die Europäische Union vorgeschlagen wird - von Nicolas Sarkozy, Vertrauter von Benjamin Netanjahu, und Angela Merkel, Vertraute von Lord Weidenfeld – für die Zukunft dürfte der mündige Bürger diesbezüglich wohl vorbereitet sein.
- oftmals sind jedoch diejenigen politischen Entwicklungen am kommentarbedürftigsten, die dem Bürger am wenigsten lärmend, weil durch die Medien auffallend nüchtern präsentiert werden . Daher wurde ein Leserbrief zum folgenden Sachverhalt verfasst und am 15.09.2007 der Redaktion der MAZ übersandt. Am Vortag des 14.09.2007 berichtete die MAZ in mehreren Artikeln, daß Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer nicht mehr auf einen Einsatz der Bundeswehr in Südafghanistan dränge. Auffallend offen werden in den offiziellen Medien derzeit die Stimmen aus der BRD-Politik zitiert, welche einem dortigen Kampfeinsatz der Bundswehr kritisch bis ablehnend gegenüberstehen. Auch sei an den aktuellen belletristischen Part von Scholl-Latour erinnert, Deutschland solle sich aus Afghanistan zurückziehen. Wichtig in diesem Zusammenhang sind die zeitgleichen und analogen "Bemühungen" der Weltmächtigen um einen vollständigen Truppenabzug der USA aus dem Irak, wohlwissend, daß erst dann eine freie Handhabe zur Inszenierung eines Chaos durch den CIA und seine längst nicht mehr den US-nationalen Interessen verpflichteten Auftraggeber bestehen wird - ein Chaos, welches dem Iran provozierend vor die Haustüre gesetzt werden werden soll zwecks Aufrechterhaltung des schwelenden Konfliktes zwischen Sunniten und Schiiten. Bereits jetzt bedient sich die offizielle Westpresse gerne der Aussage, Sunniten und Schiiten seien sich "spinnefeind", ein in seiner Intention und Niedertracht zum Glück durchsichtiges Unterfangen dieser kontrollierten Presse. Vielfältig werden die "politischen Möglichkeiten" für die Weltmächtigen sein, die sich durch ein politisches Chaos im Irak in Abwesenheit fremder Truppen ergeben werden: Ablenkung des Iran und weiter Teile der Bevölkerung des mittleren Ostens von einem eventuellen Konflikt im Nahen Osten, gezielte Provokation des Iran zwecks Einleitung eines Militärschlages, Ködern großer Teile der sunnitischen Bevölkerung gegen die "schiitische Bedrohung aus dem Iran", temporäre putschartige Errichtung einer "unliebsamen Regierung", welche als perfektes, weil militärisch nicht ernstzunehmendes Feindbild aufgebaut werden wird nach dem Vorbild der ehemaligen und vom CIA designten afghanischen Taliban-Regierung, etc, etc. George W. Bush, der bis zuletzt auf einem Verbleib der US-Truppen im Irak pochte, scheint derzeit vor dem Druck der Weltmächtigen einzuknicken. Breit wird in den Medien dieser Druck verstärkt (s.a. redaktioneller Kommentar der MAZ vom 04.09.2007). Auch wird reichlich berichtet über Menschenmassen, welche für einen Abzug der US-Truppen aus dem Irak und der Bundeswehr aus Afghanistan demonstrieren. Mit der Einbindung dieser an sich berechtigten Proteste friedliebender Menschen in ihre Planungen hat die kriegstreibende Politik unserer Zeit eine neue Dimension erreicht. Auch dies soll durch den Leserbrief verdeutlicht werden ...



... grotesk, aber wahr !
In der aktuellen Diskussion um den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr könnte man oberflächlich betrachtet den Eindruck gewinnen, Deutschland habe sich erfolgreich zur Wehr gesetzt gegen das Drängen von Nato, Amerikanern und Briten zur Beteiligung an Kampfeinsätzen im Süden des Landes. In Wirklichkeit war für Leute wie Guido Westerwelle, Claudia Roth oder hohe Medienvertreter eine ganz andere Prämisse ausschlaggebend: die von einflussreichen Kräften geäußerte Maßgabe, man solle das militärische Engagement in Afghanistan aus traditionellen Gründen den Briten und Amerikanern überlassen, Deutschland dagegen solle sich auf ein "Engagement im nahen Osten" konzentrieren.
Es ist grotesk, aber wahr: der wohl bevorstehende weitgehende Rückzug der Bundeswehr von Kampfeinsätzen in Afghanistan bedeutet letztlich die Notwendigkeit zur Abwehr der viel größeren Gefahr eines bei nächster Gelegenheit aufgenötigten und weit über den aktuellen Marineeinsatz hinausgehenden Kampfeinsatzes der Bundeswehr für die Interessen Israels und gegen die Interessen seiner Nachbarn – ein Kampfeinsatz, bei dem man dann mit dem zusätzlichen Druckmittel arbeiten wird, daß Deutschland hier nicht wie im Falle Südafghanistans "kneifen" könne. Für alle Fälle sei festgehalten, daß der mündige Bürger diese Situation bereits jetzt als höchste Alarmstufe für Deutschland betrachtet.


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EU-Gericht kippt das VW-Gesetz


Ende Oktober 2007, das höchste EU-Gericht kippt das vor feindlicher Übernahme schützende VW-Gesetz. Die Mainzer Allgemeine Zeitung (MAZ) publiziert hierzu am 24.Oktober 2007 einen redaktionellen Kommentar, dessen triumphierender Charakter aus besagter Feder inzwischen zur Gewohnheit gewordenen ist. In diesem Zusammenhang wird erinnert an die "publizistische Aktivität" der Mainzer Allgemeinen Zeitung zur Zeit der feindlichen Übernahme der deutschen Firma Mannesmann durch Vodaphone. Der folgende selbsterklärende Leserbrief wurde der Redaktion der MAZ am 27.Oktober 2007 zugesandt.


... Mainzer Allgemeine Zeitung: Wurde auch höchste Zeit !
Sowohl die Herkunft als auch die angestrebte Signalwirkung der wirtschaftsjournalistischen Formulierung "Wurde auch höchste Zeit" können die Bürger dieses Landes inzwischen gut einschätzen. Der zustimmende Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) über die EU-gestützte Verhinderung der Selbstverteidigung des deutschen Traditionsunternehmens Volkswagen gegen eine feindliche Übernahme hat sein Pendant in einer Formulierung in Lord Weidenfelds "Welt am Sonntag" vom 13.März 2005 in Zusammenhang mit deren Stützung der bis dahin von der deutschen Wirtschafts- und Finanzwelt als unseriös eingestuften Hedge-Fonds: "US-Fonds bedrängen die Deutschland AG – Aggressive ausländische Investoren greifen im deutschen Management durch. Das wurde aber auch Zeit". Neu an dem Kommentar in der MAZ ist indes, daß so getan wird, als habe die Übernahme von VW bereits stattgefunden, obwohl die Porsche-Sprecher am gleichen Tage (24.10.07) betonten, daß eine solche Entscheidung noch gar nicht gefallen sei. Weiter heißt es in triumphierender Weise: "VW wird ein stinknormaler Konzern" und im Hinblick auf die Beschäftigungszahlen: " ... wird das Porsche-Team flott dafür sorgen, dass bei VW … vor allem endlich viel Ballast abgeworfen wird". Noch einmal: wird denn allen Ernstes angenommen, die Deutschen wären nicht in der Lage, Herkunft und Intention eines derartigen Wirtschaftsjournalismus treffend einzuschätzen?


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Erfolg - die Versuche zur meinungspolitischen Dispersion werden noch durchsichtiger


- Zustandsbeschreibung - September/Oktober 2007

Viel wird derzeit publiziert, was und wie die Deutschen politisch denken. Allem voran steht natürlich die Zustimmung für Frau Merkel, die das mit dem Klimaschutz so toll angepackt hat. Sie ist laut Forsa das beliebteste Kabinettsmitglied und 75% der Bundesbürger sind mit ihrer Arbeit "sehr zufrieden". Ein Gegenbeispiel ist natürlich Wladimir Putin, welcher den Deutschen wohlgesonnen ist und von ihnen mehr Selbstbewusstsein erwartet, den militärischen Plänen der USA und Israels aber kritisch gegenübersteht und auf einen Dialog mit dem Iran setzt. Wie also denken die Deutschen über diesen Putin und sein Land: "Die Deutschen haben Angst vor Wladimir Putin" und "die Mehrheit der Deutschen sieht in Russland eine Bedrohung" (Welt-online, 06.September 2007). Dann ist da natürlich noch die Tatsache, dass nahezu alle Deutschen Angst vor den bösen Islamisten haben, mit Israel aber solidarisch sind. Wie solche Meinungs-Mehrheiten derzeit zustandekommen und wie ernsthaft man sie künftig bewerten soll, demonstrierte neulich Welt-online in besagtem Artikel:



Auch in der gegenwärtigen politischen Phase kann die Durchsichtigkeit und Glaubwürdigkeit dieser publizistischen Meinungsmache getrost mit derjenigen aller politischen Aussagen aus dem Munde von Merkel, Bush und ihren Auftraggebern in Beziehung gesetzt werden. Da ist zunächst einmal die anhaltende, wenn auch zunehmend verlegener werdende verbale Rabulistik gegenüber dem Iran. Der wahre Grund für die Kriegsrhetorik ist die Tatsache, daß Achmadinedschad Dinge ausgesprochen hat, von deren Stichhaltigkeit die Mehrheit der Menschen auf dem Erdball überzeugt ist. Moralisch und realpolitisch hat Teheran das Tauziehen um die Kernenergie längst für sich entschieden und wird jetzt zudem von Putin und vielen anderen Nachbarn politisch und bautechnisch unterstützt. Berechenbarerweise und mit eindeutiger Herkunft wurde somit ein immenser konsekutiver Gegendruck auf die Ma hochvernetzten Politiker und Publizisten der westlichen Welt aufgebaut mit eindeutiger Aufforderung zur anhaltenden Anfeindung der Teheraner Regierung, glücklicherweise in einer Phase, in der sich die breite Erkenntnis durchsetzt, daß die Frage der Kernenergie nur einen Vorwand zum Aufbau eines gewollten militärischen Konfliktes darstellt analog der angeblichen Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins - viele wache Stimmen publizieren zur Zeit die Frage, ob es sich die Menschheit wirklich bieten lässt, dass man jetzt versucht, sie mit dem gleichen Trick erneut übers Ohr zu hauen !! Ein Beispiel für den immensen Druck auf Politiker und Publizisten des Westens: eine Welle von ungeheuerlichen Überschrift, etwa bei Welt-online am 19.10.2007: "Die Atom-Mullahs und der Dritte Weltkrieg", sowie "Der Iran treibt ein hinterhältiges Spiel", anspielend an die in den BRD-Medien nahezu unkommentiert wiedergegebenen Äußerungen Bushs. Ein anderes eindrucksvolles Beispiel für diesen Druck Ende September 2007: die Kür zum "Weltstaatsmann" (World Statesman Award), die zeitgleiche Rabulistik gegenüber dem Iran (Niederträchtigerweise im Namen Deutschlands vorgetragen) vor zum Glück nahezu leerem und gelangweiltem UN-Plenum, gepaart mit Anbiederung hinsichtlich eines ständigen Sitzes im UN-Sicherheitsrat, welche parteiübergreifend sogar von vielen Abgeordneten des Bundestages als peinlich eingestuft wurde. Der erwartungsgemäße Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung aus erwartungsgemäßer Feder: "Angela Merkel macht innen- wie außenpolitisch eine so gute Figur, dass selbst die Anhänger der Opposition ihr immer öfter ein summa cum laude ausstellen" (27.09.2007). Unvergessen in diesem Zusammenhang bleibt das Gruppenbild Merkels mit Henry Kissinger, der sich natürlich manchmal bei derartigen Niederungen der Weltpolitik ablichten lassen muß (wobei man sich auch gerne erinnert an seinen nervösen Auftritt in Deutschland vor einem gefestigten Gerhard Schröder anlässlich der Weigerung Deutschlands zur Teilnahme am Irak-Krieg). Der vorerst letzte Coup gegenüber Teheran ist eine miserable Kopie der entsprechenden Inszenierung vor dem Irak-Krieg mit gleicher Urheberschaft: 25.Oktober 2007: Bush, Cheney und Rice erklären die iranischen Revolutionsgarden als "Lieferanten von Massenvernichtungswaffen" !!! Da ist er wieder in reinster Formulierung: der gleiche Trick nochmal !!!! - verständlich, daß selbst die hörigsten Publizisten des Westens (Stand 30.Oktober 2007) lieber erst einmal betretenes Schweigen vorziehen ! Sicher, was hier abgeht kann sich der informierte Leser gut vorstellen, zumal er bei seiner politischen Meinungsbildung eindrucksvoll durch die Oktoberausgaben von monotheistisch orientierten deutschsprachigen Zeitungen unterstützt wird: In einer dieser Zeitungen ein ausführlicher Bericht über den erstmaligen Besuch von Ronald S.Lauder in seiner Eigenschaft als Präsident des Jüdischen Weltkongresses WJC (world jewish congress) bei Angela Merkel, bei dem er harte Sanktionen gegen den Iran fordert und betont, er sei mit Frau Merkel bei allen wichtigen Themen auf einer Wellenlänge. In einer anderen dieser Zeitungen wird das Buch "Die Israel-Lobby" von John J.Mearsheimer und Stephen M.Walt "rezensiert" mit dem abschliessenden Fazit, dieses Buch werde auch in Deutschland ein Publikum finden, welches sich durch Fakten nicht irritieren lassen möchte, sondern lieber auf Verschwörungstheorien setzt. In dem Artikel wird auch auf die Kritik am Cover des Buches verwiesen, welches mehrere Davidssterne innerhalb der US-Flagge zeigt. Dabei wird ignoriert, dass das selbstgewählte Logo des AIPAC (in besagtem Buch ebenfalls massiv in der Kritik) genau aus dieser Kombination besteht.

Ebenso durchsichtig wie derartige "Rezensionen": Die derzeitigen Profilierungsversuche der SPD unter Kurt Beck zu Lasten des Regierungsmitgliedes Müntefering und gegen den Koalitionspartner CDU/CSU. Die FDP hät sich vollkommen zurück, lediglich zu Beginn dieser Phase hatte Westerwelle kurz geäußert, daß es angesichts der Differenzen zwischen SPD und Union doch nur konsequent wäre, wenn die SPD die Koalition verlassen würde. Was lehrt uns dies - es ist wohl wahrscheinlich, daß es bereits lange vor dem nächsten Wahltermin im Herbst 2009 eine neue Spitze Merkel/Westerwelle geben wird !!! An dieser Stelle muss vorausgesetzt werden, daß man dem Leser dieser Seite nicht zum zehnten Male darlegen muss, was dies für Deutschland und die Weltpolitik bedeuten wird. Trotzdem sollte in diesem Zusammenhang an die aktuellen Vorhaben der o.g. Kreise erinnert werden: Reform der UN - im Klartext: Entmachtung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zwecks Konstruktion weiterer Druckmittel gegen den Iran und letztlich eines durch die "reformierte" UN sanktionierten Kriegsgrundes. Jedenfalls scheint sich der auf dieser Seite bereits geäußerte Verdacht zu bestätigen, dass Kurt Beck als eher blasser Gegenkandidat zu Frau Merkel aufgebaut wird, um das zu erreichen, was die Wähler 2005 verhindert hatten, nämlich die Regierungsverantwortung für das besagte 100% oligarchenhörige Tandem. Es bedarf keines Beweises sondern lediglich nüchterner Betrachtung der gegenwärtigen politischen Landschaft in der BRD, um Herrn Beck mitzuteilen, dass er es hier mit PR-Strategen zu tun hat, die genau wissen, wie sie vorzugehen haben - Herr Beck merkt es offenbar noch nicht (was menschlich gesehen für ihn spricht) !

Ebenso durchsichtig: Inhalt und Intention des pausenlosen Artilleriefeuers der digitalen Propagandasender Arte, Phoenix, 3sat, etc, welche man jeweils nur kurz und ungezielt ab dem späten Nachmittag ansehen muss, und schon findet man an nur einem einzigen Tag soviel Material, dass es trotz seines mosaikartigen Charakters zu einer umfassenden Charakterisierung dieser Sender, ihrer Intention und ihrer Hintermächte ausreicht. Ein aktuelles Beispiel für ein derartiges "Mosaik" aus einer sehr kurzen Zeitspanne: Günther Grass plaudert über seine Zeit in Ostberlin und wiederholt die inzwischen linientreue These, Adenauer hätte den "Arbeiteraufstand" vom 17.Juni 1953 als Volksaufstand "umgelogen", denn, so Grass: "die Intellektuellen, die Professoren und die Studenten hatten sich gar nicht am Aufstand beteiligt". In anderen Worten: die Menschenmassen auf den Strassen mit den unzähligen schwarz-rot-goldenen Flaggen der BRD waren nicht das Volk sondern "nur" Arbeiter, die überhaupt keine Wiedervereinigung wollten, und ausserdem: in einer effektiv stalinistischen Diktatur mit reellem Damoklesschwert über dem Haupt jedes einzelnen Intellektuellen, Professors, Richters, Studenten etc beweist deren Nichtbeteiligung eindeutig, dass die genannten Gruppen nicht die Ziele der Menschen auf den Strassen geteilt hatten (so wie man in der nächsten Generation dann behaupten könnte, die Nichtbeteiligung der o.g. Gruppen an öffentlichen Kundgebungen auf der Strasse belege, dass die intellektuellen Kreise der BRD mit dem Vorgehen Frau Merkels und ihrer Hintermächte in Sachen Israels und Irans stets einverstanden waren). Noch einmal: die Rede ist hier von dem durch Herbert Frahm so hochgeschätzten Schrifsteller Günther Grass !!!! -- Weitere Mosaiksteine: Inzwischen weiss man natürlich, warum die zwei Türme des Ground Zero plötzlich in sich zusammenstürzten, denn die Träger waren marode. Somit ist die Theorie der gezielten Sprengung endgültig vom Tisch. Auch Guido Knopp hat sich des Gesamtkomplexes 9/11 angenommen mit der abschliessenden Ausage: "Für Verschwörungstheorien fehlen die Beweise". Der nächste Mosaikstein: Ein chronologischer Bericht mit lebensfrohen Bildern und Filmen über das so fröhliche Leben und Treiben in der Weimaer Republik und der finalen Aussage, dass Deutschland danach in den Nationalsozialismus "abgefallen" sei. Nach wie vor begleitet werden solche "Berichte" von inzwischen festen Bestandteilen dieser Sender: regelmässig gesendete und opiatartig wirkende Redundanz zur jüngeren Vergangenheit, euphorisierende Berichte über aktuelle Waffen- und Kriegstechniken, dazwischen immer wieder das, was in anderen Sendern bereits ausgeklammert wurde: als lebensnotwendig erkannte Musik- und Kultursendungen, auf die der fragende Intellektuelle unserer Tage nun einmal nicht verzichten kann. Die Durchsichtigkeit der hier zugrundeliegenden Intentionen sollte kein Unterschätzung der zersetzenden Wirkung dieser digitalen Sender zur Folge haben ! Der strategische Vorteil ist nun einmal das gigantische Archiv an Bildern und Tondokumenten, sowie die Möglichkeit, die daraus konstruierten und dem aktuellen Machtpolitischen Plansoll angepassten Berichte pausenlosen und auf unabsehbare Zeit zu senden, wobei sich die Sendestrategie nach Bedarf bewegen kann zwischen Trommelfeuer ("Wir sind schuld") und gezielt in entspannende Berichte eingebaute Miniatursprengladungen ("nach dieser wunderschönen Zeit kamen die Bösen"). Doch diese strategischen Vorteile gepaart mit besagten Inhalten werden in der Zukunft als Offensichtlichkeit wahrgenommen und wie bereits in der Gegenwart angemessen katalogisiert werden; mehr noch: die Inhalte werden als ein Kompendium des machtpolitischen Plansolls der Medienmächtigen und ihrer Hintermächte den Menschen zur Verfügung stehen, ihren Geist erhellen und erkennen lassen, dass für die Aufarbeitung der Jahrtausendwende bereits zu deren Zeit eine Regel für die Zukunft aufgestellt wurde:

Jede zukünftige Geschichtsschreibung, welche nicht die breite Kluft zwischen offizieller Publizistik in der BRD und dem zeitgleichen mehrheitlichen Denken der angestammten deutschen Bevölkerung als fundamentale realpolitische Gegebenheit Deutschlands um die Jahrtausendwende darzustellen vermag, ist zur Unglaubwürdigkeit verurteilt.



Für die diesbezüglich ungläubigen Ultralinken: Sinngemäß die gleiche Aussage wurde in der aktuellen Ausgabe des antideutschen Magazins Nr.1, KONKRET, Heft 10/2007 publiziert: "Es ist wahr, daß kaum eine Zeitung (in Deutschland) es sich erlauben kann, genauso zu schreiben, wie ihre Leser denken" - eine überfällige Selbstcharakterisierung dieses Magazins, denn in der gleichen Ausgabe wird der Begriff "Nazi-Dorf Müngeln" verwendet, obwohl bekanntermassen längst polizeiliche Ermittlungen gegen die beteiligten Inder eingeleitet wurden. Und die Mainzer Allgemeine Zeitung? Sollen wir glauben, dass redaktionelle Einschätzungen zu Kernthemen des 20.Jahrhunderts einen anderen Bezug zur Realität haben, als das genannte Beispiel des antideutschen Magazins KONKRET? Am 22.September 2007 heisst es in einem redaktionellen Kommentar der MAZ: "Nichts ausser den Bildern der Opfer selbst zeigt den Wahnsinn des industrialisierten Massenmords in Hitlers Konzentrationslagern deutlicher als der Blick auf gut gelaunte Frauen und Männer, die sich jenseits ihres Mörder-Handwerks ein paar entspannte Augenblicke gönnen". Diese Charakterisierung der momentanen Kluft zwischen Publiziertem und Gedachtem leitet über zu einem weiteren Aspekt der derzeit immer durchsichtiger werdenden Medienstrategien in der BRD: Es werden zunehmend frustrane Versuche einer meinungspolitischen Einschüchterung des Lesers/Zuschauers und damit des Bürgers und aller Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens unternommen. Beispiele:
- Der Unstern Nr.43/2007 schreibt in fettgedruckten Buchstaben zum Thema Eva Herman: "Für die öffentliche Debatte über die Nazi-Zeit gelten strenge Regeln. Wer sie verletzt, ist erledigt" (Diese Formulierung impliziert, dass bereits dann eine Regelverletzung vorliegt, wenn man von "Zeit des Nationalsozialismus" statt von "Nazi-Zeit" spricht). Der im Vorwort von der Redaktion hochgelobte Autor offenbart an anderer Stelle seine geistige Erziehung: "Noch mal Eva Herman. Nichts ist leichter, als sie zu vernichten".
- Der sogenannte " Deutsche Presserat " verschärft seine vornehmlich an Kollegen gerichteten Fingerzeige hinsichtlich einer öffentlichen Rüge und entsprechender Sanktionsmöglichkeiten. Offen wird dabei das folgende Vokabular verwendet: "Rüge", "Mahnung", "Sanktionen", "Pranger" (!!!), sowie als vorläufige Krönung das Wort "Freispruch" !!!!! Dies geht vielen Kollegen nicht weit genug, denn sie bezeichnen entsprechende Maßnahmen als stumpfes Schwert, das geschärft werden müsse. Ein wesentlicher Aspekt in diesem Zusammenhang ist die Pression der freien Presse zwecks Verhinderung der Veröffentlichung von kritischen Leserbriefen zu wohldefinierten Themen.
- In der ZDF-Sendung WISO, einem Magazin, dessen selbstgestellte Aufgabe das Erklären und Hinterfragen berufs- und wirtschaftspolitischer Fakten ist, sendet einen unkommentierten Bericht über die "gängige Praxis", Berufsbewerber einer geheimen Kontrolle von persönlichen Veröffentlichungen im Internet zu unterziehen. Es fällt der Satz, daß viele Bewerber einen Ablehnungsbescheid erhielten, weil sie in Internetportalen "rechte" Positionen vertreten hätten. Weiter heißt es, daß der Arbeitgeber nicht verpflichtet sei, den Bewerbern die Gründe für die Ablehnung mitzuteilen (wohingegen laut Antidiskriminierungsgesetz bekanntermaßen der Arbeitgeber bzw. die Firma die Beweislast trägt, sofern der Verdacht auf eine diskriminierende Motivation bei ablehnenden Entscheidungen geäussert wird). Also im Klartext: Beweislast auf Seiten des Arbeitgebers im Falle der Ablehnung eines Bewerbers aufgrund ethnisch bedingter mangelhafter Integration und sozialer Kompetenz, dagegen freie Handhabe des Arbeitgebers ohne Begründungszwang bei Ablehnung eines Bewerbers im Falle seiner Überführung der freien Rede ! Um die Wirkung dieses Berichtes als Drohgebärde nicht abzuschwächen verzichtet der Moderator auf einen anschließenden Kommentar und auf die Darstellung dieses Widerspruches und zeigt sich stattdessen lieber mit orangener Krawatte den auf besagte Weise vielfach genötigten und betrogenen Bürgern dieses Landes, abgelichtet neben dem ungeheuerlichen Buchtitel "Wunderland ist abgebrandt" !!
- Keine neue Erkenntnis (welche in diesem Buch natürlich unberücksichtigt bleibt) sind die breit erkannten publizistischen Methoden, wie aktiv unser Wunderland geistig und moralisch abgebrannt wird, was der ganz gewöhnliche Alltag, der ungezielte Blick in die Buchhandlungen, sowie die nur sekundenlange ungezielte Aufmerksamkeit für Hörfunkprogramme zeigen - Beispiele vom Oktober 2007: "Deutschland ist das Land, in dem jeder seinen Nachbarn für ein Arschloch hält" (Klamaukliteratur in den Buchläden); "Die Hälfte der Schüler in deutschen Großstädten hatte schon Kontakt mit Cannabis" und "Eliten will das Land, die Bildung für die große Mehrheit geht dabei flöten, und WIR sehen tatenlos zu" (Pressemeldungen aus der in dieser Website bereits besprochenen Kategorie der genüsslichen Schadensmeldungen mit nicht unerheblicher Schuldzuweisung an die Betroffenen selbst - und dies in der Zeit der Hanfläden und der "Bildungsoffensiven" hochvernetzter Kreise, ebenfalls schon mehrfach auf dieser Website besprochen !!); Media-Markt ("Billig wie Sau") ist zum Buchhändler geworden, denn es wird Literatur vertrieben, welche den Rahmen der bisherigen Literatur über Computer, EDV und Popularmusik sprengt: zwischen T-Shirts und Musikboxen von Ramones und Rolling Stones etc wird Die Satanische Bibel von Anton Szandor La Vey angeboten, schwarzer Einband mit grossem weissen Pentagram und zentralem gehörnten Satanskopf.
- Nicht neu ist natürlich auch, dass im Falle wohldefinierter Themen für unbequem argumentierende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens nur zwei publizistische Attribute bleiben: böse oder doof. Dass dies kein Scherz ist, sondern vom Deutschen Presserat gebilligte und damit unterstützte Praxis, hat die Bild-Zeitung am 11.Oktober 2007 eindrucksvoll bewiesen: "Ist Eva Herman braun oder nur doof?".
- Ebenfalls nichts Neues ist die Tatsache, dass Drohgebärden von Seiten der Presse auch die persönliche Verunglimpfung mittels Polemik einschliessen - oder sollte man besser von "Sanktionen" im Sinne des Deutschen Presserates sprechen ? ...





Diese Drohgebärden und Verunglimpfungen von zunehmend die freie Rede wahrnehmenden Menschen leiten über zum Hauptthema Deutschlands im September/Oktober 2007: die in Deutschland breit geteilten primären Äußerungen von Frau Herman zur Familienpolitik während der Zeit des Nationalsozialismus. Viel ist darüber geschrieben worden, wobei die von Eva Herman erwähnten ca. 1000 e-mails der ersten Tage mit 95%iger Zustimmung sicher am aussagekräftigsten sind hinsichtlich der öffentlichen Rezeption ihrer primären Aussagen. Noch nicht rezensiert wurde der Schmutzartikel "Die Nazi-Falle" des Unsterns Nr.43/2007 (sofern man so etwas überhaupt rezensieren kann). Da dieser Artikel ein Kompendium derartiger Drohgebärden, Verunglimpfungen und Verdrehungen ist, reicht an dieser Stelle eine (fast) kommentarlose Aneinanderreihung von Aussagen aus:

"Man muß Eva Herman nicht ernst nehmen" (die Redaktion leugnet ihre eigene Betroffenheit) ; "wie ahnungslos darf man sein?" (ahnungslos = ausbleibendes Nachbeten von themenspezifischen BRD-Statements ??) ; "das braune Debatten-Gelände ist vermint und setzt solides Wissen voraus" ; "Mit dieser Unsicherheit (Wortwahl !!) ist sie (Eva H.) nicht allein, in einer aktuellen Forsa-Umfrage für den Stern gab jeder vierte Deutsche an, der Nationalsozialismus habe auch gute Seiten aufzuweisen. Diese Zeitgenossen (!!!) übersehen, dass sich das Dritte Reich nur vom Ende her gesehen bewerten lässt" (ein Viertel ?, hatte Frau Herman nicht 95% Zustimmung ?, nur vom Ende her gesehen ?, war der Nationalsozialismus nicht auch Folge und nicht ausschliesslich Ursache ?) ; weiter mit Zitaten aus dem Unstern: "Wie ahnungslos darf man eigentlich sein" ; "Nur Perverse hassen Juden" ; "Eva in der Nazifalle" ; "Eva Hermann ist eine Mücke, die zu einem Elefanten gemacht wurde " ;
Zuletzt noch das wichtigste Zitat, nahezu vollständig wiedergegeben: "Das ist keineswegs der Irrglaube einer versprengten Minderheit; … Dummerweise hat sie vor einer Woche die Begriffe „Nationalsozialismus“ und „gut“ in einem Satzungetüm untergebracht; … Das Zweifeln am Holocaust, an dem es keinen Zweifel gibt, ist ein Fall für den Staatsanwalt. Auch den Charakter von Hitlers Angriffs- und Vernichtungskrieg darf nach mehr als sechs Jahrzehnten niemand in Frage stellen …; Aber ist es richtig, dass vor den Fernsehern Millionen Zuschauer sitzen, die denken, was man im Fernsehen nicht sagen darf? Natürlich nicht. Eine einfache Regel würde weiterhelfen: Volksverhetzer muss man bekämpfen, Ahnungslose informieren (klare Sache: Andersdenkenden = böse oder doof). Nochmal Eva Herman. Nichts ist leichter, als sie zu vernichten." (man beachte einen weiteren Schritt in der meinungspolitischen Holocaust-Gesetzgebung: der in der BRD juristisch längst vernebelte Unterschied zwischen "leugnen" und "zweifeln" wird jetzt auch offen publizistisch vernebelt).

Und als sei das Ausmaß an Offensichtlichkeit des hier offenbarten Geistes noch nicht umfassend genug, ergänzt das Magazin das Geschriebene durch die folgende Karikatur - zwecks Positionsbestimmung der Ernsthaftigkeit und der ethisch-moralischen Grundhaltung der eigenen Worte für die künftige Geschichtsschreibung:




Aber moment mal - warum soviel Aufhebens um die Ergüsse der Primitivpresse? Es gibt doch andere und zum Teil sehr neue Magazine, etwa das Magazin Cicero, welches sich laut Wikipedia an ein "anspruchsvolles, politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich interessiertes, höher gebildetes Publikum" wendet, in dem von politischer Kultur die Rede ist, und welches sich alleine durch seine Namensgebung dem Anspruch des großen Eklektikers der Antike verschrieben hat. Die o.g. monotheistisch orientierten Zeitschriften machen fleißig Reklame für das Magazin, außerdem schreiben darin Größen wie Alan Greenspan (über Putin, dass er den Kapitalismus nicht will und dass es eigentlich schade ist, dass sich die Russen für Putin entschieden hätten - Greenspan sei aber zuversichtlich, dass die Russen früher oder später die Geduld verlieren würden). Was also kann der soeben aus Wikipedia zitierte Leserkreis erwarten ...




... also schon wieder die Sache mit den Massenvernichtungswaffen ! Daher nochmal zum Mitschreiben: Ahmadinedschad sagt, was er nicht glaubt, das Magazin Cicero sagt, was Sadda der Iran wirklich und mit Hochdruck entwickelt. Ein jeder Leser sei sein eigener Eklektiker ...


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Ein klares Signal Pakistans gegen eingefordertes politisches "Andienen"


Am 06.November 2007 erschien ein redaktioneller Kommentar mit der Überschrift "Teufel und Beelzebub". Der Kommentar über die jüngsten Unruhen in Pakistan kulminiert in der Frage, ob sich der Westen mit Machthabern einlassen dürfe, deren "moralische Qualität mehr als bedenklich sei", in anderen Worten, ob man den Teufel (gemeint sind die zum Kampf entschlossenen Muslime) mit dem Beelzebub (gemeint ist Präsident Musharraf) austreiben dürfe. Über Musharraf heißt es, er habe sich nach dem 11.September 2001 dem Westen als Verbündeter gegen den islamistischen Terror "angedient", habe aber die diesbezüglichen Erwartungen nicht im Entferntesten erfült. Dieser Kommentar über "moralische Qualität" stammt aus gleicher Feder wie die jüngsten Äußerungen über Horst Seehofer.


... und ein redaktioneller Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung über "moralische Qualität"
Die Darstellung, Pakistans Präsident habe sich nach dem 11.September 2001 dem Westen als "Verbündeter gegen den islamistischen Terror angedient" ist unangemessen. Präsident Pervez Musharraf persönlich berichtete dem US-Sender CBS über die ihm gegenüber geäußerte Drohung des damaligen US-Vizeaußenministers Richard Armitage, man werde "Pakistan in die Steinzeit zurückbomben", falls es sich nicht dem "Kampf gegen den Terror unter Führung der USA" anschließe. Dieser Bericht wurde inzwischen weltweit diskutiert, gedruckt und gesendet, u.a. durch die Nachrichtenagentur Reuters. Ohne Zweifel war Musharraf aufgrund dieser massiven Drohung zu Kompromissen gezwungen. Aber in der Tat hat Pakistan die bisher gestellten Erwartungen in puncto "Andienen" nicht im Entferntesten erfüllt: Im Dezember 2005 machte Pakistans Außenminister Kasuri unmissverständlich deutlich, sein Land werde sich im Falle eines Angriffs auf den Iran an die Seite des Iran stellen – eine beispielhafte Haltung gegen eingefordertes politisches "Andienen", über die man nachdenken sollte.


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Einige Begriffsbestimmungen



November 2007 – Um die aktuelle Rabulistik der westlichen Presse gegenüber dem Iran kulminiert wieder einmal ein Kompendium an propagandistischer Rhetorik zu unterschiedlichsten Anlässen, eine Situation, die zwecks Gegensteuerung eine politische Begriffsbestimmung von derzeit vielfach verwendeten Schlagworten notwendig macht. Der sinnvollste Weg ist dabei eine Trennung der meist als Begriffskeulen verwendeten Unworte von solchen Begriffen, welche aufgrund ihres treffenden Charakters in der offiziellen Westpresse gemieden oder vernebelt werden, oder gar mediale Denunziationskampagnen gegenüber denjenigen Personen nach sich ziehen, welche diese Begriffe verwenden.

UNWORTE
Hier sind zunächst Begriffe hervorzuheben, welche als Begriffskeulen verwendet werden gegen wahre Sachverhalte aussprechende Personen. Nach vordergründiger Lesart wurde das Wort Hassprediger in den Medien gegen solche muslimischen Prediger verwendet, welche angeblich zu Terrorakten aufriefen. In Wirklichkeit aber soll mit diesem Begriff die Mehrheit der Prediger mundtot gemacht werden, welche ihren Auftrag zur Wahrheitsverkündung auch im Hinblick auf die gegenwärtigen weltpolitischen Machtstrukturen ernst nehmen, zumal im Hinblick auf die meisten Heimatländer der hier lebenden Muslime. Daß dieser Begriff weniger mit Terrorgefahr als mit der Wahrheit zu tun hat, bescheinigte Ende Oktober Volker Beck als Reaktion auf die Worte von Kardinal Meisner, welcher berechtigt über den aktuellen Sittenverfall und die Sichtweise des "Triebbündels" Mensch sprach, welches sein Schöpfungsgedächtnis verloren habe. Eine treffende Charakterisierung des geistigen Ursprunges der Begriffskeule "Hassprediger" lieferte zur gleichen Zeit Claudia Roth, als sie Bischof Walter Mixa einen "durchgeknallten spalterischen Oberfundi" nannte. Auch solche Begriffe sind hier zu nennen, welche eine ursprüngliche und historisch eng gefasste Bedeutung besitzen, aber zu einer unscharf definierten und damit breit anwendbaren Begriffskeule degradiert wurden, und somit heute als Unwort angesehen werden müssen. Das Wort Faschismus wird inzwischen sogar gegenüber denjenigen verwendet, welche sich nach eigenem Verständnis dem Kampf gegen denselben verschrieben haben. So werden von scheinoppositionellen Organisationen die Kräfte um Bush, CAP-Bertelsmann, EU-Kommision und generell die den letzten Irak-Krieg befürwortenden Kräfte als Faschisten bezeichnet, freilich ohne die gleichzeitig hinter diesen und ihnen selbst stehenden Mächte zu nennen. Daß ein derart absurder Gebrauch des Begriffs Faschismus nicht auf Dummheit sondern auf Kalkulation beruht, demonstrierte Ende Oktober Lord Weidenfelds Welt-online durch die Verteidigung der ebenso absurden Wortschöpfung Islamofaschismus. Über die Abwegigkeit des gummiartigen Unwortes Islamist wurde auf dieser Website hinreichend berichtet. Immerhin ist ein Eigentor für die Schöpfer dieser Unworte zu verzeichnen: die muslimische und die christlich-abendländische Welt wurde insbesondere durch das Unwort "Islamo-Faschismus" im Geiste ein für allemal vereint durch die Erkenntnis des gemeinsamen Ursprungs und der Rhetorik ihrer Gegner. Der Hauptgrund für die Penetranz gerade des Unwortes "Faschismus" liegt vermutlich nicht in ihm selbst, sondern in seinem Gegensatz begründet, denn wer sich selbst mit Bonus in die gegenwärtige offizielle Diskussion einbringen will, wird zwangsläufig um den Ritus der schauspielerischen Identifikation mit dem Begriff des Antifaschismus nicht herumkommen. Genau hierin liegt gegenwärtig eine Hauptgefahr, nämlich im Kampf gegen einen Iran-Krieg und eine deutsche Beteiligung an demselben: Aus der oft irrealen Argumentationsweise der Gesamtheit der Scheinopposition aus dem Dunstkreis des jüdischen Humanismus ist bereits jetzt herauslesbar, daß das Attribut "Faschismus" dem Deutschen Volk und Deutschland erneut untergeschoben werden soll im Falle (und dann trotz) seiner aufgezwungenen militärischen Beteiligung, zumal dann, wenn ein solcher Krieg noch unter George W.Bush stattfinden wird. In diesem Zusammenhang ist der Verweis auf Skull & Bones wichtig: Gerne wird von der westlichen Scheinopposition das Bild der "faschistischen Organisation Skull & Bones" verbreitet und dabei auf die partielle Zusammenarbeit mit dem Nationalsozialismus verwiesen (natürlich nicht darauf, daß vor George Bush sen. eine dem Zionismus durchaus kritisch gegenüberstehende Position innerhalb von Skull & Bones vorherrschte und auch nicht darauf, daß diese Position abgelöst wurde durch eine offensichtliche Gefügigmachung von Skull & Bones durch genau diese Kräfte). Dieser Sachverhalt wird von der westlichen Scheinopposition auch gegenüber der "deutschen Kanzlerin Merkel" und ihrer Unterordnung unter den Bones-Mann Bush geschickt genutzt, zumal ihre bisherigen Versuche zum Aufbau einer Distanz zu Bush weltweit als pure Scheinaktionen erkannt wurden. Machen wir uns nichts vor: im Falle des hoffentlich ausbleibenden Krieges und einer deutschen Beteiligung an demselben wird Deutschland von der Scheinopposition noch obendrein mit besagtem Attribut konfrontiert werden und genauso wie nach dem letzten Irak-Krieg wird nach getaner Drecksarbeit im Sinne der Oligarchenriege (der Entmachtung des Mullah-Regims) der "Iran-Krieg" breit in den westlichen Medien als politischer Fehler bezeichnet werden, an denen Amerika und Deutschland die Hauptschuld hätten, ganz zu schweigen vom hinterlassenen politischen Chaos. Dann freilich ist es gut möglich, daß sich die westlichen Medien auch erstmals trauen, das Thema Skull & Bones zu erwähnen – im Sinne ihrer Auftraggeber als Organisation mit "schlimmem Hintergrund", auf die man hereingefallen sei. Der totalen weltpolitischen Groteske scheinen derzeit keine reellen Grenzen gesetzt – und trotzdem: ihre Bewusstmachung bereits vor der möglicherweise eintretenden Katastrophe ist eine gute Grundlage zu deren Verhinderung. In diesem Zusammenhang das nächste Unwort: Christliche Fundamentalisten, ein Beispiel für ein Unwort, welches vergleichbar dem Begriff "Faschismus" nach Belieben auf ganz unterschiedliche Kreise angewendet wird. Die Hauptzielgruppe derzeit: Gruppen, welche sich mit den Kriegstreibern um Bush und damit auch mit der Israel-Lobby solidarisieren und Bushs Wort der "Verteidigung des Christentums" teilen, freilich in einem sehr engen Sinne im Rahmen des "Kampfes gegen den Terror" und gegen den "Islamismus" (s.u.). Damit wird versucht, aus den Vasallendiensten des verblendeten Bushs und seinem Kreise zusätzlichen Nutzen zu ziehen, indem der Christenheit Schuld angedichtet wird, welche sie erneut im Sinne kreuzfahrerischer Aktivitäten den Muslimen angetan habe. Zum anderen wird das Unwort des christlichen Fundamentalismus aber auch angewandt gegen die Mehrheit aller Christen, welche sich distanzieren von den derzeitigen Versuchen der Reduktion des christlichen Selbstverständnisses auf den jüdischen Ursprung und welche stattdessen konfessionsübergreifend an dem durch ihre Eltern und Großeltern überlieferten christlichen Selbstverständnis festhalten mit klarer Abgrenzung zum Judentum, auch hinsichtlich dessen aktueller realpolitischer Ansprüche. Dies betrifft alle Katholiken, welche sich vom II. Vatikanischen Konzil distanzieren, aber auch alle anderen Christen, die fernab von Mikrofonen, Kameras und öffentlichen Anlässen den ursprünglichen Geist des Christentums weitertragen, dem aktuellen Zeitgeist zum Trotz. An dieser Stelle gilt die unbedingte Solidarität gegenüber allen Christen und allen Menschen anderen Glaubens innerhalb der sogenannten "westlichen Welt", welche aufgrund ihrer beruflichen Abhängigkeit, etwa in der Funktion eines Predigers, in ihrem Recht zur Verkündigung der Stimme ihres Herzens eingeschränkt und genötigt werden - schlimmer noch, welche genötigt werden zur Verkündigung von Botschaften, die sich mit ihrem tiefsten und eventuell bereits von Selbstverleugnung bedrohten Inneren nicht vereinbaren lassen. Die Antwort auf derartige Nötigungen kann nur aus lauten: Keine Angst vor der Begriffskeule "Christlicher Fundamentalismus". Eine Sonderstellung nimmt das Unwort "Krieg gegen den Terror" ein, insofern, als hier eine besonders breite Kluft besteht zwischen Häufigkeit und Radikalität seiner offiziellen Verwendung einerseits und der auch im Westen mehrheitlich realisierten Offensichtlichkeit seiner machtpolitischen Instrumentalisierung im Hinblick auf militärische und geheimdienstliche Aktivitäten andererseits. Zudem ist er ein Paradebeispiel für den Versuch der Trennung von Ursache und Wirkung dessen, was als bekämpfenswert dargestellt wird mit möglichst vollständiger Ausklammerung der wahren Ursachen aus der offiziellen politischen Diskussion. Gerade für uns Deutsche wird sich die Offensichtlichkeit dieser Begriffswelt aus politisch instrumentalisierten Unworten als vorteilhaft herausstellen, denn sie wird die Aufmerksamkeit künftiger Generationen ungewollt auf die eigentlichen Ursachen des Erstarkens wehrhafter weltanschaulicher Bewegungen lenken und zudem die nüchterne Erkenntnis bringen, daß in der Weltgeschichte (sieht man einmal ab von den italienischen Verbrecherorganisationen und den mit ihnen kooperierenden internationalen politischen Kräften) nur einer einzigen Gruppe wahrhaft das Attribut "Antifaschisten" gebührt: den Tirolern. Andere Begriffe zeichnen sich dadurch aus, daß deren Benennung als Unwort fast banal erscheint und allenfalls ein Naserümpfen hervorbringt – und dennoch kann man auch in deren Verwendung immer wieder aktualitätsbezogene Aspekte erkennen. Das Unwort Antisemit - die folgende Erklärung ist schon längst ein alter Hut – impliziert die abstruse Vorstellung, daß ein Kritiker einzelner Aspekte des Weltjudentums (Staat Israel, Vorgehen der jüdischen Lobby, jüdische Stellungnahmen, etc) automatisch rassistische Ansichten vertritt, welche sich gleichermaßen gegen alle semitischen Völker und Religionen richten. Der aktualitätsbezogene Aspekt ist der Versuch, diese Kritiker als die potentiellen Feinde der von genau diesen genannten Kräften angefeindeten Personen und Völkern darzustellen, und es wird derzeit kräftig versucht, den islamischen Organisationen dieses Unwort als quasi teuflische und deshalb wirkungsvolle Waffe anzubieten – mit der zusätzlichen Absicht der Anbiederung aktueller jüdischer Sichtweisen an die Adresse der Muslime – das hierzulande wohl beste Beispiel: Islam.de – welches weiß Gott nicht repräsentativ ist für die weltpolitische Sichtweise der freien, weil den derzeitigen westlichen Machtstrukturen zu recht kritisch gegenüberstehenden Muslimen. Zusätzlich sind Begriffe zu nennen, welche trotz ihrer allgemeingültigen Bedeutung auf einzelne Aspekte innerhalb der historischen Diskussion, möglicherweise dauerhaft, reduziert wurden: Holocaust. Im Zusammenhang der vorliegenden Schrift ist dieser Begriff wenig kommentarbedürftig, weil umfassend durch zwei zeitnahe Ereignisse charakterisiert: 1) durch den klar markierten zeitlichen Beginn seiner Instrumentalisierung im Jahre 1979 mittels der gleichnamigen Hollywood-Produktion, sowie 2) durch das drei Jahre später erschienene Buch "Legends of our Time" ("Legenden unserer Zeit") von Elie Wiesel, ein Werk, dessen Titel und dessen Vorwort bis heute die Meinungsbildung der Menschheit zum Begriff "Holocaust" nachhaltig geprägt haben. Ein letzter Aspekt unter dieser Überschrift: Infolge der jüngsten Positionierung des Selbstverständnisses der beiden großen politischen Parteikonstrukte der BRD muß die Frage in den Raum gestellt werden, ob hier ebenfalls eine begriffliche Mutation hin zu Unworten erfolgt ist: Über das christliche Selbstverständnis der sogenannten Christdemokratie wurde weiter oben hinreichend berichtet (s.Schäuble). Es darf erwartet werden, daß derartige Versuche einer baumeisterlichen Modifikation des Christentums in Zukunft weitergehen werden bis hin zum Versuch der Auflösung des Christentums in den realpolitischen talmudischen Postulaten des postmessianischen Judentums, wobei auch dem sogenannten "Judas-Evangelium" wohl eine besondere Rolle zukommen wird. Wie sieht es dagegen mit der Sozialdemokratie aus? Die Antwort wurde in der öffentlichen Diskussion zumindest tangiert, als ein Mitglied der linksradikalen Gruppe "Rote Hilfe", Franziska Drohsel, zur Juso-Vorsitzenden gewählt wurde. Hauptanliegen dieser Gruppe ist organisierter Aktionsmus zwecks Verhinderung strafrechtlicher Maßnahmen gegen sogenannte "linke" Personen, wobei auch Solidarität mit ehemaligen RAF-Terroristen geübt und die Abschaffung des Paragraphen 129a ("terroristische Vereinigungen") gefordert wird. Hauptanlass der Proteste von christdemokratischer Seite war die Tatsache, daß sich die SPD-Führung geschlossen hinter Frau Drohsel stellte und Generalsekretär Hubertus Heil sie gar als "aufrechte lupenreine Demokratin" bezeichnete (s.a. redaktioneller Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 01.12.2007). Diese Empörung muß zu einem erheblichen Teil als gespielt und parteitaktisch eingestuft werden, denn in dieser Diskussion außer Acht gelassen wurde ein wohlbekannter Hauptaspekt bei der aktuellen Selbstpositionierung der Sozialdemokratie, über den im November in einer monotheistisch orientierten Zeitung berichtet wurde. Der Beginn dieses Artikels sei daher im Folgenden vollständig und kommentarlos wiedergegeben: - Beginn des Zitats - Die SPD wurzelt im Judentum. Das dürfte angesichts des sozialen Auftrags der Propheten, aber auch sozialdemokratischer Vordenker wie Ferdinand Lasalle, Moses Hess, Eduard Bernstein, ja Karl Marx ein alter Hut sein. Deshalb hatte sich der Genosse Hans Erler dafür eingesetzt, dass im neuen Grundsatzprogramm das Judentum als eigenständige geistige Strömung noch vor "Christentum, Humanismus und Aufklärung" zur Sprache kommt. Erler, Sohn des einstigen SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzenden Fritz Erler, hatte Ende September an Kurt Beck plädiert, im Entwurf des Programms die Rede vom "Christlich-Jüdischen" zu spezifizieren und sich klar zum "jüdischen, christlichen und humanistischen Erbe Europas und zur Toleranz in Fragen des Glaubens" zu bekennen. Unterstützt wurde er dabei von Kerstin Griese, der Kirchenbeauftragten der SPD. Die Formulierung wurde nun in das Hamburger Grundsatzprogramm aufgenommen. Hans Erler sieht das "politische Herz der SPD im Judentum verankert" und lässt den Einwand nicht gelten, die jüdischen Väter der SPD seien "assimiliert" gewesen und hätten somit ihr Judentum mehr oder weniger abgelegt. Schließlich haben sich die jüdischen Gründungsväter, so Erler, mit ihrer Partei und ihrer Verbundenheit zur Arbeiterklasse klar gegen die bürgerliche Gesellschaft gestellt, womit er auf die politische Dimension des Judentums verweist. … - Ende des Zitats – Abgebildet auf dem begleitenden Foto dieses Artikels vom SPD-Parteitag in Hamburg: In der Mitte Helmut Schmidt, flankiert von Egon Bahr und Gerhard Schröder.

KEINE UNWORTE
Die Besprechung von derzeit offiziell gemiedenen, aktiv verwässerten und angefeindeten Begriffen wäre eine eigene Website wert. Daher an dieser Stelle nur hochaktuelle Begriffe, etwa religions- und völkerübergreifend im Denken der Menschheit verankerte Begriffe, die jedoch zwecks Vermeidung ihrer offiziellen Verwendung in zahlreiche Unterbegriffe aufgespalten werden, wobei zusätzlich die Unterbegriffe immer wieder mit dem Schein der gegenseitigen Unabhängigkeit versehen werden. Die realpolitische Konsequenz dieser Erkenntnis ist kaum zu überschätzen, denn die nahezu penetrante und ausschließliche Verwendung von einzelnen dieser Unterbegriffe selbst durch friedliebende, denkende und gegen den globalistischen Strom schwimmende Menschen und Organisationen ist ein Hauptgrund für das bis heute anhaltende Funktionieren einer Unrechtspolitik im Nahen Osten – gerne wird zugegeben, daß die vorliegende Seite in einzelnen Aspekten dabei keine Ausnahme macht. Eigentlich sollte es an dieser Stelle überflüssig sein, darauf hinzuweisen, welche Unterbegriffe uns einer Lösung dieses Problems NICHT näher bringen, doch die aktuellen begrifflichen "Versuche" zur Problemlösung dämpfen den diesbezüglichen Optimismus. An welchen Begriffen werden also gegenwärtig die Hebel zur Problemlösung angesetzt? "Staat Israel"? – Fehlanzeige: keine eigenständige politische Planung, abhängig von externen Geldgebern und global aktiven finanz- und meinungspolitischen Eintreibern, Ministerpräsident und Staatspräsident dieses Staates gehören zu den von der Westpresse am meisten gescholtenen Personen, etwa bei nicht ausreichender Härte im Krieg oder auch beim offenem Zugeben der israelischen Atomwaffen (s. weiter oben, Kommentare der MAZ). "Zionismus"? – Fehlanzeige: In intellektuellen jüdischen Kreisen ist dieser Begriff weitgehend durch den Begriff des "Postzionismus" abgelöst worden; der Versuch mancher jüdischer Kreise, die Verantwortung für die gegenwärtige weltpolitische Lage dem Zionismus zuzuschreiben und sich damit jeder Verantwortung zu entledigen zieht nicht mehr; in deutschsprachigen Zeitungen (Oktober 2007) wird über die Verbreitung dieses Begriffes durch die Jewish Agency berichtet mit der Frage "Ist das noch zeitgemäß?" und dem Hauptargument, die Jewish Agency müsse sich verändern, denn die Alternative wäre ein "schleichender Untergang". "Israel-Lobby"? – schon wärmer, allerdings mit einer wesentlichen Einschränkung: dieser Begriff impliziert, daß die Gesamtheit der jüdischen Interessensverbände sich dem Hauptziel der Stützung und Erhaltung des Staates Israel verschrieben hätten, was nicht stimmt! Zur Lösung des Nahostkonfliktes werden sowohl das Abendland, als auch die muslimische Welt nicht um die deutliche Aussprache der Tatsache herumkommen, daß dieser Staat einschließlich seiner jüdischen Bevölkerung, so schlimm die erfolgten Demütigungen der nicht-jüdischen Völker des nahen Ostens auch sein mögen, selbst nur ein Spielball seiner international agierenden Führungsmächte ist und, wenn es sein muß, eine temporäre Auflösung dieses Staates erfolgen wird, wenn es denn die oligarchistischen Baupläne so vorsehen! Was also wären tragfähige Begriffe und damit realpolitisch fassbare Hebel für die Stimmen der Menschheit? Über den anderen genannten Begriffen steht der Begriff International vernetzte jüdische Interessensverbände, der aber selbst noch zu eng gefasst ist, denn er lässt das Ausmaß der tentakelartigen Nötigung nicht-jüdischer Personen zum Beitritt oder zur vorbehaltlosen Kooperation außer Acht, die besten Beispiele in Deutschland und den USA: Zentralräte, der Komplex Lord Weidenfeld-CAP-Bertelsmann, sowie das American Israel Public Affairs Committee (AIPAC, Mitglieder u.a: George W.Bush, Dick Cheney, Bill Clinton, Hillary Clinton, Nancy Pelosi, Condoleezza Rice, John Kerry, John McCain, Ehud Olmert, Schimon Peres, Benjamin Netanjahu, Ehud Barak, Ariel Scharon …). Welcher Begriff würde diesem zusätzlichen Aspekt gerecht werden? Geisteswissenschaftlich sicher der Begriff Jüdischer Humanismus (siehe mehrfach auf dieser Website), welcher einen weiteren wichtigen Aspekt bewußt macht: Die geistigen Grundlagen der von den Westmedien als angebliche gegenwärtige Extrempole dargestellten politischen Kräfte innerhalb des Westens ("Neocons-Bush-etc" und "Linke-Globalisierungsgegner-Antifaschisten") sind die gleichen. Liegt in der offenen Bewusstmachung dieses Sachverhaltes der eigentliche Schlüssel zum Verbleib der Menschheit in der Wahrheit und vielleicht auch zur friedlichen Lösung der gegenwärtigen weltpolitischen Probleme? Bereits definitiv mit "Ja" beantwortet ist die Frage nach der Gültigkeit dieses Begriffes, denn er wird u.a. in Albert Massiczeks Buch (siehe mehrfach auf dieser Website) durch zahlreiche jüdische Stimmen bestätigt, insbesondere im Zusammenhang mit Herkunft und Wirken von Karl Marx – der Kreis zum SPD-Parteitag in Hamburg schließt sich. Doch was wäre im Gegensatz zu diesem geisteswissenschaftlichen Begriff der letztlich treffende realpolitische Begriff, wenn nicht der Begriff "International vernetzte jüdische Interessensverbände"? Etwa der derzeit am meisten gemiedene und (möglicherweise gespieltes) Entsetzen hervorrufende Begriff vom Weltjudentum ? Die Gegenfrage wäre, was daran abwegig ist. Warum sollte die Menschheit einen Begriff aufgeben, der gerade im Hinblick auf die derzeitigen weltpolitischen Bauvorhaben ein wirkungsvolles, weil von den Baumeistern und ihren Herren verleugnetes Gegenfundament darstellt? Und doch muß auch dieser Begriff als unzureichend angesehen werden, denn er impliziert die unhaltbare Vorstellung, sämtliche offiziell publizierten Maßgaben und Baupläne im Namen des Judentums seien automatisch jüdischen Ursprungs. Damit ist dieser aktuelle weltpolitische Aspekt, auch im Sinne des Judentums, verknüpft mit der Offenbarung 2, 8-11, des neuen Testaments der Christenheit. Der Vorwurf des Antisemitismus wird daher gegenstandslos, ebenso die im Internet publizierte Behauptung, die Offenbarung des Johannes sei für die Evangelikalen die "göttliche Roadmap zur Vernichtung aller Nichtchristen, Juden eingeschlossen" – ja, diese Behauptung wurde im Internet publiziert!!! Der Begriff des Judentums bleibt verknüpft mit dem Volk der Israeliten, also dem Volk, welches die Ankunft des Messias verkündete. Dieses und nichts anderes ist die zentrale Gemeinsamkeit von Christentum und Judentum und der Versuch einzelner heutiger jüdischer Stimmen, der Christenheit zu unterstellen, sie wolle den "jüdischen Ursprung von Jesus Christus" leugnen, wird damit widerlegt. Das Gegenteil ist der Fall und immer wieder wird die Christenheit daran erinnern, daß er und niemand sonst der von den Israeliten verkündete Messias war und auf ewig sein wird. Niemand kann der Menschheit glaubhaft eine Unterscheidung dieses Volkes vom postmessianischen Judentum verwehren, welches mit Ausnahme einzelner Juden den Messias der Israeliten verleugnet, im Wesentlichen deshalb, weil er die an ihn geknüpften irdisch-politischen Erwartungen ignorierte und seinem Volk stattdessen predigte, daß es sich ändern müsse. Alle Mächte, welche gegenwärtig versuchen, das Christentum gemäß aktueller weltpolitischer Machtverhältnisse zu verändern, werden langfristig an den besagten unabänderlichen Gegebenheiten scheitern, mehr noch, sich selbst und den Zeitgeist der Jahrtausendwende noch deutlicher entlarven. Zusätzlich haben die Christen das Recht, die besagte Stelle der Offenbarung ihres neuen Testaments zu hinterfragen: Der Begriff Satanismus wird derzeit vielfach und fast redundant verwendet und bedarf ebenfalls eines Kommentars. Es geht nicht um die vielen Spiel- und Unterarten dieses Phänomens, sondern um die Erkenntnis, daß dieser Begriff unabhängig von einzelnen Strömungen eine reell existierende und die großen Religionen übergreifende aktuelle und fassbare Bedeutung besitzt. Die zentrale Bedeutung dieses Begriffes kann sich nur erschließen durch den Namensgeber in seiner Eigenschaft als Gegner Gottes und der göttlichen Schöpfung Mensch. In diesem Bezug wäre eine auf die Menschheit bezogene und damit realpolitisch treffendere Variante zu nennen: der Begriff des Satanischen Prinzips. Dieser Begriff befreit von der Notwendigkeit der Benennung entsprechender geistiger Strömungen oder Organisationen und rückt die Tatsache ins Bewusstsein, daß ein derartiges Prinzip längst die Grenze zum Alltag des Weltgeschehens überschritten haben kann, eventuell für große Teile der Menschheit unbewusst. Es ist demnach das zentrale satanische Prinzip, der Menschheit die Wahrheit vorzuenthalten und eine Welt zu errichten, welche auf Postulaten und Behauptungen aufbaut, die außerhalb der Wahrheit stehen. Es ist satanisches Prinzip, der Aufrechterhaltung dieser Behauptungen und Postulate oberste Priorität einzuräumen und zu diesem Zweck einen Mechanismus aufzubauen, welcher die aktuellsten und methodisch besten Ideen, Leistungen und Konstrukte der göttlichen Schöpfung Mensch in Anspruch nimmt. Es ist satanisches Prinzip, eine Perfektion dieses Zustandes derart anzustreben, daß selbst den oligarchistischen Kräften der Zukunft besagte Postulate und Behauptungen als die Wahrheit erscheinen müssen und damit den Versuch zu unternehmen, den Menschen der Zukunft jedweden Zugang zur Wahrheit zu verbauen. Es ist satanisches Prinzip die göttliche Schöpfung Mensch von ihrem Schöpfer zu entfremden und sie bei ihrer Wahrheitssuche zu stören und abzulenken mittels Desinformation, materieller, geistiger und ethnischer Nötigung, und mittels weit entwickelter, weil zumeist unmerklicher Methoden der gegenseitigen Aufwiegelung bis hin zu kriegerischen Konflikten. Es ist satanisches Prinzip, zwecks Absicherung der bisher genannten Prinzipien einen Umbau der gewachsenen Ordnung und Pluralität der göttlichen Schöpfung Mensch anzustreben mittels gezielter gegenseitiger Konfrontation und mittels nach unten nivellierter artifizieller Mischkonstrukte, und dabei obendrein diesen dynamischen Regressionsprozess als "Lernprozess" zu verkaufen unter Einforderungen gigantischer wirtschaftlicher, finanzieller, menschlicher und gesellschaftlicher Ressourcen. Ein spezielles satanisches Prinzip hat dabei eine zentrale realpolitische Bedeutung und tangiert zudem die schlimmsten Unterformen des Satanismus: Ein Mensch oder eine selbsternannte oder real existierende politische, religiöse, oder ethnische Gemeinschaft, welche für sich das alleinige Recht auf Wahrheit reklamiert, jede Mitschuld am Weltgeschehen grundsätzlich von sich weist, jede Kritik oder Schuldzuweisung als Kriegserklärung betrachtet und das uneingeschränkte Recht reklamiert, gegen diese als Feinde angesehenen Menschen/Gemeinschaften/Völker vorzugehen unter Anwendung des gesamten Spektrums der aktuellen waffentechnischen, geheimdienstlichen, juristischen und meinungspolitischen Möglichkeiten, welche gegenüber ihren Nächsten, also letztlich ihren regionalen Nachbarn, freie Handlungsfreiheit auch hinsichtlich deren Eigentums fordert – eine derartige Denk- und Handlungsweise einer "menschlichen" Gemeinschaft ist die schlimmste real fassbare Form eines satanischen Prinzips!!! Wir brauchen keine Erklärungsversuche, keine übersinnlichen Hokuspokus-Theorien und keine neuen Wortschöpfungen, wir müssen noch nicht einmal die Prophezeiungen unserer heiligen Schriften bemühen, um die Existenz dieses satanischen Prinzips und all seiner genannten Einzelaspekte als für jedermann nachvollziehbar und real existent zu erkennen. Dies schließt ein, daß die fortgeschrittene Wahrheitssuche nach dem historischen Ursprung des aktuell wirkenden satanischen Prinzips weitergehen muß, für seine Realisation indes sind dererlei Betrachtungen maximal zweitrangig geworden. Diese Suche nach den entsprechenden Ursprüngen und die Begriffsbestimmung der Wahrheit führen schließlich wieder in den Bereich der belletristischen Chemtrails (s.o.). Ohne dieses leidige Thema zu breit zu treten, so können doch wenige Beiträge hier aktuellen Aufschluss geben: aus der Glitzersparte die Bambi-Verleihung an Tom Cruise unter der Kategorie "Mut" und die zum Glück erhaltene Aussage von Heiner Lauterbach "Einen Film zu drehen, dafür 50 Millionen Dollar zu bekommen – ich finde, da gibt es Mutigeres". Beim gleichen Event etwas neues, welches hinsichtlich der angestrebten Medienmacht des sogenannten "Westens" aufschlussreich ist: eine Königin (!!), nämlich Königin Rania von Jordanien, erhält den Bambi für ihr Engagement für die Gleichberechtigung der Frau und gegen Kindesmissbrauch. Ohne die Leistungen der Königin zu schmälern – wie kann sich die Glitzerbranche anmaßen, Preise hinsichtlich humanitärer Leistungen zu vergeben? Und wie kann sich die Glitzerbranche anmaßen, eine Königin "gnädigerweise" als Preisträgerin in Erwägung zu ziehen, und in einer Sendung zu präsentieren, welche mit dem heute üblichen Zynismus-Entertainment eingeleitet wird (Als Einleitung dieser Verleihung: der Moderator Harald Schmidt mit Spott über gedopte Radfahrer, streikende Lokführer und Boris Becker, der angeblich per SMS mit seiner Freundin Schluß gemacht habe). Die Wahrheit ist, daß sich der Westen in dieser Art die Machthierarchie "Ehrende-Geehrte" vorstellt – hier exemplarisch dargestellt an dem gefügig gemachten Staat Jordanien – leider nicht das einzige Beispiel in der muslimischen Welt. Parallel dazu die Aussagen des Gründers des Magazins Cicero, Wolfram Weimer, über dessen Aussagen die Mainzer Allgemeine Zeitung bereits am 27.09.2007 berichtete: Er gibt offen zu, daß die politische Willensbildung systematisch vom Parlament in die Medien verlagert werde und nicht nur beim Sturz Stoibers sei Machtpolitik systematisch über die Medien gespielt worden. Weiterhin sagte er, die Gesellschaft befinde sich in einem "rapiden Zerfallsprozess" (!!!) und sei einer großen "zentrifugalen Kraft" ausgesetzt, von der die Medien am stärksten profitieren (man beachte Weimers klare Trennung zwischen Gesellschaft und Medien !!). Auch das ist ein aktueller Aspekt der Wahrheit: diese in offenen Statements berechnenderweise dann frei zu geben, wenn die angeblich angeprangerten Sachverhalte längst zur persönlich angewandten Praxis geworden sind (wie der Schluß des vorherigen Beitrages auf dieser Website über das Magazin Cicero zeigt) und dabei den Hauptprofiteuren dieser sat Entwicklung noch obendrein einen Bonus für die Zukunft mit auf den Weg zu geben: über Angela Merkel, die sich in der Tat nur wenig über Anfeindungen durch die derzeit gleichgeschalteten Westmedien beklagen muß, sagt Weimer, sie "entsage zum Teil dem medialen Spiel" und "mache damit vieles richtig" – also für die Zukunft: Angela Merkel war keine "Medienkanzlerin" und alles war ganz super. Zur Wahrheit gehören auch die beiden heute offiziell als Vorbilder genannten (und bereits praktizierten) historischen Epochen: das vorchristliche Rom (CDU-Informationsveranstaltungen über die Eliten des alten Roms als Vorbild für die heutige Elitenbildung - Brot und blutrünstiges, d.h. mit Zynismus geschwängertes Entertainment fürs Volk - am besten gar kein Christentum mehr - Kreuzigung der Unbequemen), sowie die sogenannte französische Revolution, die mit dem Austausch von Kreuz und Guillotine nahezu ähnlich zu umschreiben wäre. Immer wieder kommt seit einigen Jahren das "Vorbild Napoleon" hervor, dem Freund der Juden und der Illuminaten (keine Vorschwörungstheorie, sondern so aus dem Munde offizieller jüdischer Stimmen benannt) und des Feindes der üblen antisemitischen Deutschen Freigeister. Das aktuellste und diesbezüglich frechste Beispiel ist das Buch "Napoleon und die Deutschen" begleitend zum gleichnamigen ARD-Vierteiler – wie toll er alles gemacht hat, daß die "Besatzung" in Wahrheit doch nicht so schlimm gewesen sei, ein großes Vorbild – dagegen über die Deutschen Freigeister, etwa Ernst Moritz Arndt: "Primitiver Chauvinismus gepaart mit borniertem Judenhass". Der bleibende Hauptwert dieses Buches liegt in der exponierten Hervorhebung des Hauptsatzes Napoleons über die Deutschen, indem diese zentrale Aussage in dem Buch gar nicht erwähnt wurde: "Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das Deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie" – hat es jemals eine gezielte Auslassung in den aktuellen belletristischen Chemtrails gegeben, welche mehr Aussagekraft und höheren Aktualitätsbezug gehabt hätte als diese? Um an dieser Stelle den Begriff der Illuminaten ein für alle mal vom Unwort der "Verschwörungstheorie" zu befreien, sei im Folgenden ein Ausschnitt der Dankesrede einer am 22.November 2004 zum Ritter der französischen Ehrenlegion ernannten Person zitiert, die wiederum in der "Jüdischen Korrespondenz", 14.Jahrgang, Nr.12 im Dezember 2004 abgedruckt wurde: "… Untrennbar mit der Person Napoleon Bonapartes verbunden, hat die französische Ehrenlegion nun schon 200 Jahre lang eine ganz besondere Ausstrahlung zu entwickeln vermocht: Könige, Kaiser und Präsidenten haben an der Ehrenlegion festgehalten – und sie zu einer Institution der Illuminaten werden lassen …". Unabhängig von der Suche des Weltbürgers nach der historischen und aktuellen realpolitischen Wahrheit, hindurch durch den Dschungel der bewußt zahlreich gehaltenen belletristischen Chemtrails zu diesem Thema - Das Prinzip des Lichtträgers hat nachvollziehbare aktuelle Gültigkeit: das Prinzip der übergeordnete Konstruktion einer situationsgerecht modifizierbaren globalen Verteilung von Licht und Dunkel, die über Generationen geplante Illumination zentraler Spots neben der bis zu strafrechtlichen Mitteln greifenden Errichtung verbotener Zonen, die sich permanent vervollkommnenden Möglichkeiten des Gebrauchs von Irrlichtern zwecks Induktion einer gerichteten und im Endziel irreversiblen Mobilität der Menschen weg von den Verbotszonen der Erkenntnis in das ewige Dunkel einer wie auch immer gearteten Trugwelt. Keine andere Brücke zwischen dem Umkreis der Illuminaten und der Geschichte Deutschlands hat eine so unverrückbare Gültigkeit wie das genannte Zitat Napoleons. Da der publizistischen Überhöhung derartiger "Vorbilder" wie etwa dem alten Rom oder Napoleon gegenüber den zu Unterdrückenden naturgemäße Grenzen der Überzeugungskraft gesetzt sind, muß daher zu dem gleichen Zweck der/die zu Unterdrückende(n) weiter erniedrigt werden - unglaublich, aber wahr: Der Chefredakteur der Bild-Zeitung ("Ist Eva Herman braun oder nur doof?") wagt es, an die Adresse der vielfach betrogenen und aktiv meinungspolitisch beleidigten und unterdrückten Deutschen ein Buch zu schreiben, sie würden einem großen Selbstbetrug, und damit einem selbstverschuldeten Betrug unterliegen und wirft ihnen auf der Rückseite des Buchumschlages noch eine Beleidigung und Lüge hinterher: "Von den meisten Dingen wollen die Deutschen nichts wissen – zumindest nicht die Wahrheit". Der Inhalt ist in diesem Zusammenhang als erwartungsgemäß einzustufen und selbst hinsichtlich des grotesken Abstandes seines vorgegebenen Anspruches von der gegenwärtig praktizierten journalistischen Praxis im Westen wenig betrachtenswert: wie uns die blöden Gutmenschen verrückt machen, wir hätten bekommen, was wir verdienen, vor allem diese Politiker, über die bösen Islamisten und wie die Deutschen vom Glauben abfallen. Entscheidender ist die nüchterne Erkenntnis: Diejenigen Personen und Organe, welche 1) an aktiver Desinformation, Beleidigung und persönlicher Existenzvernichtung von die Wahrheit aussprechenden Personen beteiligt sind, 2) welche auch in der Vergangenheit dieses Prinzip gegenüber denjenigen Personen angewandt hatten, die damals die Gefahr von Mißständen anmahnten, die jetzt in Form solcher Bücher immerhin als existent anerkannt werden und 3) welche innerhalb der derzeitigen vernetzten Machtstrukturen willig integriert sind (deren Ziele und Vorgehensweisen innerhalb der eigenen publizistischen Aktivität gezielt ausgeklammert werden und u.a. mittels des Begriffs "Verschwörungstheorien" permanent geleugnet werden) haben den Versuch unternommen, die Deutschen, und damit ihre eigenen Leser der "Unwissenheit" und der "Flucht vor der Wahrheit" zu bezichtigen – ein weitreichender und glücklicher baumeisterlicher Fehlgriff, welcher eine gute Waffe sein wird bei der künftigen Wahrheitsfindung und bei künftigen moralischen "Fingerzeigen" dieser Organe und der mit ihnen vernetzten Mächte. Diese Erkenntnis hätte gut bei der Abwehr der Anfeindungen gegenüber Bischof Meisner helfen können, der den Begriff entartete Kultur auf den Tisch legte. Interessanterweise hatte sich die Welle der gespielten Empörung in Gang gesetzt, obwohl dieser Begriff in dieser Form nicht verwendet wurde. Stattdessen waren die Worte des Bischofs wie folgt: "Dort, wo die Kultur von der Gottesverehrung abgekoppelt wird, erstarrt der Kultus zum Ritualismus und die Kultur entartet, sie verliert ihre Mitte." Es geht nicht um diesen Begriff im Speziellen, sondern um die Vielzahl von zeitlos gültigen Begriffen, deren angemessene Aussprache alleine aufgrund einer zeitlich eng begrenzten historischen Verwendung per definitionem untersagt sein soll. Auch hier hat zu gelten: keine Angst vor der Wahrheit und vor der Aussprache gültiger Begriffe, die keine Unworte sind; keine Angst vor der Verwendung des Begriffs gleichgeschaltete Presse (nachträglicher Dank an Eva Herman!). Es ist überflüssig, darauf hinzuweisen, daß auch dieser Begriff kein Unwort ist, denn dieselbe existiert real und tritt immer wieder zum Vorschein, indem sie bei wohldefinierten Themenkomplexen lediglich Drohgebärden, Beleidigungen, Zynismus und Unworte entgegenzusetzen hat!! Ja, auch der Begriff Unwort ist kein Unwort. An dieser Stelle gilt die Solidarität auch allen wirtschaftlich von dieser Medien- und Presselandschaft abhängigen Personen, etwa den Mitarbeitern und ihren Familien, welche bisher noch keinen persönlichen oder auch breit organisierten Weg gefunden haben, einer derart agierenden Medienlandschaft ihre innere Überzeugung wirkungsvoll und in unserem ganzen Lande hörbar entgegenzustellen.


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Die Zeitspanne zwischen Dezember 2007 und Februar 2009



Dezember 2007 – Der Monat wird eingeleitet mit zwei der vielleicht größten Erfolge seit der Vereitelung der sogenannten "EU-Verfassung" durch die europäische Bevölkerung: Zum einen Putins Vereitelung einer Machtübernahme in Russland durch oligarchenhörige Marionetten, allen voran Garry Kasparov alias Garri Weinberg, dem persönlichen Freund Lord Rothschilds, Mitarbeiter von CIA und Mossad und nach eigenen Worten Befürworter eines "New World Order". Zum zweiten haben die 16 US-Geheimdienste einen Stop des iranischen Atomwaffenprogramms seit 2003 und das Ausbleiben einer Wiederaufnahme desselben bestätigt. Weiter heißt es von Seiten der Geheimdienste, daß "der Iran frühestens 2015 in der Lage sein könnte, atomwaffenfähiges Uran herzustellen, und auch dies ist eher unwahrscheinlich" – ein Faustschlag ins Gesicht der Kriegstreiber, mitten aus dem Vasallenstaat Nr.1 kommend, dessen "Central Intelligence" offenbar seine echten, weil wahrheitsliebenden patriotischen Wurzeln wieder entdeckt hat. Bei diesem Erfolg bleibt freilich eine Hintertür für das Denken des Weltbürgers: nur ein Trick, um später auf Kommando ein Kriegsszenario einleiten zu können mit den Worten "Jetzt wissen wir definitiv, daß wir uns geirrt haben"? Jedenfalls hat der Weltbürger im neuen Jahrtausend gelernt, sich angesichts zwischenzeitlicher Erfolge nicht entspannt zurückzulehnen, sondern seine Aufmerksamkeit umso mehr auf diejenigen zu lenken, deren Reaktionen auf eigene Misserfolge bekanntermaßen uferlos sind, aktuell vor allem im Hinblick auf die Versuche der medialen Desinformation, Manipulation und Auslassung, welche auch die Zeit zwischen Dezember 2007 und Februar 2009 bestimmen.

Diese mediengestützten Versuche beginnen unmittelbar als Reaktion auf die o.g. neuen Erkenntnisse zum Iran – und als Motto über das Folgende mag die breit bekannt gewordene Internetumfrage vom April 2008 über das Vertrauen der Deutschen in die Demokratie im Staat Bundesrepublik Deutschland stehen: 56% kein Vertrauen, 11% unsicher, 33% Vertrauen (wobei die Frage bleibt, ob auch hier ein erneutes Beispiel vorliegt für eine medienpolitische Entschärfung mittels Nivellierung der großen Mehrheit hin zur 50%-Marke). Was also ist passiert seit dem Paukenschlag durch die US-Geheimdienste: Bush und Merkel reagieren prompt und betonen, daß sich an der "Bedrohung durch den Iran" natürlich nichts geändert habe. Nach Berichten des Spiegels erklärt Israel offen seine Enttäuschung über die US-Geheimdienste und man hätte es doch lieber gesehen, daß die USA stattdessen das Problem mit dem Iran endlich militärisch gelöst hätte!!! Sofort werden Westmedienberichte gestreut, wonach die Erkenntnisse der US-Geheimdienste überholt seien (Beispiele: Spiegel und Focus), wobei immer wieder gerne auf Informationen so genannter iranischer Oppositionskreise verwiesen wird. Aufgrund solcher Berichte droht Israel bereits im Februar 2008 erneut mit einem Militärschlag und führt dabei an, man habe "Beweise" für die Entwicklung von Nuklearwaffen (also Massenvernichtungswaffen) im Iran – eine Deja-vu-Erlebnis für die Weltgemeinschaft. Nach Merkels Rede vor der Knesset wird sie von der Dpa mit gesenktem Haupte abgebildet, in der Mainzer Allgemeinen Zeitung (19.3.2008) versehen mit der Überschrift "Merkel: Israels Sicherheit verteidigen". Quasi aus erster Hand verleiht eine redaktionelle Feder der Mainzer Allgemeinen Zeitung ("Deutschland steht fest an der Seite Israels") entsprechenden zionistischen Forderungen verlässlichen Nachdruck: "In der Tat gibt es zu einem umfassenden (!!) Militärschlag nur die Alternative, den Iran wirtschaftlich kompromisslos in die Knie zu zwingen" (12.11.2007); "Ehud Olmert ist zu Besuch bei Freunden." (12.02.2008); "Wer Israel angreift, greift auch die EU-Führungsnation Deutschland an" (17.03.2008); "Signal, daß Deutschland und Israel sich nicht auseinanderdividieren lassen" (17.03.2008); "Das Signal an Teheran ist klar: Fügt euch dem Nein des Rests der Welt zu euren Atomplänen, keiner steht auf eurer Seite" (24.6.2008). Letzteres Zitat ist eine Reaktion auf das Einfrieren des Vermögens des Iran durch die EU im Juni 2008, dem wenige Wochen zuvor konzertierte "Aufforderungen" von AIPAC und Israel nach einer härteren Gangart gegenüber dem Iran vorausgegangen waren. Für den Bombenanschlag im Mai 2008 in Shiraz macht der Iran die USA verantwortlich. Zeitgleich fordert die USA vor der UN allen Ernstes vom Irak aus ein Angriffsrecht "gegen jedes Land, das eine Gefahr für die internationale Stabilität darstellt". Die positiven Reaktionen auf die Berichte der US-Geheimdienste im Dezember 2007: Zeitgleich vereinbaren Russland und Iran eine engere nukleare Zusammenarbeit und die Fertigstellung des Atomkraftwerkes in Buschehr; bis heute warnt Moskau die USA und Israel wiederholt vor Militärschlägen, vor einer Politik der Isolation und vor einer Politik von Zuckerbrot und Peitsche, was in der Rede Putins auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2008 klar zum Ausdruck kommt. Weiterhin werden Berichte über die bewußt falsche Zitierung von Ahmadinedschads Reden durch die Westmedien (welche natürlich schon lange zuvor bekannt waren) im Internet in allen Sprachen verbreitet. Ein für uns Deutsche wichtiges Signal zum Thema Iran/Israel kommt von dem Außenpolitik-Experten und Friedensforscher Ekkehart Krippendorf, welches schon aus dem Jahre 2006 stammt, aber bis heute eine stetig wachsende Aktualität gewinnt: Er bezeichnete die Äußerungen Merkels, die Sicherung des Existenzrechts Israels gehöre zur Deutschen Staatsräson, als "reine Sprechblase". Er fügte hinzu, daß die konkrete israelische Politik niemals Teil der deutschen Staatsräson sein kann. Dennoch lassen sich die Politm die Berliner Politiker in der Person Steinmeiers bei der Münchner Sicherheitskonferenz 2009 erneut vor den Karren spannen, indem Steinmeier offen die von Dennis Ross propagierte Politik von "Zuckerbrot und Peitsche" unterstützt mit den (im gegebenen Kontext als ungeheuerlich einzustufenden) Worten "Auch für Iran gilt, daß Zukunft und Wohlstand von Zusammenarbeit abhängt". Gegenüber der Irak-Krise und den damaligen Versuchen der militärischen Involvierung Deutschlands bedeutet diese Situation eine weitere Steigerung: Es wird versucht, Deutschland demonstrativ in die vorderste Linie gegen den Iran zu stellen, damit es einen wesentlichen Teil der Schuld an kommenden völkerrechtswidrigen Aktionen auf sich nehmen wird, egal ob diese mit oder ohne deutsche Beteiligung erfolgen werden. Die Ungeheuerlichkeit dieser Politik wird erneut objektiviert durch die genannte Feder der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) am 11.02.2009 zu Anlass des 30.Jahrestages der iranischen Revolution: "Die Konzentration der USA auf die Beseitigung des Bösewichts in Bagdad führte dazu, daß man den anderen Bösewicht schlicht übersah …". Weiterhin ist im gleichen Kommentar vom "Kriegsgeschrei eines Mahmud Ahmadinedschad" die Rede, nachdem dieser in seiner Rede zum 30.Jahrestag betonte, daß der Iran seine Nukleartechnologie ausschließlich zu friedlichen Zwecken nutzen werde, im Gegensatz zu anderen Ländern. In einem anderen Artikel der MAZ vom 10.02.2009 heißt es in der Überschrift allen Ernstes "Endet die Eiszeit zwischen USA und dem Reich des Bösen?"

Immerhin hat diese Politik der Westmedien und der ihnen übergeordneten Mächte spätestens seit dem letzten Irak-Krieg das Stadium eines selbstentlarvenden Circulus vitiosus erreicht, der die Klarsicht der Menschen auf dem ganzen Erdball nur noch verstärken kann. Daher können weitere Ereignisse der genannten Zeitspanne zwischen Dezember 2007 und Februar 2009 weitgehend unkommentiert aneinander gereiht werden:

- Georgien beginnt einen Krieg gegen Südossetien durch Gräueltaten und militärischen Einmarsch und wird von Merkel & Co moralisch in einer Weise verteidigt, wie man es nur von offiziellen Stimmen gegenüber Israel kennt. Das sich wehrende Russland wird prompt aufgefordert, die konsekutive Besetzung georgischer Gebiete rückgängig zu machen. Die Erklärung ist einfach und wird aus erster Hand bestätigt, nämlich von einem Autor aus dem Kreise von honestly concerned, der auch häufig prozionistische Kommentare in der Mainzer Allgemeinen Zeitung verfasst. In hagalil heißt es am 10.August 2008: "Die Israelis sollten stolz sein, daß die georgischen Soldaten eine israelische Ausbildung genossen haben und heute ganz toll kämpfen, sagte am Wochenende in bestem hebräisch ein anderer jüdischer Minister Georgiens, Timor Jakobschwill". Weiterhin wird erwähnt, daß bis zu 1000 (!!!) israelische Ausbilder in Georgien tätig sind. Die diesbezügliche Hörigkeit und Ignoranz der bekannten West-Federn (Beispiel: redaktioneller Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung, 16.08.2008) ist schon sprichwörtlich: Der russische Bär habe Georgien in einen Krieg verwickelt (also nicht umgekehrt) unter Hinweis auf Gräueltaten, die es so nie gab. Merkel und die Medien melden weiter das Vorhaben zur Aufnahme Georgiens in die Nato an, wofür es lediglich noch keinen Zeitplan gäbe. Dagegen kein Wort von der israelischen Unterstützung Georgiens. Des Weiteren erfolgen gezielte Unterdrückungen von Videobeiträgen über georgische Gräueltaten in Süd-Ossetien. Immerhin, diese offensichtliche Aktivität der derzeitigen Westmedien unterstützt Deutschland zunehmend bei der Bewertung entsprechender einseitiger Mediendarstellungen zu anderen militärhistorischen Gegebenheiten.

- Die Führung der Deutschen Bahn um Hartmut Mehdorn lässt sich nicht alle Details der eingeforderten Ausstellung "Zug der Erinnerung" diktieren. Insbesondere beharrt die Deutsche Bahn aus verkehrstechnischen Gründen auf der Verwendung eines wenig befahrenen Gleissystems. Auch gab es Kritik an der Beteiligung von Beate und Serge Klarsfeld an der Ausstellungskonzeption. Die Deutsche Bahn verklagt daraufhin den Geschäftsführer der jüdischen Gemeinde Düsseldorf, Michael Szentel-Heise, der Mehdorn als Nazi bezeichnete. Die zeitgleichen Bürgerkommentare im Internet nehmen fast ausnahmslos Partei für Herrn Mehdorn, wobei im Folgenden zwei repräsentative Stimmen wiedergegeben werden: "Ist doch 'ne geniale Geschaeftsidee, man kuendigt zu dieser Thematik eine Ausstellung an, und versucht dann Geld einzutreiben mit der Argumentation entweder du bezahlst oder ich schwaerz dich als Antisemit an. So aehnlich macht's die Mafia im Bereich Sicherheit. Entweder du kaufst meine Sicherheit oder Du erlebst wie unsicher die Welt sein kann. wenn man das vorher ankuendigt, nennt man sowas auch Erpressung!". Eine weitere Stimme sagt: "Der Vorwurf des Antisemitismus wirkt in Deutschland als das soziale und wirtschaftliche Leben zerstörend. Dies sollte unbedingt mit ins Strafmaß. Auch ein Einschalten des Staatsschutzes sollte erwogen werden, da der Fall Potential hat Volksgruppen zu verhetzen". In den offiziellen Medien heißt es dagegen, daß Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee und die jüdische Gemeinde Berlin verstärkt "Druck" auf Herrn Mehdorn machen würden. Zwei Wochen nach dieser Affäre rast ein ICE in eine Schafherde – großer Medienwirbel und Anschuldigungen gegen die Deutsche Bahn, die nach Medienberichten "immer mehr ins Visier der Ermittler" gerate. Drei Tage später rast ein weiterer ICE in eine Rinderherde - und es fängt mächtig an zu stinken!!! Entsprechend flachen die diesbezüglichen Medienberichte schnell ab, der anschließende Börsengang der Deutschen Bahn wird von den Medien fühlbar widerwillig mit aktiv eingestreuten Wehrmutstropfen gegen Mehdorn begleitet (s. redaktionelle Kommentare der MAZ vom 16. und 17.05.2008). In der Folgezeit immer wieder Detailberichte über unfaire Preise und angeblich mehrheitlich unzufriedene Bahnkunden. Mit der Begründung der Bespitzelung von Bahnmitarbeitern (es wird wohl ein Geheimnis bleiben, gegen wen sich die Führung der Deutschen Bahn hier schützen wollte bzw. schützen mußte!) wird durch die ZDF-Tagesthemen Anfang Februar 2009 eine Medienhetzjagd auf die Spitze getrieben, wobei in den entsprechenden Berichten die visuell untermalte Hetze gegenüber Detailinformationen die Oberhand gewinnt (Beispiel: in besagter Sendung eine mehrfach gezeigte und gegen "0" laufende digitale Stoppuhr mit dem mehrfachen zynischen Kommentar Slomkas, wie lange sich der Bahnchef wohl noch halten werde). Mit kaum zu überbietender Überheblichkeit und sichtlicher innerer "Ruhe" lässt Tiefensee mehrfach verlauten, daß ihm die Erklärungen der Deutschen Bahn über die Verantwortlichkeiten bei den Bespitzelungen nicht ausreichen.

- Über die Brandkatastrophe in Ludwigshafen wurde von den Medien lebhaft und ausführlich berichtet, als man von offizieller Seite noch glaubte und hoffte, man könne bald jemanden als "rechtsradikale(n) Täter" präsentieren: Helfende Polizeikräfte werden attackiert; ein kleines Mädchen behauptet, die rechtsradikalen Brandstifter gesehen zu haben; politischer Auftritt von Erdogan in Deutschland; gewohnte antideutsche Hetze in den offiziellen Türkeimedien; breitangelegte Medienwalze in der BRD zum Pflichtquoten-Themenkomplex Integration-Toleranz-Ausländerfeindlichkeit – die gegen Mitte des Jahres 2008 schnell abflacht; das kleine Mädchen nimmt seine Brandstifter-Aussagen zurück, repräsentativ für das schnelle Abflachen der Medienwalze ist der Silvester 2008-Jahresrückblick in der Mainzer Allgemeinen Zeitung: der Schlusssatz des Artikels lautet: "Am wahrscheinlichsten ist aus Sicht der Staatsanwaltschaft ein ‚wie auch immer geartetes fahrlässiges Verhalten’. Im Juli 2008 (also bereits nach 4 Monaten !!) werden die Ermittlungen eingestellt". Was war geschehen: bereits zum Zeitpunkt der Katastrophe vielfach geäußerte inoffizielle Vermutungen werden bestätigt durch das Durchsickern der Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft, die Internet-Chets sind bis heute voll von gleichlautenden Kommentaren und quellen fast über mit dem, was in der offiziellen Presse ausgeklammert wurde: manipulierte Stromleitungen im Keller des Gebäudes. Durch das Einstellen der Ermittlungen demonstriert der Staat BRD seine Macht zur gezielten Unterbindung von Strafaufklärung und Rechtssprechung aufgrund "höherer" politischer Motivation. Im Nachhinein sind weitere Begebenheiten im zeitlichen Umfeld der Brandkatastrophe zu nennen: Dezember 2007 in Mittweida, eine junge Frau ritzt sich selbst ein Hakenkreuz in die Hüfte und führt dabei Medien und Polizei auf die falsche Spur; März 2008 in Backnang, in einem ebenfalls überwiegend türkisch bewohnten Haus wird Feuer gelegt, an der Hauswand finden sich Hakenkreuze und eine Aufschrift in fehlerhaftem Deutsch "Jetst alle sterben" – Begebenheiten, welche wohl mit ausschlaggebend waren für das Ausklammern der Ermittlungsergebnisse von Ludwigshafen; oder sollte man sagen, daß die Staatsmacht aus der medialen und juristischen Aufarbeitung von Solingen gelernt hat ? Sehr bald gesellt sich ein vergleichbarer "rechtsradikaler Übergriff" hinzu mit nahezu identischer medialer Verlaufskurze wie beim Vorfall in Ludwigshafen: auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl; klare Aussagen Mannichls über das Aussehen, die Tätowierungen und die Aussagen der Täter; breite Medienwalze gegen "Rechtsextremismus" mit Hochstilisieren Mannichls zum Helden gegen Rechtsextremismus - ein Begriff, den Mannichl nach schnellem Abflachen der Medienwelle strikt ablehnt. Immerhin berichtet auf Seiten der offiziellen Medien die Süddeutsche Zeitung auch nach Abflachen der Medienwelle, ebenso findet sich eine lebhafte Internet-Diskussion vergleichbar den Aussagen über Ludwigshafen, hier ein Beispiel.

- Medienpression auf Persönlichkeiten in hohen Ämtern zeigt sich 2008 vor allem in Bezug auf die Finanzkrise, und hier in zweierlei Weise: die unmerklichste, weil wichtigste Strategie ist das unbedingte Ablenken der Bevölkerung von Gedankengängen, die an die Ursachen der Wirtschaftskrise in den 20er und 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts erinnern. Ohne daß er es wollte hatte der Chef des Instituts für Wirtschaftsforschung Hans-Werner Sinn diese oberste aller Prioritäten, aber gleichzeitig auch die zweite daraus folgende Priorität verletzt, nämlich offiziell die Hauptschuld an der aktuellen Wirtschaftskrise den deutschen Banken und ihren Managern anzulasten, die ja schon seit langem zur Vorbereitung künftiger supranationaler Übernahmen von den hiesigen Medien weichgeschossen werden. Das perfide an der Medienkampagne gegen Sinn: er hatte mit dem die genannten Prioritäten unbewusst verletzenden Satz die Juden ausdrücklich in Schutz nehmen wollen. Der Satz lautete: "Damals hatte es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager". Daß der jüdischen Seite hauptsächlich die Verletzung der erstgenannten Priorität aufstieß hatte Frau Knobloch offen zugegeben als sie bekundete, dieser Satz sei deshalb so schlimm, weil "Rechtsradikale" schon längst dabei seien, die aktuelle Finanzkrise erneut den Juden anzulasten. Mit dem genannten Satz reiht sich Sinn ein in eine stattliche Liste von Persönlichkeiten, die im Jahre 2008 gezielt dann vom Zentralrat "gerügt" wurden, wenn die von jüdischer Seite beanspruchte Einmaligkeit einer definierten Wortwahl nach offizieller Lesart verletzt wurde. Ein Beispiel ist Christian Wulff mit seinem berechtigten Vorwurf der Pogromstimmung gegen Banken und Manager. Wie autoritär derartige Prioritäten von offizieller Seite durchgesetzt werden sollen zeigt Wulffs wörtliche Erklärung: "Ich habe durch die unsägliche Verwendung des Wortes ‚Pogromstimmung’ bei einer tagespolitischen Debatte Gefühle von Menschen verletzt, Missverständnisse erzeugt und die grausamen Pogrome gegen unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger ungewollt öffentlich relativiert. Glauben Sie mir: Ich schäme mich dessen." Mit dieser "deutlichen persönlichen Distanzierung", sagte Charlotte Knobloch der Jüdischen Allgemeinen sei der Konflikt für den Zentralrat beigelegt. Durch Ausschaltung derartiger kritischer Stimmen konnte mit der geistigen Weihe von hochvernetzten Leuten wie Helmut Schmidt und Horst Köhler ein als offene Medienhetzjagd getarntes Ablenkungsmanöver stattfinden, nämlich die Hetzjagd auf die dem als kurzsichtig erachteten Volk als ausgewählte Sündenböcke vorgelegten Bankenchefs- und Manager, welche sich bekanntermaßen selbst den supranational diktierten "Regeln" des Finanz- und Wirtschaftswesens unterwerfen müssen, oftmals gegen ihren eigenen Willen – Beispiele: Der Unstern organisiert ein Abendessen mit dem Chef der Deutschen Bank Josef Ackermann und schreibt zum Dank in seinem Artikel vom 30.10.2008, Ausgabe 45, Einleitung: "Er ist das Gesicht des Kapitalismus … Wie fühlt man sich als Buhmann der Nation". Das Ende des kaum unverhüllt zynischen Artikels wird im Folgenden in voller Länge wiedergegeben und es bleibt zu hoffen, daß der Schlusssatz - bewußt oder unbewusst - nicht als journalistische Umschreibung einer real existierenden Drohung zu verstehen ist, denn ungeheuerlich ist dieser Schlusssatz allemal!!! Der Schluß des Artikels lautet: "Es ist spät geworden an diesem Mittwoch, fast zwölf. Über den abgedunkelten Türmen der Deutschen Bank ragen Baukräne. Das Viertel schläft. Bulle und Bär haben Ruh. Nur in der Villa Sander brennt noch Licht. Dort macht sich der Staats-Buhmann (!!!), Löwe-Aszendent und Groß-Visionär Josef Ackermann in dieser Nacht daran, noch einen letzten Gegner haushoch zu besiegen. Der Chef der Deutschen Bank packt in die Griffe eines Fußballtischs – und kickert um sein Leben". Nachdem Kritik von Köhler & Co zur Zeit der Etablierung von Hedge-Fonds und anderen Machenschaften nicht nur unterblieb, sondern von anderen hochvernetzten Lords ausdrücklich begrüßt wurde (siehe mehrfach auf dieser Website), so nennt Köhler die Finanzmärkte jetzt ein "Monster" – ohne Widerspruch von Lord Weidenfeld, Welt-online & Co. Zum Dank erhält Köhler, quasi ebenfalls aus erster Hand, die volle Rückendeckung der Westmedienwelt für seine Wiederwahl, sowie eine bis heute anhaltende konzertierte Spottaktion der Medien gegen seine Herausforderin Gesine Schwan, z.T. die Grenze zur Beleidigung bewusst überschreitend (Redaktioneller Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 15.05.2008 aus gleicher Feder wie oben: "Nach Köhlers Rundumschlag gegen Banken und Manager dürften seine Gegner es schwer haben, jemanden zu finden, der ihm das Amt streitig zu machen versucht. Gut so!" Der Unstern, Nr.48, vom 20.11.2008: "Der spätpubertierenden 65-jährigen ist jedes Mittel recht, um dem Rentnerdasein zu entfliehen" zusätzlich immer wieder gestreute Kurzberichte, wonach "Köhler gestärkt" sei). Ein ähnliches Weichschießen von Persönlichkeiten in scheinbar mächtigen Ämtern praktizierte die Bildzeitung unmittelbar nach der Wahl von Barack Obama am 07.11.2008 mit einem ausgedehnten Artikel und den Überschriften "Obamas Drogenbeichte", sowie "Haschisch, Alkohol, Kokain. Ich war auf dem Weg zum Junkie". Doch die Bild-Zeitung wäre nicht Bild-Zeitung, wenn Obama neben dem Aufzeigen seiner potentiellen Erpr Schwachstellen nicht gleichzeitig eine wohlwollende Medienperspektive für den Fall seines Funktionierens eröffnet und quasi als Ratschlag mit auf den Weg gegeben würde: in einem weiteren Artikel in der gleichen Ausgabe heißt es: "Ist Obama in Wahrheit härter als Bush?" Eine besonders üble Seite der gegenwärtigen Mediendemokratur erduldeten 2008 vier hessische SPD-Politiker(innen) aufgrund – was sonst – des Folgens ihrer persönlichen Überzeugung auf der Grundlage von demokratischen Spielregelen. Nach dem Versagen ihrer Stimme für Frau Ypsilanti bei der Hessenwahl verpasste ihnen ihre eigene Partei Redeverbot (!!!) und erwägt zwischenzeitlich ein Parteiausschlussverfahren – unter weitgehendem Ausbleiben kritischer Medienreaktionen zu dem Verhalten der SPD. Auf die Frage eines Fernsehjournalisten, wie denn die Union auf ein solch abweichendes Stimmverhalten in den eigenen Reihen reagieren würde sagte der Fraktionschef der hessischen CDU Wagner mit kaum zu überbietendem Impetus und damit die aktuelle Mediendemokratur anerkennend: "So etwas wird bei uns nicht passieren". Doch konnte die Gegenseite der SPD Nutzen aus dem Misstrauen gegenüber Frau Ypsilanti ziehen? Nach seinen diskussionswürdigen Vorschlägen zu einer härteren Gangart gegenüber ausländischen Straftätern während des ersten Wahlanlaufs lichtete sich Roland Koch ("Schröder hätte Bush versprechen müssen, wir machen nie wieder Politik gegen Euch") bei seinem Wahlkampf erneut mit dem heißgeliebten orangenen Schal ab mit den Worten "Ich habe gelernt", also eindrucksvoll bestätigend, wie leicht ihm der Sinneswandel zwecks Machterhalt fällt. Cem Özdemir (bezeichnet sich als Freund Israels und will Türkisch-Unterricht an Deutschen Schulen) fordert Koch nach (!) dessen Wahl zum Rücktritt auf mit den Worten, er solle doch zurücktreten wenn er "noch einen Funken Anstand" im Leib habe – medial sanktioniertes parteiübergreifendes Polit-Theater im Gurkenglas. Das Bayrische Pendant zu Hessen: Beckstein erfüllt – für ihn wahrscheinlich unbewusst – den zweiten Teil seines Auftrages seit dem Sturz Stoibers und dem temporären Inthronisieren Becksteins durch die hochvernetzten Medien und Stiftungen: das Brechen der absoluten CSU-Mehrheit in Bayern. Kurzfristig wird Beckstein belohnt durch ein Statement Weidenfelds auf der Website des Centrums für angewandte Politikforschung, daß er den Kampf "auf jeden Fall überstehen werde". Dieser Vorgang hat eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für den Wahrheitssuchenden: seit dem medial und brachial inszenierten Sturz Stoibers, der Inthronisierung des Israel-Freundes und Anti-Iran-Aktivisten Beckstein und der medialen Schmutzkampagne gegen seinen damaligen Konkurrenten Seehofer (siehe auf dieser Website) hing die Frage in der Luft, daß doch die Bayern dieses miese Spiel eigentlich durchschauen müssten – wie also konnten sich die Medien und die über ihnen Stehenden trauen, den Bayern auf diese Art und Weise eine offensichtliche Pol Persönlichkeit an die Stelle ihres gewählten Ministerpräsidenten zu setzen ? – und jetzt 2008 also die Antwort: um die vorauszusehende Unzufriedenheit der Bayern in den Plan mit einzubeziehen, damit der genannte zweite Plan berechenbar in Erfüllung gehen wird! Und trotzdem bleibt ein Eigentor für die Initiatoren: krampfhaft hatten die Medien Erklärungskonstrukte gestreut in der Art, es habe wohl was mit Franken und Protestantismus zu tun – konnten aber damit die genüßliche Art der medialen Verbreitung ihrer eigentlichen Wunschvorstellung nicht verbergen, nämlich in Bayern würden jetzt "endlich andere politische Zeiten einkehren". Es darf die optimistische Prognose gewagt werden, daß die wahren Initiatoren dieses Theaters deutschlandweit und mehrheitlich erkannt sind. Jörg Haider steht kurz vor einer erneuten Regierungsbeteiligung in Österreich, führt bereits Verhandlungen und unterbreitet den Medien seine Vorstellungen für die künftige Politik – und ist zwei Stunden nach einer Feier tot. Im ORF berichten die Teilnehmer der Feier persönlich, daß es bis zum Weggang Haiders keine Hinweise für einen übermäßigen Alkoholgenuß gab und die Moderatoren des ORF selbst artikulieren ihren Unglauben darüber, wie man innerhalb von 2 Stunden auf einen Blutalkoholgehalt von 1.8 Promille kommen könne. Der Rest verhält sich ähnlich wie beim Tod Möllemanns: breite Internetdarstellungen und Diskussionen zu Dingen, welche in den Medien ausgeklammert werden: die verfügbaren Indizien, die ominösen Löchern in der Karosserie, etc. Schnelles Stillschweigen der Medien. Wissend um die Andersartigkeit ihres Medienverhältnisses spricht Angela Merkel offen von ihrem "Kampf" für das, was der mündige Wähler 2005 noch verhindert hatte: eine 100% olig globalistisch integrierte CDU/FDP-Koalition, wobei sie von den Medien tatkräftig unterstützt wird durch Überschriften wie "CDU und FDP im Eiltempo zur Koalition" (Mainzer Allgemeine Zeitung, MAZ, 20.02.2009), durch zunehmenden Medientransport von Stimmen der "Linken" zwecks erneuten Stimmenraubs im SPD-Lager, sowie durch die vorwiegend medial inszenierte Demontage des bisherigen Kanzlerkandidaten der SPD und vielfaches Ausspielen der SPD gegen die Linke – das Gegenteil dessen also, was der gesunde Menschenverstand als Medienreaktion auf das Verhalten Merkels in ihrer Eigenschaft als Bundeskanzlerin erwarten würde: eine öffentliche Rüge für das offene Ansinnen einer neuen Ehe bei noch andauernder und nach eigenen Angaben als "gut" bezeichneter Ehe.

- Ein weitere Erfolgsmeldung: nach den Niederlanden und Frankreich zeigt auch Irland der EU-Verfassung bzw. ihrem als "EU-Vertrag" oder auch "Lissabon-Vertrag" bezeichneten Nachfolger die rote Karte. Die hanebüchenen Reaktionen von hoher Stelle sind erwartungsgemäß: Lord We Welt-online macht wieder eine Internet-Umfrage und offeriert als Antwortmöglichkeiten "Sofort Irland ausschließen", sowie "Irland erneut abstimmen lassen". Letzterem schließt sich allen ernstes Nicolas Sarkozy an, sehr zum Ärger der Iren. Die im Internet publizierten zentralen Bedenken der Iren werden in den offiziellen Medien ausgeklammert, stattdessen große Aufregung in den Westmedien, auch der Begriff "Strafmaßnahmen" wird vielfach geäußert. Anschließend wird auf Zeit gespielt, immer wieder Kurzberichte, wonach im Falle einer zweiten Wahl die Iren jetzt mehrheitlich dafür stimmen würden (Beispiele: MAZ, 18.11.2008) … es fehlt lediglich noch die Medienaussage "die Iren haben falsch gewählt". Zum Zeitpunkt des Verfassens der vorliegenden Schrift erscheint am 17.02.2009 ein weiterer redundanter Artikel dieser Art in der MAZ. Demnach würden jetzt 51% der Iren mit "Ja" stimmen.

- Die baumeisterlichen Versuche zum Umbau des Christentums erhalten mehr und mehr Gewohnheitscharakter, dennoch lohnt sich die kontinuierliche Beobachtung ihrer geschichtlichen Entwicklung seit der Zeit von Adam Weisshaupt. Marylin Manson beim Weltkirchentag auftreten zu lassen wäre für die baumeisterlichen Vorhaben derzeit sicher noch kontraproduktiv, aber man kann dem Ganzen ja auf dezentere Weise eine Richtung verleihen: Henryk M.Broder erhält den Hildegard-von-Bingen-Preis. Beiträge aus der Schublade "Jesus war nie in Bethlehem" haben inzwischen die Zeitschrift "Bild der Wissenschaft" erreicht (Ausgabe 12/2008). Das Hauptereignis zu diesem Themenkreis im Jahre 2008: Die Lutherdekade beginnt am 21.September. Kein geringerer als Wolfgang Schäuble lässt vor laufender Kamera verlauten, daß man sich den kommenden Jubiläen intensiv widmen werde!! Die ersten baumeisterlichen Spatenstiche – im wahrsten Sinne des Wortes – sind bereits gemacht: archäologisch habe sich ergeben, daß Martin Luther nicht aus "einfachen", sondern aus wohlhabenden familiären Verhältnissen stamme und zum Essen junge Schweine bevorzugte, denn die hätten am besten geschmeckt – oder sollte man sich gleich an "Die Zeit", Nr.45 vom 30.10.2008 halten: "Vieles, was wir über Martin Luther zu wissen meinten, ist falsch". Der Weltbürger wird also viel Wachsamkeit für die kommenden Jubiläen benötigen, auch im Hinblick auf Versuche zum Auseinanderdividieren der Christenheit. Es darf als sicher gelten, daß insbesondere die katholische Kirche für die ihr derzeit aufgenötigten Vasallendienste in Zukunft auch entsprechend "belohnt" werden soll, wofür sich eine Relativierung bis Demontage Martin Luthers und seines Lebenswerkes gut eignen würde. Baumeisterlich ungewollt kam Anfang 2009 ein weiteres Hauptereignis zu diesem Themenkreis hinzu, wobei ebenso ungewollt - und für die Menschheit in erhellender Weise - ein Brückenschlag zwischen zwei Kernthemen der Jahrtausendwende erfolgt ist: Eine öffentliche Aussage zum einem aktuellen Kernthema stammt von einem Priester, einem Mann des Glaubens! Erwartungsgemäße Reaktionen, die aber trotz (oder gerade wegen) ihrer öffentlichen Ausklammerung eine zentrale neue Erkenntnis nicht verhindern können: Auf der breiten Achse zwischen Feind und Befürworter wird allenfalls eine kleine Minderheit daran zweifeln, daß die Worte von Bischof Richard Williamson mit seiner persönlichen Überzeugung deckungsgleich sind und damit die Bezeichnung "Leugner" gegenstandslos wird – eine Erkenntnis mit klarem Brückenschlag zur Frage nach der tatsächlichen (und demoskopisch aus mehreren Gründen nicht reflektierbaren) Meinungsbildung der Menschheit zum vorliegenden Themenkomplex. Speziell Williamsons Gegner wittern dagegen eine ganz andere Chance, nämlich die Anmahnung zur fortgesetzten Indoktrination der katholischen Kirche mittels des zweiten Vatikanischen Konzils, also quasi die Möglichkeit, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Im Internet kreisen die Gedanken weiterhin um die offiziell wenig illuminierten Aspekte: World-Almanach, die brennende Fackel im Munde und die endlosen Schreie des Lagerkommandanten, von denen seine Peiniger sprechen, seine Aussage, daß er schließlich alles unterschrieben hätte, der weltweite Bekanntheitsgrad der in ihrer Verbreitung nicht zu unterbindenden indizierten Literatur, die Bedeutung der durch die katholische Kirche offiziell angekündigten Strategie von "Mittel und Wegen", das Ausmaß der geopolitischen Relevanz einer offenen Aufarbeitung für Gegenwart und Zukunft, sowie die zunehmend offen diskutierte Frage nach Hintergrund und Berechtigung einer Verknüpfung von Glaube, Wahrheit und Strafrecht.

- Versuche zur strafrechtlichen Vereitelung der öffentlichen Reflexion persönlicher Überzeugung haben ihr Pendant in den Versuchen zum rechtsfreien Eindringen in die Privatsphäre des Bürgers. Entsprechend wird die sogenannte E-Card in den offiziellen Medien nur spärlich erwähnt, dagegen sind breite aufklärende Aktivitäten im Internet zu verzeichnen: Es wird erwähnt, daß auf der E-Card selbst fast nichts gespeichert wird, dafür aber ein Zugangscode, der Zugang bietet zu einem riesigen Computernetzwerk, denen sich sämtliche Gesundheitsbehörden einschl. Arztpraxen, Krankenkassen und Apotheken anschließen müssen – das Zeitalter des Gläsernen Bürgers, dem selbst der Zugang zu definierten Bereichen der Wahrheit verweigert wird. Zu Jubiläen von außerhalb des jüdischen Humanismus stehenden großen Persönlichkeiten erwartungsgemäße Medienberichte, wobei sich immer mehr verdichtet, daß derartiger Journalismus nicht immer die tatsächliche Meinung der Schreiber wiedergeben muß, sondern als eine Pflichtkür zur Verhinderung einer Rüge durch die Reflexorganisationen zu verstehen ist: zum 150.Geburtstag von Kaiser Wilhelm II. erscheint in der MAZ am 27.01.2009 die Überschrift "Modernisierer oder eitler Schwadroneur?". Der große Komponist Karlheinz Stockhausen hatte sich stets einem ideologischen Druck durch das Umfeld der marxschen Ideologie und damit der 68er-Bewegung widersetzt. Sein gesamtes Werk geht von der göttlichen Schöpfung aus, auch Jesus Christus, Gottes Sohn, kommt in seinen Werken immer wieder vor. Zu seinem Tode am 05. Dezember 2007 schreibt die Frankfurter Allgemeine als Überschrift "Papa Techno" (Stockhausen hat mit Techno soviel zu tun wie Mozart mit der Hippie-Bewegung), sowie als Schlusssatz: "Stockhausen ist als Papa techno auch in der jüngeren Rock- und Popmusikgeschichte zu einer Ikone geworden.", und dies obwohl diese Bezeichnung für ihn so nie verwendet wurde und er selbst für diese Musiksparten nie aktiv war. In zahlreichen Schriften, so auch in der eindeutig ideologisch geprägten Schrift "Musik-Texte" wird posthum seine Distanz zu den 68ern und den in ihrem Dunstkreis wirkenden Komponisten breitgetreten. Eine posthume Beschäftigung anderer Art erfolgte im Sommer 2008. Einige Parteien wollen die Hindenburgstrasse umbenennen, in der städtebauliche Maßnahmen stattfinden sollen. Eine Bürgerbefragung von Anwohnern der Strasse stellt sich dem Ansinnen der Umbenennung mit 179 zu 15 Stimmen entgegen (Bericht der MAZ vom 17.06.2008). In Berichten wird immer wieder betont, daß der Anstoß zur Umbenennung nicht von der Gemeinde komme. Dies wird mit Sicherheit auch dann betont werden, wenn im zeitlichen Umfeld der baulichen Fertigstellung ein entsprechender mehrheitlicher Stadtratsbeschluss zustande kommen wird/könnte. Zu Hindenburgs Zeiten wussten die Deutschen Soldaten, für was und gegen wen sie kämpften. Mit welchen "meinungspolitischen" Konstrukten man derzeit versucht, uns Bürgern und unseren Soldaten die heutigen Freund- und Feindbilder einzuimpfen, wurde auf dieser Seite hinreichend erörtert. Daß die persönliche und mentale Überforderung von Militäreinheiten und jedes einzelnen Soldaten auch wesentlich durch das Gefühl des Missbrauchs durch eine kaum zu verdeckende lügenhafte Welt- und Medienpolitik zustande kommt, wurde in den offiziellen Berichten Anfang 2009 natürlich ausgeklammert. Stattdessen heißt es von Seiten der Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung in gewohnter Weise (MAZ, 13.02.2009): "Erst ganz allmählich findet sich die Bundeswehr in ihrer Rolle als international agierender Kriseninterventionsarmee zurecht. Denn das ist sie, ob es uns, den Bürgern, gefällt oder nicht". Von gleichem Geiste ist die "mediale" Begleitung des wahrscheinlich schlimmsten Kapitels während der genannten Zeitspanne …

- Der Gaza-Krieg wird auffallend kühl vorbereitet durch Berichte über den Abschuss von einfach herzustellenden Raketen und durch die zeitlich wohlgestaffelte Verbreitung der Aussage, die Gegenseite wolle noch "Zurückhaltung" üben; in anderen Worten: der Weltbürger wusste zu dieser Zeit, daß ein solcher Krieg kommen wird. Der Raketenabschuss erfolgt aus einem ca. 360 km² großen Gebiet mit zerstörter Infrastruktur heraus, in dem 1.5 Millionen Menschen zusammen gepfercht und durch aufgezwungenen "internationalen" Wirtschaftsboykott gedemütigt werden, deren demonstrative Entschlossenheit gegen Kapitulation und gegen politische Anbiederung an ihre Peiniger aber weiterhin ungebrochen ist. Diese territoriale Situation der Gaza-Bewohner wird ihnen von den Westmedien obendrein negativ angelastet, indem jede Gegenwehr durch Waffengewalt als ein "Verschanzen" hinter der zusammengepferchten Zivilbevölkerung ausgelegt wird, d.h. es wird so dargestellt, als habe die vom Volk gewählte Hamas ihre eigene Bevölkerung als Geisel genommen. Die USA sind politisch ruhiggestellt durch eine Zeitspanne von 1/4 Jahr (!!), während derer der neu gewählte Präsident instruiert, durch die Medien präpariert (s.o. - Bild-Zeitung) und seines weltpolitischen Wirkens beraubt wird. Währendessen, kurz vor dem Jahreswechsel 2008/09, erfolgt das Losschlagen der israelischen Militärmaschinerie gegen das als Testareal angesehene Gaza-Gebiet - eine Strategie, welche durch die Westpresse mittels Ausklammerung der entsprechenden Information sanktioniert wird: Unter Verhängung einer Nachrichtensperre über das Kriegsgebiet durch die israelischen Behörden werden Phosphor-Munition und DIME-Bomben eingesetzt (Dense Inert Metal Explosives), welche Gliedmaßen wie mit der Säge abtrennen und zudem (gewollt oder ungewollt?) in der Lage sind, aufgrund einer krebserregenden und giftigen Wolfram-Legierung (die israelische Militäroperation heißt "gegossenes Blei"!!!) einen hohen Prozentsatz der Opfer auch nachträglich und trotz erfolgreicher medizinischer Versorgung zu töten. In der lokalen Verantwortung stehende ausländische Ärzte und Helfer werden aufgrund ihres öffentlichen Beklagens dieser Zustände von proisraelischen Publikationsorganen beschimpft – unter Ausbleiben korrektiver Darstellungen oder In-Schutz-Name durch die offizielle Westpresse. Die verhängte Nachrichtensperre wird von der Westpresse zwar offiziell beklagt, die dennoch auf breiter Ebene durchgesickerten Informationen (s.o.) werden den Bürgern von offiziellen Publikationsorganen aber weiterhin vorenthalten. Die klare Planung der eingezwängten Westmedien und ihrer angeschlossenen "Politiker": Ursache und Alleinschuld bei Hamas, Wirkung bei Israel – also auch hier eine ungewollt erhellende Strategie für die gleichzeitige Analyse der offiziellen Bewertung anderer historischer Ereignisse. Ebenso ungewollt erfolgte die schnelle Anklage Israels durch die Weltbevölkerung, die prompte Reaktion darauf kommt erneut aus erster Hand und bestätigt das gewohnte Konzept der hier angeklagten Mächte, nämlich auf Kritik mit uferloser und zerstörerischer Steigerung des eingeschlagenen Weges zu reagieren: in einem redaktionellen Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung (MAZ) vom 12.01.2009 heißt es "… am Anfang der dritten Woche des Feldzuges gegen die Terroristen ist klar, dass sich die Stimmung weltweit gegen Israel dreht … Deshalb muß Jerusalem jetzt schnell entscheiden, ob man auf halbem Wege kehrt macht, oder ob man in den sauren Apfel beißt und endgültig reinen Tisch zu machen versucht, also auf breiter Front in den Gaza-Streifen einmarschiert und sich mit der Hamas eine extrem blutige Schlacht um jedes Haus liefert … Das Ganze muß im Kern um den 20.Januar erledigt (Wortwahl !!) sein, denn dann wird Barack Obama auf der Weltbühne erscheinen und sich des neuen Konflikts im nahen Osten annehmen müssen" – also eine klare Offenlegung der eingeschlagenen Strategie, die Barack Obama denn auch berechenbar fortsetzen wird: nach zeitlich gestaffelter Beendigung des aktuellen Gaza-Krieges tritt Israels Schutzmacht No.1 vor die Muslime und preist die USA als ihren "Freund" an. Auch auf die Gefahr der Redundanz hin muß dieser nachprüfbare Sachverhalt seiner weitreichenden Bedeutung wegen weiter präzisiert werden: Die Weltgemeinschaft ist berechtigt zur Annahme, daß der aktuelle Gaza-Krieg zeitlich gestaffelt und von langer Hand vorbereitet wurde mit dem wesentlichen Ziel, auf der Grundlage einer minimierten Wehrhaftigkeit der Palästinenser den Muslimen in der Welt den Schein eines neuen und freundlich gesonnenes Amerika unter einem neuen Präsidenten präsentieren zu können – ein Ansinnen also, was durch nichts empfindlicher gestört worden wäre, als durch eine von den USA geduldete militärische Großaktion Israels nach dem offiziellen Amtsantritt Obamas. Die Art der Begleitung des Gaza-Krieges durch die redaktionellen Kommentare der Mainzer Allgemeinen Zeitung ist erwartungsgemäß: Aus dem Kreise von honestly concerned heißt es am 29.12.2008, daß die Operation "gegossenes Blei" für die verhandlungswilligen Muslime doch eigentlich eine "Entspannung, unter Umständen sogar endlich eine politische Befreiung" bedeuten könnte; gegen das israelische Vorgehen demonstrierende Europäer werden beleidigt mit den Worten "Das Erschütternde: Auf die Straße gehen nicht nur Palästinenser und Araber, sondern auch viele Europäer. Dabei stellt sich die Frage, ob diese zynisch oder nur dumm sind" (MAZ, 05.01.2009); der von der arabischen Welt als historisch bezeichneten UN-Resolution mit Forderung zur sofortigen Waffenruhe Anfang Januar wird sofort der Wind aus den Segeln genommen mit Formulierungen wie "Wortgetöse aus der arabischen Ecke", sowie "Den meisten Regierungen in der arabischen Welt wäre es nämlich durchaus Recht, wenn der Hamas ein für allemal das Rückgrat gebrochen würde. Deshalb kommt ihnen Israels Feldzug sehr recht … Deshalb passt ihnen die UN-Resolution, auch wenn sie vor Ort wirkungslos verpufft, gut ins Konzept" (MAZ, 10.01.2009). Zwei Tage nach diesem Kommentar über die UN-Resolution, also am 12.Januar, erfolgte der o.g. Aufruf an Israel zum Reinen-Tisch-Machen, was "bis zum 20.Januar erledigt" sein müsse – also ein offener Aufruf der Westpresse zur Missachtung von UN-Resolutionen (wobei 2006 Deutschland gerade mit dem Hinweis auf UN-Resolutionen vor die Küste Libanons geschickt wurde zwecks Agitation gegen die Hisbollah). Wie nicht anders zu erwarten bedienen die Westmedien und die rhetorisch bestens funktionierenden BRD-Politiker die israelischen Interessen perfekt: immer wieder wird die "Notwendigkeit zur Unterscheidung von Ursache und Wirkung" angemahnt; es gehe primär um Israels Sicherheit; Deutschland wird genötigt zur logistischen Mitbeteiligung an der Unterbindung des auch für Lebensmitteltransporte wichtig gewordenen Tunnelsystems an der ägyptischen Grenze; der Schlüssel für die Lösung des Problems liege in Ägypten, denn die Westma Mubarak solle endlich dem Waffenschmuggel mit der Hamas entgegentreten (MAZ, 08.01.2009; aus gleicher Feder immer wieder die Darstellung, daß Israel die "einzige Demokratie in der Region" sei); in Berichten über die Demonstrationen lernt die DPA aus den ersten Berichten, in denen deutlich die ethnische Vielfalt der Demonstranten zu erkennen ist, so dass in der Folgezeit nur noch Bildausschnitte mit praktisch ausschließlich "orientalisch"-stämmigen Teilnehmern gezeigt und andere Teilnehmer allenfalls herablassend erwähnt werden (s.o.). Gemäß den Maßgaben der als solcher vergeblich getarnten Konferenz der B’nai-B’rith in Berlin (damals offiziell als "Antisemitismus-Konferenz" bezeichnet) werden die reellen Verhältnisse von Meinungsmehrheit und Minderheit demonstrativ umgekehrt und nur noch vereinzelt kritische Leserbriefe zu Israel veröffentlicht (nicht etwa gar keine mehr, denn dies wäre zu auffällig!) – in den wenigen Beispielen Israel-kritischer Leserbriefe in der MAZ fällt auf, das die entsprechende Auswahl trotzdem mehrfach die Aussage enthält "Israels Existenzrecht steht außer Frage, aber …", also eine besonders brachiale Medientaktik zur Verdeckung dessen, was im Bewusstsein der Bevölkerung des Westens und im offenen Konsens mit der muslimischen Welt längst zur Disposition steht: die gesamte alliierte Ordnung des nahen und mittleren Ostens nach dem 2.Weltkrieg und damit das Existenzrecht dieses Staates "Israel". Weiterhin wird die Publikation von pauschalpazifistischen Leserbriefen gefördert, welche in ihrer groß gehaltenen Anzahl das Bild einer überwiegend friedliebenden und unterwürfig-anständigen Bevölkerung vermitteln – mit wohlüberlegten, fast schüchternen Aufrufen gegen Krieg und Gewalt auf beiden Seiten, wohlerzogen, die wahren Hintergründe des Nahostkonfliktes offenbar nicht durchschauend (wohlgemerkt: ein von der Medienlandschaft verbreitetes Bild, das hinsichtlich des letzten Punktes nicht der Realität entspricht). Was ist der Dank für dieses Funktionieren von Westpresse und BRD-Politikern: Joseph Fischer beklagt, daß Deutschland das Gewicht seiner pro-israelischen Staatsräson nicht stärker einsetze, um für eine einheitliche europäische Position zu sorgen (unvergessen in diesem Zusammenhang ist, wie Fischer immer wieder mit dem Schein "deutscher" Vertrauenswürdigkeit als Brücke zu Arafat benutzt wurde, welcher auf diese Taktik zu seinen Lebzeiten leider hereingefallen war); weiterhin werden Leserstimmen publiziert, die eine offen antiisraelische Argumentationsweise bei Medien und Politikern beklagen, welche offenbar "Ursache und Wirkung verwechseln" würden; der Zentralrat bleibt dem Bundestagsgedenken am 27.Januar demonstrativ fern und reagiere damit auf den offenen Antisemitismus in Deutschland, wie es in Hörfunkberichten am Mittag des 27.Januar heißt – in der Folgezeit wird dagegen als Begründung lediglich eine als unangemessen bezeichnete Behandlung der Mitglieder des Zentralrats bei früheren Gedenkveranstaltungen angeführt, ein offenes Eingestehen der erstgenannten Begründung wurde offenbar als unvorteilhaft erkannt. Die ARD landet unmittelbar nach Ende des heißen militärischen Konflikts einen zwar durchsichtigen aber doch originellen Coup mit einer Fernsehdiskussion mit Ulrich Kienzle, Udo Steinbach, Norbert Blüm, Michel Friedmann und Rudolf Dreßler: ohne die Frage dabei direkt zu formulieren sollte mit der auffallenden Mehrheit "gegen" das israelische Vorgehen und der entsprechend lebhaften Diskussion demonstriert werde, daß doch von einem "Tabu Israel zu kritisieren" in der deutschen Gesellschaft und in den deutschen Medien keine Rede sein kann, was Spiegel-online am nächsten Tag entsprechend erwähnte – wie gesagt: origineller Versuch, aber leid zum Glück durchsichtig, was sich denn auch am Ende der Sendung bestätigt mit einem unbedachten Blick des Moderators Frank Plasberg in das Zentrum der gegenwärtigen Realität: es werden Zuschauerreaktionen zur laufenden Sendung erwähnt, auch die Aussage, die heutigen Medien seien zionistisch gelenkt – was von der gesamten Gesprächsrunde einhellig als "völlig indiskutabel" weil "unzutreffend" abgetan wird … Ähnlich wichtige, weil zunächst unmerkliche zeitgleiche Lichtblicke stammen von Präsident Ahmadinedschad, der zeitgleich zum Beginn der israelischen Gaza-Aktion mit seinem Grußwort an die Christen auf Einladung des britischen "Channel 4" einen Sturm der Entrüstung bei hörigen Personen und Organen entfacht hat. Die Wordpress der Muslime richtet am Neujahrstag 2009 eine Grußbotschaft an Frau Merkel und beklagt ihre willige Unterordnung unter die Prämissen der Politik Israels und seiner internationalen Stützmächte. Wörtlich heißt es: "Deshalb teilen wir ihnen unumwunden mit, dass sie mit ihrer offiziellen Rechtfertigung dieser brutalen israelischen Militäraktion bei Weitem nicht die Position aller Deutschen vertreten". Eine der erfreulichsten Lichtblicke kommt von türkischer Seite: viele türkische Flaggen neben der Flagge Palästinas und Deutschlands auf den zahlreichen Demonstrationen. Die erwartungsgemäßen Reaktionen von offizieller Seite: Der Zentralrat beklagt zunehmenden Antisemitismus "im Mittelstand" (so formuliert, weil "Mitte der Gesellschaft" zu pessimistisch klingen würde); die bisher hinsichtlich ihrer Integration so hoch gelobten Türken in Deutschland bekommen plötzlich gegen Ende Januar 2009 eine "Studie" präsentiert, wonach die Türken Schlusslicht bei der Integration in Deutschland seien. Obwohl so nicht formuliert, ist doch der wahre Grund hierfür klar aus den Medien herauszulesen: sie waren halt so unanständig gegen Israel zu demonstrieren; und dabei hatte Avi Primor im Mai 2008 noch so strahlend offeriert, er wünsche sich eine türkische Nahost-Truppe. Wie realitätsfern Primors Wunschdenken ist, demonstrierte das Meer an türkischen und palästinensischen Flaggen nach der Rückkehr Erdogans aus Davos ("Mit dem Töten kennt ihr Israelis euch sehr gut aus"). Die Krönung der Erkenntnis, auch wenn sie von der Gegenseite stammt, kommt erneut aus erster Hand und gleicher Feder wie oben: ein redaktioneller Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 31.01.2009 mit verdrehender und herablassender Bewertung des Vorganges in Davos und der gewohnten Taktik, mutige Äußerungen als Schaden für den Äußernden darzustellen. Das Wichtigste an diesem Kommentar ist aber die offene Zugabe der baumeisterlichen Verknüpfung der Interessen Israels mit der als parlamentarische Demokratie kaum mehr zu tarnenden türkischen Militärdiktatur: "Der abrupte Abbruch seines Aufenthaltes in der Schweiz hat eine Menge Schaden angerichtet und zwar für seine außenpolitischen Ambitionen … kann seine Vermittlerrolle beim Versuch, den Nahostkonflikt auch unter Einbindung des Iran und Syriens zu beenden, erheblich erschweren … Jerusalem weiß seine Interessen im Zweifel beim türkischen Militär bestens aufgehoben (!!!) … Jetzt wird es ihm (Erdogan) schwer fallen, seinen Kurs … fortzusetzen. Zorn ist ein schlechter Ratgeber. Selten hat sich diese Weisheit als so zutreffend erwiesen wie jetzt in Davos." Wenn eine gesellschaftliche Gruppe mutig auftritt, muß sie das gebührende Lob auch erhalten: die in und außerhalb der Türkei lebenden Türken haben zum Nahostkonflikt eine eindeutige Stellungnahme abgegeben und bewiesen, daß sie die auf staatlicher und überstaatlicher Ebene erfolgte Verknüpfung zwischen Israel und der Türkei nicht teilen – Erinnerung an die breit diskutierten, weil offiziell ausgeklammerten Informationen über einen gemeinsamen "Ursprung" Israels und der sogenannten "modernen" Türkei. Die Menschen der Türkei beweisen Klarsicht zu dem aktuellen Thema Nahost, setzen sich über die diesbezüglich eingeforderte offizielle Meinungsmache hinweg, und werden deshalb einer weiteren und seit Mitte 2007 stark forcierten baumeisterlichen Maßnahme ausgesetzt, die zwar unblutig ist, in ihrer teuflischen Intention aber nicht minder einzuschätzen ist als das bisherige Kapitel, zumal viele hier lebende Muslime den wahren Charakter dieses Komplexes wahrscheinlich noch nicht erfasst haben …

- Die seit Mitte 2007 vielfach erwähnten Aktivitäten zum Moscheenbau in Deutschland flachen in den Medien gegen Ende des Jahres 2007 wieder ab und weichen weitgehend der medialen Darstellung der o.g. Sachverhalte. Die Deutsche Seite ist im Rahmen der medialen Darstellung des Moscheenbaus wesentlich durch die offizielle Federführung Wolfgang Schäubles vertreten, daß es aber auf muslimischer Seite praktisch ausschließlich türkisch-nationale Interessensverbände wie die DITIB sind, wird weitgehend unter den Tisch gekehrt, ebenso die Tatsache, daß die vorgesehenen Imame vom türkischen Staat ohne deutsches Mitspracherecht ausgewählt werden. Wissend um den Vernetzungsgrad seiner Hintermächte (s.o.) spricht der DITIB-Vorsitzende im November 2007 klar aus, daß man nicht vorhabe Zugeständnisse zu machen, wie groß und wie breit die Moschee in Köln sein werde. In klaren Worten: der geplante Moscheenbau ist ein gemeinsamer Coup zweier prozionistisch eingebundener Mächte, wobei es nicht um die Integration der Muslime selbst, sondern gemäß gegenwärtiger "westlicher" Maßstäbe um eine Modifikation dessen geht, was innerhalb dieser Moscheen gelehrt wird. Dies schließt das Ziel ein, welches die systemkonforme Netzzeitung am 15.Oktober 2007 klar formulierte: "Mit Moscheen Islamisten bekämpfen" – gemäß der von der Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung bereits am 15.07.2005 publizierten Maßgabe "Wie der Fisch im Wasser muß sich der V-Mann in den Moscheen bewegen können, muss die Sprache so gut verstehen, dass ihm selbst Nuancen nicht entgehen". Dies ist es, was die Muslime in diesen Moscheen zu erwarten haben!! Die größte Niedertracht dieser baumeisterlichen Großaktion ist aber: Hauptziel ist nicht primär der innereuropäische Umbau des Islam gemäß den Vorstellungen prozionistischer Mächte, und auch nicht primär die gezielte Überflutung des angestammten christlichen Deutschland durch fremde Kulturen, sondern Hauptziel ist die Etablierung eines baumeisterlich lenkbaren multiethnischen und multireligiösen Balanceaktes auf europäischem Boden, der situationsgerecht zur einen oder zur anderen Seite bewegt werden kann: zur Gemeinsamkeit wenn es um die Einforderung von gesamteuropäischen Vasallendiensten geht, sowie zur gegenseitigen Konfrontation, wenn es darum geht, gemeinsame kritische Positionen gegenüber Dritten zu verhindern !!!! Wird es den in Europa lebenden Muslimen mehrheitlich gelingen, dieses üble Spiel zu durchschauen und die wahren Hintergründe einer scheinbaren Stärkung des Islam innerhalb Europas zu erkennen? Über die Begriffskeule "Islamist" und seine niederträchtige Verwendung gegenüber ehrlichen und sich nach Wahrheit und Gerechtigkeit sehnenden Menschen wurde auf dieser Website reichlich berichtet. Gegen diese, also nach eigener Lesart gegen "Islamisten" gerichtet sind die ungeheuerlichen Worte von Ralph Giordano "Nicht die Synagoge, das Judentum ist das Problem" (wobei Giordano in diesen ungeheuerlichen Satz lediglich die Begriffe "Moschee" und "Islam" eingetauscht hat, und sich somit wieder auf einem für die offizielle BRD-Rechtsauffassung unbedenklichen Boden bewegt). "Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem" - so ungeheuerlich diese Formulierung Giordanos ist, so eindeutig muß an dieser Stelle die Parteinahme der angestammten Europäer für die Muslime sein. Im Hinblick auf den geplanten "Moscheenbau" in Deutschland und seine wahren Intentionen kann die dem Islam und allen anderen Religionen gerecht werdende Stellungnahme nur lauten: Nicht der Islam, sondern diese Moscheen sind das Problem - mögen die Muslime und allen anderen Menschen Europas und auf der ganzen Welt ihre bisher gezeigte mehrheitliche Klarsicht und ihre diesbezüglichen Quellen der Erkenntnis bewahren.


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Schon wieder: Forderung der Bush-Administration nach einem Kampfeinsatz Deutschlands


Anfang des Jahres 2008 wurde ein erneuter Versuch unternommen, Deutschland in den militärischen Konflikt im Süden Afghanistans zu verwickeln (siehe mehrfache Berichte zu diesem Thema auf dieser Website). Wiederholt hat die Bundesregierung dies abgelehnt, was für eine Merkel-geführte Regierung durchaus als außergewöhnlich zu bezeichnen ist. Prompt reagierten die Westmedien: nicht mehr das gewohnte "höchste" Lob für ihr vollständiges Funktionieren, sondern barsche Ermahnungen zum Eingehen auf die US-amerikanischen Forderungen. So schreibt die Mainzer Allgemeine Zeitung (MAZ) aus einer redaktionellen Feder am 02.Februar 2008: "Berlin lasse Washington abblitzen, heißt es. Das wird aber auf Dauer nicht mehr möglich sein, weil die Argumente Deutschlands wider einen Einsatz der Bundeswehr auch im Süden Afghanistans schwach und deshalb langfristig kaum zu halten sind". Aus anderer redaktioneller Feder schreibt die Mainzer Allgemeine Zeitung am 08.Februar 2008: "Den Terror, vor allem islamistischen, unterstützt von den bösen dieser Welt von Syrien bis Teheran, galt und gilt es zu bekämpfen ... Klare Worte sind gefragt und keine Ausflüchte und das bedeutet auf lange Sicht Kampfeinsatz mit allen Folgen zunächst in Afghanistans Süden, aber künftig auch überall dort, wo UN und Nato ein Eingreifen der Freien Welt für nötig halten ... Die große Koalition wird die Sache nicht aussitzen können, sondern Antworten finden müssen, die allseits auch dauerhaft akzeptiert werden". Beide Federn wurden weiter oben vor Ausbruch des letzten Irak-Krieges heftig kritisiert (siehe weiter oben auf dieser Website). Der folgende Leserbrief wurde der MAZ am 08.Februar 2008 zugesandt und blieb unveröffentlicht.


... und schon wieder: gestützt durch die Redaktion der Mainzer Allgemeinen Zeitung - aus gleichen Federn wie vor Ausbruch des Irak-Krieges !
Deutschland sagt wieder einmal "Nein" zu militärischen Forderungen der Bush-Administration. Prompt wird wieder von redaktioneller Seite die deutsche Position als unhaltbar interpretiert: Es sei auf Dauer nicht mehr möglich, die Amerikaner abblitzen zu lassen (02.02.2008) und auf lange Sicht bedeute dies einen Kampfeinsatz der Bundeswehr im Süden Afghanistans mit allen Folgen (08.02.2008) – den Lesern der Mainzer Allgemeinen Zeitung kommt dies alles nur allzu bekannt vor !!


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Nahezu gleiche Sichtweise von McCain und Obama auf die Deutschen


US-Präsidentschaftswahlkampf 2008 - Partei "Bomb, bomb Iran" gegen einen Bewerber, welcher vor dem AIPAC wahrliche Höchstleistungen in Sachen versicherter Linientreue vollbracht hat und zur Belohnung von der Westpresse nachgesagt bekommt, er könnte in Wirklichkeit Sympathie für die arabische Seite empfinden, was als Vorwurf gemeint ist. Nach dem Deutschland-Besuch sagte Tucker Bounds, ein Sprecher John Mc Cains, wörtlich: "Obama bevorzugt ein Treffen mit kriecherischen Deutschen gegenüber einem Besuch bei verwundeten Kampftruppen in Deutschland". Der Originalbegriff war "fawning germans", dessen Übersetzung unzweifelhaft "kriecherisch" im negativen Sinne bedeutet. Interessant ist natürlich nicht die Meinung eines Charakters wie John Mc Cain, sondern ob sein scheinbarer und mit mehr Vorschußlorbeeren bedachter Gegenpart überhaupt anderer Meinung ist. Die Antwort hierauf gibt ungewollt die Financial Times Deutschland am 27.Juli 2008 unter der Überschrift "McCain-Kritik an Obama: Kriecherische Deutsche". Das im folgenden Leserbrief erwähnte Zitat wurde in besagtem Artikel lediglich kommentarlos erwähnt. Der Leserbrief wurde der MAZ am 29.Juli 2008 zugesendet und am 09.August 2008 unverändert veröffentlicht.


... von Obama lediglich "diplomatischer" verpackt
Wen hat der Sprecher John McCains gemeint, als er behauptete, Obama habe sich mit "kriecherischen Deutschen" getroffen? Der gesunde Menschenverstand suggeriert, daß er die den demokratischen Präsidentschaftsbewerber freundlich empfangenden deutschen Bürger auf den Straßen Berlins jedenfalls nicht gemeint haben kann. Doch wie sieht man dies in Amerika? Glaubt man dem folgenden Zitat aus der Financial Times Deutschland, so hat Barack Obama seine eigene Interpretation zu diesem Thema: "Die 200.000 Zuhörer in Berlin hätten gezeigt, daß Europa nach weltpolitischer Führung durch die Vereinigten Staaten hungere" – bedarf es denn noch deutlicherer Aufforderungen an jeden einzelnen Deutschen, dererlei Behauptungen mittels seiner eigenen Stimme richtig zu stellen ?


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Chaos auf den Strassen Griechenlands


Über medial inszenierte machtpolitische Veränderungen, Umstürze und Umsturzversuche (USA, Deutschland, Ukraine, Russland) wurde auf dieser Seite mehrfach berichtet. Griechenland war bekanntermaßen ein bisher stolzes und weitgehend ungebrochenes Land hinsichtlich der mehrheitlich getragenen Ansichten zur sogenannten EU, zu den tatsächlichen Machtverhältnissen in Europa, sowie zur Türkeifrage. Der entscheidende Unterschied zu vielen anderen europäischen Staaten der Gegenwart: diese mehrheitlichen Meinungen wurden vom Staat weitgehend mitgetragen, u.a. durch das Ausbleiben einer entsprechenden Zensur. Zu den Krawallen in Griechenland erscheint am 10.Dezember 2008 ein redaktioneller Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung (Feder: "Deutschland steht fest an der Seite Israels"), in dem es heißt: "Was also ist zu tun: Natürlich muss ... wieder Ruhe und Ordnung einkehren ... Dann aber braucht Griechenland endlich den friedlichen Aufstand der Anständigen, die sich die politische Macht holen sollten. Sie müssen sich in Bürgerbewegungen organisieren, aus denen dann schlagkräftige Parteien werden können." Der folgende Leserbrief wurde der MAZ am 13.Dezember zugesendet und wurde am 19.Dezember vollständig veröffentlicht. Kurz vor Weihnachten 2008 verschwinden Berichte über Griechenland schlagartig aus den Medien, am 07.Januar berichten die BRD-Medien ganz unspektakulär über eine Kabinettsumbildung durch Ministerpräsident Karamanlis.


... kaum ein spontaner Aktionismus
Die Bilder von Chaos und blinder ideologisch geprägter Gewalt auf den Strassen Griechenlands lösen bei den Mitteleuropäern unweigerlich ein "Deja-vu"-Erlebnis aus. Hinsichtlich politischer Rede- und Meinungsfreiheit seiner Einwohner war Griechenland bis heute in vielerlei Hinsicht ein Vorbild für so manchen mitteleuropäischen Staat der heutigen Zeit. Plötzlich und unter dem Vorwand des weiterhin ungeklärten Todes eines Studenten wird das wirtschaftlich besonders unter dem EU-Diktat leidende Land von konzertierter Gewalt heimgesucht, begleitet von publizistischen Aufrufen der westlichen Medien zu einem "Aufstand der Anständigen, die sich die politische Macht holen sollten" – also einem Begriff der Medienwelt, welcher den Europäern ebenfalls gut bekannt ist. Soviel steht fest: Ein derartiges Chaos mit Generalstreik und eindeutiger ideologischer Prägung entstammt niemals spontanem Aktionismus, sondern wohlvorbereiteter Planung, was die Frage nach den Urhebern derartiger Zustände im Europa der Nachkriegszeit verstärkt in den Mittelpunkt der geschichtlichen Betrachtung stellt.


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Eine ungezielte Momentaufnahme der Westmedienwelt




Eine selbstgesteckte Priorität der auf dieser Website kommentierten scheinpluralistischen Westmedienwelt ist die weitgehende Unmerklichkeit bei der Vermittlung ihrer Absichten und Aufträge, eine Priorität also, die in der Vergangenheit immer mal wieder verletzt werden mußte, zumeist dann, wenn es um die Bekämpfung mutiger Äußerungen und Persönlichkeiten ging. Man könnte den Eindruck bekommen, daß die Westpresse zumindest in der gegenwärtigen Phase aus dieser mehrfachen "Verletzung" der genannten Priorität gelernt hat – so ihr Glaube. Es lohnt sich also eine ungezielte Momentaufnahme eines Magazins, welches bereits mehrfach auf dieser Seite kommentiert wurde: Der Stern, Nr.21 vom 14.Mai 2009. Diese Stichprobe hätte in jeder anderen Woche stattfinden können, jedes andere deutschsprachige Magazin und jede Tages- oder Wochenzeitung wären hierfür geeignet gewesen. Dieser kurze Text soll zeigen, daß auch stichprobenartige Beobachtungen des gegenwärtigen Westmedientenors eine sinnvolle Bereicherung für die zunehmende Anzahl der aufgewachten und aktiv suchenden Menschen in der westlichen Welt darstellen.
Durch geschickte medientechnisch gestützte Modifikation der Kräfteverhältnisse innerhalb der Parteieinlandschaft seit Merkels Kanzlerschaft wurde erreicht, daß selbst die gegenüber Merkels Hintermächten kritisch eingestellte Mehrheit der Deutschen kaum noch die Möglichkeit hat, die Verlängerung ihrer Kanzlerschaft zu verhindern. Im "Zwischenruf aus Berlin" der aktuellen Stern-Ausgabe wird dies bestätigt mit den Worten "Alles spricht für die Fortsetzung ihrer Kanzlerschaft – alle, selbst die Grünen, bahnen ihr den Weg." Entsprechend (und nur deswegen!!) kann es sich die deutschsprachige Westmedienwelt leisten, die gegenwärtige Wirtschaftskrise mit einer breiten Verunsicherungskampagne zu begleiten mit den gesteckten Eckpfeilern "Es wird schon wieder" bis "Deutschland vor dem Abgrund", und dies mit hartnäckiger publizistischer Pflege der ausgewählten Sündenböcke "Bankenchefs und Manager" (siehe Kommentar zum Stern-Bericht über Josef Ackermann auf dieser Website), garniert mit auffallend vielen unpolitischen und letztlich positiv berührenden Medienberichten. Die genannte Stern-Ausgabe titelt mit Landschaftsbildern auf der Vorderseite: "Die neue Lust auf Deutschland – im Urlaub das eigene Land entdecken". Quasi zur Erheiterung liest nach dreimaligem Umblättern eine zunehmend am Existenzminimum lebende, ihrer zustehenden Rente weitgehend beraubte und selbst zur Finanzierung eines Urlaubs im eigenen Land nicht mehr fähige Anzahl von Menschen die Rubrik Luftblasen: Arbeitsminister Olaf Scholz werden die Worte in den Mund geschoben: "Ich sage noch einmal klipp und klar … die Renten werden von … der Bundesregierung garantiert … bald nicht mehr zu finanzieren sein!" Zusätzlich zu äußeren Verzichten müssen diese Menschen natürlich auch den inneren Verzichten zugeführt werden. Es wird wohl Geheimnis bleiben, wie das knappe Scheitern der Berliner Initiative Pro-Reli zustandekam, wie und aus welchen abrufbaren Stimmklientelen die Gegenstimmen rekrutiert wurden, etc. Jedenfalls wurde dieses knappe Scheitern von der hiesigen Medienwelt mehrheitlich und unverholen genüßlich breitgetreten, das durchaus im fortschrittlichen Sinne verwendete Wort von der "atheistischsten Hauptstadt Europas" (gemeint ist Berlin) wird verwendet. Die Leserstimmen-Rubriken dieser Medienlandschaft unterliegen spätestens seit der Berliner B’nai B’rith-Konferenz von 2004 spürbar dem, was während dieser als "Antisemitismuskonferenz" bezeichneten Zusammenkunft mit dem Teminus "Richtlinien für die Medien" umschrieben wurde. Der Stern verwendet derzeit keine offen zynischen oder negierenden Aussagen zum Christentum (in dieser brachialen Art wohl als kontraproduktiv zu den eigenen Aufträgen erkannt), sondern dies wird dann durch sorgfältige Auswahl ganz unspektakulär in die Rubrik Leserstimmen verlagert: Die als dogmatisch bezeichneten Lehren der Kirche werden dem Begriff "modern" gegenübergestellt, vom "flammenden Schwert christlicher Missionierung" und von der "Keule des Islam" ist die Rede. An exponierter Stelle, d.h. im letzten Leserbrief, heißt es: "Den jungen Menschen in Berlin schadet es nicht, ohne obligaten Religionsunterricht – "gottlos" - zur Schule zu gehen" !!! Immerhin, das Eigentor der aufgestellten "Richtlinien für die Medien" wird zunehmend offensichtlich, denn die Leserschaft kann die Antworten gezielt in den ausgeklammerten Aspekten suchen, die wie im vorliegenden Falle durch eine typische Rubrik mit Leserstimmen meist klar vorgegeben werden: "flammendes Schwert" beim Christentum und "Keule" beim Islam, wie also nennt man die Denkweise gemäß Nedarim 23b, Erubin 43b oder Berakhoth58a, um nur einige Passagen zu nennen ? Und zu den gegebenen Stichworten "atheistisch" bzw. "gottlos": stimmt es was bei Wikipedia zum Stichwort "Judentum" steht, nämlich "Viele Künstler bekennen sich zum Judentum, begreifen sich aber gleichzeitig als Atheisten. Dies ist nach jüdischem Selbstverständnis kein Wiederspruch"? Themen für einen "modernen" Ethikunterricht an deutschen Schulen?? – wohl ebenso sehr, wie zwei Cartoons aus der genannten Stern-Ausgabe: Titel "Gevatter Tods Sinn für Humor", welches den Senzenmann in Gestalt eines niesenden Schweines ("Schweinegrippe") zeigt, nachdem ihm durch einen erschrockenen Zeitungsleser Eintritt gewährt wurde. Das zweite Cartoon bestehend aus zwei Bildern zeigt einen Kioskbesitzer, der zu einem lesenden Kunden sagt: "Sorry, gestern war ein nachrichtenarmer Tag", im zweiten Bild erschießt der Besitzer den Kunden mit den Worten "Das wird heute anders", wobei am Hinterkopf des Kunden die Austrittsstelle des Geschosses zu sehen ist. Weiteres Material für einen "modernen Ethikunterricht" aus der gleichen Ausgabe: Im gewohnt imperativ gehaltenen Zwischenruf aus Berlin heißt es zum aktuellen Zustand der BRD-Parteienlandschaft u.a. "Aus dem feuchten Mief der Lager", sowie "Steinmeier ist politisch kastriert, hat keine Chance mehr Kanzler zu werden" – und dies, nachdem er so linientreu gegenüber einer anderen unbequemen Persönlichkeit das gleiche praktiziert hatte, nämlich gegenüber der unverändert einen Sitz im Stiftungsrat der Vertriebenen-Gedenkstätte in Berlin anstrebenden Erika Steinbach mit der Äußerung, er sehe "auch künftig" keine Chance für Frau Steinbach, in den Stiftungsrat einzuziehen (es berichtete die Mainzer Allgemeine Zeitung am 9.März 2009). In Zeiten der politisch verantworteten zunehmenden Kinderlosigkeit in Deutschland kommt in einem weiteren Artikel ein ehemaliger Finanzsenator zu Wort, wobei ein Kernsatz in die Überschrift des Artikels integriert wird: "Herr Sarrazin, wie lösen wir unsere sozialen Probleme? - Wir müssen es schaffen, dass nur diejenigen Kinder bekommen, die damit fertig werden" - wohlgemerkt: ein Ratschlag in Zeiten der gewollten geistigen und sozialen Verarmung bzw. Entwaffnung der Deutschen. Geistesgegenwärtig wird am Anfang des Artikels vorweggeschickt, dass dies alles natürlich nichts mit der hohen Anzahl an Migranten zu tun habe. Wie immer bewegt den mündigen Leser bei derartigen Sachverhalten die Frage nach Initiatoren, Auftraggebern, Hintermächten, etc. Auch hinsichtlich dieses Aspektes hält die aktuelle Ausgabe einen Leckerbissen parat. Nicht, daß Hollywood-Inventionen über die aktuelle Weltpolitik etwas besonderes wären, aber eine Invention über einen inoffiziell heißdiskutierten und real existierenden Sachverhalt wie die Illuminaten ist schon sehr dreist. In dem mehr dem Hauptdarsteller als dem Film gewidmeten Artikel wird Tom Hanks wie folgt und unkommentiert zitiert: "Ein schöner Batzen Verschwörungstheorien, sicher. Ich selbst glaube nicht an solche Theorien. Pearl Harbor, die Mondlandung, der 11.September – ich halte mich an die Tatsachen." Es bleibt die Möglichkeit, daß der Schauspieler eine kluge Persönlichkeit mit der Fähigkeit zu larviertem Sarkasmus ist. Aber auch andernfalls bleibt diese Aussage ein Leckerbissen: ein historisches Faktum mit hochaktueller Brisanz, in der Westmedienwelt weiterhin einer angemessenen Reflexion entzogen, soll mit diesem Film weiterhin mit einem verschleiernden Wall von Lügen und Science-Fiction umgeben werden, und andererseits werden Aspekte als Realität angeführt, die hinsichtlich ihrer Hintergründe und politisch-historischen Einschätzung so unzweifelhaft sind, daß man darüberhinaus die Bezugsthemen "Roosevelt", "Filmstudios" und "Inside-Job" getrost den aufwendig produzierten und in den digitalen Propagandasendern mehrfach wiederholten Sendungen überlassen kann. Nur dumm, daß man bei diesen Sendungen schon im Vorhinein weiß, daß es am Ende wieder lauten wird: "jetzt wissen wir definitiv, daß alles nur Verschwörungstheorien sind" - Unmerklichkeit als Priorität für ein mediengestütztes Bauwerk ist halt so eine Sache …


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Monatswechsel April/Mai 2009 - es geht schon wieder um "Krieg", "Gut" und "Böse"



Monatswechsel April/Mai 2009 – Ungeachtet der weltweiten Proteste hat die NATO mit einem Militärmanöver in Georgien begonnen. Es wird die These diskutiert, dass Georgien unter seinem kurzsichtigen Präsidenten Saakaschwili zu einer Provokation gegenüber Süd-Ossetien verleitet wurde, um die militärische Strategie der bereits eingeplanten russischen Reaktion vor einem ebenfalls eingeplanten NATO-Manöver zu testen. Was wussten die weitgehend dem Umfeld der Pro-Israel-Lobby angehörenden georgischen Regierungsmitglieder, allen voran der die israelische Staatsbürgerschaft innehabende Verteidigungsminister Davit Keseraschwili? Wie auf dieser Website berichtet hat die israelische Seite die militärische Unterstützung Georgiens offen zugegeben, und gleich Israel im Gaza-Krieg hat auch Georgien gegen die Bevölkerung Süd-Ossetiens Streubomben eingesetzt. In der Mainzer Allgemeinen Zeitung lediglich zwei kommentarlose Kurzberichte über das NATO-Manöver (17.04. und 07.05.), dagegen zeitgleiche jubilierende Berichte über die unerwartete Annahme des Europa in die Zwangsjacke militärischer Vasallendienste nötigenden EU-Lissabon-Vertrages durch den tschechischen Senat, keine Information und keine Spekulationen darüber, wie dieser mehrheitliche und plötzliche "Sinneswandel" der tschechischen Politiker zustande kam. Weiterhin nur ein Kurzbericht über den Besuch des israelischen Außenministers Avigdor Lieberman in Berlin (08.05.), keine Information darüber, was im Vorfeld des Besuches europaweite Abwehrreaktionen hervorgerufen hatte: Liebermans wohldokumentierte Ankündigungen, dass er das Ansinnen Israels zu einer EU-Vollmitgliedschaft in Berlin zur Sprache bringen werde – an dieser Stelle Erinnerung an die kurz zuvor erfolgte anbiedernde Berichterstattung der BRD-Medienlandschaft über Obamas Europabesuch und seine Anmahnung einer EU-Vollmitgliedschaft der Türkei bei ausbleibender Information durch die Westmedien, dass diese Mitgliedschaft bekanntlich eine Vorstufe zur EU-Mitgliedschaft Israels darstellen würde. Genau eine Woche zuvor rückt das Wirken und Schreiben von Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi (Calergi) und der kontrovers diskutierte Komplex "Rassismus in Gestalt des Antirassismus" wieder in den Mittepunkt des Denkens der europäischen Bevölkerung: am 30.April 2009 wurde Gerd Honsik verurteilt, der letzte Prozesstag und Honsiks Schlußplädoyer wurden dokumentiert. Wiederum eine Woche zuvor rückte der genannte Komplex schon einmal in den Mittelpunkt des Weltinteresses: durch den Vorwurf des Iranischen Präsidenten Ahmadinedschad an die Adresse Israels und durch den Versuch westlicher Vertreter, mittels Boykott der Antirassismus-Konferenz in Genf und mittels abgesprochenem Verlassen des Plenums den Vorwurf des Rassismus in diesem speziellen und hochaktuellen Falle als gegenstandslos erscheinen zu lassen. Die Westpresse versuchte diesbezüglich die Leserschaft auf die gewohnte Doktrin eines eng definierten (weil gegen die Identität der mitteleuropäischen Völker gerichteten) Rassismusbegriffes einzuschwören unter ausbleibender Erörterung der in Leserkreisen zum Glück hinreichend bekannten israelischen Einwanderungsbestimmungen – diesbezüglich erwartungsgemäße redaktionelle Kommentare der Mainzer Allgemeinen Zeitung (20.+21.April 2009) mit der krönenden Aussage, dass Israels Politik gegenüber den Palästinensern mit Rassismus rein gar nichts zu tun habe (20.April). Im Internet wird eine genetische Herkunftsanalyse angeboten unter der Überschrift "Bin ich Jude?" Dabei werden auch die wörtlich formulierten Fragen erörtert "Ist das Judentum mehr als eine Religion?" und "Gibt es ein ‚Juden-Gen‘?" (ähnlich lautende Angebote für die genetische Testung indogermanischen Ursprunges wurden im Internet bislang nicht entdeckt) – an dieser Stelle Erinnerung an die in der Westpresse seit Jahren ausgeklammerten Spekulationen über die Erforschung gentechnischer und gegen die arabische Bevölkerung gerichteter Waffen in Israel – Erinnerung an die Inhaftierung Mordechai Vanunus zu einer Zeit, als noch das die Westpresse einschließende Diktat der Leugnung israelischer Atomwaffen galt. Die aufgewachten Bürger werden sintflutartig mit designtechnisch stets neu verkleideter Redundanz zur offiziellen Geschichtsschreibung überschwemmt, Beispiel: die Sammeledition "Zeitungszeugen", Ausgabe 15, über die sogenannte "Friedensrede" – auf dem Foto des Redners findet sich das Wort "Frieden" zwischen seinem Mund und dem Mikrofon, sowie Comicstrip-artig das Wort "Krieg" in einer punktierten Sprechblase. In den abgedruckten Dokumenten kein schlüssiger Beleg für die Aussage dieser Bildmontage, keine Verweise auf die wohldokumentierten (also nicht in punktierte Sprechblasen gehörenden) Äußerungen Winston Churchills vor 1939. Derzeit irreführende Berichte über die Aufgabe der Bundeswehr in Sachen Anti-Drogenkampf in Afghanistan, Beispiele: "Deutschen Soldaten ist das gezielte Vorgehen gegen Anbau und Handel von Drogen durch das Bundestagsmandat ausdrücklich untersagt" (Rhein-Main-Presse, 28.04.2009), dagegen heißt es im Magazin Focus bereits am 10.10.2008, also gut ½ Jahr zuvor: "Für die Bundeswehr ändert sich vorerst nichts … Sie (die deutschen Soldaten) sollen aber weiterhin (!) afghanische Sicherheitskräfte beim Kampf gegen den Drogenhandel unterstützen". In der Presse weitgehende Ausklammerung der sich durchsetzenden Erkenntnis der Involvierung führender afghanischer Regierungmitglieder, des CIA und anderer Mächte in den afghanischen Drogenanbau- und Handel, der offiziellen Sprechblase "Anti-Drogenkampf der NATO" werden im Internet die Erkenntnisse von Craig Murray entgegengesetzt, keine Reflexion dieses Themas in der Rhein-Main-Presse. In einer lesenswerten Website werden die seit Jahren inoffiziell breit diskutierten Talmudzitate kritisch unter die Lupe genommen und mit der Abbildung von Originalauszügen des Talmuds teilweise relativiert, großteils aber belegt. Die mittlerweile als erdrückend anzusehenden Belege für eine zunehmend kausal fassbare Realpolitik scheinen neben der gewohnten Reaktionsweise der medialen Lautlosigkeit eine fast uferlose Verlagerung des Geschehens in die Vertikale mit z.T. bedrohlichem Fingerzeig in die Zukunft zur Folge zu haben: das in der aktuellen politischen Phase als "transformiert" anzusehende Traditionsunternehmen Bertelsmann übernimmt mittels einer Dienstleistungstochter das für die deutsche Bildung so wichtige Brockhaus-Lexikon !! In vielen "deutschen" Tageszeitungen die gewohnte Schwarz-Weißmalerei zu den lexikalischen Begriffen "Krieg", "Gut", und "Böse", was sich stellenweise zu wahren Gipfeln einer ausschließlich binär vermittelten journalistischen Sichtweise emporschwingt: "Die westliche Welt zieht in den Krieg" (MAZ, 15.05.2009) - in der vierten Maiwoche des Jahres 2009 droht Netanjahu dem Iran offen mit Krieg …


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Mai/Juni 2009



Mai/Juni 2009 – 60 Jahre BRD. Die Zusammenschau der auf dieser Website beleuchteten Sachverhalte aus Politik und Medienwelt offenbart eine so eindeutige Intention, daß man sie einer durch gesunde staatliche Familien- und Bildungspolitik geförderten Gesellschaft von mehrheitlich geistig wachen Menschen nicht anbieten könnte. Es darf mit Fug und Recht behauptet werden, daß eine derartige (Medien-)Politik, wäre sie bereits vor 1 bis 2 Generation ausgeführt worden, den BRD-Staat aufgrund der berechenbaren argumentativen Reaktion der Mehrheit des deutschen Volkes nachhaltig erschüttert, wenn nicht sogar beseitigt hätte. Es bedurfte also einer zusätzlichen Anstrengung, welche alle welt- und medienpolitischen Details der letzten 60 Jahre an Niedertracht weit übertrifft und die Schriften von Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi (Calergi) erneut in den Mittelpunkt rückt: die über mehrere Generationen angelegte konsequente Förderung eines mental geschwächten, im Schnitt vermehrt gewaltbereiten und damit gegenüber willkürlicher Gewalt weniger wehrhaften, sowie im statistischen Vergleich mit den vergangenen Generationen auf einer niederen Stufe sich befindenden Menschentypus. Den betroffenen Menschen und gesellschaftlichen Gruppen vielfach den unwahren Gedanken zu implizieren, daß sie für ihre Situation zu einem erheblichen Teil selbst verantwortlich seien, stellt die größte Niedertracht dar. Der Mensch des sogenannten Westens zur Zeit der aktuellen Jahrtausendwende wird sich mit dem Gedanken vertraut machen müssen, dass der empfundene Grad seiner individuellen, geistig-spirituellen, und gesellschaftlichen Erniedrigung verknüpft ist mit dem ebenfalls demoskopisch ermittelten Gefühl der Existenzsicherung der ihn beherrschen wollenden supranationalen Strukturen. Dies schließt das Anstreben einer wohlausbalancierten gesellschaftlichen Kriminalitätsstatistik und Verrohung ein, und damit eine weitgehende Akzeptanz eines erheblichen (und im Wesentlichen auf Konditionierung gründenden) öffentlichen Gewaltpotentials gegen außerhalb des jüdischen Humanismus agierenden und argumentierenden Persönlichkeiten in den sogenannten westlichen Demokratien! Wer sich mit der errechneten Wahrscheinlichkeit organischen (d.h. auf Kohlenstoff-Verbindungen aufbauenden) Lebens im All beschäftigt hat weiß, wie gering der Anteil derjenigen Planeten ist, für die zumindest potenziell alle hierfür notwendigen Bedingungen zusammentreffen. Und selbst wenn es auf einer sehr geringen Anzahl von Planeten Leben ab der Stufe von mikrobiellen Organismen geben sollte – wie einmalig ist die göttliche Schöpfung Mensch auf unserem Planeten, wie einmalig ist seine phylogenetische und geistige Entwicklung - und wie unzweifelhaft satanisch sind die gegen diese Schöpfung gerichteten, nachprüfbar gezielten, auf Irreversibilität abzielenden, und um die aktuelle Jahrtausendwende kumulierenden Versuche zur Erniedrigung des Menschen mittels vier methodischer Grundpfeiler: die Entfremdung des Menschen von seinem Schöpfer, die Entfremdung des Menschen von sich selbst und von seinem angestammten Blut und Boden (es gibt keine bessere Beschreibung hierfür!), die vom Individuum möglichst wenig realisierten Versuche zur einseitigen Kastration seiner eigenen statistischen Bildungsperspektiven hin zu einem funktionierenden und QM-kontrollierten Dienstleister, und gleichzeitig zu einem der geistig-politischen Weitsicht weitgehend beraubten, weil medientechnisch ablenkbaren und materiell erpressbaren Verbraucherwesen. Der vierte Grundpfeiler hat aktuell eine besonders niedere Bedeutung erlangt: die auf der postulierten mangelnden politischen Weitsicht aufbauenden Versuche zum Auseinanderdividieren besonders derjenigen gesellschaftlichen Gruppen und Völker, von denen jede ein hohes Maß an Klarsicht und Wehrhaftigkeit gegen die genannte Erniedrigungsmaschinerie in sich vereinigt.

Hinsichtlich des ersten genannten Grundpfeilers ist an die sogenannte "Weltethosrede" des Freundes von Henry Kissinger,Helmut Schmidt, am 08.Mai 2007, also am Tag des Jubiläums der sogenannten "Kapitulation" zu erinnern – wie es heißt: "auf Einladung der Stiftung Weltethos im Rahmen eines Expertentreffens des Inter-Action-Councils", wobei auch auf die Funktion Schmidts als Herausgeber der Wochenzeitung "Die Zeit" verwiesen wird. Die Rede ist in Video- und Textform im Internet dokumentiert. Eine Hauptbotschaft dieser Rede kommt eher beiläufig, denn sie untermauert den Bezug zu den weiter unten erwähnten Machtstrukturen: mehrfache Anmahnung, sich in der Politik nicht auf Gott und Religion zu beziehen, wohl aber auf eine Erkenntnis des "alten Karl Marx" (so die Formulierung Schmidts), dass nämlich das ökonomische Sein das politische Bewußtsein bestimme. Ziemlich zu Beginn findet sich eine Passage, die fast wie eine Entschuldigung dafür klingt, daß der Gottesbegriff im Grundgesetz der BRD vorkommt: "Im deutschen Grundgesetz kommt Gott zwar in der Präambel vor … und später noch ein zweites Mal im Wortlaut des Amtseides im Artikel 56, wo es am Schluss heißt: ‚so wahr mir Gott helfe‘. Aber unmittelbar anschließend sagt das Grundgesetz: ‚Der Eid kann auch ohne religiöse Beteuerung geleistet werden‘. In beiden Textstellen bleibt dem Bürger überlassen, ob er den Gott der Katholiken oder der Protestanten meint, oder den Gott der Juden oder der Muslime, oder ob er seinen eigenen anderen Gott meint (!!)." – in der Tat offenbart sich eine eindrucksvolle Distanz des hier dargelegten Gottverständnisses zum religionsübergreifenden Verständnis der Mehrheit der Menschen zwischen Abendland und mittlerem Osten, dass es nämlich nur den Einen Gott und nicht etwa einen muslimischen, einen christlichen, oder einen anderen Gott gibt. Im weiteren Verlauf der Rede heißt es, das Vierteljahrhundert seiner Kanzlerschaft habe Schmidts Distanz zum Christentum vergrößert. In mehrfach widersprüchlicher Weise fährt Schmidt fort: "Gleichwohl nenne ich mich einen Christen und bleibe in der Kirche, weil (?!) sie Gegengewichte setzt gegen moralischen Verfall und weil sie vielen Menschen Halt bietet. Was mich bis heute bei der Berufung auf den christlichen Gott (wieder diese Formulierung!!) immer wieder stört – sowohl bei manchen Kirchenleuten, als auch bei manchen Politikern - das ist die Tendenz zur Ausschließlichkeit …". Was dann folgt, ist die verläßliche Stützung des von der derzeitigen globalistischen Machtstruktur sanktionierten Verständnisses eines den Menschen von Gott trennenden Humanismus in seiner Eigenschaft als Basisstufe dieser pyramidenförmig organisierten Machtstruktur – u.a. heißt es: "Offenbar sind herausragende Erkenntnisse, wissenschaftliche Leistungen und ethische und politische Lehren durchaus auch dann möglich, wenn sich der Urheber nicht an einen Gott, an einen Propheten, an eine heilige Schrift oder an eine bestimmte Religion gebunden weiß …", sowie "Einige (Politiker) empfinden sich klar und deutlich als in christlicher religiöser Verantwortung stehend, andere empfinden diese Verantwortung nur relativ undeutlich – so wie heutzutage die allermeisten Deutschen auch. Denn inzwischen haben sich viele Deutsche vom Christentum gelöst, viele haben ihre Kirche verlassen (als ob das Erstgenannte notwendigerweise die Schlussfolgerung aus dem zuletzt Genannten sei !!); manche haben sich sogar von Gott gelöst – aber gleichwohl sind sie gute Menschen und Nachbarn geblieben." Hätte Schmidt im Zusammenhang mit diesen Kernsätzen seiner gesamten Rede, und sei es nebenbei, die Notwendigkeit zum Überdenken dieser von ihm behaupteten Situation angemahnt, so wäre das Folgende nicht haltbar. So aber gilt: Dieser Satz klingt nicht nur, sondern er ist definitiv eine Erfolgsmeldung an das geladene und zu einem erheblichen Teil hochvernetzte Auditorium!! Sicher ungewollt aber eindeutig folgt in der Rede unmittelbar darauf die offene Zugabe der Kausalverknüpfung zwischen dem Lösen vom Christentum und der quasi diese Lücke ausfüllenden Vereinnahmung der Deutschen durch die Worthülsen "Menschenrechte" und "Demokratie" – es heißt bei Schmidt: "Die allermeisten Deutschen teilen heute einige wichtige, sie bindende politische Grundüberzeugung. Ich meine vornehmlich die Bindung an die unveräußerlichen Menschenrechte, die Bindung (!!) an das Prinzip der Demokratie. Diese innere Bindung ist offenbar unabhängig vom eigenen Glauben oder Nicht-Glauben, auch unabhängig davon, dass beide Prinzipien in den christlichen Bekenntnissen nicht enthalten sind" – womit Schmidt den zentralen Denkfehler in seiner Rede offenbart hat: das Erkennen und die Verteidigung grundlegender und durch die Aktivität der Kreise um und über Schmidt existentiell gefährdeter Menschenrechte wie diejenigen auf Arbeit, Familie, Vaterland und Redefreiheit sind eben nicht unabhängig vom eigenen Glauben oder Nicht-Glauben, sondern gerade der Glaube an den Schöpfer und der in diesem Glauben begründete innere Friede, von dem insbesondere der Islam, aber auch das Christentum weiß, stellt die eigentliche und stabilste Voraussetzung zur Bewahrung und Verteidigung dieser Menschenrechte dar, und dies gerade im Geiste von gegenseitigem Respekt und Toleranz insbesondere zwischen diesen beiden Religionen, und gerade in Zeiten der von der Menschheit zunehmend entlarvten Versuche zur systematisierten weltumspannenden Manipulation und Erpressung unter Verwendung humanistischer Worthülsen. Und als habe Schmidt dies als Gefahr erkannt, benennt er eine für sich gezogene klare Schlussfolgerung: "Misstraue jedem Politiker, jedem Regierungs- oder Staatschef, der seine Religion zum Instrument seines Machtstrebens macht. (so weit, so gut, aber …) Halte Abstand von solchen Politikern, die ihre auf das Jenseits orientierte Religion und ihre diesseitige Politik miteinander vermischen (aha !). Diese Ermahnung gilt für die auswärtige Politik und für die innere Politik gleicherweise. Sie gilt für den Bürger ebenso (!!!) wie für den Politiker." Und als wolle Schmidt die durch die Abkehr von religiöser Motivation erhoffte und in seinem Sinne neu ausgefüllte Lücke im politischen Denken des Bürgers versiegeln, wiederholt er am Ende seiner Rede das zuvor über die "Demokratie" Gesagte: "Es wäre ein gefährlicher Irrtum, unsere real existierende Demokratie zum Ideal zu erheben. Das ist sie nicht (ein Fall für den Staatsanwalt, wäre dieser Satz aus dem Munde eines nicht-vernetzten Bürgers im Zusammenhang mit dem Staate BRD gefallen !!). Aber zweitens: Gleichwohl haben wir Deutschen – unserer katastrophalen Geschichte wegen (Kriecherei in der Schlussformulierung einer sogenannten ‚Weltethosrede‘!!) – wir haben allen Grund, mit Zähigkeit an der Demokratie festzuhalten (hierbei leidenschaftliche Gestikulation Schmidts mit geballten Fäusten), sie immer wieder zu erneuern und immer wieder ihren Feinden tapfer entgegenzutreten. Nur wenn wir damit einig sind (Kausalverknüpfung !!), nur dann behält unsere Nationalhymne von ‚Einigkeit und Recht und Freiheit‘ ihre Berechtigung (Wortwahl !!). Schönen Dank für Ihre Aufmerksamkeit". Mit diesem Schluss tangiert der hochvernetzte Redner zusätzliche Aspekte, die in der Rede bisher nicht auftraten: Die kaum verhüllte Ankündigung, daß die Demokratie in der jetzigen Form bald der Vergangenheit angehöre, aber diese Änderung habe nicht im Sinne des Bürgers zu erfolgen, sondern dieser soll bitteschön an dem ihm vorgegebenen und im wesentlichen medial transportierten Verständnis von "Demokratie" festhalten – und dies verbunden mit der Direktive, daß er den Beginn der dritten Strophe des Deutschlandliedes nur in dem ihm vorgegebenen Sinne verwenden dürfe. Als Krönung für diese von den Deutschen eingeforderte Denkweise bemüht Schmidt zuvor einen ihrer schlimmsten Feinde und Massenmörder, nämlich Winston Churchill: "Die moderne Massendemokratie ist, wie ähnlich Winston Churchill gesagt hat, für uns tatsächlich zwar die bei weitem beste Regierungsform – verglichen mit allen anderen, die wir früher erlebt haben – aber sie ist keineswegs ideal …" (wer die Churchill und Schmidt vereinenden Kreise kennt, weiß, was hier unausgesprochenermaßen als ideal angesehen und damit angestrebt wird). In diesem freilich erschreckenden Sinne nimmt man dem Mitherausgeber der Wochenzeitung "Die Zeit" sogar ab, daß er es ernst meint mit den Worten "Für mich bleibt das Gewissen die oberste Instanz".

Während des Verfassens dieses Textes liefern die BRD-Medien ihren Beitrag zum Thema "politisches Gewissen": Die Prämierung zweier deutschsprachiger Filminventionen aus Deutschland und Österreich beim Filmfestival in Cannes über Nazis, welche Juden jagen, sowie über die "schlimmen" gesellschaftlichen und familiären Verhältnisse vor dem ersten Weltkrieg, aus denen dann nach Angaben des Regisseurs die typische "Tätergeneration" erwuchs - Inventionen also, die man noch vor einer Generation den noch lebenden Zeitzeugen nicht hätte gefahrlos anbieten können. Überschwengliches und breites Lob der BRD-Medien über beide Filme mit dem Kernsatz, Deutschland könne "guten Gewissens stolz auf sich sein". Nochmals zurück zur Rede Schmidts: Was schreibt seine Wochenzeitung in der Osterausgabe 2009 zu einem der Hauptthemen seiner Rede: "Nichts klingt unwahrscheinlicher als die Auferstehung Jesu. Warum feiern Milliarden Christen trotzdem Ostern?". Was dann in zwei Artikeln folgt ist insofern lesenswert, als der kryptisch vermittelte Zweifel nicht in der brachialen und zynischen Art des Unsterns, sondern wesentlich durchdachter und beschönter daherkommt, womit zwei Hauptprioritäten eingehalten werden: der Text ist so verfasst, daß sowohl der Nicht-Glaubende, als auch der Gläubige sich darin wiederfinden kann, wobei letzterer allerdings eine ganze Reihe Keime eines sich potentiell entwickelnden Zweifels mit auf den Weg bekommt. Zum Zweiten verdichtet sich eine auf dieser Website schon mehrfach dokumentierte mediale Strategie, nämlich die gezielte Verknüpfung des christlichen Glaubens und seiner biblischen Überlieferung mit dem Begriff "Geschichte". Der wachsame Leser sollte sich sein eigenes Bild von beiden Artikeln in "Die Zeit" Nr.16 vom 08.April 2009 machen, eine ähnliche Tendenz findet sich auch in der Zeitschrift Geo-Kompakt, Ausgabe Nr.16 – Glaube und Religion. Viele andere Glaubensaspekte wären aktuell zu nennen, die inzwischen alle starken Gewohnheitscharakter haben und gerade deswegen in diesem Zusammenhang genannt werden müssen: die Einforderung von "Entschuldigungen" des Papstes durch Reflexorganisationen, umgekehrt die aus dem Umkreis dieser Organisationen stammenden Rügen gegenüber Kardinälen, welche von Frau Merkel eine Entschuldigung gegenüber dem Papst verlangt hatten; die aufgebrachten Reaktionen gegenüber der christlichen Fürbitte und in diesem Zusammenhang die Bezeichnung des Messianischen Judentums als "Häresie" durch zionistische Websites; die aufgebrachte Reaktion des der Rede Schmidts beisitzenden Hans Küng über die "Aufnahme dieser schismatischen und judenfeindlichen Bischöfe durch Papst Benedikt, die ausdrücklich Feinde des 2.Vatikanischen Konzils sind" ; die bewegende Solidarität zwischen den Palästinensern und dem besuchenden Papst und die am Folgetag beginnende mediale Verschmälerung bis Ausklammerung dieses Ereignisses durch die Westmedien; die publizistische Förderung des offiziellen Wunschbildes einer mehrheitlich linientreuen Sichtweise der Deutschen auf das christlich-jüdische Verhältnis - u.a. durch bevorzugte Auswahl von Leserbriefen in der Art "Das Christentum wurde dem Judentum als wilder Zweig aufgepfropft" ; die das weiter unten angefügte Kapitel tangierende mediale Förderung innerchristlicher Gegensätze (natürlich nur, sofern nicht ein eindeutiges Bekenntnis zum 2.Vatikanischen Konzil vorliegt), Beispiel: eine Website bemüht u.a. die Namen der großen Reformatoren und den Satz "Gib dem Anti-Christus keine Chance" mit Pamphleten gegen den Katholizismus und u.a. der Aussage, das große Babylon und der Antichrist seien die Erfinder der Konzentrationslager. Gerade die Tatsache, daß Tendenz und Quantität derartiger Darstellungsversuche zunehmend Gewohnheitscharakter erhalten, stellt die eigentliche Mahnung in unserer Zeit dar, zumal die innerchristlichen Gegensätze und der geistig-weltanschauliche Dissenz innerhalb der nicht-jüdischen Welt in Wirklichkeit immer geringer werden, entgegen der Darstellung in den Westmedien. An dieser Stelle gilt erneut die unveränderliche Solidarität mit allen Menschen, denen u.a. aus beruflichen und institutionellen Gründen die Veräußerung ihrer inneren Stimme zum besagten Themenkomplex bislang als unmöglich erschienen ist.

Was die eingangs genannten vier Standpfeiler angeht wird sich der Leser mit Dingen beschäftigen müssen, die ihm normalerweise seine Zeit nicht wert sind. Der Leser möge sich bitte diesen repräsentativen Beitrag ansehen! Derartige Abbilder der offen gesponsorten BRD-Wirklichkeit wecken zumindest das Interesse auf den Wortlaut anderer "künstlerischer" Beiträge und man findet die Bestätigung, daß es sich bei den z.T. gegnerhaft gesinnten Vertretern und ihren Beiträgen nicht um Ausnahmen, sondern um die gesponsorte und zunehmend marktorientierte Regel in der BRD handelt, u.a. mit Bushido (eines der am meisten verwendeten Worte: "gefickt") oder Fler (Originalzitat: "Berlin, das ist die Fick-Deine-Mutter-Stadt"), um nur einiges zu nennen. Ganz klar: die Anklage des sich Informierenden gilt nicht den vor Mikrofon und Kamera stehenden Akteuren – diese haben noch nicht erkannt, daß sie zur Verbreitung eines neuen und mit dem Schein der Authentizität, Freigeistigkeit und Vielfalt versehenen Menschentypus benutzt und - schlimmer noch - ermutigt werden. Wer sind die Hauptsponsoren und Manager (nein, nicht die persönlichen Vertrauten der Akteure, sondern diejenigen ganz oben)? Eine Hauptgefahr bei der ganzen Sache: passagenweise finden sich ehrenwerte und als solche nicht zu kritisierende Aussagen … die dann sofort wieder (gemanagt oder nicht) mit Dreck überschüttet werden, etwa "ich bin ein deutscher mit ehre, bin deutsch in der seele … ich fick dein vater jaja der rap und der christus, den penner ihr disst und ein schuss auf miniskus entlastet dich fristlos damit du weisst: ich bin deutscha (deutscher) …". Beispiele aus der sogenannten "rechten Rapszene" köd arbeiten mit geradezu nationalistischen Passagen … um dann Dinge zuzugeben, die in Wirklichkeit zunehmend und unabhängig von Herkunft, Religion oder Hautfarbe kontrovers diskutiert werden. Wiederum andere Beispiele arbeiten mit offen antijudaischen Passagen … eingebettet in indiskutable und gewaltverherrlichenden Aussagen, was doch insgesamt klar zeigt, wie primitiv und böse der Antijudaismus auch unter muslimisch-stämmigen Menschen ist. Dies alles bekommt doch jetzt irgendwie eine klare Form … und deswegen noch einmal: Wer sind die Hauptsponsoren und Manager, die sich unter Verwendung irgendwelcher nichtssagender Namen mit "sponsored by" auf den aufwendigen Plakataktionen zeigen und ursächlich mithelfen, derart chimärenhaften ….. breit unter unsere Jugend zu verstreuen?? Und als wolle das Management (das u.a. Bushido zum Millionär gemacht hat) es nicht bei Negativbeispielen belassen, wird kräftig versucht, einen Weg für das Ordem aus dem behaupteten Chaos vorzugeben, nämlich "für das Volk" und "Vaterland", und dies frei von der Frage der Herkunft und Hautfarbe, nämlich: "wir haben viel getan für dieses Land (richtig, die genannten Texte!), uns trifft keine Schuld". Aber es bleibt für den Normalbürger der Trost, dass der Keim der Selbstentlarvung der Protagonisten in derartige Beiträge bereits fest integriert ist: kein ernsthafter Beitrag zur Rettung und Bewahrung des eigenen Vaterlandes würde die kühler Planung entstammenden Mißstände in seinem Lande demselben noch zusätzlich plakativ hinterherwerfen mit Worten wie "Vaterland, Deine Seele ist verbrannt", oder "Einigkeit und Recht und Freiheit, diese Zeilen sind erloschen". Es ist gut, daß in dem Video "Für das Volk" der Akteur Bushido integriert ist, an dessen Worte "Ich ficke eure Artgenossen" man sich amüsiert und gerne erinnert, wenn Tareec in dem Video zur Hörerschaft sagt "Ich will, daß Ihr mit mir geht". Die Chancen stehen jedenfalls gut, daß sich die hier aufgezeigte "Kulturrichtung" und ihre scheinbare Vielfalt, auch dann wenn Sie länger überleben sollte, der Klarsicht der Deutschen nicht entziehen kann und dass es trotz aller gegenwärtigen Schwierigkeiten weder ein Chaos und schon gar nicht das hier vorgegebene Ordem ab Chaos geben wird. Und noch etwas stimmt an dieser Stelle optimistisch, nämlich gerade die nachweisliche mediale Ausklammerung von Hinweisen über "Migration und Kriminalität", sowie der offensichtliche Wille zur Rechtsbeugung im Zusammenhang mit der Suspendierung von Oberstaatsanwalt Roman Reusch wegen seines gleichnamigen Vortrages (der Vortrag ist im Internet abrufbar), ebenso die Offensichtlichkeit der medialen Hervorhebung von Migrantenvertretern, wenn es daraum geht, bekannte Totschlagargumente gegen die offene Thematisierung dieses Komplexes anzuführen (Beispiel: Fotokunst der sogenannten "Deutschen Presseagentur" mit Ablichtung des Kopfes von Kenan Kolat direkt innerhalb der zwölf Sterne der EU-Flagge während der Jugendgewalt-Debatte Anfang 2008). Eine derartige Fotokunst, eine derartige Nötigung der Deutschen und ihrer Verantwortlichen zur kommentarlosen Duldung unguter Entwicklungen für Volk und Vaterland - und dann die o.g. gesponsorte "Kulturrichtung", teilweise auf dem gleichen technischen Standard stehend wie die höchsten deutschen Presse- und Publikationsorgane!!! - Noch einmal: die Kritik richtet sich nicht gegen die Akteure vor Mikrofon und Kamera.

Die Frage nach Management und Sponsoring stellt sich auch in ganz anderen Bereichen: Die seit dem Hamburger Parteitag hinsichtlich ihres Ursprungs und ihrer Wurzeln zunehmend scharf profilierte SPD versucht den Begriff der "Heimat" für sich zu instrumentalisieren nach dem Motto "Heimat": ja, "Vaterland": natürlich nein, "vaterlandslose Gesellen": natürlich auch nein; Frage nach Management und Sponsoring eines neuen Menschentypus - Die Hausfrau an Herd oder Waschmaschine soll nach dem Willen des Europaparlaments aus der Fernsehwerbung verschwinden; Frage nach Management oder Sponsoring – den mit Produktionen von RTL, AIPAC-Sendern, RAP-Kultur etc. regelrecht bombardierten und gegensteuernder geistiger und musischer Bildung weitgehend beraubten Jugendlichen werden belletristische Chemtrails in der Art "Generation doof" hinterhergeworfen; und, und, und… Es gilt das gleiche wie zuvor gesagt: die Kritik richtet sich nicht gegen die jungen Akteure bzw. überwiegend jungen Autoren, die nicht dafür verantwortlich sind, daß sie in diese Erniedrigungsmaschinerie – und sei es nur zur Reflexion des aktuellen Bildungszustandes mittels wohldesignter belletristischer Publikationen – eingespannt und ermutigt werden, ohne dies selbst zu realisieren. Wie sieht es mit der Erniedrigungsmaschinerie gegen die etwas älteren Generationen aus? In berufsbezogenen akademischen Är Deutschen Blättern zunehmendes Raumgreifen einer linientreuen Aufarbeitung der Geschichte, etwa dadurch, dass tatsächlich das Wort vom "deutschen Überfall auf Polen" verwendet wird; den gleichen akademischen Zielgruppen, welche maßgeblich die zunehmende globale Klarsicht der Menschheit mittragen, werden zwischen Büchern über Qualitätsmanagement und Führungsstrategien wohldesignte Bücher über – sowie Autobiographien von ehrenwerten und beispielhaften Persönlichkeiten angeboten: David Rockefeller, Alan Greenspan und George Soros !!!; Frage nach Management und Sponsoring ? – richtig: die Wochenzeitung Helmut Schmidts und Di Lorenzos berichtete über Martin Luther und dass man das Lutherbild nach den neuesten archäologischen Funden wesentlich überdenken muss (siehe Bericht auf dieser Website), gleiches gilt natürlich auch für Hermann und die Varusschlacht mit der Schlussbemerkung, dass Hermann keine saubere Weste hatte (Die Zeit, 30.10.08); eine Woche zuvor, am 23.10.08, hieß es auf der ersten Seite als Überschrift "Die Neue Weltordnung", auf der Innenseite: "Üben für die Weltregierung" (!!); in der gleichen Ausgabe eine Berichterstattung über den Film "Anonyma- Eine Frau in Berlin" mit den als Lob gemeinten Kernsätzen, der Film zeige das Leid der Vergewaltigten, ohne die Täter zu verteufeln (!!!), sowie einen Satz, der in seiner Perversion und Anbiederung repräsentativ ist für die Gesamtheit dessen, was die Frage nach Management und Sponsoring des gesamten Feuilletonismus in den 60 Jahren der BRD ausmacht. Dies schließt ein, dass man diesen Satz noch vor einer Generation nicht hätte publizieren können, also zu einer Zeit der noch geistig regen und zahlreichen Zeitzeugen:

… Zu den stärksten Szenen (des Films) gehört eine Siegesfeier am Abend der Kapitulation, als Vergewaltigungsopfer und Vergewaltiger miteinander tanzen …

Doch die Zeitung Schmidts und Di Lorenzos ist fähig, auch diese Perversion noch zu überbieten: durch betonte Schuldzuweisung an die (jetzt nicht mehr wehrfähige) deutsche Nachkriegsgesellschaft und die heimkehrenden deutschen Soldaten und Ehemänner hinsichtlich der angeblich schroffen Behandlung der Opfer, sowie durch die Verbindung des gegebenen Themas mit dem Begriff "Tabu" - und dies nachdem "Die Zeit" in der gleichen Ausgabe die Verbrechen selbst so vehement und redundant mit dem "ungeheuren Frust" der Rotarmisten erklärt hat – wie gesagt: ohne die Täter zu verteufeln!!! Wie auch bei der ungezielten Stichprobe in einem anderen Wochenmagazin (zwei Beiträge zuvor auf dieser Website) handelt es sich hier um ungezielte Mosaiksteine, jede andere Ausgabe hätte angeführt werden können. Es bleibt dabei: die Kritik richtet sich nicht gegen die überwiegend jungen Autoren, denen eine zunehmende Wachsamkeit hinsichtlich der Hintermächte ihrer Arbeitgeber zu wünschen ist.

Die Forderung nach Wachsamkeit gilt in besonders hohem Maße für die sich zunehmend in das Internet verlagernden Versuche zum Auseinanderdividieren der Menschheit, deren oberstes Ziel in dieser Zeit die Bewahrung des Friedens und der gemeinsam erkämpften weltweiten Klarsicht gegenüber den bislang aufgezeigten Machenschaften sein muß. Diese erhöhte Wachsamkeit muß auch der umgekehrten Strategie gelten, nämlich dem Aufbau von Scheinpolaritäten und Scheinoppositionen, welche entgegen ihrer offiziellen Verlautbarungen wohldefinierte Aufträge derer ausführen, welche sie vorgeben zu kritisieren. Und noch einer dritte Strategie wäre anzufügen: die erkannte Notwendigkeit der Weltmächtigen, sich von bislang willigen Helfershelfern zu distanzieren, wenn deren breite Ablehnung durch die Bevölkerung auf sie selbst und ihre politischen Ziele abfärbt. Für die ersten beiden Strategien muß weiter ausgeholt werden, die letztgenannte Strategie ist klar durch zwei aktuelle und durchsichtige Aspekte charakterisiert: Die großteils mediengemachte Chimäre des sogenannten "christlichen Fundamentalismus", der zunehmend dem Westen angedichtet wird (siehe u.a. die aktuellen Berichte über Rumsfeld), und von dem sich zionistische Kreise gerne distanzieren, insbesondere nachdem Jobs wie etwa im Irak längst erledigt sind. Keine Frage, dass diese unsägliche Chimäre viele gläubige Menschen verblendet hat, ohne dass diese hierfür zur Verantwortung zu ziehen sind. Der zweite Aspekt sind die "Antideutschen", also die verläßlichsten und ehrlichsten Helfer der zionistischen Sache auf deutschem Boden – mit einer Ausnahme: niemand in Deutschland mag sie und dies färbt natürlich auf die "gerechte" Sache ab. Die offiziell distanzierenden Berichte durch zionistische Websites hatten Folgen: jetzt nicht mehr gegen das Menschenrecht auf Israelkritik, sondern es werden andere konfo nicht beanstandete Aspekte angesprochen: der Papst wird mit ausgestrecktem rechten Arm abgelichtet, als Slogan heißt es in Anspielung an die Abwrackprämie: "Wieviel bekommen Sie noch für ihren Papst", an anderer Stelle verschwindet der Bundesadler im Papierkorb mit der Aussage "60 Jahre sind genug" – gut zu verwenden für spätere Aktionen in der Art, dass sich die Deutschen jetzt bitteschön von ihren bisherigen "Freiheiten" allmählich verabschieden müssen. Jedenfalls scheinen die Antideutschen auch weiterhin zu funk reichlich Themen und Aktionsspielraum zu besitzen. Allerdings ist bei der zur Schau gestellten jüdischen Kritik an den Antideutschen ein gravierender und selbstentlarvender Denkfehler geblieben: Henryk M.Broder! Wir halten fest: die Antideutschen und die Achse des Guten mit all ihrer widerlichen Mischung aus alttes verblendeter Selbstüberhöhung und enthemmten Zynismus kommen aus Demselben und werden auch in Zukunft nicht zu trennen sein. Was bedeutet "effektive Scheinopposition" ? Bei aller Macht der global agierende Israel-Lobby bleibt dieser eine spezifische Strategie versagt: aus erster Hand das Weltbild zu verbreiten, man sei von den Entscheidungen und Anweisungen aus den USA abhängig und dass die Politik im nahen Osten doch letztlich deren Handschrift trage. Um das darauf folgende weltweite Gelächter zu umgehen, müsste diese Behauptung daher von scheinbaren Oppositionellen aufgestellt werden, möglichst so, daß dem angeblichen Führungsstaat USA die eigentlich Anderen zustehenden moralischen Fesseln angehängt werden. Statt Schuldzuweisungen soll an dieser Stelle eine Frage stehen: was für ein Mann ist das, der um die vielfältige Beherrschung der US-amerikanischen Bevölkerung, ihres Landes, ihres Staates, und ihres Präsidenten weiß, ebenso um die Richtigkeit der hierauf bezogenen Behauptung Sharons, sowie um die diesbezüglich stetig zunehmende Gegenwehr der US-Bürger – und diesem Land noch obendrein den Buchtitel "Der gescheiterte Staat" hinterherwirft, um seitdem von den offiziell als US-amerikanisch bezeichneten Publikationsorganen höchstes Lob zu erhalten ??? In besagtem Buch behauptet Noam Chomsky: "… Solange Israels Vorgehen mit den US-Zielen übereinstimmt, erhält es die diplomatische, militärische und wirtschaftliche Hilfe, die ihm die Annexion wertvoller Teile der besetzten Gebiete und die Entwicklung zu einer reichen Industriegesellschaft erleichtert. Doch wenn der Boss (!?!) die Zügel anzieht, muss Israel gehorchen …". Präsident Ahmadinedschad hat sich dagegen hinsichtlich des Terminus "Beherrschung" klar positioniert und den westlichen Nationen gewünscht, dass sie einst wieder frei sein mögen. Was verstreut der offiziell von der Israel-Lobby als ungeliebt angesehene Friedensaktivist Ur